Beiträge von Shajana

    @Maegwin Nein, finanziell ist das weniger ein Desaster und prinzipiell machbar. Das ändert aber die Situation vor Ort nicht. Zudem ist mein Mann, in gemeinsamer Absprache, gerade im Umbruch und kurz vor einem Jobwechsel, nach 20 jähriger Firmenzugehörigkeit. Ich würde da gerne die Sicherheit in der Hand halten.


    Ich glaube auch, dass es ein umfassendes Thema ist. Die Arbeit macht mir Spaß, füllt mich aber nicht aus. Ich bin jetzt lange genug drin, es kommt nichts neues und gefühlt entwickelt es sich zurück. Innovation ist nicht. Das blockt mich. Wenn ich viel Arbeit habe, dann eher weil es so umständlich in der Umsetzung ist. Generell mag ich es, wenn es auf der Arbeit scheppert. Dann bin ich gefordert. Finanziell würde ich gerne die sichere Bank bilden und gleichzeitig alles hinschmeißen wollen.


    Ja, eigentlich weiß ich, dass ich irgendwas machen muss. Und da liegt der nächste Kernpunkt. Benötige ich schon psychische Unterstützung? Ist das überhaupt ein Thema für sowas? Das wiederum sehe ich momentan eher als zusätzliche zeitliche Belastung, anstelle als Befreiung/Ausweg - what ever. Ich suche immer die Hand, die mich zieht, aber ich weiß eigentlich gar nicht, wohin sie mich ziehen soll. Ich habe keine Idee, wie ich das ändern könnte. Denn dann würde ich den Weg gehen, selbst, wenn er steinig wäre.


    Ich habe gestern, nachdem ich hier mal ein bisschen das Ventil lüften können, mit meinem Mann gesprochen. Mir bleibt eigentlich nur das ganze mal von außen zu betrachten. Ich könnte kündigen, um der Situation zu entfliehen. Kommt aber nicht in Frage. Ich könnte mir einen anderen Job suchen. Eine neue Herausforderung in ungewissen Gefilden, kann die Lösung sein, aber auch komplett nach hinten los gehen. Außerdem wäre eine Neueinstellung nebst Einarbeitung konträr zur Weiterbildung. Ich beiße die Zähne zusammen und ertrage die Situation oder ich beiße die Zähne zusammen und versuche eine andere Richtung einzuschlagen, in der Hoffnung, dass ich mit einer Perspektive die notwendige Motivation und das Durchhaltevermögen habe, um das ganze gut bewältigen zu können.


    Die momentan einfachste Möglichkeit für mich ist tatsächlich die innerbetriebliche Veränderung. Ich muss jetzt etwas machen, dass ich aus dieser Nummer raus komme und das aktiv.


    Ich bin allerdings völlig sprunghaft. Wie vorab beschrieben. Den einen Tag will ich nicht mehr, will nicht mal im Büro sein und am liebsten alles hinschmeißen und am nächsten Tag bin ich bei "jetzt erst recht mit Vollgas nach vorne". Heute bin ich schon wieder eher auf dem Trichter, dass ich das schaffe. Bin voller Pläne und Tatendrang. Aber das kann Morgen, nächste Woche, spätestens bei der nächsten persönlichen Nummer schon wieder ganz anders aussehen. So war es ja eben immer. Wäre ich gestern so drauf gewesen wie heute, hätte ich niemals diesen Beitrag verfasst. Ich hätte nicht einmal darüber nachgedacht überhaupt irgendetwas zu schreiben und schon gar nicht öffentlich zu stellen.


    Das macht es auch so schwierig für mich mit meinen engsten darüber zu sprechen. Ich heule denen heute die Tasche voll und Morgen winke ich ab, dass alles halb so wild ist. Ich hatte das vor kurzem noch. Ich habe mich Gewichtstechnisch halbiert. Alle finden das toll (ich auch, so ist es nicht). Aber es ging verdammt schnell und ich habe das eigentlich im Kopf nie klar bekommen. Sicher nimmt man das wahr. Aber ich führe jetzt ein komplett anderes Leben. Die Wahrnehmung anderer ist alleine schon eine andere Welt und damit hat sich auch für mich vieles verändert. Dann habe ich die tollen Tage, wo ich die Welt umarmen könnte, dass es ist, wie es ist. Dann habe ich Tage, an denen habe ich Versagensängste, dass alles wieder drauf kommt. Dann gibt es Tage, da glaub ich gar nicht, dass ich das im Spiegel bin. Ich fühle mich dann nicht, wie ich selbst. Und das wechselt rasant. Das ist für mein Umfeld total schwer. Aber für mich eben auch. Ich steuere das ja nicht bewusst. Ich mache es aber immer weniger zum Thema. Zum einen bin ich nicht nur die "Abnahme". Es hat sich jetzt nachdem die großen Lockdowns vorbei waren und der AHA-Effekt bei anderen aufkam nur noch um meine Abnahme gedreht. Ich habe da vollstes Verständnis für, aber irgendwie bleibe ich als Person völlig auf der Strecke. Zum anderen sehen alle nur die tolle Veränderung (ist es zweifelsohne), aber dass ich deswegen trotzdem Zweifel und Ängste habe, mich mal nicht gut fühle, da schwindet mit jedem Tag und jedem weiteren Gramm das Verständnis. Und ich hinterfrage mich selbst schon, ob ich einfach nur dämlich wäre. Wahrscheinlich kommt das alles zusammen. Ich hab keine Ahnung...

