Beiträge von Zwiebelritter

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    Es ist aber eine Sonderausgabe, die in der Bild am Sonntag-Fantasy-Bibliothek erschienen ist un....


    Das Ding hab ich auch noch irgendwo rumliegen. Wollte ich fast mal verschenken, um jemanden anzufixen. Sah dann aber doch zu merkwürdig aus.
    Da ist tatsächlich noch die alte Übersetzung drin. Mit dem Erscheinen bzw. der Übersetzung des 4(?) iirc englischen Bandes hat sich der deutsche Verlag entschlossen, die Namen
    einzudeutschen. Die Neuauflagen der alten (graucover-) Bände in den jetzt neuen (beschcover-) Bänden hat diese "Überarbeitung" dann auch erhalten.
    Da gibts irgendwo nen laaaaangen Thread, der iirc immer mal wieder hochkommt, wo sich über für und wider diese "Überarbeitung" unterhalten wird.
    Link ist dieser: Neue Blanvalet-Ausgaben

    Ich habe ge- und spiele noch so einiges.
    Im Moment spiele ich DSA 4.x, Pathfinder, StarWars Edge of the Empire und fang grad mit Splittermond an; ab und zu auf Cons auch mal ne Runde PP&P. :)
    Während meiner RPG-Laufbahn von über 25 Jahren hab ich alle großen Systeme zumindest mal angespielt.
    Mein liebstes ist bisher Deadlands von Pinnacle, ein WildWest-Horror-RPG mit Steampunk-Einfluß.


    Für deine Situation fällt mir im Moment nur folgendes ein:
    Anscheinend möchtest du als Genre "Fantasy" spielen. Da solltest du mMn erst mal überegen, ob welche Art Fantasy (high oder low magic und Power, schnelles oder langsames Spiel und Char-fortschritt, realistisch oder abstrakte Darstellung z.B. bei Kämpfen, etc.)
    Denn danach bestimmt sich dann eher das für dich passende System. Jedes hat seine Eigenarten und Vor- und Nachteile.
    Oft gibt es inzwischen kleine, kostenlose Probeexemplare von Systemen mit vereinfachten Regeln, bei denen man aber schon mal reinschnuppern kann, ob es überhaupt etwas für einen ist.

    Melde mich dann auch (verspätet) zurück.
    Rückfahrt war super und sehr zügig.
    Deshalb auch vielen Dank an SamsMams für die angenehmen Fahrten.


    Und natürlich schliesse ich mich den Danksagungen an Dreenan an.


    Das Treffen war toll. Schön die bekannten und viele neue Gesichter gesehen zu haben.
    Und die Gespräche waren auch super.
    Bin gerne wieder dabei.

    Auch von mir einen großen Dank an Dreenan fürs Organisieren.


    Hab jetzt abgestimmt.


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    Und bestimmt nichts mit Zwiebeln!!!


    Was soll das denn heißen? Mit Zwiebeln sind schon ganze Belagerungen überstanden worden.
    Da geb ich meine Finger für. :D


    Gibt es noch Mitfahrgelegenheiten von Kassel aus?
    Oder könnte mich jemand aus Sontra abholen?

    baelish91: Schön, daß du Justin Schneider dann gleich mal wieder unter den Teppich kehrst.
    Auf der einen Seite sagst du, daß dich ein Jon Snow stört. Auf der anderen Seite ein Justin Schneider nicht.
    Für mich einfach ein Widerspruch, wenn du Jon als "normalen", deutschen Vornamen nimmst und das "Denglish" bemängelst.


    Für mich hört sich ein Jon Snow wesentlich "authentischer" an als ein Justin Schneider, eben weil es kein Denglish ist und damit besser in den Kontext paßt.


