Beiträge von Balerion der Schwarze

    Um die Infos kommt man im Idealfall doch ganz gut rum, um die Serie weniger. Ansonsten das, was Arthur sagt.


    Das, was durch die SSMs veröffentlicht wird, sind für mich meist eher zusätzliche Infos, weniger Spoiler zu Handlungselementen der Bücher. Zumindest hab ich mich da noch nie gespoilert gefühlt, wenn ich mich recht entsinne. Kann mich aber natürlich auch irren.

    Es gilt doch das Gleiche wie mit den Vorabkapiteln oder mit Serienleaks. In dem Thread geht es um die Verbindung zwischen Serie und den Bücher. Das ist das gemeinsame Grundwissen und darauf basieren die Spekulationen. Alles, was über diesen Inhalt herausgeht, sollte in Spoilertags oder in einem eigenen Thread diskutiert werden. Für mich macht es nämlich einen erheblichen Unterschied, ob ich über etwas spekuliere oder es vermute, weil es in der Serie vorgekommen ist, oder es über "Insiderinfos" als gegeben präsentiert bekomme. Das ist zumindest meine Auffassung, wenn ich die bisherige Forumspolitik in der Hinsicht interpretiere.

    Ich bin mir übrigens nicht sicher, ob ihr das nicht in Spoilertags setzen solltet. Klar, hier geht's um die Serie und die ist vorbei, aber das ist ja etwas, was Inhalte aus den Büchern quasi bestätigt. Ist für mich nochmal eine andere Dimension als reine Serienspekulationen und ehrlich gesagt hätte ich das auch lieber nicht gelesen. :)

    Das ist wirklich ein schöner Beitrag. Und es tut mir wirklich leid, dass du eine so schwere Zeit hattest. Ich hoffe, dass es dir jetzt wieder besser geht und wünsche dir auf jeden Fall schon mal alles Gute. :)
    Deinen Beitrag kann ich auch voll unterschreiben. Auch wenn ich seit einiger Zeit nicht mehr regelmäßig schreibe, ist das Forum für mich trotzdem ein wunderschönes kleines Plätzchen im Internet, vielleicht sogar mein liebstes, welches ich ab und an gerne besuche. Wie einen alten Freund, zu dem man von Zeit zur Zeit zurückkehren kann (Ich hoffe, das klingt nicht zu kitschig). Die Atmosphäre, die hier normalerweise herrscht, vielleicht mit Ausnahme mancher Serienzeiten, ist wirklich etwas ganz besonderes, vorallem im Vergleich zum sonstigen Internet.
    Von daher bin ich mir sicher, dass es vielen Leuten so geht wie dir, auch wenn das irrational sein mag. Und wenn irgendwas ist, bin ich mir sicher, dass es hier auch immer Unterstützung für dich und andere gibt.
    Umgekehrt muss man sich als Neuling halt auch bewusst machen, wie wichtig das Forum für manche "Altuser" ist. Dazu gehört eben nun mal auch, dass man sich an die eigentlich herrschende Diskussionskultur anpasst. Und die war halt, gerade im Serienbereich, nicht immer gegeben, was seinerseits zum Entstehen dieser Front und gewisser Vorurteile auf beiden Seiten beigetragen hat.

    Also, ich muss mein Missfallen darüber ausdrücken, das im Lied von Jenny weder von Duncan noch von Summerhall noch nicht mal indirekt die Rede ist. Vorallem werden aber nicht die Blumen im Haar erwähnt. Das ist so, als würde man "Regen von Castamere" ohne die Zeile über den Regen singen...
    Sonst war die Folge erstaunlich gut.

