Beiträge von Man_of_Ulthos

    Um die Motivwahl darf man gerade im Fantasygenre jetzt keine zu großen Ansprüche stellen.



    Mir geht es ja auch vornehmlich nicht um das abgedroschene Grundszenario an sich (das man ja tatsächlich überall wiederfinden kann, weil es sich ja scheinbar einfach bewährt hat), sondern (ähnlich wie Maegwin) vielmehr um die mangelhafte Umsetzung.
    Außerdem finde ich, wie gesagt, dass man gerade im Fantasybereich, das einem doch quasi alle Türen und Möglichkeiten öffnet, ein Mindestmaß Originalität erwarten kann.

    Unhaltbar, dass hier die unsägliche Eragon-Tetralogie noch nicht in den Diskussionsraum geworfen und zweifelsfrei als der stinkende Haufen Papierverschwendung entlarvt wurde, der sie ist; andererseits kann ich mich dann drum kümmern ^^


    "Eragon" ist meines Erachtens das Paradebeispiel schlechter, austauschbarer und irrelevanter Fantasyliteratur.
    Schon angefangen bei den Charakteren, merkt man schnell, dass Herrn Paolini wohl auch die schlichtesten Personifikationsschablonen zu grazil und feinfühlig waren und er einem somit handelnde Personen vorsetzt, deren emotional-innerlichen Untiefen schon erschreckend sind: Angefangen beim treudoofen Bauernlümmel / Superhelden in drei Tagen, über den weisen, alten Mentor bis zur emanzipierten Mary-Sue-Elfe sind alle entwicklungsresistenten Stereotypen vertreten.


    Punkt Nr. II, die Story, bringt keine Besserung: Neben unrealistischen, überzogenen Szenen en masse und Logiklöchern an jeder Ecke ist die Geschichte vornehmlich eins: geklaut von allem, das nicht bei drei auf den Bäumen war. Erstaunlich, dass keine Urheberrechtsklage seitens George Lucas mal ins Haus Paolini geflattert kam (in dem ja, wenn ich mich recht erinnere, neben Christopher auch seine Verleger/Eltern wohnen), als da nach dem Ableben seiner ruralen Ausgangsfamilie ein unbescholtener Jüngling mithilfe seines ominösen Meisters gegen das Imperium auszog. Das Imperium. Wirken lassen.
    Mit Sicherheit gibt es noch zig Beispiele, die anderen aufgefallen sind und es noch werden, die besser im Genre bewandert sind als ich. Die Klischee/Stereotypen-Bereiche schließen sich da ja direkt an (natürlich Elfen und - nein, keine Orks - innovative Urgals).
    Klauen an sich gehört ja fast zum Schreiben dazu, und es so harsch zu titulieren, schießt oft übers Ziel hinaus: Meistens sind die Übernahmen gewisser Grundstrukturen als "Inspiration" unvermeidbar, vieles hat sich halt bewährt seit Tolkien. Dennoch sollte man es nicht im Übermaß betreiben, auch wenigsten ein paar eigene Gedanken mit einfließen lassen und an den Stellen, an denen man auf Althergebrachtes zurückgreift, es wenigstens gut und intelligent tun und einbringen, nicht so lieb- und sinnlos aneinandergeklatscht. Darüberhinaus sollte einen Fantasielosigkeit beim Verfassen eines Fantasy-Romans doch eigentlich schon zu denken geben, oder?


    III, der Stil: miserabel. Ja, der Autor war bei der Veröffentlichung seines Erstlings erst 15, da kann man weder geniale Affekt-Höhenflüge noch soliden Erfahrungsstil erwarten, aber 1. ließ sich meines Erachtens in den langen Jahren des Schaffens keine Verbesserung erkennen und 2. muss man, wenn man sich alt genug wähnt, einen eigenen Romanzyklus zu veröffentlichen, auch alt genug sein, ihn in vernünftige Worte zu kleiden.
    Das (vermutlich familieninterne) Lektorat hat dabei mindestens ebenso sehr versagt. Wer lässt denn bitte zu, dass in ernst gemeinter Fantasyprosa Sätze stehen wie "[Der Schatten] murmelte: "Istalrí boetk!", woraufhin etwa dreihundert Quadratmeter Wald in Flammen aufging." ("Das Vermächtnis der Drachenreiter", Prolog)? (die hier verwendete Pseudosprache (nicht falsch verstehen, ich bin riesiger Fan von aufwendig konzipierten, fundierten Kunstsprachen wie Quenya oder Sindarin) ist noch mal ein Thema für sich...)


