Episode 8x03 - The Long Night

  • Die Figur des 3ER verkörpert durch einen an der Handlung beteiligten Bran und nicht durch eine außerhalb der Handlung stehenden quasi göttlichen Instanz bewirkt einfach automatisch, dass es zu Logiklöchern und Fragen nach dem Sinn der Figur kommt.


    Warum greift Bran nicht öfter ein? Na ja....weil die Serie dann nach einer Folge beendet wäre! Dass er dann trotzdem hin und wieder eingreift, wenn die handelnden Personen mit ihrem Latein am Ende sind, soll dann wohl seinen Nutzen zeigen, zeigt aber halt gleichzeitig auch, wie problematisch und unlogisch es ist, eine Figur mit solch einer Macht aktiv an der Handlung teilhaben zu lassen. Das kann ja eigentlich nur schief gehen.


    Ganz allgemein gefragt, weil ich das aus den Büchern nicht mehr weiß: was ist denn die eigentliche Aufgabe/Bestimmung dieser Figur? Also nicht Brans, sondern sie des 3ER? Wird das thematisiert? Sein Vorgänger hat doch im Endeffekt auch nichts gemacht, außer im Baum zu hängen und zu "sehen", oder? Vielleicht fehlt mir gerade das Hintergrundwissen, aber die Figur des 3ER als gottgleiches Wesen (wenn sie so agiert bzw nicht agiert wie Brans Vorgänger), ist doch für die Handlung selbst vollkommen irrelevant, oder?


    Nur dadurch, dass dann ein an der Handlung beteiligter Charakter zu diesem Wesen wird, wird der 3ER dann automatisch auch Teil der Handlung; mit all den damit verbundenen Problemen.


    Ich weiß auch irgendwie nicht, wie man das besser lösen kann und wie das in den Büchern behandelt werden wird. Ein 3ER als Teil der Handlung ist einfach in sich problematisch.

  • Das ist auch etwas, womit ich nicht klar komme. Selbst, wenn Bran jetzt die Taktik von Cersei aufgedeckt (falls er sowas in die Richtung macht) und Daenerys/Jon dadurch den Thron erobern... Damit ist er eigentlich eine größere Waffe als die Drachen oder der NK. Denn er könnte überall Mäuschen spielen und dies entsprechend einsetzen, um für sich selbst oder auserwählte den Weg zu ebnen. Ob das der Sinn des 3ER war/ist? Bei Kleinfinger habe ich da noch gar nicht so drüber nachgedacht. Vor allem weil es ja auch ein Gerechtigkeitsgefühl beim Zuschauer ausgelöst hat.


    Es macht für mich nichtmal Sinn, dass er Jons wahre Identität aufklärt. Hat Sam ja auch. Okay, er hat es dann gesehen und dann bestätigt. Aber er würde viel zu viel Einfluss nehmen in die Welt. Ich denke das weiß er auch und hält sich deswegen zurück. Nur wirft das die Frage auf, warum gibt es ihn, wer oder was braucht ihn? Wenn er da am Baum hängt und eine Zeitreise nach der anderen unternimmt, schön. Interessiert aber keinen. Also da hoffe ich noch auf irgendetwas sinniges.


  • In den Büchern gibt es Vermutungen und Hinweise, dass die Dreiäugige Krähe im Rahmen ihrer Möglichkeiten subtil in Geschehnisse angreift. Am auffälligsten wird das bei Jons Wahl zum Lord Kommandanten, als Mormonts Rabe sich für ihn ausspricht und so zur Wahl beiträgt, aber auch bei der Kontaktaufnahme Brans zu Theon, wodurch dieser seine Identität zurückgewinnt.

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    "We all swore oaths." - Arthur Dayne


    "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont

  • Hm hab bisher nur ein paar Seiten gelesen und bin doch etwas überrascht, dass ich vergleichsweise unkritisch bei dieser Folge bin. Sonst ist es immer andersrum. Nun gut, also kurz:
    Von der Folge an sich war ich begeistert. Klar taktisch selten dämliche Fehler wie der Dothrakiangriff und die Position der einzig wirksamen Waffe (außer den Drachen), der Katapulte. Auch auf Seiten der WW fraglich, warum sie die Drachen nicht einfach genauso easy kaputt gemacht haben, wie Viserion. Bei den Drachenkämpfen auch dumm, dass Rhaegal versucht einen Untoten kaputt zu beißen, anstatt mal anzukokeln. Oder warum Jon nicht den Feuerkranz anzündet. Oder die Untoten in der Krypta, dass war SO offensichtlich...arg. Aber die Atmosphäre fand ich schon echt brutal und mitnehmend und war zum ersten Mal seit vielen Staffeln wirklich emotional involviert.


