Beiträge von Finnigan

    @Maegwin


    Die Initiative "Foren gegen Uploadfilter" (https://foren-gegen-uploadfilter.eu) sagt, dass Foren durchaus unter den Artikel fallen. Da jeder Textbeitrag und jedes selbst erstellte Bild der User unter das Urheberrecht fallen würden, wäre auch der Hauptzweck eines Forums das Hochladen, Organisieren und Darstellen geschützter Werke gemäß der Definition :/


    Du und Thinkerbell habt das weiter oben ja schonmal kurz besprochen, aber ich weiß nun gar nicht mehr, was ich eigentlich glauben soll. Fakt ist tatsächlich, dass Foren anders als Wikipedia und Co nicht explizit als Ausnahme definiert wurden.

    Ich wünsche mir, dass du Recht hast, bin aber nach wie vor skeptisch, was a) die spätere Auslegung und vor allem b) die grundsätzliche Umsetzung des Ganzen betreffen soll.


    Denn selbst wenn Diskussionsforen tatsächlich komplett unbeeindruckt davon sein sollen - ich hoffe - dann ist der Einsatz eines möglichen Uploadfilters und das, was damit einhergeht, auch ganz grundsätzlich ziemlich fragwürdig und verwerflich.

    Das stimmt mit hoher Wahrscheinlichkeit. Das ergibt sich zwar nicht direkt aus dem Gesetztestext, ist aber anhand der Verhandlungspositionen zwischen Deutschland und Frankreich so anzunehmen, oder zumindest habe ich nichts gegenteiliges gefunden.



    Käsebällchen.
    Und wenn es noch acht mal wiederholt wird:
    Ein Forum ist kein Content-Provider! von urheberrechtlich geschütztem Material! Zu kommerziellen Zwecken!


    Das ist eben eine Frage der Auslegung. Denn sobald ein Forum auch nur ein wenig Geld einbringt - sei es durch Schaltung von Werbung oder Affilate Links - kann das von einem Gericht als kommerziell interpretiert werden. Und da User in einem solchen Forum Beiträge mit urheberrechtlich geschütztem Material hochladen können (uns seien es Zitate aus Zeitungsartikeln), fallen sie plötzlich ganz schnell unter diese Klausel.


    Für dieses Forum kommt das vielleicht nur bedingt in Frage, aber wenn ich etwa an Filmforen denke, bei denen täglich Filmposter&Co gepostet werden oder Spieleforen mit Screenshots usw...deren Betreiber werden nicht zu Unrecht deutlich nervöser als es vielleicht der Admin des Eis und Feuer Forums wird.

    Wenn du mal irgendwas konkreteres schreibst als "abmahnen", dann kann ich auf deine offensichtlich auch stark entwickelten Ängste eingehen.


    Für mich bedeutet "abmahnen" nämlich eine Strafandrohung im Wiederholungsfall. Also sowas, was ich mal zugestellt bekam, weil ich nach Geschäftsschluss am Parkplatz des Supermarktes stand. Ich tats nicht wieder und es war egal.


    Nein, ich beziehe mich auf sofortige Strafe. Dein Beispiel spiegelt in etwa das wider, wie es derzeit der Fall ist. Wenn hier im Forum jemand ein urheberrechtlich geschütztes Bild hochlädt und der Rechteinhaber stört sich daran, kann er vom Forumsbetreiber verlangen, das Bild zu entfernen. Nur wenn er dem nicht nachkommt, ist er haftbar.


    Nach dem neuen Gesetz ist der Forumsbetreiber jedoch von vornherein haftbar zu machen für jeden Content, den User hochladen. Er muss dementsprechend dafür sorgen, dass User gar nicht erst urheberrechtliches Material hochladen. Da dies administrativ nicht zu bewerkstelligen ist, geht das im Prinzip nur durch die ominösen Uploadfilter, die a) aber technisch gesehen ohnehin noch gar nicht so weit sind und b) wenn überhaupt nur von den großen Playern bezahlbar sind. Der Otto-Normal-Forenbetreiber kann seine Pforten also im Prinzip schließen. Denn je nach Auslegung (und da wird das bekloppte Gesetz wie so häufig recht schwammig) kann es schon strafbar sein, gar nicht erst einen Filter zu besitzen oder aber die Gefahr für den Betreiber ist ohne Filter zu groß, weil er eben gar nicht ohne Hilfsmittel kontrollieren kann, was alles urheberrechtlich geschützt ist und demenstprechend sofort haftbar wird für solche Inhalte.

