• Ich möchte nicht für die Apokalypse horten, aber sehe auch überhaupt keinen Nachteil davon, wenn man ein paar mehr Vorräte als sonst hat. Wenn (hoffentlich) alles gut geht hat man halt zu viel Nahrung im Haus gehabt - wie schlimm!
    Meine Freundin findet, dass ich übertreibe...


    Ich selbst bin bis letzte Woche eigentlich von Montag bis Freitag jeden Tag einkaufen gewesen. Tagsüber habe ich mir Gedanken gemacht worauf ich Appetit habe, und auf dem Nachhauseweg bin ich schnell in einen der 6 Supermärkte, die ich ohne großen Umweg erreichen kann.
    Jetzt habe ich umgestellt, und nutze den 2,20m Eisschrank wieder, der bei mir die meiste Zeit abgestellt ist. Der ist inzwischen gut gefüllt mit mehreren 1kg Beuteln Gemüse, 2kg Fisch, 2kg Schwein, 3kg Rind, 2kg Geflügel. Wenn ich das ergänze mit meinem Vorrat an Nudeln (verschiedene Sorten, nur Spaghetti habe ich keine mehr), 1kg Reis, 2kg Linsen, einige Konserven mit Fisch Fleisch Bohnen, und 2kg Mehl (backe derzeit selber), inzwischen auch 3 Kästen Wasser a 12l...
    Das ließt sich jetzt wie Hamsterkauf, und ist es wohl auch. Allerdings habe ich diese Menge nicht auf einen Schlag besorgt, sondern nach und nach in den letzten 2 Wochen.
    Also, mir fallen schon immer wieder Dinge ein, die ich noch besorgen muss, Kaffee zB, aber das notiere ich derzeit, und besorge diese morgen.
    Für mich hat das nichts mit Panik zu tun, aber ich vermeide so den Kontakt beim Einkaufen in der nächsten Zeit.


    So lange kein längerer Stromausfall kommt, bin ich ganz gut aufgestellt.

    It`s not easy to be a birdplane.


    Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

  • #Dinge, die man tut, für die man sich sonst nie die Zeit nimmt ...


    Webmailposteingang mal komplett durchforsten... Van der Bellen-Wahlaufrufe von 2016 sind jetzt doch einmal rausgeflogen. :D Jetzt habe ich wieder Platz für skurrille Fotos des Alltags von meiner Freundin, die ja nicht in Heimquarantäne steckt.


    Mein Bad hat exakt 89 Fliesen.


    Auch die exakten Abmessungen des Backrohrs kenne ich jetzt.


    Die Walter Moers-Sammlung ist sehr lustig, wenn man nach 15 Jahren die Bände mal wieder anschaut.


    Komme gerade in die Phase, in der mir Internet und Fernsehen schon auf die Nerven gehen. Der Höhepunkt ist wohl erreicht, wenn ich bei den Nachrichten-Moderatoren im Fernsehen die Begrüßung erwidere.

    [b] Sorry, no dragons in Winterfell!


    Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

  • Moooment, mir gings eigentlich nur darum, dass hier fünf Wochen so abgetan werden, als seien es fünf Tage. Sind es nicht. Es ist tatsächlich fast 1/10. des Jahres. Das Runterzuspielen als wäre das n lachhafter Zeitraum ist halt einfach unnötig und realitätsfern.


    Also ich finde diesen Zeitraum angesichts der Problematik nahezu lachhaft überschaubar und bin ziemlich erschüttert, dass es ganz offenbar viele Menschen wie dich gibt, die das anders sehen. Hätten wir alle nur die Lebenszeit eines Chamäleons zu Verfügung wäre das freilich was anderes. Als meine Arbeitskolleginnen in der letzten Woche ständig nur noch darüber lamentieren konnten, was sie denn nun jetzt sooooo lange mit ihren Kindern zu Hause anstellen sollen, habe ich am Ende einfach nur noch entnervt den Kopf geschüttelt und bin froh, dass ich mir dieses Gejammer zumindest jetzt nicht mehr anhören muss.


