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Star Wars Diskussionsthread

  • Khal Drogo
  • 9. November 2017 um 23:35
  • Maegwin
    The Maid of Mulwarft
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    • 11. März 2022 um 08:24
    • #381
    Zitat

    Alleine, dass die zweitbeste Folge der Staffel die ist, in der Boba nur in einer Szene vorkommt und er in der besten Folge (oder wie ich sie nenne: The Mandalorian, Staffel 3, Folge 0) direkt weggelassen wurde, spricht denke ich Bände.

    This.

    Writing und Dialoge auf Schlümpfe-Niveau, Choreografien grottig, Ausstattung (Power Rangers) seltsam.
    Boba selbst, der wie ein verwirrter Sozialpädagoge planlos durch die Gegend taumelt und jeden inkompetenten Antagonisten adoptiert, den er finden kann.

    PS: Aber ich mochte den Zug!

    I have been despised by better men than you.

  • el_drogo
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    • 14. März 2022 um 09:51
    • #382

    Ich würde nahezu alles gesagte so unterschreiben, fand die Serie insgesamt bestenfalls Ok. Da ich aber grundsätzlich lieber zelebriere als kritisiere, würde ich gern noch ein paar Aspekte hinzufügen, die ich gut/positiv fand:
    - Den Ansatz mit der Vespa-Gang im Sinne einer trotzigen Sub-Kultur auf Tatooine, die sich versucht gegen etablierte Mechanismen zu stellen und somit als Systemkritik zu verstehen ist, fand ich im Grunde ganz nett und frisch (allerdings sehe ich ein, dass Umsetzung und Darstellung tlw. wenig geglückt sind, vor allem bei der angesprochenen Verfolgungsjagd und dem Umstand, dass die Figuren alle viel zu blass und profillos sind um bleibenden Eindruck zu hinterlassen)
    - Ich mochte wie die Serie anfängt (Boba befreit sich aus dem Sarlacc, die Rettung durch die Sandleute, Lernen ihrer Gebräuche usw. insgesamt fand ich das meiste was in Rückblenden erzählt wurde besser als die Geschichte im hier und jetzt)
    - Die offene Referenz an das Gewürz aus Dune
    - Die im Gegensatz zum Mandalorian sehr gelungene und verbesserte Darstellung des jungen Luke (Funfact: Disney soll sich ja tatsächlich die Hobby- FX-ler ins Haus geholt haben, die im Anschluss zum Mandalorian aus Spass auf Youtube ein Video veröffentlichten, wie sie mit deutlich weniger Aufwand und nahezu 0 Budget eine bessere Luke-Animation hinbekommen haben als Disney mit allen denkbar verfügbaren Mitteln, ich glaube dieses Video war hier auch mal irgendwo verlinkt - hat mich jedenfalls gefreut, dass sich Disney dieser Kritik gestellt hat und sich nicht zu gut dafür war, frisches Know How ins Boot zu holen)
    - Auftritt: Cad Bane und das Duell mit Cobb Vanth (inzwischen gibt es freilich eine Unzahl an Filmen die so offen von der Dollar-Trilogie kopieren, trotzdem sehe solche Referenzen (wenn gut gemacht) immer wieder gerne)
    - Die unterschwellige Anspielung als Schmankerl für alle Jurassic Park Fans in der bereits angesprochenen Folge 5, die von Bryce Dallas Howard inszeniert wurde
    - Auftritt und Zusammentreffen von Ahsoka und Luke
    - Grogus Drohnen-Lektion

    Für mich persönlich hat sich die Serie schon allein wegen der Folgen 5 & 6 gelohnt, obwohl die Geschichte insgesamt sehr mittelmässig ist und die Handlung wie angesprochen viele Logik-Schwächen hat. Ich feiere viele Kleinigkeiten und Momente.
    Was ich trotzdem schade fand ist, dass man sich "Grogus Entscheidung" nicht für die dritte Staffel vom Mandalorian aufgehoben hat.

    So und jetzt freuen wir uns auf Obi Wan Kenobi und Ahsoka :)

    Edith sagt: ich habe noch Danny Trejo's Cameo als Rancor-Bändiger vergessen :thumbup:

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

    2 Mal editiert, zuletzt von el_drogo (14. März 2022 um 18:22)

  • AracheonoXis
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    • 23. Juni 2022 um 20:24
    • #383

    Aktuell geht es mir mit der Obi Wan Serie auch wieder so...

    Total inkompetent, die Macher.

    Was ist nur los, bei den meisten Serienschreibern und Machern?

    Bekommt man einfach nix mehr gebacken?

    Mandalorian war wirklich gut. S2 auch.

    Und nu? Nimmt man sich D&D überall zum Vorbild?

    There are but two types of people in the world:
    1. Those who can extrapolate from incomplete data!

  • Dreenan Kel Zalan
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    • 23. Juni 2022 um 20:26
    • Offizieller Beitrag
    • #384

    Da werde ich frühestens Anfang nächster Woche was zu sagen können.

    Hab gewartet bis die letzte Folge draußen ist damit ich alles am Stück sehen kann.

    "Tigris doofitis ordinaris"
    "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
    "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."

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  • Brigthroar
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    • 24. Juni 2022 um 00:01
    • #385
    Zitat von AracheonoXis

    Und nu? Nimmt man sich D&D überall zum Vorbild?

    Zum Glück nicht. The Boys macht mir aktuell z.B. viel Spaß.

    Bei Obi-Wan Kenobi habe ich mir aber auch das eine oder andere mal an den Kopf gefasst.

    Spoiler anzeigen

    Das fing bereits in Folge 1 mit der Entführung Leias an. Selbst der Schnitt konnte da nicht kaschieren, dass die Entführer bei der Verfolgungsjagd viel schneller als das Kind waren und mir ist es ein Rätsel, wie die Verantwortlichen sich das angucken und sagen konnten:"Jo, können wir so senden."

    Grade nach der belächelten Vespa-Szene aus TBOBF sollte man eigentlich meinen, bei Disney achtet mal jemand auf so etwas.

    Hätte man nach dem "Hallo Prinzessin", Leia einfach den Sack über den Kopf gezogen, wäre das zwar immer noch eine recht generische Szene gewesen, aber wenigstens keine schlechte.

    Sowieso drehen sich die ersten vier Folgen komplett im Kreis. In den Folgen 1 und 3 kommt irgendwann der Punkt an dem Leia entführt wird und die Folgen 2 und 4 legen den Schwerpunkt auf ihre Rettung.

    Dann wären da noch die ganzen Plotholes und Logiklöcher, wo insbesondere Folge 4 nochmal richtig glänzen konnte. Die Szene mit dem Mantel wurde ja fröhlich gememed, aber für mich war die Kontrollraumszene mit Ellaria Sand noch viel besser. Erst checkt der Offizier, der vielleicht einen Meter von ihr weg sitzt, nicht, dass sie die ganze Zeit in ihren Kommunikator murmelt und dann begeht sie einen Mord, versteckt die Leiche nicht richtig (damit der blöde Zuschauer auch checkt, was vorher passiert ist*) und niemanden fällt das auf.

    Die neu eingeführten Charaktere sind durch die Bank so charakterlos, dass sie einem absolut egal sind. Als in der vierten Folge die Charaktere mit wenig Screentime, die am Anfang der Folge erstmalig gezeigt wurden, den Tod ihres Freundes Wade betrauern, der direkt bei seinem ersten Auftritt ums Leben kommt, saß ich nur vorm Fernseher und dachte:"Wade interessiert's?"

    Dafür bekommt der Namensgeber der Show gefühlt sehr wenig Raum und spielt nur eine Nebenrolle. Eigentlich hätte man die Sendung besser die Leia & Reva-Show nennen können, aber das hätte wohl weniger Hype generiert.

    *Das man den Zuschauer für nicht ganz helle hält, dachte ich mir auch nochmal in Folge 4, als Reva den Peilsender erwähnt, nach dem Cut bedeutungsschwer der Fokus auf Leias Druiden (hat Hasbro den eigentlich schon auf dem Markt?) gelegt wird und dann sein "Auge" rot aufleuchtet.

    Zwischendurch gab es zwar durchaus auch gute Szenen, aber die können einfach nicht glänzen, wenn der eigentliche Rahmen so schwach präsentiert wird.

    Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

  • el_drogo
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    • 24. Juni 2022 um 12:42
    • #386

    Es tut mir wirklich im Herzen weh das zu sagen- aber ich bin schwer enttäuscht. Kann mich Brightroar nur anschliessen. Selten habe ich so viele aneinander gereihte dumme Entscheidungen erlebt wie bei Obi Wan Kenobi. Das fängt schon damit an, dass man für die Rolle der 10 Jährigen Leia eine 8-Jährige mit den körperlichen Voraussetzungen einer 6 Jährigen einstellt. Das wirkt dann selbstverständlich gerade bei Verfolungsjagden zu Fuss gegen erwachsene Bounty Hunter und beim Aufsagen von altklugen Weisheiten enorm autentisch.

    Die Drehbücher jeder einzelnen Folge sind so Schema F, dass man meinen könnte sie wurden von einer schwachen KI vorformuliert, um dann noch von besoffenen Erstsemestern um ein paar richtig dumme Ideen ergänzt zu werden, die nur menschlicher Intelligenz entspringen können.

    Die Action ist tlw. so stümperhaft eingefangen und gecutet, dass es mir ein absolutes Rätsel ist, wie sowas auf dem Niveau überhaupt durchgewunken werden kann. Eigentlich nicht zu glauben, dass hier der Kameramann von Oldboy am Werk gewesen sein soll.

    Zu allem Überfluss, sieht selbst das Produktions-Design auch noch billig und so gar nicht stimmig aus, das war in Boba Fett und Mandalorian alles deutlich besser.

    Wie dem auch sei- Star Wars hatte ja schon immer Probleme mit Konsistenz und Logik, da ist mein Schmerzpegel recht grosszügig kalibriert. Aber Obi Wan Kenobi ist wohl die erste filmische Umsetzung einer Star Wars Geschichte, die es nicht ein einziges mal geschafft hat mich emotional richtig abzuholen, was selbst allen Filmen aus der Sequel-Trilogie gelungen ist (ja sogar Teil 9). Die ständigen Plotholes und strunzdummen Entscheidungen der Figuren pulverisieren die Immersion so erfolgreich, dass dich selbst die zentralen Figuren Obi Wan und Anakin vollkommen kalt lassen. Die neuen Figuren sind einfach nur profillos und ebenso hölzern dargestellt. Man nimmt sich auch keinerlei Zeit für sie. Ich bin überzeugt, dass Reva ein sehr ambivalenter Charakter mit Tiefgang sein hätte können, aber dadurch dass man sich keine Mühe gibt diese Figur verünftig auszuformulieren, ist ihre Motivation wenig bis kaum nachvollziehbar.

    Ewan McGregor hat mir streckenweise richtig leid getan, weil er alles versucht, um zumindest seiner eigenen Figur und der Handlung ein wenig Tiefe zu geben, aber bei dem was er zur Verfügung hat einfach nichts zu machen ist.

    Klar gibt es hier und da schöne Momente (die ich auch feiere), in der Potential erkennbar ist, aber das macht das Ganze nur um so trauriger. Man hatte alle Zutaten und Ressourcen um eine grandiose nostaligsche Atmospähre zu schaffen und ein tolle Geschichte zu erzählen, aber letztendlich wurde absolut keine davon vernünftig eingesetzt. Selbst der Soundtrack ist so unscheinbar und uninspiriert, dass nichts davon hängen bleibt.

    Bezeichnenderweise ist die beste Szene aus Obi Wan Kenobi die aller erste, und da wird unter Nerds bereits gemunkelt dass diese wahrscheinlich von der Second Unit gedreht worden sein soll, was für mich durchaus plausibel wäre.

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

    4 Mal editiert, zuletzt von el_drogo (27. Juni 2022 um 10:52)

  • Maegwin
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    • 26. Juni 2022 um 02:52
    • #387

    Liegt vielleicht am Erwartungsmanagement - nach den Rezensionen habe ich so etwas wie Spessartklinik oder, schlimmer, Boba Fett erwartet, aber ich fand sie schön.

    Es waren Logiklücken drin, die so vermeidbar waren, dass ich nicht verstehe, weshalb sich ihrer niemand angenommen hat. Natürlich mehr als nur ein Trope aber mehr habe ich auch nicht erwartet. Und ja, das Kind schien bisweilen auf der Stelle zu laufen. Hätte man das nicht besser filmen können?

    Allerdings war ich auch durchgehend meilenweit weg vom Supercringe, den Boba ständig bei mir ausgelöst hat.

    Spoiler anzeigen

    Reva wäre für mich absolut in Ordnung gewesen, wenn sie bei der Konfrontation mit Darth Vader gestorben wäre. Die Handlungen der Inquisitoren untereinander wirken zu Beginn fast schon karikaturhaft verstritten, aber das war eigentlich schon immer die Star Wars Message, dass es bei der hellen Seite das Teamwork macht, obwohl dunkle Machtnutzer die mächtigeren sind.
    Eigentlich fand ich die Szene ihrer Auseinandersetzung mit Vader großartig, gerade weil sie so mühelos vom ihm geplättet wird. Aber dann ist sie, wie man so schön sagt: "overstaying her welcome". Man will mit ihrem Angriff auf Luke auf Teufel komm raus einen Zirkel schließen, der nicht wirklich irgendwelchen Sinn ergibt und sie wächst einem auch nicht so ans Herz, dass ihr krummer und schiefer redemption arc interessieren würde.

    Die Szene zwischen Darth Vader mit dem zerbrochenen Helm und Kenobi wird mir dagegen vermutlich als eine der stärksten Szenen des SW Universums in Erinnerung bleiben. Eigentlich war die schon den ganzen Rest wert.

    Sachen, die man so leicht hätte anders machen können:


    Muss Dart Vader das Flüchtlingsschiff ausgerechnet mit einem Sternzerstörer verfolgen?

    Mit den 9 Billiarden Jägern, die da draufpassen, wäre das verfolgen mehrerer Schiffe gleichzeitig nicht so schwer. Offensichtlich noch nicht genug Lego verkauft.

    Dass Leia acht Stunden lang nach einem Knopf sucht ist albern. Gebt dem Kind dazwischen noch was anderes zu tun. Oder eine Taschenlampe.

    Und jo, Hola 2000 war ein bisschen schlimm.

    Der Nicht-Wade-Typ, der sie nicht bei der Railroad Path haben will und dann nach 3 Sekunden doch, das hätte man vielleicht auch einfach mal weglassen können.

    Die Mantel- und Konsolenszene hat mich nicht sooo aufgeregt. Irgendwie ist outgame klar, dass sie das für den Zuschauer so gestalten und ingame soll die Erklärung wohl sein, dass man etwas nicht sieht, wenn man es nicht bereits erwartet. Hätte man mit einer Abstellkammer und Jedi Magic lösen können, aber die Screentime dafür vermisse ich jetzt nicht soo dringend.

    Im Ergebnis hat mir die Serie ein bisschen weniger gefallen als The Mandalorian, weil ich die Skywalker-Bagage einfach nicht mehr so gern sehen will.

    Allerdings immer noch besser als die Prequels, sehr viel besser als die Skywalker Trilogie und ungefähr sieben entfernte Galaxien besser als Boba Fett.

    Edit:

    Gerade entdeckt:

    Spoiler anzeigen

    "Ursprünglich sollte die Inquisitorin angeblich im Kampf mit Vader in Folge 5 sterben, doch dann wurde das Drehbuch wohl umgeschrieben. Nach ihrem holprigen Überfall in Folge 6 neige ich dazu, dem Gerücht zu glauben."

    Was für.. Ewoks.. die doch sind.. Da kann man sich nur an die Stirn fassen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Maegwin (26. Juni 2022 um 03:08)

  • el_drogo
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    • 27. Juni 2022 um 10:34
    • #388
    Zitat von Maegwin

    Liegt vielleicht am Erwartungsmanagement

    Ja da hast du sicher recht. Von Boba Fett habe ich mir überhaupt nichts erwartet, da ich die Figur nie besonders faszinierend fand. Hab die Serie eigentlich nur geguckt um ein paar Cameos und Referenzen zu sehen. Bei Obi Wan habe ich mich dummerweise vom Internet ins unermessliche hypen lassen und mir entsprechend was ganz grossartiges, emotionales erhofft. Wahrscheinlich sitzt die Enttäuschung deshalb im Moment einfach noch zu tief, um sich an den durchaus vorhandenen tollen Momenten und Szenen zu erfreuen.

