[Reread] A Dance with Dragons (Davos II bis Jon IV) Woche 77

  • Das ist der Thread für die 77. Woche des geplanten Rereads.
    Bitte bis einschließlich "Jon IV" lesen!
    Hier gehört alles rein was euch so auffällt, dazu gehört eine kleine Inhaltsangabe, Foreshadowing, Charakterisierungen, usw.
    Viel Spaß beim Diskutieren!


    Zum Sammelthread

  • Also, das Davos-Kapitel wäre fertig, aber ich würde gerne noch warten, bis die letzte Woche abgeschlossen ist, wenn es recht ist. Das kommt mir irgendwie richtiger vor. :)

    I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".

  • So. Nu aber... :D


    DAVOS II


    Davos erreicht White Harbour auf einer alten Kogge namens Merry Midwife, die regelmäßig zwischen White Harbour und Sisterton fährt. Er hatte sich das Eintreffen hier doch deutlich anders vorgestellt. Er wollte und sollte als Abgesandter Stannis mit der ganzen Flotte Salladhor Saans in ihrer bunten Pracht eintreffen und Stärke repräsentieren, aber nun würde er sich selbst in die Stadt schmuggeln.
    Er sieht, dass die Stadt sich auf den Krieg vorbereitet und gerüstet hat und er weiß nicht, ob das nun gut oder schlecht für seinen Zwecke ist. Sollte sich Manderly für Stannis entscheiden, wäre es gut, aber sollte er sich für Tommen entscheiden, wäre es natürlich schlecht.


    Davos erinnert sich, dass er White Harbour gemocht hat, schon als er noch ein Schiffsjunge auf der Cobblecat war. Auch wenn die Stadt kleiner war als Oldtown oder KL, so war sie doch sehr sauber und die weißen Straßen machten es einfach, seinen Weg zu finden. Der alte Maester der Cobblecat hatte gesagt, dass er jede Stadt an ihrem Geruch erkennen könne und Städte wie Frauen jede einen anderen Geruch habe.

    Zitat

    Oldtown was as flowery as a perfumed dowager. Lannisport was a milkmaid, fresh and earthy, with woodsmoke in her hair. King’s Landing reeked like some unwashed whore. But White Harbor’s scent was sharp and salty, and a little fishy too. “She smells the way a mermaid ought to smell,” Roro said. “She smells of the sea.”


    Auf seinem Weg sieht er, das selbst die uralte Feste, die noch von den Ersten Menschen stammte, die auf dem Seal Rock stand, wieder besetzt worden ist. Sein alter Captain hatte ihn stets die Seehunde auf dem Seal Rock zählen lassen und je mehr es wären, umso mehr Glück würden sie auf ihrer Reise haben. Nun war nicht ein Seehund zu sehen, der Lärm und der Rauch der besetzten Festung hatte sie vertrieben.
    In Eastwatch wurde erzählt, dass Manderly keine Liebe für die Boltons hegen würde und nun hätte der Eiserne Thron hatte nun die Lord Boltons zum Wächter des Nordens ernannt und es bestünde die Hoffnung, dass Manderly sich für Stannis erklären könne.

    Zitat

    White Harbor cannot stand alone. The city needs an ally, a protector. Lord Wyman needs King Stannis as much as Stannis needs him. Or so it seemed at Eastwatch.

    Lord Borell hatte seine Hoffnung stark gedämpft, aber Davos hoffte, er komme noch nicht zu spät...
    Als er auf der Merry Midwife ankam, sah er, dass der Innere Hafen durch Mauern verschlossen und nicht einsehbar war. Manderly könnte dort jede Menge Kriegsgaleeren bauen, so wie Cotter Pyke es Davos erzählt hatte.


    Der Meermann von Haus Manderly war überall in der Stadt zu sehen, aber obwohl ihm in Eastwatch erzählt worden war, dass Manderly niemals seine Loyalität zum Haus Stark aufgeben würde, sah er nirgends den Schattenwolf der Starks. Zu seiner Erleichterung sah er allerdings auch nirgends ein Zeichen der Krone. Jedenfalls, bis er ein großes Kriegsschiff, die Lionstar, im Hafen sah. Die Freys waren hier und er musste sich ihnen stellen.
    Er verlässt das Schiff und macht mit dem Kapitän aus, dass er, wenn alles gut läuft, am nächsten Morgen zurück sei. Wenn nicht, bräuchten sie nicht auf ihn zu warten. Er geht über den Fischmarkt und durch die offenen Tore der Stadt und betritt den großen Platz, in dessen Mitte ein Brunnen mit einem großen Meermann mit Dreizack steht, genannt Old Fishfoot. Eine Frau wäscht ihre Wäsche im Brunnen und hängt sie auf dem Dreizack zum Trocknen auf.


