Beiträge von Ser Oberyn Martell

    Weiß nicht, ob das in der Serie vorkommt. Im Buch sagt das glaube ich Osha bei dem Überfall auf Bran im Wolfswald. Aus Sicht eines Wildlings macht der Bezug zu Benjen sicherlich Sinn.

    Bran benutzt eine vollkommen andere Form von Magie. Das einzige, was ich hier erkenne, ist, dass du dir in deiner eigenen Welt partout die Möglichkeit offenhalten willst, dass Daenerys doch wieder lebt. Würde es ja durchaus amüsant finden, wenn sie in den Büchern nach ihrem Tod targaryengemäß verbrannt wird. Wobei ich kaum daran zweifle, dass du auch dann irgendeine Erklärung finden würdest, warum sie in Wahrheit wieder aus der Asche auferstehen wird. Zumindest innerhalb der Serie ist Daenerys' Schicksal dagegen ziemlich klar. Mausetot. Alles andere ist FanFiction, und daran habe ich kein Interesse. Davon abgesehen ist die Vermutung, dass sie wiederbelebt würde, genauso stichhaltig wie die Vermutung, dass Drogon sie über dem Meer fallen lässt, weil er sich kratzen muss, und sie anschließend von einem Riesenfisch verschlungen wird. Nur dass ich mich nicht darauf verlassen müsste, dass zwei Typen, die die Serie gegen die Wand gefahren haben, zu einem Zeitpunkt, wo ihr einziges Ziel die Red Wedding war, in einer Staffel, wo sie keine Ahnung hatten, wie sie Daenerys' Handlungsstrang adaptieren sollen, auf einmal eine Szene gedreht haben, in der jede Kleinigkeit das ganz große Ding bedeutet.

    Begründung?


    Weil sich Daenerys halt zwangsläufig irgendwie aus der Situation entfernen musste. Ansonsten wäre ihr Handlungsstrang schon 6 Staffeln früher beendet gewesen. Daenerys bewegt sich körperlich in diesem Haus umher und wandelt auf ihren Beinen in und durch die Visionen. Wenn sie in eine Vision reinlatscht, muss sie auch wieder rauslatschen, und zwar ohne dass ihre Latscherei Teil der Vision selber ist.

    Wenn das Betreten des Zeltes das Ableben von Daenerys symbolisiert, wieso bedeutet das Verlassen jenes Zeltes dann nicht ihre Revitalisierung?


    Nicht das Betreten selber symbolisiert ihren Tod, sondern die dortige Vision. Dass sie den Ort wieder verlässt, ist nicht mehr Teil einer Vision, sondern deren Ende. Davon abgesehen bin ich immer noch der Meinung, dass die Visionen abgesehen möglicherweise von Daenerys' Tod nicht sonderlich aussagekräftig sind. Und selbst den hattest du meiner Erinnerung nach nicht auf dem Schirm.

    Das ergibt natürlich auch Sinn, dass es darauf zurückgeht. Aber wenn er eingesehen hat, dass er zwischen den Kapiteln meistens keine Monate vergehen lassen kann, frage ich mich umso mehr, warum er sich so schwer mit der Idee tut, einen Band mehr zu schreiben.

    Jetzt habe ich glaube ich erst verstanden, was genau du meinst.


    GRRM wollte einen Zeitsprung von fünf Jahren zwischen ASOS und ADWD einbauen. Die meisten Ereignisse sollten in ADWD durch die Erinnerung der Charaktere aufgearbeitet werden. Dann hat GRRM gemerkt, dass das nicht funktioniert. Daraufhin wollte er einen neuen Band innerhalb dieser 5 Jahre spielen lassen. Dabei handelte es sich um AFFC. Doch dann merkte GRRM, dass die Handlung in AFFC nicht schnell genug voranschreitet. Also ließ er den Zeitsprung fallen und teilte die Handlung nach ASOS in zwei Bände auf, AFFC und ADWD. Damit hat er dann ungefähr die Handlung verarbeitet, die ursprünglich erst nach fünf Jahren einsetzen sollte, ist aber wahrscheinlich nicht so weit gekommen, wie er es ursprünglich vorgesehen hatte.