    Das Ende hat dann natürlich Alles kaputt gemacht und erklärt sicherlich auch einen erheblichen Teil der negativen Reaktionen. Das wars jetzt? Attentäter-Arya? Seriously? Haha.
    Bestätigt mich in der Einnahme, der entscheidendere Showdown wird der mit Cersei sein, aber wenn man die Anzahl der "Ankündigungsszenen" von den WW auf der einen Seite und den Drachen auf der Anderen nimmt, war das schon echt fehlplatziert kurz und schwächlich. Vor allem, weil Jons Rolle dabei so krass unterrepräsentiert ist, obwohl er offensichtlich der entscheidende Charakter sein müsste.


  • Ich muss sagen, dass ich während des Schauens der Folge auch dachte, dass sie mir das zeigen wollen und die Folge deswegen großartig fand bis Arya ins Bild sprang. Ich habe den Moment als Bran wargt im ersten Moment nämlich nicht als wargen in die Raben wahrgenommen, weil mir das einfach zu dumm war, sondern dachte er beginnt jetzt den NK zu steuern, weil der ja direkt danach zum ersten Mal auftaucht. Dachte dann während der Folge wie großartig es von Bran doch ist allen zu sagen, dass er beschützt werden muss, nur weil seine wahre Intention darin besteht, dass alle Menschen vor ihm sterben und er der letzte ist der steht. Auch der Kommentar zu Theon von wegen "Du bist ein guter Mensch"(im Gegensatz zu allen anderen), passte da für mich noch perfekt in meine Wahrnehmung Brans wahrer Ziele. Und ich dachte sie beenden es jetzt mit dem Schocker, dass der NK vor Bran kniet. Aber nein dann kam ja Arya und alles brach in sich zusammen.

    Einmal editiert, zuletzt von Dracaris ()

  • Der 3ER ist in den Büchern auch keine "gottgleiche Instanz", wie weiter oben behauptet. Weder in den Büchern, noch in der Show.
    In den Büchern ist es "einfach nur" ein Mensch, mit einer besonders hohen Begabung als "Grünseher", also in der Magie des Nordens bzw in der Magie der KdW.
    Ob und welchen Zweck er in der Geschichte, insbesondere im Kampf gegen die Anderen, hat, ist noch offen.
    Ich hatte dazu mal eine Theorie geschrieben, aber das würde in diesem Thread zu weit führen. Sollte im Serien-Bereich in einem Thread über die WW zu finden sein.

    It`s not easy to be a birdplane.


    Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

  • OK... nachdem ich die Folge noch ein zweites Mal gesehen habe und je mehr ich drüber nachdenke, desto besser finde ich sie;


    zunächst war die Folge in sich keineswegs antiklimaktisch. Alle fokussieren sich auf das Ende, aber die riesige, immer krasser werdende und ziemlich aussichtslos wirkende Schlacht davor ist euch ja schon aufgefallen, oder?
    Wäre dies eine simplere, klischeehaftere Fantasystory (oder mehr noch ein Zombiemetzelfilm) bei der klar wäre, dass es schlicht und ergreifend ums Überleben gegen einen charakterlosen Gegner geht, dem einzig am Töten um seiner selbst Willen gelegen ist, wäre das Ende wahrscheinlich ziemlich gefeiert worden. Das ist sie nicht und, ja, viele sagen, dass das eben das Problem wäre, kann ich so gesehen verstehen aber... darauf komme ich gleich zurück..