    Diese Werke strotzen nur so vor Lieb-, Seelen- und Inspirationslosigkeit und haben, wie ich finde, einen Ehrenplatz in diesem Thread verdient; denn fast noch schlimmer als die niedrige Qualität der Bücher sehe ich den immensen Zuspruch an, mit dem "Eragon" von zahlreichen Fans (ganz vorn dabei Paolini selbst, der, wenn ich mich nicht irre, einmal im Dankwort von "Eragon" als "Meisterwerk" sprach) aufgenommen wird.


    Warum? Was findet man daran? Ich kann es mir nur mit mangelnder Leseerfahrung erklären. Oder stehe ich mit meiner Meinung hier allein da? ?(

    Anstatt solche sinnlose Kommis zu schreiben wo du dich über andere lustig machst solltest du es ganz bleiben lassen.

    Erstaunlich, wie Gesagtes manchmal allzu sehr auf einen selber zutrifft..


    Ser Arthur verfasst im Gegensatz zu dir stets informative, gehaltvolle und unterhaltsame Beiträge, formal und grammatikalisch stets korrekt - kannste dir mal ne Scheibe von abschneiden.

    Vorgestern X-Men - Days of future past gesehen (und ich weigere mich, den deutschen Namen niederzuschreiben :D ), und kann die ganzen positiven Kritiken nur unterschreiben. Tolle Action, Darsteller (unter anderem ja unser Tyrion-Dinklage), eine riesige Menge an Figuren (die teilweise überraschen können - ich sag nur, Quicksilver) etc.


    Und obwohl ich eigentlich kein Zeitreisefreund bin, würd ich den Film glatt mit First Class auf eine Stufe stellen.


    Außerdem macht die Endszene schön Vorfreude auf X-Men: Apocalypse mit namensgebendem Charakter... ^^

    Mein Favorit war bisher immer die Weltkarte aus der hier schon öfters erwähnten Kartensammlung "The world of ice and fire" (macht sich auch gut als Desktophintergrund :D). Man bekommt einfach einen guten Überblick über alle Handlungsorte, und zusätzlich noch Einblick in vollkommen fremde, neuartige Länder und Gegenden, wie beispielsweise der äußerste Osten Essos' mit Yi Ti oder gleich ganz neue Kontinente wie Sothoryos (gut, wurde wenigstens mal erwähnt) oder Ulthos. Zu selbiger Karte gibt's hier auch schon nen Thread (mein erster :rolleyes: ).

    Nicht allzu viel neues Material, aber auf jeden Fall ne bessere Hintergrundmusik :D Dass sie genauso wie im ersten Trailer mit Drogon ans Ende noch ein CGI-Sahnehäubchen packen, versüßt es einem noch mehr. Aber klar ist schon die Szene, vor der ich mich in dieser Staffel am meisten fürchte: "I will do what queens do: I will rule." Meh.. :S Meereenese knot coming

    Zusätzlich dazu unter anderem noch:



    Ansonsten, schöner Trailer, etwas zu kurz für meinen Geschmack (wie immer :D ), interessante Hintergrundmusik, die eher ruhige Töne anschlägt - die Ruhe vor dem Sturm...

    Ich denke nicht, dass man zum jetzigen Zeitpunkt so viel über Zombie-Cat weiß, dass man sie so detailliert charakterisieren könnte. Trotzdem würde ich mal intuitiv sagen, dass sie durch nichts von ihrem Hass abzubringen sein wird, auch wenn zehnmal ihr geliebter Onkel vor ihr steht. Ich kann mir aber echt nicht vorstellen, wohin sich ihre, Briennes und Jamies Geschichte entwickeln soll. Ich mag diese ganzen Auferstehungen nicht wirklich... :thumbdown: Aber ich lass mich überraschen - vielleicht schafft's Martin ja doch, mich davon zu begeistern...

