Zuletzt gesehener Film

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      Die Brücke von Arnheim habe ich als Kind mal gesehen :whistling: Kann mich aber nur noch an die alte Frau erinnern, die von den GIs so genervt war, dass sie ihr durchlöchertes Haus verlassen hat und in ein deutsches MG-Nest gelaufen ist. Wenn der mal bei Netflix oder Prime Video landet oder so als 99 Cent-Leihe bei Amazon landet, werde ich den nochmal anschauen.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Tenet

      Ich habe mich in kürzester Zeit an Steven Erikson erinnert gefühlt, der es ja auch gern mit Untererklärung hat.

      Nach spätestens einer halben Stunde bin ich auf Grund von Spoilervorgängen, die mir in sich nicht wirklich konsequent erschienen vor zwei Möglichkeiten gestanden: Entweder ist alles perfekt schlüssig und und mein wochenendfaules Gehirn gibt sich einfach nicht genug Mühe ODER der Film kaschiert das übliche Technobabble durch maximale Intransparenz um pseudotiefgründiger zu wirken. Ich habe mich ziemlich schnell für b) entschieden, aufgehört das Geblubber zu beachten und mich auf die tollen Actionsequenzen konzentriert, wodurch ein immer noch unterhaltsamer Film übrig blieb.

      Show Spoiler
      Bisse irritierend fand ich, dass das Paradoxon kurz erwähnt und dann beiseite geschoben wird um dann doch einen zentralen Punkt der Handlung zu bilden. Ist Max Neil? Das Ende hat mir gut gefallen.
      I have been despised by better men than you.
      Eher zufällig war diese Woche Interstellar dran. Während mich Tenet eher klößchenlauwarm gelassen hat, war Interstellar für mich eine echte Hausnummer.
      Nicht, dass ich mich hier mit den wissenschaftlichen Hintergründen sehr viel mehr beschäftigt hätte, aber hier hat für mich vom Hirnfutter über den grandiosen Soundtrack und die eingestreuten psychologischen Komponenten alles gepasst. Abgesehen davon waren die Protagonisten sympathisch und ihre Handlungen überwiegend gut nachvollziehbar, während mir die in Tenet 50 shades of Wurst waren.
      Toller Film.

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      Ich bin ein bisschen zu früh auf den Twist gekommen, aber das hat mir Sixth Sense ja auch nicht versaut.
      I have been despised by better men than you.

      Maegwin wrote:

      Entweder ist alles perfekt schlüssig und und mein wochenendfaules Gehirn gibt sich einfach nicht genug Mühe ODER der Film kaschiert das übliche Technobabble durch maximale Intransparenz um pseudotiefgründiger zu wirken. Ich habe mich ziemlich schnell für b) entschieden, aufgehört das Geblubber zu beachten und mich auf die tollen Actionsequenzen konzentriert, wodurch ein immer noch unterhaltsamer Film übrig blieb.
      Ha! Bei mir lief haargenau derselbe Prozess ab. Stimme auch Deinen folgenden Ausführungen zu Interstellar zu, das war einfach der bessere Film.

      WonderWoman 1984:
      Mittelmässiger Film, viele verpasste Gelegenheiten, die 80er zu persiflieren, fragwürdige Charaktermotivation,
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      Chris Pine ist der Höhepunkt des Films, seine Rückkehr wird aber durch eine absolut schwachsinnige Erklärung geschmälert
      , und ne Stunde kürzer hätts auch getan, schade.
      6 von 10 Mauerblümchen.
      HODOR !
      Nolan wird ja häufig von Kritikern vorgeworfen, dass seinen Charakteren die emotionale Tiefe fehlt, war vor allem ja auch bei Inception so (in dessen Kerbe auch TENET schlägt). Eine bestimmte Nachlässigkeit in dieser Hinsicht würde selbst ich (als Fan) ihm wohl nicht absprechen, denke aber auch dass es zum Teil eine recht individuelle Frage ist, wie viel emotionale Nähe zu den Protagonisten notwendig ist, um eine Geschichte toll zu finden. Es ist aber sicher nicht ganz von der Hand zu weissen, dass er die Handlung und ein intelligentes Story-Gerüst mehr in den Vordergrund stellt als Charakterentwicklung.

      Maegwin wrote:

      Tenet
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      Bisse irritierend fand ich, dass das Paradoxon kurz erwähnt und dann beiseite geschoben wird um dann doch einen zentralen Punkt der Handlung zu bilden. Ist Max Neil? Das Ende hat mir gut gefallen.