    Zitat

    Es waren Logiklücken drin, die so vermeidbar waren, dass ich nicht verstehe, weshalb sich ihrer niemand angenommen hat.

    Spoiler anzeigen

    Genau das. Es ist einfach nicht nachvollziehbar warum man (gerade auch bei den ganzen Beispielen die du aufzählst) ganz offenbar bewusst solche schlampig wirkenden Aussetzer in Kauf nimmt. Das gepaart mit der ständigen Plot-Convenience hat mich permanent raus gerissen. So Dinger wie "Fail" Organas Holo-Botschaft an Obi Wan obwohl Funkstille vereinbart war, in der er dann so nebenbei natürlich noch "Tatooine" droppt sind einfach so dumm und schlecht geschrieben, dass es nur noch der Moment toppen kann, in dem der Komunikator einfach aus der Tasche fällt, dabei auch noch kaputt geht aber freilich genau die Worte "Tattooine etc." verständlich bleiben damit Reva weiss wo hin sie muss um ihre null Sinn ergebende Vorstellung von Gerechtigkeit einzufordern.

    Bei der angesprochenen finalen Vader vs. Kenobi Szene stimme ich dir zu 100% zu, ein ganz ganz starker und wunderbarer Moment. Trotzdem wird leider auch dieser direkt im Anschluss wieder getrübt. Es ergibt aus der Handlungslogik und der ganzen Geschichte um die Figur Vader und das böse Imperium einfach keinen Sinn, dass Obi Wan Vader am Leben lässt (gerade auch nachdem er seine Redemption erhalten hat). Dabei sagt er zuerst ja sogar noch "ich werde tun was nötig ist" (by the way die selben Worte wie vor dem Duell in Episode III, was ich cool finde), macht es dann aber doch wieder nicht. Stattdessen dreht er sich einfach um und geht, weil es sonst ja keine Episode IV gäbe und so. Dabei hätte man die Szene auch einfach so schreiben können, dass sich am Ende des Duells eine Situation ergibt, in der Obi Wan nicht mehr in der Lage ist, Vader den Todesstoss zu verpassen, gezwungen ist abzuhauen, andere Location mit parallelen Kampfhandlungen, oder was weiss ich.

    Das Duell an sich fand ich ja ingesamt richtig grossartig- bis auf den Moment wo bei Vader ganz offenbar mal wieder alle Macht-Instinkte versagen und er bis zur literally letzten Sekunde nicht merkt, das Obi Wan sich offenbar vollkommen lautlos aus dem brachialen Steinhaufen befreien und an ihn ran schleichen konnte.

    Oder die erste Begegnung in Folge 3, die wirklich toll war, bis Vader sich nach dem kurzen ankohlen von Obi Wan dann offenbar doch nicht mehr imstande fühlte, dass Feuer einfach mit der Macht bei seite zu wehen (wie er es Sekunden zuvor ja schon mal gemacht hat) und den in Zeitlupe andackelnden Droiden daran zu hindern Obi Wan in Super- Slow Mo davon zu tragen. Das sind halt alles so Nadelstiche, die mir solche tollen Momente dann vielleicht nicht direkt kaputt machen, aber einen sehr faden Beigeschmack hinterlassen, der super einfach vermeidbar gewesen wäre.

    Ich werde mir die Serie mit etwas Abstand sicher noch mal anschauen, vielleicht ändert sich an meiner Wahrnehmung ja noch was, jetzt wo ich weiss welche Schwerpunkte die Serie setzt und welche nicht, aber im Moment ist es maximal eine 6 von 10.

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

    Einmal editiert, zuletzt von el_drogo (27. Juni 2022 um 15:03)

  • artfantasy
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    • 27. Juni 2022 um 12:49
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    • #389

    Also, wir haben Mandalorian und auch Boba Fett schon mit Spaß geschaut - aber "Obi Wan", da haben wir jetzt mal unterbrochen. Langweilig, der Plot ist albern, und - nun gut, vielleicht war die Erwartungshaltung auch zu groß.

    Eine Fahne ist sichtbar gemachter Wind.

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    • 27. Juni 2022 um 13:29
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    • #390
    Zitat von artfantasy

    Also, wir haben Mandalorian und auch Boba Fett schon mit Spaß geschaut - aber "Obi Wan", da haben wir jetzt mal unterbrochen. Langweilig, der Plot ist albern, und - nun gut, vielleicht war die Erwartungshaltung auch zu groß.

    Ganz ehrlich, langweilig und albern war Boba Fett. Die Demontage eines Fan Lieblings die Ihresgleichen sucht. Der Kopfgeldjäger der sich mal eben dazu entschließt zu zweit das Imperium eines Hutten zu übernehmen. Dümmer geht nimmer.

    Ich kann das bei weitem nicht von der Kenobi Serie sagen. Die Kritik ist mir unbegreiflich. So hoch kann die Erwartungshaltung doch gar nicht gewesen sein.

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    • 27. Juni 2022 um 16:18
    • #391

    Hm. Ich bin der letzte, der die Handlung von Boba Fett verteidigen würde. Sie war dumm, und zwar ganz zweifellos.

    Allerdings erschliesst sich mir nicht, was an der Handlung von Obi Wan im Gegenzug so viel schlauer sein soll.

    Das fängt doch schon in der aller ersten Folge an. Nach der (unfassbar dumm inszenierten) Entführung von Leia, ist es Bail Organas einzige Option, Obi zu aktivieren um sie wieder zu finden? Wieso? Dieser Umstand wird nicht schlüssig erklärt. Auch woher Reva so sicher sein kann, dass Obi sofort auf den Schirm tritt, wenn sie Leia entführt, ist nicht nachvollziehbar. Reva weiss ja nur wage von einer Verbindung zwischen Bale und Obi Wan aus früheren Zeiten. So what? Obi kannte hunderte Senatoren und Führungspersonen aus der galaktischen Republik. Genau so gut hätte es sein können, dass Bail eine Armee los schickt um seine Tochter zu finden (so wie es Leia ja auch vermutet und was vermutlich auch jeder andere Vater in der Situation gemacht hätte) und Reva hätte in die Röhre geguckt.

    Es weiss ja offenbar jeder, dass Leia adoptiert wurde und im Gegenzug weiss niemand, dass sie in Wahrheit Anakins Tochter ist. Warum darf also ein Senator, dem die gesamten Ressourcen eines Planeten zur Verfügung stehen nicht offiziell nach seiner von Kopfgeldjägern entführten Tochter suchen lassen? Es gibt keine logische Erklärung dafür warum das unbedingt geheim bleiben muss und nur Obi Wan dafür in Frage kommt, ausser plot convenience.

    Die ganze Handlungsprämisse ist also schon mal ziemlich an den Haaren herbei konstruiert und dann geht es immer so weiter.

    Obi rettet Leia, sie flüchten. Leia wird erneut enführt. Obi rettet Leia noch mal, sie flüchten. Nebenbei trifft Obi in der Mitte auf Vader, bekommt gehörig aufs Dach und wird in letzter Minute in der bereits erwähnten legendären Szene im Rahmen einer heldenhaft raffinierten Hilfsaktion gerettet. Am Ende trifft er natürlich nochmal auf Vader und darf sich diesmal zugegeben ein fulminantes Death Battle mit ihm liefern, das letzten Endes aber freilich keines sein kann, denn man weiss ja, dass beide noch einiges vorhaben.

    Ich will ja wirklich nicht alles verteufeln, aber auch für Fans von Obi Wan Kenobi muss doch nachvollziehbar sein, warum die Serie so kritisiert wird. Das Writing ist nicht nur so lala, sondern einfach schlecht und dafür gibt es in jeder Folge zahlreiche Beispiele, von denen hier nun auch schon einige genannt wurden.

