Beiträge von Ser Oberyn Martell

    Ab und zu darf man meiner Meinung nach in Filmen und Serien schon mal zeigen, dass Geburten furchtbar sein können (wenn man nie eine Geburt zu sehen bekäme bzw. immer nur glückliche Mami mit Kind nach der Geburt oder "oh nein, es ist etwas schief gegangen", fände ich das auch nicht gut).

    Da gehen wir wohl auseinander. Ich sehe grundsätzlich für die Darstellung von missglückten Geburten (und da meine ich explizit den Geburtsvorgang selber) im Film ebenso wenig Notwendigkeit wie bespielsweise für die Darstellung missglückter Amputationen. Es kann wahrscheinlich dennoch im Einzelfall aus diesen oder jenen Gründen sinnvoll sein, es zu zeigen, aber dann erwarte ich eine sorgfältigere Inszenierung als einfach auf das schmerzentstellte Gesicht der Frau zu halten.

    Ich hatte zuvor geschrieben Geburtsszenen wären in dieser Geschichte relevant und zu erwarten - der Begriff Geburtsszene ist vielleicht nicht immer treffend, da er impliziert es müsse immer die Geburt an sich gezeigt werden. Momente kurz nach der Geburt, ohne dass man die Geburt selbst zu sehen bekommt, würde ich da miteinschließen und sowas hätte eben bei Rhaenyra und Aemma auch völlig gereicht.

    Da kommen wir denke ich eher zusammen. Anstelle der Geburt von Joffrey selber und diesem völlig blödsinnigen Walk of Pain hätten Alicent und Viserys zu Rhaenyra kommen können, wo sie Laenor und Harwin vorfinden. Davon ab ist Alicents Einfluss in der Serie lächerlich. Die zweite Gemahlin eines Königs, ohne valyrisches Blut, gegen die drei-Viertel-Targaryen, Thronerbin und Drachenreiterin.

    Ich sehe Daemon hier eigentlich nicht völlig seiner Trauer beraubt. Er scheint von der Entscheidung Laenas geschockt und die Beerdigung kommt erst noch.

    Dass die Freundschaft zwischen Daemon, Laena und Rhaenyra mit gemeinsamer Trauerszene von Rhaenyra und Daemon nicht gezeigt wurde, ist durchaus schade. Da gab es ein paar Änderungen in der zeitlichen Abfolge, durch die das nicht funktioniert hätte. Ich vermute das ist dann doch irgendwelchen Zwängen hinsichtlich der Anzahl und Laufzeit der Folgen geschuldet.

    Ich sehe schon einen deutlichen Unterschied zwischen "Daemon guckt bedröppelt und ruft Laenas Namen" und "Daemon holt extra auf seinem Drachen einen anderen Maester, trägt die verstorbene Laena ins Bett zurück und hält trauernd die Totenwache".

    Das hätte man auch so problemlos in der Serie umsetzen können. Du hast aber Recht, dass es ein grundlegendes Problem mit dem Erzähltempo gibt. Das hat sich die Serie aber selber eingebrockt, weil sie 30 Jahre in acht Folgen zeigen und zugleich keine Abstriche bei den Charakteren machen will. Ist ja schön, dass alle Targaryens und Velaryons aus den Büchern herumlaufen, aber wenn man von Eckpunkt zu Eckpunkt hetzt, habe ich nocht so viel davon. Für mich ist Daemons Ehe mit Laena ein Wendepunkt in seinem Leben. Zwanzig Jahre lang ist er unstet, hitzköpfig, begierig auf den Thron. Dann heiratet er Laena, versöhnt sich mit Viserys, wird sesshaft, arrangiert sich mit der Thronfolge, indem er seine Töchter mit Rhaenyras Söhnen verlobt. Es ist doch alles in der Vorlage, man müsste halt nur mehr Wert auf Charakterentwicklungen als auf Gewaltdarstellungen legen wollen.

    Geburten gibt es in der Vorlage zu Hauf und diese sind auch durchaus relevant - bei einer Geschichte bei der es vorrangig um die Erbfolge geht, ist wohl mit Geburtsszenen zu rechnen. Zumindest bei Aemma und Lena, die auch in der Vorlage kurz nach der Geburt sterben, wäre es merkwürdig gewesen das einfach komplett Off Screen passieren zu lassen.