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      Leider habe ich es nach meinem Kino-Besuch nie mehr geschafft mir den Film noch ein zweites Mal anzusehen, daher sind meine Erinnerungen schon etwas verblasst... :( Aber an einen Max kann ich mich nicht erinnern, wen genau meinst du damit und was hat das mit dem Grossvaterparadoxon zu tun?
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Nolan wird ja häufig von Kritikern vorgeworfen, dass seinen Charakteren die emotionale Tiefe fehlt, war vor allem ja auch bei Inception so (in dessen Kerbe auch TENET schlägt). Eine bestimmte Nachlässigkeit in dieser Hinsicht würde selbst ich (als Fan) ihm wohl nicht absprechen, denke aber auch dass es zum Teil eine recht individuelle Frage ist, wie viel emotionale Nähe zu den Protagonisten notwendig ist, um eine Geschichte toll zu finden.


      Hm. Ich denke, je weniger einen die Protagonisten interessieren umso flashier und interessanter muss das Werk in sich sein, sei es Film oder Buch. Ich habe an Tenet nichts revolutionäres entdeckt, das mich bei der Stange gehalten hätte. Die Inversion als Einstieg war interessant, allerdings ging die Idee sehr schnell in einer klassischen Zeitreisethematik auf, die aus meiner Sicht schon spannender und insbesondere weniger plotholy beackert wurde.

      Ich habe auch durchaus den Eindruck gehabt, dass Nolan sich hier bei der "Charaktererschaffung" absichtlich zurücknimmt. Über den Protagonisten und seinen Erklärbär wissen wir praktisch nichts, der Millionär und seine Ehegattin sind gut (!) gemachte Klischees. Ich denke, Nolan will dass man sich auf die komplexe Handlung konzentriert, die war mir nur nicht ansprechend gut genug.
      Nicht sicher, warum er das gemacht hat. In Interstellar ging auch beides.

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      Max war der kleine Sohn des Waffenhändlers und seiner Frau. :) Nachdem der Film sonst praktisch niemanden enthält, den der Protagonist in der Zukunft rekrutieren könnte, würde es für mich Sinn ergeben, dass er als Neil hilft seinen bösen Vater zu besiegen und die Mama zu retten in der Vergangenheit.
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      Maegwin wrote:

      Die Inversion als Einstieg war interessant, allerdings ging die Idee sehr schnell in einer klassischen Zeitreisethematik auf, die aus meiner Sicht schon spannender und insbesondere weniger plotholy beackert wurde.

      Ich habe auch durchaus den Eindruck gehabt, dass Nolan sich hier bei der "Charaktererschaffung" absichtlich zurücknimmt. Über den Protagonisten und seinen Erklärbär wissen wir praktisch nichts, der Millionär und seine Ehegattin sind gut (!) gemachte Klischees. Ich denke, Nolan will dass man sich auf die komplexe Handlung konzentriert, die war mir nur nicht ansprechend gut genug.
      Schade, für mich ist das alles voll aufgegangen. Ich fand gerade den Aspekt, dass Menschen und Dinge sich durch die Zeit zurückbewegen (und was die Protagonisten in diesem Kontext alles zu berücksichtigen und zu bedenken haben), während alles andere normal vorwärts weiterläuft, ausnehmend frisch, originell und spannend. Trotzdem kann ich dein "klassisches Zeitreisethematik"- Argument einigermassen nachvollziehen, glaube aber auch, dass der Spielraum das irgendwie noch innovativer oder visionärer aufzubohren da sehr begrenzt ist, ein paar Naturgesetze muss man einfach beachten, sonst wird Science-Fiction ganz schnell zu Fantasie-Geplenkel.

      Show Spoiler
      Max war der kleine Sohn des Waffenhändlers und seiner Frau. :) Nachdem der Film sonst praktisch niemanden enthält, den der Protagonist in der Zukunft rekrutieren könnte, würde es für mich Sinn ergeben, dass er als Neil hilft seinen bösen Vater zu besiegen und die Mama zu retten in der Vergangenheit.

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      Das ist mir total entgangen, klingt allerdings wirklich schlüssig. Muss mir den Film unbedingt besorgen und demnächst nochmal angucken, es hilft nichts. :)
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      White Boy Ricky
      Milieustudie rund um Drogenhandel und Korruption in einem heruntergekommenen Viertel im Detroit der 80er. Gezeigt wird ein etwa 3 Jahre umfassender Lebens-Abschnitt des 14(-17) jährigen Ricky, der sich in dieser Zeit zu einem der jüngsten und mächtigsten Drogenbarone der USA mausert. Der Newcomer Richie Merritt macht sein Sache ausserordentlich gut, ebenso wie Matthew McConaughey der seinen Vater mimt. Das Ganze beruht auf waren Begebenheiten.
      Kann man vor allem aufgrund der Darsteller-Leistungen durchaus gucken, die Story an sich ist allerdings nichts besonderes und auch nicht reiserisch genug inszeniert um aus der Masse an Drogen-Filmen herauszustechen.

