Die Spin-Off-Welle kommt

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      Mir gefallen die ersten Fotos ausgesprochen gut.

      Allerdings finde ich es schade, dass die Kostüme wieder eher mittelalterlicher aussehen. Oder zumindest so wie man sich allgemein Mittelalter-Kostüme vorstellt. Ich fand die progressiven Designs, die Michele Clapton gerade am Ende von GoT abgeliefert hat, die sich ja sehr stark an den Designs von Alexander MCQueen orientiert haben, irgendwie wesentlich besser. Hätte auch zu den Targaryens auch besser gepasst. Weiß man eigentlich ob Michele Clapton wieder die Kostüme macht? Das wäre perfekt. Ich finde es komisch, dass die GoT-Kostüme hier so verhöhnt werden. Ich fand die fast alle großartig. Die Sandsnakes und die weiblichen Tarlys hatten zwar schreckliche Kostüme, der Rest war m.M.n. aber gerade für eine Serie phänomenal. Insbesondere die Kostüme von Cersei, die am Anfang wesentlich farbenfroher, offener und aufreizender waren, am Ende dann aber immer düsterer wurden und sie förmlich eingezwängt haben. Gerade ihr Kleid am Ende der sechsten Staffel symbolisiert so wunderbar, dass sie ihre sexuellen Reize nun nicht mehr nutzen muss, aber quasi emotional in Ketten liegt. Eine so tolle Charakterisierung anhand eines Kostüms habe ich noch nie gesehen.

      Ich finde es aber auch generell seltsam, dass es bei GoT modetechnisch so gar keine Entwicklung gegeben hat. Ist ja aber auch zumindest in den Konzeptzeichnungen der Bücher so. Auch in Sache Wissenschaft, Kriegskunst scheint sich seit den Tagen von Aegon der Eroberer nicht viel verändert zu haben. :D
      There is no justice in the world. Not unless we make it.
      Ich muss sagen, dass ich die Entwicklung der Kostüme bei GoT genau andersrum empfunden habe. Am Anfang waren sie großartig, hinterher immer schwächer.

      Ich bin weiß Gott kein Experte für mittelalterliche Kleidung, aber zumindest für mich wirkten die Kostüme in den ersten vier, fünf Staffeln am besten, da am glaubhaftesten. Hinterher sahen die Sachen dann teilweise aus wie aus Rudis Resterampe geklaut oder übriggeblieben von irgendeinem 90er Jahre SciFi-Fernsehfilm auf RTL. Wenn ich allein an Cerseis Kostüm in der letzten Staffel zurückdenke als sie da diese verbogenen Gemüsehobel auf den Schultern getragen hat...
      Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.
      Weiß nicht. Sansa sah in der ersten Staffel aus, als hätte eine bulgarische Oma ihr Kleid auf Etsy gestellt.
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      Okay, ich bin gerade auf ihren Mantel aus geschmolzenen Michelin-Reifen in der achten Staffel gestoßen. Aber das Blätterkleid war okay. Und die Sachen, die Dany anhatte teilweise richtig hübsch. Dagegen sahen die Dothraki-Sache aus, als hätte man sie in eine Leinenwindel gesteckt und drei mal im Kreis gedreht.
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      Post was edited 1 time, last by “Maegwin” ().

      Aber soll Sansas Kleid nicht in der ersten Staffel genau so aussehen? Ich meine sie näht ihre Klamotten selbst, wächst weit weg von der Hauptstadt auf und hatte davor keinerlei Berührung zum Königshof. Ich finde es gehört doch zum Charakter dazu, dass sie am Anfang sehr unsicher ist, weil sie mit der Pracht der Lannister nicht mithalten kann und daher zuerst Cersei und dann Margaery imitiert.

      Aber da sind Geschmäcker vermutlich einfach verschieden. Ich finde für eine Serienproduktion wurde da wunderbare Arbeit geleistet. Man hätte es sich auch einfach machen können und einfach Kostüme aus historischen Filmen/ Serien leicht abändern können. Stattdessen wurde man mit der Zeit mutiger und ist seinen eigenen Weg gegangen. Insbesondere die Rüstung der ersten Königsgarde oder auch der Lannister finde ich sogar richtig ikonisch. Auch Joffrey hatte sehr coole Outfits. Am meisten mag ich aber die kleinen Details der Kostüme, die viel über die Charaktere preisgeben. So tragen Theon und Jon als einzige in der ersten Staffel keine markanten Pelzbesatze, sondern nur Kaninchenfell. Was symbolisieren soll, dass sie einfach beide nicht richtig dazu gehören, da Kaninchen ja eher billig ist...
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      Aber soll Sansas Kleid nicht in der ersten Staffel genau so aussehen?



      Ich weiß nicht, warum das Kleid einer Fürstentochter so aussehen soll. Aus Winterfell "Unsere kleine Farm" zu machen ist eine vollkommene Absurdität. Bei der Kleidung, die der Hof trägt ist es allerdings in der Tat schwer downzugraden, weil selbst König Robert aussieht wie ein aufgehübschter Kartoffelbauer.


