• Die USA sind komplett ignorant mitten in die Infektion rein gerannt, haben nur zögerlich Maßnahmen beschlossen,

    und jetzt gibt es als seriös bezeichnete Berechnungen, das über 97% (ca, ist schon ein, zwei Tage her das ich den Artikel gelesen habe ;) ) der Todesopfer dort bei früheren Maßnahmen wohlmöglich hätten verhindert werden können.


    Das es noch lange nicht vorbei ist zeigen auch Beispiele wie China oder Israel (wo das Vorgehen vorbildhaft galt und Covid fast besiegt - gibt heute einen Artikel auf Spiegel online).
    Wie denkst Du denn über das Krisenmanagement gerade, ist ja wahrscheinlich bei dir auch nicht weit entfernt ?

  • Wie denkst Du denn über das Krisenmanagement gerade, ist ja wahrscheinlich bei dir auch nicht weit entfernt ?

    Hmm... im Moment denke ich noch gar nicht viel darüber. Tönnies liegt bei mir auf halben Strecke zur Arbeit und im Endeffekt wird es sicher zu Auswirkungen in beiden Kreisen geben. Ein Geflügelschlachtbetrieb von Tönnies, der noch näher an uns dran liegt, wurde zwischenzeitlich auch geschlossen, wobei ich jetzt noch nicht mitbekommen habe, ob es da auch Infektionen gab.
    Ich bin nur überrascht, dass soviele jetzt überrascht sind, weil es ja noch gar nicht lange her ist, dass es das Gleiche Problem bei Westfleisch gab und Tönnies noch ne dicke Fresse hatte...

    I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".

  • jo. aber die Probleme sind ja schon seit Jahren bekannt (auch wenn ich da sicher noch mal einen anderen Blick vorher schon drauf hatte als andere). Gibt ja jetzt die Diskussion, ob die Maßnahmen reichen oder ob sich in der langsamen Bekanntwerden in der letzten Woche schon mehr verbreitet haben könnte - und natürlich, dass es die Regelungen ab wann es wieder striktere Kontaktbeschränkungen etc gibt total unglaubwürdig und beliebig erscheinen lässt.

  • jo. aber die Probleme sind ja schon seit Jahren bekannt

    Sind sie. Eigentlich... Aber bisher hat es ja nie zu Konsequenzen geführt. Vielleicht ja jetzt...
    Aber das bleibt wohl ein frommer Wunsch, genau wie die bessere Bezahlung und Wertschätzung von Pflege- und anderen berufen, die auf einmal als systemrelevant erkannt wurden. :/


    Gibt ja jetzt die Diskussion, ob die Maßnahmen reichen oder ob sich in der langsamen Bekanntwerden in der letzten Woche schon mehr verbreitet haben könnte - und natürlich, dass es die Regelungen ab wann es wieder striktere Kontaktbeschränkungen etc gibt total unglaubwürdig und beliebig erscheinen lässt.

    Bleibt nur abwarten...

    I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".

  • Bei mir wurde anfang der Woche ein Abstrich gemacht, da ich eine dicke Erkältung mit Gliederschmerzen und absolut keiner Stimme hatte/habe (wird gerade besser). Hab nun das Ergebnis bekommen, zum Glückl negativ! :)

    >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<

  • Auf gmx.de (https://www.gmx.net/magazine/n…vergleich-grippe-34824138)
    gibt es ne schöne Darstellung der Mortalität von SARS-COV-2 im Vergleich zur Saisonalen Grippe in den USA.


    Fazit, bei 2,4 Mio SARS-COV-2-Infizierten gibt es gegenüber den ca. 56 Mio Infizierten der Grippe (also 23,3 mal mehr Grippies) insgesamt doppelt soe viele Tote. (122Tsd. oder 5,1% vs 62Tsd. oder 0,1%)


    Soviel zu: "Ist ja nicht schlimmer als Grippe."

    There are but two types of people in the world:
    1. Those who can extrapolate from incomplete data!

  • Ich habe mir auch mal Berichte von Leuten gelesen, die von Covid wieder genesen sind. Auch das sollte absolut nicht unterschätzt werden. Einer hat immer noch Herzprobleme, muss ständig überprüft werden und kann keine große Anstrengungen machen und das war ein 30-jähriger Pfleger.

