Beiträge von Tomas

    Mit solch unnützer Ausrüstung konnte das ja nichts werden mit der dauerhaften Unterdrückung der Galaxis

    Naja, es gibt auch Charaktere, die scheinbar solche Todessehnsucht haben, dass sie völlig ungeschützt auf Bewaffnete zulaufen und natürlich dann erschossen werden. (Timm)


    Das hatte schon was von Slapstick und inszenatorisch und von der Charaktermotivation her, könnte die Szene auch im Film „Die nackte Kanone“ spielen. In einem anderen Bereich hier im Forum zu einer anderen Serie wäre das wahrscheinlich seitenlang diskutiert worden.

    Ebenso darf man gerne auch darüber diskutieren, wie viele Leute beim Gefängnisausbruch eigentlich so einen Sprung aus drölfzig Metern ins Wasser überleben… und wie viele Leute überhaupt in der Lage sind eine offensichtlich immens große Strecke zu schwimmen. Die Überlebenswahrscheinlichkeit, wenn man die beiden Dinge dann sogar kombiniert, halte ich durchaus für interessant.


    Wie gesagt, ich fand die Serie unter dem Strich exzellent, aber von einem Meisterwerk der TV-Historie ist sie für mich dann doch noch ein paar Planeten entfernt.

    Gehe da mit Winter mit - was Andor (die Serie, nicht der Hauptcharakter) da insbesondere in der 2. Hälfte abliefert, das macht schon extreme Lust auf mehr. Folge 10 ist für mich ohne Zweifel die stärkste TV-Episode, die ich dieses Jahr gesehen habe.

    Was mich bewertungstechnisch vom ganz großen Wurf abhält, ist der behäbige Beginn und eine titelgebende Figur, die mit weitem Abstand den für mich uninteressantesten Charakter darstellt.

    Schlussendlich ist das aber Jammern auf hohem Niveau, weil die Serie immer weiter zulegt und auch nach dem Höhepunkt (Folge 10) nahezu gleichbleibend stark bleibt.

    Ich zücke 8,5 von 10 Punkten und bin froh, dass ich nach anfänglich großen Schwierigkeiten mit der Serie letztendlich drangeblieben bin. Taucht definitiv auf meiner Jahresbestenliste auf, wenn auch nicht ganz oben.

    Ich bin gestern bei der aktuellen Folge angekommen.

    Warum ich zurück bin? Nun, da ist seit 2,5 Jahren dieses Virus unter uns, welches mich nun auch das erste Mal erwischt hat und mir viel Zeit auf der Couch und vor dem TV „schenkt“.

    Zum anderen hat mich natürlich auch die weitgehend positive Besprechung der Serie wieder hergelockt.


    Ich würde die Serie inzwischen deutlich positiver bewerten, insbesondere Folge 6 ist ein Glanzstück, dazu gibt es haufenweise tolle Charaktere mit viel Tiefe, die einfach toll geschrieben sind.

    Meinen größten Kritikpunkt von damals erneuere ich aber gerne: Folge 7 endet wieder ohne Sinn und Verstand, als hätte man einfach gesagt - mhm, die Folgenspielzeit ist erreicht, hier machen wir den Schnitt.

    Es mag sein und macht den deutlichen Anschein, dass Gilroy im Rahmen der Episodenstruktur in Akten a 3 Episoden denkt - das funktioniert für mich aber immer noch mehr schlecht als recht. Es wirkt eben eher wie ein Konzept von Filmen, welches dann in ein Serienformat gepresst worden ist.

    Mein zweiter größerer Kritikpunkt: während ich mit nahezu allen Figuren warm werde, habe ich ausgerechnet mit einer ein großes Problem: der Hauptfigur - die könnte für mich nicht belangloser und uninteressanter sein, trotz der tragischen Hintergrundgeschichte, die er mitbringt. Berührt mich nicht, holt mich nicht ab - hat für mich nichts mit dem Darsteller zu tun, sondern mit den Schreiberlingen. Was sie bei den Nebenfiguren par excellence schaffen, misslingt ihnen bei Cassian großflächig.

