Bundestagswahl 2021 - ehemals 2017


  • Allerdings habe ich selbst meine Zweifel mit Links wählen, wenn Wagenknecht deren beliebteste Politikerin ist und kaum Gegenwind bekommt, wenn sie über "Lifestyle-Linke" und damit über politische Korrektheit, Pronomen und Veganer schimpft. Da wird Grün für mich wahrscheinlicher.


    Wagenknecht hat ihr Buch dazu ja aber auch die "Selbstgerechten" genannt, weil sie das Verdrängen politökonomischer Themen durch Gesellschaftspolitik durchaus auf ihre eigene Partei bezieht und ist darüber glaube ich nicht mehr besonders gern gesehen. Zudem kandidiert auch Fabio de Masi mit ähnlicher Begründung zu seiner Ansicht nach falschen Schwerpunktsetzung in der Linken nicht mehr für den Bundestag und das ist tatsächlich der Einzige, den man aus dieser Partei vermissen wird.


    Es wird gerne und oft die grün-rot-gelbe Ampel in Deutschland ins Spiel gebracht.


    Andererseits: Die FDP wollte auch keine Schwarz-Grün-Gelbe Koalition.


    Für wie wahrscheinlich haltet ihr das, meine deutschen Freunde? Dass die FDP bei sowas mitmacht?


    Die Ampel erfreut sich unter manchen Intellektuellen, besonder unter Ökonomen einiger Beliebtheit, weil man sich dort gewissermaßen "The best of all three worlds" erhofft, also liberale Gesellschaftspolitik, proeuropäische und prowestliche Außenpolitik (auch wenn die SPD da wackelt), und Projekte im Bereich Sozial- und Umweltpolitik bei der die FDP aber die marktwirtschaftliche Bremse spielt und dafür sorgt, dass diese Projekte auch halbwegs vernünftig designt sind und nicht nur Geld hin- und herschieben.


    Halte das aber selber für eine komplette Schnapsidee, da die FDP unter Lindner ihre Positionierung seit Möllemann und Westerwelle fortgesetzt hat und damit gewissermaßen Verrat an dem seit Jahrzehnten aufgebauten und gepflegten Wählerstamm begehen würde. Es wäre in meinen Augen im Vorhinein sicher, dass jedes sozialpolitische Vorhaben der SPD, jedes umweltpolitische der Grünen und jedes europapolitische beider Parteien torpediert werden würde und andersherum wird die Haushaltslage es nicht erlauben, der FDP irgendwelchen finanzpolitischen Spielraum zu überlassen. Das wäre eine riesige Mogelpackung.


    Das Komische an dieser Partei ist, dass es eine enge Connection zwischen den prominentesten Vertretern, Lindner und Kubicki und einem rechtsliberal-populistischen Wählerspektrum gibt, während die meisten Mitglieder in meinen Augen eigentlich ganz brauchbar sind, bei den Julis trotz Twitterings einiger Hayek-Anbeter eher die Linksliberalen zu dominieren scheinen und ich manche Parlamentarier der zweiten Reihe wie Konstantin Kuhle oder Marie Agnes Strack-Zimmermann zu den brauchbarsten Politikern überhaupt zähle.

  • Das mit dem Vertrauen in die Parteien ist 2021 wieder einmal so eine Sache. Nur mal zwei Beispiele aus entgegengesetzten politischen Lagern. Die AfD lasse ich dabei mal aus, weil das wäre wirklich zu einfach:
    Während ich einzelne Fehlleistungen von Parteimitgliedern nicht so eng sehe, wundere ich mich doch, wenn bekannte Missetäter (wieder) auf die Kandidatenplätze von Volksparteien gehieft werden. Hier sind nur mal der korrupte Philipp Amthor zu nennen und der aus seinem Job entfernte Hans-Georg Maaßen. Haben die wirklich sonst niemanden in den diesen beiden Landesverbänden??
    Friedrich Merz wird absehbar - wie von mir weiter oben befürchtet - einen Ministerposten in der nächsten Bundesregierung haben, sofern die CDU beteiligt ist. Also muss man jetzt Laschet und Merz ertragen. Also bei der CDU kann man weder der Basis, noch der Parteiführung trauen. ;)