    Woran erkennt man, dass man Hilfe braucht?


    Ich bin ja der Typ grenzenloser Optimist und "ich schaff das". Ich habe bis jetzt in meinem Leben immer alles hinbekommen, egal wie schlecht die Ausgangssituation war. Jetzt stehe ich an einem Punkt, für den ich keine Lösung habe. Ich weiß einfach nicht, wie ich meine Situation ändern soll. Problempunkt ist meine Arbeit. Ich komme mit meinem Team nicht mehr klar. Auf der einen Ebene ist es die dienstliche Seite. Kurz: ich habe vor 1,5 Jahren eine neue Kollegin bekommen, die mir über mir steht. Ich arbeite ihr in der Verwaltung zu. Es hat sich aber leider in eine Richtung entwickelt, die für mich untragbar geworden ist. Sie ist auf fachlicher Ebene (Verwaltung, PC) nicht ausgebildet und ungefähr auf dem Stand von vor 20 Jahren. So organisiert sie sich und mittlerweile auch mich. Mich frustriert das extrem. Ich habe das Gespräch gesucht - mit dem Ergebnis, dass ich von unserer gemeinsamen Vorgesetzten den Hinweis bekommen habe, dass sie die Leitung ist und ich so zu arbeiten habe, dass sie klar kommt und auf der anderen Seite mittlerweile für Nix arbeite. Ich habe aufgrund einer fehlenden Datenbank über die Jahre selbst eine mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln nachgebaut (es ist keine Datenbank, aber man kann es so bedienen). Das ganze mit Excel. Da die Zusammenhänge und Formeln der dafür angelegten Listen nicht verstanden werden, wird es nicht genutzt. Jetzt arbeiten wir parallel. Wir haben also alles doppelt. Alles was in Listen eingetragen wird, trage ich noch einmal ein. Ich habe diese "Datenbank" nicht gebaut, weil es lustig ist, sondern, weil sie notwendig ist. Mit meinen Daten darf ich aber nur arbeiten, wenn die vereinfachte Ausführung der Kollegin an die Grenzen kommt. Alles was nicht klappt, worauf sie keine Lust hat und lästig ist, landet bei mir. Das war es aber auch.


    Unsere gemeinsame Vorgesetzte ist die Marke "Zuckerbrot und Peitsche". Damit habe ich von Anfang an ein Problem. Anfangs war ich aber mehr als angewiesen auf den Job, dann kam die Hoffnung, wenn ich mehr investiere, Geduld habe und gut arbeite, legt sich das. Es wird immer schlimmer. Ich werde teils so respektlos behandelt, so würde ich niemanden gegenüber treten. Die Ebene zwischen Führungskraft und mir wird mehr als deutlich gemacht. Auf der anderen Seite werde ich bei Konferenzen vor anderen über den Klee gelobt und nach außen entsteht ein ganz anderes Bild.


    Lange habe ich versucht mich zu ändern, damit ich die notwendige Anerkennung für meine Arbeit, mein Können und im gesamten für mich erhalte. Ein Fass ohne Boden. Auch meine Vorgesetzte ist im Umgang mit dem PC quasi gar nicht ausgebildet. Also kann meine Arbeit auch nicht beurteilt werden. Ich fange hier alles ab, was anfällt, biege gerade und rette. Dafür bekomme ich oft Blumen, Schokolade usw. Das brauche ich nicht. Denn auf der anderen Seiten kommen dann Dinge, die mir die Beine wegziehen, wo ich an mir zweifele, meine Fehler suche etc. Bis vor kurzem zumindest.


    Es ging dann in so eine persönliche Ebene, dass für mich ein imaginärer Schlussstrich gezogen wurde. Ich bin zu dem mental an einem Punkt angekommen, wo ich das ganze (auch auf Grund von Corona - Homeoffice etc) nicht mehr auffangen konnte und kurz weggebrochen bin. Ich bin dann erstmal 1,5 Wochen raus gewesen, was für mich ein kurzer aber wichtiger Wendepunkt war. Das Ziel ist klar, ich muss weg. Aber ein unbefristeter, krisensicherer Job, der gut bezahlt ist, den gibt man nicht salopp her. Damit meine Chancen größer werden, habe ich für mich das Projekt Weiterbildung angefasst und mache jetzt in Eigenorganisation meinen Fachwirt (IHK). Damit öffnen sich hoffentlich mehr Türen.


