Beiträge von Nobby Nobbs

    hab gerade selbst ein forumstreffen organisiert (www.morrowind-forum.de), war ende mai bei mir in der nähe (raum kaiserslautern) - und da kamen auch genau 20 leute, darunter auch 3 aus der schweiz und 4 aus dem raum sachsen [Blockierte Grafik: http://stoney2.bei.t-online.de/icon_biggrin.gif]
    das war ziemlich klasse, allerdings kannten sich auch schon einige über das board gut ein jahr.


    da ich hier kaum einen kenne, bin ja auch noch nicht lange hier - wäre mir berlin wohl ein bißchen weit. da ich aber die leute aus sachsen, die ich auf dem morrowind-treff kennengelernt hab, auch mal besuchen will, wäre irgendwas da in der nähe von zwickau auch für mich machbar [Blockierte Grafik: http://stoney2.bei.t-online.de/icon_wink.gif]

    okay - dann mach ich mich hier auch mal unbeliebt:


    langweiliges buch: herr der ringe.
    nichts gegen seine phantasie und seinen entwurf eine fantasy-welt, auf dem so einiges bis fast alles basiert, was nach ihm an fantasy herauskam.
    aber: er ist imho ein derart schlechter schriftsteller, daß es ihm zu keiner zeit gelingt, glaubhafte charaktere zu schaffen, mit denen man wirklich mit-lebt.


    hab 5mal anfangen müssen - und mich dann endlich gezwungen, die bücher fertig zu lesen, um mitreden zu können ;)
    es gab nur wenige stellen in den drei büchern, die mich wirklich fasziniert haben, aber ungefähr 10mal so viel, die mich dermaßen gelangweilt haben, daß ich die bücher am liebsten in die ecke geworfen hätte......
    und: komm mir keiner mit "epischer breite" oder "vergleichbar mit einer oper" - er kann einfach nicht schreiben.


    so - und jetzt könnt ihr mich steinigen [Blockierte Grafik: http://stoney2.bei.t-online.de/icon_twisted.gif]



    edit:
    bevor mich einer als analphabet beschimpft (kenne ich von anderen boards ;-)): ich hab auch so das eine oder andere buch gelesen, das nicht dem fanatasy-bereich zuzuzählen ist ;)

    Zitat

    Es war einmal ein kleiner, verträumter, einfältiger Junge namens Klein-Petyr. Klein-Petyr war ziemlich verliebt in die hübsche Catelyn. In Wahrheit konnte man seine Zuneigung sogar fast schon Versessenheit nennen... Dumm nur, dass Cat schon jemand anderem versprochen war... nämlich dem edlen und stolzen Brandon Stark, der später mal Lord von Witnerfell werden sollte... Gegen solche Kunkurrenz konnte der schwachbrüstige, kränkliche Petyr nicht ankommen, obwohl Cat ihn wikrlich mochte... in seiner Verzweiflung nahm er sich dann Lysa, Cats Schwester, als... "Ersatz", weil sie ihn ein bisschen an Cat erinnerte... und dann forderte er gar Brandon Stark heraus, obwohl diesr viel größer und stärker war als er... und Petyr wurde ordentlich der Arsch versohlt und wie ein getretener Hund wurde er von Lord Hoster Tully persönlich aus Riverrun vertrieben...


    Ja, Petyr ist skrupellos, er tut nur, was seinem eigenen Interesse dient, doch was machte ihn ganz am Anfang dazu...? Die Liebe. Mal wieder. Unerfüllte Liebe.


    ach gottchen, wie lieb [Blockierte Grafik: http://stoney2.bei.t-online.de/icon_twisted.gif]


    aber das genau meine ich ja: aus enttäuschter liebe wird er zum schwein? das ist doch das trivialste, was es überhaupt gibt - und paßt nicht im mindesten zu der vielfalt von motiven, die die anderen charaktere antreiben.
    das reicht als begründung genausoweit wie diese: er hatte eine schwere jugend, deswegen wurde er zum massenmörder .... [Blockierte Grafik: http://stoney2.bei.t-online.de/icon_wink.gif]


    also für mich ist littlefinger nach wie vor der char, der am wenigsten lebt von allen "hauptfiguren".


    und: ich hab die erschienen bände gerade im märz nochmal gelesen, weil da ja noch der april als erscheinungsdatum von affc bei amazon stand .... [Blockierte Grafik: http://stoney2.bei.t-online.de/icon_cool.gif]

    Zitat


    Ich mag Dieter Bohlen!!!


    Aber nicht, weil ich 'ne kommerzielle Drecksau bin, sondern weil ich den Dieter bewundern tue. Oder kennt ihr jemanden, der aus soviel Scheiße soviel Gold gemacht hat...



    bill gates
    madonna
    ..... ad infinitum ...

    Littlefinger wird das ende des zyklus nicht erleben.
    Er ist von allen „haupt“figuren die farbloseste und flachste – total eindimensional: der schmierige, gierige, kleine ränkeschmied.
    Während ich mich über wo-bleibt-mein-held-in-schimmernder-rüstung-sansa und ich-will-aber-ritter-und-kein-warg-sein-bran noch so richtig schön ärgern kann, weil die einen hintergrund haben, weil sie LEBEN, geht mir der stinke ... äääää .... littlefinger nur am dingens vorbei.
    Er wird einen schmierigen, kleinen, nichtswürdigen tod sterben.


