Die Sache mit den Jahreszeiten

  • Zunächst mal: Mein Verhältnis zu den Büchern ist eher "gestört" (ich habe nur ein paar von ihnen gelesen und nicht in der "richtigen" Reihenfolge; das ist jetzt die Kurzversion, wenn jemand drauf besteht, kann ich's ihm / ihr auch genauer erklären...), daher werde ich grundsätzlich wohl fast ausschließlich hier im Serienbereich zu finden sein.


    Ich hab jetzt aber mal 'ne Frage, die im Grunde auch die Bücher betrifft, obwohl ich mich teilweise auf Sachen aus der Serie beziehe:


    Ich hab mal "aufgeschnappt" (weiß nichtmal mehr, ob ich es irgendwo gelesen habe oder es mir jemand erzählt hat...), dass noch erklärt würde, warum die Winter und Sommer in dieser Welt mehrere Jahre dauern (was mich überrascht hat, da ich nicht dachte, dass es da viel zu erklären gäbe, ist ja schließlich Fantasy, da könnte es ja auch eben einfach "so sein", ohne dass man das noch groß begründen müsste, aber gut...). Hat da jemand irgendwelche konkreteren Infos und / oder Theorien zu (einfach nur aus Neugier gefragt)?


    Und könnte das was mit diesem "Modell" zu tun haben, das man immer im Vorspann sieht und das dann am Ende von Staffel 6 in der Zitadelle auftaucht (und wenn ja, was; wenn das in der Mitte die Sonne sein soll, hat es ja wohl was damit zu tun, wie sich dieser Planet [?], auf dem die Story spielt, um diese bewegt, aber die Länge von Jahreszeiten betrifft ja wohl die Geschwindigkeit dieser Bewegung und was sollte das dann damit zu tun haben [usw.]...)


    Es geht mir hier auch nur wieder um Spekulationen (als Zeitvertreib, während man auf die nächsten Staffeln wartet und so ;) )...

  • Also in der Serie - aber da gibts Leute mit mehr Wissen als mich - gibts es meiner Meinung nach keine Erklärung für das Schwanken der Jahreszeiten bzw. der langen Kälte/Wärmeperioden.


    In den Büchern auch nicht. Ein besonders langer Winter hat eventuell übernatürliche Auslöser.


    Aber eine Klimatologie von Westeros und Essos ist uns GRRM bis jetzt schuldig geblieben. Und wer will die schon. ;)

    [b] Sorry, no dragons in Winterfell!


    Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

  • Ich würde ja nicht sagen, dass die Winter mit der Armillarsphäre - so nennt man die Darstellung - bzw. dem Astrolabium zutun hat. Darauf wird eher die Geschichte der Bekannten Welt dargestellt. Das Verhängnis von Valyria, Roberts Rebellion und Roberts Krönung selbst.


    Aber die Zitadelle könnte ein Punkt sein, in der entdeckt werden könnte, wie man die Weißen Wanderer bekämpft oder wie Drachen zu pflegen sind etc. Die Maester in den Büchern geben sich zwar alle Mühe aber warum die Jahreszeiten richtig entstehen, konnte da auch noch keiner sagen.


    Naja, ich denke auch zu viel muss man nicht erklären, bin ich fast bei dir. Es könnte eben wirklich die Auswüchse von Magie sein, so wie Weiße Wanderer und Drachen - aber das erklärt die anderen unterschiedlich langen Jahreszeiten während deren Wegbleiben nicht.


    Es gibt dann noch ein paar Theorien, die sehr wissenschaftlich und daher eher in den Sci-Fi-Bereich einzuordnen sind. Planetos könnte sich um einen variablen Stern oder Doppelstern oder sowas befinden, oder gar eine post-atomare (in der Technik für Magie gehalten wird) Sache.

    »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)

  • Zitat

    .... Ich hab mal "aufgeschnappt" (weiß nichtmal mehr, ob ich es irgendwo gelesen habe oder es mir jemand erzählt hat...), dass noch erklärt würde, warum die Winter und Sommer in dieser Welt mehrere Jahre dauern (was mich überrascht hat, da ich nicht dachte, dass es da viel zu erklären gäbe, ist ja schließlich Fantasy, da könnte es ja auch eben einfach "so sein", ohne dass man das noch groß begründen müsste, aber gut...). Hat da jemand irgendwelche konkreteren Infos und / oder Theorien zu (einfach nur aus Neugier gefragt)? ....



    Wenn mich nicht alles täuscht, meinte GRRM, dass dies in den kommenden Büchern aufgeklärt wird, aber es keine wissenschaftlichen sondern magische Erklärungen gibt.



    Zitat

    ... Es gibt dann noch ein paar Theorien, die sehr wissenschaftlich und daher eher in den Sci-Fi-Bereich einzuordnen sind. Planetos könnte sich um einen variablen Stern oder Doppelstern oder sowas befinden, oder gar eine post-atomare (in der Technik für Magie gehalten wird) Sache.....



    Das hatte ich auch im Sinn und es würde mir sehr, sehr gut gefallen.