    Über ungelegte Eier muss man nicht immer sofort gackern und eigener juristischer Support für dieses und auch andere Foren sind keine Hexereien (und oft auch kostenlos, wenn man die richtige Behörde findet).


    Unnötig wie ein Kropf, aber noch nicht lebensbedrohend - WENN es denn so kommt.


    Wenn das Gesetz auf der Seite der Abmahner steht, hilft einem jedoch auch kein eigener juristischer Support mehr...

    Ich bin der festen Ansicht, dass der Diskussion etwas weniger "Yadda Yadda Zensur, Yadda Yadda Freiheit" und etwas mehr Blick in den Entwurf helfen würden.
    Wenn man es bis zur Zeile geschafft hat, dass lediglich Unternehmen mit über 10.000.000,00 EUR Jahresumsatz betroffen sind, würde sich die Frage ob dieses Forum oder Tante Hildes Häkelblog betroffen ist, nämlich eher nicht stellen.


    Das ist aber nicht korrekt - und teilweise sogar von Voss selbst so falsch verbreitet worden.


    Denn um nicht unter (ehemals) Artikel 13 zu fallen muss eine Plattform unter alle (!) drei Kategorien fallen.


    - Weniger als drei Jahre alt
    - Unter 10 Mio Jahresumsatz
    - weniger als 5 Millionen Besucher pro Monat


    Wenn das eine "oder"-Frage wäre, dann wäre das Problem tatsächlich nicht so groß. Ist es im Gesetzestext aber nicht. Es ist eine "und"-Frage.


    Einem Internetforum wie diesem nutzt es also nicht, wenn es keine 10 Mio Jahresumsatz hat, wenn es gleichzeitig über drei Jahre alt ist.


    Und das betrifft demnach fast jedes Diskussionsforum und andere kleinere Plattformen.


    Und da ein Betreiber eines solchen Forums sich keine Uploadfilter leisten kann, gleichzeitig aber haftbar dafür gemacht wird, wenn urheberrechtlich geschütztes Material benutzt wird (und dazu zählen nicht nur Bilder, sondern nach dem neuen Gesetz schon Ausschnitte aus Zeitungsberichten und dergleichen), heißt das über kurz oder lang den Tod für solche Plattformen. Denn die Juristen-Haie da draußen reiben sich bereits die Hände und bereiten die Abmahnwellen vor...

    Heute festgestellt, dass Ska-P letztes Jahr ein neues Album herausgebracht haben - und ich hab's voll verpasst :blackeye:
    Und wie immer haben sie abgeliefert. Die mittlerweile recht gealterten Herren aus Madrid haben nichts an Qualität eingebüßt :beer:


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    Ich habe nun endlich einmal geschafft, den Drachenbeinthron von Tad Williams zu beginnen. Bisher muss ich aber gestehen, überzeugt es mich noch nicht. Der Weltenaufbau war mir zunächst zu viel und zu schnell. Unzählige merkwürdig klingender Namen, die mir als Leser ständig um die Ohren geworfen werden, sind eher verwirrend als erklärend. Außerdem ist bisher - und ich habe schon einige Kapitel gelesen - noch imer nicht wirklich klar, was das Buch eigentlich erzählen möchte. Bisher plätschert es so dahin und berichtet quasi vom Alltag am Hof, wenn man so will, aber der große Spannungsbogen, der mich dazu ermutigt, weiterzulesen, hat sich bisher noch nicht gezeigt. Ich hoffe, das ändert sich bald, immerhin gilt die Osten Ard Saga ja irgendwie zu den besten Fantasyreihen, wenn man den verschiedenen Toplisten hier und woanders glauben schenken darf.

    Ach und was ich noch vergessen habe: The OA.


    Ein sehr interessant erzählte Entführungsgeschichte. Ich fand sie durchaus unterhaltsam, obwohl vieles hier sehr eigenartig wirkte. Dennoch fand ich das Finale sehr rührrend irgendwie. Locker ein Daumen oben.


    Boah, nee, "The OA" war mir echt zu esoterisch. Begann sehr vielversprechend, aber spätestens als die dann anfingen "ihren Namen zu tanzen", wurde es mir dann zu blöde...

