Reread A Dance with Dragons (The Lost Lord bis The Wayward Bride) Woche 80

  • Das ist der Thread für die 80. Woche des geplanten Rereads.
    Bitte bis einschließlich "The Wayward Bride" lesen!
    Hier gehört alles rein was euch so auffällt, dazu gehört eine kleine Inhaltsangabe, Foreshadowing, Charakterisierungen, usw.
    Viel Spaß beim Diskutieren!



    Zum Sammelthread

  • Greif steht am Bord des kleinen Stechkahns und wartet wieder ein Mal. Haldon der Halbmaester ist in die Stadt gegangen und bisher noch nicht zurückgekehrt. Er fragt sich, ob sie den Halbmaester genau so verloren hatten wie Tyrion. Seit dieser Aktion misstraut Greif Haldon ebenfalls.
    Sie liegen mit ihrem Kahn im Hafen von Volon Therys, einer weiteren Stadt, die von den Schwarzen Mauern Volantis' aus regiert wird. Die Goldene Kompanie lagert drei Meilen südlich von ihnen, nördlicher als erwartet, da Tiger-Triarch Malaquo mit sechstausend Mann nach Norden gezogen ist und der Kompanie den Weg nach Volantis versperrt. Daenerys Targaryen, ihr Ziel, ist nach wie vor in Meeren und Tyrion könnte überall sein.
    Er hofft zwar, das der Zwerg tot ist und sein Kopf nach KM verschickt wird, glaubt dies aber nicht wirklich. Wer kann ihm solche Wünsche verdenken, immerhin stellt Tyrion ein arges Sicherheitsrisiko da.


    Greif beschwert sich bei Lemore über Haldon, worauf sie antwortet, ob man Aegon nicht lieber noch am Bord des Schiffes lassen soll. Er verneint, Aegon sei ein erwachsener Mann. Lemore mockiert, das es gefährlich sei, Aegon in einem Söldnerlager zu enthüllen, aber Greif meint, das sie es ohnehin nicht verhindern könnten, würde Strickland dem Jungen was Böses wollen. Es seien seine Männer, was Lemore bestreitet, da es sich um gekaufte Männer handelt.
    Nun kommt das Gespräch auf Myl Toyne, bekannt als Schwarzherz, ehemaliger Kommandent der Goldenen Kompanie und vermutlich der ehemalige Liebhaber von Jon. Nun ist dieser nicht mehr als ein Goldener Schädel auf einer Stange.Greif erinnert sich nun wieder an Steinsepte. Die Schlacht der Glocken, sein persönliches Waterloo, in der er die Chance hatte, die Rebellion mit einem Schwertstreich zu beenden. Er versagte und die Glocken läuteten für die Targaryen und ihre Unterstützer.
    Lemore reißt ihn aus seinen düsteren Gedanken. Doch Greif wischt die Einwände auf Seite.
    Dann unterbricht sie Yandry, Haldon ist zurückgekehrt. Greif lässt Aegon holen und begutachtet die Pferde, die ihm nicht wirklich gefallen. Haldon erwiedert, das Pferde teuer seien, seit die Dothraki auf der anderen Flussseite stehen.
    Prinz Aegon wird schließlich herausgebracht. Er trägt bessere Kleidung in den Farben seines Hauses, auch wenn sein Haar nach wie vor blau ist. Greif sagt ihm, das sein Vater stolz auf ihn gewesen wäre. Sie unterhalten sich in Anbetracht der Söldner über Tyrions Lektion und Greif rät dem Jungen, einen Mittelweg zu gehen, was ich für einen sehr guten Rat halte.


    Bald darauf reiten sie los, der Prinz auf dem besten Pferd. Greif und Haldon begleiten ihn auf den Schlechteren. Bei Sonnenuntergang erreichen sie das Lager der Goldenen Kompanie, ein Lager, welches laut Greif selbst Arthur Dayne gefallen hätte. Man merkt auf den ersten Blick, das dies keine gewöhnliche Söldnerkompanie ist. Unter anderem entdeckt Greif zwei Dutzend Elefanten am Flußufer. Ich hatte völlig vergessen, wie viele die Kompanie ursprünglich von diesen Viechern hatte, das ist ja schon ne ganze Menge. Im Lager treffen sie auf Franklyn Blumen, einen hässlichen, aber herzlichen Mann, der Jon freudig begrüßt. Wir erfahren, das er ein Bastard der Fossoways ist, ein selbsternannter Braunapfel-Fossoway.
    Im Lager fragt sich Greif, wie viele seiner ehemaligen Kameraden ihn wohl noch wiedererkennen würden. Die meisten von ihnen werden an die Lüge glauben, dass Jon Connington sich in Lys zu Tode gesoffen hat, nachdem er die Kompanie bestohlen hatte. Er schämt sich immer noch dafür und will Varys irgendwann dafür zur Rechenschaft ziehen.