      Der Aufstieg
      Eine französische Komödie, die sich um den vollkommen berg-unerfahrenen, jungen farbigen Franzosen Samy mit senegalesischen Wurzeln dreht, der seiner Angegebeten als Liebesbeweis gelobt, auf den Mount Everest zu steigen, ohne überhaupt so recht zu wissen was er sich da vorgenommen hat.
      Auch wenn mir klar ist, dass der Film vordergründig als Liebes-Schmonzette angelegt ist, finde ich die Darstellung der Bergbesteigung etwas zu... naja sagen wir mal romantisierend. Vor allem ob der Tatsache, dass auch diese unfassbare Geschichte einer wahren Begebenheit nachempfunden ist und dieser Kerl es unglaublicherweise wirklich auf den Mount Everest geschafft hat, ohne je zuvor einen höheren Berg bestiegen zu haben. Das Ganze wirkt so halt ein wenig wie, "naja, ist natürlich kein Spaziergang, aber mit einer wohldosierten Mischung aus Naivität, gesundem Ehrgeiz und hochgradiger Verliebtheit, kann eigentlich jeder da rauf", was ich dann doch ein wenig zu over the top finde. Nichtsdestotrotz- wenn man das alles nicht zu ernst nimmt kann man sich durchaus ein wenig von der liebevoll gezeichneten Hauptfigur und einer Menge Klischees beriseln lassen.

      Shadow in the Cloud
      Haha, na das nenn ich doch mal einen durch und durch feministischen Film ohne wenn und aber. Chloë Grace Moretz wirkt als weibliche Protagonistin zwar nicht ganz so tough wie Ellen Ripley oder Furiosa, macht ihre Sache aber solide und ich sehe sie seid Kick Ass sowieso total gerne. Einfach jeder männliche Teilnehmer in diesem Spektakel ist entweder ein chauvinistisches Arschloch, inkompetent, oder vollkommen unfähig und dumm. Oder alles zusammen. Nicht das mich das gestört hätte.
      Die Prämisse ist herrlich erfrischend und abgedreht, der sich etwa nach halber Zeit offenbarende McGuffin war eine echte Überraschung und das Szenario ist insgesamt total crazy und somit genau meine Kragenweite. Zwar schöpft der Film bei einer Lauflänge von knapp über 70 Minuten leider bei weitem nicht sein ganzes Potential aus, ist aber insgesamt absolut spassig und kurzweilig.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

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      Der Aufstieg Eine französische Komödie, die sich um den vollkommen berg-unerfahrenen, jungen farbigen Franzosen Samy mit senegalesischen Wurzeln dreht, der seiner Angegebeten als Liebesbeweis gelobt, auf den Mount Everest zu steigen, ohne überhaupt so recht zu wissen was er sich da vorgenommen hat.Auch wenn mir klar ist, dass der Film vordergründig als Liebes-Schmonzette angelegt ist, finde ich die Darstellung der Bergbesteigung etwas zu... naja sagen wir mal romantisierend. Vor allem ob der Tatsache, dass auch diese unfassbare Geschichte einer wahren Begebenheit nachempfunden ist und dieser Kerl es unglaublicherweise wirklich auf den Mount Everest geschafft hat, ohne je zuvor einen höheren Berg bestiegen zu haben. Das Ganze wirkt so halt ein wenig wie, "naja, ist natürlich kein Spaziergang, aber mit einer wohldosierten Mischung aus Naivität, gesundem Ehrgeiz und hochgradiger Verliebtheit, kann eigentlich jeder da rauf", was ich dann doch ein wenig zu over the top finde. Nichtsdestotrotz- wenn man das alles nicht zu ernst nimmt kann man sich durchaus ein wenig von der liebevoll gezeichneten Hauptfigur und einer Menge Klischees beriseln lassen.


      Ich bin nicht sicher, ob das so toll ist Leute auf doofe Ideen zu bringen.
      Zufällig habe ich erst vor ein paar Tagen auf Youtube "Ask a Mortician" zum Mount Everst geguckt. Insbesondere zum "Rainbow Valley" hätte ich gerne eine andere oder am besten keine Vorstellung gehabt.
      Passt aber zu den Erfahrungen eines Bekannten, der im Zwischenlager sein Zelt verloren hat, weil in seiner Abwesenheit "ein toter Italiener reingerutscht ist" und andere Bergsteiger es dann gleich als Leichensack verwendet haben.




      Wir haben beschlossen mit Disney + ein bisschen mehr als Mandalorian zu machen und uns die volle Disney-Dröhnung gegeben.

      Den Glöckner von Notre-Dame haben wir uns angesehen, weil ich den noch nicht kannte. Für einen Disney-Film ist der schon sehr sehr duster, sogar mit recht expliziten sexuellen Andeutungen, was mich doch sehr erstaunt hat.
      Der Soundtrack ist grandios. Vielleichtvermutlich der beste von Disney für mich.