    @ Topic: Über die inkonsequente Übersetzung wurde schon so viel geschrieben....;(

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    ich bin auch interessiert, muss das aber mit meinen Eltern klären. ich hätte aber noch ein paar fragen:
    1.gibt es ein mindestalter (mit meinen 15 jahren bin ich ja wohl eine der jüngsten)
    2. kann ne freundin mitkommen, die nicht im forum angemeldet ist?
    3.was ist die begrüßungszeremonie?
    4. gibt es jemanden aus Oberbayern, der mich mitnehen könnte?


    zu 1.: Mindestalter ist mir nicht bekannt. Im Jugendrecht bin ich leider nicht bewandert. Aber mit ner "Genehmigung" von den Eltern sollte es eigentlich klappen, denke ich.
    zu 2.: Sollte kein Problem sein. Bisher sind auch Freudinnen oder Freunde dabei gewesen, die "mitgeschleppt" wurden.
    zu 3.: Alle freuen sich, sich kennen zu lernen oder wieder zu sehen. Viel Händeschütteln und "Herzen", Namen lernen und son Kram. ;)
    zu 4.: Da sollte es so den einen oder anderen geben. Angeobte sind ja schon da.

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    In der realen Welt sind (zumindest in Deutschland) Namen von unseren Ortschaften eigentlich immer auf Deutsch (oder haben zumindest deutschen Ursprung), Nachnamen sind häufig auch deutsch und Vornamen stammen aus jedem Winkel der Welt. Und genau so wurde das bei der Übersetzung von "A song of ice and fire" doch auch gehandhabt. Bei uns gibt es doch auch einen Justin Schneider oder eine Jacqueline Müller. Ich sehe bei Jon Schnee überhaupt keine Probleme. Ich finde sogar, dass es gut klingt.


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    Über einen Jon Snow in einer deutschen Fassung, hätte ich mich definitv geärgert. Weil es nunmal dann einfach Denglisch wäre und sowas passt für mich überhaupt nicht in eine mittelalterliche Welt.



    Wenn dir der Widerspruch in deiner Aussage nicht auffällt, dann möchte ich dich darauf hinweisen. :)
    Eine Jaqueline Müller oder ein Justin Schneider stören dich nicht aber ein Jon Snow, weil es "Denglisch" ist?

    Ich sag dann auch mal fest zu.


    Gibt es noch Leute aus dem Norden (SH, HH, Niedersachsen) mit denen man vllt. eine Fahrgemeinschaft bilden könnte?


    Und Ssnake hats glaub ich schon mal angesprochen: Ein Haus für "Langwachbleiber" wäre schön.
    Ich würde mich zu solchen zählen. :D

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    Hm. Als "Normalsterblicher" sollte man sich keine Hoffnungen machen, da mit rein zu kommen.
    Das sind ziemliche Profi-LARPer, was man so hört ;)


    Huu?? 8|
    Was hat das mit dem Reinkommen zu tun?
    Da es ein Einladungscon ist, wird wahrscheinlich die Orga bekannte Spieler eher einladen. Aber das hat nicht unbedingt was mit "Profi" zu tun.


    Ich finde es auch schade, daß man keinen "Meldeknopf" auf der Seite hat. :( Hoffentlich kommt der bald.


    Aber für die Idee: :thumbup::thumbup:

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    Nichts für ungut, Zwiebelritter, aber die Sachlichkeit hast Du mit .... zerstört.


    Nichts für ungut, Seregthaur, aber für mich hörte die Sachlichkeit mit solchen Bemerkungen wie "Nein, denn es ist Religion." auf.
    Wenn ich dir erzähle, daß ein Hund und ein Pferd beides Säugetiere sind, unter anderem weil sie beide lebende Junge gebären und Milch geben, und du antwortest mir mit "Nein, sind Hunde nicht, denn die mag ich nicht.", ist das wohl kaum sachlich oder objektiv zu nennen, oder?
    Ich weiß, vllt. nicht das beste Beispiel aber ich denke du verstehst vorauf ich hinaus möchte.