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      Aber da sind Geschmäcker vermutlich einfach verschieden. Ich finde für eine Serienproduktion wurde da wunderbare Arbeit geleistet. Man hätte es sich auch einfach machen können und einfach Kostüme aus historischen Filmen/ Serien leicht abändern können.


      Natürlich. Weshalb Lobster Thermidor wünschen, wenn man auch Spiegelei mit Nutella haben kann. So einfach! Aber auch so mutig! *klatscht frenetisch*
      Die Angelegenheit ist eine Frage des Wissens bevor sie sich zu einer Frage des Geschmacks entfalten kann. Weder haben die Kostümdesigner von GoT eine Vorstellung (oder das Budget) um zu realisieren was man als historisierender Pracht ausschöpfen könnte.
      Noch kann GoT Serien wie den Borgias oder den mittlerweile hundert Jahre alten Tudors die Kerze zum Wasserlassen halten.


      Insbesondere die Rüstung der ersten Königsgarde oder auch der Lannister finde ich sogar richtig ikonisch.


      Die Rüstung mit den weißen Arschgeweih-Tribals?
      Wir können uns sehr gerne darauf einigen, dass sie ikonisch dafür steht, was die Serie kostümtechnisch zu bieten hat.
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      Nur weil Sansa eine Fürstentochter ist, heißt das doch nicht, dass Sie modetechnisch auf dem neusten Stand ist. Schon gar nicht in einer Welt, in der es keine Globalisierung gibt. Die Dialoge geben es nun einmal vor, dass Sansa ihre Kleider selbst näht. Soll sie mit 11 die neue Coco Chanel sein?
      Und auch heute noch kleiden sich doch Adlige aus anderen Kulturen komplett anders. Ich lese gerade ein Buch über die Miford-Schwestern. Diana und Unity Mitford waren während ihrer Besuche in München regelrecht entsetzt darüber, wie ungepflegt, schlecht gekleidet und modisch rückständig wohlhabende Frauen der Münchener Schickeria waren. Das zeigt ja schon einen gigantischen Unterschied zwischen London und München in den 30ern bei Leuten, die scheinbar einen gleichen Rang haben. Wir soll das dann erst in einer mittelalterlichen Gesellschaft sein?

      Und warum werden hier immer andere Serien als Vergleichsmaßstab herangezogen. Die Tudors hat doch eine komplett andere Ausgangslage. Gibt es dort Drachen, Untote, Schlachten, gesichtslose Männer? Natürlich bleibt da viel mehr Budget für Kostüme. Außerdem ist die Serie auch nie im Mainstream angekommen. GoT musste allein durch Peter Dinklage als Veganer und die größere Reichweite darauf achten, dass die Kostüme ethisch vertretbar sind. Daher wurde eben nur Pelze aus der Jagd, Nutztiere (Lamm, Kaninchen) und in den hinteren Staffeln dann sogar Kunstfell verwendet. Zobel, Nerz, Hermelin, Füchse aus Pelzfarmen, die natürlich ein besseres Fell haben, wurden zum Glück nicht verwendet. Bei die Tudors hingegen sind die Kostüme voll davon. Da finde ich den Weg von Michelle Clapton wesentlich besser, auch wenn dann eben die Starks kein Nerz, Zobel und Feh wie in den Bücher tragen.

      Ich finde GoT hat kostümtechnisch einen tollen Weg eingeschlagen und als ich mir den Bildband mit den Kostümen angeschaut habe, bin ich aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen. Ich weiß auch nicht, warum man sich dann dafür rechtfertigen müsste. Irgendwie wurde das Schlechtmachen ja mittlerweile regelrecht zu Kunstform erhoben. Und ich ziehe sehr vielen Speisen Lobster Thermidor vor. Das kannst du mir glauben. :D Und mir gefallen die Kostüme von Game of thrones übrigens auch besser als die von den Tudors. Margaery sah zumindest wesentlich besser aus als Anne Bolyen. Die Kostüme waren frischer, verspielte und eben eigenständig. Und was hat das mit Wissen zu tun? Westeros ist eine fiktive Welt und daher sind es die Kostüme auch.

      Aber hier endet für mich auch die Diskussion. Das hat mit dem Thread nämlich nichts zu tun. Für die Kostüme gibt es einen eigenen.
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      Nur weil Sansa eine Fürstentochter ist, heißt das doch nicht, dass Sie modetechnisch auf dem neusten Stand ist.


      Es heißt auch nicht Obdachlose, 700 Jahre vor dem Rosenkrieg - colourized"

      Wir beschäftigen uns als Freundesgruppe mit mittelalterlicher, nordischer Kleidung ein halbes Jahrtausend bevor George angesetzt hat - ungefähr. Die Kleidung aus der Show ist demgegenüber betreffend Schnitt, Verarbeitung und insbesondere Farbe auf eine unendliche Art von Weisen peinlich, die du dir nicht einmal vorstellen kannst.

      ​Wir soll das dann erst in einer mittelalterlichen Gesellschaft sein?