  • Tja, die USA haben Europa mittlerweile mit der Anzahl an Infizierten überholt (2.65 Mio). Vergleich- in Europa (2.61 Mio Infizierte) leben ca. 740 Mio Menschen, in den USA etwa 330 Mio.
    Klar, die USA sind freilich die Weltmeister im Testen wie nach den jüngsten Aussagen von Chef-Virologe Trump ja nochmals deutlich wurde. So hört doch einfach auf zu testen verdammt, dann ist das Virus weg! Ist das denn so schwer zu begreifen?! Dann würde Asistenz-Virologe Fauci auch aufhören zunehmend nervöser auf seinem Pressestuhl hin und her zu rutschen.


    Hier mal die die Kurve der täglichen Neuinfizierten in den USA (aus meiner Sicht wirklich besorgniserregend):


    Zum Vergleich, Europa:


    Das Ganze sieht schon deutlich besser aus, auch wenn klar erkennbar ist, dass der Trend längst nicht mehr so rückläufig ist wie noch vor einem Monat. Das Virus wird auch hier nicht einfach verschwinden, selbst wenn das immer mehr zu glauben scheinen. Klare Seitwärtsbewegung, ich denke dass die Kurve auch hier langsam umkehren und gemächlich wieder anziehen wird, wenn auch nicht so deutlich wie in den USA.


    Und so sieht das in Ländern wie IT und DEU aus, wo vernünftige Massnahmen und Lock downs durchgeführt wurden.


    Trotzdem sind in vielen Ländern Europas in den letzten zwei Wochen wieder leichte Anstiege der Infektionszahlen zu verzeichnen, was erwartbar war. Ich denke nach wie vor, dass die lokalen Gesundheitsbehörden in allen Regionen die Lage noch unter Kontrolle haben, auf die faule Haut legen darf sich allerdings trotzdem keiner, und es bleibt zu hoffen dass der Grossteil der Bevölkerung auch weiterhin Vorsicht und Vernunft walten lässt, wenn er das Haus verlässt.


    Hier noch die globale Situation, Trend ist klar:

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

  • es ist ein Elend :( Vorgestern kurz in der City gewesen, in vielen Imbissen keine Masken beim zubereitenden Personal, beim Großteil der KundInnen Nase frei bis einfach gar nichts. War froh als ich da durch war, werd ich so schnell nicht mehr hinkommen, auch wenn es da Imbisse gibt die ich vor Monaten noch gern fürs weiterbestehen unterstützt hätte.
    Aber im Vergleich zu dem was in Berlin abgegangen ist wahrscsheinlich auch nix . Ich bin sprachlos und desillusoniert.

  • Finde es mittlerweile cool und toll was man alles für Metaphern hat um die Gefahr zu beschreiben!


    Ist für jeden was dabei. Weil es immer heisst "99:1 Chance" oder "ist für andere ansteckend, NICHT für mich!"- ich will es nicht heraus fordern!

  • Ist leider menschlich (vor allem in jungen Jahren), dass man sich für unzerstörbar hält und denkt dass schlimme Dinge nur anderen passieren, bis es dann eben doch mal anders kommt

  • https://lincolnproject.us/news/failure/

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    Besser könnte ich dieses Totalversagen in Übersee auch nicht ausdrücken...
    in zwei Tagen dann 5 Millionen Infektionen, von denen noch sehr viele weitere sterben werden.

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  • Ich finde es erschreckend, dass in Umfragen, jetzt wo doch langsam die Möglichkeit eines Impfstoffes näher rückt, 33% der Bevölkerung meinen, sich nicht impfen lassen zu wollen.


    Allen voran der Chef der derzeitige Chef der FPÖ ...


    Jetzt wo die Rechtsextremen mit dem Rücken am Boden liegen und bei den wichtigsten Landtagswahlen in Österreich im Oktober (Wien wählt) allen Umfragen nach ein Debakel kassieren werden, das sie an die Existenzgrundlage bringt, wäre ich persönlich hierzulande doch sehr für eine Impfpflicht. Schwarz- Grün ist dafür, Rot auch. Pfeif auf die paar Wirtschaftsliberalen und Rechtsextremen!


