Beiträge von Baldwin IV.

    Genau deswegen sind entsprechende Diskussionen doch so sinnbefreit. Den "Religionskritikern" geht es doch mit ihrer Kritik gar nicht um den persönlichen Glauben, sondern um das gesamte Paket, was dann aber einfach auf den Einzelnen umgewälzt wird. Und wenn das passiert, ist es wenig verwunderlich, wenn der Einzelne sich angegriffen fühlt, weil er nämlich stellvertretend für den Papst, die Kreuzzüge, gewisse reaktionäre Bischöfe und kreationistische Missionare Rechenschaft ablegen soll.

    Denke auch das ist das Problem. Der Kritiker spricht vom Glauben, meint damit aber hauptsächlich die Kirche (ob katholisch, orthodox oder protestantisch) der letzten Jahrhunderte und das was sie lehrten bzw. wozu sie ihre gläubigen anleiteten.


    Ich denke es gibt wenige Christen, die nicht der Meinung sind, dass Judenverfolgungen und Diskriminierungen, Massaker während der Kreuzzüge, Hexenverbrennungen etc. verwerfliche Irrungen waren. Er wird aber vermutlich auf dem Standpunkt stehen, dass ein Glaube nicht auf der Basis von falschen Entscheidungen fehlbarer Menschen beurteilt werden sollte, (denn der Christ weiß, dass der Mensch fehlbar ist), sondern alleine nach der Basis der Religion/des Glaubens, beim Christentum also der Bibel und besonders des Neuen Testaments.


    Aber auf dieser Basis wird normalerweise nicht diskutiert, sondern auf Basis der Kirchengeschichte und die hat meist wenig mit dem persönlichen Glauben einzelner Personen zu tun.


    Mir kommt das manchmal so vor als würde man mit einem Physiker diskutieren und seine Disziplin nur deshalb verteufeln, weil die Kernphysik die Grundlage für die Atombombe geschaffen hat. Auf der Basis ist es für ihn dann auch schwer seine Disziplin zu verteidigen.


    Also ich muss dazu sagen, ich habe so etwas jetzt auch noch nicht erlebt. Wenn dann wurde es eher höflich angebracht, im Rahmen der Diskussion, wobei dann der eine sagt: glaube ich dran, der andere: glaube ich nicht dran, und das war es dann.


    Muss sagen, ich hatte schon ein paar Bekannte (wirklich nur Bekannte, habe nicht viel mit denen zu tun gehabt), die recht extreme Ansichten vertreten haben. Die waren aber meistens in ihren Gemeinden sehr isoliert und ihnen wurde schon recht deutlich gesagt, dass ihre extremen Ansichten vielleicht nach dem Wort so verstanden werden könnten aber nicht nach dem Sinn und dem christlichen Selbstverständnis.


    Im Endeffekt hatten diese Personen aber auch oft psychischen Störungen, oder waren insgesamt etwas labil. Zwei von denen ich weiß waren später auch in der Psychiatrie.


    Der überwiegende Großteil der Christen die ich kenne, würden einen Menschen jedenfalls nicht aufgrund seiner Taten oder Worte Vorverurteilen (etwas was ich bei Nichtchristen viel häufiger beobachte) und würde in einer Diskussion sicherlich nie ausfallend oder beleidigend werden auch und gerade wenn es um den Glauben geht.

    Religion ist das, was du daraus machst. Genauso wie bei jeder Weltanschauung. Man kann Christen treffen, die ihre Meinungen und Überzeugungen sehr klar darlegen, dabei aber nicht erwarten das du sofort deren Wahrheitsgehalt erkennst und dich bekehrst. Diese können auch die Meinung von Atheisten aushalten mit ihnen diskutieren, sich für die Diskussion bedanken und trotzdem bei ihrem Standpunkt/Glauben bleiben.


    Es gibt aber auch die Christen, die deinen Standpunkt verdammen, dir sagen du wirst in der Hölle schmoren und nicht begreifen, warum du das nicht erkennen kannst. Ihr O-Ton: du bist Verdammt. Das ist dann schwer auszuhalten.