    Imho [Blockierte Grafik: http://stoney2.bei.t-online.de/icon_twisted.gif]

    Zitat


    aber was ich auch ziemlich klasse fand ist "Verrueckt in Alabama" von Mark Childress.



    thx - habs mir direkt bestellt, nachdem ich deine inhaltsangabe gelesen habe (und die besprechungen bei amazon ;-))


    zu baudolino muß ich sagen, daß ich es im verhältnis zu "der name der rose" und erst recht dem "foucaultschen pendel" doch recht schwach fand.

    also - nachdem artfantasy schon zwei threads von mir geschlossen hat, weil es schon genug in der art gebe ;-), hab ich jetzt erst mal dieses forum komplett durchgeblättert und NICHTS gefunden, was in diese richtung geht. alle bücherthreads gehen immer wieder zur fantasy.
    um aber ein bißchen über den tellerrand fantasy hinauszuschauen, eröffne ich mal diesen thread mit 3 büchern, die mich auf die eine oder andere art so fasziniert haben, dass sie zu den ersten gehören, die ich im falle einer auswanderung auf die berühmte einsame insel einpacken würde.


    1. „Ismael“ von daniel quinn:
    Das Buch fängt an mit einer anzeige: „lehrer sucht schüler, der die welt verändern will“. Der schüler ist der ich-erzähler und der lehrer .... ja, der lehrer ... *räusper* ... der ist ein gorilla. Ein wunderbares buch. alle, die immer noch meinen, der mensch sei die krone der schöpfung, werden hier ideen- und kenntnisreich in romanform eines besseren belehrt – wenn sie denn zuhören können. Ein relativ schmales bändchen (so um die 250 seiten) – aber was da an inhalt und an augenöffnern drinne ist, beschäftigt einen noch lange danach. Die geschichte der menschheit und ihre perspektiven wird man anschließend vielleicht mit etwas anderen augen sehen.


    2. „Das Hotel New Hampshire“ von john irving
    ein wildes buch um motorradfahrende und feministische bären, weiße vergewaltiger und schwarze rächer, einen hund im letzten stadium der flatulenz (auf deutsch: er ist dauernd am furzen), eine familie, die versucht, in einer chaotischen welt zu überleben und heil zu bleiben, ein buch über träume und ihr scheitern ... oder auch nicht ;)
    für mich das mit abstand beste buch von john irving: nie davor und nie danach hat er mit soviel humor und so viel menschlichkeit über die katastrophe, ein mensch sein zu müssen, geschrieben. Ich habe noch nie ein buch gelesen, indem mir die lachtränen und die anderen so oft gleichzeitig die wangen heruntergelaufen sind.
    Kaufen.
    Lesen.


    3. „Die Entdeckung des Himmels“ von Harry Mulisch
    ja – was soll ich zu diesem buch sagen?
    Ein Buch für Vielleser (über 900 Seiten), die bereit sind, sich auf eine anfangs rätselhafte, einen dann aber immer mehr in den Bann ziehende Geschichte einzulassen, die erzählt von Männerfreundschaft, von Liebe, den politischen Geschehnissen der letzten 30 Jahre, 4000 Jahre alten Rätseln und einem merkwürdigen Kind. Und das alles in so einem menschlichen, humorvollen Ton, wie man es sonst von Europäern kaum gewohnt ist. Diesem holländischen Autor gelingt es, ganz ohne erhobenen Zeigefinger ein im besten Sinne moralisches (Ihr solltet eigentlich zusammenzucken, wenn ich von Moral zu sprechen anfange) Buch zu schreiben, das dennoch von der ersten bis zur letzten Seite so spannend zu lesen ist, daß diverse durchlesene Nächte die Folge sind. Zur not überlest die ersten 20 mysteriösen seiten .... ihr werdet sie später auf jeden fall noch mal lesen ;)
    Für mich der beste europäische roman der letzten 20 jahre.....



    (und wehe mir, ich hab jetzt wieder was übersehen ;-))

    Zitat


    Shelley ist doch Horror-Zeug, das hat mit Fantasy in dem Sinne nichts zu tun, ebensowenig wie Bram Stoker oder so.



    Meine güte [Blockierte Grafik: http://stoney2.bei.t-online.de/icon_eek.gif] Habt ihr hier alle so ein enges verständnis von fantasy?


    Na gut, dann gehe ich noch ein paar jahr......tausende zurück: was ist mit der geschichte um enkidu und gilgamesch?
    Wenn das jetzt auch keine fantasy ist, dann frag ich doch noch mal nach den kriterien.....



    @kyle: nö, william morris sagt mir gar nix?


    Nazgul: geht zwar alles ein wenig vom topic des threads weg, aber ich hab nicht damit angefangen ;) - was ist mit stephen kings saga um den dunklen turm? geht das für dich/euch als fantasy durch?



    und nochmal den hinweis auf hans bemmann, weil du da noch nicht drauf reagiert hast..

    Zitat


    Er war schon immer hart und unnachgiebig wie Fels - aber auch stets immer gerecht und fair.


    gerecht und fair - nach SEINEN maßstäben, denn andere ließ und läßt er nicht gelten.
    und menschen mit solch starren moralischen prinzipien sind mir zutiefst suspekt.