    Wie ich schon sagte, die Schlacht-Episoden (und wenn sie noch so gut gemacht sind und noch so viele Emmys kriegen) sind grundsätzlich nicht etwas, was mich persönlich so wahnsinnig mitreißt; sie unterbrechen die Handlung haben kaum Charakter-Momente etc.; dementsprechend wenig hatte ich von dieser erwartet und dieser Erwartung hat sie auch entsprochen. Das einzige, was das rausreißt, ist... das Ende. Denn wie so viele hatte ich mehr ein Cliffhanger-Ende erwartet (in gewisser Weise ist es auch eins, aber ich meinte in Bezug auf den Ausgang des Kriegs gegen die WW), bei dem Winterfell erstmal überrannt wird und dann die WW nach King's Landing weitermarschieren. Aber, ganz ehrlich, wie hätte von unseren "Helden" auch nur ein einziger dieses Szenario überleben sollen? Die saßen nunmal in Winterfell, es war eine "Entweder-Sie-Oder-Wir"-Situation, das hätte man komm sehen müssen.
    Das Ende gibt der Folge Signifikanz, ein Abschluss eines der wichtigsten Handlungsstränge und keineswegs zu früh, wenn man bedenkt, dass wir in der finalen Staffel sind und nur noch drei Folgen übrig. Und ich find es, wie schon gesagt, einfach großartig, dass es Arya war, das war unerwartet und trotzdem nicht zu weit hergeholt, genau die richtige Balance. Wer enttäuscht war, dass Jon nicht sein großes Face-Off mit seinem "großen Gegenspieler" gekriegt hat: Nun genau darum geht es halt. Weder ist Jon "der Held", noch der NK "der Bösewicht" und wenn dieser Eindruck absichtlich erweckt wurde, dann war das genau zu dem Zweck, sich von dieser Art Story abzuheben, indem genau das nicht der Fall ist ("If you thought this was Lord of the Rings, you haven't been paying attention" :D) Der NK wird von Arya getötet, einer moralisch fragwürdigen Figur, die aber eben gut im Töten ist. Und das passiert auch nicht ganz am Schluss als episches Happy End, sondern in der Mitte der Staffel, das war sozusagen erst das Halbfinale :D


    Und jetzt kriegen wir etwas, das wir bei dieser Art Story selten bis nie gesehen haben: Das Danach und zwar nicht nur als knappen Epilog, sondern als Teil der Story, in dem noch viel, viel passieren kann. Das ist der wirkliche Unterschied zwischen GoT und LotR, ich verweise nochmal hierauf:

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    In vielen Stories dieser Art (selbst auch Harry Potter etc.) hat der Held im Grunde Glück. Er wird durch äußere Umstände in eine (Extrem-)Situation katapultiert, in der es eigentlich verhältnismäßig einfach ist, sich als Held zu erweisen, weil eine Weltrettungs-Mission ansteht, deren Dringlichkeit niemand von der Hand wird weisen können. Die hatten wir hier jetzt auch, aber: Was danach? Eine Frage, die in der Serie schon zigmal gestellt wurde und die auch GRRM umtreibt, siehe oben. Ich hatte schon Daenerys' mögliche Reaktion darauf, dass der Thron ihr gar nicht zusteht, angesprochen, jetzt haben wir aber eine abgeschwächte Form dieses Problems auch bei Jon: Jon ging zur Nachtwache, die existiert jetzt nicht mehr. Nachdem er sie verlassen hatte, trieb ihn nur eine einzige Sache an: Der Night King und wie man ihn besiegen kann... Nun, der Night King ist besiegt, was jetzt? Was wird Jon jetzt tun? Wird er aus die Krone einfach aus reiner Langeweile akzeptieren und dann Dany hinrichten lassen? :D Nein, aber ernsthaft jetzt, das könnte Jon in eine gewisse Existenzkrise stürzen, die ihn vielleicht unüberlegte DInge tun lässt (wie z.B. sich Danys Feldzug gegen Cersei anzuschließen, obwohl das Sinnvollere wäre, im Norden zu verweilen? Das würde auf jeden Fall "Sinn machen", um den fehlenden Sinn in seinem Leben nach dem Tod des NK zu kompensieren, siehe hierzu auch:

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    :D wir werden sehen...)
    Und dann all die anderen Charaktere, die sich da zu einem Zweckbündnis zusammengetan hatten, zwischen denen aber eigentlich teilweise einiges steht; was wird Jaime tun? Wird er jetzt bei Team Dany bleiben und, wenn nicht, wird Dany ihn gehen lassen? Wird er sich wieder Cersei anschließen? Wird Tyrion vor einem noch größeren Dilemma stehen als vorher schon usw.. Das sind doch die Sachen, die einen wirklich interessieren bei GoT, diese Charaktere, ihre Beziehung zueinander, ihre Interaktionen miteinander, ihre Konflikte... Ich z.B. will mehr Interaktion zwischen Sansa und Missandei sehen, das könnte sehr interessant werden, da ich da durchaus Potential zur Freundschaft sehe... Oder Arya und Daenerys! Es gab noch keine "Unter-Vier-Augen"-Szene nur mit den beiden, das ist auch extrem interessant. Usw. Das eigentliche, diese Charaktere betreffende Finale geht jetzt überhaupt erst los und demnetsprechend wird es jetzt erst wirklich interessant...



