Beiträge von Der Nachtkönig
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Also, wie ich schon geschrieben habe, handelt es sich mehr um einen kurzen Gedanken als um eine komplette, argumentativ aufgebaute Theorie, von daher will ich das jetzt auch nicht bis zum letzten verteidigen - zumal ich gerade eigentlich lernen muss.
Aber trotzdem glaube ich, dass man dem Gedanken etwas länger "nachhängen" kann und ihn nicht unbedingt so schnell abfrühstücken muss, wie ihr das tut - oder versucht
Von daher will ich nochmal einige Anmerkungen machen - allerdings in sehr knapper Form, damit man das Ganze noch lesen kann und eben weil ich eigentlich lernen muss.1) Ich behandel eine theologische Frage nicht als mathematisches Problem, sondern unter formal logischen Gesichtspunkten, also genau genommen philosophischen. Sicherlich kommen jetzt die Einwände, dass formale Logik ja die Basis der Mathematik bilde und Mathematik ja auch aus der Philosophie hervorginge. Dennoch ist eine mathematische und formal logische Behandlung NICHT genau dasselbe. So kann man mit formal logischen Mitteln durchaus "beudeutungsschwangere" Probleme behandeln, mit mathematischen stellt sich das im Allgemeinen schwieriger dar (der interessierte möge sich mit Bertrand Russell und seinen Kritikern beschäftigen
)2) @ Magrat
ZitatDu machst hier aus einer zunächst theologischen Problematik namlich Schuld/ Unschuld im Sinne von Sünde/ Nichtsünde eine mathemathische. Und zunächst muss man vorher klären ob das so gewollt ist oder ein rethorischer Schachzug, um theologische Aspekte per se als unsinnig darszustellen
Wie schon oben geschrieben, betrachte ich ein theologisches Thema unter Gesichtspunkten der Philosophie und der formalen Logik (die mit Mathematik sicherlich in Zusammenhang steht). Dabei handelt es sich keinesfalls um einen rhetorischen Schachzug, sondern um Gedankenspiele, die auf eine lange philosophische, theologische, philosophisch-theologische und theologisch-philosophische Tradition zurückblicken
Immerhin befasste sich der Großteil der mittelalterlichen Theologie mit Aristoteles - gewissermaßen dem Begründer der Logik. Auch das bekannte Gedankenexperiment, in dem Gott einen Stein erschaffen soll, den er selber nicht heben kann ist überaus ernsthaft diskutiert worden (und im Übrigen von den meisten Theologen dahin beantwortet worden, dass Gott dies nicht kann, da auch er den logischen Gesetzen unterliegt und dass dies zugleich keine Verletzung seiner Perfektion darstellt). Ich möchte daher nichts als per se unsinnig darstellen, sondern unter vernüntigen Gesichtspunkten prüfen. Abgesehen davon gibt es sicherlich zahlreiche Theologen, für die Logik keine angemessene Argumentationsgrundlage bildet - die können bestimmt gut schlafen. Das Christentum ist ja argumentativ auch geschlossen (Gott ist Allmächtig, perfekt etc. + der Mensch ist es nicht = der Mensch kann keine Aussage über Gottes Wesen und seine Schöpfung machen), überzeugt mich aber auch nicht
Abgesehen wollte ich mit dem Gedanken nicht das gesamte Christentum stürzen, sondern nur eine kleine Geschichte durchexerzieren.3) @ Aenea
ZitatAlso für mich liest sich das so: Unschuld ist gewichtiger als Schuld, also stellt Unschuld die größtmögliche Menge dar. Das ein Unschuldiger also immer über dem schuldigsten aller Schuldigen steht. Äh...oder so
Also, nochmal: ich definiere Unschuld als die Abwesenheit von Schuld - insofern kann Unschuld keine Menge darstellen. Um es zu verdeutlichen: Apfellosigkeit ist die Abwesenheit (oder der Nichtbesitz) von Äpfeln. Auch der Apfelloseste dieser Welt wird originär dadurch nichts haben. (Eigentlich kann es keinen Apfellosesten geben, weil niemand apfelloser als der andere sein kann). Ich benutze Äpfel statt zahlen, um mich gegen den Vorwurf zu verwehren ich würde ein theologisches Problem bloß mathematisch behandeln (auch wenn mathematische Verfahren auch eine Rolle spielen).
4) @ dirtyblack / Traumwandler
ZitatDu setzt aber rein willkürlich die Unschuld gleich 0, Du könntest genauso einen anderen Wert zuordnen.
Ich möchte mich dagegen verwehren, dass ich willkürlich Unschuld gleich 0 setze. Wie ich oben schrieb, definiere ich Unschuld als die Abwesenheit von Schuld und habe ihr daher eine 0 zugeordnet. Ich glaube, dass es sich dabei nicht um eine willkürliche, sondern um eine legitime, denn argumentativ begründbare Definition handelt. Das bedeutet nicht, dass man Unschuld nicht anders definieren könnte, so wie beispielsweise dirtyblack und Traumwandler es getan haben. Während ich Unschuld aus oben genannten Gründen in diesem Zusammenhang als absoluten Wert betrachte (also, Unschuld: ja oder nein), argumentiert ihr für einen relativen, sprich so lange man weniger als x Schuld auf sich geladen hat, ist man unschuldig (oder ausreichend unschuldig?). Das ist natürlich ebenfalls eine legitime und argumentativ begründbare Definition, die vor allem unser Alltagsverständnis von Unschuld widergibt. Weiterhin gebe ich zu, dass man mit dieser Definition nicht zu meiner Schlussfolgerung gelangt. ABER: ich glaube, dass die christliche Lehre an anderen Stellen in arge argumentative Bedrängnis geraten würde, wenn es Unschuld als relativen Wert definieren würde.
5) @ dirtyblack
ZitatEdit: Du müsstest eine theologische Begründung finden, warum es keine Möglichkeit des Sündenabbaus(1-Abbau) gibt. So dass man das System in Zustand(Summe aller Beteiligten=0) zurückfahren kann. Sowas gabs ja praktisch mit dem Ablasshandel, allerdings nur für Menschen, aber vielleicht gibts ja auch was für Engel... :hm:
Das betrifft meine Argumentation eigentlich gar nicht. Ob es eine Möglichkeit gibt, Schuld wieder abzubauen und die "Schuld-Skala" auf 0 zu setzen und dadurch "Unschuld: ja/nein" wieder auf "Unschuld: ja" zu setzen, betrifft meine Argumentation gar nicht. Philosophisch würde man meine Argumentation stark verkürzt so ausdrücken: Schuld und Unschuld beschreiben zwei unterschiedliche Kategorien, die in einem asymmetrischen kausal ursächlichen Zusammenhang stehen, aber eben nicht auf dasselbe referieren. Setzt man Unschuld in Vergleich zu Schuld vergeht man daher einen Kategorienfehler.
Soweit von mir. Wie gesagt, meine Einwände sind möglichst knapp dargelegt und sicherlich an der einen oder anderen Formulierung zu schleifen. Kam jetzt auch mehr aus der Hüfte geschossen. Aber vielleicht hilft es ja, dass der eine oder andere einen Moment länger bei diesem Gedanken verweilen kann... oder vielleicht auch lieber nicht!