    Ach und weil hier Thema Restaurants kam und irgendwer meinte, man solle stattdessen zum Mittag auf Arbeit ne Stulle essen... Jeht nicht, es jibt keen Brot mehr. Seit Montag. Ja, Dienstag gabs auch kein Brot - jedenfalls nicht nachmittags, also zu Zeiten wo Menschen, die noch arbeiten, einkaufen gehen können. Soll man nun quer durch die Stadt von Supermarkt zu Supermarkt und Bäcker zu Bäcker tingeln auf der Suche nach dem letzten Brote oder sich doch lieber gleich n BigMac holen? Bei letzteren trifft man übrigens auf weniger Menschen.


    Wie man dieses Problem lösen kann, hast du dir einen Post später selbst beantwortet. Sollte nicht allzu anstrengend sein am Vorabend einfach etwas mehr zu kochen. Magie ist dafür auch keine nötig. Restaurants, Imbissbuden, Kantinen, Bars... im Rahmen eines Notstandes alles vollkommen entbehrlich.


    Aber naja.... sind halt die Folgen einer verwöhnten Wohlstandsgesellschafft.

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

  • meine Arbeitskolleginnen in der letzten Woche ständig nur noch darüber lamentieren konnten, was sie denn nun jetzt sooooo lange mit ihren Kindern zu Hause anstellen sollen, habe ich am Ende einfach nur noch entnervt den Kopf geschüttelt und bin froh, dass ich mir dieses Gejammer zumindest jetzt nicht mehr anhören muss.


    Du hast noch nie längere Zeit am Stück mit Kindern verbracht, oder? Ich selber habe keine, konnte diese Erfahrung aber auch schon mal einige Wochen am Stück machen. Wenn ich mich in die Lage von Eltern versetze, die 4 Wochen plus X Kinder zu hüten haben, die nicht raus dürfen, eventuell in einer Wohnung ohne Garten, und dabei noch arbeiten müssen... Das ist einfach mal scheiße, ohne wenn und aber. Natürlich, davon geht die Welt nicht unter, und in der aktuellen Situation ist es leider nötig. Aber Singles und Kinderlose, die diese Lage bestenfalls theoretisch kennen, sollten sich hier und jetzt mal einfach zurück halten, und sich großkotzige Kommentare klemmen.

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  • Zitat

    Aber Singles, die diese Lage bestenfalls theoretisch kennen, sollten sich hier und jetzt mal einfach zurück halten, und sich großkotzige Kommentare klemmen.


    Der hier anwesende großkotzige Single schwingt sich täglich in die Öffis und arbeitet derzeit mal für einen, mal für zwei Elternteile gleichzeitig mit, damit die gemäß ihrer privaten Lebensplanung zu Hause ihrem Erziehungsauftrag nachkommen können.
    Nochmal: Zu Hause. Nicht, damit die Meute zur Bespaßung auf andere Menschen losgelassen wird.
    Zum Glück habe ich ausschließlich vernünftige, geduldige Kollegen und Kolleginnen, die den Ernst der Lage einsehen. Für die mache ich das gern.


    Irgendwie scheinen die 15.000.000 Hausfrauen in Deutschland auch witterungsbedingte Innenaufenthalte ihrer Kinder weitestgehend unbeschadet überlebt zu haben. Und ne, du hast die Erfahrung nicht gemacht, es waren ja nicht deine. Angeblich gehen sie Dritten doch irgendwie mehr auf den Keks als den Eltern selbst.


    Zitat

    Natürlich, davon geht die Welt nicht unter, und in der aktuellen Situation ist es leider nötig.


    Exakt. Entsprechend werden wir wohl geteilter Meinung bleiben, wer sich hier was klemmen sollte.

    I have been despised by better men than you.

  • @el_drogo
    Sorry, das der Supermarkt bei mir Tag für Tag leerer wird und die Angestellten da aufm Zahnfleisch von Regal zu Regal kriechen, hat nix mit verwöhnter Wohlstandsgesellschaft zu tun, sondern kommt tatsächlich daher, dass hier Leute Wochenlang auf Vorrat bunkern. Der Verkauf von Klopapier und Konserven und Nudeln und weiß der Geier ist im letzten Monat je nach Produkt um 500-1000 Prozent gestiegen (stand in irgendner Zeitung). Würde jeder sich Mal n bissl zusammen reißen und nur auf n paar Tage oder von mir aus ne Woche vorkaufen, hätte jeder genügend Kackpappe und Futter für sich und die Supermarktangestellten hätten dazu noch weniger Stress. Einkaufen darf man übrigens auch während einer Ausgangssperre.