      Daaaann haben wir Souls und Monsters University geguckt. Die fand ich beide.. nett. Das klingt jetzt ein bisschen abfällig, ist aber gar nicht so gemeint. Sie waren für mich nur nicht so rührend wie Up oder lustig wie die ursprüngliche Monster AG.

      Und Vaiana haben wir uns angesehen. Der war einfach nur Wiiiii <3 also alles wie es sein sollte. Falls also noch jemand Corona-Blues schiebt und ihn noch nicht kennt - der macht fröhlich.
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      Maegwin wrote:

      Ich bin nicht sicher, ob das so toll ist Leute auf doofe Ideen zu bringen.

      Ja, genau das ist es eben... :S Für mich war das natürlich alles totaler Quatsch, aber Menschen die Berge nur von Fotos kennen könnten durchaus ein ganz falsches Bild bekommen. Und das Prädikat "nach einer wahren Begebenheit" macht das Ganze noch etwas gefährlicher.

      Maegwin wrote:

      Zufällig habe ich erst vor ein paar Tagen auf Youtube "Ask a Mortician" zum Mount Everst geguckt. Insbesondere zum "Rainbow Valley" hätte ich gerne eine andere oder am besten keine Vorstellung gehabt.
      Passt aber zu den Erfahrungen eines Bekannten, der im Zwischenlager sein Zelt verloren hat, weil in seiner Abwesenheit "ein toter Italiener reingerutscht ist" und andere Bergsteiger es dann gleich als Leichensack verwendet haben.

      Es gibt im Film zwar eine kurze Szene (ich glaub es war auf dem Weg zum Basislager auf 6500m) wo tote Körper runter "transportiert" werden, aber der Moment ist insgesamt viel zu kurz und aus der Sicht des Protagonisten zu wenig eindrücklich, um das wahre Ausmass der Gefahren einzufangen.


      Maegwin wrote:

      Und Vaiana haben wir uns angesehen. Der war einfach nur Wiiiii <3 also alles wie es sein sollte. Falls also noch jemand Corona-Blues schiebt und ihn noch nicht kennt - der macht fröhlich.

      Vaiana fehlt mir auch noch, ist der ebenso wunderbar wie Merida und Rapunzel? :love:
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Ich sah zuletzt:

      The Lego Batman Movie
      Aus meiner Sicht noch einen Zacken unterhaltsamer als The Lego Movie mit noch wahnsinnigerem Pacing. Die Batman-Karikatur trifft einfach voll meinen Nerv, ich konnte an vielen Stellen wirklich herzhaft lachen. Trotzdem trifft der Film auch in den ernsthaften Momenten die richtigen Töne, um die Botschaft für die kleinen auch sicher korrekt und unmissverständlich zu transportieren. Netter Spass für zwischendurch für alle Erwachsenen die sich auf sowas einlassen können.

      Mortal Engines
      Aus einer guten Grund-Idee folgt ein durch und durch mittelmässiger Film, der hauptsächlich vor dem Greenscreen entstanden sein dürfte. Der Film wirkt in Vorschauen wie eine teure Version eines Tele 5-Schlefaz Katastrophen-Filmtipps, und bietet am Ende auch nicht viel mehr. Ich habe nur deshalb einen Blick riskiert, weil das Drehbuch ja offenbar hauptsächlich aus der Feder von Peter Jackson stammen soll, der auch als Produzent mit an Board war. Naja, das hat leider nicht viel gebracht. Die Geschichte ist ziemlich ereignislos und schafft es auch bis zum Finale nie wirklich Spannung zu erzeugen, weshalb ich am Ende auch mit dem Schlaf zu kämpfen hatte.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      ich sah zuletzt auf Drängen eines überzeugt vegan lebenden Arbeits-Kollegen die Netflix-Doku The Game Changers, eine nach seiner Aussage sehr seriöse und beeindruckende Dokumentation über das Thema vegane Ernährung im Hochleistungssport.