    Das größte Problem ist die Zeit. Die Weiterbildung dauert berufsbegleitend ca 2 Jahre. Es ist schon sportlich neben der Vollzeit jetzt noch 15 - 20 Stunden Schule dazwischen zu quetschen. Ich habe dazu auch noch drei Kinder (groß, aber nicht weniger Arbeit ;) ) und zwei Hunde. Meine Hunde sind meine Freizeit und mein Ausgleich, trotzdem ist es manchmal mehr ein Muss, als ein Wollen. Nicht die Sache an sich, sondern, weil meine Zeit so wenig ist. Aber eine andere Möglichkeit sehe ich nicht. Und ich weiß halt nicht, wie ich den Umstand jetzt ad hoc ändern kann. Ich habe keine Idee, keine Lösung. Auf der anderen Seite merke ich meinen inneren Widerstand gegen die Situation und wieviel Substanz es mich kostet die Zähne zu beißen und trotzdem das Ding weiter durchzuziehen. Meine Motivation ist natürlich begraben, es ist nur noch Pflichtgefühl. Aber mittlerweile sind auch Dinge, die mir leicht fielen, die mir echt zu schaffen machen. Kann man psychische Belastung körperlich spüren? Ich habe das Gefühl, ich hätte einen Brustpanzer um.


    Ich bin oft an dem Punkt, wo ich denke, ich brauche jetzt jemanden, der mich da raus holt. Ich geh zum Arzt und lass mich krank schreiben. Ich will und ich kann nicht mehr. Dann brech ich kurz weg und dann steh ich auf und mache weiter. Und das auch mit Überzeugung, mich haut nix um und ich schaffe das - wie immer. Die Abstände werden aber immer kürzer.


    Ich habe selbst jetzt beim Schreiben das Gefühl es ist mehr Mimimi als ein echtes Problem. Ich müsste auch wirklich zu tief graben und ausholen, um den jetzigen Zustand und mein Empfinden zu erklären. Es sind einfach unzählige Dinge vorgefallen. Alle für sich nicht dramatisch (oder doch in dem Moment), aber in Summe einfach zerstörend für mich. Und ich schwanke zwischen, ich schaff das nicht alleine und je nach Blickwinkel "Jammer nicht, zieh durch". Wie gesagt, ich merke nur, wie alles gute nach und nach schwindet, es mir immer schwerer fällt mich zu motivieren, etwas positiv zu sehen. Es kommt eher so in Wellen, ich bin am Boden zerstört, sehe keinen Ausweg, weiß nicht weiter und "pff - als wenn ich das nicht packe, was kostet die Welt". Kennt das jemand?

    Aloha, ich bin ja mehr stille Mitleserin im Forum als aktiv und auch erst sehr spät hier gelandet. Ich wollte euch einfach mal sagen, dass ich euch super unterhaltsam finde. Die Diskussion hier ist die einzige, die ich zum Thema lesen kann und oft noch dabei schmunzeln muss. Herrlich.


    Zum Thema: Bei uns in NRW knallen gerade die Zahlen hoch und durch. Überwiegend liegt das wohl an den Testungen, die aufgrund von Reiserückkehr, Schulen und Abwesenheit vom Arbeitsplatz (länger als 5 Tage weg, Testpflicht, wenn nicht geimpft, egal ob man im Urlaub war oder nicht) aufploppen. Mir ist das mittlerweile echt wurscht. Ja, ich bin durchgeimpft. Genauso wie alle mir nahestehenden Familienmitglieder, Freunde und Bekannte, mit denen ich momentan zu tun habe. Selbst meine fast 13 jährige genießt ab nächsten Montag den vollen Impfschutz. Ich weiß, dass ich mich anstecken kann, ich weiß auch, dass ich Symptome bekommen kann, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen schweren Verlauf bekomme oder dem sogar erliege, stelle ich einer schicksalhaften Situation gleich, bei der mich ein 40-Tonner zum Lufttanz hoch schleudert. Es ist soweit fast alles wieder normal.


    Ich habe ganz viele ausgesiebt in meinem Umfeld. Hier war ein paar Seiten vorher die Frage, was man mit solchen Bekannten macht. Am Anfang habe ich mir ihr Anliegen noch angehört, irgendwann nur noch ignoriert und dann aussortiert. Als der erste sich mit einem Jude um 33 verglich, wurde ich dann doch sehr konsequent. Bei weitem sind nicht alle direkt in diese Richtung steil gegangen. Ich habe einen Verwandten, wo der Kontakt nicht so eng ist, der tatsächlich Angst vor der Impfe hat. Er bringt nicht soviel mit, dass er da logisch dran gehen könnte und wurde bei der Astra-Nummer verunsichert. Zwischenzeitlich war er auch mal abgerutscht, wo er vorwurfsvoll fragte, warum wir uns freiwillig vergiften und unsere Kinder auch noch, da haben wir ihn aber ordentlich abgeholt und das war dann auch durch.