    Vor dem Zelt des Generalhauptmanns sind die berüchtigten goldenen Schädel auf Piken aufgespießt. Vor seinem Tod hatte Aegor Strom, genannt Bitterstahl, Gründer der Goldenen Kompanie, veranlasst, seinen Schädel zu kochen, so das sich das Fleisch löst, ihn zu vergolden und als Banner vor der Kompanie herzutragen, wenn sie nach Westeros zurückkehrt. Ein Schädel ist besonders groß und unter ihm befindet sich ein weiterer kleinerer Schädel, Maelys Schwarzfeuer und sein kleiner namenloser Bruder. Greif fragt nach Myls Schädel und denkt wieder an seinen alten Freund. Nach seinen Tod hätte er gute Chancen gehabt, Generalhauptmann zu werden, aber er bereut seinen Weg nicht.


    Sie betreten schließlich das Zelt, in dem sich die Gerneräle der Kompanie versammelt haben. Die Reaktionen auf Greif und seine Begleiter sind gemischt. Nicht alle sind dem toten Greifenlord wohlgesonnen.
    Die Generäle sind ein bunter Mix aus der Geschichte der sieben Königsländer, auch wenn nicht alle den richtigen Familiennamen tragen, wie Greif weiß. Es gibt Krafts, Gipfels, Mandragoras, Widerstens, Krauts und sogar einen Schlamm. (Im Orginal für die Fanatiker: Strong, Mandrake, Peake, Lothston, Cole, Mudd ;) ) Sie alle tragen ihren Reichtum am Körper, was sich in Massen an Schmuck äußert. Neben den Westerosi sind auch ein paar exotischere Generäle anwesend. Der Schwarze Balaq, ein Mann von den Sommerinseln, Lysono Maar, ein Lyseni, der mehr wie eine Frau als wie ein Mann aussieht und Gorys Edoryen, der volantische Zahlmeister der Kompanie.
    Greif wendet sich Harry Strickland zu, dem Hauptmann. Dieser sieht nicht aus wie ein Krieger, noch klingt er so. Er nimmt gerade ein Fußbad, um seine Blasen, die er beim Marsch erhielt, zu kurieren. Greif hat keine hohe Meinung von ihm. Nach ein paar Höflichkeiten kommt er direkt zur Sache und enthüllt den Männern Aegon Targaryen, den rechtmäßigen König von Westeros. Dies stößt allerdings auf kein allzu großes Erstaunen und Greif wird gewahr, das die Generäle es bereits wussten.
    Harry hatte es ihnen erzählt, als er das Angebot der Yunkischen abschlug, im Krieg gegen Meeren zu helfen. Die Kompanie ist ungeduldig und dürstet nach Blut.
    Es entsteht eine Debatte, ob und wie man zu Daenerys gelangen will. Harry bleibt skeptisch, während ein paar seiner Generäle Conningtons Position unterstützen. Der Wasserweg wird debattiert, die Dämonenstraße über Mantarys, bis Prinz Aegon das Wort ergreift. Er schildert ihnen Tyrions Plan, was von Franklyn Blumen und einigen anderen Generälen mit Begeisterung aufgenommen wird. Harry versucht sich noch zu streuben, ehe Tristan Strom das Wort ergreift und die Stimmung kippt. Die Kompanie hat Feuer gefangen und Strickland wird schließlich von seinen Generälen faktisch überstimmt.
    Strom ist der erste, der Aegon die Treue schwört, Gipfel, Mandragora und Blumen folgen. Greif, welcher erstaunt von Aegons Ansprache ist, erkennt, das sich das Blatt gewendet hat und obwohl es allem widerspricht, was sie bisher taten, gefällt ihm das Vorhaben. Einer nach dem anderen knien die Generäle vor Aegon nieder, zuletzt der heimatlose Harry, und schwören ihm die Treue. Die Goldene Kompanie folgt wieder einem Drachen!


    Nach der Versammlung geht Blumen mit Aegon um ihm "die Jungs" vorzustellen, während Greif sich in sein Zelt zurück zieht. Er zieht seinen Handschuh aus. Die Schwärze hat sich nun fast bis zum Knöchel des Mittelfingers und beginnt auch an der Spitze des Ringfingers. Greif denkt sich, das ihm noch ein, zwei Jahre bleiben, Zeit genug, um Aegon auf den Thron zu setzen und Roberts Linie auszulöschen. Dann hat er Zeit zum Sterben.