    Ich hab auch nicht gemeckert, weil wie du ja bemerkt hast, ich habe da auch Lösungen. Ich wollte nur anmerken, dass weitaus mehr der vermeintlich einfachen Lösungen schlichtweg so einfach doch nicht funktioniert, Stulle z.B.
    Und erkläre doch Mal n Feuerwehrmann, der in Berlin aktuell mit 12 Stunden Schichten lebt, er möge doch Mal bitte für Tage vorkochen oder ne Büchse Erasco öffnen, um den Fraß sich auf der Fahrt Mal schnell kalt reinzudrücken. Der freut sich gewiss, wenn er tatsächlich ne Stulle und ne Mütze Schlaf hat. Und du freust dich darüber auch, wenn der bei dir vorbei kommt, um den Nachbarn zu reanimieren oder den Brand in der Küche zu löschen und er dabei nicht vor Erschöpfung auch noch umkippt, weil er seine Ruhezeit mit der Beschaffung von Lebensmitteln verbracht hat.

  • Naja ich gebe zu, das mit dem "Gejammer" war vielleicht etwas rüde ausgedrückt und dafür entschuldige ich mich. Ich komme aus einer Grossfamilie, habe 15 Onkel und Tanten, um die 50 Cousins und Cousinen, die meisten haben ihrerseits wiederum Kinder (ich bin vermutlich der einzige der keine hat), ich habe auch schon mehrere Tage am Stück hintereinander auf die beiden Scheisser meiner Schwester aufgepasst. Du kannst mir also glauben wenn ich sage, dass ich ein grobe Vorstellung davon habe was es bedeutet sich mit Kindern abzugeben. Klar ist es in der aktuellen Situation hart, klar muss man Abstriche in der Lebensqualität machen, klar muss man verzichten, klar ist es anstrengend. Aber was soll ich dir sagen- that's life. Meine Schwester arbeitet auch und nimmt es mit Humor. Wer sagt denn, dass man sich 24 Stunden am Tag mit ihnen beschäftigen muss, sofern sie alt genug sind sollen sie sich halt ne Beschäftigung suchen, ausserdem gibt es von den Schulen sicher tonnenweise Hausaufgaben die sie machen müssen. Das ist dann die ideale Zeit für Home Office. Bei den Kindern in meiner Familie erlebe ich das alles auch eher so, wie SerSeppl sagt, man muss echt froh sein, wenn man sie mal für mehrere Stunden von der Unterhaltungselektronik weg bekommt.

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    Einmal editiert, zuletzt von el_drogo ()

  • Zitat

    Und erkläre doch Mal n Feuerwehrmann, der in Berlin aktuell mit 12 Stunden Schichten lebt, er möge doch Mal bitte für Tage vorkochen oder ne Büchse Erasco öffnen, um den Fraß sich auf der Fahrt Mal schnell kalt reinzudrücken. Der freut sich gewiss, wenn er tatsächlich ne Stulle und ne Mütze Schlaf hat. Und du freust dich darüber auch, wenn der bei dir vorbei kommt, um den Nachbarn zu reanimieren oder den Brand in der Küche zu löschen und er dabei nicht vor Erschöpfung auch noch umkippt, weil er seine Ruhezeit mit der Beschaffung von Lebensmitteln verbracht hat.


    Jo.


    Zitat

    Ist die Technik gecheckt, machen sich die Berufsfeuerwehrleute an die Zubereitung des Frühstücks bzw. des Abendbrotes. Auf den Feuerwachen müssen sich die Einsatzkräfte ihre Mahlzeiten selbst zubereiten. Ein paar Kollegen finden sich meist immer, die diese Aufgabe bereitwillig übernehmen und dabei nicht selten ein ungeahntes kulinarisches Talent entdecken lassen.


    https://www.berliner-feuerwehr…-bei-der-berufsfeuerwehr/

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  • lol, Maegwin ist mir mal wieder zuvor gekommen, wollte gerade was ähnliches dazu editieren. Ich bin zwar selbst nur freiwilliger Feuerwehrmann, aber von unseren Berufsfeuerwehren kenn ich das auch so, dass es auf der Wacht Küchen gibt wo sie prima ihre essen selbst zubereiten können, man ist ja in der Regel nicht im Dauereinsatz.