    Insgesamt bin ich aktuell bei einer 7/10 und bin mir fast sicher, dass ich mich darüber ärgern werde, wie Folge 8, 10 und 11 enden werden, dafür aber bei Folge 9 und 12 hoffentlich die gleiche Genialität aufblitzen sehe wie in Folge 6 und in Ansätzen Folge 3. Darüberhinaus hoffe ich möglichst wenig von der namensgebenden Titelfigur zu sehen. :)

    Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die Thronsaalszene für dich den Höhepunkt in der Serie darstellt

    Das wäre richtig, wenn es da nicht die Szene vom gemeinsamen Familiendinner gäbe, die aus meiner Sicht aus allen Richtungen herausragend ist. Und da erweitere ich das Lob weg vom ollen König (der dennoch hervorsticht) gerne auch auf alle anderen Beteiligten. (Schauspieler/Innen und Verantwortliche für Writing und Directing)

    Ich bin ein bisschen überrascht, dass Drachenbums bei dir im Vergleich zu GoT dann so schlecht wegkommt, weil ich nicht die ganz großen Qualitätsunterschiede sehe. Also - abgesehen von den Tatsachen, für die die Serie wenig kann wie dem Kammerspiel und den beinahe erzwungenen Zeitsprüngen. Das Fehlen von Humor überrascht mich etwas.

    Du fasst meine Probleme bzw. Abzüge bei Drachenbums eigentlich recht gut zusammen. Die Zeitsprünge sind unvermeidbar, ich halte den Cast alles in allem für stark, nichtsdestotrotz leidet insbesondere die Charakterentwicklung und die Identifikation mit den Figuren unter den Sprüngen und Umbesetzungen. Extrem ist das auch bei Nebenfiguren, der White Worm ist beispielsweise so charakterblass, dass es fast weh tut.

    Darüberhinaus fehlt mir tatsächlich das humoristische Element. Die Serie ist extrem düster, im wahrsten Sinne des Wortes (ein weiterer Kritikpunkt von mir).

    Ich würde auch anmerken, dass die TCA-Leute bei den Nominierungen von GoT mit 2013 rechtzeitig den Absprung geschafft haben,

    Da täuscht du dich… von 8. Möglichkeiten ist GoT 7 x mindestens nominiert, in der Kategorie „Programme of the year“ und/oder in der Kategorie „Achievement in drama“

    Nur Staffel 7 wird da ausgeklammert, wobei die Nominierung für Staffel 8 sicherlich eher das Gesamtwerk würdigt. :crazy:

    Warum nach weniger Streben als kulturelle Leitformate wie Emily in Paris.

    Google-Suche: Größte Emmy-Aufreger der letzten Jahre? ;)


    Man kann die Emmys und deren Wertigkeit sicher kontrovers diskutieren, auch diejenigen, die dort letztlich voten - was unter anderem an so irrwitzigen Einträgen auf der Nominierungsliste wie „Emily in Paris“ liegt. Im Wesentlichen spiegelt der Emmy aber nach wie vor das jährlich qualitativ beste (amerikanische) Fernsehen (mit üblichen Ausnahmen und Überraschungen). Mein Beitrag war eine Antithese zu Montyhunds Belanglosigkeit - denn unabhängig jeder Qualität: wer massiven Emmy-Buzz bekommt, kann alleine aufgrund der Wortbedeutung nicht belanglos sein.


    Ich erneuere meine kühne These aber auch gerne und ändere die Emmys in den TCA-Award, den wichtigsten TV-Preis der US-Kritiker.

    Aber auch da wirst du sicherlich 1-2 Serien finden, die da (für dich) nicht reingehören. Letztlich bleiben wir da wieder bei der bereits diskutierten Frage: wie schafft man den größten gemeinsamen Konsens über die Qualität einer TV-Serie?


    Ich möchte auch gar nicht über die Gesamtqualität der Serie diskutieren, HotD ist nach meinem Bewertungsmaßstab aktuell eine wohlgemeinte 7/10 - die diesem Thread zugrundeliegende Folge halte ich allerdings für die bislang mit Abstand Beste.

    Tut aber kein Mensch hier, weil der gesamte Bullshit belanglos ist.

    Da hier, wie du ja anmerkst, kaum jemand schreibt… und der Thread vielleicht bald in den Tiefen unseres Forums verschwindet, wollte ich zumindest nochmal eine kühne These da lassen:

    Der belanglose Bullshit, der keinen interessiert, wird auf Basis dieser Folge etliche Emmy-Nominierungen kassieren… allen voran eine für die schauspielerische Leistung von Paddy Considine.