    Auf der anderen Seite macht die Linke in SA einen auf Ost gegen West, als wäre man wieder zu Zeiten der PDS und die Vereinigung mit der WASG hätte es nicht gegeben.
    https://www.spiegel.de/politik…ad-474d-b7d5-a0b60f3fc88d
    Genau wie die Parteichefin kann ich das durchaus irgendwie "nachvollziehen", aber mir fehlt jedes Verständnis, das zum Plakatthema zu machen. (Ein großer Teil des Problems ist übrigens das alte Networking und da kamen früher Frauen, Ostdeutsche und Menschen mit Migrationshintergrund einfach nicht vor.) Warum soll eine "Wessi" da noch die Linke wählen?

  • Zitat

    Während ich einzelne Fehlleistungen von Parteimitgliedern nicht so eng sehe, wundere ich mich doch, wenn bekannte Missetäter (wieder) auf die Kandidatenplätze von Volksparteien gehieft werden. Hier sind nur mal der korrupte Philipp Amthor zu nennen und der aus seinem Job entfernte Hans-Georg Maaßen. Haben die wirklich sonst niemanden in den diesen beiden Landesverbänden??Friedrich Merz wird absehbar - wie von mir weiter oben befürchtet - einen Ministerposten in der nächsten Bundesregierung haben, sofern die CDU beteiligt ist. Also muss man jetzt Laschet und Merz ertragen.


    Aber das steht doch im direkten Zusammenhang. Laschet kann sich allein kaum halten wo er ist, also holt er sich als Schwimmflügel diverse Un-Personalien.
    Merz wurde vom (Nord-)Osten herbeigewünscht, der sich gegenüber der AfD durch Söder Aufwind versprochen hatte. Aus den gleichen Gründen traut er sich nicht, sich von Maaßen zu distanzieren.


    100 Tage CDU-Chef Laschet: Mehr gerupft als gerufen | tagesschau.de


    Seine Schwäche führt zu großen Problemen. Der große Einiger, dass ich nicht lache.

    I have been despised by better men than you.

  • Aber das steht doch im direkten Zusammenhang. Laschet kann sich allein kaum halten wo er ist, also holt er sich als Schwimmflügel diverse Un-Personalien.
    Merz wurde vom (Nord-)Osten herbeigewünscht, der sich gegenüber der AfD durch Söder Aufwind versprochen hatte. Aus den gleichen Gründen traut er sich nicht, sich von Maaßen zu distanzieren.


    100 Tage CDU-Chef Laschet: Mehr gerupft als gerufen | tagesschau.de


    Seine Schwäche führt zu großen Problemen. Der große Einiger, dass ich nicht lache.


    Guter Artikel. Danke.
    Wenn ich so darüber nachdenke, dann fing Laschet als Parteivorsitzender dort an, wo AKK aufgehört hat. Die hatte aber notfalls immer die Kanzlerin im Rücken. Aufgrund der fehlenden Autorität sagt Laschet lieber gleich gar nichts. In der aktuellen Situation mit den CDU-"Ostverbänden" war es vielleicht keine gut Idee, so kurz vor knapp den Parteivorsitzenden zu wählen, der sich dank Kanzlerambitionen kaum um die Parteiprobleme kümmern kann.

  • Beim Thema dummes Geschwätz (freundlich ausgedrückt) von einzelnen Parteimitgliedern hat sich bei den Grünen - wieder einmal - Boris Palmer hervorgetan. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn viele Menschen die Politiker nicht mehr ernst nehmen. Wir werden sehen, ob sich Herr Palmer im Wahlkampf zum Kronzeugen gegen die Partei Grüne machen lässt, falls das nicht ohnehin seine Absicht war. Das Parteiausschlussverfahren machen sie vielleicht besser erst nach der Wahl, weil Herr Palmer absehbar Widerspruch einlegen wird und das vor der Wahl vermutlich nicht mehr geregelt wird.