    Dass es mit Vernunft und Selbstverantwortung nicht weit geht, zeigt sich schon an den Infektionszahlen. Mitte Mai war Österreich bei weniger als 400 Infizierten bei 8,9 Mio. Einwohner, und das Erlöschen schien nah, jetzt pendeln wir wieder beim vierfachen herum - weil zwischendurch die Maskenpflicht in Supermärkten aufgehoben war. Und die Grenzen aufgemacht wurden, scheinbar fast nach Belieben. Nicht, dass Supermärkte ein Infektionsherd sind, aber sie sind ein wichtiges Symbol, wo jeder jeden Tag hingeht.


    Ah ja, und die Omamas von Zagreb über Belgrad bis Antalya mussten auch unbedingt besucht werden, egal wie die gefälschten Zahlen am Balkan und in der Türkei aussahen.


    Und ein bissi Adria-Urlaub in Hrvatska muss ja auch für den sogenannten autochthonen Österreicher möglich sein - sonst ist er`s ja nicht. (Nicht das die Möglichkeit, sich bei einem Tourismus-Cluster an einem öst. See soviel geringer gewesen wäre, denn großspurige Ankündigungen über den heimischen Tourismus und dessen Personal mit flächendeckender testung wurden ja im nachhinein doch als Freiwilligkeit kleinlaut geoutet ...)


    *Sing*


    "Im weißen Rössel am Wolfgangsee, da gibt es noch den Virus, juchhe"



    Ich bin ja noch froh, dass der hiesige (grüne) Gesundheitsminister alles gibt, und auch immer wieder Fehler zugibt und trotz vieler Pannen der beliebteste Politiker des Landes ist, laut Umfragen noch vor dem kindischem Kanzler(!), aber ewig wird das nicht so weiter gehen.


    Dumm wählen und dumm agieren, was die Pandemie betrifft, sind jedenfalls eng miteinander verzahnt ...


    Die Ministerien für Inneres, Äußeres, Tourismus und Wirtschaft sind nach wie vor bei völligen DeppInnen und das wird uns noch auf den Kopf fallen.


    Ich schließe erschöpft mit einer weiteren Operettenarie:


    "Doch schenkt man sich Roooosen in Virol!" ;)

    [b] Sorry, no dragons in Winterfell!


    Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

    4 Mal editiert, zuletzt von ssnake ()

  • So wie du schreibst, klingt mir das etwas zu negativ. Tatsache ist, dass die Lage nach wie vor gesamtheitlich in Europa ziemlich gut unter Kontrolle zu sein scheint.
    Dass die Zahlen anziehen werden, sobald sich die Leute wieder frei über Grenzen bewegen und in den Urlaub fahren können, war ja von vorn herein klar. Fakt ist auch, wie du's schon angedeutet hast, dass kaum Infektionen auf Laden-/ oder Supermarktbesuche zurück zu führen sind (das gilt nicht nur für Ö). Ich bezweifle zwar nicht, dass die Maske hilft, aber nach allen Lockerungen die wir nun hinter uns haben, zeigt sich meiner Meinung nach immer deutlicher, dass die Vermeidung von Superspreadern, also Massenaufläufen, viele Leute auf engem Raum und Grossveranstaltungen noch deutlich mehr zur Verringerung des Infektionsrisikos beitragen.
    2.000 aktive Infektionsfälle sind gemssen an Östereichs Bevölkerungszahl immer noch sehr, sehr wenig. Eine Ausrottung der Krankheit wäre in Zeiten einer globalisierten Wirtschafts-/ und Handelspolitik sowieso nicht oder bestenfalls nur für einen sehr kurzen Zeitraum möglich gewesen, da ein ewiger Lockdwon nun mal keine Option ist. Sowas kann man allenfalls auf Inselstaaten wie Neuseeland usw. erreichen und selbst dort bzeweifle ich, dass diese Coronafrei bleiben werden.
    Fakt ist auch, dass in Europa momentan kaum noch Leute an oder mit Covid-19 sterben. Das bestätigt auch ein Blick auf die Sterblichkeits-Graphen von Euromomo. Auch Ö hat dort wieder ein Niveau erreicht, dass sich nicht von den letzten Jahren unterscheidet.
    Die Unvernunft beschränkt sich nach wie vor auf eine realtiv überschaubare Zahl von Schreihälsen. Die schreien allerdings laut genug um viele Regierungen erst mal noch vorsichtig mit Worten wie Impfpflicht agieren zu lassen, selbst Conte nimmt momentan noch Abstand davon.
    Trotzdem habe ich (nachdem ich nun meine zwei Wochen Urlaub in der Heimat verbracht habe) bemerkt, dass selbst die hartgesottensten Corona-Belächler in den tiefsten Seitentälern, ihre Lebensweise der Situation sehr wohl angepasst haben, auch wenn sie das nur sehr ungern zugeben würden und zum Teil vielleicht auch gar nicht mal so bewusst wahrnehmen.