    The living should smile, for the dead cannot.

  • Zu Greif I :

    Seit dieser Aktion misstraut Greif Haldon ebenfalls.


    Ich kann schon verstehen,dass er ihm erst mal nicht mehr allzu viel zutraut.Tyrion war ja so etwas wie ein Gefangener.

    Zitat

    ....wo er den Zwerg hatte entkommen lassen.


    Dafür fand ich Haldons Verhalten nicht gerade verantwortungsbewusst.


    Er hofft zwar, das der Zwerg tot ist und sein Kopf nach KM verschickt wird, glaubt dies aber nicht wirklich. Wer kann ihm solche Wünsche verdenken, immerhin stellt Tyrion ein arges Sicherheitsrisiko da.


    Absolut und verdenken kann man ihm den Wunsch auch ohnehin nicht ,wie ich finde. :whistling:


    Nun kommt das Gespräch auf Myl Toyne, bekannt als Schwarzherz, ehemaliger Kommandent der Goldenen Kompanie und vermutlich der ehemalige Liebhaber von Jon.


    Hmm...wäre ich jetzt nicht drauf gekommen.Ich dachte es habe sich da eben um eine Freundschaft gehandelt.Toyne finde ich recht interessant.Schade ,dass wir ihn nicht kennen lernen durften.


    Im Lager fragt sich Greif, wie viele seiner ehemaligen Kameraden ihn wohl noch wiedererkennen würden. Die meisten von ihnen werden an die Lüge glauben, dass Jon Connington sich in Lys zu Tode gesoffen hat, nachdem er die Kompanie bestohlen hatte. Er schämt sich immer noch dafür und will Varys irgendwann dafür zur Rechenschaft ziehen.


    Sie betreten schließlich das Zelt, in dem sich die Gerneräle der Kompanie versammelt haben. Die Reaktionen auf Greif und seine Begleiter sind gemischt. Nicht alle sind dem toten Greifenlord wohlgesonnen.


    Hier kann ich ihn sehr gut verstehen.Connington scheint ein Mann von Ehre zu sein und beinahe alle der Männer denken er habe seine eigenen Waffenbrüder bestohlen.Das ist bestimmt kein schönes Gefühl,ich denke da hätte sich Varys ruhig etwas anderes einfallen lassen können.

    Er nimmt gerade ein Fußbad, um seine Blasen, die er beim Marsch erhielt, zu kurieren.


    Meiner Meinung nach schon ein eigenartiges Verhalten in Mitten einer Horde von Söldnern....ich denke das Bad hätte er sich doch für später aufheben können.Bei den Dothraki wäre Strickland wohl verloren.


    Strom ist der erste, der Aegon die Treue schwört, Gipfel, Mandragora und Blumen folgen. Greif, welcher erstaunt von Aegons Ansprache ist, erkennt, das sich das Blatt gewendet hat und obwohl es allem widerspricht, was sie bisher taten, gefällt ihm das Vorhaben. Einer nach dem anderen knien die Generäle vor Aegon nieder, zuletzt der heimatlose Harry, und schwören ihm die Treue. Die Goldene Kompanie folgt wieder einem Drachen!


    Da kommt Aegon aber recht schnell aus dem Gebüsch und das zeigt Wirkung...kommt es mir nur so vor,oder scheinen diese Söldner im allgemeinen ehrenwerter zu sein als andere?


    Er zieht seinen Handschuh aus. Die Schwärze hat sich nun fast bis zum Knöchel des Mittelfingers und beginnt auch an der Spitze des Ringfingers. Greif denkt sich, das ihm noch ein, zwei Jahre bleiben, Zeit genug, um Aegon auf den Thron zu setzen und Roberts Linie auszulöschen. Dann hat er Zeit zum Sterben.


    Ich weiß immer noch nicht,warum ich Connington beim ersten Lesen so gar nicht mochte...und finde hier hat es definitiv den Falschen getroffen.

    Expose yourself to your deepest fear
    After that...you are free
    -Jim Morrison


    Doch es ist Zeit für mich zu lernen, dass nichts für immer bleibt, sowohl das, was gut tut, als auch das, was schmerzt.

  • Dafür fand ich Haldons Verhalten nicht gerade verantwortungsbewusst.