  • Ich kann den Opportunismusvorwurf übrigens nur sehr bedingt nachvollziehen, wenn sich Politiker nach der Wählermeinung ausrichten. Das ist aus meiner Sicht irgendwie ihr Job.


    Ich weiß nicht, wie sehr sich Kommentar an mich gerichtet hat. Von mir war das eine Feststellung, kein Vorwurf, ich bin inzwischen auch eher geneigt, die inhaltliche Flexibilität der Union als ihre große Stärke und generell eine des politischen Systems in Deutschland anzusehen. Aber bekanntlich hat alles Grenzen und die Erwägungen von Merz und Söder, die Basis gegen das "Parteiestablishment" aufzuwiegeln sowie die Umtriebe der CSU bezüglich der Flüchtlingspolitik um 2018 rum sind hart an meinen, vor dem Hintergrund der amerikanischen Erfahrung.



    Seine Schwäche führt zu großen Problemen. Der große Einiger, dass ich nicht lache.


    Es ist aber ja nicht seine Schwäche, sondern die der CDU im allgemeinen. Glaube nicht, das irgendeine Personalie das so schnell wird lösen können. Vielleicht, wenn die Union mit Söder als Kanzlerkandidaten einen klaren Wahlsieg mit 35%+ einfahren würde, aber dann wäre der starke Mann ja auch kein CDUler.
    ____


    Aus den letzten Wochen mit den unsagbar dämlichen (auch wenn ich vermute, außerhalb von Twitter eher geringfügig aufgenommenen) Kampagnen gegen Baerbock, dieser fürchterlichen Maaßen-Personalie und dem Getue von Giffey (gut das das nicht den Bundestagswahlkampf betrifft) lassen ja eher unschöne Erwartungen an den Wahlkampf aufkommen. Vielleicht werden die nervigsten Klopper aber auch jetzt schon abgefrühstückt (haha).

  • Zitat

    Ich weiß nicht, wie sehr sich Kommentar an mich gerichtet hat.


    Tatsächlich gar nicht. Es ist nur normalerweise einer der Hauptvorwürfe den man mit Söder in Verbindung bringt und war auch innerhalb der Söder/Laschet-Auseinandersetzung wieder sehr prominent. Ich glaube im Artikel den el_drogo verlinkt hatte, stand auch recht viel dazu und ich höre ihn auch in meinem Freundeskreis (der tendenziell rotgrüner ist als ich selbst) auch immer wieder, deshalb wollte ich eine Zeile dazu schreiben.
    Ich glaube Söder hat ihn selbst mittlerweile auch adressiert und sinngemäß gesagt, dass moderne Demokratie eben so aussieht und niemand die königlich-hochheitliche CSU/CDU der Achtziger zurückhaben will. Dem würde ich so zustimmen.


    Zitat

    Aber bekanntlich hat alles Grenzen und die Erwägungen von Merz und Söder, die Basis gegen das "Parteiestablishment" aufzuwiegeln sowie die Umtriebe der CSU bezüglich der Flüchtlingspolitik um 2018 rum sind hart an meinen, vor dem Hintergrund der amerikanischen Erfahrung.


    Ich würde es nicht fair finden, hier Merz und Söder auf eine Stufe zu stellen, weil sich Söder zu Recht als wählergewünscht erachten kann und Merz nicht. Beide sind Populisten und Machtmenschen, keine Frage aber ich würde Söder schon anrechnen, dass hier seine Erfahrungen aus der Vergangenheit und eine gewisse Weitsicht einfließen, während Merz auf mich ehrlichgesagt einfach nur auf destruktive Weise narzisstisch veranlagt wirkt.
    Nicht, dass Söder für mich irgendein Traumpolitiker wäre, wir hatten ja schon die Sputnik-Geschichte angeschnitten, für mich persönlich kommt momentan noch die vorzeitige Aufhebung der Impfpriorisierung hinzu, die ich damit gleichsetze die Schwächsten der Gesellschaft in ein Windhundrennen zu schicken, das sie nicht gewinnen können.