      Weniger posten, mehr recherchieren?

      Und warum werden hier immer andere Serien als Vergleichsmaßstab herangezogen.

      der Rest war m.M.n. aber gerade für eine Serie phänomenal.


      :huh:

      Die Tudors hat doch eine komplett andere Ausgangslage. Gibt es dort Drachen, Untote, Schlachten, gesichtslose Männer?


      Genau. Das arme Tudors hat eine vollkommen andere Ausgangslage, nämlich das Menschen bereits eine Vorstellung davon haben, wie man sich damals gekleidet hat. Die Serie hat daraus übrigens eine ganz reizende Fantasy-Variante gemacht. Dagegen konnte GoT aus den vollen Schöpfen weil George praktisch nichts vorgelegt hat und hat Familie Schnodder und den Obdachlosenkönig hingelegt.
      Man braucht für hübsche historisierende Gewandung ziemlich genau ein bis zwei billige Stoffe und eine Idee.
      Im Übrigen hat HBO niemand gezwungen eine Serie zu verfilmen, die sie sich nicht leisten können. Entsprechend bin ich gegenüber ihren Peinlichkeiten der Marke "der Königsjagd der Drei Typen", "dem Turnier der Vier Typen", "Dany zieht die unsichtbare Drachenglocke" und " weiße Dire-Hunde" vollkommen mitleidslos.


      ​Ich finde GoT hat kostümtechnisch einen tollen Weg eingeschlagen und als ich mir den Bildband mit den Kostümen angeschaut habe, bin ich aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen.


      Mach das doch. Wir leben in einem freien Land.

      ​Irgendwie wurde das Schlechtmachen ja mittlerweile regelrecht zu Kunstform erhoben.


      Ich kann mich nur wiederholen:

      Wir leben in einem freien Land.
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      ​Weniger posten, mehr recherchieren?


      Sorry, aber so Aussagen finde ich unglaublich herablassend und unverschämt. Warum sollte ich recherchieren? Schreibe ich hier eine wissenschaftliche Hausarbeit? Bei einer Serie geht es um Empfindungen und Emotionen und nicht um Faktenwissen. Ich weiß auch nicht, warum du immer wieder mit dem Rosenkrieg ankommst und auch die Aussagen "ein halbes Jahrtausend bevor George angesetzt hat" verstehe ich nicht. George hat sich thematisch und handlungstechnisch an dem Rosenkrieg orientiert, aber nie einen historischen Roman geschrieben. Es gibt in seiner Geschichte genauso viele Elemente aus der Antike. Warum sollten die Kostüme dann aussehen, wie zur Zeit der Rosenkriege? Gab es in den Rosenkriegen einen Piraten mit Augenklappe und Zobelmantel? Genauso wird Euron Greyjoy in den Büchern beschrieben...

      Die Serie richtet sich an ein Mainstream-Publikum und an den Kostümen muss man die Familien entsprechend zuordnen können. Die Starks tragen eben ihre Tierfelle, die Lannisters tragen rot und die Greyjoys haben ihren eigenen Look. Das muss gemacht werden, damit auch Leute, die nicht die Bücher gelesen haben und sich nicht jedes Detail merken, der Serie folgen können und diese auch verstehen. Was an der Verarbeitung und Farben dann peinlich sein soll, erschließt sich mir nicht.

      Und zum Thema recherchieren: Du willst mir ehrlich weismachen, dass ein Obdachloser zur Zeit der Rosenkriege gekleidet war, wie Robert Baratheon? Das ist einfach nur Unsinn. Die Starks sind auch keine Familie Schnodder. Leute außerhalb des Adels hätten im Mittelalter nämlich überhaupt keinen Pelz tragen dürfen. Höchstens Lammfell. Und dreckig, mottenzerfressen oder ungepflegt sind die Kleider der Starks in der Serie keineswegs.

      Aber ich merke auch wirklich, dass ich spätestens wenn "House of dragon" startet, jegliche Foren meiden werden. Mich nervt einfach diese unglaubliche Negativität der Fangemeinde. Die ersten Fotos erscheinen und anstatt, dass man der Serie einfach mal eine Chance gibt oder sich sogar darauf freut, wird alles schlecht gemacht. Alles neues ist ja so unfassbar schlecht und die Fans wären ja eh alle so viel besser in allem. Im Drehbuch schreiben, im Kostüme schneidern, in der kompletten Produktion. Diese unglaubliche Arroganz nervt mich einfach nur noch. 90% der Fantheorien hier im Forum (darunter auch meine eigenen) wären einfach in Serien-Form ein unfassbarer Flop gewesen. Vielleicht habe ich ja wirklich keinen Anspruch, aber ich liebe die neuen Star Wars-Filme, Fantastische Tierwesen und auch Game of throne extrem und muss mir dann täglich anhören, wie unfassbar schlecht das Ganze doch ist. Dabei wird dann noch irgendwelches Faktenwissen eingestreut, damit man mit seiner unfassbaren Intelligenz und Bildung brillieren kann. Dabei geht es darum doch gar nicht. Star Wars - Rise of Skywalker ist für mich z.B. kein guter Film, aber ein gutes Gefühl. Und genau das will ich in meiner Freizeit haben. Konstruktive Kritik ist aber natürlich immer erwünscht, wichtig und vollkommen legitim. Aber allein deine ständige Übertreibungen und Sarkasmus fallen wohl nicht in diese Sektion. :D