    Das stimmt allerdings. Ich weiß noch nicht genau, was ich von Haldon halten soll, allerdings sehe ich in ihm auch nicht wirklich den Lord von Altsaß und damit einen der mächtigsten Lords von Westeros...

    Hmm...wäre ich jetzt nicht drauf gekommen.Ich dachte es habe sich da eben um eine Freundschaft gehandelt.Toyne finde ich recht interessant.Schade ,dass wir ihn nicht kennen lernen durften.


    Ich hab es zuerst auch für eine Freundschaft gehalten, mittlerweile denke ich aber schon, das da mehr war. Ich finde es aber schön, das hier, wenn auch sehr dezent, homosexuelle Liebe zwischen zwei eben nicht bildschönen Männern geschildert wird.

    Hier kann ich ihn sehr gut verstehen.Connington scheint ein Mann von Ehre zu sein und beinahe alle der Männer denken er habe seine eigenen Waffenbrüder bestohlen.Das ist bestimmt kein schönes Gefühl,ich denke da hätte sich Varys ruhig etwas anderes einfallen lassen können.


    Varys Rechnung ist ja aufgegangen, aber dennoch ist es tatsächlich eine mehr als unrühmliche Lüge, die Jon wohl für den Rest seines Lebens verfolgen wird. Ich hasse generell verleumdende Gerüchte, egal gegen wen, auch wenn sie einen "guten Zweck" dienen.

    Meiner Meinung nach schon ein eigenartiges Verhalten in Mitten einer Horde von Söldnern....ich denke das Bad hätte er sich doch für später aufheben können.Bei den Dothraki wäre Strickland wohl verloren.


    Strickland ist wohl in erster Linie ein Finanzgenie, welcher gute Verträge aushandelt, und ist deshalb Hauptmann und genießt eine gewisse Anerkennung. Bei den militärischen Aspekten scheint er mir aber nicht viel Autorität zu haben, so, wie er in der Diskussion von seinen Männern überrannt wurde. Vielleicht steckt aber in ihm auch noch mehr, als es auf den ersten Blick scheint.

    Da kommt Aegon aber recht schnell aus dem Gebüsch und das zeigt Wirkung...kommt es mir nur so vor,oder scheinen diese Söldner im allgemeinen ehrenwerter zu sein als andere?


    Die Goldene Kompanie, bzw. zumindest die Führungsetage, besteht halt kaum aus einfachen Söldnern, sondern aus exilierten Adligen aus Westeros, die das Erbe von Bitterstahl in Ehren halten. Die dürften generell ehrenhafter sein, als ein einfacher Söldner, der bloß Geld machen will.

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  • Greif steht am Bord des kleinen Stechkahns und wartet wieder ein Mal. Haldon der Halbmaester ist in die Stadt gegangen und bisher noch nicht zurückgekehrt. Er fragt sich, ob sie den Halbmaester genau so verloren hatten wie Tyrion. Seit dieser Aktion misstraut Greif Haldon ebenfalls.


    Was hat Haldon da eigentlich gemacht dann? Gewartet, gewartet und gesagt "ja, äh Tyrion kommt nicht", gehe ich mal zurück.


    Er hofft zwar, das der Zwerg tot ist und sein Kopf nach KM verschickt wird, glaubt dies aber nicht wirklich. Wer kann ihm solche Wünsche verdenken, immerhin stellt Tyrion ein arges Sicherheitsrisiko da.


    Umso seltsamer kommt mir es vor, dass sie nach Tyrions Entführung nicht Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt haben, um ihn zurückzuholen, wenn er so ein großes Risiko darstellt. Irgendwie gehen sie damit ziemlich lax um, dafür, dass ihre Verschwörung hier kurz vorm Auffliegen ist.


    Vor dem Zelt des Generalhauptmanns sind die berüchtigten goldenen Schädel auf Piken aufgespießt. Vor seinem Tod hatte Aegor Strom, genannt Bitterstahl, Gründer der Goldenen Kompanie, veranlasst, seinen Schädel zu kochen, so das sich das Fleisch löst, ihn zu vergolden und als Banner vor der Kompanie herzutragen, wenn sie nach Westeros zurückkehrt. Ein Schädel ist besonders groß und unter ihm befindet sich ein weiterer kleinerer Schädel, Maelys Schwarzfeuer und sein kleiner namenloser Bruder. Greif fragt nach Myls Schädel und denkt wieder an seinen alten Freund. Nach seinen Tod hätte er gute Chancen gehabt, Generalhauptmann zu werden, aber er bereut seinen Weg nicht.