    Ich fand "The Last Kingdom" zunächst echt sehr gelungen. Nachdem ich "Vikings" in Season 2 abgebrochen habe, weil die historischen Ungenauigkeiten immer dramatischer wurden, habe ich mich in "The Last Kingdom" wohler gefühlt. Natürlich kann hier auch nicht alles akkurat sein, das ist auch in Ordnung, ein wenig künstlerischer Freiheit muss man diesem Medium einfach zugestehen, aber es hielt sich insofern in Grenzen, als dass es zumindest alles einigermaßen glaubhaft blieb. Leider nahm das im Laufe der Zeit weiter ab. Schon bei Season 2 musste ich ein paar mal echt schlucken, aber die dritte Staffel habe ich jetzt nach einigen Folgen echt erst einmal pausiert. Denn hier scheint man quasi auf den "Vikings"-Zug aufzuspringen und mehr nach Schauwerten und Stereotypen zu gehen. Schon in den ersten Folgen ist soviel Quatsch passiert, den ich einfach nur albern und unglaubwürdig finde, dass ich erstmal nicht weiterschauen werde. Echt schade, ich fand "The Last Kingdom" vorher nämlich durchaus sehenswert.

    Nicht im Geringsten. Mein besonderer Liebling ist Unsieg Gipfel (für Unwin Peake).


    Ernsthaft?? Das kann doch nicht deren Ernst sein? Also sorry, das ist einfach nur noch selten dämlich. Selbst mit mittelmäßigen Google-Skills kann man innerhalb weniger Minuten herausfinden, wo die etymologische Herkunft des Namens "Unwin" herkommt. Mit Sieg hat das ja nunmal nicht das Geringste zu tun! Das Suffix "-win" (übrigens im Deutschen in Erwin durchaus auch vorhanden!) bedeutet nämlich "Freund". Und "Unwin" kann zwar (später) durchaus "Unfreund" also "Feind" bedeuten, das Präfix kommt aber ursprünglich wohl eher von "hun" und bedeutet "Bärenjunges"... "Unsieg" ist das Lächerlichste, was man sich an Übersetzung vorstellen kann. Da die Silbe "-win" in Erwin ohnehin auch im Deutschen bekannt ist, hätte man - wenn man schon irgendeine Art Übersetzung haben möchte, evtl. "Baerwin" nehmen können. "Baerwin Gipfel", wenn es denn sein muss, ist jedenfalls sinnvoller als "Unsieg" -das klingt nicht mal nach nem Namen!


    Also ich kann ja zumindest prinzipiell verstehen, wenn man die englischen Namen in einem Fantasy-Roman ins Deutsche übertragen möchte - aber dann bitte noch mit einem Fünkchen Sinn und nicht einfach nur völlig dämlich drauf los übersetzt.


    Ich habe von dem Zeug keine Ahnung, aber es kommt mir sehr unwahrscheinlich vor, auf die Weise 30 brauchbare Bogenschützen zu bekommen. Aber auf dem Buch steht auch überall, wie historish authentisch das ist. Kann das jemand erläutern?


    An sich ist das nicht so ungewöhnlich. Tatsächlich wurden die Bogenschützen in England, wenn ein Feldzug anstand, aus den freien Bauern rekrutiert, die vorher von den zuständigen lokalen Funktionsträgern gemustert wurden. Stutzig macht mich da aber eher die zeitliche Einordnung. Denn "Das letzte Königreich" spielt ja am Ende des 9. Jahrhundert, während die Zeit der englischen Bogenschützen...


    Als die Engländer den Wert ihrer Bogenschützen erkannten, sollen sie die Bevölkerung wohl zu regelmäßigen Training angehalten haben.



    ...erst einige hundert Jahre später im hohen Mittelalter begann.


    Ich kann deswegen nicht mit Gewissheit sagen, wie weit die Bogenschützentradition und ihre Einberufung tatsälich schon zur Zeit Alfred des Großen gewesen ist.

    Ich habe das Moontide Quartet von David Hair durch und auch direkt mit den ersten zwei Bänden vom Sunsurge Quartet angefangen. Es ist mir absolut unverständlich, dass diese Bücher noch so unbekannt sind. Ist tatsächlich ein Geheimtipp für jeden, der qualitativ hochwertige Epic Fantasy mag. Viele viele Seiten, komplexe Charaktere, sehr gutes Worldbuilding, spannende Story ... einfach grundsolide, hat mir viel Spass beim Lesen gemacht.


    Hör' ich tatsächlich zum ersten Mal von. Danke für den Tipp, werd ich mich ma drüber informieren.