    Maegwin und Aegon: Ich danke euch für eure kurze Ausführung. Das zeigt mir wieder, daß es auch vernünftige Gläubige gibt und nicht nur die von Aegon erwähnten Extrem-Christen. :thumbup: Denn leider begegnen mir die für meinen Geschmack viel zu häufig. :(

    Sich einfach mal aus der Affäre ziehen, ohne wenigstens auf meinen letzten Post eingegangen zu sein. ;(


    Zur sprachlichen Darstellung deines Standpunktes fällt mir leider nur ein, daß du dich ständig wiederholt hast oder einfach Ein-Satz-"Nein, so ist es nicht/Ja, so ist es"-Antworten abgegeben hast.
    Auf viele Argumente, von denen du ja eigentlich so viel hälst, bis du nicht mal ansatzweise eingegangen bzw. hast einfach für dich Dinge kategorische ausgeschlossen.
    Wobei ich grad am Anfang noch den Eindruck hatte, daß es dir tatsächlich um eine sachliche Diskussion ging und nicht um Rechthaberei. :(


    @Entstehung von Religion:
    Da gibt es so einige Möglichkeiten.
    Z.B. "klassisch" haben die Menschen Naturphänomene als von Überwesen geschaffen angesehen (Blitz und Donner, Flutwellen, etc.), die man besänftigen mußte/konnte. (Asen, keltische o. griechische Götter, etc.)
    Dann gibt es auch den philosophischen Ansatz. Die Fragen nach dem Leben, dem woher und wohin. Und ob es da mehr gibt. (Hinduismus)
    Dann gibt es einen Ansatz der ähnlich dem "klassischen" ist, in dem allen Sachen in der Welt "Leben" zugesprochen wird (Animismus, Druidentum, u.ä.)
    Dann natürllich, nicht zu vergessen, die "Helden-/Heiligenverehrung", die dann auch in einen Göttlichkeitsmythos umschlagen kann. (Buddhismus)
    Dann einen weiteren philosphischen, der sich damit beschäftig, wie die Menschen am besten zusammenleben können und daraus die "Allgemeingültigen kosmischen Gesetze" ableiten. Oder zumindest die Verhaltensweisen, die den Menschenheit am Föderlisten scheinen. (Islam, Christentum)


    Reicht dir das für den Anfang?
    Ich entschuldige mich schon mal, falls jemand nicht mit meinen Bsp. einverstanden ist. Ich bin kein Religionsforscher und nutze zur Einteilung nur mein gefährliches Halbwissen. ;) Und einige sollen nur ansatzweise widerspiegeln, was ich meine.


    @Dein Standpunkt: Den verstehe ich so, daß du Religionen kategorisch ablehnst (egal ob mit oder ohne Gott). Deshalb möchtest du sie aus der Öffentlichkeit verschwunden sehen, aber jeder darf sie bei sich im stillen Kämmerlein ausführen, solang er dabei nicht Unwillige oder Nichtmündige (insbesondere Kinder) in die Handlungen mit einbezieht.
    Weiterhin sind lt. deinem Standpunkt Ideologien, Philosophien, Religionen und Wissenschaften alle was ganz Unterschiedliches. Oder zumindest einige davon. Oder auch mal gar nicht so sehr.
    Auf jeden Fall aber ist Religion was ganz anderes als all die anderen Sachen.
    Paßt das in etwa?
    Ach ja, und für ein Rechtssystem braucht man keine zugrunde liegende Gesellschaft. :P (Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen.)

    Nur mal kurz vorweg, damit keine Mißverständnisse aufkommen.
    Ich bin nicht gläübig in dem Sinne, daß ich einer Religion oder einem Höheren Wesen folge. Ich hab mir meine eigene kleine Idee entwickelt, was mit mir später mal passiert. Und auch wie ich mein Leben leben möchte und sollte.
    Ich habe mich nur eingeschaltet, weil ich nicht glauben kann, wie jemand seine Augen so sehr vor der "Gleichstellung" von Ideologien und Religonen verschliessen kann.
    Das grenzt für mich an unglaubliche Navität, ungehemmten Trollismus oder einfach Resistenz gegenüber objektiven Argumenten. Wobei ich alles davon nicht gut heiße, die Naivität aber wohl noch am verzeihlichsten finde.