  • du verstehst garnicht was GRRM uns erzählen will in diesem Video.
    Hast du eigentlich jemals die Herr der Ringe Bücher gelesen? Ich bin mir sicher, nein. Ansonsten würdest du wissen das eben EXAKT sowas wie jetzt (nach Folge 3 dieser Staffel) am Ende von der Herr der Ringe nach der Schlacht und dem Sieg gg Sauron vorkommt. Die Befreiung des Auenlands!

  • Hier nochmal mein persönliches Trashhighlight:


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    Allein wie sie Nicolas-Cage-mäßig auf den Zombieriesen zustürmt. Für mich in einer Reihe mit Perlen wie The Wicker Man.

    What's with all these awards? They're always giving out awards. Best Fascist Dictator: Adolf Hitler.


  • Also mir hat es überraschend gut gefallen, hab das Ende aber auch weitgehend ignoriert, weil ich mich mit Arya=AA noch nie auseinandergesetzt habe und das nicht beurteilen kann.


    Hehe hab gerade deinen Kommentar gelesen Kasimir.
    Etwas Schadenfreude kann ich mir da nicht verkneifen muss ich sagen, dass es ausgerechnet Leuten wie uns (oder auch Esme) die sich seit Staffel 5 die Finger dabei wund tippen, die Serie zu zerlegen, vergleichsweise gut gefallen hat. Und ja, das Wegbleiben der Dialoge war wahrscheinlich wirklich der entscheidende Faktor :D

  • du verstehst garnicht was GRRM uns erzählen will in diesem Video.


    Was will er uns denn (deiner Meinung nach) in diesem Video erzählen?


    Zitat

    Hast du eigentlich jemals die Herr der Ringe Bücher gelesen? Ich bin mir sicher, nein. Ansonsten würdest du wissen das eben EXAKT sowas wie jetzt (nach Folge 3 dieser Staffel) am Ende von der Herr der Ringe nach der Schlacht und dem Sieg gg Sauron vorkommt. Die Befreiung des Auenlands!


    Stimmt! "Scouring of the Shire" wie es im Original heißt. Das ist etwas, an dem GRRM sich orientiert, das ist verbürgt, wie z.B. hier "[...] this is probably how George R.R. Martin will play it in the books as well! He has often talked of the feeling of the ending being like the Scouring of the Shire in the Lord of the Rings" (siehe am Ende, so um 17:00 rum!):

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    Das bestätigt dann folglich, dass die aktuelle Entwicklung bei GoT ganz in seinem Sinne ist! Natürlich ist HdR nach wie vor das große Vorbild und er kann sich auch an sowas orientieren und sich trotzdem abheben, wenn die Art, wie es bei ihm im Detail abläuft, dann doch (wie man wohl vermuten muss) sehr anders ist (wesentlich brutaler, moralisch komplexer etc.)
    "Herr der Ringe" hab ich in der Tat nie ganz gelesen, ich hab es mehrmals versucht und fand es jedesmal einfach auf Dauer zu langweilig, tut mir Leid... Hab aber nachgeguckt und offensichtlich ist die Befreiung des Auenlands ja wohl doch mehr so was wie ein Epilog, der sich zudem auf Anhänger Sarumans (und damit ja quasi auch Saurons) bezieht nicht so sehr auf einen Konflikt der "Guten" mit sich selbst und untereinander wie jetzt vermutlich bei GoT. Da wird es eben mehr um das gehen, was ich sagte, nämlich was die Überlebenden mit der Welt, sich selbst und einander anfangen, nachdem "das Böse" besiegt ist, nicht so sehr um das Beseitigen der letzten Überreste dieses Bösen, das dann trotzdem nach wie vor "das Böse" ist, klar getrennt von "dem Guten"...