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    • 27. Juni 2022 um 17:06
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    • #392
    Zitat

    Das fängt doch schon in der aller ersten Folge an. Nach der (unfassbar dumm inszenierten) Entführung von Leia, ist es Bail Organas einzige Option, Obi zu aktivieren um sie wieder zu finden? Wieso? Dieser Umstand wird nicht schlüssig erklärt. Auch woher Reva so sicher sein kann, dass Obi sofort auf den Schirm tritt, wenn sie Leia entführt, ist nicht nachvollziehbar. Reva weiss ja nur wage von einer Verbindung zwischen Bale und Obi Wan aus früheren Zeiten. So what? Obi kannte hunderte Senatoren und Führungspersonen aus der galaktischen Republik. Genau so gut hätte es sein können, dass Bail eine Armee los schickt um seine Tochter zu finden (so wie es Leia ja auch vermutet und was vermutlich auch jeder andere Vater in der Situation gemacht hätte) und Reva hätte in die Röhre geguckt.

    Ob die Entführung so dumm inszeniert wurde darüber kann man sicherlich streiten. Ich habe schon viel schlimmeres gesehen. Wenigstens war es waldiges, unebenes Gelände was Leias langen Fluchtversuch erträglich macht.

    Andererseits, wenn wir klein Anakin zugestehen im gleichen Alter Pod Rennen zu bestreiten für die Menschen gar nicht die nötigen Reflexe haben und ausgerechnet dann zum ersten Mal ins Ziel zu kommen und auch noch zu gewinnen wenn es darauf ankommt, gestehe ich seiner ebenfalls machtbegabten Tochter zu drei Minuten von ihren Entführern wegzulaufen.

    Vielleicht ist es nicht Bails einzige Option aber sie ist nicht unvernünftig. Um ein Entführungsopfer zu finden entsendet man keine Armee, zumal Alderaan auch gar keine große hat. Ein Jedi Meister der Erfahrung mit Ermittlungen hat wäre da auch meine erste Wahl.

    Ich weiß auch nicht was da noch großartig "schlüssig" erklärt werden müsste, für mich macht das durchaus Sinn.

    Reva weiß aber zumindest von der Verbindung Organas zu Obi-Wan und das reicht ihr für den Versuch. Das er Kontakt zu hunderten Senatoren gehabt haben soll ist mal einfach so dahin gesagt. Wissen tun wir von Padme und Bail Organa. Du kannst mir bestimmt noch ein oder zwei Dutzend weitere aus den Clone Wars aufzählen. Ist aber nicht der Punkt. Reva weiß offenbar von Organa und arbeitet mit dem was sie hat was soweit nachvollziehbar ist.

    Und hätte Organa Obi Wan nicht geschickt, was hätte Reva dann verloren? Nichts.

    Zitat

    Es weiss ja offenbar jeder, dass Leia adoptiert wurde und im Gegenzug weiss niemand, dass sie in Wahrheit Anakins Tochter ist. Warum darf also ein Senator, dem die gesamten Ressourcen eines Planeten zur Verfügung stehen nicht offiziell nach seiner von Kopfgeldjägern entführten Tochter suchen lassen? Es gibt keine logische Erklärung dafür warum das unbedingt geheim bleiben muss und nur Obi Wan dafür in Frage kommt, ausser plot convenience.

    Weil er nicht riskieren will das herauskommt wessen Tochter sie wirklich ist und die ganze Angelegenheit deshalb schnell und diskret erledigt werden soll.

    Und richtig, es sind die Ressourcen eines Planeten und die sind jetzt nicht so dolle wenn das Problem nicht auf dem eigenen Planeten ist.

    Ich wiederhole mich da gern. Bail Organa hat die Clone Kriege miterlebt und weiß ziemlich genau zu was Normalsterbliche Soldaten und Sicherheitskräfte in der Lage sind und zu was Kenobi in der Lage ist.

    Zitat

    Obi rettet Leia, sie flüchten. Leia wird erneut enführt. Obi rettet Leia noch mal, sie flüchten. Nebenbei trifft Obi in der Mitte auf Vader, bekommt gehörig aufs Dach und wird in letzter Minute in der bereits erwähnten legendären Szene im Rahmen einer heldenhaft raffinierten Hilfsaktion gerettet. Am Ende trifft er natürlich nochmal auf Vader und darf sich diesmal zugegeben ein fulminantes Death Battle mit ihm liefern, das letzten Endes aber freilich keines sein kann, denn man weiss ja, dass beide noch einiges vorhaben.

    Natürlich ist vieles plotgetrieben und hätte teilweise eleganter umgesetzt werden können.

    Doch nichts davon hat mich geärgert oder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lassen. Das meiste war erklärbar und die Handlungen durchaus nachvollziehbar.

    Und wenn es die große Kritik sein soll das Vader und Kenobi aufeinandertreffen obwohl man doch weiß das beide überleben muss ich sagen sorry, dass war klar das es passiert. Wenn das so schlimm ist besser gar nicht erst einschalten.

    Zitat

    Ich will ja wirklich nicht alles verteufeln, aber auch für Fans von Obi Wan Kenobi muss doch nachvollziehbar sein, warum die Serie so kritisiert wird. Das Writing ist nicht nur so lala, sondern einfach schlecht und dafür gibt es in jeder Folge zahlreiche Beispiele, von denen hier nun auch schon einige genannt wurden.

    Oh, dafür strengst du dich aber ganz schön an.

    Und natürlich verstehe ich viel der Kritik und ich selbst habe mit einigen der Szenen ja auch meine Probleme, nur wird die Serie bei weitem nicht so schlecht gesehen wie gern behauptet wird.

    Zumindest ist das mein Eindruck aus persönlichen Gesprächen.

    Für mich bleibt nach dem ansehen ein durchweg toller cast. Gute Schauspieler mit teilweise sehr guten Leistungen.

    Ein großartiges Intro mit dem Flashback auf Order 66 und der Jedi Meisterin welche die Padawan verteidigt. Tolles Setting, egal ob Tattoine, Alderaan, Mapuzo, Mustafar, Daiyu oder der Duell Planet. Vaders Palast oder Organas Palast, die Festung der Inquisitoren, das war alles Star Wars. Vom Gefühl her.

    Die einzelnen Folgen schwanken für mich zwischen einer 7 und einer 9.

    Nach der herben Enttäuschung von Book of Boba Fett bin ich durchaus glücklich mit Obi Wan Kenobi.

    Das war nach Mandalorian und Rogue One das beste real Star Wars seit der Original Trilogie.

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    • 27. Juni 2022 um 19:32
    • #393
    Zitat von el_drogo

    Ja da hast du sicher recht. Von Boba Fett habe ich mir überhaupt nichts erwartet, da ich die Figur nie besonders faszinierend fand. Hab die Serie eigentlich nur geguckt um ein paar Cameos und Referenzen zu sehen. Bei Obi Wan habe ich mich dummerweise vom Internet ins unermessliche hypen lassen und mir entsprechend was ganz grossartiges, emotionales erhofft. Wahrscheinlich sitzt die Enttäuschung deshalb im Moment einfach noch zu tief, um sich an den durchaus vorhandenen tollen Momenten und Szenen zu erfreuen.


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    Genau das. Es ist einfach nicht nachvollziehbar warum man (gerade auch bei den ganzen Beispielen die du aufzählst) ganz offenbar bewusst solche schlampig wirkenden Aussetzer in Kauf nimmt. Das gepaart mit der ständigen Plot-Convenience hat mich permanent raus gerissen. So Dinger wie "Fail" Organas Holo-Botschaft an Obi Wan obwohl Funkstille vereinbart war, in der er dann so nebenbei natürlich noch "Tatooine" droppt sind einfach so dumm und schlecht geschrieben, dass es nur noch der Moment toppen kann, in dem der Komunikator einfach aus der Tasche fällt, dabei auch noch kaputt geht aber freilich genau die Worte "Tattooine etc." verständlich bleiben damit Reva weiss wo hin sie muss um ihre null Sinn ergebende Vorstellung von Gerechtigkeit einzufordern.