    Ich liebe diese kleinen eingestreuten Szenen. Sie machen einem die Welt im Lied so unglaublich lebendig und man sieht sie direkt vor sich. :D
    Der Platz war sehr belebt, überall Verkäufer und Schreiber und Kinder und Hühner. Davos sieht, dass die große Eichen-und-Eisentür des Old Mint offen steht, was er noch nie erlebt hat. Innen sieht er Hunderte Frauen, Kinder und alter Männer, die auf Fellen liegen und er sieht Kochfeuer brennen. Er kauft einem Verkäufer einen Apfel ab und fragt ihn danach. Es sind Flüchtlinge vom White Knife und Horwood-Leute (Lady Hornwood ;( ), die nirgendwo anders hinkönnen.

    Zitat

    With that Bastard o’ Bolton running loose, they all want to be inside the walls. I don’t know what his lordship means to do with all o’ them. Most turned up with no more’n the rags on their backs.

    Davos bekommt ein schlechtes Gewissen, weil er diese Stadt, in dem die Menschen Schutz gesucht haben, wieder in den Krieg hinein ziehen will. Er fragt, wovon diese Menschen leben. Sie betteln, einige stehlen und junge Mädchen verkaufen ihren Körper und junge Männer, die groß genug sind, können in Lord Manderlys Barracken den Dienst antreten.
    Davos fragt den Apfelverkäufer, ob Manderly sich den Boltons anschließen will, was der Verkäufer nicht weiß. Eine Enkelin des Lords soll einen Frey heiraten. Dann will der Verkäufer Davos Apfelstrunk zurück haben, weil er den Apfelsamen sammelt.
    Davos strolcht noch ein bisschen durch die Stadt und geht dann in den Lazy Eel, eine Spelunke, an die er sich erinnert, dreckig, dunkel, mit schlechtem Wein und Fleischpasteten, die noch schlechter sind.
    Als er den Laden betrifft, macht sich eine Hure kurz Hoffnungen, aber Davos winkt ab. Er bestellt einen Becher Wein und setzt sich in eine Ecke, um zu beobachten und zuzuhören.
    Bald füllt sich die Spelunke und erst hört er nur Dinge, die er schon weiß, wie die Ermordung Tywin Lannisters oder den Tod von Balon Greyjoy. Die Sklavenrevolte in Essos interessiert ihn weniger...
    Er hört auch, dass Robett Glover versucht hat in der Stadt, Männer zu sammeln, was ihn mehr interessiert. Die Ryswells und die Dustins haben die Eisenmänner am Fever River überrascht und ihre Schiffe verbrannt. Boltons Bastard und Hother Umber waren auf dem Weg, um sich ihnen anzuschließen und Moat Cailin anzugreifen. Einer der Männer, die darüber reden, meint dass Manderly auch seine Männer schicken sollte, da Bolton nun der Wächter des Nordens sei. Ein anderer meint, die Boltons hätten keine Ehre und ein weiterer meint, Manderly würde nirgendwo hingehen, da er zu fett sei. Der Wirt meint, die Löwen hätten seinen Sohn.
    Davos fällt auf, dass niemand darüber redet, dass Stannis der Wache bei der Verteidigung der Mauer geholfen hat. Er selbst sagt nun, dass er gehört habe, dass die Freys Manderlys Sohn getötet hätten.

    Zitat

    “They killed Ser Wendel,” said the proprietor. “His bones are resting in the Snowy Sept with candles all around them, if you want to have a look. Ser Wylis, though, he’s still a captive.”