  • Etwas Schadenfreude kann ich mir da nicht verkneifen muss ich sagen, dass es ausgerechnet Leuten wie uns (oder auch Esme) die sich seit Staffel 5 die Finger dabei wund tippen, die Serie zu zerlegen, vergleichsweise gut gefallen hat. Und ja, das Wegbleiben der Dialoge war wahrscheinlich wirklich der entscheidende Faktor


    Zugegeben, als einzelner Fantasy-B-Movie mit 30-40min einleitender Vorgeschichte wäre es schönes trashiges Popcorn-Kino. Und man würde sich auch keine weiteren Fragen stellen, weil am Anfang eben nicht genau alles erklärt werden muss und "Bran ist ein Zauberer, der besonders beschützt werden muss, weil dunkle Nekromanten hinter ihm her sind." halbwegs ausreicht, die Dothraki halt zu den vereinten Königen gehören, die sich der Dunkelheit entgegenstellen usw usf.
    Von Episode 70 einer langerzählten Geschichte erwarte ich dann doch mehr. Mit oder ohne Buch.

  • Hab den Thread jetzt durch, diese NK-Theorien finde ich schon ganz interessant.
    Entweder der Bran-Tyrion Kniff, bei dem dem ach so schlauen Tyrion irgendetwas aufgefallen ist oder ein Arya-Kniff, bei dem der NK sich tatsächlich in sie übertragen hat.


    In beiden Fällen müsste Jon dann Bran bzw. Arya endgültig töten, damit er erstens eine Rolle spielt und zweitens mit der endgültigen Vernichtung des NK ein Opfer verbunden ist. Arya wäre sicherlich as größere Opfer, dafür finde ich die Bran-Story sinniger, weil damit die alte Magie der Kinder endgültig aus der Welt getilgt wäre.


    Wie man das in drei Folgen abhandeln sollte ohne das Cersei zu kurz kommt, wüsste ich aber beim besten Willen auch nicht.
    Andererseits leben mir definitiv zu viele Hauptcharaktere noch; mit , Dany, Jon, Arya, Bran und Sansa gleich 3 Starks und 2 Targs. Dazu alle 3 Lennister-Kinder. Und drei Figuren der zweiten Garde, Brienne, Davos und Sam.

  • SuSansa: Im Umkehrschluß könnte man auch sagen "Warum fangen die überhaupt an eine unfertige Buchreihe zu verfilmen." ;)


    Ich hab mir vor der 8. Staffel alle Folgen nochmals innerhalb von 1,5 Monaten reingezogen. Eines fällt (mir) schon auf. Ab dem Verlassen der Buchvorlage wirkt alles gehetzter, alles nicht mir so im Fluß. Es wurden immer mehr einzelne Szenen gedreht, die zusammengewürfelt wirken. Stimmungen der Schauspieler ändern sich von einer Szene zur anderen (Mein Beispiel dazu : Arya in Braavos auf der Flucht vor der Heimatlosen). Vieles wurde in den letzten Staffeln noch von extremen Plottwists (z.B. Jon`s Wiedererweckung, Hodor`s Torhalterei, Hardheim, BoB, Sprengung der Septe) und teilweiser absolut genialer Musikuntermalung gerettet. Aber schon da, haben sich Logiklöcher gehäuft und immer mehr gemehrt.


    Den langsamen Aufbau bei S08E01 + S08E02 fand ich sogar gut. Das von gestern war teilweise zum Kopfschütteln. Sinnloses Vorgehen fast aller Protagonisten. Und Aryas "Hüpfer von hinten" (standen da nicht andere WW ???) ein mäßiger Plottwist. Ich persönlich fand auch die Musik am Ende nicht so passend, aber das ist jetzt mein Empfinden. Ein schaaler Geschmack, der einfach nicht weggehen will.


    Das Stimmt schon, ich war auch erbost wie sie die den Dorneplot mal so eben(mit einen meiner liebsten aus den Büchern) rasiert haben.


    Fairerweise muss man aber auch sagen, das GRRM in den Büchern nie auf den Punkt kommt. Immer wenn er 2 Handlungsstränge zusammenführt macht er irgendwo anders 3 neue Fäßer auf... und das geht immer so weiter.