    Gespräch zwischen Quaithe und zufälligem totem Passanten:


    Passant: "Entschuldigung, könnt Ihr mir sagen, wie ich zur Kampfarena komme?"
    Quaithe: "Um nach Norden zu gelangen, müsst Ihr nach Süden ziehen. Um nach Westen zu kommen, geht nach Osten. Um vorwärts zu gelangen, geht rückwärts."
    Passant: "Ja, vielen Dank auch, Maskengesicht!"

    Einen Feldzug gegen die Anderen halte ich jedoch für ausgeschlossen, niemand in den Sieben Königslanden mit einem Funken Verstand würde eine Warnung vor den mysteriösen Anderen so ernst nehmen.

    Ich denke, gemeint war und wahrscheinlicher ist auch, dass er nicht gegen die ominöse Macht der Anderen aus dem Norden in den Krieg bzw. Kreuzzug zieht sondern gegen die mittlerweile ziemlich mächtig gewordene Religion R'hollors und damit gegen Melisandre, Stannis und seine Gefolgsleute und vielleicht (wo er gerade mal dabei ist) ganz allgemein gegen den Norden und die alten Götter.


    Anfangs fand ich ihn ja auch nicht schlecht. Fand das ganz witzig, das er die ganzen aufgeblasenen Septone erst mal hat die Böden schrubben lassen und die Krone verkauft hat. Das klang so nach, die Kirche zum besseren reformieren und Gutmenschtum.


    Ansonsten fällt mir gerade auf, wie viele Parallelen zwischen dem neuen Hohen Septon und dem amtierenden Oberhaupt der Katholiken bestehen. Wie Franzi legt auch der Hohe Septon keinen Wert auf weltliche Wertgegenstände wie teure Kronen oder Prunk, ist bescheiden, will mit dem Glauben näher an das Volk heran - entweder kann Martin in die Zukunft sehen oder der Papst liest eine ganz bestimmte Buchreihe... :thumbup:

    Bates Motel: Prequelserie zum Buch "Psycho" von Robert Bloch.

    Eine verdammt gute Serie, die ebenfalls in diese Richtung geht, ist Hannibal, in Staffel Eins lose basierend auf Thomas Harris' Roman Roter Drache, dem Vorgänger von Das Schweigen der Lämmer. Die Serie behandelt die Geschichte des im Bereich des Profilings genialen, weil hochgradig empathischen, aber ebenso labilen und instabilen FBI-Special Agents Will Graham, der brutale Mörder zur Strecke bringt, aber dabei aufgrund seines enormen Einfühlungsvermögens immer mehr in die Gedankenwelt dieser Psychopathen eintaucht, und natürlich die des hochintelligenten Psychologen Dr. Hannibal Lecter, der Will (vermeintlich) unterstützt und dessen kulinarische "Vorlieben" vorerst unentdeckt bleiben.


    Die Serie zeichnet sich zum einen durch ihre tollen Schauspieler (allen voran Mads Mikkelsen, Hugh Dancy (der mich irgendwie an Patrick Dempsey erinnert, nur in besser :D ) und Laurence Fishburne), zum anderen durch die komplex durchdachte und hinreißend spannende Story aus - so ist das auf hohem Level psychologische Aufeinandertreffen zahlreicher Meisterdenker und -menschenversteher einfach herrlich mit anzusehen. Besonders die Momente, in denen der begnadete Koch und Kulturelle Hannibal ausgewählten Gästen nicht unbedingt die Art Fleisch vorsetzt, mit der diese rechnen, sind besonders prickelnd... ;)
    Abgerundet wird die Serie mit spannenden und krassen Mordserien (und den dazugehörigen, aus psychologischer Hinsicht interessanten Mördern) und dementsprechend viel Blut und Gewalt.


    Staffel Zwei startet voraussichtlich im April nächsten Jahres, bis dahin heißt es: :arrow: Anschauen!