    Ser Arthur Dayne: Mir ging es eher darum, auszuloten in wie weit Garlan zu Papier Gebrachtes als Beweismittel ansieht. Und anscheinend nur dann, wenn es ein Philosoph oder Wissenschaftler verfaßt hat.
    Obwohl...gibt es nicht auch Religionswissenschaftler? 8|:D


    @Licht-Dualismus/Wissenschaft: Die Wissenschaft sagt aber, daß etwas entweder ein Teilchen oder eine Welle ist. Hier haben wir etwas, was sich die Wissenschaft nur dadurch erklären konnte, daß es das Postulat aufstellte, es würde eben doch etwas geben, was beides sein kann. :wacko: Wenn das mal nicht "übernatürlich" ist. :P
    Im gleichen Zuge möchte ich darauf hinweisen, daß die Dunkle Materie ebenfalls nur postuliert ist. Denn nachgewiesen wird sie dadurch, daß man feststellt eine Konstante zu brauchen, um den Rest des Systems vernünftig erklären zu können. Sie hätten es auch Gott oder Hilfskonstante nennen können.
    So ist die Wissenschaft schon öfters vorgegangen. Sie postuliert etwas und findet dann einen Weg/ein Experiment, das dann ihr Postulat unterstützt. Mit anderen Worten: sie nehmen das Ergebnis ihrer Argumentationskette vorweg, so daß ihr Postulat eigentlich von vornherein richtig sein muß.
    Deshalb muß so ein Postulat auch nicht durch die Argumentation FÜR es erklärt werden, sondern durch die Ausschaltung aller Argumente DAGEGEN.

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    Aber es gibt keinen Dogmatismus.


    Hier empfehle ich dir, sich mal das Rollenspiel "Mage: The Ascension" anzuschauen.
    Dort gibt es die Technokratie, die genau mit der Wissenschaft Dogmen aufstellt und diese für alle Menschen "erklärt". Nämlich durch Technik (und wir alle wissen, das eine hochentwickelte Technik dem Uneingeweihten als Magie erscheinen muss :D ) und "nachweisbare" Experimente.
    Daraus machen sie dann die "allgemeingültige" Weltanschauung bzw. erklären wie und was die Welt zusammenhält.
    Nehmen wir z.B. mal den elektrischen Strom. Wir nehmen an, daß es kleine, geladen Teilchen sind, die irgendwie durch die Kabel fließen und dabei Dinge machen.
    Aber das wissen wir auch nur, weil irgend so ein Typ mal gesagt hat, das es sowas gibt. Und dann eine Methode gefunden hat, um uns das auch zu zeigen.
    Jetzt, wo alle Welt "weiß", das es Strom gibt, wird er auch nicht mehr in Frage gestellt, sondern sogar zur Erklärung für andere Dinge herangezogen.
    Was aber, wenn es z.B. ein Wesen, nennen wir es mal Elementar, dafür verantwortlich wäre? Oder einfach der Wille desjenigen, der das Gerät bedient? Oder eine übernatürliche Kraft, die sich die Welt erträumt (hat da jemand Matrix gesagt 8) )?


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    Wobei jemand, der aus seinen Erfahrungen direkt auf einen Gott schließt, entweder wirklich paranoid ist, oder Wahnvorstellungen hat.


    Das hier noch kein Aufschrei der Gläubigen hier im Forum passiert ist, wundert mich nun doch etwas. Denn so wie ich es verstehe, nennt er alle Gläubigen entweder paranoid oder wahnsinnig.
    Oder ich verstehe den Glauben nicht; denn kann ich nicht nur an Gott glauben, wenn ich persönliche Erfahrungen gemacht habe?


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    Kann sein, muss aber nicht.


    Jedoch sicherlich nicht um die politischen Umstände einer Staatsgründung. Lies die Aussagen im Zusammenhang.


