@Narannia Stimmt, das Claire ja einen modernen Hintergrund hat, das habe ich nicht bedacht. Sie kam mir halt als erstes positives Beispiel zu Frauen in den früheren Zeiten in den Sinn. Lese auch grade den 2. Band,- soo toll. *.* Amsonsten muss ich dir in Sachen Emanzipation Recht geben,- Emanzipation gab es damals kaum bis garnicht. Aber die Hexenprozesse bspw. das war schon fast Neuzeit, relativ spät und da gab es durchaus einige Frauen, die sich dagegen zur Wehr gesetzt haben. Aber eben nicht so lautstark und heldenhaft, wie es in den ganzen Mittelalterromanen immer beschrieben wird,- sie haben das eher versteckt und im Verborgenen gemacht. Viele haben damals schon um den Reiz ihres Körpers auf das männliche Geschlecht gewusst und sich dadurch Vorteile gesichert,- was aber extrem gefährlich war in einer Zeit, wo es Gang und Gebe war das ein Mann sagt: ,,Ich habe mit ihr geschlafen, aber nur weil sie mich verhext hat!" Und es gab durchaus auch viele Kräuterweiblein, die schwarze Messen aus Hass gegen die Kirche praktiziert haben und durchaus die Absicht hatten ihren Mitmenschen zu schaden, aber trotzdem deshalb nicht gleich ,,böse" waren. Und mich stört es, das genau diese Frauen extrem wenig bis garnicht zu lesen gibt. Es gibt immer nur Jungfrau/Hexe=guter Mensch. Kirche= Böse.
Achso, da gebe ich dir auf jeden Fall Recht,- Religion wurde natürlich viel mehr gelebt, auch spirituell und war im Alltag Gang und Gebe. Die Menschen hatten Nichts anderes, woran sie glauben konnten und das gab ihnen eben Hoffnung. Positive Auswirkungen ist schwierig zu sagen,- es gibt auch durchaus Menschen, die im Namen der Religion Gutes getan haben, Mönche, Geistliche. Aber das Christentum wurde verschieden ausgelegt, neu auferlegt, oft in gewisser Weise verfälscht und je nach Gunst der Inquisition ausgelegt,- es ist eine Lüge. Wegen den Mittelalterromanen,- genau das hat mich auch einfach irritiert, das die Frauen einerseits total fromm, andererseits aber auch total unabhängig schienen. Ich las vor kurzem ,,Die Tochter des Hexenmeisters",- und das ist zwar eine ganz hübsche und spannende Geschichte, aber die Unlogik hat mich nach einer Weile so genervt, das ich mich nur schwer zum Weiterlesen motivieren konnte.
Klingt in der Tat sehr interessant,- ich habe mir ja viele Bücher zu Hexenverbrennungen bestellt und nur ein paar durchgesehen, würde mich nicht wundern wenn eins von Katharina Keppler vielleicht auch dabei ist, ich meine davon irgendwo mal was gehört zu haben.
Darauf würde ich nicht wetten,- metaphorisch gesehen werden momentan eine Menge gesellschaftliche Gruppen gebildet und dann öffentlich ,,verbrannt",- durch sensationsgeile Medien und politische Instutionen. Und das Volk jubelt doch zu. Ich hoffe nur, das wir den Satz nicht irgendwann mal wörtlich nehmen können.
Amsonsten: Dito.