    Bei allen anderen - mir Rille. Ich verstehe auch das Gerede von Spaltung nicht. Ich habe keinen Aufkleber, keine Leuchtschrift oder irgendwas an mir, was erkennen lässt, dass ich durchgeimpft bin. Ich werde das auch selten gefragt. Eigentlich nur, wenn es notwendig ist, zwecks Einlassreglung. Und weder werde ich bis zur Offenbarung komisch behandelt, noch rollt man mir einen roten Teppich aus oder es geschieht irgendwas, was mich nachvollziehen lässt, worüber sich bisher Ungeimpfte so aufregen. Es gab auch keinen Wendepunkt als ich die Impfe bekam. Alles geblieben wie immer. Ich habe vor meiner Impfe, als die Priorisierung meinen Termin noch verhinderte, schon erklärt, dass keiner auf seine Grundrechte verzichten muss, nur weil ich sie noch nicht voll nutzen darf. Ich weiß gar nicht, warum das so gefordert wird. Wenn ich nicht darf, dann dürfen andere auch nicht. Aber es ist ein leidiges Thema. Ich für mich lebe, für den Zustand der Pandemie, wieder ziemlich gut. Ja, man macht immer noch kleine Abstriche, aber es ist soviel näher dran, an dem was ich vermisse als noch vor 4 Monaten. Ich hoffe einfach, dass es bei der Hospitalisierung nicht die falschen trifft, die sich aus verschiedenen Gründen nicht schützen können. Ich gönne es tatsächlich niemanden, dass er schwer erkrankt, allerdings kann ich nicht abstreiten, dass ich auch irgendwo den Gedanken habe "Impfung oder Infektion - es war alleine deine Entscheidung" :/

    Hallöchen,


    es kommt wohl drauf an, aus welcher Perspektive man das sieht. Rein erfunden und auf den "Ruf" des Inzest oder auf die tatsächlichen Vorgänge bei Inzucht?


    Bei tatsächlichen Vorgängen ist es ja, ganz einfach erklärt, dass Inzucht keine Schäden verursacht (ist komplex, auf langer Sicht natürlich schon, weil Immunsystem usw. schwächer wird, würde hier aber zu weit führen). Inzucht bringt nur Mutationen schneller zusammen. Die können sowohl gut, als auch schlecht sein. Wie oft diese auftreten ist abhängig von der Anlage der Gene dann doch eher Zufall. Mal ganz einfach mit Schulbasiswissen. Wenn beide Elternteile Gene tragen, die den Wahnsinn wahrscheinlicher machen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieser auf zum Vorschein kommt. Tatsächlich könnte es aber Generationen dauern, bis dieser sich zeigt (Zufall und unwahrscheinlich, aber möglich) oder eben auch Generationsweise immer wieder auftreten. Wenn die Superwahnsinnigen sich jetzt auch noch weiter verpaaren, wird die Dichte, der schlechten Gene immer größer und die Wahrscheinlichkeit immer höher. Es hängt also von vielen Faktoren an, ob Inzest Schuld ist. Wie gesagt, völlig vereinfacht und als grobe Erklärung für eine Buchidee brauchbar, basierend auf Tatsachen. Kann aber völlig vorbei an der Realität geschrieben sein, nur dem Ruf entsprechend, dann ist alle möglich und läd zum interpretieren ein.


    Meine Biolehrerin wäre stolz auf mich. :)

    Ich habe Urlaub gebucht.


    Alle erklären mich für bescheuert. Im Sommer in Ischgl. Und der Winterurlaub ist nur noch nicht gebucht, weil es noch nicht geht.


    Wagnis zur Zeit, ja. Aber das ist mir bewusst. Der Urlaub ist für August angedacht. Ich liebe Österreich und die Berge. Schon immer.


    Ich war diesen Sommer in Österreich. In Kärnten. Private Einladung und meine Leidenschaft für dieses Land ist wieder entflammt.


    Nachdem bei unserer Urlaubsplanung für 2021 ein Missverständnis aufgetreten ist, liegt mein Hauptjahresurlaub außerhalb der Ferien. Noch habe ich aber eine Tochter, die schulpflichtig ist.


    Also haben mein Mann und ich spontan beschlossen die eine Woche im Sommer mit ihr zu verbringen. Resultat - alle kommen mit. Auch die Großen.


    Und im Winter geht es wieder nach Ischgl. Der erste gemeinsame Urlaub ohne Kinder mit meinen Mann nach über 20 Jahren oO.


    Nachdem ich mich im letztem Jahr quasi halbiert habe, habe ich beschlossen mit 41 Jahren Ski fahren zu lernen. Ich habe jetzt schon Angst vor der Seilbahn, aber ich werde es schaffen.


    Warum ich das hier aufschreibe? Keine Ahnung. Ich möchte am liebsten alle mitbegeistern, weil ich mich freue wie ein kleines Kind. Es war halt seehr lange Zeit nicht möglich solche Urlaube zu realisieren. Jetzt geht es.


    Auch, wenn Corona immer wieder dazwischen grätschen kann. Das hab ich auf dem Schirm. Würde mich natürlich enttäuschen, aber wie bereits gesagt, man kalkuliert mittlerweile anders.


    Im Sommer waren wir auf einem Berg. In einer stillgelegten Pension, derren Betreiber in Rente sind. Sie sind die Trauzeugen meiner Eltern. Zudem Zeitpunkt gab es in ganz Kärnten 24 positive Fälle und wir waren sehr bedacht unsere Kontakte minimal zu halten. Und es war echt schön. Versteht nicht jeder, war mir aber egal.


    Ich arbeite in einer Geschäftsstelle eines großen sozialen Trägers. Ich bin Abteilungsleiterassistentin und unsere Abteilung ist zuständig für 6 Behindertenwohnheime, 9 Kindertagesstätten und Schulbegleitung im Raum einer Großstadt. Wir sind mit Beginn des ersten Lockdowns auf dem Zahnfleisch gegangen. Ich war froh einfach nur weg zu können.


