Der Frust Thread

  • Wahrscheinlich solltest du wirklich mal eine zeitlang etwas kürzer treten. Wenn du irgendwann ganz zusammen klappst, ist dir ja auch nicht mit geholfen und der Verdienstausfall ist dann nur noch schlimmer.
    Achte bitte ein bisschen auf dich und verwöhn dich einfach mal ein wenig selber.


    Dem kann ich mich nur anschließen, besonders das Selbstverwöhnen ist immer mal wieder sehr wichtig! ;)

    >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<

  • Ich neige leider schnell dazu, mich zu überfordern bzw. meine Grenzen zu missachten. Wenn ich etwas gut kann, dann zu funktionieren. Manchmal leider ebennicht mehr so gut. :/
    Das Auto fährt noch, sieht nur blöd aus, ist aber noch nicht ganz zwei Jahre alt. Wenigstens habe ich eine Vollkasko, der Sachverständige hat gestern schon drauf geschaut, jetzt warte ich auf die Freigabe von der Versicherung. Es ist einfach ärgerlich,w eil es nicht hätte passieren müssen, wenn ich früher auf mich geachtet hätte. Außerdem wirft mich momantan alles mögliche schnell aus der Bahn.
    Ich habe mir jetzt mal zwei Tage frei genommen und werde bei schönem Wetter gleich noch eine große Runde spazieren gehen, das tut mir immer gut. :)

  • Ich neige leider schnell dazu, mich zu überfordern bzw. meine Grenzen zu missachten. Wenn ich etwas gut kann, dann zu funktionieren. Manchmal leider ebennicht mehr so gut. :/
    Das Auto fährt noch, sieht nur blöd aus, ist aber noch nicht ganz zwei Jahre alt. Wenigstens habe ich eine Vollkasko, der Sachverständige hat gestern schon drauf geschaut, jetzt warte ich auf die Freigabe von der Versicherung. Es ist einfach ärgerlich,w eil es nicht hätte passieren müssen, wenn ich früher auf mich geachtet hätte. Außerdem wirft mich momantan alles mögliche schnell aus der Bahn.
    Ich habe mir jetzt mal zwei Tage frei genommen und werde bei schönem Wetter gleich noch eine große Runde spazieren gehen, das tut mir immer gut. :)


    Es sind eigentlich gar nicht die konkreten Ärgernisse, die einen aus der Bahn werfen, oder? Man kriecht eh' schon am Rand und dann kommt wieder eine Welle und droht einen über den Rand zu spülen.
    Andere laufen sicher in der Mitte der Spur und es hat den Anschein, dass sie die Welle, die einen selbst mitzureißen droht, leicht überspringen. Zumindest sieht es so aus.
    Es ist gut, dass du jetzt etwas für dich tust. Und ruf dir immer wieder in Erinnerung, dass es "nur" ein Blechschaden ist. Lass nicht zu, dass sich das in deinem Geist zu einem großen Drama hochschaukelt, denn ich kenne das, wenn man überlastet und verletzlich ist, droht jede Störung zur Katastrophe zu werden.
    Versuch, dir das rational in Erinnerung zu rufen. Das kann helfen. Nur nicht von der Angst überwältigen lassen. Das lässt sich alles Schritt für Schritt erledigen. Mir hilft es zumindest manchmal, wenn es mir so geht, wenn ich mich auf diese Weise wieder versuche ein Stück zu erden.


    Ich selber kämpfe im Moment auch wieder mit diesem elenden Teufel genannt Gefühl. Und da muss ich ehrlich zugeben, es gewinnt oft Überhand, auch wenn ich noch so rate, sich die Ratio ins Gedächtnis zu rufen. Ich ziehe diese Woche um. Und es fällt mir so unglaublich schwer. Obwohl es rationell genau das Richtige ist. Die neue Wohnung ist riesig und mehr als toll und ich muss nicht mehr insgesamt 2 Stunden jeden Tag pendeln sondern bin in 10 minuten auf der Arbeit. Aber ich bin trotzdem so traurig... Ich kann nichts dagegen machen.
    Ich habe fast 10 Jahre hier gewohnt und in gewisser Weise war es das Paradies, obschon es klein und manchmal kalt und feucht war.
    Aber ich habe in meiner Vermieterin die liebste Seele und Hausgenossin gehabt. Und ich habe so viele Jahre hier gelebt und so vieles erlebt und mir war dieses Zuhause so lieb. Ich werde die liebe Gesellschaft und die Gespräche genau so vermissen wie die wunderschönen Rosenbüsche vor meinem Fenster.
    Mein Kopf sagt mir, dass ich ein viel besseres neues Zuhause haben werde, aber ich bin eigentlich todtraurig. Ich kann mich gar nicht freuen.
    Ich denke immerzu an all die Dinge, die ich hier erlebt habe, daran, dass das doch mein Zuhause war....an die liebe Person, die ich zurück lasse. Ich kann nicht loslassen. Das alles lähmt mich und deprimiert mich und beschämt mich zugleich, weil ich mich doch freuen sollte, dass ich (nun) mit meiner Freundin zusammen eine neue und so tolle Wohnung beziehen werde.