    Bei der angesprochenen finalen Vader vs. Kenobi Szene stimme ich dir zu 100% zu, ein ganz ganz starker und wunderbarer Moment. Trotzdem wird leider auch dieser direkt im Anschluss wieder getrübt. Es ergibt aus der Handlungslogik und der ganzen Geschichte um die Figur Vader und das böse Imperium einfach keinen Sinn, dass Obi Wan Vader am Leben lässt (gerade auch nachdem er seine Redemption erhalten hat). Dabei sagt er zuerst ja sogar noch "ich werde tun was nötig ist" (by the way die selben Worte wie vor dem Duell in Episode III, was ich cool finde), macht es dann aber doch wieder nicht. Stattdessen dreht er sich einfach um und geht, weil es sonst ja keine Episode IV gäbe und so. Dabei hätte man die Szene auch einfach so schreiben können, dass sich am Ende des Duells eine Situation ergibt, in der Obi Wan nicht mehr in der Lage ist, Vader den Todesstoss zu verpassen, gezwungen ist abzuhauen, andere Location mit parallelen Kampfhandlungen, oder was weiss ich.

    Das Duell an sich fand ich ja ingesamt richtig grossartig- bis auf den Moment wo bei Vader ganz offenbar mal wieder alle Macht-Instinkte versagen und er bis zur literally letzten Sekunde nicht merkt, das Obi Wan sich offenbar vollkommen lautlos aus dem brachialen Steinhaufen befreien und an ihn ran schleichen konnte.

    Oder die erste Begegnung in Folge 3, die wirklich toll war, bis Vader sich nach dem kurzen ankohlen von Obi Wan dann offenbar doch nicht mehr imstande fühlte, dass Feuer einfach mit der Macht bei seite zu wehen (wie er es Sekunden zuvor ja schon mal gemacht hat) und den in Zeitlupe andackelnden Droiden daran zu hindern Obi Wan in Super- Slow Mo davon zu tragen. Das sind halt alles so Nadelstiche, die mir solche tollen Momente dann vielleicht nicht direkt kaputt machen, aber einen sehr faden Beigeschmack hinterlassen, der super einfach vermeidbar gewesen wäre.

    Ich werde mir die Serie mit etwas Abstand sicher noch mal anschauen, vielleicht ändert sich an meiner Wahrnehmung ja noch was, jetzt wo ich weiss welche Schwerpunkte die Serie setzt und welche nicht, aber im Moment ist es maximal eine 6 von 10.

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    Da kann ich dir eigentlich gar nicht groß widersprechen.


    Spoiler anzeigen

    Bei Reva fand ich alles schlecht, seit sie von Vader besiegt wurde. Einfach nur schlecht schlecht schlecht, einschließlich der halbtödlichen Wunde, die sie ignoriert.

    Wenn sie ursprünglich wirklich sterben sollte, erklärt das vielleicht, weshalb dieser Teil so sinnfrei aufgepfropft wirkt.

    Die Feuerszene wollte ich ursprünglich ebenfalls erwähnen, da ich währenddessen in meinen Burger vertieft war, wollte ich ihr einen benefit of doubt lassen.

    Irgendwie war das für mich Flimflamflunkel und plötzlich lag er aus mir nicht ganz verständlichen Gründen in Sicherheit.

    Bei der Auseinandersetzung zwischen ihnen habe ich mir das gleiche gedacht wie du: Dass es sehr viel schlauer gewesen wäre, wenn die beiden durch eine dritte Partei getrennt werden. Es wäre zwar nicht neu, wenn der Goodie dem Baddy Gnade erweist, aber wir haben hier einen Goodie der den Baddy schon einmal getötet hat und nicht viel Grund hat es sich anders zu überlegen. Das gilt andersrum erst recht.

    Zitat

    Allerdings erschliesst sich mir nicht, was an der Handlung von Obi Wan im Gegenzug so viel schlauer sein soll.


    Ok, hier verlierst du mich. Allein die Einstiegsszene mit dem Sarlacc bei Boba lässt einem vor lauter Dummheit schon diverse Hirnzellen veröden.

    Für mich ist Obi etwa ein 7/10 und wenn sie die Sache mit dem bereits erwähnten Neuzugang klüger gelöst worden wäre, wäre es vermutlich ein 8/10 geworden.

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    • 28. Juni 2022 um 09:24
    • #394

    Deine Kritik zu BF hat meine Volle Zustimmung, aber eine 7/10 ist für mich nicht nachvollziehbar.

    Es sind ja nicht nur kleine Logic-Gaps, sondern gewaltige solche und dazu noch die ewig gleichen schlechten Handlungen, nur auf anderen Planeten.

    Ich finde es einfach nicht hinnehmbar, wenn ein Millardenkonzern kein durchdachtes und auch ruhig mal mutiges Konzept hat und bis zur Austrahlung auch umsetzen kann.

    Und genau dazu gehört auch die innere Logik. Wenn die nicht stimmt, kann es keine hohe Punktzahl geben, egal wie stark Ewen spielt.

    Mit Mandalorian haben sie das ja hinbekommen. Why not with Ben?

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    • 28. Juni 2022 um 10:12
    • #395

    Oh mann, das mit dem Zitieren in der neuen Forensoftware ist schwerer als ich dachte (oder ich bin einfach zu dumm), hoffentlich hat das jetzt richtig geklappt. Ich pack auch mal alles sicherheitshalber in einen riesigen Spoiler.

    Spoiler anzeigen
    Zitat

    Ob die Entführung so dumm inszeniert wurde darüber kann man sicherlich streiten. Ich habe schon viel schlimmeres gesehen. Wenigstens war es waldiges, unebenes Gelände was Leias langen Fluchtversuch erträglich macht.

    Andererseits, wenn wir klein Anakin zugestehen im gleichen Alter Pod Rennen zu bestreiten für die Menschen gar nicht die nötigen Reflexe haben und ausgerechnet dann zum ersten Mal ins Ziel zu kommen und auch noch zu gewinnen wenn es darauf ankommt, gestehe ich seiner ebenfalls machtbegabten Tochter zu drei Minuten von ihren Entführern wegzulaufen.

    Darum geht es nicht, ich hätte Leia auch zugestanden, dass sie ein paar Kopfgeldjäger abhängt, das ist nicht der Punkt. Aber du musst es so schneiden, dass es glaubhaft wirkt und der Ernsthaftigkeit des Moments gerecht wird, und nicht so albern wie Kevin allein zu Haus.

    Der Unterschied ist, dass das Podrennen (gerade auch für die damalige Zeit) wirklich grandios umgesetzt ist. Und "ich habe schon schlimmeres gesehen" ist halt nicht wirklich Argument für die Qualität von irgendwas.

    Tatsache ist, im ersten Moment gucken erst mal alle Bounty Hunter einfach zu, wie Leia in Zeitlupe davon läuft. Gleich danach gibt es eine Einstellung, in der zwei von ihnen direkt hinter ihr sind und sie hätten einfach ergreifen können, aber einer zieht auf einmal nach Rechts weg (um Leia dann offenbar den Weg abzuschneiden oder was auch immer) und der andere läuft einfach in Zeitlupe weiter hinter ihr her. In einer weiteren Einstellung rutscht Leia unter einem Ast durch und läuft weiter, der Bounty Hunter könnte locker ebenfalls drunter durch steigen oder daneben vorbei laufen aber ne, er läuft einfach dagegen, das sah ungefähr so aus wie ein Computerspiel Avatar der gegen eine Wand und dann weiter läuft.

    No way, das ist alles Quatsch. Direkt Sack über den Kopf wäre die bessere Wahl gewesen.

    Zitat

    Vielleicht ist es nicht Bails einzige Option aber sie ist nicht unvernünftig. Um ein Entführungsopfer zu finden entsendet man keine Armee, zumal Alderaan auch gar keine große hat. Ein Jedi Meister der Erfahrung mit Ermittlungen hat wäre da auch meine erste Wahl.

    Ich weiß auch nicht was da noch großartig "schlüssig" erklärt werden müsste, für mich macht das durchaus Sinn.

    Reva weiß aber zumindest von der Verbindung Organas zu Obi-Wan und das reicht ihr für den Versuch. Das er Kontakt zu hunderten Senatoren gehabt haben soll ist mal einfach so dahin gesagt. Wissen tun wir von Padme und Bail Organa. Du kannst mir bestimmt noch ein oder zwei Dutzend weitere aus den Clone Wars aufzählen. Ist aber nicht der Punkt. Reva weiß offenbar von Organa und arbeitet mit dem was sie hat was soweit nachvollziehbar ist.