    Naja, es gibt in der Vorlage eine wirklich explizite furchtbare Geburtsszene (die werden wir in der Serie wohl noch bekommen), in den anderen Fällen, wo etwas näher darauf eingegangen wird, geht es mehr um Dinge drumherum. Bei Laena um das Kind und ihren schlechten Gesundheitszustand im Anschluss, bei einem von Rhaenyras Kindern sitzen Laenor und Harwin am Kindbett, bei Aemma erfahren wir so ziemlich nichts. Wenn man bei letzterer nicht diesen Mist gemacht hätte, hätte man sie tatsächlich im Extremfall offscreen sterben lassen können. Rhaenyra erfährt, dass die Wehen beginnen, Rhaenyra erfährt, dass es schiefgegangen ist, Rhaenyra trauert, fertig. Ich hätte auch bei Laena und Rhaenyra gar nicht so ein Problem damit, wenn sie nicht die Geburt selber darstellen würden, sondern die von mir erwähnten Aspekte drumherum.

    Bei Laena wurde ein dramatisches Element gestrichen und dafür ein anderes ergänzt, die Gründe kann ich mir ganz gut vorstellen.

    Magst du vielleicht sagen, was du dir da so vorgestellt hast? Ich verstehe es nämlich nicht. Den Schocker wegzulassen, ist die eine Sache, Daemon diesen menschlichen Moment tiefer Trauer zu nehmen, ist dann aber für mich unverständlich.

    Und das mit den Gottfrieds lässt sehr tief blicken. Denn eine andere Erklärung, als dass der Verlag seine Leser für zu blöd hält, mit mehr als einem Joffrey nicht überfordert zu sein, fällt mir nicht ein.

    Wenn ich mich richtig entsinne, ist diese Umbenennung im Rahmen der Überarbeitung der Übersetzung geschehen, als allen Eigennamen auf Teufel komm raus ein deutscher Anstrich gegeben werden sollte. Man ist dann zwar davor zurückgescheut, einen sehr prominenten Charakter derart umzubenennen, die anderen Joffreys hatten dann aber weniger Glück.

    Nennen die Joffrey (Vorlage) eigentlich Gottfried, weil der 0815-GoT-Zuschauer Probleme mit dem Namen hätte oder wird das noch angepasst?

    Die orientieren sich wahrscheinlich an der Übersetzung der Bücher, wo alle Joffreys außer dem Haupt-Joffrey ab einem bestimmten Zeitpunkt zu Gottfrid eingedeutscht wurden. Passiert halt, wenn Lack das Verlagsgetränk ist.

    Drei Geburten dürften mehr sein als in acht Staffeln GoT. Und die Staffel ist noch nicht einmal zu Ende. Davon abgesehen wird in der Buchvorlage nur Laenas Schwangerschaft mit einem Absatz bedacht (wobei die Serie den eigentlichen Schocker in Form eines missgestaltenen Kindes natürlich wieder auslässt). Wenn dieses Thema also in der Serie so vergleichsweise prominent vertreten ist, wundere ich mich schon.

    Ein Auflauf unsympathischer Dummköpfe gepaart mit einer Aneinanderreihung idiotischer Szenen. Was haben die denn bitte für eine Obsession mit Schwangerschaften? Ich habe schon gar keine Lust mehr, auf Einzelheiten einzugehen. Mal sehen, ob ich mir die nächste Folge noch gebe, gerade hält sich die Motivation in Grenzen.

    Dort gibt es eine Passage, wo wirklich beiläufig erwähnt wird, dass Lady Royce, eine erfahrene Reiterin und Jägerin , plötzlich bei einem Reitunfall vom Pferd geschmissen wurde.

    Joa, und anschließend liegt sie noch neun Tage im Bett, um sich schließlich besser zu fühlen, bevor sie dann doch wieder zusammenbricht und stirbt. Es gibt null Anzeichen für Fremdeinwirkung. Das ist keine Eigeninterpretation von Seiten der Serie, sondern eine vollkommen unnötige Änderung. Vor allem in Verbindung mit der Anklage, die von diesem Cousin erhoben wird, stellt sich die Frage, warum Corlys und Rhaenys ihn später auch nur in die Nähe ihrer Tochter lassen. Vor allem Rhaenys, die sich ja hier schon Sorgen um Laenor macht, weil er aufgrund der Nähe zu Rhaenyra gefährdet sein könnte. Aber ich sagte ja schon, das sind nicht durchdachte Änderungen, die Auswirkungen auf die Story haben sollten, am Ende aber tatsächlich keine haben. Ist halt eh alles egal.