      Ich denke, die Leute, die bei einer so gigantischen Produktion mitwirken, sind da aus gutem Grund. Und da wir ja in einem freien Land leben, kann ja jeder probieren in einer ähnlichen Position zu arbeiten. :)
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      Als ich angefangen habe, Wein zu trinken, waren die Flaschen ziemlich mies. Ich habe sie trotzdem gut gefunden. Jedem, der das anders gesehen hätte, hätte ich etwas von der Unterschiedlichkeit der Geschmäcker erzählt. Dann habe ich mit der Zeit meinen Horizont erweitert. Und festgestellt, dass man miesen Wein erst erkennt, wenn man sich ein bisschen mit besserem beschäftigt hat. Auf diesem Dunning Kruger-artigen Problem scheint die Meinungsverschiedenheit hier zu beruhen.
      "You're going to fight that?"
      "I'm going to kill that."
      Sorry, aber so Aussagen finde ich unglaublich herablassend und unverschämt. Warum sollte ich recherchieren?


      Weil du dann keine platten rhetorischen Fragen mehr stellen musst.
      Was genau hast du erwartet? Dass ich die Ärmchen in die Höhe werfe und rufe: "Jameinliebergott, wie muss das erst ohne Globalisierung ausgesehen haben?!" Es ist recht gut nachvollziehbar, zu welchem Grad sich Mode ohne Globalisierung innerhalb Europas auseinanderentwickeln konnte. Wenn du davon keine Vorstellung hast, dann führe es doch einfach nicht als Argument an.

      George hat sich thematisch und handlungstechnisch an dem Rosenkrieg orientiert, aber nie einen historischen Roman geschrieben. Es gibt in seiner Geschichte genauso viele Elemente aus der Antike. Warum sollten die Kostüme dann aussehen, wie zur Zeit der Rosenkriege? Gab es in den Rosenkriegen einen Piraten mit Augenklappe und Zobelmantel? Genauso wird Euron Greyjoy in den Büchern beschrieben...


      Schönes Argumentationsgulasch hast du hier zusammengemischt.

      Als erstes müsstest du bitte eine Zeitangabe von einer Ortsangabe unterscheiden können. "Zur Zeit des Rosenkriegs" bedeutet nicht "im Rosenkrieg". Man könnte stattdessen auch einfach "Spätmittelalter" sagen. Entsprechend verstehe ich nicht, weshalb irgendein Pirat im Rosenkrieg gewesen sein soll - mit oder ohne Augenklappe und Zobel.
      Zweitens hast du auch im Bezug auf die Bücher sichtlich eher Emotionen denn Faktenwissen, weil Euron Greyjoy seinen Mantel nicht auf Grund seiner Piratenstellung sondern seiner Stellung als hochadeliger Thronanwärter von einem anderen Adeligen erlangt hat.

      Warum sollten die Kostüme dann aussehen, wie zur Zeit der Rosenkriege?


      Das habe ich nicht geschrieben. Ich habe geschrieben, dass die Kostüme nicht hässlicher, schlechter gefärbt und schlechter geschnitten sein sollten als Kleidung, die ein halbes Jahrtausend vor dem Rosenkrieg entstanden ist. Der Grad der in der Serie dargestellten Unfähigkeit bei ähnlichem handwerklichen Fortschritt in keinem Sinne nachvollziehbar. Insbesondere weil es Fantasy ist.

      Und zum Thema recherchieren: Du willst mir ehrlich weismachen, dass ein Obdachloser zur Zeit der Rosenkriege gekleidet war, wie Robert Baratheon?


      Nein, da muss ich mich korrigieren. Robert Baratheon war ja der aufgehübschte Kartoffelbauer. Die Starks waren die Obdachlosen.

      Leute außerhalb des Adels hätten im Mittelalter nämlich überhaupt keinen Pelz tragen dürfen. Höchstens Lammfell.


      Ja, diese krassen Mittelalterschafe halt.

      pinakothek.de/kunst/meisterwer…selbstbildnis-im-pelzrock
      spiegel.de/geschichte/hans-bur…02-0001-0000-000172131935

      Ich verstehe übrigens nicht, warum du mit Kleiderordnungen argumentierst (mit denen du dich offensichtlich nicht auskennst), wenn dein Hauptargument wohl sein soll, dass bei Fantasy "alles geht".