    Nebenbei bemerkt: dafür, dass du vor 2 Wochen hier verkündet hast, mit der Serie abgeschlossen zu haben, scheinen da ja doch „Belange“ zu sein, die dir jetzt schon wieder 2 Stunden (die Folgen 8 und 9) deines Lebens geraubt haben. :)

    Regisseurin Clare Kilner und Eve Best erläutern hier auch die Schlussszene:


    https://ew.com/tv/house-of-the…ragon-eve-best-episode-9/


    Ich musste ein bisschen schmunzeln, nachdem ich Maegwins Beitrag gelesen hatte und unmittelbar danach das Zitat von Best über ihren Charakter Rhaenys gelesen habe:

    „It's because she's so intelligent and in the end chooses to do the right thing, which is not to destroy“


    Ich selbst bin ein bisschen zwiegespalten ob der Szene. Einerseits gibt es in der Folge durchaus ein Build-Up (das Gespräch mit Alicent), welches ihre Handlung im Ansatz nachvollziehbar macht - in dem Zusammenhang hätte ich dann allerdings inszenatorisch auch auf den Tod von hunderten Zivilisten verzichtet.

    Ich gucke gerade The Serpent Queen, die, wie ich gerade festgestellt habe, bei Rotten bei einigermaßen abstrusen 100%/88% steht.

    Ich habe auch immer ein bisschen Schwierigkeiten mit dem Rotten Bewertungsmuster, evtl. verstehe ich es auch nicht vollumfänglich.

    Es gibt den Status Fresh (rote Tomate) und den Status Rotten (grüner Klecks). Für den Status Fresh müssen mindestens 60 % der Reviews positiv sein. Wo die Positiv-Grenze anfängt, kann ich allerdings nicht sagen (bei einer 3.5/5 - bei einer 7/10? oder sogar noch darunter?)

    Bedeutet im Umkehrschluss für The Serpent Queen.

    Wenn da jeder eine eher durchschnittliche 7/10 gezückt hat, dann steht da trotzdem eine 100 %.

    Aussagekräftiger sind da aus meiner Sicht die Score-Details, die einen Average ausweisen.

    Bei Serpent Queen sind das 7,7/10 auf der Basis von 22 Kritikern - und das sieht dann schon anders aus als die 100 und macht es vergleichbarer.


    Irgendwie hab ich ein Deja Vu, kann es sein, dass wir/ich das hier schonmal thematisiert habe(n)?


    Nachtrag: in den Einzelreviews bekommt das Guardian-Review ein 3/5 Rating mit dem Review-Fazit: The Serpent Queen is good but not great.

    Das spiegelt mein Problem mit dem Bewertungskonstrukt ganz gut wider. Wären alle 22 Reviews exakt so, stände unter dem Strich trotzdem die rote 100 % Tomate. ;)

    Ab heute ist „The Bear“ auf Disney+ verfügbar.

    Nach kurzer Überlegung vllt die beste Serie, die ich dieses Jahr gesehen habe, neben „The Rehearsal“.

    Inhalt: Ein junger Sternekoch kehrt nach einem Todesfall in die Heimat zurück um den Familien-Sandwich-Laden zu übernehmen.


    Das wird in 8 knackigen Episoden erzählt: intensiv, komisch, traurig, verstörend - oft auch alles zusammen. Unbedingte Empfehlung von mir!

    Es wird vermutlich klar sein, dass du mich in einer Welt, in der eine Milliarde Chinesen China dufte finden, mit einer breit vertretenen Meinung nicht bekommen wirst.


    Ich habe einen deutlich gesünderen Respekt vor Kritikern, allerdings bewerten diese ein Werk üblicherweise nicht im gesamtkulturellen Kontext, sondern gewissermaßen kulturrelativistisch. Dafür ob ein Hamburger lecker ist und nicht wie er sich im Verhältnis zum glasierten Winterhering verhält, der - oh Überraschung - deutlich weniger Anhänger hat.

    Selbstverständlich ist mir das klar, deswegen habe ich auch nur Listen rausgesucht (Ausnahme imdb), die von Kritikern erstellt wurden. Nicht nur das, sie sind gar ein Sammelsurium aus vielen verschiedenen Kritikerlisten. Die BBC- Liste basiert beispielsweise auf 206 Kritikerlisten all over the world und hat dabei penibel drauf geachtet, dass 100 Frauen und 100 Männer dabei sind. Natürlich kann man das eine Spielerei nennen - ich für mich behaupte aber, dass man besser kaum einen qualitativen Konsens bestimmen kann - das sind größtenteils Leute, die ihren Unterhalt damit verdienen, TV-Serien zu schauen, zu sezieren und zu bewerten. Und klar, der eine hat Kritikpunkte an GOT, der andere an einer anderen Serie, aber dafür bietet so eine Liste eben eine Schnittmenge.