    Ich weiß gar nicht, was man zu dem Gewaltausbruch auf der Hochzeit noch sagen soll. Das wäre in etwa so, als ob auf der Hochzeit von Prinz William eine seiner Leibwachen in Anwesenheit etlichen Sicherheitspersonals einen Gast von Kate totschlägt, Kate selber durch die Gegend schleudert, William selber mittendrin im Getümmel steckt, und so wirklich eingreifen mag halt keiner. Ist ja auch so unübersichtlich. Bin tatsächlich mal gespannt, was sie jetzt mit Criston machen. Die Mauer wäre für die Ermordung eines Adeligen noch ziemlich gnädig.

    Genau zu diesem Anlass hätten die doch ihr blutiges Turnier zeigen können, aber das hatte man ja schon mit der ersten Folge abgehandelt. Letztlich hätte es dennoch genügend Möglichkeiten gegeben, den Todesfall auch außerhalb eines Turniers plausibel zu gestalten, und sei es eine Handgreiflichkeit, bei der Joffrey ungünstig stürzt und sich den Kopf aufschlägt.


    Warum man Daemon die Ermordung seiner Frau andichten muss, erschließt sich mir auch nicht. Das war aber schon immer das Problem bei GoT: Man nimmt zu wenige der in der Buchvorlage angebotenen "Highlights" und baut stattdessen eigene vollkommen random ein. Nach 5 Minuten interessiert es ja eh keinen mehr.

    Zitat von Maegwin

    Das halte ich gerade innerhalb des Westeros-Universums für einen relativ krassen "stretch".

    Daemons Wutanfall bei der Nachrichten-Übergabe war aus meiner Sicht irgendwie gezwungen, so als fühlte man sich verpflichtet noch irgendwo der einen Buchstelle nachzueifern, in der ähnliches beschrieben ist. Ich fands hier jedenfalls nicht organisch. Aber das geht vielleicht nur mir so.

    Nee, ich fand es auch deplatziert. Aber das sind halt auch wieder so Schmetterlingseffekte. In den Büchern rastet Daemon aus, als ihm die Nachricht von Viserys' Verlobung mit Alicent überbracht wird, was für mich wesentlich nachvollziehbarer ist.


    Der ganze Krieg gegen die Triarchie ist meiner Meinung nach sehr verquer. Man hat da eine Partei, die sich in nächster Nähe zu Westeros einrichtet und von dort aus den Handel stört, Mädchen entführt und Gefangene zu Tode foltert. Aber der Scholz der Sieben Königslande will bloß nicht, dass es eskaliert. In den Büchern unterstützt Viserys das Vorhaben, was auch absolut Sinn ergibt, weil zum einen Daemon beschäftigt ist und zum anderen eine feindliche Partei bekämpft wird, ohne sich selber in einen offiziellen Krieg zu begeben. Aber gut, Daemon verfügt somit in der Serie anscheinend nicht über ausreichend Ressourcen, um erfolgreich zu sein gegen ... ja, gegen wen eigentlich? Diese Bande von dahergelaufenen Freibeutern soll die Triarchie sein? Lys, Tyrosh und Myr, mächtige Töchter des Alten Valyria, und dann rennen deren Krieger in Lumpen herum? Das hätten vielleicht die Piraten sein können, gegen die die Triarchie in den Krieg gezogen ist und deren Hinrichtung Craghas seinen Beinamen verdankt, aber das ist doch keine würdige Streitkraft für die Zivilisationen der Meerenge. Was man alles aus dem Krieg hätte machen können... Aber man zeigt halt lieber ein vollkommen absurdes Turniergemetzel und spart sich die Kämpfe mit Potenzial.

    Allerdings finde ich es cool, dass in der Serie die Verbindung der Targs zu ASOIAF gezeigt wird. Hätte GoT mMn ziemlich bereichern können (Warum Rhaegar halt gemacht hat, was er halt gemacht hat). Aber D&D waren dazu wohl zu ....