    Der wird die Bücher nie zu Ende schreiben, da bin ich mir ziemlich sicher. Das ist auch fast unmöglich(zumindest in der selben hohen Qualität) da er da ein Gebilde aufgebaut hat, das so komplex und durchzogen ist, dass er selbst nie zufrieden sein wird mit einem zusammenführen aller Handlungsstränge.
    Als ob der nicht versuchen würde seit 10 Jahren ein weiteres Buch zu schreiben, ich will garnicht wissen wieviel er schon wieder verbrannt hat weils eben nicht recht zusammenpasst oder seinen ansprüchen nicht genügt.


    Von daher erwarte ich bei den Büchern entweder auch einen starken abfall der Qualität oder eher das sie nie erscheinen und irgendwann von einem 3ten zu Ende geschmiert werden.

  • Andererseits leben mir definitiv zu viele Hauptcharaktere noch; mit , Dany, Jon, Arya, Bran und Sansa gleich 3 Starks und 2 Targs. Dazu alle 3 Lennister-Kinder. Und drei Figuren der zweiten Garde, Brienne, Davos und Sam.


    Und Varys
    Und Sandor
    Und Podrick
    Und Gendry
    Und Tormund(?)


    Das war eben keine apokalyptische Schlacht gg die Macht des eisigen Todes, sondern eine kleine "inconvenience", die mit Plot Armour leicht überwunden werden konnte.

    It`s not easy to be a birdplane.


    Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

  • Hab den Thread jetzt durch, diese NK-Theorien finde ich schon ganz interessant.
    Entweder der Bran-Tyrion Kniff, bei dem dem ach so schlauen Tyrion irgendetwas aufgefallen ist oder ein Arya-Kniff, bei dem der NK sich tatsächlich in sie übertragen hat.


    In beiden Fällen müsste Jon dann Bran bzw. Arya endgültig töten, damit er erstens eine Rolle spielt und zweitens mit der endgültigen Vernichtung des NK ein Opfer verbunden ist. Arya wäre sicherlich as größere Opfer, dafür finde ich die Bran-Story sinniger, weil damit die alte Magie der Kinder endgültig aus der Welt getilgt wäre.


    Wie man das in drei Folgen abhandeln sollte ohne das Cersei zu kurz kommt, wüsste ich aber beim besten Willen auch nicht.
    Andererseits leben mir definitiv zu viele Hauptcharaktere noch; mit , Dany, Jon, Arya, Bran und Sansa gleich 3 Starks und 2 Targs. Dazu alle 3 Lennister-Kinder. Und drei Figuren der zweiten Garde, Brienne, Davos und Sam.


    Kannst du dies kurz genauer erklären :)

    Einmal editiert, zuletzt von SelmySix ()


  • Deine genannten sind vllt sogar die dritte Garde. die anderen sind immerhin povs in den Büchern

  • Also Podrick, Gendry und Tormund finde ich vernachlässigbar und Varys passt eh besser in das Endgame um den Thron.
    Sandor ist jetzt durch seine Rolle auch eher als lustiger toyboy denn als entscheidende Figur mit drin. Das sich aber an den politischen Fraktionen nichts geändert hat, finde ich schon etwas eigentümlich.


    Zitat

    Kannst du dies kurz genauer erklären


    Joa viel zu erklären gibt es da nicht, auf einer Seite wurden ein paar Tweets des NK-Darstellers zitiert, bei denen er betont, wie wichtig es ist, wenn der NK Jemanden berührt (Verwandlung der Babies in WW, Brans Mal..) und Arya hat er berührt. Das er sowas tweetet imho eher Hinweis gegen einen Twist als dafür.
    Ansonsten basiert das eher auf dem unbefriedigenden Ende, bei dem Arya als Schlächter der Bedrohung quasi nix machen musste, als sich anpirschen, es kein Opfer gab, Jon als Kind von Eis (Lyanna) und Feuer (Rhaegr) gar keine Rolle gespielt hat...

  • Deine genannten sind vllt sogar die dritte Garde. die anderen sind immerhin povs in den Büchern


    Varys zumindest konnte nicht PoV sein, ohne zu viel zu verraten. [/OT]
    Aber ja, es hat bis auf Jorah niemanden aus der Riege erwischt (Beric und Edd waren dann schon zu sehr Randfigur auf Abruf). Recht unrealistisch in manchen dargestellten Szenen. Und wenn es jetzt gen KL geht, dürften ein paar ihre Überlebensgarantie in der Tasche haben, weil sie nun im Hintergrund stehen.

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