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Ich weiß nicht, ob das hier reinpasst. Eigentlich ist es nur ein Gedanke, der mir gestern beim Fernseh schauen gekommen ist, der aber von meiner Freundin als Klugscheißerei abgetan worden ist. Irgendwie habe ich aber das unbändige Verlangen, diesen Gedanken in die Welt zu tragen... und das müsst ihr jetzt halt ausbaden!

Also, wir haben Fringe gesehen und im Laufe der Folge erklärt eine Nonne, dass Gott Azrael vergeben und zurück in den Himmel gelassen hat, nachdem die Engel ihn darum baten, weil - und jetzt kommt der wichtige Teil - die Unschuld der Engel die Schuld Azraels überstieg.
Allerdings müsste es meiner Auffassung nach so sein, dass formal logisch betrachtet Unschuld überhaupt keine Menge darstellt, wohingegen Schuld das durchaus kann. Anders gesagt, Unschuld ist Teil eines binären Systems - entweder man ist unschuldig oder eben nicht. Man kann genau genommen nicht mehr oder weniger unschuldig sein. Das ist darin begründet, dass Unschuld eine Verneinung ist, genauer die Abwesenheit von Schuld, gewissermaßen also eine 0. Von Schuld hingegen könnte man durchaus mehr oder weniger auf sich laden. Zumindest unter der Perspektive eines absoluten Moralsystems, wie es im Christentum durch Gott seine Letztbegründung erfährt. Ich könnte beispielsweise alle 10 Gebote brechen oder nur 1 oder 2.
Wie auch immer: selbst wenn alle Engel unschuldig gewesen wären, könnte ihre Unschuld nicht die Schuld Azraels aufwiegen. Denn auch x * 0 bleibt eben 0.So... das war's jetzt in aller Kürze... ich wollte das jetzt auch gar nicht unbedingt diskutieren, sondern hatte - wie bereits erwähnt - einfach nur das Verlangen, diesen kurzen, unnützen Gedanken irgendwo ungebremst hinaus posaunen zu können