    Für GRRM scheint das Konzept damit offenbar wieder zu passen, er hat ja in den letzten Jahren immer gesagt, dass er sieben Bände schreiben will. Womit du aber sicherlich Recht haben könntest, ist, dass er möglicherweise eben noch einen weiteren Band brauchen könnte, um die Handlungsstränge zum Ende zu bringen, weil er die Handlung eben noch nicht weit genug vorantreiben konnte. Ich schätze mal, genau darin liegt auch eines der Probleme, warum er TWOW noch nicht geliefert hat. Verstehe sowieso nicht, warum er nicht einfach akzeptiert, dass sein Gärtner-Ansatz dafür gesorgt hat, dass es eben eines Bandes mehr bedarf.

    Er sagt doch bei etwa Minute 6 selber, dass ursprünglich nach dem Zeitsprung ADWD, TWOW und der damals noch als A Time for Wolves bezeichnete letzte Band folgen sollte. Der Zeitsprung sollte durch diesen "Super-Prolog" eingeleitet werden, aber der wäre in ADWD erschienen. Von diesem doppelten ADWD habe ich noch nie gehört.


    Edit: Ich habe das Video jetzt nicht bis zum Ende gesehen, finde seine Vortragsweise etwas anstrengend.

    Die Serienschreiber hatten zum damaligen Zeitpunkt doch meines Wissens überhaupt keine Ahnung vom Ende der Serie und haben lediglich eine (zugegeben nicht ganz einfach zu adaptierende) Buchvorlage so zur Unkenntlichkeit geändert, dass auch Mr und Mrs "ich schaue GoT gerade zum ersten Mal" irgendwas mit der Darstellung anfangen können. Insbesondere die Szene mit Drogo diente einfach nur dazu, den Darsteller noch mal aufschlagen zu lassen. Daraus leitet nur wer ernsthaft was ab, der nach jedem Strohhalm greifen muss.

    Bin gerade etwas am Überlegen, wie sich das zeitlich so abspielen könnte. Wenn Daenerys ihr bisheriges Tempo beibehält, wird sie vor dem Ende von TWOW nicht in Westeros sein. Und wenn sie dort ist, dürfte sie erstmal mit Aegon zu tun haben. Soll ja anscheinend auch einen zweiten Drachentanz geben. Und irgendwie fällt mir auch der Glaube an Cersei als Endgegnerin schwer. Also müsste Daenerys sich auch noch darum kümmern. Und vielleicht Dorne. Und dann endlich wäre der Weg frei, um Jon zu begegnen. Für vielmehr als ein gemeinsames "Auf in den Kampf gegen die Anderen" ist da doch gar keine Zeit mehr. Zumal mir die Buchversionen der Charaktere irgendwie auch nicht den Eindruck gemacht haben, dass sie auf den ersten Blick sonderlich interessiert aneinander wären. Daenerys' Muster besteht ja eher in doppelt so alten extravaganten Typen mit Glocken und Schnauzbärten und Zeugs, während Jon eher introvertiert und als Anführer dann unterkühlt erscheint. Und zwischen Jons Frauentyp (Arya, Ygritte) und Daenerys sehe ich jetzt auch nicht so die Gemeinsamkeiten.
    Womöglich ist die Handlungsreihenfolge aber auch eine ganz andere und Daenerys und Jon verbringen ganz viel Zeit miteinander und merken, dass sie total super harmonieren, weil sie beide im Namen ein n haben. Oder so...

    Nicht in dem Sinne, dass er es bestätigt hätte aber ausgehend von seinem älteren Kommentar, dass die beiden den Mittelpunkt der Reihe darstellen, gehe ich davon aus. Zumal Aegon nicht den Eindruck gemacht hat, mehr als ein Purple Hering zu sein. Eine SO große Abweichung kann ich mir nicht vorstellen.
    Auch wenn sie großartig und wunderbar wäre.