    Zitat

    Weil er nicht riskieren will das herauskommt wessen Tochter sie wirklich ist und die ganze Angelegenheit deshalb schnell und diskret erledigt werden soll.

    Und richtig, es sind die Ressourcen eines Planeten und die sind jetzt nicht so dolle wenn das Problem nicht auf dem eigenen Planeten ist.

    Ich wiederhole mich da gern. Bail Organa hat die Clone Kriege miterlebt und weiß ziemlich genau zu was Normalsterbliche Soldaten und Sicherheitskräfte in der Lage sind und zu was Kenobi in der Lage ist.

    Das wirkt eben alles genau so zurecht gekleistert, wie der Plot selbst. Die sprichwörtliche Armee war selbstverständlich metaphorisch gemeint. Trotzdem bin ich überzeugt, Bail hätte als Senator sicherlich auch einige andere qualifizierte "schnell und leise" - Optionen gefunden um den Job zu erledigen, oder es eben auch genau so gut über die offziellen Behörden abwickeln können. Das Geheimhaltungs-Dings wegen Leias echter Identität usw. ist schon klar (es wird ja in einem Halbsatz abgehandelt), der Punkt ist, es ist nicht wirklich nachvollziehbar. Er könnte ganz offiziell sagen, dass sie von Bounty Huntern entführt wurde (was ja tatsächlich so ist) die Lösegeld erpressen wollen. Ist bestimmt nicht das erste mal, dass irgendwo in der Galaxis ein reiches Kind entführt wurde. Aber es muss eben Obi sein, da sonst keine Geschichte.

    Ist jetzt nicht so, dass ich damit nicht leben kann und ich raufe mir deswegen auch nicht die Haare, aber es war halt beim ersten sehen direkt einer meiner ersten Gedanken und das sollte eben nicht so sein. Nach Leias schlecht gemachter Entführung der zweite von vielen noch folgenden kleinen Nadelstichen.

    Zitat

    Doch nichts davon hat mich geärgert oder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lassen. Das meiste war erklärbar und die Handlungen durchaus nachvollziehbar.

    Kenobi Folge 3: Das Imperium WEISS, dass Obi Wan und Leia auf Mapuzo gelandet sind und schicken Truppen hinterher um nach ihnen zu suchen (dass sie nicht schon direkt in Empfang genommen werden, weil das Imperium ja sicher ganz leicht herausfinden könnte wann und wo der Frachttransporter landet, sei mal dahingestellt).

    Obi Wan und Leia geben sich also bei einem Einheimischen als Farmer und Tochter aus und steigen auf seinen LKW (auf dem ein riesiges imperiales Logo ist, wo der wohl hinfährt? :/ ). Kurze Zeit später gesellen sich 4 Sturmtruppler dazu.

    Fahrer: "Was macht ihr hier?"

    Stormtrooper: "Wir suchen nach einem Jedi."

    Stormtrooper zu Obi Wan: "Wer seid ihr, habt ihr einen Jedi gesehen?"

    Obi Wan: "Nö, wir sind Farmer und haben uns verlaufen."

    Stormtrooper: "Ok gut, viel Spass noch & haltet die Augen offen."

    Ist jetzt vielleicht nicht der genaue Wortlaut, aber die Absurdität der Szene sollte klar werden.

    Ebenfalls toll:

    - Obi ballert den für seine Identifikation herbei geholten Probe-Droid selbstverständlich erst über den Haufen, NACHDEM dieser sein Gesicht gescannt und seinen Standort übermittelt hat (dafür wartet er sogar quälend lange Momente, so als wollte er es einfach unbedingt)

    - Obi zerballert eine elektronische Barrikade, um die man problemlos hätte herumspatzieren können (ja, ist jetzt nur eine Kleinigkeit, aber warum in Gottes Namen zeigt man sowas auch noch aus der Vogelperspektive, damit es dem Zuschauer förmlich ins Gesicht springt?)

    Zitat

    Und natürlich verstehe ich viel der Kritik und ich selbst habe mit einigen der Szenen ja auch meine Probleme, nur wird die Serie bei weitem nicht so schlecht gesehen wie gern behauptet wird. Zumindest ist das mein Eindruck aus persönlichen Gesprächen.

    Die Serie wird gehasst und geliebt, so wie es bei Star Wars halt meisstens ist. Dein persönliches Umfeld gehört dann eben wohl zu der Stichprobe, die Kenobi nicht so prall fanden. Sie hat im Moment ein Gesamt-Rating von 7,2 auf imdb (zum Vergleich: die so weit ich weiss von dir und Maegwin verhasste Sequel-Trilogie liegt zwischen 6,5 (Eipsode IX) und 7,8 (Episode VII), Episode VIII hat 6,9).

    Für mich ist es halt eher eine 6. Boba Fett hat übrigens sogar ein Gesamtrating von 7,3. Solche Zahlen die die allgemeine Rezeption wiederspiegeln sollen, haben gerade bei so riesigen Franchises wenig Aussagekraft. Ich finde TBOBF auch schlechter als Obi Wan (würde wohl eine 5 geben), aber da hatte ich auch keine Erwartungen dazu, weshalb die Enttäuschung gering ausfiel.

    Zitat

    Für mich bleibt nach dem ansehen ein durchweg toller cast. Gute Schauspieler mit teilweise sehr guten Leistungen.

    Wirklich? Also abgesehen von Ewan McGregor und James Earl Jones' Stimme fand ich so ziemlich durch die Bank alles maximal mittelmässig. Gerade bei Moses Ingram hatte ich ständig das Gefühl, dass sie nicht so recht weiss, was sie mit ihrer Figur anfangen soll. Dass die Figur des Gross-Inquisitors so verschenkt wurde, hat mich auch genervt. Leia halte ich schlicht für eine Fehlbesetzung und alle anderen haben keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ach ne stimmt nicht, Tarla mochte ich auch noch.

    Zitat

    Ein großartiges Intro mit dem Flashback auf Order 66 und der Jedi Meisterin welche die Padawan verteidigt.

    Meine Rede. Die beste Szene der Serie kam gleich zu Beginn. Leider ist von der tollen Kamera dann bei Obi vs. Vader nichts mehr zu spüren, da gibt es nur noch shaky cam, trübe Finsternis und wilde Schnitte, was wirklich nicht nötig gewesen wäre, da das Duell an sich toll choreographiert ist (auch wenn ich den Kampf, wie schon erwähnt, insgesamt trotzdem cool fand).

    Zitat

    Tolles Setting

    Da kann ich auch nicht wirklich zustimmen. Gerade auf Daiyu hatte ich immer das Gefühl, direkt die LED Wand im Hintergrund zu sehen. Stagecraft mag technologisch wirklich die Zukunft sein, aber ich glaube sie hat im Moment bei bestimmten Kulissen noch ein paar Tücken, die ausgebügelt werden müssen. Das fand ich bei Mandalorian alles deutlich besser und realer, waren aber wohl auch die weniger komplexen Settings. Trotzdem war das schon alles einigermassen Ok, aber eben nicht high end.

    Zitat

    Ok, hier verlierst du mich. Allein die Einstiegsszene mit dem Sarlacc bei Boba lässt einem vor lauter Dummheit schon diverse Hirnzellen veröden.

    Es ist ja so, dass Boba in Episode VI in den Rachen des Sarlacc fällt, eine Szene (oder zumindest eine Erklärung) wie er sich daraus befreit, musste es also zwangsläufig geben. Ich fand die jetzt nicht so schlimm, dass Menschen aus den Mägen lebender Tiere ausbrechen können weiss man schon seit Agent K ^^

    Zitat

    Für mich ist Obi etwa ein 7/10

    In Punkten lägen wir da ja theoretisch nicht sooo soweit auseinander. Aber meine Erwartung war halte eher irgendwas zwischen 8 und 9, weshalb die Enttäuschung trotz toller Momente überwiegt.

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

    3 Mal editiert, zuletzt von el_drogo (28. Juni 2022 um 10:21)

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    • 28. Juni 2022 um 10:46
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    • #396
    Zitat

    Deine Kritik zu BF hat meine Volle Zustimmung, aber eine 7/10 ist für mich nicht nachvollziehbar.

    Es sind ja nicht nur kleine Logic-Gaps, sondern gewaltige solche und dazu noch die ewig gleichen schlechten Handlungen, nur auf anderen Planeten.