    D&D haben es verbockt, indem sie große Teile der magischen Elemente weggelassen haben, inklusive Prophezeiungen. Das betraf dann auch so Sachen wie den Prince Who Was Promised/Azor Ahai. Allerdings finde ich die Ausarbeitung dieser Verbindung und die Begleitkommentare etwas ominös. Vor der Veröffentlichung von Feuer & Blut erzählte GRRM plötzlich etwas von Spekulationen unter seinen Lesern, dass Aegon der Eroberer Westeros erobert habe, weil er von der Bedrohung durch die Anderen gewusst haben soll. Das kam vielen etwas seltsam vor, weil die Bücher da jetzt nicht so wirklich (oder auch gar nicht) dauf verwiesen haben, entsprechend wurde es in einschlägigen Kreisen in erster Linie als Marketingstunt aufgefasst, zumal das Buch selber keine neuen Hinweise lieferte. Ganz im Gegenteil, ein Besuch Aegons an der Mauer wird mit keiner Silbe erwähnt und seine erste Reise nach Winterfell macht er mehr als dreißig Jahre nach Herrschaftsbeginn. Angesichts der Ereignisse in der ersten Folge von HotD kam George RR "ich löse keine Geheimnisse außerhalb der Bücher auf" Martin dann wieder um die Ecke und erzählte was von Drachenträumen, die Aegon gehabt habe und die ihn zur Eroberung gebracht hätten. Währenddessen posaunten die Serientypen überall herum, dass sie die Idee von dem Familiengeheimnis der Targaryens und der Verbindung zu den Anderen von GRRM hätten. GRRMs Co-Autor Elio Garcia hat das dann so eingeordnet, dass Aegon in den Büchern durchaus von Träumen inspiriert worden sein könnte, eine explizite Verbindung zu den Anderen aber unwahrscheinlich sei. Für mich unterstreicht das Ganze einfach nur, dass GRRM seine "Prinzipien" vollkommen egal sind, sobald er daraus Profit ziehen kann.


    grundsätzlich etwas zu nachgiebig und zuvorkommend - aber wenn er einen Entschluss fasst, steht er eisern dazu.

    Ich muss sagen, er erinnert mich in abgeschwächter Form an Robert Baratheon. Sicherlich mental gesünder und auch etwas standhafter, aber lauter gefühlsduselige Entscheidungen, die dem Reich am Ende um die Ohren fliegen. Die Ernennung Rhaenyras war emotional bedingt, ebenso die Heirat Alicents. Die Entlassung Ottos beruhte auf dem Unwohlsein, das dieser bei Viserys durch seine ständigen Vorstöße hinsichtlich der Erbfolge auslöste,

    zur Zeit des Flugzeug-Tausch-Getümmels

    Oh, da war was. Hat das eigentlich tatsächlich in diesem Jahr(hundert) stattgefunden?

    Gerade in militärischer Hinsicht war ich eine Zeit lang bei Österreichs Bundesheer sehr glücklich geworden, genauer, bei den Analysen von Oberst Reisner.

    Das Projekt ist mir in den Kommentarspalten ab und an begegenet. Weil es aber meistens von Leuten ins Feld geführt wurde, denen zufolge die Ukraine am besten noch vorgestern kapitulieren ("verhandeln") sollte, war ich irgendwie nie ausreichend motiviert, mir das mal genauer anzuschauen. Habe gerade mal in das Video, das du verlinkt hast, reingeguckt, und die Aufmachung gefällt mir recht gut. Auch wenn ich mich zu erinnern meine, die Aussage zu den 80% Wertschöpfung im Donbas bereits widerlegt gesehen zu haben.

    Bei mir ist es witzigerweise ein Fantasy-Blogger, der sich offenbar seine Quellen zusammengesucht hat und schon seit Monaten im englischen Forum regelmäßig recht zuverlässige Statusberichte mitsamt Einschätzungen postet, vieles davon in militärischer Hinsicht. Vielleicht konsumiere ich ja die falschen deutschen Medien, aber in meiner Wahrnehmung ist die Darstellung der militärischen Lage oftmals ziemlich dürftig. Abgesehen von so Gestalten wie Vad, dessen fortwährendes Herumgeistern auf den Bildschirmen eigentlich nur noch Satire ist, empfinde ich auch viele Einschätzungen von aktiven Bundeswehrangehörigen oft eher als nichtssagend. "Die Ukraine hat alle überrascht, weil sie Ressourcen nutzt", "Russland ist überraschend schlecht", "die Ukraine wird auf breiter Front wenig ausrichten können, weil nicht genug Männer und Material", "der Krieg wird andauern". Joa, klingt an sich schon nachvollziehbar. Und "plötzlich" werden einzelne Frontabschnitte von den Ukrainern förmlich überrannt. Ich denke dann, dass die fähigen Generäle womöglich im Stillen die Regierung beraten, allerdings gibt Scholzens Kommunikation da auch wenig Grund zur Hoffnung.