    Jetzt Ischgl. Mit der Hoffnung, dass der Erlebnisort in einem Jahr wieder das ist, was er war. Und wenn nicht, dann reicht es mir im Schnee zu sitzen und die Natur zu genießen.


    Musste mal wohin mit mir ;)

    Hallöchen,


    man man man, als ich das letzte mal hier aktiv war, war von einer Pandemie noch nichts bekannt. Soviel zu guten Vorsätzen.


    Ich habe mir jetzt den ganzen Thread durchgelesen (okay, einzelne Beiträge nur überflogen) und es wirkt wie eine Zeitreise. Unrealistisch, dass es meine/unsere Vergangenheit ist, wie ein Drehbuch, ganz komisch.


    Ich bin tatsächlich durch die Pandemie auf der einen Seite mehr eingespannt gewesen, auf der anderen Seite in eine Lethargie gefallen. Ich bin naturgemäß "on tour". Am liebsten auf zig Veranstaltungen und wenn es manchmal nicht geht, ärgert es mich, nicht auf allen gleichzeitig sein zu können. Demnach hatte ich beim ersten Lockdown sehr damit zu kämpfen, dass mein Leben von 150% auf 0% gefahren wurde. Da ich systemrelevant arbeite, wenn auch nicht an der Front, ist meine finanzielle Lage entspannt geblieben und ich musste mir darüber keine Gedanken machen.


    Meine Kinder haben im ersten Lockdown ,bzw. in den Ausläufen davon, ihr Abitur, Schulabschluss absolviert und die Volljährigkeit gefeiert. Das war schon hart für mich. Das sind Lebensabschnitte. Aber meine Kinder haben nach den ersten enttäuschenden Zügen das ganze gut weggesteckt. Da wir prinzipiell positiv sind, haben wir das beste draus gemacht und im Rahmen der Möglichkeiten das ganze für uns im kleinen Kreis hochleben lassen.


    Über den Sommer habe ich, zugegeben, mein Naturell gewinnen lassen. Alles wird gut - wir blenden das negative einfach weg. Leider bewirkt so eine Leichtigkeit, dass der Fall dann um so tiefer wirkt. Masken, Abstand, egal. Das macht mir nix. Mittlerweile ist es ja fast schon normal. Der erneute Lockdown jetzt, hat mich auch nicht mehr ganz so angefressen, einfach weil ich ein Gewohnheitstier bin und mich mit all den Infos und der mentalen Vorbereitung viel einfacher darauf einlassen konnte. Ich musste mir nur klar machen, dass wir noch gar nichts überstanden haben.


    Aber es fehlt mir schon sehr. Meine sozialen Kontakte, meine Partys, meiner Feiern, Konzerte etc. Es ist jammern auf hohem Niveau, aber ich muss es manchmal einfach raus lassen. Wie gesagt, mir geht es finanziell gut, mein Job und der meines Mannes sind gesichert. Meine Kinder haben beide trotz der Pandemie den beruflichen Einstieg in diesem Sommer geschafft. Die Basis steht auf ganz standfesten Beinen und auch die Grundlagen unserer Familie sind unerschütterlich, so scheint es.


    Selbst als meine Tochter sich im November infiziert hat und wir alle in Quarantäne waren, witzelten wir anfangs, wer wohl wen als erstes fressen möchte. Aber das einzige, was uns wirklich zermürbt hat, war ausschließlich die Tatsache, dass wir uns innerhalb der Quarantäne nicht rausbewegen konnten. Ich habe währenddessen im Home Office gearbeitet, was eigentlich bescheurt war. 9 Stunden am Stuhl gefesselt zu sein, um danach als Ausgleich den Weg zwischen Couch und Küche zu haben. Aber, meine Tochter hat die Nummer mit ein paar Tagen totalen Geschmacksverlust, gut überstanden. Sie hat jetzt, fast 6 Wochen später immer noch abends erhöhte Temperatur (nix dramatisches, erstmalig nach 3 Wochen entdeckt, seitdem konstant) ohne weitere Symptome, was mittlerweile als Langzeiteffekt gehandelt wird. Ihr Körper kämpft scheinbar immer noch gegen etwas, was eigentlich nicht mehr da ist, da aber weiter nix feststellbar ist, weiß man nicht, an welcher Stelle eine Folgeinfektion schwillt. Sie ist 18 - zum Glück, ich möchte nicht wissen, was dieser Virus bei ihr bewirken würde wenn sie älter und weniger fit wäre. Aber wie gesagt, es geht ihr soweit gut. Der Rest der Familie war übrigens negativ getestet, auch wenn wir die einzigen sind, die bei den Kontakten nichts abbekommen haben. EIn undurchsichtiges kleines Scheißding dieser Virus.