    Dein Verständnis eines TV-Kritikers teile ich nicht. Es geht gerade in den von mir verlinkten Listen darum, die beste Serie für einen bestimmten Zeitraum zu ermitteln. Da sind dann auch Sachen dabei, die hat kaum ein Zuschauer gesehen - und ich bin mir sicher, dass ich dir da einige glasierte Winterheringe (in Serienform) ans Herz legen kann, zu denen du noch keine Berührungspunkte hattest.


    Auch verstehe ich nicht, warum du krampfhaft versuchst den ollen Schorsch aus der Seriengleichung herauszunehmen bzw. von irgendetwas abzuziehen. Der ist ein fester Bestand als Urheber der Vorlage und hat nebenbei über einen nicht unerheblichen Teil die Serie begleitet, sogar Drehbücher geschrieben. Natürlich trägt er zum Erfolg und zur Qualität der Serie bei, ebenso übrigens wie Benioff und Weiss. Das Ding hatte für den Scope und den Rahmen anfangs viel zu wenig Budget, der ursprüngliche Pilot wurde von HBO in der Luft zerrissen. Die Zuschauerzahlen waren anfangs in Ordnung, aber es war nicht im Ansatz abzusehen, dass sich die Serie zu DEM Phänomen entwickelt, welches es letztlich wurde.

    Dass eine gute Vorlage einfacher zu adaptieren ist, als eine schlechte, da sind wir uns einig.


    Nichtsdestotrotz gibt es etliche Szenen und Entwicklungen, die nur in der Serie existieren, die ich für außerordentlich gelungen halte.


    Die Entscheidung Arya und Tywin in Staffel 2 zu verbinden, Theon, der Rodrick Cassel hinrichtet, die Dynamik/Verbindung zwischen Robert und Cersei (die du in meiner Erinnerung grauenhaft fandest), die mit deutlich mehr Profil ausgestattete Figur Oberyn Martell, der Kampf zwischen Sandor und Brienne, die inszenatorisch von vorne bis hinten brilliante Folge um die Sprengung der Septe. Die sehr ruhige, charakterbezogene Staffel 8 Folge „A Knight of the seven Kingdoms“ zähle ich ebenfalls dazu.


    Daran anschließend gibt es weitere individuelle Episoden, die, natürlich auch getrieben von Martins Story, aber auch von der Inszenierung her, schlicht grossartig sind. Baelor, Blackwater, The Rains of Castamere, The Watchers on the Wall (der Single Track Shot!!!), Hardhome, The Battle of the Bastards.


    Das Gesamtwerk verdient in meinen Augen nach wie vor einen Platz im Serienolymp, aber da gehen die Meinungen insbesondere in unserem Forum nicht erst seit heute auseinander. :)

    Wäre es in Ordnung für dich deinen Beitrag (ggf. auch mit meinem Beitrag/Zitat) in einen der GoT-Threads umzutopfen? Ich würde dann dort antworten.


    Dieser Beitrag kann gern gelöscht werden.


    Ich hab gerade große Moderationsprobleme im Hinblick auf mein Endgerät.

    Hier geht es weiter:


    Dreenan Kel Zalan Magst du bitte einmal beim umziehen helfen und schiebst deinen Beitrag auch gleich rüber. Danke dir!

    Umzug aus dem Star Wars-Thread:


    Zitat

    Maegwin: Sie ist offensichtlich einfach nicht gut.


    Off-Topic und vielleicht eher ein Thema für den allgemeinen TV-Bereich:

    Deine Meinung möchte ich dir nicht nehmen - ich sehe das allerdings komplett konträr.


    Ich halte Game of Thrones nach wie vor für eine der besten TV-Serien aller Zeiten - eine Serie, die prägend gewesen ist für die Fernsehlandschaft, die einen ungeheuren, vorher nie dagewesenen Hype bei den Zuschauern und der Internet-Community ausgelöst hat - schlicht und ergreifend aufgrund einer (fast) durchgehend hohen Qualität (der zum Ende hin deutlich die Luft ausging) in Erzählung, Schauspiel und Umsetzung, mit einem extrem hohen Stellenwert bei Zuschauern und Kritikern zugleich.