    Während ich zwischendurch eine Weile fast ein bisschen raus war, sitze ich jetzt wieder vor dem Bildschirm und suche nach ukrainischen Orten, von deren Existenz viele Ukrainer vor dem Krieg wahrscheinlich selbst nicht wussten. Brücke um Brücke, Weiler um Weiler, Dorf um Dorf, und hoffentlich bald Stadt um Stadt. Get them, sers, geth them, get them, they're right there!


    Achja, vielleicht könnte jemand Scholz mal eine reinschlagen. Einfach nur zur Eskalation, die fürchtet er ja so. Und mit ein bisschen Glück erinnert er sich anschließend sogar wieder an vergessen geglaubte Unterhaltungen.

    Mit einem guten Darsteller und guten Schreibern könnte man wohl einen auf Mandalorian machen, also Abenteuer in den entlegenen Winkeln an und hinter der Mauer (was auch immer das dann für Abenteuer sein mögen) mit wenig Nebencast. Nur sehe ich keinen guten Darsteller und die Hoffnung auf gute Schreiber hält sich bei mir in Grenzen.

    ich hatte lediglich noch etwas davon im Kopf, dass es beim Turnier Tote gab (und in diesem Zusammenhang ist mir der Begriff "blutig" hängen geblieben, kann mich aber auch täuschen)

    Es gibt genau ein Turnier während Viserys' Herrschaft, das als blutig beschrieben werden könnte:

    Maegwin, du redest doch hier aber von Alyssa oder? SemySix (davon gehe ich zumindest aus) und ich sprechen hier aber tatsächlich von Aemma in Fire and Blood. Sobald ich morgen Abend das Buch in Reichweite habe, schaue ich gerne nach und je nachdem werde ich hier dann entweder den Zitat-Beweis darlegen oder meine Schande einräumen.

    Der einzige Kaiserschnitt in den Büchern findet bei Alyssa statt. Aemmas Tod steht zwar in Verbindung mit Baelons Geburt, wird aber nicht näher ausgeführt.

    Dennoch war ihre gemeinsame Tochter so wütend über die Situation, dass sie ihm (wirksam) verboten hat jemals wieder zu heiraten.

    Nicht, dass es sonderlich relevant wäre, aber Rhaena war nicht Alyssas Tochter mit Rogar, sondern mit Aenys.

    da das Turnier auch im Buch als blutig und brutal beschrieben wurde

    Das kann schon deshalb nicht sein, weil es dieses Turnier in den Büchern gar nicht gab. Diesen zufolge wäre allein Daemons Vorgehen gegen Alicents Bruder mit Disqualifikation geahndet worden, und die Blackwoods haben über den Turniertod ihres Lords Quentyn eine Fehde aufgewärmt. Mit den Büchern hat das rein gar nichts zu tun, aber wenn der Partykönig ein esoterischer Frauenmörder ist, können seine strahlenden Turniere schließlich auch Gemetzel sein

    nur finde ich dass man sowas erfahren sollte bevor der Charakter stirbt.

    Ich habe zwar ehrlich gesagt spätestens bei der Bestattung auch ein bisschen darauf gewartet, aber wirklich relevant für den Charakter ist es ja nicht. Vor allem wenn schon so viele andere Namen eingeführt werden.

    Bin heute über ein paar Artikel gestolpert, auch über die neu erfundene Kaiserschnittszene.

    Stimmt, das war die dritte Szene mit Gewalt und die scheußlichste von allen, hatte ich schon wieder vergessen, weil ich den Ton ausgemacht und weggeguckt habe. Ich schätze mal, es war eine Anlehnung an die Geburt von Jocelyn Baratheon, aber dass die Mutter hier bei vollem Bewusstsein ist und nicht einmal ansatzweise in die Entscheidung miteinbezogen wird, ist schon ziemlich widerlich. Zumal der König offenkundig als Sympathieträger aufgebaut werden soll und sich daran auch im Anschluss an die Szene nichts ändert, während ich ihn in diesem Moment gerne Ramsay übergeben hätte.