    Die Einschläge kamen nahe, zu nahe. Wir haben hier alles mitgenommen, im näheren bis weitläufigen Umkreis. Von einer 40jährigen, die im Koma lag und sich wahrscheinlich nie wieder gesundheitlich erholen wird. Pflegefall aktuell, vorher keine bekannten Erkrankungen und als gesund geltend. Die Mutter einer Kollegin, die im September bei einem Kaffeetrinken mit 3 weiteren Damen war. Der Sohn der Gastgeberin, der mit einer Erkältung auch etwas vom Kuchen wollte und mit der Annahme "wird schon kein Corona sein" am Tisch Platz nahm. Leider war es Corona, leider wurde die Mama meiner Kollegin im Laufe der Infektion zum medizinischen Notfall, lag 5 Wochen an der Beatmung, bevor sie mit 62 Jahren, auch ohne bekannte Vorerkrankungen, dem Virus erlegen ist.


    Von daher ist es für mich komplett okay, wenn ich mich für die nächsten 6 Monate in den Keller einschließen müsste. Ich würde immer noch jammern, dass ich viel lieber meinen Wohlstand wieder hätte, aber, so hart es für die Gastronomen und alle anderen Betroffenen ist. Einen Beruf finde ich wieder, ich kann mich immer wieder hinstellen und kämpfen, wenn alles gut läuft, werde ich das unbeschadet überstehen, irgendwann mein Leben feiern und diese Zeit wird in meinen Erinnerungen verblassen. Eine verlorene intakte Gesundheit und das Leben, lässt sich nicht zurück holen, weswegen nichts, aber auch gar nichts rechtfertigen würde, dass ich meine Leichtigkeit zurück bekomme, wenn auch nur einer deswegen Lebensqualität oder gar sein Leben einbüßt.


    Toller Einstieg nach so langer Zeit - ich weiß. Aber ich gestehe, ich bekomme Würganfälle und werde trotz meiner eher positiven Lebensart leicht negativ emotional, wenn ich die ganzes Auswürfe in den social media lese, die sich in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen, weil ihnen das Leben anderer nichts wert ist! Das war hier wesentlich angenehmer zu lesen.

    *Meld :S


    Also ich wohne im neuen Heim. Es ist toll geworden. Jeden Tag nach der Arbeit fühlt es sich an wie Urlaub. Leider nur kurz. Es gibt immer noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Aber ob da jetzt eine Bodenabschlussleiste dran ist oder erst in zwei Wochen, ist mir wurscht. Jetzt räume ich das Haus leer. Bzw. bringe da erstmal Ordnung rein. Ich bewundere ja Leute, die Raum für Raum ihre Kartons packen und platz haben. Wir hatten keinen. Mit jedem Schrank den ich räumte, wuchs logischer Weise der Kartonberg, daneben gab es Körbe für Pappe und Papier, Papiere, die man nicht in öffentlichen Kontainern entsorgt, Glas, Plastik und jeglicher anderer Müll. Wir hatten schon "Straßen" gebildet und alles andere zugestellt. Aber da fehlten auch noch zwei Etagen. Es sieht schlimmer aus als es ist. Weil alles, was noch nicht in irgendwelchen Kartons oder Säcken ist, kann dort ungesehen eingetan werden und ab zur Kippe.


    Allerdings, nach so 9 Stunden arbeit, ab 18 Uhr noch in das Haus. Man wäre schneller, hätte man mehr Zeit. Allerdings habe ich es seit dem 01.08. noch nicht geschafft, mir eine Auszeit zu nehmen. Selbst, wenn ich irgendwo 5 Minuten gesessen habe, hatte ich entweder das Handy in der Hand zum Organisieren, Googeln (wo finde ich was, was brauche ich überhaupt usw.) oder habe irgendein Kleingedöns zusammengebaut, repariert, sortiert. An Schlaf ist nicht zu denken. Seit ca. 2 Wochen habe ich das Gefühl mich morgens nicht erinnern zu können, was passierte, nachdem ich das Licht löschte. Ich muss postwendend einschlafen.


    Aber es weckt auch Lebensgeister. Ich hätte ja nie gedacht, dass ich soviel Energie mitnehmen kann. Abends um 22:30 Uhr "mal eben" die Küche noch schnell aufräumen und morgens um 5:30 Uhr die erste Maschine Wäsche fertig machen. Wäre mir ja vorher nicht passiert. Eigentlich bin ich im flow. Ich bräuchte nur langsam eine Raststätte. Der Plan ist aber, das größte Übel bis Samstag zu beseitigen und danach etwas gechillter an die Sache ran zu gehen.


    Lesen? Ich hab seit 6 Wochen nicht mal meinen PC angeworfen (außer zum Einrichten in der neuen Wohnung), geschweige denn mich mit irgendwas im TV berieseln zu lassen. Aber es wird früher dunkel. Meine Zeit kommt wieder :phat:

    Ich gebe auch noch einmal Laut.