    Interessant, erinnert mich an einen Brauch bei den Skythen, die auch die Schädel ihrer Väter vergoldeten. GRRM hat also auch Herodot gelesen, guter Mann. :)


    Er schildert ihnen Tyrions Plan, was von Franklyn Blumen und einigen anderen Generälen mit Begeisterung aufgenommen wird. Harry versucht sich noch zu streuben, ehe Tristan Strom das Wort ergreift und die Stimmung kippt. Die Kompanie hat Feuer gefangen und Strickland wird schließlich von seinen Generälen faktisch überstimmt.


    Also geht Aegon doch keinen Mittelweg, sondern den brachialen und offenen, wobei ihm natürlich Daenerys' Verweilen in Meereen noch mehr zu Tyrions Ratschlag hat tendieren lassen.


    Er zieht seinen Handschuh aus. Die Schwärze hat sich nun fast bis zum Knöchel des Mittelfingers und beginnt auch an der Spitze des Ringfingers. Greif denkt sich, das ihm noch ein, zwei Jahre bleiben, Zeit genug, um Aegon auf den Thron zu setzen und Roberts Linie auszulöschen. Dann hat er Zeit zum Sterben.


    Ich frage mich immer, warum er nicht die Finger abgeschnitten hat. Ich weiß, er sagt, es bringe nichts, da die Krankheit dann woanders ausbrechen könnte, aber der Versuch wäre es doch wert gewesen. Und somit hat sich GRRM einen weiteren Klischee-Charakter an Bord geholt, aber da bin ich gespannt was noch passiert.

  • Die Goldene Kompanie, bzw. zumindest die Führungsetage, besteht halt kaum aus einfachen Söldnern, sondern aus exilierten Adligen aus Westeros, die das Erbe von Bitterstahl in Ehren halten. Die dürften generell ehrenhafter sein, als ein einfacher Söldner, der bloß Geld machen will.


    "Unser Wort ist so gut wie Gold" und "Unter dem Gold der bittere Stahl" deuten ja schon daraufhin, dass diese Kompanie nicht gewöhnlich ist.


    Ich hab es zuerst auch für eine Freundschaft gehalten, mittlerweile denke ich aber schon, das da mehr war.


    Die Stelle mit dem Lächeln finde ich schon recht eindeutig.


    Ich frage mich immer, warum er nicht die Finger abgeschnitten hat.


    Erfahren wir doch eigentlich von Connington später selber. Sein Leben ist nicht so wichtig, es geht um die Sache. Und in dem Moment, wo seine Erkrankung offenbar würde, gäbe es ein Problem. Also lieber nichts sagen und hoffen, dass noch genügend Zeit bleibt.

    Das Wiki von Eis und Feuer freut sich über deine Mitarbeit. Schau mal vorbei: eisundfeuer.fandom.com/de
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    "We all swore oaths." - Arthur Dayne


    "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont

  • Also ich sehe, das mit Handschuhe und abgeschnittene Finger jetzt nicht größer in Gefahr.

  • Fehlende Finger an seiner Schwerthand erscheinen mir schon offensichtlicher als einfach Handschuhe.

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  • Ich hab es zuerst auch für eine Freundschaft gehalten, mittlerweile denke ich aber schon, das da mehr war. Ich finde es aber schön, das hier, wenn auch sehr dezent, homosexuelle Liebe zwischen zwei eben nicht bildschönen Männern geschildert wird.


    Die Stelle mit dem Lächeln finde ich schon recht eindeutig.


    Jetzt,wo ihr das so sagt...aber von alleine hätte ich es nicht bemerkt.Man merkt m.E. aber auf jeden Fall,dass Connington Schwarzherz wohl recht gerne hatte.

    Expose yourself to your deepest fear
    After that...you are free
    -Jim Morrison


    Doch es ist Zeit für mich zu lernen, dass nichts für immer bleibt, sowohl das, was gut tut, als auch das, was schmerzt.

  • Hätte er sich den Finger abgeschnitten, hätte er seine Krankheit gegenüber den Anderen offenbart, und das hätte wiederum der Sache geschadet.

    "Sie waren von Schatten umgeben.
    Ein Schatten war dunkel wie Asche, mit dem schrecklichen Gesicht eines Bluthunds.
    Ein Anderer war gepanzert wie die Sonne, golden und wunderschön. Über beiden ragte ein Riese mit steinerner Rüstung auf, doch als er sein Visier öffnete, waren darin nichts als Finsternis und dickes, schwarzes Blut."

  • Irgendwann wird seine Krankheit sowieso offenbar werden, wenn sich die Grauschuppen nämlich über die Hand hinweg ausbreiten. Wundert sich eigentlich keiner seiner Gefährten, dass er plötzlich ständig Handschuhe trägt?