      Vielleicht habe ich ja wirklich keinen Anspruch, aber ich liebe die neuen Star Wars-Filme, Fantastische Tierwesen und auch Game of throne extrem und muss mir dann täglich anhören, wie unfassbar schlecht das Ganze doch ist. Dabei wird dann noch irgendwelches Faktenwissen eingestreut, damit man mit seiner unfassbaren Intelligenz und Bildung brillieren kann. Dabei geht es darum doch gar nicht. Star Wars - Rise of Skywalker ist für mich z.B. kein guter Film, aber ein gutes Gefühl. Und genau das will ich in meiner Freizeit haben. Konstruktive Kritik ist aber natürlich immer erwünscht, wichtig und vollkommen legitim. Aber allein deine ständige Übertreibungen und Sarkasmus fallen wohl nicht in diese Sektion.


      Ich glaube nicht, dass irgendjemand etwas dagegen hat, dass du auch leichte Film-oder Serienkost genießt. Wenn du allerdings ihre Bestandteile als "perfekt" bezeichnest, wird sich wohl schnell jemand finden der das nicht tut. Und wenn du dann anfängst argumentativ einzustreuen, weshalb Sansa auf ihrem abgelegenen Hof X und Y tragen sollte, verlässt du den ganz dir überlassenen Gefühlsbereich und begibst dich in den Bereich von Tatsachenbehauptungen. Und wenn du mit eben diesen Tatsachen nicht sehr firm bist, wird deinem Gegenüber nicht sehr viel übrig bleiben als in der Diskussion zu "brillieren".

      Als ich angefangen habe, Wein zu trinken, waren die Flaschen ziemlich mies. Ich habe sie trotzdem gut gefunden. Jedem, der das anders gesehen hätte, hätte ich etwas von der Unterschiedlichkeit der Geschmäcker erzählt. Dann habe ich mit der Zeit meinen Horizont erweitert. Und festgestellt, dass man miesen Wein erst erkennt, wenn man sich ein bisschen mit besserem beschäftigt hat.


      Ich beneide dich. Ich bin auf der Stufe "bitteseinichtzutaninlastig" steckengeblieben und hoffe nicht mehr eine höhere zu erreichen. :/
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      ​Als ich angefangen habe, Wein zu trinken, waren die Flaschen ziemlich mies. Ich habe sie trotzdem gut gefunden. Jedem, der das anders gesehen hätte, hätte ich etwas von der Unterschiedlichkeit der Geschmäcker erzählt. Dann habe ich mit der Zeit meinen Horizont erweitert. Und festgestellt, dass man miesen Wein erst erkennt, wenn man sich ein bisschen mit besserem beschäftigt hat. Auf diesem Dunning Kruger-artigen Problem scheint die Meinungsverschiedenheit hier zu beruhen.


      Haha, die Arroganz mit der in diesem Forum "diskutiert" wird, ist echt nicht auszuhalten. Aber vielen Dank für deinen konstruktiven Beitrag der dieses Gespräch unglaublich weiterbringt. Mir zu unterstellen, ich hätte keinen Horizont in Sachen Bekleidung. :D Ich war ja nur mein ganzes Studium lang bei einem großen Modehaus als Werkstudent eingestellt, habe Bildbände zu sämtliche großen Modemarken und die Biografien gelesen und kenne auch alle Serien, die Magwin hier als positives Beispiel aufgezählt hat. Wo habe ich da bitte keinen Horizont? Aber vielen Dank, dass ihr beiden mir die Welt erklärt. GoT war bisher die einzige Serie mit Kostüme, die ich jemals geschaut habe. :D

      Übrigens hat Michelle Clapton für ihre Kostüme bei GoT drei Emmy Awards gewonnen. Aber die Leute in der Jury hatten bestimmt alle kein Geschmack und kein Fachwissen. Maegwin ist da mit ihrer Freundesgruppe natürlich auf einem ganz anderen Leveln.

      Ich habe jetzt aber zumindest dazu gelernt, dass ein Kartoffelbauer im Spätmittelalter einen Blaufuchspelz, eine Krone und Besätze aus Gold getragen hat. Vielen Dank dafür. :)

      Damit verlasse ich jetzt besiegt und geschlagen das Feld. Es ist schon sehr schade, wenn so etwas wie Bekleidung, das eigentlich Spaß machen sollte, todernst ausdiskutiert wird. Aber Leute, die einen anderen Geschmack wie ich haben, haben jetzt einfach kein Fachwissen, keinen Horizont und keine Bildung. So macht man sich die Welt natürlich auch einfach...

      Übrigens habe ich die Sache mit der Globalisierung erst gebracht, nachdem du immer wieder mit irgendwelchen historischen Beispielen ankamst.

      Und habe ich jemals geschrieben, dass Euron seinen Mantel erbeutet hat? Es spielt doch überhaupt keine Rolle, woher er ihn hat. Er trägt ihn aber...

      Und es gab im Mittelalter sehr wohl die Regel, dass "nur" Adlig Pelz tragen dürfen. Natürlich nicht das Ganze Mittelalter über. Aber zeitweise gab es diese Regel eben...
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      Ich war ja nur mein ganzes Studium lang bei einem großen Modehaus als Werkstudent eingestellt, habe Bildbände zu sämtliche großen Modemarken und die Biografien gelesen und kenne auch alle Serien, die Magwin hier als positives Beispiel aufgezählt hat.