      Tja, was soll ich sagen. Ich konnte leider nichts beeindruckendes oder gar seriöses erkennen. Das Gegenteil war der Fall. Man bekommt eine zutiefst manipulativ und tendenziös aufbereitete Aneinanderreihung von Behauptungen aufgetischt, die ausschliesslich auf sehr wagen wissenschaftlichen Experimenten und Einzelaussagen von "Ernährungsexperten" beruhen. Die vegane Ernährung wird als Heilmittel für Mensch, Tier und die ganze Welt beschrieben, ohne auch nur mit einem einzigen "aber" auszukommen.
      Schmackhaft gemacht werden soll einem das Ganze zusätzlich mit einer Reihe von vegan lebenden Hochleistungssportlern verschiedenster Disziplinen, die von sich behaupten ihre Errungenschaften allein durch die Ernährungsumstellung erreicht zu haben.
      Ich habe wirklich nichts gegen vegan lebende Menschen. Im Gegenteil, ich unterstütze fast alle ethischen Grundgedanken dahinter und erkenne durchaus die Vorteile für Mensch, Tier und Umwelt, wenn sich alle beim Konsum von tierischen Produkten etwas zusammen reisen würden.
      Und auch wenn viele der Kernthesen sogar stimmen oder zumindest teilweise richtig sein mögen, habe ich trotzdem noch nie eine Dokumentation gesehen, die sich so undifferenziert mit einem Thema auseinader setzt. Das Ding ist von vorne bis hinten viel zu rund, ohne Ecken oder Kannten, sodass man schon nach ca. 20 Minuten das Gefühl bekommt, irgendwas stimmt hier nicht. Ein Thema (Ernährungswissenschaft), das seit Jahrzehnten immer wieder kontrovers diskutiert wird, ist auf einmal eindeutig geklärt, keine weiteren Fragen offen. Die Antworten auf alles sind so offensichtlich und kristall-klar wie das Wasser eines Gletschersees. Und dabei ist das Ganze noch so auf Werbeclip-Ästhetik getrimmt, dass man meinen könnte Michael Bay hätte auf dem Regie-Stuhl gesessen. Man hat hier wirklich sämtliche technischen Register gezogen, um dem Zuschauer das extrem vereinfachte und eindimensionale Weltbild des Films ins Gesicht zu hämmern.
      Selbst wenn es dieses Machwerk wirklich schaffte, viele Menschen von seinen Kernthesen zu überzeugen und die Welt dadurch insgesamt besser würde, ist und bleibt es ein richtiger Scheissfilm.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Superman 4 (1987)

      Jetzt kommt bei mir halt es klassische "hätte/wäre/sollte" durch- hasse ich normalerweise!

      Meine Meinung: Wäre der alberne 3.Teil nicht gewesen und man sich den inneren Konflikt gepaart hätte , wäre des ein besserer 3. Teil werden können.

      Auch ein anderes Studio wäre besser gewesen wo sich auch getraut hätte etwas Geld reinzustecken!
      Es war auch die Rede von einer 130 Minuten Handlung- wo sind diese 40 Minuten hin?

      Somit bleibt leider ein fader Geschmack über. Sehenswert halt in einem SUPERMAN Marathon!
      habe leider nicht so Zeit für ganz ausführliche Kommentare, aber trotzdem wollte ich kurz meine Meinung zu einigen Filmen kund tun:

      Justice League (Snyder cut)
      Die Sache mit dem 4:3 Format habe ich nicht wirklich verstanden, mich hat es ehrlich gesagt durch den ganzen Film hindurch sogar gestört, aber irgendwann gewöhnt man sich einigermassen dran. Jedenfalls- im direkten Vergleich zur 2017er Verison von Whedon ist dieses 4 stündige Film-Monster zwar wie erwartet um Längen besser, krankt jedoch zumindest teilweise an ähnlichen Problemen. Snyder stösst 1000 Türen auf und führt uns vor Augen, was er noch alles zu erzählen gehabt hätte, was Fans am Ende dann doch eher verdrieslich anstatt erfreut zurück lassen dürfte, da das Snyder-Verse "eigentlich" ja schon nicht mehr existiert (man darf gespannt sein ob der hashtag #restorethesnyderverse die Produzenten ähnlich aufhorchen lässt wie die Aktion die uns diesen Film bescherte).
      Insgesamt hat mir die Snyder-Version gut gefallen, alle Figuren erhalten deutlich mehr Tiefe und Hintergrund, der Snyder-Steppenwolf ist um ein vielfaches cooler designt und gibt am Ende einen deutlich passableren Bösewicht ab als in der ursprünglichen Variante. Die Einführung von Darkside fand ich auch super. Man bekommt natürlich Snydertypisch jede Menge Superzeitlupen - Exzesse, massig Exposition und am faszinisierendsten finde ich die Tatsache, dass Snyder offenbar echt keinen einzigen Frame vom ursprünglichen Film zu verwendet haben scheint. Echt krass, mich würde mal interessieren wie viel davon tatsächlich nachgedreht wurde bzw. wie viel er vom ursprünglichen Footage verwenden konnte. Jedenfalls, kinotauglich wäre dieser Film nicht wirklich, da einfach deutlich zu lange. Bestimmte Erzählstränge hätte man nicht wirklich so arg in die Länge ziehen müssen, trotzdem merkt man einfach in jeder Szene, dass Snyder wirklich genau seine Vision der Geschichte erzählt und sich dazu jede künstlerische Freiheit genommen hat die er wollte, das gefällt mir und das schätze ich an dem Film.

      Wonder Woman 1984
      Tja, auch wenn ich Gal Gadot vermutlich eine Stunde lang einfach dabei zusehen könnte, wie sie auf einer Parkbank sitzt und ein Buch liest, täuscht ihr bezauberndes Wesen leider nicht darüber hinweg, dass diese Geschichte einfach unheimlich langweilig und ereignislos ist. Sehr schade, den ersten Wonder Woman Film mochte ich bis auf ein paar Schwächen wirklich sehr gerne.