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  • Wir haben in Deutschland jetzt die Marke von 10.000 Fällen überschritten, mehr sind es in Europa nur in Italien und Spanien.
    Bei den Toten sind wir nach wie vor Schlusslicht, was mich einmal mehr ratlos zurücklässt;


    -Sind wir nur ein paar Tage zurück und leben daher noch mehr Erkrankte, die jedoch die Krankheit nicht überleben werden? Wüsste dafür eigentlich wenig Grund.
    -Testen wir sehr gut? Spricht auch Vieles dagegen, da es viele Berichte von Leuten mit Symptomen gibt, die nicht getestet werden; etwas weil sie keinen nachweislichen Kontakt zu Infizierten hatten.
    -Ist die Dunkelziffer in den anderen Staaten so gigantisch?
    -Liegt es am Gesundheitswesen im Vergleich zu Italien und inzwischen Spanien sicher, aber aus anderen Ländern ist mir noch kein Systemkollaps bekannt.


    Der vorletzte Punkt ist der beängstigendste.


    Edit: Berufsfeuerwehren haben außer an Silvester echt nicht viel zu tun.

  • Die Berliner Feuerwehr ist der Berliner Rettungsdienst. Herzinfarkte gibt's nicht nur zu Silvester.
    Wartezeit auf n Krankenwagen in Berlin, wenn nicht durch Polizei gerufen beträgt gerne 30 Minuten plus. Genau, weil die die ganze Zeit sich den Wanst voll hauen.

  • Zitat

    Wartezeit auf n Krankenwagen in Berlin, wenn nicht durch Polizei gerufen beträgt gerne 30 Minuten plus.


    Wir haben gerade festgestellt, dass das nicht an der Schließung ihrer nichtexistenten Kantine liegt. Den Punkt würde ich auf Grund absolut offensichtlicher Unrichtigkeit entsprechend gern abhaken.


    #RealLifeProblems


    Die Zahlen in Italien scheinen ein ganz kleines bisschen zurückzugehen. Daumendrücken. Bis Sonntag wissen wir mehr.

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  • Auf jeden Fall. Habe erst gestern noch gelesen, dass man sich den Peak innerhalb der nächsten 7 Tage erwartet. Trotzdem wird aktuell schon darüber beraten, ob die Ausgangssperre (aktuell ja auf 03.April angesetzt) nicht verlängert werden sollte. Ich persönlich gehe davon aus, dass das der Fall sein wird.

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

  • Auf jeden Fall. Habe erst gestern noch gelesen, dass man sich den Peak innerhalb der nächsten 7 Tage erwartet.


    Peak der neu Infizierten oder der aktiven Fälle? Letzteres wären in der Tat außergewöhnlich gute Nachrichten und ließen auf ein Vergleichsweise schnelles Ende der Pandemie hoffen.

    "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly


    Ceterum censeo Casimirem esse delendum.

  • Ich will eine Ausgangssperre. Du tust praktisch wortwörtlich alles was die NRW-Regierung gebeten hat nicht zu tun, weil deine Kleine Fahrrad fahren und Inlineskates üben möchte. Ja weiß auch nicht, was dagegen spricht. Diese Pandemie vielleicht. Um Personen wie dich bei der Entscheidungsfindung führend zu unterstützen, wäre ich zusätzlich für ein privates Kleinstversammlungsverbot. Vielleicht tut es dann auch ein Malbuch.


    Das Grundproblem ist also momentan nichts anderes als die Langweile des Kindes.


    Jetzt sag' mir doch mal, warum Radfahren oder Inlinern so schlimm ist? Es gibt genügend, die mit dem Rad in die Arbeit fahren, weil sie den ÖNV meiden wollen. Ist ja nicht so, dass man dabei mit jemandem Händchen hält. Ist ja eh keiner auf der Straße. Was tut das denn für's Immunsystem, wenn man 5 Wochen nur drinnen ist? Also sorry!
    Meine Kinder haben auch tatsächlich einen Schlüssel. Aber ich versuche immer da zu sein, weil ich dem Großen die Verantwortung für die Kleine nicht aufhalsen will.
    Sie beschäftigen sich grundsätzlich auch gut alleine. Lesen, puzzeln, Tablet, Switch, basteln, Lego, Barbie, ... das geht schon mal. Aber 5 Wochen lang? Stell' dir mal die Sommerferien mit Hausarrest vor.
    Ich bin zwar die ganze Zeit daheim, muss aber eben auch arbeiten, das mit dem Homeschooling durchziehen, nebenbei noch Kochen und Haushalt (und da fällt jetzt mehr an, als im normalen Alltag).