    Ihr schmeichelt mir, Sslange.
    Vielen Dank an euch alle und besonderen Dank an Esme, dass du daran immer denkst! :)
    Edit: Auch wenn ich nicht mehr so oft hier im Forum unterwegs und noch viel seltener wirklich aktiv bin, ist es doch wirklich immer schön, hierhin zurück zu kehren und mich an die Diskussion und generell die schöne Zeit hier und mit den Büchern zu erinnern. Ich hoffe wirklich, dass wir so etwas hoffentlich mit dem nächsten Buch nochmal erleben. In nicht allzu ferner Zukunft...

    Die Targaryen haben ein anderes Erbrecht als der Rest der (andalischen) Häuser von Westeros mit Ausnahme der Dornischen. Im Recht der Targaryen wird eine Frau immer erst nach den Ansprüchen der Männer berücksichtigt. De facto sind sie eigentlich von der Erbfolge ausgeschlossen. Bei Dany ist das nur ein Sonderfall, weil sie die einzige Überlebende ihres Hauses ist. Die beiden evt. Targaryen Jon und Aegon wären also in jeden Fall vor ihr gesetzt.
    Da ist halt die Frage, wie diese beiden ihre Ansprüche durchsetzen können. Dany hat ja den Vorteil, das ihre Abstammung eindeutig ist. Deshalb liegt es auch eher im Interesse Aegons, Dany zu heiraten,um den Anspruch zu untermauern. Da geht es weniger um Erbfolgefragen als um Anerkennung in Westeros.
    Es ist im Buch eher an Dany, misstrauisch zu sein bezüglich einer Heirat, weil sie eben nicht weiß, ob es sich wirklich um ihren Neffen handelt.
    Es ist also eher die umgedrehte Karstark-Situation. Vorallem war Alys als Frau ja vollkommen machtlos, ihren Anspruch durchzusetzen und musste deshalb fliehen. Das ist in der Targaryensituation ja nicht der Fall, weil beide Parteien über militarische Mittel verfügen und die Situation notfalls so klären können.


    Jon hingegen ist zwar ein Targaryen, aber erstens liegt er im Sterben, wenn auch wahrscheinlich leider nicht mehr für lange, zweitens ist sein Anspruch und die Aussicht, ihn durchzusetzen, noch deutlich geringer als bei Aegon(im Besten Falle dürfte er als Rhaegars Bastard anerkannt werden), drittens ist er Mitglied der Nachtwache, hat also Titeln und Heirat entsagt und viertens sehe ich bei ihm auch null Motivation, irgendwelche Thronambitionen zu hegen und durchzusetzen.
    Daher halte ich es für arg unrealistisch, dass Jon sich wirklich noch als ein relevanter Faktor in den Kampf um den Thron einmischt.

    Ein einzelner oder wenige können ein Land nicht entfremden, dazu bedarf es dann schon Millionen, die sich auch maßgeblich in ihrer Lebensweise und Mentalität unterscheiden, Parallelgesellschaften bilden, Städte umkrempeln, so dass man sich eben nicht mehr damit identifizieren kann. Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta. ( Peter Scholl-Latour)


    Ja, mei. Und selbst wenn es denn so wäre, was wäre denn so schlimm daran? Kulturen sind keine starren Gebilde, waren sie nie, werden sie nie sein. Gerade als Deutscher sollte man das wissen, wo eigentlich jeder zweite belebte Quadratmeter für sich eine eigene einzigartige Kultur in Anspruch nimmt. Bayern, Preußen, Sachsen, Franken, Schwaben, Friesen, usw. Deutschland war schon immer ein multikulturelles Land in jeder Hinsicht.
    Dann die Teilung im letzten Jahrhundert in zwei völlig verschiedene Systeme, die sicherlich auch nicht zu einer homogenen Kultur geführt hat. Von den Einwanderungswellen des letzten Jahrhunderts durch Italiener, Polen, Russen, Griechen, Türken und Jugoslawen ganz zu schweigen.