      Das ist ganz fantastisch, aber bei der Verfilmung eines Ritterschinkens interessiert mich nicht, warum Clapton darin Elli Saabs Krawatte für seinen Pekinesen referenzieren möchte. Ihren eigenen Erklärungen nach, war ihr die Modebranche zu sehr "business" und zu wenig "creativity" und sie hat offensichtlich beschlossen ihre Minderwertigkeitskomplexe gegenüber der Branche per Pseudo-Björk-Kleidern an Adelstöchtern auszuleben. Über die Preis-Verleihungen an sich und GoT könnte ich eine ganze Weile sprechen, allerdings stellt sich ja bereits heraus, dass einige der vielbesungenen Schauspieler nach Abfahrt des Hypetrains absolut niemand mehr in irgendwas anderem sehen will. Und wenn schon Hollywood-Costume Designer selbst seit Jahren von europäischen Historikern ausgelacht werden, dann verfügt sicherlich auch die gemischte Jury über kein entsprechendes Fachwissen. Das ist nicht schlimm, das muss sie auch nicht. Sie ist nur relativ referenzuntauglich.

      ​Ich habe jetzt aber zumindest dazu gelernt, dass ein Kartoffelbauer im Spätmittelalter..


      Nicht von mir.

      Und habe ich jemals geschrieben, dass Euron seinen Mantel erbeutet hat? Es spielt doch überhaupt keine Rolle, woher er ihn hat. Er trägt ihn aber...


      Es spielt eine Rolle, wenn du behauptest, dass ein Pirat im Buch Zobel trägt. Im Buch trägt ein Hochadeliger Zobel. Daran ist auch historisch wenig ungewöhnliches, weil sich den um das Ende des 15.Jh. herum selbst reiche Kaufleute leisten konnten. Ich bin jetzt wieder einmal so unverschämt und herablassend dich auf Selbstrecherche zu verweisen. Im Zuge dieser Recherche darfst du mir auch sehr gern den Link für deine sehr spezielle "Lammfell-Regel" hier reinstellen.

      Damit verlasse ich jetzt besiegt und geschlagen das Feld. Es ist schon sehr schade, wenn so etwas wie Bekleidung, das eigentlich Spaß machen sollte, todernst ausdiskutiert wird.


      Also wirklich, ich war bei dieser Diskussion ja jetzt nun wirklich alles andere als ernst.
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      Es spielt eine Rolle, wenn du behauptest, dass ein Pirat im Buch Zobel trägt. Im Buch trägt ein Hochadeliger Zobel. Daran ist auch historisch wenig ungewöhnliches, weil sich den um das Ende des 15.Jh. herum selbst reiche Kaufleute leisten konnten. Ich bin jetzt wieder einmal so unverschämt und herablassend dich auf Selbstrecherche zu verweisen. Im Zuge dieser Recherche darfst du mir auch sehr gern den Link für deine sehr spezielle "Lammfell-Regel" hier reinstellen.


      Sehr gerne, kann ich dir meine Quelle nennen. Die Tatsache, dass Lammfell als weniger wertvoll gilt und verstärkt von der niedrigen Geistlichkeit und Bauern getragen wurde, findet sich z.B. beim Zoologen Fritz Schmidt. Der hat ein ganzes Buch über Pelztiere geschrieben. Die Tatsache, dass es Regeln gab, die vorgaben, dass hochwertige Pelz im Mittelalter zeitweise "nur" von Adligen getragen wurde, kann ich dir jetzt auf die Schnelle nicht belegen. Ich habe, dass aber sowohl im Schulunterricht als auch in meinem Geschichtsstudium gelernt. Auf die spezielle "Luxusordnungen" und "Aufwandsgesetze" geht Dr. Eva Nienholdt aber im Abschnitt "Pelzwerk in Kleiderordnung" im Buch "Das Pelzgewerbe" ein. Betrifft aber wie gesagt eher die Mitte des 14. Jahrhunderts. Auch wenn das heutzutage leider sehr verpönt ist, habe ich Kürschner in der Familie und da ich historisch interessiert bin, habe ich mich in die Thematik auch entsprechend eingelesen. Soviel zum Thema Horizont erweitern. :D Hätte ich mal lieber öfters die Borgias und die Tudors geschaut, um mein ästhetisches empfinden zu verfeinern. :D

      Das ist ganz fantastisch, aber bei der Verfilmung eines Ritterschinkens interessiert mich nicht, warum Clapton darin Elli Saabs Krawatte für seinen Pekinesen referenzieren möchte. Ihren eigenen Erklärungen nach, war ihr die Modebranche zu sehr "business" und zu wenig "creativity" und sie hat offensichtlich beschlossen ihre Minderwertigkeitskomplexe gegenüber der Branche per Pseudo-Björk-Kleidern an Adelstöchtern auszuleben. Über die Preis-Verleihungen an sich und GoT könnte ich eine ganze Weile sprechen, allerdings stellt sich ja bereits heraus, dass einige der vielbesungenen Schauspieler nach Abfahrt des Hypetrains absolut niemand mehr in irgendwas anderem sehen will. Und wenn schon Hollywood-Costume Designer selbst seit Jahren von europäischen Historikern ausgelacht werden, dann verfügt sicherlich auch die gemischte Jury über kein entsprechendes Fachwissen. Das ist nicht schlimm, das muss sie auch nicht. Sie ist nur relativ referenzuntauglich.