    Ich finde es einfach nicht hinnehmbar, wenn ein Millardenkonzern kein durchdachtes und auch ruhig mal mutiges Konzept hat und bis zur Austrahlung auch umsetzen kann.

    Und genau dazu gehört auch die innere Logik. Wenn die nicht stimmt, kann es keine hohe Punktzahl geben, egal wie stark Ewen spielt.

    Tut mir leid, dann zähl doch bitte mal die ganzen gewaltigen Logic-Gaps auf die die Serie so unsehbar machen.

    "kein durchdacht" "unmutig" "keine innere Logik"genauso. Wie gesagt, die Umsetzung ist holprig und zuweilen etwas ärgerlich aber diese vernichtende Kritik braucht dann schon mehr Grundlage als nur ein paar Schlagwörter.

    Ich habe das Gefühl das du persönlich etwas anderes oder mehr erwartet hast und die Serie deshalb niedermachst.

    Zitat

    Mit Mandalorian haben sie das ja hinbekommen. Why not with Ben?

    Weil sie beim Mandalorian von vorn herein viel freiere Hand hatten. Sowohl was die Zeit angeht in der die Serie spielt, als auch die Protagonisten betreffend. Es ist eben ein gewaltiger Unterschied ob du einen neuen Charakter einführst in einen völlig freien Plot, oder zwei der wichtigsten Charaktere der gesamten Saga hernimmst.

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    • 28. Juni 2022 um 20:38
    • #397

    Also natürlich hast du Recht damit, dass die Freiheitsgrade bei Mandalorian viel mehr waren, keine Frage. Und auch damit, dass ich sehr hohe Erwartungen hatte. Aber wieso auch nicht?

    Du schreibst ja selbst, dass es sich hier um zwei der wichtigsten Charaktere der Saga handelt. Und Mandalorians Klasse zieht ja die Erwartung auch nach oben.

    Die Logiklöcher muss ich wohl mal gesondert auflisten, bin gerade out of order.

    Aber bei einem hat sich sogar mein 11Jähriger an den Kopf gefasst.

    Ich sag nur Tunnel, Eingang, zwei Goodgirls gehen rein, ein Badgirl hinterher, ein Goodgirl kehrt um, aber das Badgirl erwartet das andere Goodgirl am Ausgang?

    Hä? Wie blöd ist das bitte? Und das fällt niemandem auf bei Disney?

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    • 29. Juni 2022 um 13:52
    • #398

    So, hab Kenobi jetzt auch gesehen und zusammenfassend kann ich sagen: meh.

    Ich hatte, da ich schon vorher ein bisschen was (wenig Schmeichelhaftes) über die Serie gelesen hatte, ernsthaft Schlimmeres befürchtet. Allerdings hatte ich auch auf Besseres gehofft und somit war ich dann doch wieder ein bisschen enttäuscht.

    Ich könnte da jetzt viel zu schreiben, würde aber wohl nur viele der Punkte wiederholen, die hier ja schon angebracht worden sind.

    Spoiler anzeigen

    Es war meiner Meinung nach keine gute Idee, eine 10jährige Leia von einer 9jährigen gefangen im Körper einer 6jährigen spielen zu lassen, was sich - wie oben ja auch bereits erwähnt - in ihrer Fluchtszene vor den Kopfgeldjägern sehr deutlich zeigt. Das Mädchen tapst durch den Wald wie ein Glücksbärchi, was die Verfolgung wirklich lächerlich wirken lässt. Da wäre es doch irgendwie besser gewesen, wenn sie im Wald auf die Kopfgeldjäger gestoßen wäre (wieso genau hat die Prinzessin eigentlich keinen Personenschutz, der sie rund um die Uhr zumindest aus der Entfernung überwacht?) und die ihr einfach einen Sack über den Kopf gezogen und sie weggeschleppt hätten. Diese clowneske "Verfolgungsjagd" wirkt absolut lachhaft.

    Davon, dass Leia während der ganzen Serie keinen wirklich Character Arc zu besitzen scheint, mal ganz abgesehen. Es wäre spannend gewesen (oder zumindest spannendER) zu sehen, wie sich Leia durch ihre Entführung und die Zeit mit Obi-Wan von einem verängstigten kleinen Mäuschen zu einem mutigen, selbstständig denkenden Mädchen entwickelt (oder diese Entwicklung zumindest angestoßen wird). Leia war aber von Anfang an total mutig und klug und einfallsreich, so dass sie sich im Grund gar nicht verändert, außer dass sie am Ende einen Holster trägt (womit ihre Eltern natürlich total einverstanden sind).

    Und ganz grundsätzlich:

    Spoiler anzeigen

    Wenn man schon eine Serie macht, die in einem so gigantischen Universum spielt wie das von Star Wars mit praktisch unbegrenzten Möglichkeiten, tolle, spannende, abwechslungsreiche Geschichten zu erzählen... warum müssen dann die einzigen, wirklich wichtigen Charaktere der Serie genau die Charaktere sein, von denen wir ja schon wissen, dass ihnen nichts zustoßen kann und wird? Klar ist das das Grundproblem bei einer Serie über Obi-Wan Kenobi, bereits zu wissen, dass er erst auf dem ersten Todesstern sterben wird und ihm daher nichts passieren kann.

    An dieser Problematik kommt man nun mal nicht vorbei und das kann man der Serie auch nicht vorwerfen. Will ich auch nicht. Warum aber dachten die Produzenten dann, es sei eine gute Idee mit Leia, Luke und Darth Vader noch drei weitere Charaktere einzubauen, von denen wir EBENFALLS bereits wissen, wie ihre Geschichten weitergehen/enden werden? Woher soll denn Spannung bei einem Lichtschwertkampf zwischen Obi und Vadi kommen (mal abgesehen von der sehr, sehr mäßigen Choreografie), wenn wir schon vorher wissen, wer wann stirbt? Es ist klar, dass Obi-Wan nicht sterben wird, wenn Darth Vader ihn mit 100 Trilliarden Tonnen Geröll begräbt und es ist auch klar, dass er danach Darth Vater nicht töten wird, wenn er ihn im Kampf besiegt. Spannung = 0.

    Warum soll ich um Leia besorgt sein, als sie widerholt entführt wird oder von irgendwelchen Dächern fällt, wenn ich doch weiß, dass ihr keinesfalls etwas passieren kann? Das gleiche gilt natürlich für Luke in dieser albernen Szene am Schluss, als sich Reva - ÜBERRASCHUNG! - doch dagegen entscheidet, ihn zu töten. Wer hätte damit gerechnet?! :lol:

    Apropos Reva:

    Spoiler anzeigen

    Die Tatsache, dass die Serie scheinbar irgendwie zu vermitteln versucht, dass sie am Ende nun doch eine von "den Guten" geworden ist, weil sie kein bewusstloses Kind ermordet hat, finde ich zusätzlich irgendwie... problematisch. Sich einmal für das Richtige zu entscheiden, macht die Untaten der Vergangenheit nicht wieder wett. Es ist ja nun nicht so, als würde beispielsweise der Frau, der sie am Anfang der Serie einfach mal das Händchen abgehackt hat, plötzlich eine neue Hand wachsen, weil Reva sich dagegen entschieden hat, ein Kind zu ermorden. Von den anderen Dingen, die sie in den Jahren, in denen sie als Inquisitor unterwegs war und gefoltert und gemordet hat, wollen wir besser gar nicht sprechen.

    Nun ja, alles in allem ist mein Urteil wie gesagt ein deutliches "meh". Die Serie war nicht sooooo schlecht, aber auch keinesfalls wirklich gut. Sie hat leider nicht mal im Ansatz auch nur angefangen ihr eigentlich großartiges Potenzial zu nutzen. Schade.

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    • 30. Juni 2022 um 18:29
    • #399
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    Zitat

    Davon, dass Leia während der ganzen Serie keinen wirklich Character Arc zu besitzen scheint, mal ganz abgesehen. Es wäre spannend gewesen (oder zumindest spannendER) zu sehen, wie sich Leia durch ihre Entführung und die Zeit mit Obi-Wan von einem verängstigten kleinen Mäuschen zu einem mutigen, selbstständig denkenden Mädchen entwickelt (oder diese Entwicklung zumindest angestoßen wird).