    Zu einer Interaktion und politischen Partnerschaft dürfte es irgendwann wirklich kommen, aber vielleicht wurde zumindest dieser Liebesaspekt in der Serie zugedichtet. Wäre ja nicht das erste Mal, dass eher komplexere Beziehungen aus den Büchern auf den romantischen Aspekt runtergebrochen werden (Robb/Talisa, Tyrion/Shae, Jaime/Brienne). Und ich gehe mal davon aus, dass Aegon kurzzeitig erfolgreich sein wird und dann mit oder gegen Daenerys oder sowohl als auch agiert.

    dass auch GRRM sie nicht schriftstellerisch retten kann, der sie verbrochen hat.
    Da können ausnahmsweise weder D&D noch die Serie was dafür.


    Hmm, steht es schon fest, dass es so kommt? Aegon, dessen Name Jon in der Serie trägt, wurde ja weggelassen, und eine Verbindung zwischen Daenerys und Aegon wird ja auch in den Büchern angeschnitten. Also vielleicht doch eine Ersatzlösung in der Serie?

    Jaimes Motiv kennt keiner außer Brienne, außerdem war er in der Königsgarde, was einen Unterschied macht.


    Daenerys hat mit der Zerstörung Königsmunds und ihren anschließend verkündeten Plänen hinreichend ihren unkalkulierbaren Wahnsinn deutlich gemacht und dafür die Quittung bekommen. Gegenüber Jon bestätigt sie am Ende ja sogar noch, dass sie die einzige Instanz zur Frage von richtig und falsch sei.


    Als Daenerys-Inkarnation ist es natürlich verständlich, dass du dir ein anderes Vorgehen von Jon gewünscht hättest, aber ebenso verständlich finde ich es, dass nach Daenerys' Auftritten Bran keine Notwendigkeit zu einer expliziteren Bestrafung sieht. Wahrscheinlich hat Bran sogar vorausgesehen, was ohne die Ermordung geschehen wäre, sodass ihm Jons Tat notwendig erschien.

    Das Konzept des Tyrannenmords gibt es ja bereits seit der Antike. Im vorliegenden Fall war es jedenfalls im Rahmen der vorherrschenden Vorstellungen absolut angebracht.

    zumal sie in den Büchern meines Wissens nicht unbedingt als kalkuliert agierende, sondern vielmehr als eine dem Alkohol zugewandte und geistig umnachtete Person dargestellt wird


    Erst ab Joffreys Tod. Vorher ist sie gar nicht mal so schlecht. Auch wenn ein Mitgrund sein dürfte, dass die größeren Player wie Varys und Kleinfinger sie gewähren lassen.


    Die wahrscheinlichste Variante dürfte sein, dass er nach irgendwas sucht. Was das sein könnte, weiß ich aber nicht.


    Wenn ich mich richtig erinnere, erwähnt Tyrion im parallel spielenden 9./5. Buch, dass in der Zitadelle Bücher über Drachen versteckt sind. Könnte damit zu tun haben, zumal ja auch vermutet wird, dass Euron seinen Gesichtslosen mit seinem Drachenei bezahlt habe (wer wirft ein solches denn bitte tatsächlich ins Meer?).

    Scheint nicht so viel Auswahl gegeben zu haben.


    Zitat

    Why were men like Meryn Trant, Boros Blount, Preston Greenfield and Arys Oakheart ever accepted as White Swords? Nobody thinks much of their skill.


    Sometimes the best knights are not eager to take such stringent vows, and you have to settle for who you can get. Other factors also enter into the choices -- politics, favoritism, horse trading, rewards for past service, etc. It's a plum appointment for a younger son, or a knight from a minor house. Less so for the Great Houses. Also, Robert had five vacancies to fill all at once, an unusual situation -- imagine the nominations we might get if six of the nine members of the Supreme Court all died within a few months.