    Das selbe gibt es aber auch bei Atheisten. Es gibt die, die den Glauben des gegenüber stehen lassen können ohne ihn zu verdammen und es gibt die, die wohl am liebsten mit Feuer und Schwert jedwede Religiosität aus der Welt verbannen möchten (ohne dabei zu erkennen, dass sie dann auch nur auf Basis einer Überzeugung/Ideologie dasselbe machen würden wie Religionsgemeinschaften in der Vergangenheit).

    Evtl. Konstantin. Angeblich soll er ja vor seinem Sieg an der milvischen Brücke, die ihm die Alleinherrschaft einbrachte eine Vision gehabt haben, in der er das Kreuz sah und die Worte "Unter diesem Zeichen wirst du siegen" hörte. Er tat wie geheißen und siegte. Hat natürlich etwas sagenhaften Charakter das ganze.

    Empfehlen kann ich immer "der Adept des Assassinen" von Robin Hobb (Die Legende vom Weitseher heißt der komplette Zyklus). Der Magieanteil ist überschaubar, es wird nix auf einmal aus dem Hut gezaubert, Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet, stilistisch ist das ganze auch kompetent und Du bist nach drei Büchern fertig. Das ganze ist nicht so ausufernd und riesig wie Martin. Realistisch ist das ganze insofern, dass der Hauptcharakter menschlich nachvollziehbar handelt und menschlich nachvollziehbar auf die Fresse fliegt.

    Das kann ich so unterschreiben. Ich fand die Triologie sehr angenehm zu lesen. Hat glaube ich einen Ich-Erzähler, was mir damals eigentlicht ganz angenehm aufgefallen ist, da ich das für Fantasyromane eher ungewöhnlich fand (kann aber auch sein das ich einfach nicht die Romane mit Ich-Erzähler gelesen habe ;) ). Insgesamt ist das Erzähltempo eher gesetzt, was aber nicht negativ zu verstehen ist (ein ganz angenehmes vor sich hin plätschern :D ).

    Hat schonjemand das Game of Thrones MOD für Crusader Kings II ausprobiert?

    Ja habe ich. Ist wirklich sehr gelungen. Es gibt natürlich noch einige Bugs (so funktioniert glaube ich die Kriegsmöglichkeit "Pay the Iron Price" bei den Ironborn nicht richtig. Ansonsten vieles sehr schön umgesetzt. Das westerostypische Rittertum finde ich z.B. sehr schön umgesetzt oder z.B. auch, das es während einer Schlacht Events für "Personel Combat" geben kann (z.B. Rhaegar tötet Robert am Trident ;) ). Es gibt einige Entscheidungen und Intrigen mehr.


    Außerdem ist das Problem, dass es sich bei Westeros ja faktisch nur um ein großes Reich handelt ganz gut gelöst. Immer wenn einer der "Lord Paramounts" dem Eisernen Thron den Krieg erklärt, kommt es zu einem größeren Bürgerkrieg, bei dem sich die Lords erklären müssen (sie können sich für den Angreifer, für den Eisernen Thron oder die Neutralität entscheiden). Außerdem bekommt man auch als Vasall die Wahl auf wessen Seite man sich schlägt (zumindest als Spieler, glaube aber, dass die NSCs auch die Wahl haben). Auch die Valyrian-Steel-Swords sind implementiert, genauso wie die Nights Watch oder die Kings Guard.


    Insgesamt kann ich den Mod absolut empfehlen. Er fängt das Ice and Fire-Feeling gut ein.

    Geschmackssache, für ihr Alter finde ich sie durchaus attraktiv. Sie ist übrigens 1964 geboren und damit 47 oder 48 Jahre alt. Sean Bean dagegen ist 1959 geboren und damit 5 Jahre älter. Für mich passt es ganz gut zusammen.

    Und ich muss sagen bei Sean Bean erkennt man mittlerweile die Jahre doch auch schon ganz gut. Das Gesicht ist mittlerweile doch schon ganz schön faltendurchzogen. :D

    Túrins Geschichte zeigt von Anfang bis Ende, was der ständige Krieg mit Land und Menschen/Elben anstellt.

    Das ist mMn auch seine stärkste Geschichte, weil es da um Menschen und menschliche Tragödien geht. Solche Emotionen kommen z.B. im HdR für mich nicht auf.