    Deutlich bedenklicher finde ich da schon eher, dass Russland offenbar ohne umfangreiche Phase II und III - Studien, eine Zualssung eines Impfstoffs erwirken will um dann mit den Tests erst im Anschluss an einer grossen Zahl von Probanden zu beginnen. Sollten sich da gröbere Unverträglichkeiten bei Patienten zeigen, könnte das ein herber Rückschlag für die Entwicklung und Durchimpfung der Bevölkerung auch in allen anderen Ländern sein, auch Impfbefürworter könnten durchaus skeptischer werden. Die Geschwindigkeit in der die Impfstoffentwicklung voranschreitet, bereitet auch vielen Neutralos durchaus Stirnfalten, fragt man sich doch automatisch, wie effektiv Langzeitnebenwirkungen in so kurzen Zeiträumen bei Studien ermittelt werden sollen.

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

    2 Mal editiert, zuletzt von el_drogo ()

  • Die nachfolgende Datenanalyse aus Deutschland stammt nicht von mir, sondern von einem mir fremden FB-User. Sie wurde in einer Pro-Team Drosten Gruppe gepostet. Sie ist sehr aktuell (Stand 23.09.) und ich finde sie sehr interessant, daher möchte ich sie mit euch teilen.


    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

  • Doppelpost wegen zu lang:


    Aus meiner Sicht bestätigen diese Daten, dass Deutschland trotz kontinuierlich steigender Zahlen in ganz Europa nach wie vor sehr gut für den Herbst/Winter vorbereitet ist. Die Anzahl an Tests die durchgeführt wird ist der Wahnsinn. Überaschenderweise steht auch Italien nach wie vor relativ gut dar. Die Bilder von Bergamo scheinen sich wirklich ins Gedächtnis gebrannt zu haben, weshalb sich das Volk bzgl. AHA-Regel wirklich sehr diszipliniert verhält, was auch Wirkung zeigt.
    Für Spanien und Frankreich wird es allmählich eng, auch wenn die Todeszahl bisher noch kaum gestiegen ist, ist zu erwarten, dass die Seuche nun allmählich auch wieder in die älteren Bevölkerungsgruppen hineingetragen wird. Habe in der Süddeutschen gelesen, dass in Madrid bereits 95% der Intensiv-Betten belegt seien.
    Die österreichische Regierung steht nun scharf in der Kritik bzgl. zu frühen Lockerungsmassnahmen etc. aber ich weiss nicht, ob das Ganze nur darauf zurück zu führen ist. Es ist halt auch einfach so, dass dieses Jahr extrem viele Touristen im Sommer in die Berge geflüchtet sind. Das Feedback von den Gastwirten aus Vorarlberg/Tirol/Südtirol ist da relativ einheitlich, noch selten gab es eine so gute Sommersaison. Denke schon, dass das durchaus ein wichtiger Faktor ist, der mit hineinkalkuliert werden muss. Trotz allem denke ich, dass Ö die Situation wieder relativ bald in den Griff bekommen sollte.
    Ich mache mir da (wieder mal) eher Sorgen um die Schweiz, da ich einfach merke, wie locker hier immer noch mit dem Thema umgegangen wird. Trotzdem muss man auch dazu sagen, dass das Gesundheitssystem sehr gut gerüstet ist.
    Laut Drosten sollten die Regierungen als Strategie für den Herbst/Winter (vorausgesetzt die Fallzahlen steigen weiter an) sich auf die Cluster-Identifikation und Abschirmung einschiessen, sowie die Quarantänezeit verkürzt werden (am infektiösesten ist man ca. 2 Tage vor Symptombeginn bis 3-4 Tage im Anschluss). Im Schnitt vergehen nach wie vor ca. 3 Tage, bis der Patient das Testergebnis erhält, weshalb es keinen Sinn macht von diesem Zeitpunkt an noch 14 Tage in Quarantäne zu bleiben, da man sich ja meist erst bei Auftreten von Symptomen überhaupt testen lässt. Das Kontakttagebuch, für das er zunächst wieder mal belächelt wurde, finde ich in der Form wie er es vorschlägt, gar nicht mal so schlecht. Prinzipiell geht es erst mal ja bloss darum, sich am Abend immer mal kurz Gedanken zu machen, ob man sich im Laufe des Tages mal in sowas wie einer Cluster-Situation befand oder nicht und sich das dann kurz zu notieren.
    Effiziente Antigentests könnte ich mir durchaus als pragmatische Schnelltestlösungen für Schulen / Universitäten vorstellen, mittlerweile gibt es da ja durchaus ein paar Kandidaten wie bspw. der von Roche. Trotzdem sollte man es meiner Meinung nach mit den Tests generell nicht zu sehr übertreiben und zu viel quer Beet testen, da das Argument bzgl. falsch positiver Ergebnisse bei einer so hohen Testanzahl wie in Deutschland durchaus nicht unberechtigt ist. Daher muss die Teststrategie erstmal weiter lauten, nur bei berechtigtem Verdacht zu testen.
    Bzgl. erster Impfstoffkandidaten geht man aktuell ja davon aus, dass es erste Kandidaten frühestens Q1/Q2 2021 zur Zulassung schaffen könnten, trotzdem wird es (trotz Vorbestellungen etc.) schwierig werden Europa mit ausreichend Dosen zu versorgen, weshalb man sich erst mal freilich auf die Risikogruppen konzentrieren wird müssen. D.h. eine breitere Durchimpfung wird nach wie vor eher nicht vor Q4 2021 möglich sein, ausserdem ist davon auszugehen, dass die ersten Impfstoffe durchaus noch nicht den nötigen Immunitätsgrad erreichen könnten. Das werden erstmal nur die "minimum viable products" der Impfstoffe sein schätze ich. Wie lange die Immunität dann anhält, ist nach wie vor offen. Bis wirklich effektive Impfstoffe auf den Markt kommen werden sicherlich noch Jahre ins Land ziehen, trotzdem denke ich wird man auch mit den ersten Kandidaten Erfolge erzielen, sofern sich genug Menschen impfen lassen. Eine Rückkehr zur "Vor-Corona"-Normalität sehe ich auch 2021 im Moment nicht. Ein Stück weit müssen wir sicherlich lernen mit der Pandemie zu leben und die Hoffnung zurückstellen, dass alles wieder mal so wird wie es war.

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

    3 Mal editiert, zuletzt von el_drogo ()

  • Ich bin seit einiger Zeit als Pflegehelfer in einem Seniorenheim unterwegs (nachdem ich als Musiker und Gastronom wohl zu den am heftigsten von Corona Betroffenen gehörte) und erlebe also den Kampf an der Front, wie es so schön heisst. Man arbeitet immer in Maske, aber mit Nase frei, weil man sonst den körperlich anstrengenden Job nicht schafft, schon gar nicht in meinem Alter. (Und ich ziehe die Maske runter, wenn ich lächle, damit das auch rüberkommt.) Ansonsten sind die Hygienevorschriften nicht höher als sonst (weil sie schon hoch genug sind, ich desinfiziere etwa 20mal pro Tag die Hände, obwohl ich bei praktisch jedem Kontakt Handschuhe trage, das ist normal, nicht wegen Corona). Das Personal hier ist von Corona nicht sehr geschockt gewesen, es gab ein Besuchsverbot, ja, aber viel schlimmer war wohl der Maskenmangel zu Beginn, und das bei einem großen kirchlichen Träger. Eine Kollegin hat wohl auf grauen Wegen Masken organisiert. :)
    Heute bin ich nach der Schicht einkaufen gegangen, und der Supermarkt hat die Hygienemaßnahmen wieder hochgefahren, panikmäßige Hinweisschilder an jeder Ecke, - auf der Arbeit geht niemand von einem neuen Lockdown aus (es interessiert aber auch nicht wirklich, weil wir arbeiten ja weiter).

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