    Also ich schiele schon. Die neue Wohnung ist ein Gedicht. Also für meine Begriffe. Aber ich kann nicht mehr. 2,5 Wochen Urlaub und davon jeden Tag mit Umziehen, Möbelhaus, Renovieren verbracht. Ende vom Lied. Seit gestern hat mich die Arbeit wieder. Noch wohne ich in meinem Haus. Ohne Küche, sporadisch zwischen Kisten (man braucht immer dieses eine Teil, im untersten Karton hinten in der Ecke). Wir spülen im Waschbecken im Bad. Alles "Gute" ist verpackt, der Rest steht noch oder ist in Säcken verpackt oder zerlegt.
    Ich hoffe, dass wir am Wochenende, spätestens Anfang nächster Woche ziehen können. Manche erklären uns für bekloppt. Wir könnten jetzt schon rüber, mit Küche, mit Waschmaschine in der eigenen Wohnung etc.
    Aber ich habe mich dagegen entschieden. Noch steht da nicht alles. Es sind Kleinigkeiten. Aber ich möchte erst einziehen, wenn ich nichts mehr vom Umzug sehe. Keine rumliegenden Werkzeuge, keine halbe Tapetenrolle, keine leere Wohnwand ohne persönliche Gegenstände. Dann ziehe ich von einem Chaos ins nächste. Erst fertig machen, damit man einen Ort zum Abschalten hat. Dann wäre eine Woche Urlaub schön :dance:



    Das einzige was ich gerade lese sind Montageanleitungen...

    Huhu, wollte noch mal ein Lebenszeichen geben. Ich lins' zwischendurch immer mal wieder rein. Eure Reread Diskussionen sind fast interessanter als selbst zu lesen :thumbup:


    Wir sind mitten im Umzugsfieber. Alle neuen Möbel sind gekauft, fehlen nur noch ein paar Lampen und Auslegeware in den Schlafräumen. Ab Morgen habe ich Urlaub, da wir das auch weniger Zeitstressig.


    Also bis dahin :vain:

    Genau. Es kommt viel weg. Aber wir bestellen ein Container. Das ist am einfachsten. Aber Wohnfläche ist fast identisch.

    Also ich bin da. Momentan nutze ich aber die wenige freie Zeit, um die späteren Bücher weiter zu lesen. Es ist wirklich sehr wenig Zeit, ich bin ja so ein "Im Sommer bin ich draußen mit Freunden"-Mensch.


    Ansonsten geht es gerade drunter und drüber. Ich werde umziehen. Wir haben spontan entschlossen, unser Haus zu verkaufen. Vor 2 Wochen. Jetzt brauchen wir nur noch grünes Licht von dem Vermieter, der Wohnung unserer Wahl und unter Umständen ziehen ich Anfang August schon um :thumbup:
    Wie gesagt, vor 3 Wochen war das ein leiser, utopischer Gedanke. Aber ich würde mich übelst freuen. Mein Mann sitzt dabei in der Ecke und heult. Aber mittlerweile sollte der ja wissen, dass ich ein spontane Mensch bin, mit Hang zum abenteuerlustigen :pump: . Lange Rede.... die Entscheidung über die Wohnung und Wann, wird diese Woche fallen. Aber wir fangen jetzt schon an zu packen (weil wir ziehen definitiv aus) und dann muss der Turbo ran. Ich glaube nicht, dass ich soviel Zeit zum kommentieren habe. Aber ich bleibe auf dem Laufenden, lese bei euch mit und steige so schnell wie möglich wieder mit ein. Kann auch an einem Abend mal sein, wenn es sich ergibt.

    Ja, das hatte der hodor auch schon Mal erwähnt.
    Aber pssssst! Das sind meine Glocken! Finger weg, hab sie zuerst entdeckt! Sie sind mein! Mein Schaaaaaaaatz! :D


    Kennst du meinen Mann? Der sagt sowas auch immer, wenn ich mal eine Sekunde Richtung Fernbedienung linse. Kann ja kein Zufall sein, dass du auch die Betonung so kennst :phat:

    So so, die Cat splittet also die Reihen. Hatte ich gar nicht so auf dem Schirm. Ich fand sie... egal. Sie hat bei mir weder große Wut hervorgerufen, noch fand ich sie besonders super.
    Ich bin hin und her gerissen, mit ihrer Wut auf Jon. Auf der einen Seite, denke ich natürlich mit meiner heutigen Situation. Aber auch da, würde ich das Kind nicht dermaßen angehen. Das Kind hat den Fehler nicht begannen. Und dann versuche ich es als Westerosi-Tante zu beurteilen und frag mich weiterhin, wo das Problem für Cat liegt. Sicher, war das keine einfache Situation, vor allem aus Sicht unserer heutigen Position. Aber damals? Sie soll ja nicht in die Händeklatschen und das Kind wie ihr eigenes Annehmen. Aber zwischen dem was ist und und selbstlose Hingabe als Stiefmami, gibt es ja doch noch ein paar Facetten.


    Aktuell liebt sie Ned. Die Frage ist, warum sie so verunsichert ist in Bezug auf Jon. Dass er ihr nicht erzählt, wer die Mutter ist, ist eine Sache. Aber scheinbar war er nach der großen Schlacht überwiegend bei ihr und überzeugend in seiner Ehre und Treue. Das überleben selbst Ehen von heute, wenn es tatsächlich ein einziger Fehltritt war.