    Was HdR als Roman angeht, so hat er mich nie so gepackt wie es die Narration von Martin geschafft hat. Ich fand damals und finde noch heute, dass der Herr der Ringe einige Längen aufweist bei denen man das Buch am liebsten weglegen oder die entsprechenden Kapitel überspringen möchte.

    Im Endeffekt ist das eine Frage nach dem persönlichen Geschmack bzw. des Eindrucks den die Werke beim jeweiligen lesen hinterlassen.


    Für mich persönlich steht z.B. Martin (bisher) vor Tolkien.


    Mich hat nämlich eigentlich nur ein Tolkien-Werk überzeugt und das ist das Silmarilion. Die anderen Bücher sind durchaus gut haben aber keinen tieferen Eindruck hinterlassen. Martin trifft da bei mir eher einen Nerv. Ich finde Martins Weltentwurf, wenn er auch bei weitem nicht die Tiefe von Tolkiens Welt hat, stimmig so wie konsistent und er taugt mir persönlich besser als der von Tolkien.


    Was mich bei Tolkien auch etwas stört ist, dass die Bedrohung durch Morgoth und Sauron immer sehr abstrakt bleibt. Zwar heist es immer, das Morgoth die Schöpfung hasst und sie zerstören möchte aber was eine konkrete Unterwerfung unter Morgoth/Sauron denn nun z.B. für die Schwarzen Menschen brachte, das erfährt man nie so genau. Bei Martin dagegen bekommt man (spätestens mit FfC) durchaus mit was Krieg und schlechte Herrscher/Herrschaft für die Menschen bedeuten kann. Außerdem mag ich es sehr, wie Martin die menschlichen Abgründe ausleuchtet. Die Bedrohung durch die Anderen ist nur deshalb so groß, weil die Menschen in Westeros eben sind wie Menschen sind: Überheblich, egoistisch, ohne weitsicht, nur auf den eigenen Vorteil bedacht etc. Hätte Martin HdR geschrieben, dann hätte sich Frodo (oder bereits Bilbo) den Ring aufgesetzt und die Herrschaft im Auenland an sich gerissen (aber ich weis schon, Hobbits sind ja keine Menschen ;) ).


    Mein ganz persönlicher Favorit also aktuell Martin.

    Hört sich auf jedenfall nach der limitierten Erstauflage an. Fotobuch gab es meines Wissens nur da und die Zusatz-DVD dürfte die erste Episode von Boardwalk Empire sein. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die nachfolgende Edition scheinbar geschrumpft wurde. zumindest war die nur halb so dick wie die die ich zu hause liegen habe. Gezahlt habe ich damals bei Amazon auch so um die 35 Euro. Der Preis scheint ok zu sein.

    Leutnant Gustl. Tolle Geschichte. Ziemlich guter Spiegel der damaligen Zeit (in der K.u.K.-Monarchie). Übersteigerte Ehrbegriffe, Antisemitismus, Sehnsucht nach dem nächsten großen Krieg (zumindest beim Militär), Doppelmoral. Für mich persönlich ein schönes Testament dafür, was in den Jahren vor dem Krieg im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn alles so im argen lag.

    Habe heute aus Neugier mal das Namensregister der Änderungen im ersten deutschen Teil von DwD aufgeschlagen. Dachte es wären ein paar Namen angepasst aber das Register geht ja wirklich über 7 oder 8 Seiten und die sind recht eng bedruckt. Da kann ich mir schon gut vorstellen, das Leute die nur die alte Übersetzung gelesen haben erst mal denken das sie eine ganz neue Romanreihe lesen.

    Also ich spiele eigentlich auch nicht mehr. Mein größtes Problem mit dem Spiel ist, dass man irgendwann das Gefühl bekommt eigentlich farmt man nur Gold fürs AH. Wenn man an einen Punkt kommt an dem man merkt es wird irgendwie zäher und man stirbt häufiger, dann schaut man einfach mal ins AH und kauft sich eben eine stärkere Waffe für 1000 Gold (zumindest in Alptraum, habe es noch nicht mal bis Hölle geschweige denn Inferno gespielt) und dann geht es weiter bis man eine neue Waffe aus dem AH braucht.