    Und egal wie oft man den Impact und die Qualität kleinreden mag - letztendlich landet man zwar bei einem übereilten, verkorksten Ende, welches das Gesamtwerk zwar schmälert, aber dadurch nicht aus dem Rahmen „herausragend“ hinausfällt.(vergleichbar für mich mit „Lost“, auch wenn dieser Vergleich sicherlich auch Kontroversen auslösen kann ;))


    Schaut man sich den aktuellen Stellenwert von GoT an, dann muss man sich eigentlich nur den Erfolg des (meiner Meinung nach durchschnittlichen) House of the Dragon anschauen.


    Man könnte sich auch mit für den TV-Bereich durchaus relevanten Listen auseinandersetzen, die allesamt (in Teilen weit) nach dem Ende von Game of Thrones erschienen/aktualisiert worden sind und kann dann zu dem Schluss kommen, dass es einen gewissen Konsens gibt über die Gesamtqualität der Serie, der den Status „offensichtlich gut“ deutlich nach oben übersteigt.


    Aggregierte Kritiker Top Ten Listen der Dekade bei Metacritic / Ende 2019:

    Rang 3


    Die besten Serien des 21. Jahrhunderts / The Guardian / Ende 2019:

    Rang 7


    Die besten Serien des 21. Jahrhunderts / BBC / Ende 2021:

    Rang 5


    Die besten Serien aller Zeiten / Rolling Stone / September 2022:

    Rang 31


    IMDB Top 250 TV Shows / heute:

    Rang 13


    Sie ist offensichtlich einfach nicht gut.

    Off-Topic und vielleicht eher ein Thema für den allgemeinen TV-Bereich:

    Deine Meinung möchte ich dir nicht nehmen - ich sehe das allerdings komplett konträr.


    Ich halte Game of Thrones nach wie vor für eine der besten TV-Serien aller Zeiten - eine Serie, die prägend gewesen ist für die Fernsehlandschaft, die einen ungeheuren, vorher nie dagewesenen Hype bei den Zuschauern und der Internet-Community ausgelöst hat - schlicht und ergreifend aufgrund einer (fast) durchgehend hohen Qualität (der zum Ende hin deutlich die Luft ausging) in Erzählung, Schauspiel und Umsetzung, mit einem extrem hohen Stellenwert bei Zuschauern und Kritikern zugleich.

    Und egal wie oft man den Impact und die Qualität kleinreden mag - letztendlich landet man zwar bei einem übereilten, verkorksten Ende, welches das Gesamtwerk zwar schmälert, aber dadurch nicht aus dem Rahmen „herausragend“ hinausfällt.(vergleichbar für mich mit „Lost“, auch wenn dieser Vergleich sicherlich auch Kontroversen auslösen kann ;))


    Schaut man sich den aktuellen Stellenwert von GoT an, dann muss man sich eigentlich nur den Erfolg des (meiner Meinung nach durchschnittlichen) House of the Dragon anschauen.


    Man könnte sich auch mit für den TV-Bereich durchaus relevanten Listen auseinandersetzen, die allesamt (in Teilen weit) nach dem Ende von Game of Thrones erschienen/aktualisiert worden sind und kann dann zu dem Schluss kommen, dass es einen gewissen Konsens gibt über die Gesamtqualität der Serie, der den Status „offensichtlich gut“ deutlich nach oben übersteigt.


    Aggregierte Kritiker Top Ten Listen der Dekade bei Metacritic / Ende 2019:

    Rang 3


    Die besten Serien des 21. Jahrhunderts / The Guardian / Ende 2019:

    Rang 7


    Die besten Serien des 21. Jahrhunderts / BBC / Ende 2021:

    Rang 5


    Die besten Serien aller Zeiten / Rolling Stone / September 2022:

    Rang 31


    IMDB Top 250 TV Shows / heute:

    Rang 13

    Wir werden uns nicht einig. :)

    Einerseits, weil ich niemals eine Grundlage sehen werde, wie man eine 80-stündige Serie anhand von 3 Folgen, GIFs, Memes und Youtube-Schnipseln bewerten kann, andererseits, weil du zusätzlich ausgerechnet den Buffy-Vergleich wählst. Buffy war eine absolut wegweisende Serie, die weitaus mehr zu bieten hat, als es der strunzdämliche Titel suggeriert.

    Aber auch für diese Erkenntnis sollte man mehr als 3 Folgen gesehen haben.