    Und wenn eins Deutschland interessant macht, dann ist das doch diese Vielfältigkeit an Kulturen und das eben nicht überall Menschen Sauerkraut essen und Hochdeutsch sprechen. Nein, du hast, wohin du guckst, verschiedene Menschen, Dialekte, Mentalitäten, Küchen und Bräuche. Anders gesagt, ob Saumagen, Grünkohl, Döner, Weißwurst,Labskaus, Gyros, Apfelwein oder Pizza Hawai, das gehört alles zur deutschen Kultur. Und ich persönlich finde das auch gut so.


    Was ich damit sagen will, Kulturen haben sich schon immer gegenseitig beeinflusst, sind verschmolzen und haben neue Kulturen herausgebracht. Gerade die europäischen Nationen konnten erst durch den Austausch mit der Welt zu dem werden, was sie heute sind, im Positiven wie im Negativen.
    Und diese kulturelle Assimilation wird man nie aufhalten können, noch wird man den Status Quo erhalten können. Natürlich heißt das nicht, das diese Assimilation problemlos ablaufen muss, eher im Gegenteil, aber sie ist halt, wie man so schön sagt, alternativlos. Gerade in einer so globalisierten Welt, in der globale Ansteckungseffekte die Tagesordnung sind.
    Klar wird sich die Gesellschaft und damit auch die Kultur in diesem Land durch die Flüchtlinge ändern. Klar wird es dabei Probleme geben, da dadurch existierende Krisenherde angeheizt werden, gerade was soziale Ungleichheiten angeht.


    Aber deswegen den Untergang Deuschlands und seiner Kultur auszurufen ist mehr als absurd. Der deutsche Staat wird nicht durch ein paar Millionen Einwohner mehr implodieren, die Wirtschaft nicht zusammenbrechen, die Sprache nicht aussterben und erst recht nicht das Christentum seinen Märtyrertod sterben. Ich sehe momentan auch noch keine radikal islamistische Partei, die droht, die Macht zu übernehmen und die Scharia einzuführen und ich sehe auch nicht, wie eine erhöhte Kriminalitätsrate oder sogar im schlimmsten Fall verheerende Terroranschläge das Land in die Knie zwingen sollen. Da hat es doch bei allem Respekt schon weitaus schlimmeres erlebt, ohne unterzugehen.

    Ich bin kein Freund der quantitativen Aufarbeitung, aber die Todesopfer belaufen sich momentan auf ca 250.000 Todesopfer und 2.000.000 Verletzte. Berichte über Folter und gesellschaftliche Entfremdung folgen wohl erst in ein paar Jahren. Der Irakkrieg ist nach heutigem Stand viel schlimmer gewesen.


    Die Zahlen für den Bürgerkrieg in Syrien dürften doch mittlerweile deutlich höher sein. Also zumindest auf Wikipedia stehen Opferzahlen zwischen 350.000 und 480.000 Toten. Dazu dann noch Milionen von Menschen auf der Flucht. Das dürfte schon in ähnliche Dimensionen wie der Irakkrieg reichen. Vorallem, da ja noch kein Ende in Sicht ist.
    (Ich wollte gerade noch schreiben, dass der Irakkrieg, bzw. die Besetzung des Iraks ja sich auch über einen längeren Zeitraum erstreckt, bis mir aufgefallen ist, das der syrische Bürgerkrieg ja auch schon seit fast sieben Jahren wütet und damit fast ähnlich lang weilt wie die Besetzung des Iraks. Krass, wie lange das schon geht...)
    Aber jedenfalls gebe ich dir Recht, das es wenig Sinn macht, Kriege so gegeneinander aufzuwiegen. Ich würde nur anzweifeln, dass der syrische Bürgerkrieg da soweit vom Irakkrieg weg ist.

    Ich würde das nicht als Rechtsruck, sondern als Forderung nach Sicherheit bezeichnen. Meines Erachtens interpretiert das fast jeder falsch, der öffentlich etwas zu sagen hat. Die Diskussion geht eigentlich um Verantwortung, Legitimität, Sicherheit und Freiheit und das sind die grundlegenden zukünftigen Fragen, waren es früher auch schon immer. Syrien ist nur Symptom, aber nicht Ursache.