    Ich persönlich hatte dabei dann nicht mehr das Gefühl, dass ich wirklich spiele um mich durch selsbstgefundene Gegenstände besser auszurüsten, sondern das ich Geld farme um mir bessere kaufen zu können. Mehr simple Wirtschaftssimulation denn Hack-and-Slay-Game.

    Wie wäre es, wenn man z.B. drei Themen zur Auswahl stellt. Dann könnte man alle drei mal gedanklich durchgehen und sich dann für eines entscheiden (welches man dann natürlich auch zu Beginn der Geschichte benennt). Damit minimiert man auch die Gefahr das potenzielle Schreiber schon durch die Themenwahl ausgeschaltet werden, weil ihnen dazu partout nichts einfällt.

    Tolle Idee. Ich persönlich halte eine Zeichenbegrenzung (oder Seitenbegrenzung) auch die beste Möglichkeit der Vorgabe. Oft ist die Herausforderung ja nicht eine Idee zu haben sondern eher, sie passend zu präsentieren. Da können klare Vorgaben schon helfen.

    Nerlinger wirkte auf mich immer nett, selbst wenn er fies sein wollte. Da ist Sammer schon ein ganz anderes Kaliber, eher in Richtung Hoeneß. Sagt offen seine Meinung und haut auch mal auf den Tisch, so das alle zusammenzucken. Bin zwar kein Bayernfan aber meiner Meinung nach ist Sammer einer der Kompetentesten im aktuellen (Fußball-)Sportbetrieb, also ein guter Fang.

    Also für mich gibt es eigentlich nur zwei Filme die mich so faszinieren, dass ich, selbst wenn ich zufällig draufzappe nicht mehr weiterschalte. Das wäre zum einen "Die Verurteilten" (und das war schon bevor ich die gute IMDb-Bewertung kannte) und zum anderen "Casino". Kann gar nicht genau sagen warum das so ist aber irgendwie finde ich diese Filme unglaublich unterhaltsam.

    Nun ist er endlich da, der "A Game of Thrones Mod" für Crusader Kings II.

    Bin ich gerade kräftig am zocken. Gerade dabei das Haus Whent zu den Lords der Riverlands zu machen (und meine 5 Lordtitel zusammenzuhalten :D )

    Fasst es ganz gut zusammen. Klar, er macht in der Situation das Tor. Aber durch die fehlende Mannschaftsdienlichkeit sorgt er halt auch dafür, dass man den Gegner nicht stärker unter Druck setzen kann, ihm einen kontrollierteren Spielaufbau zugesteht und weniger Fehler erzwingt, die zu brandgefährlichen Situationen führen. Und genau das kann dazu führen, dass ein Spiel verloren geht, obwohl er selbst keinen direkten Fehler macht.

    Das kann ich so voll und ganz unterschreiben. Genau meine Meinung.

    na dann hab ich ihn gleich mal so aus der kritik genommen, anscheinend hatte ich da wohl ein dringendes bedürfnis dazu!! warum auch immer......

    Also an Neuer kann man eigentlich nichts kritisieren. Spielt halt etwas riskant, ist dafür aber einer der wenigen aktuellen Torleute der bei Eckbällen und Flanken noch so etwas wie Strafraumbeherrschung drauf haben. Das sieht man ja heutzutage immer seltener, dass sich Torleute bei hohen Bällen noch aus dem Kasten trauen. Das rechne ich ihm durchaus hoch an.

    Also ich persönlich bin überhaupt kein Freund von Gomez und ich muss sagen mir graut es vor den nächsten Jahren, wenn Klose seine Karriere beendet hat. Sicherlich Gomez macht auch Tore aber um ehrlich zu sein möchte ich nicht mehr unbedingt Spiele wie in den späten 90ern und frühen 00er Jahren sehen. Und ein Spielertyp wie Gomez steht für mich (natürlich nur meine bescheidene Meinung) für genau den Fußball der späten 90er und frühen 00er Jahre.


    Wenn Klose erst mal weg ist, dann haben wir ein echtes Stürmerproblem wenn Gomez wirklich die einzige alternative ist die der deutsche Fußball bis dahin hervorbringen konnte.