  • Zumindest unter den Verschwörern auf dem Boot, hätte er darüber nachdenken können. Für einen fehlenden Finger, muss er sich dann eine Ausrede bei der Goldenen Kompanie einfallen lassen.

    Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

  • Irgendwann wird seine Krankheit sowieso offenbar werden, wenn sich die Grauschuppen nämlich über die Hand hinweg ausbreiten. Wundert sich eigentlich keiner seiner Gefährten, dass er plötzlich ständig Handschuhe trägt?


    Ja. Aber dann ist die Invasion in Westeros beispielsweise schon bereits so weit fortgeschritten, dass man nicht einfach abbrechen kann.
    Und Handschuhe sind viel unauffälliger als ein verlorener Finger.

  • Und Handschuhe sind viel unauffälliger als ein verlorener Finger.


    Na,man könnte so einen abgeschnittenen Finger im Handschuh ja auch ausstopfen.Hat Theon das nicht sogar mit seinen fehlenden Fingern getan,als er nach Maidengraben ritt?(...irgendwie habe ich jetzt einen ewig gestreckten Mittelfinger im Kopf,wenn der Greif greift...)
    Ansonsten denke ich auch,dass der Greif seine Krankheit eben keinesfalls preisgeben wollte,um den Fortlauf der Ereignisse und das Verhalten ihm gegenüber dadurch nicht zu beeinflussen.

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    Doch es ist Zeit für mich zu lernen, dass nichts für immer bleibt, sowohl das, was gut tut, als auch das, was schmerzt.

  • Ich weiß immer noch nicht,warum ich Connington beim ersten Lesen so gar nicht mochte...und finde hier hat es definitiv den Falschen getroffen.

    Geht mir ähnlich. Es war jetzt nicht so, dass ich Connington ätzend fand, aber so sehr mein Fall war er nicht. Ich muss gestehen, dass er jetzt doch sehr viel besser bei mir weg kommt.


    Das stimmt allerdings. Ich weiß noch nicht genau, was ich von Haldon halten soll, allerdings sehe ich in ihm auch nicht wirklich den Lord von Altsaß und damit einen der mächtigsten Lords von Westeros...

    Näää, ich denke, die Theorie ist nicht wirklich haltbar.


    Ich hab es zuerst auch für eine Freundschaft gehalten, mittlerweile denke ich aber schon, das da mehr war. Ich finde es aber schön, das hier, wenn auch sehr dezent, homosexuelle Liebe zwischen zwei eben nicht bildschönen Männern geschildert wird.

    Jetzt,wo ihr das so sagt...aber von alleine hätte ich es nicht bemerkt.Man merkt m.E. aber auf jeden Fall,dass Connington Schwarzherz wohl recht gerne hatte.

    Ist mir auch total entgangen. Aber mir sind beim ersten Lesen sogar Renly und Loras entangen. Mein Gaytector funktioniert zumindest literarisch sowas von überhaupt nicht. Mir scheint, da reicht mir nicht der Zaunpfahl, da brauche ich den gesamten Gartenzaun im Nacken. :crazy:


    Was hat Haldon da eigentlich gemacht dann? Gewartet, gewartet und gesagt "ja, äh Tyrion kommt nicht", gehe ich mal zurück.

    Mir kam es so vor, als wäre Haldon noch mal drin gewesen und hätte geguckt/gefragt, wo Tyrion ist. Aber ich habe gerade die Stelle noch mal rausgesucht und finde, es kommt nicht ganz raus, ob Haldon es war oder Connington selbst.

    Zitat

    He let the dwarf beguile him with that glib tongue of his. Let him wander off into a whorehouse alone while he lingered like a mooncalf in the square. The brothel keeper had insisted that
    the little man had been carried off at swordpoint, but Griff was still not sure he believed that. The Impwas clever enough to have conspired in his own escape. This drunken captor that the whores spoke of could have been some henchman in his hire.


    Mein absolutes Highlight in diesem Kapitel sind allerdings Harry Stricklands wollene Ringelstrümpfe! :D

    I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".

  • Mein absolutes Highlight in diesem Kapitel sind allerdings Harry Stricklands wollene Ringelstrümpfe!


    Passt doch zu jemandem, der Strickland heißt. ;)

    We all must choose. Man or woman, young or old, lord or peasant, our choices are the same. We choose light or we choose darkness.