    Egal, wie man jetzt die politische Verschiebung in Europa, oder eigentlich im gesamten "Westen", bewertet oder für wie legitim hält, ist es nach traditionellem Politikweltbild natürlich ein Rechtsruck. Sowohl der Front National, als auch die AFD, als auch die FPÖ usw. sind Parteien mit rechten Positionen, die durch die Flüchtlingskrise enorm an Zustimmung gewonnen haben. Das sind Sachverhalte, die niemand falsch interpretiert.
    Motive sind eine andere Sache, aber das ist auch eine andere Diskussion, die ich nicht zwangsläufig führen will.


    Die Griechenland-Krise hat den Konflikt ja bereits verhärtet. Letzten Endes ist aber wieder nicht der Krieg schuld, sondern einzig und allein Angela Merkel, die man inzwischen als politisch vollkommen isoliert bezeichnen kann.


    Die Griechenlandkrise hatte ihre Wurzeln in der europäischen Banken- und Staatsschuldenkrise, welche durch die globale Finanzkrise verursacht wurde. Von daher würde ich da Merkel schon mal nicht die Schuld geben. Vielleicht dem globalen Finanzsystem und dem europäischen Weg, damit umzugehen. Ob der Umgang der europäischen Regierungen mit der Krise jetzt positiv oder negativ zu bewerten ist, möchte ich gar nicht Position beziehen. Immerhin wurde die Staatsschuldenkrise ja offenbar ganz gut in den Griff gekriegt und kein EU-Land ist bankrott gegangen und hat das System kollabieren lassen. Da gab es zu dem Zeitpunkt schon pessimistischere Prognosen. Andererseits ist durch diese Krise natürlich das enorme soziale und wirtschaftliche Ungleichgewicht der EU offen gelegt und verstärkt. Da gab es mit Sicherheit gravierende Versäumnisse, gerade von deutscher Seite.
    Und diese Spannung wurde dann eben durch die Flüchtlingskrise weiter angeheizt. Vor dem Hintergrund muss man als Europäer schon fast dankbar für Putin und Trump sein, die sich im Moment wahrscheinlich am intensivsten für eine europäische Einheit einsetzen...
    Merkel hier aber die Alleinschuld zu geben, ist populistisch und ziemlich absurd. Ohne die Dame allzu sehr in Schutz nehmen zu wollen.


    Offen gestanden: Wie grauenvoll auch der Bürgerkrieg in Syrien mitsamten internationalen Verwicklungen ist und das ganze Nahost-Chaos: Ich halte die permanente Nordkorea-Krise für weitaus gefährlicher.


    Generell ist die transpazifische Situation mMn das weitaus größere Pulverfass. Den guten, alten Ost-West-Konflikt in allen Ehren, aber da sind die Karten mittlerweile doch sehr klar zu Ungunsten Russlands verteilt und nehmen dem Ganzen doch glücklicherweise zu einem guten Stück das Feuer weg.
    Aber der Konflikt zwischen China und den USA wird sich in Zukunft weiter zuspitzen, fürchte ich. Letzten Endes ist die Koreakrise da ja auch nur einer von vielen Ablegern, wenn auch der momentan aktivste.
    Das es zwischen Nordkorea und den USA zu einem atomaren Krieg kommt, halte ich zwar für äußerst unwahrscheinlich, da auch dort an beiden Enden genug rational denkende Menschen sitzen, trotz Trump, die um die Nutzlosigkeit eines solchen Konflikts wissen. Die USA können in einem solchen Konflikt nur verlieren und für das Kim. Regime ist der Atomknopf ein besserer Selbstzerstörungsknopf. Das Problem ist, der eine Staatschef weiß das, der andere... ist immerhin ein Genie... Also Kopf hoch!