    Vielleicht kann ich dir, Hildegunda, also gar nichts raten, weil ich es selbst nicht einhalten kann. Aber vielleicht muss man sich einfach...Momente eingestehen ,in den man Überforderung, Trauer, Panik oder was sonst einen umtreibt, zulässt, weil man es gar nicht verhindern kann...und diesen Gefühlen dann aber auch wieder Herr werden muss.


    Uns bleibt doch,egal was es ist, das uns umtreibt, gar nichts anderes übrig, oder? Es muss irgendwie weitergehen und das tut es auch.

    "I swear, I will go to my grave thinking of my brother’s peach." (Stannis Baratheon)

    Einmal editiert, zuletzt von Renly's Peach ()

  • Danke Peach! Ich glaube, man muss gar nichts einhalten, um selbst raten zu können. Das Wichtige ist wohl eher, dass man die Gefühle überhaupt kennt und/oder nachvollziehen kann.
    Das mit dem prolongierten Abschiednehmen kenne ich aber auch. Könnte Dir vielleicht ein kleines Abschiedsritual helfen? Es gibt doch auch in anderen Lebensbereichen Abschieds- oder Übergangsrituale, denke nur mal an Abiturfeiern, die ganzen kirchlichen Rituale etc. Vielleicht fällt Dir gemeinsam mit Deiner Freundin etwas ein, was ihr machen könnt, um das alte Leben würdig zu verabschieden und das neue zu begrüßen. Ist gewiss nicht für jeden etwas, aber mir hilft dann eine kleine rituelle Handlung oft.

  • Es gibt doch auch in anderen Lebensbereichen Abschieds- oder Übergangsrituale, denke nur mal an Abiturfeiern, die ganzen kirchlichen Rituale etc. Vielleicht fällt Dir gemeinsam mit Deiner Freundin etwas ein, was ihr machen könnt, um das alte Leben würdig zu verabschieden und das neue zu begrüßen.


    Das finde ich eine gute Idee! So mache ich es auch immer. Als meine Eltern damals das Haus verkauft haben, durfte ich im ausgeräumten Gebäude nochmal eine richtig große Sause feiern. War zwar an einigen Stellen auch etwas unangenehm anzusehen, wie einige Räume doch auf gewisse Weise entweiht wurden, aber soweit muss man es ja nicht kommen lassen. ;) (Mittlerweile würde ich einen besinnlichen Abend wahrscheinlich vorziehen.)
    Hat jedenfalls gut getan den Ort mit seinen ganzen positiven Erinnerungen, (gescheiterten) Träumen und Hoffnungen zu feiern. Und Abschied zu nehmen.


    Vielleicht würde ein gemütlicher Abschiedsabend mit Freunden und altern Erinnerungen ja gut tun. :)


    (Andererseits, wenn du dich so gar nicht auf dein neues Leben freuen kannst, obwohl es vom Kopf her besser wäre, würde ich an deiner Stelle glaube ich nochmal in mich gehen und herausfinden, ob ich wirklich bereit bin den Schritt zu gehen... :/ )

    >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<

    Einmal editiert, zuletzt von Alraune ()

  • Ich glaube, man muss gar nichts einhalten, um selbst raten zu können.

    Das sehe ich ähnlich. Nur, weil man weiß, was richtig wäre und dieses auch gerne anderen mitteilt, macht einem doch gerne mal der eigene Kopf einen Strich draus.


    Aber ich bin trotzdem so traurig... Ich kann nichts dagegen machen.
    Ich habe fast 10 Jahre hier gewohnt und in gewisser Weise war es das Paradies, obschon es klein und manchmal kalt und feucht war.
    Aber ich habe in meiner Vermieterin die liebste Seele und Hausgenossin gehabt. Und ich habe so viele Jahre hier gelebt und so vieles erlebt und mir war dieses Zuhause so lieb. Ich werde die liebe Gesellschaft und die Gespräche genau so vermissen wie die wunderschönen Rosenbüsche vor meinem Fenster.