  • Der Verwehte:
    Quentyn ist nun also mit den Verwehten unterwegs. Einer Söldnerarmee, die auf der Seite von Yunkai gegen Daenerys in den Krieg ziehen will. Quentyn hat den Namen "Frosch" angenommen und gibt sich als Knappe aus. Über Dany kursieren die tollsten Gerüchte, und Quentyn fragt sich, wie seine Pläne aussehen sollten, wenn sie sich als so wahnsinnig wie ihr Vater herausstellt.
    Gerade lagert die Kompanie vor Astapor. Die Stadt wurde von außen abgeriegelt. Die Zustände dort erinnern Quentyn an die Hölle. Astapor versinkt im Chaos und seine Leute sterben. Von Quentyn bekommen wir einen Überblick über die Befehlshaber aus Yunkai. Es scheinen alle nicht besonder angenehme Zeitgenossen zu sein, und die Namen kann sich Quentyn auch nicht merken. (Da geht es ihm wie vielen von uns.) Also bekommt jeder der Befehlshaber einen Spitznamen. Der gelbe Wal, ein fetter, inkoninenter Mann, das Mädchen, eine Sechzehnjährige, die kleine Taube, der Krieger auf Stelzen befehligt und die Rasselherren, zwei Brüder, die ihre Krieger in Zehner-Reihen aneinander ketten. Und diese Befehlshaber kommen sich unglaublich wichtig vor und blicken auf die "normalen" Söldner herunter. Dabei scheinen die Verwehnten die besseren Krieger zu sein, wenn man sich das yunkische Heer ankuckt. Und die ersten Söldner sind aus diesem Grund auch schon zu Dany übergelaufen. Und nun müssen sich die Verwehten bald der Schalcht stellen.
    Quentyn denkt daran mit einem unguten Gefühl. Er erinntert sich noch an die Schlacht unter den Mauern von Astapor. Obwohl die erfahreneren Kämpfer es nicht als eine Schlacht bezeichnen würden. Und nun steht ihm eine richtige Schlacht bevor, und er muss sich vorher davon gemacht haben, bevor er auf der falschen Seite kämpfen muss.
    Quentyn und seine Kameraden warten nun auf eine gute Gelegenheit um zu flüchten und die Seiten zu wechseln. Ein wenig ehrenhafter Plan, aber die beste Möglichkeit um in die Nähe von Daenerys zu kommen. Und dann bietet sich eine Chance. Quentyn und seine Freunde werden ins Zelt des Flickenprinzen gerufen. Dort sind schon andere MItglieder der Verwehten versammelt. Man gibt ihnen den Befehl die aus Astapor Flüchtenden entweder zu töten, oder nach Norden in Richtung Meereen zu treiben. Denn die Flüchtlinge sind hungrige und kranke Menschen, beides kann Daenerys in Meereen schwächen. Und dann gibt es noch einen Auftrag für die Westerosi unter den Verwehten. Sie sollen zu den Zweitgeborenen oder den Sturmkrähen überlaufen, wenn sie diese auf Patroullie treffen. Da sie alle aus Westeros kommen, sollten sie schneller Danys Vertrauen erlangen. Sollte Yunkai den Krieg verlieren, und so ganz abwegig ist der Gedanke zur Zeit nicht, hätte der Flickenprinz noch eine weitere Option offen.

    "Even the darkest night will end and the sun will rise"
    Victor Hugo

  • Gerade lagert die Kompanie vor Astapor. Die Stadt wurde von außen abgeriegelt. Die Zustände dort erinnern Quentyn an die Hölle. Astapor versinkt im Chaos und seine Leute sterben.


    Ja, das was in Astapor passiert ist ist wirklich furchtbar und auch unheimlich zu lesen. Gerade diese Aktion mit dem schon toten Cleon hat das gezeigt. Und jetzt bricht noch diese fürchterliche Krankheit aus.


    Von Quentyn bekommen wir einen Überblick über die Befehlshaber aus Yunkai.


    Ich glaube GRRM hat gewusst, dass sich kein Mensch für diese interessieren wird und wenigstens versucht sie so interessant und exotisch wie möglich darzustellen, um wenigstens einen Funken von Interesse zu wecken.


    Da sie alle aus Westeros kommen, sollten sie schneller Danys Vertrauen erlangen. Sollte Yunkai den Krieg verlieren, und so ganz abwegig ist der Gedanke zur Zeit nicht, hätte der Flickenprinz noch eine weitere Option offen.


    Ist das so abwegig, dass Yunkai gewinnt? Sie haben Astapor besiegt, sind in der klaren Überzahl gegen Meereen, der Fluss ist durch die qartheenische Flotte abgeriegelt, Daenerys hat kaum Unterstützung außerhalb der Stadt und das Bündnis mit Volantis ist auch am Aushandeln.