    Naja, wenn man die Flüchtlingskrise, den IS und seinen Terror in Europa und den dadurch verstärkten oder beschleunigten Rechtsruck in Europa damit in Verbindung setzt, könnte man schon auf so eine Idee kommen. Allerdings wäre die Flüchtlingsfrage wahrscheinlich durch Klimawandel und diverse Konflikte in den südlichen Erdteilen früher oder später eh eskaliert. Und die eurokritischen Parteien und die innereuropäischen Spannungen waren ja auch schon vorher da, ebenso wie der IS im Irak.
    Vom daher bin ich mir schon etwas unsicher, wie weit die tatsächliche historische Tragweite des Bürgerkrieg reicht oder als historische Zäsur gelten kann.


    Hat natürlich auch viel damit zutun, wie sich die ganze Situation weiter entwickelt. Momentan siehts ja nicht mehr unbedingt danach aus, dass die EU kurz vom Zusammenbruch steht, seit die Briten ihren Brexit so phänomenal in den Sand setzen und der Big Daddy USA mit Trump ne ziemliche Delle bekommem hat. Und die Situation in Syrien ist zwar weiter dramatisch, aber der große Zündstoff der Anfangszeit ist irgendwie raus. Klar macht da die Türkei jetzt wieder ordentlich Unruhe, aber unterm Strich ist sie trotz Nato-Mitgliedschaft doch eher isoliert und zu unbedeutend für wirkliches globales Konflikt-Potential.


    Also unterm Strich ist der Syrien-Krieg natürlich eine enorme Katastrophe, vorallen humanitär, aber auch politisch gesehen. Ich denke, die genaue Tragweite des Konflikts wird man wirklich erst in Zukunft beurteilen, aber ich würde festhalten, dass der Krieg auf der Welt schwelende Konflikte auf jeden Fall ziemlich befeuert und verstärkt hat. Vorallem die innereuropäische Krise und der sich wieder verhärtende Ost-West-Konflikt.
    Schlimmste Katastrophe seit dem zweiten Weltkrieg ist allerdings ein ziemlich großer Begriff. Da würden mir spontan noch Katastrophen wie der Vietnamkrieg, der Koreakrieg, 9/11 und die Golfkriege einfallen, die ebenfalls eine enorme Tragweite hatten. Dennoch halte ich es für gut möglich, oder sogar recht wahrscheinlich, das der Syrische Bürgerkrieg in Zukunft in einer Reihe damit aufgezählt wird.

    Deswegen ist Leipzig mit das beste was dem deutschen Fußball passieren konnte, auch wenn das die Fußball-Romantiker anders sehen.


    Dann könnte man auch sagen, das Manchester City und Chelsea das beste ist, was dem englischen Fußball passieren konnte und Paris Saint Germain das beste, was den Franzosen passieren konnte. Ich weiß nicht... Klar ist es toll, wenn deutsche Clubs Erfolg haben, aber wenn dieser Erfolg über Unmengen an Geld erzwungen wird, zu dem keinerlei sportlicher Gegenwert steht, hat das ganze einem mehr als fahlen Beigeschmack. Wenn Paris dieses Jahr tatsächlich mal über das Achtelfinale hinaus kommt, wäre das für mich ein ziemlich trauriges Zeichen für den internationalen Fußball und würde diesen völlig inflationären Spitzentransfers die Legitimation verleihen.