      Godzilla vs. Kong
      Also ich weiss ja, dass ich immer mal wieder dazu neige nicht mit Superlativen zu geizen- aber dieser Film stellt wirklich alles an brachialen CGI Materialschlachten was ich bisher gesehen habe in den Schatten. Mit einem Wort- bombastisch. Was die Monster-Klopperei anbelangt hat mich der Film trotz hoher Erwartungen in keinster Weise enttäuscht- die Geschichte selbst ist leider, ähnlich wie schon bei King of the Monsters, ziemliche Grütze und so ziemlich jede Figur ist austauschbares Beiweirk (sogar Millie Bobby Brown).
      Trotzdem macht der Film wirklich unfassbar Laune, da die Monster endlich die Screentime einnehmen die ihnen gebürt. Ausserdem findet die Action fasst ausschliesslich bei klarer und guter Sicht statt, oder aber in einer phänomenal Neon Bunt ausgeleuchteten Hong Kong Version bei Nacht (der klare Höhepunkt und ein absolut würdiger Showdown zwischen den beiden titelgebenden Kontrahenten). Kein Regen, kein Nebel etc. um Geld bei visuellen Effekten zu sparen, die Protagonisten sind durchgängig in voller Pracht und übersichtlich bei ihren Zerstörungsorgien zu geniesen. Und was ich am aller tollsten fand- ACHTUNG DICKER SPOILER
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      der Film lässt absolut keine Zweifel daran offen, wer der einzig wahre King fo the Monsters ist- ein 4-fach atomar angehauchtes ätschi-bätsch an alle Kongfans da draussen die geglaubt haben er könnte Godzilla besiegen. :P :P :D

      Sollte der Film doch noch irgendwann bei uns in den Kinos starten, werde ich ihn mir auf jeden Fall auch noch auf der grossen Leinwand zu Gemüte führen, wo er zweifellos noch eindrücklicher und gigantischer ist.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Den Snyder-Cut schaffe ich nicht. Es ist richtig, er macht mehr Sinn als die Whedon-Version, aber er ist auch ziemlich langatmig, ich hab bis jetzt grad mal die Hälfte durch.
      Godzilla vs. Kong ist eindeutig der beste der Legendary Monsterfilme, eine knackige Achterbahnfahrt, visuell hervorragend, und als wirklich alter Godzilla-Fan (ich mach grad wieder Tohu-Sachen durch), finde ich gut, dass
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      endlich geklärt ist, wer der König der Monster ist.
      Die Hongkong- Szenen sind sensationell, trotz CGI-Massaker haben sie es irgendwie geschafft, dass ein klein wenig Tohu-Feeling rüberkam, eine unglaubliche Leistung, ich will wissen, wie sie das gemacht haben und hoffe auf ein Making-of.
      HODOR !

      hodor wrote:

      Den Snyder-Cut schaffe ich nicht. Es ist richtig, er macht mehr Sinn als die Whedon-Version, aber er ist auch ziemlich langatmig, ich hab bis jetzt grad mal die Hälfte durch.

      Vielleicht ermutigt es dich ein wenig wenn ich gestehe, dass auch ich die ersten 1,5 Stunden ziemlich zähflüssig fand, aber es wird besser. ;)

      Zu Godzilla vs. Kong kann ich dir nur 100% zustimmen, vor allem auch zum Spoiler-Teil. :D
      Show Spoiler
      Nachdem durch den Trailer ja schon erahn-bar war, dass es vermutlich Mechagodzilla als dritten Gegenspieler geben wird, hatte ich durchaus die Befürchtung, dass der Kampf zwischen Kong und Godzilla wieder nur auf ein lauwarmes Unentschieden hinausläuft, bevor sie sich gegen Mechagodzilla verbünden. Daher war ich richtig überrascht und auch froh, dass es nicht so kam. :thumbup:
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      Fast & Furious: Hobbs and Shaw
      Ich mag Statham, ich mag The Rock und ich mag Idris Elba, insofern hatte der Film schon mal gute Voraussetzungen. Lustig war auch, die Schwester der Königin (unmittelbar nachdem ich die zweite Staffel von The Crown durchgezogen hatte) in so einem Streifen zu sehen. Eigentlich hätte der Titel Hobbs & Shaw vollkommen gereicht, aber die Marken Statham und The Rock allein waren wohl immer noch nicht werbekräftig genug. Klassischer No-Brainer mit jede Menge absurd übertriebener Action, wobei ich mir von Selbiger ehrlich gesagt manchmal noch etwas mehr erwartet hätte (immerhin war das Finale dann so grotesk dumm, dass es schon wieder unterhaltsam war). Trotzdem funktioniert die Chemie zwischen Hobbs und Shaw super und der Film ist dann am stärksten wenn sie sich gegenseitig Sprüche um die Ohren hauen. Wer sich darauf einlassen kann, dass allgemeinen Wahrheiten wie bspw. den Gesetzen der Physik, der Belastungsfähigkeit des menschlichen Körpers etc., nicht sehr viel Bedeutung beigemessen wird, kann ruhig einen Blick riskieren. In Punkten eine solide 6.5 von 10 würde ich sagen. Leider verschenkt der Film vor allem beim Bösewicht viel Potential und das Protagonistengespann bräuchte noch mehr gemeinsame Screentime.