  • Könnte soetwas - total laienhaft gedacht - nicht in etwa so aussehen: Angenommen, Westeros hat, warum auch immer, normalerweise keine sich periodisch großartig unterscheidenden Jahreszeiten. Das Klima wäre also an sich immer relativ konstant. Die Sommer, bzw. Winter ergeben sich durch unregelmäßig entstehende Klimaveränderungen, die z.B. durch kosmische Phämonene beeinflusst werden. Dadurch kommen Warm- und Kaltzeiten zustande, die aber eigentlich gar keine echten Jahreszeiten sind, so wie wir sie kennen, sondern eher an die Eiszeit, bzw. warme Klimaperioden auf der Erde erinnern.

    "I swear, I will go to my grave thinking of my brother’s peach." (Stannis Baratheon)

  • Das könnte durchaus möglich sein. Ein variabler Stern mit unterschiedlicher Leuchtkraft könnte das eben auch entstehen lassen.
    Oder eben andere kosmische Phänomene.
    Wir bekommen durch den Roten Kometen und Kometen allgemein einen guten Anhaltspunkt - in den Büchern sogar noch mehr als in der Serie. In der Serie wird der Komet erst nach der Geburt der Drachen gezeigt, wohl auch aus Regie- und Storytechnischen Gründen.
    Dadurch scheint die Magie allgemein zu erstarken.


    Martin muss sich zudem auch die Kleine Eiszeit als Reales Vorbild für seinen Roman für eine Lange Nacht oder die Weißen Wanderer genommen haben, denn die Kleine Eiszeit im Spätmittelalter (14./15. Jahrhundert) bis in die Frühe Neuzeit ins 19. Jahrhundert hat unsere Geschichte und Kultur wesentlich beeinflusst. Interessant ist, dass sie u.a. auch durch geringere Sonneneinstrahlung und vermehrte geologische Aktivität (mehre Vulkanausbrüche) und vermutlich noch einige andere Faktoren (Golfstrom) entstanden ist. 1816 wurde sogar als das Jahr ohne Sommer bezeichnet. Gerade in dieser Zeit gab es auch ein Umdenken vom Feudalismus zum Frühkapitalismus, mehrere Hungersnöte und Kältewellen was man u.a. am Dreißigjährigen Krieg und der Franz. Revolution als auch der Hungersnot in Irland.


    Interessant ist aber auch, dass gerade solche Sachen wie der Untergang Valyrias (bei dem die Vierzehn Flammen) eigentlich auch nicht nur auf Essos hätte etwas bewirken müssen, mal abgesehen von der Eroberung oder dem Überleben der Targaryen und dem Jahrhundert des Bluts.

    »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)

    Einmal editiert, zuletzt von Aki-chan ()

  • Zitat

    Wenn mich nicht alles täuscht, meinte GRRM, dass dies in den kommenden Büchern aufgeklärt wird, aber es keine wissenschaftlichen sondern magische Erklärungen gibt.


    Hm, das bringt mich auf den Gedanken, dass dann ja wahrscheinlich die Children of the Forest zusammen mit den White Walkers auch die langen Winter erschaffen haben.. wie und warum genau weiß ich jetzt nicht, aber das sehen wir ja dann... ;)

  • In The World of Ice and Fire heißt es:"Though the citadel has long sought to learn the manner by which it may predict the length and change oft seasons, all efforts have been confounded. Septon Barth appeared to argue, in a fragmentary treatise, that the inconstancy oft the seasons was a matter oft magical art rather than trustworthy knowledge. Maester Nicol's "The Measure of the Days" - otherwise a laudable work containing much of use - seems influenced by this argument. Based upon his work on the movement of stars in the firmament, Nicolas argues unconvincingly that the seasons might once have been oft a regular length, determined solely by the way in which the globe faces the sun in its heavenly course. The notion behind it seems true enough - that the lengthening and shortening of days, if more regular, would have led to more regular seasons - but he could find no evidence that such was ever the case, beyond the most ancient oft tales."
    Es scheint so, als seien die Jahreszeiten früher mal regulär gewesen. Ich meine auch, dass GRRM gesagt hat, es werde aufgelöst. Wahrscheinlich stecken wirklich die Kinder des Waldes oder die Weißen Wanderer dahinter oder hängen zumindest damit zusammen.

  • Ich könnte mir vorstellen, dass die Jahreszeiten vor der sog. Langen Nacht, als die Weissen Wanderer das Erste Mal die Menschen in Westeros angriffen, normal verlaufen sind so wie bei uns auf der Erde und dass die Magie, die höchstwahrscheinlich notwendig war, um die Wanderer zurückzuschlagen, dafür gesorgt hat, dass die Länge der Jahreszeiten seither variierten. Ich könnte mir auch vorstellen, dass wenn es zum Kampf gegen die Wanderer kommt, dann ebenfalls Magie eingesetzt wird. Es gibt ja viele in Westeros, die behaupten, die Magie sei längst ausgestorben, auch wenn uns die Serie und auch die Bücher eines Besseren belehrt haben. Und ich könnte mir vorstellen, dass durch diese Magie der normale Zyklus der Jahreszeiten wieder einsetzen könnte.

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