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Hm bei mir geht es, ist wohl nur in Deutschland gesperrt.
Aber toll das hier jemand meinen Musikgeschmack teilt
Ich habe Deine Auflistung in dem konfliktträchtigen Musikgenres-Thread gelesen, da gibt es schon eine ordentliche Schnittmenge

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Mal was für Freunde von Prog/Stoner/Sludgeunbedingt bis zum Refrain hören!
Das Video ist gesperrt. Aber ich liebe Mastodon! (Und Gojira btw auch
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Dieses Album gefiel mir auf Anhieb:
Mumford & Sons - Sigh No More
Bekannt dürfte Euch dieses Lied vorkommen.Also, ich kannte von denen bisher lediglich das hier: http://www.youtube.com/watch?v=UtkU5CGpBHQ
Fand das aber auch auf Anhieb echt gut. Werde mir nun mal das Album zu Gemüte führen. -
Hast du dir mittlerweile eigentlich mal Johanna von Orleans angehört? Mich würde deine Meinung interessieren.
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@Nachtkönig
Du kommst gefälligst! Sonst
Grandioses Smiley! Ick tu mir bestes

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Ick bin och zurück und zwar vom Summer Breeze (Metal Festival)...

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Hey,
ich hätte wirklich wieder richtig Lust auf ein Treffen und gerade auf der Tannenburg war es echt das letzte Mal (wo ich dabei war) großartig! Aber das WE drauf findet unser Con statt, von daher glaube ich, dass es eher schwierig wird.
Ich werde das beizeiten aber mal bequatschen. Weißt Du, ob Hunde dort erlaubt sind?Greetz!
Till -
Vermutlich ist das nicht exotisch genug für dieses Thema, aber ich benutze ab und an gerne "Obacht!" anstelle von "Achtung!". Ich finde das Wort einfach lustig und mag seinen klang, aber es wird leider kaum noch gebraucht. Dabei kann man es auch so schön übertrieben affektiert sagen...
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kann jemand den Soundtrack von Indiana Jones empfehlen?oder hört sich alles nach dem Main theme an?
Hm, habe die Soundtracks zwar im Regal stehen, ist aber schon ziemlich lang her, dass ich die bewusst gehört habe. Also, meiner Erinnerung nach klang sogar recht wenig davon nach dem Main Theme (abgesehen vom Main Theme natürlich), dafür gab es relativ viele kriechende, atmosphärische Momente... aber wie gesagt, es ist lange her, dass ich die bewusst gehört habe

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Also, ich finde den Soundtrack zu Tron: Legacy (von Daft Punk) ziemlich fett!
Ansonsten mag ich die Soundtracks von Eric Serra, vor allem den von Johanna von Orleans. Dabei sind neben den üblichen epischen Tracks, zahlreiche psychedelische Momente zu finden.
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Heute mal ein wenig Dubstep von mir:
http://www.youtube.com/watch?v=IUGzY-ihqWc -
Ist doch alles moppelkotze...
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Hey,
ich habe gerade mal zwei, drei Seiten in diesem Thread geblättert und bin hocherfreut, dass irgendwie mehr oder minder dieselben Leute wie eh und je hier schreiben. Irgendwie schön... oder so...
Ich bin übrigens wieder da... also, falls mich der eine oder andere noch kennt. Schuld daran ist im Wesentlich wie so oft die gute Magrat und ihre impertinente "Stupserei"
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König der Löwen
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Mal'n Schuss ins Blaue... Big Fish?
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@Nachtkönig: Ich habe mir "Monty Phyton and the Holy Grail" erst vor ein paar Wochen in voller Länge im Original gegeben, das Zitat ist mir dennoch nicht geläufig.
Das ist an der Stelle, wo die Franzosen gerade das Tor öffnen, um den trojanischen Hasen zu begutachten, allerdings in der deutschen Fassung. Einer meiner absoluten Lieblingssprüche in dem Film, ich könnte mich da jedes Mal bepullern.