    Zitat

    Es ist aber ja nicht seine Schwäche, sondern die der CDU im allgemeinen. Glaube nicht, das irgendeine Personalie das so schnell wird lösen können. Vielleicht, wenn die Union mit Söder als Kanzlerkandidaten einen klaren Wahlsieg mit 35%+ einfahren würde, aber dann wäre der starke Mann ja auch kein CDUler.


    Ich würde den Hauptunterschied zwischen Laschet und Söder schon in der Taktik ausmachen. Laschet macht sich gerade platt wie eine Flunder um alle Flächen gleichzeitig abzudecken. Söder markiert eher den Starken und wirft sich auch mal gegen Personalien. Ironischerweise sammelt er Rechts damit automatisch mit, weil sich darunter viele Wähler befinden, die einfach nur einen kräftigen Trommler brauchen (man merkt das ja an inhaltlich nicht nachvollziehbaren Wählerumschwüngen zwischen der Linken und der AfD).
    Wenn sie sich für Söder entschieden hätten, wäre immerhin die Merz-Personalie ohnehin vom Tisch gewesen. Der ist ja nur als zweite Wahl das Ersatzgeschenk geworden. Ich halte Söder für Populist genug, dass er sich dann gegen den verbleibenden Maaßen eingesetzt hätte. Der wird die CDU/CSU ja vollkommen zu Recht jede Menge gemäßigter Stimmen kosten.


    Zitat

    (auch wenn ich vermute, außerhalb von Twitter eher geringfügig aufgenommenen) Kampagnen gegen Baerbock


    Davon habe ich tatsächlich nichts mitbekommen. Klingt für mich, als müsste ich mich darüber freuen. :)

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  • *Lehnt sich als Österreicher einfach nur zurück*
    Na, eure Sorgen möchte ich haben!


    Ich frage mich immer noch, wer früher wählt: Deutschland termingerecht oder Österreich doch mal wieder früher ...


    Immerhin müsst ihr euch ja nicht fürchten, Rechtsradikale in Verkleidung in die Regierung zu bekommen - oder etwa doch? (Damit ist die AfD gemeint.)

    [b] Sorry, no dragons in Winterfell!


    Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

  • Welche Verkleidung trägt denn die AFD?


    Aus dem Versuchslabor Österreich gesprochen: Du wirst es nicht für möglich halten, was Rechtsradikale alles an medialen Verniedlichungen bekommen, wenn erst die Zeit gekommen ist, um mit ihnen über Regierungsbeteiligungen zu verhandeln. Man nennt sie dann gerne "Rechtspopulisten".


    Und das seltsame daran ist, dass es mit der Zeit sogar stimmt, denn alle möglichen Glücksritter - die dann später besonders oft wegen diverser korrupter Machenschaften vor Gericht landen - strömen dann so einer Partei zu, ohne deren Inhalte so wirklich ernst zu nehmen, und machen sie dann tatsächlich zu Populisten. Immer schön genau das daher reden, was der sogenannte "kleine Mann" hören will, und wenn sich die Positionen innerhalb von zwei Jahren um 180 Grad verschieben, dann macht das doch nichts! So lange es der "kleine Mann" vergisst und Ausländer etc. immer der Sündenbock bleiben.


    Nur der Kern der Ideologie, der hat sich seit dem "Marsch auf die Feldherrenhalle" nie wirklich geändert.

    [b] Sorry, no dragons in Winterfell!


    Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

  • Wird dann wohl leider nix mit Kanzlerdebatte auf Youtube und Twitch. Sehr schade, das hätte richtig interessant werden können. Die U-30 Wähler sind wohl nach wie vor zu unmassgeblich für eine Bundestagswahl. Gescheitert ist das Ganze offenbar an Laschet (wen wunderts).


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    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

  • Gescheitert ist das Ganze offenbar an Laschet (wen wunderts).