      Warum Ritterschinken? Die Kinder des Waldes, die Weißen Wanderer, die Söhne der Harpye, die Unbefleckten sind doch alles nicht unbedingt Elemente aus einem Ritterschinken? GoT vermischt doch auch in der Buchvorlage unterschiedliche Elementen aus vollkommen verschiedenen Epochen. Daher ist es ja Fantasy und kein historischer Roman. Und werden Kostüme besser, wenn sie historisch korrekt sind? Das sehe ich nicht so!

      Der springende Punkt ist aber, dass mit unterstellt wird, dass es nicht um Geschmack geht, sondern um Wissen, wenn man Kostüme bewertet und das ist einfach Unsinn. Jemand der Geschichte weder studiert hat, noch die Bücher gelesen hat, kann doch nach seinem ganz eigenem ästhetischen Empfinden bewerten, ob er die Kostüme ansehnlich findet oder nicht. Vielleicht steht er auf Minimalismus, auf Trash, auf plakative Aussagen. Das ist doch jedem selber überlassen. Wenn ich auf der Straße jemanden mit einem Philipp Plein, Kenzo oder Versace-Shirt sehe, unterstelle ich der Person auch nicht, dass sie keine Ahnung, kein Horizont und keine Bildung hat, nur weil es eben nicht meinen subjektiven Geschmack trifft.

      Dann könnte ich ja jetzt auch sagen, dass nur Leute die Architektur studiert haben und ein Seminar über mittelalterliche Bauten belegt haben, die Gebäude von GoT bewerten dürfen.
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      Post was edited 1 time, last by “baelish91” ().

      Leute außerhalb des Adels hätten im Mittelalter nämlich überhaupt keinen Pelz tragen dürfen. Höchstens Lammfell.


      Dafür und nichts anderes möchte ich einen Beleg haben. Kleiderordnungen (was du "Luxusordnungen" bezeichnest) habe ich schon vor drei Posts erwähnt - doch keine hatte diesen Inhalt.

      ​Warum Ritterschinken? Die Kinder des Waldes, die Weißen Wanderer, die Söhne der Harpye, die Unbefleckten sind doch alles nicht unbedingt Elemente aus einem Ritterschinken? GoT vermischt doch auch in der Buchvorlage unterschiedliche Elementen aus vollkommen verschiedenen Epochen.


      Auch ein Fantasyroman folgt realweltlichen Regeln, so lange sie der Autor nicht explizit abweichend beschreibt. Die Figuren pinkeln also keine Himbeerlimonade, ein Schmied wird seine Rüstungen nicht aus Kevlar fertigen, der Mond ist nicht aus Käse und Menschen versuchen sich standesgemäß zu kleiden und nach dem gesamtgesellschaftlichen Vorbild ihrer Zeit möglichst attraktiv zu erscheinen für die GRRM einen Rahmen gesetzt hat.

      Daher ist es ja Fantasy und kein historischer Roman.


      Nicht schon wieder. Nochmal: Gerade das ist ein Grund Kleidung nicht achtzig mal hässlicher zu machen, als sie historisch betrachtet tatsächlich war. Die Burgen und Rüstungen, die GRRM schildert sind gegenüber den Realien teilweise vollkommen übertrieben opulent.
      Nur die Kleidung - in der Serienversion wohlgemerkt - nicht.
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      ​Dafür und nichts anderes möchte ich einen Beleg haben. Kleiderordnungen (was du "Luxusordnungen" bezeichnest) habe ich schon vor drei Posts erwähnt - doch keine hatte diesen Inhalt.


      Ich habe dir jetzt zwei gute Sekundärquellen genannt. Soll ich dir die Bücher noch vorbeischicken? Mehr recherchieren und weniger posten. :D Und der Begriff Luxusordnung ist keineswegs falsch. Eigentlich heißt es Aufwandsgesetzt. Habe ich aber dazu geschrieben.

      Nenn du mir bitte erstmal eine Quelle, in der steht, dass Obdachlose im Mittelalter Silberfuchs, bestickte Kleider und Lederrüstung getragen haben, bevor du die Starks der Serie weiterhin als Obdachlose bezeichnest.

      Übrigens gibt es die Darstellung, dass die Starks unbearbeitete Tierfelle tragen auch bei diversen Kartenspielen, Artworks und Miniaturenspielen, die nichts mit der Serie zu tun haben. Ist also nicht nur die Idee von Clapton.