    Ich zweifle einfach sehr daran, ob die Maßnahmen alle so richtig sind. Man legt das komplette Leben der Gesellschaft lahm. Ich möchte nicht wissen, wieviele Existenzen nun gefährdet sind. Und wieviel Geld jetzt dabei drauf geht, dass Unternehmen gerettet werden müssen. Vielleicht wäre es sinnvoller, die Risikogruppen unter Hausarrest zu stellen. Wir gesunden sind ja eh dazu angehalten, dass wir uns daheim auskurieren sollen, sollten wir Symptome haben.
    Vielleicht ist der britische Ansatz gar nicht so schlecht ...


    Und im Übrigen finde ich es fast schon heuchlerisch, was hier abgeht. Vor einigen Jahren gab es mal Debatten, ob 80-Jährige noch künstliche Hüftgelenke bekommen sollten. Da wurde von einem jungen Politiker noch argumentiert, dass die auch an Krücken gehen können. Millennials erfinden den Hashtag "Boomer Remover". Überalterung der Gesellschaft, Demografischer Wandel, ... der Regierung könnte es doch eigentlich fast recht sein, wenn es gerade die Älteren trifft. Aber aus moralischen Gründen muss jetzt alles getan werden, um sie am Leben zu halten.


    So, ich bin dann mal 15kg Lego sortieren ... bei schönstem Frühlingswetter! Hoffe, es ist recht so!

  • Puh Narannia, viele Sachen im Forum lasse ich mittlerweile unkommentiert, aber hier muss ich zumindest einen kurzen Kommentar abgeben: nimm's mir nicht übel aber der Beitrag ist wirklich an vielen Stellen sehr, sehr...schlecht (in Ermangelung eines besseren Wortes). Ich hoffe da spricht nur die Frustration über die stressige Situation aus dir. Es ist verständlich wenn dein Nervenkostüm darunter schon gelitten hat.
    Ich könnte näher auf alles eingehen, aber da ich weiß, das andere User sich nicht die Chance nehmen werden hier die einzelnen Absätze zu zerpflücken belasse ich es dabei: Mach dir nochmal über die Zusammenhänge Gedanken, über das große Ganze und vielleicht über die ein oder andere ethische Frage.
    Ansonsten wünsche ich dir viel Erfolg dabei die Herausforderungen vor die insbesondere auch dich das Virus und die Ausnahmesituation stellt zu bewältigen.

    "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly


    Ceterum censeo Casimirem esse delendum.

  • Peak der neu Infizierten oder der aktiven Fälle? Letzteres wären in der Tat außergewöhnlich gute Nachrichten und ließen auf ein Vergleichsweise schnelles Ende der Pandemie hoffen.


    So wie ich es verstanden habe, ging es nur um die Anzahl der neu Infizierten, konkret wurde wohl der 25. März als Höhepunkt der Fallkurve ermittelt. Danach erhofft man sich einen Rückgang.


    Edith sagt: wie einige hier vielleicht schon mitbekommen haben, gehöre ich ja auch zu denen, die fieberhaft nach "alternativen bzw. möglichen" Auswegen suchen um dem wirtschaftlichen Kollaps vorzubeugen, aber viele von Narannia's Aussagen erschüttern selbst mich. Du solltest wirklich über vieles nochmal genauer nachdenken, und ich hoffe ehrlich, dass nur eine momentane emotionale Überforderung aus dir spricht und es dir ansonsten gut geht.

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

    3 Mal editiert, zuletzt von el_drogo ()

  • Gegen Inliner fahren oder Rad fahren spricht ja an sich nichts, wenn tatsächlich kein Kontakt mit anderen Kindern zu Stande kommt. Selbst die pessimistischeren Experten empfehlen ja Spaziergänge etc. wenn man vor Dritten möglichst weit Abstand hält, schnell die Pfoten wäscht etc. Da sehe ich jetzt auch nicht so das Problem (wie gesagt, sofern die Kinder vernunftbegabt genug sind um die Regeln einigermaßen einzuhalten).