    Ich finde es interessant, wie du dich mit so einfachen Sätzen einfach mal der Diskussion entziehst. Denn anstatt weiter auszuführen, was du meinst, stellst du einfach mal so nur ne Vermutung auf.
    Auf so einen Satz kann ich nicht antworten, weil ich gar nicht weiß, was du damit sagen möchtest. :(
    Versteh bitte erstmal den Zusammenhang. Denn ein Staat entsteht eben nicht aus dem Nichts. Und wenn wir nicht wissen, worauf sich der Staat gründet, können wir auch über das Rechtssystem nichts sagen.
    Das sind Dinge, die sich bedingen.

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    Diese Überlieferungen sind in diesem Fall das Unbewiesene.
    Es gibt keine rationalen Belege für einen Gott. Den kann man nicht erklären, nur behaupten.


    Genau, und dabei gehen die Gläubigen von einem Gott aus. Und weil das nur eine Behauptung ist, taugt es nicht als Bezugssystem.


    In Religionen wurden Diskussionen immer kritisch gesehen. Und der Philosoph versucht, die Wahrheit zu finden. Der Religionsschaffende denkt sich irgendwas aus.


    Wieso unbewiesen? Es steht doch in den Büchern.
    Oder sind andere geschichtliche Aufzeichnungen, die wir haben auch keine Beweise für etwas?
    Na DAS erzähl mal nem Atertumsforscher!
    Was ist denn ein "rationaler Beleg" für dich? Vor allem da die Philosphen, die du anführst, noch viel weniger haben, außer ihre Gedankenspielchen. Da ist noch viel weniger bewiesen.


    Es gibt auch Religionen ohne Gott. Die möchtest du ja aber auch nicht haben.


    Und was das Bezugssytem angeht, da ist Gott genau so beweißbar wie zum Beispiel dunkle Materie.
    Überhaupt sind bestimmt Aussagen nur dann "objektiv" betrachtbar, wenn man von bestimmten Gegebenheiten ausgeht.
    Deshalb auch mein Bsp. mit dem Licht. Da gibt es etwas, was die Wissenschaflter nicht erklären können. Gibt es deshalb jetzt kein Licht? Glauben wir nur alle, daß es das gibt?


    In der Wissenschaft werden Diskussionen auch immer kritisch gesehen, genau wie bei Ideologien.
    Und der Religionsschaffende denkt sich genau so viel aus wie irgendwelche Philosophen. Denn auch er versucht, eine Wahrheit zu finden. Unter anderem eine Wahrheit darüber, wohin wir gehen, wenn wir sterben.


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    Das ist aber immer noch nicht der Knackpunkt. Eine Ideologie ist nicht aus dem Nichts erfunden wie Religion. Das ist aber der Grund, dass ich Religion ablehne.


    Irgendwo war das aber mal dein Knackpunkt.
    Und jetzt erzähl bitte nicht, Marx hätte nicht aus dem Nichts herraus mal die Idee gehabt, sein Manifest zu schreiben.
    Wo sollen denn wohl sonst Ideen herkommen, wenn nicht aus dem Nichts. Es fängt einfach mal so mit ner Idee an, die man dann weiterspinnt. Sonst dürfte ja nie jemand was Eigenes entwickeln, sondern müsste immer nur was bereits gedachtes nachdenken. :crazy:


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    Nein, mit der Durchsetzung hat das alles überhaupt nichts zu tun. Wir gehen davon aus, dass ein Staat gegründet wird. Die Machtverhältnisse sind klar und es soll ein Rechtssystem gebildet werden. Und man will eine funktionierende Gesellschaft haben, daraus kann man Gesetze folgern.


    Woha, Moment!
    Wir gründen jetzt einfach mal nen Staat!?
    Wie soll das denn funktionieren? Ich brauch doch mal ein paar Leute, die zusammenleben wollen. Und dafür brauch ich ne Gesellschaftsordnung. Oder es ist jemand da, der allen aufdrückt, wie sie zusammen zu leben haben.
    Aber einfach mal so, ist ein Staat nicht gegründet.

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    Man tut es und die Argumentation ist gültig oder nicht, und der Philosoph tut das in einer Herleitung seiner Aussage. Und kaum hat er es getan, ist es kein Postulat mehr.