    Ach, der unoriginellste Character Arc der Weltgeschichte - ausgerechnet der hat dir zum Glück gefehlt?

    Bitte nicht.

    Es ist für mich offensichtlich, dass man mit der relativ altklugen Leia versucht zu zeigen, dass sich die Macht bei ihr auf andere Art zeigt als bei Luke.

    Die Fluchtszene war einfach nicht gut gedreht. Für das übliche Niveau von Kinderdarstellern, ist die Kleine hingegen ein Lottogewinn. Eher habe ich mich gefragt, warum für den Jungen der sowieso praktisch keine Zeile Text hat und nichts können muss ausgerechnet jemand herhalten musste, der offensichtlich einen Luke-Not-Lookalike-Contest gewonnen hat.

    Zitat


    Die Tatsache, dass die Serie scheinbar irgendwie zu vermitteln versucht, dass sie am Ende nun doch eine von "den Guten" geworden ist, weil sie kein bewusstloses Kind ermordet hat, finde ich zusätzlich irgendwie... problematisch. Sich einmal für das Richtige zu entscheiden, macht die Untaten der Vergangenheit nicht wieder wett. Es ist ja nun nicht so, als würde beispielsweise der Frau, der sie am Anfang der Serie einfach mal das Händchen abgehackt hat, plötzlich eine neue Hand wachsen, weil Reva sich dagegen entschieden hat, ein Kind zu ermorden. Von den anderen Dingen, die sie in den Jahren, in denen sie als Inquisitor unterwegs war und gefoltert und gemordet hat, wollen wir besser gar nicht sprechen.

    Ja. Auch das hätte sich lösen lassen, wenn sie einfach gestorben wäre, wie es sich gehört.

    Zitat

    Ich sag nur Tunnel, Eingang, zwei Goodgirls gehen rein, ein Badgirl hinterher, ein Goodgirl kehrt um, aber das Badgirl erwartet das andere Goodgirl am Ausgang?

    Hä? Wie blöd ist das bitte? Und das fällt niemandem auf bei Disney?

    Ja, da war ich auch drüber gestolpert.

    Andererseits: Shrug.

    Vermutlich ist sie außen rum, ist ja nicht so, dass sie nicht etwas längere Beine hat. Ich kenne die Vorgeschichte des Badgirls nicht oder habe sie erfolgreich verdrängt - aber nachdem sie das Zeichen an der Wand zu erkennen scheint, würde ich nicht mal ausschließen, dass sie das System von früher kennt.

    Ich kann mich duster erinnern, dass ich die Diskussion (mit drogo?) über Witcher ziemlich genau in umgekehrt hatte. Ich habe Fehler aufgezählt und es war nicht so, dass er sie nicht gesehen hätte, er fand sie nur nicht sonderlich schlimm weil die Story dem entsprach was er sich erwartet hat und als Vehikel ausgereicht hat um ihm Szenen zu zeigen, die er ansprechend fand. Sofern ich das richtig interpretiert habe.

    Ich kann nichts dagegen tun, dass mich viele "Probleme" der Serie einfach nicht triggern. Die Mantelszene - etwas deplatzierter Slapstick. Leias Flucht vor drei Huntern - naja, ich habe mich auch nicht gefragt, ob Kevin allein zu Haus allein zu Haus wirklich eine Chance hätte.

    Wenn sich Menschen in einer Notsituation immer wenn es vernünftig erscheint an die Polizei oder das Militär wenden würden (statt an ihren Buddy, der zufällig ehemaliger Militär oder Spezialagent oder Privatdetektiv ist) gäbe es vermutlich 25% Filme weniger auf der Welt.

    Einige Probleme mit der Serie verstehe ich gut - ich habe ja selbst ein paar aufgezählt. Andere hängen von der individuellen suspension of disbelief ab, die vermutlich mit der jeweiligen Erfahrung mit dem SW Universum Hand in Hand geht. Und noch andere wirken für mich einfach konstruiert, wie sie nur ein enttäuschter Fan konstruieren kann.

    Und auch das ist ok, wir sind alle Fan von irgendwas.

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    • 1. Juli 2022 um 12:37
    • #400

    An die Witcher-Diskussion kann ich mich auch nur noch dunkel erinnern, aber ich glaube es ging hauptsächlich darum, dass du Yennefers sprunghafte Charakterentwicklung furchtbar fandest, wobei es mich hingegen überhaupt nicht gestört hat.

    Deswegen denke ich triffst du das mit der suspension of disbelief schon ganz gut.

    Aber da du gerade den Witcher ins Feld führst, würde ich gerne noch was hinzufügen.

    Mir persönlich ist es (gerade bei Produktionen & Aushängeschildern mit grossem Budget) immer wichtig, wenn erkennbar ist, dass sich die Macher neben einem detaillierten Setting auch wirklich Gedanken gemacht haben, wie sie welche Situation am Besten einfangen können und dabei idealerweise auch die ein oder andere kompositorische/kameratechnische Raffinesse einstreuen.

    Und da ist der Witcher Obi Wan haushoch überlegen. Ich glaube nicht, dass The Witcher ernsthaft irgendwo in der Kritik stand nicht sauber abgefilmt zu sein. Obi Wan wirkte handwerklich hingegen auf mich tlw. so unmotiviert und "schlampig", dass ich das ein oder andere mal fast ein wenig fassungslos war, wie sowas auf dem Niveau möglich sein kann. Der angesprochene Anschlussfehler bei der Tunnelszene ist so ein Ding, ebenso wie die komisch geschnittene Fluchtszene als Obi Wan von Vader davon läuft, hinter einen Hügel rennt und man durch den Schnitt den Eindruck bekommt, dass er direkt den gleichen Weg wieder zurück nimmt. Oder eben auch das schon angesprochene Zerballern einer Barrikade, die problemlos auch so passierbar gewesen wäre, was im selben Moment aus der Vogelperspektive sichtbar wird. Das sind vielleicht unscheinbare Kleinigkeiten, aber einen kurzen Moment lang gewinnt man den Eindruck, dass was komisch war. Und sowas darf und sollte nicht passieren.

    Man mag inhaltlich von der Sequeltrilogie halten was man will- aber eingefangen, geschnitten und durchkomponiert ist das alles vom allerfeinsten, und genau das erwarte ich mir von Star Wars. Man sollte eigentlich den Anspruch haben, der Massstab für alle anderen Sci-Fi Filme und Serien zu sein (so wie es die Prequel-Trilogie und die Original-Trilogie zu ihrer Zeit auch waren), bei Obi Wan gibt es hingegen lediglich Mittelmass im Production-Design, ständig shaky cam in Situationen wo ich nicht begreife wieso, und Kamera-Winkel bei Action-Szenen, deren Sinnhaftigkeit mir ebenfalls verschlossen bleibt. Das Editing ist generell durch die Bank generisch und weitgehend einfallslos, gerade auch bei den wenigen Prallelmontagen, die es nicht schaffen Spannung zu erzeugen (was ihr einziger Zweck ist).

    Nach der tollen Einführungsszene (die, wenn ich mich korrekt erinnere, in nur 2 Shots aufgenommen wurde), wo die Kamera der Jedi-Meisterin bei ihrem Kampf und der Verteidigung der Jünglinge folgt, habe ich mich riesig gefreut und dachte- oh toll, genau sowas will ich sehen, so kanns weitergehen. Aber leider verpufft dieses Aufblitzen an inszenatorischer Genialität direkt mit dem Schriftzug "10 Jahre später" im sandigen Nichts, was einfach schade ist. Der tolle Endkampf kann dafür leider nur teilweise entschädigen, weil zwar gut, aber eben auch nicht herausragend und dazu noch die inhaltlichen Unstimmigkeiten.

    Das klingt jetzt wieder alles viel negativer, alls ich es eigentlich meine, es gibt ja wirklich auch ein paar schöne Momente und ich bin dabei, meinen Frieden mit der Serie zu machen. Ich höre mir aktuell wohlwollende Podcasts dazu an, wo viele coole Details herausgearbeitet wurden, die mir so nicht aufgefallen sind, das hilft. :)

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

    2 Mal editiert, zuletzt von el_drogo (1. Juli 2022 um 12:46)

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