    Insgesamt doch eher ein Luxusproblem.


    Meine Mutter ist seit Wochen total überarbeitet, sie ist in der Verwaltung eines großen Jugendhilfeträgers mit Einzugsgebiet Kreis Heinsberg...(solche Situationen werden mit dem tollen englischen Modell Normalfall...)
    Mein Vater ist selber Risikogruppe, darf jedoch seine demenzkranke Mutter, die aufgrund völliger Beratungsresistenz alleine in ihrem alten Haus wohnt versorgen, da rund 25 min Autofahrt hin notwendig sind, bin ich gespannt wie das mit Ausgangssperren geregelt werden soll, zumal pflegemäßig wegen Kapazitätsgrenzen eh schon nicht das volle Programm geleistet werden kann.
    Und meine Schwester darf sich als kinderlos Neuärztin nach einem Winter voller Überstunden auf gestrichenen Urlaub und Sonderschichten freuen.


    Und bei all den existenziell bedrohten Menschen sind das auch noch positive Fälle...

  • Zitat

    Jetzt sag' mir doch mal, warum Radfahren oder Inlinern so schlimm ist?


    An beidem ist überhaupt nichts schlimm, sofern du gewährleistet und nicht nur rätst oder hoffst, dass deine Kinder beides ganz allein für sich machen. Ich glaube nicht, dass das bei Kindern so funktioniert und auch die Regierung scheint es nicht zu glauben.


    Zitat

    Ist ja eh keiner auf der Straße.


    Der Sinn wird nicht sein, dass Einzelne sie dann ganz für sich alleine haben.


    Zitat

    Was tut das denn für's Immunsystem, wenn man 5 Wochen nur drinnen ist?


    Oh, es ist wie in einem Science-Fiction-Film. Die Haustür geht auf, die Kinder werden vom Licht geblendet, greifen sich Darth-Vader-Opfer-mäßig an den Hals und beginnen sich am Boden hin- und herzuwinden. :pinch:
    Sie müssen nicht immer nur drinnen sein, sie dürfen nur nicht mit anderen draußen sein. Wenn in den fünf Wochen der ein oder andere Spaziergang oder Wandern mit dir oder Papa drin ist, passiert mit dem Immunsystem auch nichts.


    Zitat

    Aber 5 Wochen lang? Stell' dir mal die Sommerferien mit Hausarrest vor.


    Die muss ich mir nicht vorstellen. Wie bereits geschrieben war ich in den meisten Sommerferien meines kindlichen Lebens allein daheim. Meine Eltern konnten es arbeitstechnisch nicht anders einrichten und waren zu übervorsichtig um mich Tags über draußen allein rumstromern zu lassen. Urlaubsreisen waren ebenfalls kein Ding, weil alles in die Renovierung des Hauses ging das sie gekauft hatten.


    Ich warte immer noch voller Hochspannung auf den Punkt an dem du irgendwas relevanteres von dir gibst, als dass deinen Kindern langweilig ist und du das als anstrengend empfindest. Nicht, dass ich grundsätzlich etwas gegen diese Art von Beschwerden hätte - der Großteil unseres Smalltalks wird vermutlich nicht aus schlimmeren Problemen bestehen.
    Aber vor dem Hintergrund dessen, was der Auslöser dieser Langeweile ist und dass du schon einräumst die Empfehlungen eher mittelmäßig zu befolgen, geht mir diese Art von Beschwerden generell auf den Keks.


    Ich lese dann in etwa: "Scheiße, Zalando liefert meine Traumjeans nicht, die blöden Weber in Bangladesch sind abgefackelt."


    Jetzt muss nicht jeder von uns ständig Weltschmerz empfinden, sonst könnten wir gar nicht funktionieren. Aber das ist tatsächlich mal eine Situation in deren Mittelpunkt wir uns befinden und in der jeder einen sehr realen Beitrag leisten kann.