      Love and Monsters
      Ich würde nicht soweit gehen den Film schlecht zu nennen, aber gut war er leider auch nicht. Naja, wenn ich's mir recht überlege, ist er eigentlich doch ziemlich schlecht. Erhofft hatte ich mir ein anspruchsloses, kurzweiliges, postapokalyptisches Action-Abenteuer mit tollen Monstern und einer simplen (Liebes)Geschichte. So a la Zombieland, nur eben mit Monstern statt Zombies. An all dem versucht sich der Film zwar auch irgendwie, hat dabei aber neben der FSK 12 (und selbst das halte ich noch für übertrieben) und dem infantilen Humor vor allem ein Problem: es fehlt der Spannungsbogen. Und mit fehlt meine ich wirklich komplett nicht vorhanden. Alles gaukelt vollkommen ereignislos vor sich hin, bis man in den letzten 10 Minuten irgendwie dann doch zu merken scheint, dass es vielleicht sowas wie eine Art übergeordneten Konflikt geben müsste, damit das Ganze einigermassen funktioniert. Entsprechend an den Haaren herbei gezogen und dämlich wirkt der letzte Akt dann auch. Man fiebert zu keinem Zeitpunkt mit dem Protagonisten (oder sonst irgend Jemandem) mit oder hat gar Angst um ihn. Die prinzipiell recht liebevoll designten Monster sind keine Bedrohung, sondern einfach allerlei übergrosses Getier, das vereinzelt durch die Gegend streift und halt frisst was ihm vor die Futterluke springt. In Folge wirkt es auch vollkommen inkonsistent und unlogisch, dass fast alle verbliebenen Menschen in unterirdischen Bunkern leben (gerade wenn man noch dazu bedenkt, dass es Viecher gibt die sich ganz mühelos durch die Erde graben). Der Film geht einfach keinerlei Wagnisse oder Risiken ein, macht dabei nur spärlich was aus seinen visuellen Möglichkeiten und ist einfach furchtbar schlecht gescritpted. Bisher fand ich ja noch keinen Netflix Original-Film besonders prikelnd, aber das war klar einer der Schwächsten. Schade, da ich mich als Monsterfan eigentlich darauf gefreut hatte.
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      Mad Max: Fury Road
      Wow. Ein Film, bei dem fast alles stimmt. Im Zentrum natürlich die clever gefilmten, sehr ideenreichen und packenden Action-Szenen, die fantastische Farbgebung, das überragende Production Design sowie das durch letzteres und durch die Art der Präsentation sehr stark herausgearbeitete Setting. Was dieses Setting betrifft ist mir vor allem aufgefallen, dass das ein Film ist, der die Maxime "Show don't Tell" meistert wie wenig andere. Die Art der Gesellschaft unter Immortan Joe - wer sind die War Boys? was ist ihre Motivation? Wie kontrolliert Joe die Menschen? Was ist ein Ultimate Donor? u.v.m - nichts davon wird uns gesagt. Aber alles ist nicht nur immer so klar, wie es zum Verständnis sein muss, sondern wirft darauf interessante ethische Fragen oder Reflektion über das Setting im Allgemeinen aus, wenn man sich damit beschäftigen will. Weiterhin hat der Film eine erstklassige Struktur, vor allem sichtbar durch die vielen vorbereiteten und geschickt eingelösten Momente - die Munition für die Pistole, die den tollen Bonding-Moment zwischen Max und Furiosa liefert,
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      'Witness me', auch der 'Ultimate Donor' selbst und Kleinigkeiten wie das Messer, die Beinverletzung etc.

      Gleichzeitig wirkt nichts davon billig, wenn es vorbereitet wird. Mit genausoviel Liebe zum Detail herausgearbeitet sind die Charaktere (vielleicht mit kleineren Abstrichen bei Max selbst) - damit meine ich nicht nur wichtige Charaktere wie Furiosa oder Nux, sondern z.B. auch dass jeder unter den 'Breeders' eine eigene Persönlichkeit hat und kein Beiwerk bleibt, dass auch ein Charakter wie der ältere Sohn von Immortan Joe eben nicht als ComicRelief verwendet wird, sondern in seinem
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      'I had a baby brother' echte Verletzlichkeit zeigt

      Ein im Prinzip perfekter Film, den ich nur wegen meinem persönlichen Geschmack nicht noch höher bewerte - das Genre des Action-Films ist nicht mein Lieblings-Genre und ein perfekter Action-Film ist für mich eben auch 'nur' eine 8,5/10 und keine 10/10.