    Genauso in Deutschland. Der deutschen Fußball in den letzten Jahren wurde nicht durch Geldpumpen auf das Level und den Rang gehoben, den er seit ein paar Jahren inne hat, sondern durch eine clevere Investition in den Nachwuchs, seit den 2000ern. Jetzt ist die ersten Wellen dieses Nachwuchsbooms ein wenig abgeflaut, nahezu alle der Topspieler dieser Generationen spielen im Ausland. Unter anderem darauf würde ich die Stagnation der letzten ein, zwei Jahre festmachen, seit diesem Jahr treten ja das erste Mal klare Mängel im internationalen Vergleich auf. Aber ist die Lösung jetzt, solchen neureichen und wettbewerbsverzerrenden Clubs wie RaBa hinterherzujubeln? Am besten 50+1 gleich zu kippen? Nein, damit würde man vielleicht kurzfristig ein wenig die Maschinerie ankurbeln, aber auf Dauer wird man nicht mit der englischen oder spanischen Liga mithalten können, die immer die reicheren und prestigeträchtigeren Ligen sein werden. Dann geht es am Ende wirklich nur darum, wer den besten Investor hat und das wird mit Sicherheit in Deutschland dann im Zweifelsfall immer noch Bayern und Dortmund sein. Die große Ausgeglichenheit der Liga sehe ich da nicht.
    Keine Ahnung, ob man in Zukunft noch den internationalen Erfolg der ganzen Liga kalkulieren kann oder sich auch nur in den Top 3 Ligen halten kann, jetzt, wo Italiener und Franzosen immer weiter nach vorne drängen. Aber wenn man das schafft, denke ich, kann man das auf einen eigenen Weg schaffen und nur mit einen eigenen Konzept und nicht, in dem man die großen Ligen und die Clubs versucht zu kopieren.

    @Ser Erryk Dann heiße ich dich mal stellvertretend in der Stadt willkommen. :)


    Ganz so schlimm ist es hier nicht, auch wenn es schon deutlich schönere Städte gibt. Aber die Stadt hat ihre schönen Ecken, im Zweifel bist du mit der Bahn quasi im Handumdrehen in jedem anderen Teil Deutschlands und der Apfelwein ist auch echt lecker.
    Jedenfalls wünsche ich dir den Umständen entsprechend eine schöne Zeit und viel Erfolg mit deiner Berufsschule hier!

    Ich glaube, dass die meisten Menschen mehr oder weniger bewusst einen gewissen "Zerstörungs-Spieltrieb" haben. Das zeigt sich ja auch schon, wenn man als Kind einen Turm aus Bauklötzen baut um ihn nach der Fertigstellung umzuwerfen.
    Viele Spiele bieten halt für solche Triebe eine Platform. Gerade "Sandbox-Spiele" wie GTA fördern halt so ein Verhalten. Die Immersion ist vergleichsweise niedrig, man wird quasi eh in die Rolle des Gesetzlosen reingedrückt und zelebriert sie und eine wirklich tiefere emotionale Bindung baut man zu den einfachen, umherlaufenden NPCs auch nicht auf. Ebenso ist das Erkinden der Möglichkeiten in dem Spiel elementarer Bestandteil. Ich glaube nicht, das man in einem Storygame wie Life ist Strange auf die Idee käme, massenmordend durch die Straßen zu ziehen. Generell dürfte die Schwelle, sobald der moralische Kompass wie in der Realität wieder einsetzt, also man beginnt mit den Spielfiguren mitzufühlen und Empathie zu entwickeln, die Schwelle für soetwas wieder deutlich höher liegen.
    Aber das ist halt eben nicht zwangsläufig in einem Spiel gegeben. Solange sich das Spiel als bloßes Spiel darstellt, gibt es wenig Grund, dort moralisch zu sein, oder seine Taten zu reflektieren.

    Klar hat Cersei bei Roberts Tod eine gute Ausgangsstellung, aber ich finde schon, das sie sich diese Stellung zumindest teilweise erarbeitet hat. Sie hat ein eigenes Netzwerk aus Spionen, Getreue und den größten Einfluss auf den König, der natürlich ihr minderjähriger Sohn ist. Und nach dem Tod ihres Gemahls erhält sie ihre Stellung, baut sie sogar aus und setzt sich gegen Konkurrenten wie Tyrion durch. Nach Tywin und Joffreys Tod hat sie dann nahezu die absolute Macht im Reich. Letztendlich scheitert sie dann zwar an sich selbst, aber das mindert ja nicht ihren vorherigen Aufstieg. Und Scheitern können ja auch starke Charaktere. Catelyn scheitert ja letztlich auch auf ganzer Linie.