    Zitat

    Und im Übrigen finde ich es fast schon heuchlerisch, was hier abgeht. Vor einigen Jahren gab es mal Debatten, ob 80-Jährige noch künstliche Hüftgelenke bekommen sollten. Da wurde von einem jungen Politiker noch argumentiert, dass die auch an Krücken gehen können. Millennials erfinden den Hashtag "Boomer Remover". Überalterung der Gesellschaft, Demografischer Wandel, ... der Regierung könnte es doch eigentlich fast recht sein, wenn es gerade die Älteren trifft. Aber aus moralischen Gründen muss jetzt alles getan werden, um sie am Leben zu halten.


    Die Aussage finde ich ziemlich fragwürdig und möchte sie ehrlichgesagt auch nicht großartig kommentieren. Ich weiß, dass in medizinischen Notfällen irgendwie priorisiert werden muss, aber ich finde das Leben eines älteren Mitbürgers kein bisschen weniger rettungswürdig oder wertvoll als das eines jüngeren.


    Zitat

    So, ich bin dann mal 15kg Lego sortieren ... bei schönstem Frühlingswetter! Hoffe, es ist recht so!


    Ja! Vielen Dank (keine Ironie)!



    Mein Vater ist selber Risikogruppe, darf jedoch seine demenzkranke Mutter, die aufgrund völliger Beratungsresistenz alleine in ihrem alten Haus wohnt versorgen, da rund 25 min Autofahrt hin notwendig sind, bin ich gespannt wie das mit Ausgangssperren geregelt werden soll, zumal pflegemäßig wegen Kapazitätsgrenzen eh schon nicht das volle Programm geleistet werden kann.Und meine Schwester darf sich als kinderlos Neuärztin nach einem Winter voller Überstunden auf gestrichenen Urlaub und Sonderschichten freuen.Und bei all den existenziell bedrohten Menschen sind das auch noch positive Fälle...


    Es würde vermutlich laufen wie in Frankreich, da ist (unter Anderem) die Pflege von gebrechlichen Angehörigen ausgenommen. Es würde deinem Papa leider natürlich nicht hinsichtlich der Risikogruppe helfen, aber die Fahrten wären nicht verboten.


    https://www.tagesschau.de/ausl…h-ausgangssperre-103.html

    I have been despised by better men than you.

    Einmal editiert, zuletzt von Maegwin ()

  • Tja, so ist es halt. Die Notwendigkeit von einschränkenden Maßnahmen wird es dann anerkannt, wenn man selbst oder das direkte Umfeld betroffen ist.


    Wir haben vor ein paar Wochen eine vorläufige Gästeliste für die Hochzeit im nächsten Jahre erstellt, da sind 75 Leute drauf. Nach aktuellen Stand werden davon sicherlich 50 an Corona erkranken und wenn man die Sterblichkeitsrate von 2% anlegt, dann wird statistisch gesehen einer von dieser Liste die Hochzeit aufgrund von Corona nicht mehr erleben. 2 weitere werden intensive medizinische Hilfe benötigen, und falls das Gesundheitssystem tatsächlich überlastet ist, weil die rebellische Ader der Deutschen sich nicht in ihren Wohnzimmer einsperren lässt, gehen die vielleicht mit drauf. Je nachdem, wie sich persönliche Krankengeschichten, Asthma, etc. auf die 75 Leute verteilen, steigt diese Zahl noch.
    Ich glaub nicht, daß ich sonderlich viel mehr Menschen kenne, als der Durchschnittsmensch. Ich denke fast jeder hat 70+ Leute in seinem Bekanntenkreis, deren Dahinscheiden einem persönlich wehtun wird. Und wenn man vielleicht selber noch das Glück hat, davon verschont wird, wird man jemanden kennen, der jemanden verlieren wird.


    Zitat

    Und im Übrigen finde ich es fast schon heuchlerisch, was hier abgeht. Vor einigen Jahren gab es mal Debatten, ob 80-Jährige noch künstliche Hüftgelenke bekommen sollten. Da wurde von einem jungen Politiker noch argumentiert, dass die auch an Krücken gehen können.


    Der Vorschlag kam von einem FDP-Politiker. Wie gut die FDP in diesem Forum gelitten ist, kann man in den Politik-Threads nachlesen. Keine Ahnung, was der Einwurf hier soll.

    Mainstream commercial nihilism can't be trusted?!

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