      Sound of Metal

      Ein Film über den Drummer Ruben, der sein Gehört verliert. Eine Besonderheit ist sicher das exzellente Sound-Design, dass den Zuschauer sehr gut an den verschiedenen Erfahrungen des Protagonisten teilhaben lässt. Der Hauptdarsteller Riz Ahmed spielt sehr gut, Paul Raci ist mir auch positiv aufgefallen.
      Die Geschichte die erzählt wird ist bewegend, und verfällt nicht in Klischees. Gerade die Beziehung von Ruben und seiner Freundin Lou ist hier hervorzuheben.
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      In einem schlechteren Film wäre sie wahrscheinlich in seiner Zeit in der Gehörlosen-Kommune mit jemand anderem zusammengekommen. Oder zumindest hätte eine der Seiten mehr "Schuld" am Auseinandergehen. Aber hier wird gezeigt, dass beide nachdrücklich weiter um die Beziehung bemüht sind, es aber trotzdem nicht funktioniert. Und das wird auch nicht rein auf den Schickschals-Schlag reduziert, auch wenn dieser natürlich eine große Rolle spielt.

      Zuerst war ich mir nicht sicher, wie gut mir die Darstellung der Gehörlosen-Community gefällt. Aber mit etwas mehr Reflektion bin ich auch davon sehr überzeugt.
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      Auch wenn ich das Anliegen, Gehörlosigkeit nicht blind als Behinderung abzuqualifizieren, verstehen kann und sehr sympathisch finde, gibt es einige Sachen, die ich definitiv als unmenschlisch bezeichnen würde - allen voran der "kein Kontakt zur Außenwelt in irgendeiner Form"-Passus, aber auch, dass man nicht akzeptieren kann, dass andere beim Beurteilen ihrer eigenen Gehörlosigkeit zu einem anderen Schluss kommen. Ich kann sogar noch nachvollziehen, Ruben am Ende nicht mehr (auch nur für eine Zeit) aufzunehmen, weil es negative Gefühle bei anderen auslösen könnte. Aber das ganze Gespräch wird auf eine sehr feindselige Art geführt ('Verrat'), die ich nicht mehr nachvollziehen kann.
      Etwas mehr Reflektion: Ich glaube, dass der Film, dass durchaus hinterfragen will (den etwa in dem Gespräch ist man als Zuschauer natürlich auf der Seite Rubens), ohne aber klar Stellung zu beziehen, weil es eben sehr schwierig und komplex ist. Das Ende bestätigt zwar die prinzipielle Haltung Joe's, aber das macht seine Art des Umgangs mit Ruben's Situation ja noch nicht richtig.
      Und im Endeffekt ist es für mich eigentlich genau dieses Nachdenken und nicht das Präsentieren von klaren Antworten was eine sehr gute Beschäftigung mit einem Thema ausmacht.

      Sehr guter Film. 8/10


      The Dark Tower (enthält leichte Spoiler zum Film)

      Egal ob man den Film als Adaption bewertet (dann ist er eine Voll-Katastrophe), oder als eigenständigen Film (dann ist er einfach nur sehr uninspiriert und belanglos), so einem guten Urteil kann man glaube ich kaum kommen. Es gibt so viele Sachen, die erzählerisch keinen Sinn machen - Warum öffnet man den Film mit dem Devar Toi, wenn das später so wenig Beachtung findet? (insbesondere da der Hauptteil des Showdowns in NY ist?) Warum gibt man Roland eine komplett andere Motivation, um dann überhaupt nichts daraus zu machen (am Ende des Films fallen seine verschiedenen Bedürfnisse so zusammen, dass es nichts interessantes dazu zu sagen gibt)? Warum hat man den Mittelteil in einem Dorf mit belanglosen Charakteren, die keine wirkliche Rolle spielen? Warum zeigt man Roland zuerst in Jake's Traum anstatt diese Szene als seine Motivation später einzuführen? Das sind alles Kritikpunkte völlig unabhängig von der Vorlage.
      Ein zwei gute Aspekte findet man auch - Idris Elba ist top, Matthew McConnaughey ist zumindest in der Küchen-Szene sehr überzeugend bösartig [im allgemeinen ist mir der Charakter etwas zu sehr "casually cruel" angelegt, ohne echte eigene Motivation zu haben, aber gespielt ist im ganzen Film sehr gut] und es gibt die eine oder andere gute Action-Szene (hier denke ich vor allem an den Anfang im Dixie Pig, weniger an die finale Konfrontation).
      Aber wie gesagt, bei einem Film mit einem gleichzeitig so belanglosen, wie auch unrund erzählten Plot rettet das nicht viel. 5,5/10