    Bei Arya meinte ich, das wohl niemand einem kleinen, adligen Mädchen das Überleben in einer durch Krieg zerrütteten Welt zugetraut hätte. Im Buch denken ja auch die meisten Leute, das Arya tot ist. Das einzelne Menschen etwas in ihr gesehen haben, schließt ja nicht aus, das ihr Überleben extrem unwahrscheinlich war und sie es den Umständen entsprechend relativ gut gemeistert hat.


    Weiter würde ich wie gesagt Brienne als guten und starken Charakter sehen, die ihre Aufträge, die sie selbst für richtig hält, gewissenhaft ausführt. Sie stellt sich ihren Problemen und Aufgaben und wächst dadurch. Und das, ohne eine flache Amazone zu sein.



    Im Buch bekommen halt auch starke Cgaraktere selten das, was sie wollen. Und wenn, dann meist nicht dauerhaft oder ohne Verluste. Das ist geschlechterunspezifisch.
    Der Einzigen, der das geradezu kometenhaft gelingt, ist Daenerys, auch wenn sie ja in Meeren auf vergleichsweise leichte und hausgemachte Probleme trifft. Deshalb ist das auch für mich einer der wenigen schlechten Charaktere.
    Dieses Aufsteigen und Fallen ist ja schon ein durchgehendes Motiv im Buch, was ja auch bspw. von Beren kritisiert wird. In diesem System sind aber Frauen erfrischenderweise eben kein schmückendes Beiwerk, sondern zumeist eigenständig handelnde und teilweise sehr starke, teilweise auch schwache Akteure.

    Es gibt da mMn schon einen Unterschied. Ned und Jon werden als ernst und nicht als klassische Schönheiten beschrieben, aber als hässlich oder unatraktiv werden sie meines Wissens nach nicht beschrieben. Theon ist hübsch und Davos hat ein einfaches Gesicht.


    Dagegen ist Dany die schönste Frau der Welt, Sansa die zweitschönste und Cersei die Miss Westeros von vor zwanzig Jahren. Bei Arya ist dieses Extrem tatsächlich ein wenig abgemildert, was wohl auch mit ihrem Alter zu tun hat. Brienne dagegen wird dann wieder wie das hässlichste Mädchen von Westeros beschrieben. Und so zieht sich das doch auch durch die anderen weiblichen Hauptfiguren. Rausfallen tun da nur die Alten wie Olenna, Kinder und manche Nebenfiguren. Maegwin hat das ja gut aufgelistet.

    Ich schreib mal hier was dazu, weil mir die Diskussion im Serienbereich ein wenig zu aufgeheizt zu sein scheint.