    Ich kann das total verstehen. Das war immerhin lange dein Zuhause und deine Vermieterin fast so etwas wie Familie. Das einfach hinter sich zu lassen, obwohl es vom rationalen Standpunkt her genau das Richtige ist, ist total schwer. Hildegundas und Alraunes Idee eines kleinen Abschiedrituals finde ich nicht schlecht. Vielleicht ein schönes Abendessen zu dem du deine Vermieterin auch einlädst. Und natürlich wird das traurig und vielleicht fließen sogar ein paar Tränen. Aber ich glaube, es hilft danach mehr einen würdigen Abschied gehabt zu haben, als alles einfach sang- und klanglos hinter sich zu lassen.
    Die Freude auf das Neue kommt dann vielleicht beim Einrichten und Einräumen der neuen Wohnung.

    I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".

  • @Hildegunde, Alraune und Esmeralda: Danke für die lieben Worte.


    (Andererseits, wenn du dich so gar nicht auf dein neues Leben freuen kannst, obwohl es vom Kopf her besser wäre, würde ich an deiner Stelle glaube ich nochmal in mich gehen und herausfinden, ob ich wirklich bereit bin den Schritt zu gehen... )


    Dazu ist es leider zu spät. Vorher hatte die pragmatische Idee "tolle große Wohnung, Zusammenziehen mit Freundin, kein Pendeln mehr" die Oberhand. Vielleicht hätte ich mich anders entschieden, wenn ich geahnt hätte, wie sehr mich dieser Auszug belasten würde.Aber jetzt ist es so. Und ich muss damit klar kommen, dass ein Kapitel abgeschlossen ist.


    Ich kann das total verstehen. Das war immerhin lange dein Zuhause und deine Vermieterin fast so etwas wie Familie.


    Ja, ganz genau so ist es. Es gibt ganz wenige Menschen, die ich so gern habe wie diese alte Dame. Und jetzt lasse ich sie hier im Stich sozusagen. Klar werde ich zu Besuch kommen, aber das ist nicht das Gleiche. Mir hat schon lange nichts mehr derartig weh getan und ich weiß im Moment auch gar nicht, wie ich dieses Gefühl in den Griff kriegen soll. Ich sage mir schon selbst immer "es ist keiner gestorben, du ziehst nur eine knappe Stunde Fahrt weit weg". Klappt aber leider im Moment noch nicht richtig mit dem Relativieren.
    Das wird hoffentlich irgendwann besser werden.
    Bin nur leider so ein Mensch, der schlecht loslassen kann.

    "I swear, I will go to my grave thinking of my brother’s peach." (Stannis Baratheon)

  • Habe heute einen Artikel über eine zukünftige Hdr-Serie von Warner Bros gelesen...
    Warum???
    Warum tut man uns das an???

    Rhaegar fought valiantly,
    Rhaegar fought nobly,
    Rhaegar fought honorably.
    And Rhaegar died.

  • Reicht es denn nicht das der Hobbit vergewaltigt wurde? Und diese seltsame Fanfiction namens "Game of Thrones".
    Kapitalismus ist scheiße.

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    Rhaegar fought honorably.
    And Rhaegar died.

  • Habe heute einen
    Artikel über eine zukünftige Hdr-Serie von Warner Bros gelesen...


    Ich auch und danach hab ich erstmal in den Kalender gekuckt . Das kann einfach nur schiefgehen . Als ob zwei von drei Hobbit-Filmen nicht schlecht genug waren . Geld hat wie immer Vorrang . Ich sehe es schon bildlich vor mir : Jennifer Lawrence als Arwen und Harrison Ford als Saruman .

  • Es gibt ein sehr einfaches Mittel, diesem Frust zu entgehen:


    A) vielleicht behandelt eine Fernsehserie das ganze ein wenig werkgetreuer als Peter Jackson und es wird sogar richtig gut.


    B) Es ist ein lahmer Aufguss, den man sich einfach nicht ansieht.


    Ich habe z.B. unzählige Marvelverfilmungen noch nicht gesehen, mein Leben kommt mir trotzdem nicht ärmer vor.

    [b] Sorry, no dragons in Winterfell!


    Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

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