    Und die Religion geht ähnlich vor. Sie erklärt uns, warum wir an Etwas glauben sollen, damit wir ein tolles "Leben" nach dem Tod haben. Das du diesen Argumenten nicht glauben kannst, spielt hier keine Rolle.
    Nachweisen können sie es, indem sie auf Überlieferungen aus der Vergangenheit verweisen. Entsprechende Bücher heißen z.B. Die Bibel und Der Koran. ;)
    Du kannst den Argumenten eines Gläubigen nur deshalb nichts abgewinnen, weil ihr in verschiedenen Realitäten lebt. Oder mit anderen Worten die vllt. etwas wissenschaftlicher sind: Eure Bezugssysteme und Konstanten sind nich dieselben. Deshalb könnt ihr gar nicht auf das gleiche Ergebnis kommen. :D


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    Stimmt, und anhand der Argumentation lässt sich objektiv der Wahrheitsgehalt erkennen. Sie ist dann objektiv richtig, objektiv unbewiesen(was für Religionen immer gilt) oder sogar objektiv falsch. Ist nicht ersteres der Fall, jemand behauptet es aber dennoch, dann wird das wieder subjektiv.


    Ich verstehe nicht, warum dich so krampfhaft weigerst, Idiologien und Philosophien als eine andere Art von Relegion zu sehen.
    Wie Seregthaur schon geschrieben hat, sind alle diese Dinge vom Menschen erdacht worden. Und niedergeschrieben worden, damit andere darüber nachdenken und diskutieren können. Und dann für sich feststellen können, ob sie für sie objektiv richtig sind.
    Wie kannst du behaupten, Religionen seien aus sich heraus objektiv unbewiesen? Es gibt Personen, die erzählen von Erfahrungen aus dem Jenseits, von früheren Leben und so weiter. Nur weil du diese Aussagen nicht für wahr hältst, sprichst du ihnen jegliche Gültigkeit ab. Für andere mögen aber genau diese Berichte die Bestätigung für ihren Glauben sein. Aber dazu hab ich oben ja schon was geschrieben (unterschiedliche Bezugssysteme).
    Was unterscheidet deiner Meinung nach Marxismus von Christentum oder Maoismus vom Islam.
    Auch Ideologien verlangen von ihren Anhängern bestimmte Verhaltensweisen und Handlungen und geben ihnen Verbote vor.
    Wenn man demnach also Ideologien und Religionen gleichsetzen kann, dann müßtes du auch die NIcht-öffentlichkeit von Ideologien fordern. :P


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    Physik ist kein abgeschlossenes System, sondern eine empirische Wissenschaft.


    Und hier fällt mir nur wieder die schöne Sache mit dem Licht ein.
    Ist es eine Welle? Ja, wenn ich danach prüfe.
    Ist es ein Partikel? Ja, wenn ich danach prüfe.
    So schön kann die absolute Wahrheit der Wissenschaft sein. :wacko:


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    Übrigens, wer sagt, dass eine Gesellschaft eine Ethik braucht? Notwendig ist erstmal nur ein Rechtssystem, und das lässt sich als gesellschaftliche Notwendigkeit herleiten.


    Nicht notwendig. Gesetze gegen Diebstahl können etwa darauf basieren, dass der Schutz des Eigentums für eine sichere Gesellschaft wichtig ist. Gesetze gegen Gewalt verhindern ein "Recht des Stärkeren". In der BRD war man etwas darauf bedacht, eine Widerholung des NS-Regimes zu verhindern.


    Und worauf basiert deiner Meinung nach die Wichtigkeit eines Gesetzes?
    Wie wärs mit der Ethik, die sich in der Gesellschaft gebildet hat?
    Aus einer "gesellschaftlichen Notwendigkeit" kann sich mMn eigentlich nicht einfach so ein Rechtssystem bilden. Denn es braucht immer jemanden, der das Rechtssystem durchsetzt. Und das ist eigentlich immer der "Stärkere", auch wenn das die Masse des Vokes ist.