    Dabei ist es ja eigentlich ein interessantes Thema, zu gucken, wie Frauencharaktere im Buch dagestellt werden und wie sich das von den männlichen Charakteren unterscheidet. Ich finde, sowas ist eigentlich eine gute Art von konstruktiver Kritik, vorallem, da ich bei Martin da durchaus einen guten Willen erkenne, Frauen in seinem Buch nicht zu unterrepräsentieren, was ja auch leider nicht selbstverständlich ist. Dennoch hab ich in den letzten Tagen ein paar Mal über deine Kritik, Maegwin, nachgedacht und würde ihr generell auch zustimmen.
    Es werden tatsächlich viele weibliche PoVs als überdurchschnittlich attraktiv beschrieben, von den Startern namentlich Sansa, Cat und Dany. Nur Arya fällt aus dem Schema raus, wird expezit als unattraktiv bezeichnet. Folgende Frauencharaktere werden ebenfalls gleich in das Attraktivitätsschema eingeteilt. Cersei, Ariane sind attraktiv, Brienne nicht. Bei den meisten Nebenchars ist das ebenfalls so.
    Männer werden dagegen zumeist nicht in dieses Schema einsortiert. Ned, Jon und Bran werden weder als besonders hübsch noch als hässlich bezeichnet, ebenso Davos, Theon, usw. Natürlich werden Aussagen über ihr Aussehen getroffen und es gibt auch Ausreißer in beide Richtungen mit Jaime, Loras, bzw. Tyrion auf der anderen Seite. Aber ich finde schon, das auffällt, das sie weniger darüber definiert werden als ihre weiblichen Mitcharaktere.
    Man kann natürlich argumentieren, dass dies nunmal an der Welt liegt, in der die Frauen liegen, und ihr Umfeld sie so auf der westerosischen "Hot-or-Not"-Skala einordnet, aber das wäre für mich ein wenig zu kurz gegriffen. Klar ist Westeros da oberflächlich und sexistisch, aber das heißt für mich nicht automatisch, dass die Hauptcharaktere zwangsläufig sehr attraktiv oder eben unattraktiv sein müssen. Es gibt ja auch durchaus normale Frauen im Buch, diese sind nur recht einfache Nebencharaktere.


    Das alles heißt jetzt aber für mich nicht, dass die Frauencharaktere schlechte Charaktere wären oder nicht stark sein können. Ich finde durchaus, das da Martin außergewöhnlich differenzierte Chars schafft. Trotz der erwähnten Schwächen. Ich finde zwar auch, das die männlichen Charaktere zumeist doch differenzierter und authentischer sind, aber das liegt wahrscheinlich auch daran, das Martin selber ein Mann ist. Zumindest sind die Charaktere, die ich am gelungensten finde, im Buch Männer. Tyrion, Jaime, Sandor, Stannis und Tywin bspw. in meinem Fall.


    Dennoch finde ich auch, das es gelungene weibliche Charaktere mit Tiefe und Entwicklungen gibt. Im positiven wie im negativen. Gerade Catelyn, Sansa, Arya, Cersei und Brienne zählen für mich dazu.
    Gut, da gibt es auch noch Dany, aber die ist halt... superhyperepic und so. ;)


    Und ich finde auch, das es starke Frauen gibt, die sich Erfolge erkämpfen. Lustigerweise fällt mir da Cersei als erstes ein, die zwar ihre Stellung als Königin durch äußere Einflüsse erhält, sich dann aber selber am Hof hocharbeitet und auf ihrem Höhepunkt quasi alleine über das Reich herrscht. Und das durch ihr durchaus vorhandenes Geschick und nicht unbedingt durch Sexualität, die sie ja nach Robert nur noch zu ihrem Vergnügen einsetzt, so mit Lancel zum Beispiel.
    Auch Arya ist für mich so ein starker Charakter, die in einer feindlichen Umgebung als vermeindlich schwaches Mädchen überlebt, was ihr niemand zutraut. Auch wenn sie natürlich wie Cersei ihre Narben davon trägt.


    Auch Brienne und Cat sind für mich stark, obwohl ihnen jetzt konkrete Erfolgserlebnisse fehlen. Selbst Sansa hat für mich eine gewisse Stärke, auch wenn sie natürlich sehr fremdbestimmt ist.
    Ähm, Dany klammere ich hier mal aus... *hust*


    Ist GRRM also für mich ein Sexist, bzw. seine Bücher sexistisch? Nein, definitiv nicht und ich finde seine Bemühungen durchaus bemerkenswert und auch über weite Strecken gut gelungen. Allerdings würde ich ebenfalls zustimmen, das es durchaus Schwächen in der Zeichnung der weiblichen Charaktere gibt. Dennoch denke ich, das der Mann sich Gedanken dazu gemacht hat, wie er Frauen in seinem Werk darstellen will und das ist definitiv schon mal ein guter und wichtiger Schritt.


    Edit: Danke noch an den Drachenritter für den Link und Maegwin für die Antwort. :)