    Dass Ned ihr nicht ein Wort der Wahrheit gönnt, halte ich von Ned für Klug. Er kommt mit dem Baby an und völlig egal, welches Vertrauen die beiden auf anderer Ebene besitzen, sie hasst dieses Kind. Ich würde an Neds Stelle befürchten, dass sie mir die Lyanna-Story nicht abkauft, dass sie sie für ihre Zwecke nutzt. Am Anfang, da sind sich die meisten ja einig, hätte Ned tatsächlich nichts sagen sollen. Wann wäre denn der Zeitpunkt Cat einzuweihen? Als Jon von ihr mal wieder gedemütigt wurde?



    Zu der Mittelalterdiskussion. VIelelicht bin ich nicht tief genug im Thema. Aber ich nehme die Welt eines Buches, wie sie ist. Selbst wenn Mittelalter dran steht und etwas ganz anderes drin ist. Es ist Fantasy - dann ist es halt ein Fantasymittelalter. Finde es aber interessant, wenn es da Parallelen oder eben Gegensätze gibt.

    Ich grätsch mal kurz dazwischen. Ich lese ja parallel als Erstleser die Bücher weiter auf Deutsch, aktuell bin ich gerade durch die Rote Hochzeit durch.


    Was mir einfach, jetzt nach Serienende, immer wieder auffällt, sind die Erwähnung irgendwelcher Glöckchen. Alles bimmelt, klingelt und dingdongt irgendwo. Vielleicht spinne ich ja, aber das Dany ja verunglockt in der Serie und ich nicht noch drei Jahre warten wollte, bis zu meinem aktuellen firstread-Kapitel, musste ich das mal los werden.


    Es ist also nicht nur bei den Dothrakis ein ewiges Geglocke, sondern zieht sich wirklich durch das Buch. Wobei es im Süden mehr glockt, als im Norden (hab ich nicht drauf geachtet, hab aber den Eindruck)

    Naja, es ist ja nun auch nicht "mal eben". Aber bei mir ist das eher "ich suche schon mal was neues", ohne zu wissen, ob die Konditionen gut genug sind, um überhaupt zu verkaufen. Dann spiele ich durch, wenn alles glatt geht und werde euphorisch. Dann wenn nicht und dann hab ich eigentlich kein Bock auf die ganze Arbeit :D
    Aber so bin ich eben. Nur Lesen geht dann nur abends im Bett. Und da les ich gerade die Bücher an sich weiter. Das ist einfacher, als reread, wo ich mit Notizzettel ran muss. (was ich ja auch so will, wenn)

    Hm, also.... Ich habe keinen Plan von Musik. Ich kenne viele Lieder. Aber ich kann sie selten benennen.


    Ich bin sowieso voll der Spießer. Ich wollte immer so bunt und freaky sein. Aber, die Mama und der Papa fanden das weniger lustig. Aber dann.... Habe ich ca 20 Jahre alles ausgelebt. Okay, ich hab ein paar Tattoos. Meist ohne Bedeutung, einfach weils mir gefällt. Ich hatte lange bunte Haare und fand mich voll... Normal.


    Und jetzt. Drei Kinder, seit dem letzten Jahrtausend mit meinem Mann in einer lustigen Chaos Liebe ohne Streitereien, 2 Hunde (Möpsn) und n Job in der Verwaltung (öffentlicher Dienst). 39 Jahre alt und ich finds voll gut. Dabei habe ich immer gedacht, dass ich genau das nicht bin. Peinlich ist mir das nicht. Aber schon lustig, dass ich das wurde, was ich immer total langweilig fand.


    Ich kann übrigens die gängigsten Schlager und Partylieder auswendig mitträllern.... So als fast einzige musikalische Auszeichnung. Sind nämlich die einzigen Lieder, die ich benennem kann, neben den Werken der Toten Hosen. :D

    Ich sag mal so. Verziehen habe ich es ihnen nie. Ich weiß aber auch, dass die Familie generell nicht soviel Wert auf so etwas gelegt hat. Also für sich selber. Ob sie sich dessen bewusst sind, was sie da angerichtet haben (hat, ging ja nur von einer Person aus), weiß ich nicht. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich bis heute sehr schwer damit tue so etwas für meine Kinder anzulegen. Ich habe die Fotos. Digital. Und ich habe auch schon Videos gebastelt, Fotostrecken usw. Ich kann auch nette Hefte erstellen. Aber so wie früher, einkleben mit Fotoecken usw. - Nope. Weil dann tatsächlich immer wieder der Gedanke kommt, dass das erstellen erst ermöglicht, dass es vernichtet werden kann. Total absurd eigentlich.

    Das schlimmste waren so die Ideellen Dinge. Das Album, was meine Mama mir beim Auszug geschenkt hat. Vom ersten Foto direkt nach der Geburt, über die erste Locke, das "Lesezeichen" ein Band mit meinem ersten Schnuller, Geschichten zu meinen Unarten als Kleinkind (Tapete knibbeln fand ich wohl toll), mein Lieblingskuscheltier mit Foto und Geschichten dazu und eben die Bilder. Alle. Und mein Konfirmationsbuch. Mein Buch, welches ich zum Schulabschluss von meinen Freundinnen erhalten habe. 10 Jahre Schule - Wir. Alles weg. Da darf ich auch heute noch nicht länger drüber nachdenken. Auch wenn das Ereignis über 20 Jahre her ist.