    Mich nicht, an seiner Stelle hätte ich nämlich in der jetzigen Stimmungslage wohl auch keine Lust gehabt, mich einem unberechenbaren Format zu stellen, dessen Moderatoren nicht gerade durch Zuneigung zur CDU aufgefallen sind und durch welches ich eigentlich nur verlieren kann.

    "You're going to fight that?"
    "I'm going to kill that."

  • Sag ich doch, es wundert mich nicht. ;)
    Angeguckt hätte ich es mir trotzdem gern. Und auch wenn Rezo das Zerstörungs-Video gemacht hat, gehe ich nach allem was ich bis jetzt von ihm gehört und gesehen habe fest davon aus, dass er die Debatte mit dem notwendigen Respekt moderiert hätte, wenn auch sicherlich schonungslos in Fragestellung und Inhalten. Mei, es wäre halt ein cooles Zeichen seitens Politik ob der altbacken patriarchalischen Strukturen gewesen, das man sich durchaus in der Lage sieht, auch mal was neues auszuprobieren und sich einem neuen Format zu stellen. Und es ist ja auch nicht so, dass sich der Laschet nicht darauf vorbereiten hätte können, der wird schon eine Armada an Beratern um ihn herum haben die ihn auf sowas einstimmen können.

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

  • Wie gesagt, ich kann nicht erkennen, was es Laschet in diesem Wahlkampf einbringen könnte. Wenns gut läuft, überzeugt er vielleicht vier Leute. Wenns schlecht läuft, verliert er vierhundert. Das grundsätzliche Anliegen, eine Wahlkampfsendung mit höherer thematischer Tiefe auf die Beine stellen zu wollen als die bisweilen loriotesken 90sekündigen Fragerunden finde ich erst einmal nicht schlecht.

    "You're going to fight that?"
    "I'm going to kill that."

  • Also ich finde die Zusammenfassung überhaupt nicht zutreffend, da sie meine Wahrnehmung des Videos in keinster Weise widerspiegelt. Auch das mit dem Narzissmus sehe ich nicht. Klar, dieses "jo, was geht digga" nervt natürlich aber ich habe bei seinen Videos eigentlich nicht das Gefühl dass es ihm primär um Selbstdarstellung geht, sondern schon um die Sache an sich.

    ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

  • Hm. Guckst du seine Videos wirklich regelmäßig, oder nur wenn er gerade politisch aktiv wird?
    Ich muss zugeben, dass ich gegenüber Youtubern die an der dreißig und darüber kratzen aber mit gefärbten Strubbelhaaren leicht auf Teenager tun naturskeptisch bin. Ich habe immer den Eindruck, dass auf jeden Fünfzehnjährigen der sie gern sieht zehn rotgrüne Boomer kommen, die sich freuen, dass "jemand die jungen Leute erreicht". Aber dazwischen? Wenn ich so durch die Videoclips skippe, fällt es mir auch schwer zu glauben, dass sich jemand über 25 durch "Renzo reagiert auf Bibis neue Körbchengröße" und "Helium Challenge mit Wasserbestrafung mit Julien Bam" wirklich angesprochen fühlen. Da der Gute aber ohnehin niemals meine Bubble gewesen wäre, kann ich das schlecht beurteilen.

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  • Hm. Guckst du seine Videos wirklich regelmäßig, oder nur wenn er gerade politisch aktiv wird?


    Ich hab damals nach der Zerstörung der CDU mal ein Abo gesetzt, muss aber zugeben, dass ich mir bisher schon nur seine politischen Statements angeguckt habe... da gab es aber bisher immer einen grossen Konsens. Der restliche Quatsch wie diese Reaction-Videos, seine live-streams auf twitch etc... das interessiert mich grösstenteils alles wenig bis gar nicht. Wie du sagst, da gehöre ich wohl auch nicht zum Zielpublikum. Aber was spricht dagegen, wenn er abseits vom pubertären Geplänkel versucht Teenies für die Politik zu motivieren?

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