      ​Nicht schon wieder. Nochmal: Gerade das ist ein Grund Kleidung nicht achtzig mal hässlicher zu machen, als sie historisch betrachtet tatsächlich war. Die Burgen und Rüstungen, die GRRM schildert sind gegenüber den Realien teilweise vollkommen übertrieben opulent.Nur die Kleidung - in der Serienversion wohlgemerkt - nicht


      Und genau, das ist dein subjektives Empfinden. Ich hätte es furchtbar gefunden, wenn die Kleidung 1 zu 1 aus dem Spätmittelalter übernommen worden wäre, da sie dann keine eigene Identität hätte. Westeros hätte dann keinen eigenen Stil, keine Alleinstellungsmerkmal und wäre ein austauschbare Mittelalterwelt geworden.
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      Ich habe dir jetzt zwei gute Sekundärquellen genannt.


      Nein, hast du nicht. Du hast einen kleinen Rückruderaufsatz darüber geschrieben, weshalb Lammfell als weniger wertig gilt als andere Tierarten und dass höherwertige Fellarten zeitweise dem Adel vorbehalten waren. Vollkommen richtig, aber auch nicht der Quatsch den du ursprünglich geschrieben hast:

      Leute außerhalb des Adels hätten im Mittelalter nämlich überhaupt keinen Pelz tragen dürfen. Höchstens Lammfell.


      Nenn du mir bitte erstmal eine Quelle, in der steht, dass Obdachlose im Mittelalter Silberfuchs, bestickte Kleider und Lederrüstung getragen haben, bevor du die Starks der Serie weiterhin als Obdachlose bezeichnest.


      Quelle: Sarkasmus, Autor: Maegwin :rolleyes:


      Nicht schon wieder. Nochmal: Gerade das (Anm.: Fantasy) ist ein Grund Kleidung nicht achtzig mal hässlicher zu machen, als sie historisch betrachtet tatsächlich war. Die Burgen und Rüstungen, die GRRM schildert sind gegenüber den Realien teilweise vollkommen übertrieben opulent. Nur die Kleidung - in der Serienversion wohlgemerkt - nicht


      Ich hätte es furchtbar gefunden, wenn die Kleidung 1 zu 1 aus dem Spätmittelalter übernommen worden wäre, da sie dann keine eigene Identität hätte.


      Die Posts stehen jetzt direkt untereinander, vielleicht hilft dir das ja den Fehler zu entdecken.
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      Aegon_lebt! wrote:

      Ich muss sagen, dass ich die Entwicklung der Kostüme bei GoT genau andersrum empfunden habe. Am Anfang waren sie großartig, hinterher immer schwächer.

      Ich bin weiß Gott kein Experte für mittelalterliche Kleidung, aber zumindest für mich wirkten die Kostüme in den ersten vier, fünf Staffeln am besten, da am glaubhaftesten. Hinterher sahen die Sachen dann teilweise aus wie aus Rudis Resterampe geklaut oder übriggeblieben von irgendeinem 90er Jahre SciFi-Fernsehfilm auf RTL. Wenn ich allein an Cerseis Kostüm in der letzten Staffel zurückdenke als sie da diese verbogenen Gemüsehobel auf den Schultern getragen hat...


      Ich hatte jetzt wirklich überlegt, da zahlreiche mögliche Gründe für die Kostümentwicklung aufzulisten, aber am Ende ist es dann doch eine Mischung aus allem und neben der Storyentwicklung kommen natürlich produktionstechnische Notwendigkeiten dazu bzw. wie es im Bild nachher aussieht. Im Endeffekt ist es aber doch ein Fantasysetup ohne historischen Bezug und da kommt es bei der filmischen Ausarbeitung wirklich nur noch auf den zu vermittelnden Eindruck an und ob das beim Zuschauer gut ankommt. Ich sehe es daher nicht als Notwendigkeit an, dass man MIttelalterexperte sein muss, nur um man etwas zu den Kostümen in der filmischen Umsetzung zu GoT zu sagen.

      Tomas wrote:

      Ich grätsche ungern in die Diskussion rein, kann aber leider überhaupt nicht mehr erkennen, was die hier in diesem Thread zu suchen hat.
      Wäre also schön, wenn es hier wieder on-topic geht.


      Es stellt sich schon die Frage, was hier eigentlich abgeht. Ein User, der seit 6 Monaten nicht mehr gepostet hat und an der Diskussion nicht beteiligt war, bringt unnötig zusätzliche - @Maegwin reicht doch schon ;) - Schärfe rein:

      Ser Oberyn Martell wrote:

      Als ich angefangen habe, Wein zu trinken, waren die Flaschen ziemlich mies. Ich habe sie trotzdem gut gefunden. Jedem, der das anders gesehen hätte, hätte ich etwas von der Unterschiedlichkeit der Geschmäcker erzählt. Dann habe ich mit der Zeit meinen Horizont erweitert. Und festgestellt, dass man miesen Wein erst erkennt, wenn man sich ein bisschen mit besserem beschäftigt hat. Auf diesem Dunning Kruger-artigen Problem scheint die Meinungsverschiedenheit hier zu beruhen.