  • Ist das so abwegig, dass Yunkai gewinnt? Sie haben Astapor besiegt, sind in der klaren Überzahl gegen Meereen, der Fluss ist durch die qartheenische Flotte abgeriegelt, Daenerys hat kaum Unterstützung außerhalb der Stadt und das Bündnis mit Volantis ist auch am Aushandeln.


    Yunkais Sklavenheer wäre beinahe von den neuen Unbefleckten aufgerieben worden und die kommen in der Qualität nicht mal in Ansätzen an Danys 10000( Minus Harpyienschwund plus die noch nicht fertig ausgebildeten, die die ermordeten ersetzen) ran. Wenn wir jetzt also den Umstand nehmen, dass Yunkais Truppen Schlechter als die New Unsullied (oder wie man sie auch nennen mag) sind und diese von einem Söldnerheer vernichtend geschlagen wurden, stehen Danys Chancen mit mehr Söldnern und besseren Unbefleckten nicht so schlecht. Die Schwäche der Yunkai ist auch selbst herbeigeführt. Ihre Stelzenläufer können noch so hoch gezüchtet worden sein, sie behindern sich einfach selbst und wer seine Truppen nicht anders am auseianderfallen hindern kann, als mit Ketten, der sollte besser sowieso nie einen Krieg beginnen.
    Ich konnte mich an das Kapitel überhaupt nicht mehr erinnern, als es im Reread dran war, aber hier bekommt man einen guten Eindruck davon wie nutzlos so ein Sklavenheer ist, wenn keine Söldner zur Unterstützung dabei sind.


    Quentyn bleibt in diesem Kapitel meines Erachtens immer noch blass, aber das Erlebte ist sehr eindrucksvoll geschildert. Als reiner Reisebericht finde ich die Kapitel in Ordnung, mit den Figuren werde ich aber immer noch nicht warm. Es liegen auch extrem viele Seiten zwischen Quentyn I und II. Da vergisst man ihn schnell wieder.

    Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

  • zu Der Verwehte :

    Quentyn ist nun also mit den Verwehten unterwegs.


    Im Gegensatz zum Eindruck den ich von der Goldenen Kompanie hatte,scheinen diese Verwehten mir ein recht ehrloser,grausamer und blutrünstiger Haufen zu sein.So,wie ich mir eben Söldner im Allgemeinen vorstelle.


    Über Dany kursieren die tollsten Gerüchte,


    Einiges scheint völlig aus der Luft gegriffen aber in mehreren der Gerüchte steckt,wie von Brigthroar schon mal erwähnt,ja schon ein Körnchen Wahrheit.


    Die Zustände dort erinnern Quentyn an die Hölle. Astapor versinkt im Chaos und seine Leute sterben.


    Ich finde das ganz schrecklich beschrieben und die Folgen und Nachwehen des Krieges sind wirklich verheerend.


    Von Quentyn bekommen wir einen Überblick über die Befehlshaber aus Yunkai.


    Ich finde die Yunkai werden hier alles andere als sympathisch und menschlich dargestellt.Schon alleine das Züchten ihrer Sklaven und das Sammeln von von ungewöhnlichen Menschen zu ihrer Belustigung finde ich fürchterlich.....


    Er erinntert sich noch an die Schlacht unter den Mauern von Astapor. Obwohl die erfahreneren Kämpfer es nicht als eine Schlacht bezeichnen würden. Und nun steht ihm eine richtige Schlacht bevor, und er muss sich vorher davon gemacht haben, bevor er auf der falschen Seite kämpfen muss.


    Naja,ihm bleibt da wohl nichts anderes übrig um seine Tarnung nicht auffliegen zu lassen aber ich finde Quentin geht hier schon ganz schön weit.Diese Niedermetzeln der Fliehenden nach dem Fall Cleons empfand ich schon als schlimm...aber vermutlich ist das eben so in so einer Schlacht...


    Quentyn bleibt in diesem Kapitel meines Erachtens immer noch blass, aber das Erlebte ist sehr eindrucksvoll geschildert. Als reiner Reisebericht finde ich die Kapitel in Ordnung, mit den Figuren werde ich aber immer noch nicht warm.


    Geht mir genau so,nicht mal ein kleines bisschen.

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    -Jim Morrison


    Doch es ist Zeit für mich zu lernen, dass nichts für immer bleibt, sowohl das, was gut tut, als auch das, was schmerzt.

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