    Das empfindet Davos als die schlechteste Nachricht. Er hatte gewusst, dass Lord Wyman zwei Söhnen hatte, dachte aber beide seien tot. Nun aber ist einer die Geisel des Eisernen Throns. Er selbst stellte sich vor, was er wohl machen würde, wenn seinen überlebenden drei Söhne in Gefahr wären. Er wusste, er würde alles tun, was in seiner Macht stünde, um sie zu schützen. Aber sein eigener Sohn war als Knappe bei Stannis und sein Leben war eng verknüpft mit Stannis Sieg oder Fall...
    Das Gespräch war in der Zwischenzeit wieder auf die Drachen zurück gekommen. Ein Mann bemerkte, dass der Bettelkönig seit Jahren tot sei, aber ein anderer wendet ein, dass er selbst auch zusehen würde, dass er als tot gilt, wenn ein König seinen Kopf wolle. Ein dritter meint, dass er niemals Joffreys oder Roberts Leichnam gesehen habe und Baelor the Blessed wahrscheinlich nur ein sehr langes Nickerchen halte.

    Zitat

    The old fellow made a face. “Prince Viserys weren’t the only dragon, were he? Are we sure they killed Prince Rhaegar’s son? A babe, he was.”

    :!::!::!:
    Eine der Huren fragt, ob es nicht auch noch einen Prinzessin gegeben habe. Ihr wird erklärt, dass es Rhaegars Tochter und Schwester gab. Man streitet sich eine Weile um Daenerys Namen, bis Davos das schließlich klarstellt, gibt aber zu, dass er keine Ahnung habe, was aus ihr geworden sei. Der Mann, der das Gespräch begonnen hat, meinte, er wisse es, da er Kontakt mit einem Mann der Sloe-Eyed Maid gehabt habe und der habe ihm erzählt, dass Dany in Qarth auf dessen gekommen sei, auf der Suche nach einer Passage nach Westeros für sich und ihre drei Drachen. Aber der Kapitän habe sie abgewiesen, weil er der Meinung war, mit Gewürzen sei mehr Geld zu machen und außerdem fackelten sie einem nicht die Segel ab. Als die anderen lachen, fällt Davos nicht mit ein, denn er weiß, dass das Schiff den falschen Lichtern von Sisterton zum Opfer gefallen ist und er von dessen Safran gekostet hat. Er denkt daran, dass er schon lange vorgehabt hatte, selbst einmal gen Osten zu fahren und sein Glück dort zu machen, aber er war nie dazu gekommen. Er nimmt sich vor, dass, wenn eines Tages der Krieg vorbei sei, mit seinen Söhnen Essos besuchen wolle.

    I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".

  • Davos Teil 2


    Er verlässt die Kneipe niedergeschlagen und ohne Hoffnung. Er überlegt, ob er noch zu anderen Orten gehen sollte, die er kennt, aber er meint, er hat genug gehört. Unwillkürlich fasst er sich mal wieder an die Brust auf der Suche nach seinem Beutel mit den Fingerknochen. Er weiß nicht, was er tun soll.

    Zitat

    Do I climb the hill and present myself at the ates of the New Castle, to make a futile plea? Return to Sisterton? Make my way back to Marya and my boys? Buy a horse and ride the kingsroad, to tell Stannis that he has no friends in White Harbor, and no hope?


    In der Nacht bevor er aus Eastwatch abgereist war, hatte Selyse ein Fest für Salla und seine Captains gegeben und irgendwann hatte Ser Axell Florent die Gäste mit einer Geschichte unterhalten von einem Targaryen-Prinzen, der ein Äffchen in die Kleider seines toten Sohnes gesteckt hatte und so tat, als sei es ein Kind. Ab und an bot er das Äffchen Lords zur Ehe mit ihren Töchtern an, die natürlich - sehr höflich - ablehnten.

    Zitat

    “Even dressed in silk and velvet, an ape remains an ape,” Ser Axell said. “A wiser prince would have known that you cannot send an ape to do a man’s work.”

    Die Männer der Königin lachten daraufhin laut und schauten zu Davos. Er hatte gedacht, er sei kein Affe, er sein ein besserer Mann als sie alle, aber trotzdem tat es weh.
    Das Seehundtor war für die Nacht verschlossen, er würde erst am Morgen zu seinem Schiff zurück kommen können.

    Zitat

    I have come through rain and wrack and storm. I will not go back without doing what I came for, no matter how hopeless it may seem. He might have lost his fingers and his luck, but he was no ape in velvet. He was a King’s Hand.


    Er erklimmt die Straße zum New Castle, der Weg war erleuchtet von Schalen mit Waltran, die von marmornen Meerjungfrauen gehalten wurden. Als er oben angekommen ist, dreht er sich um und kann beide Häfen sehen. Im inneren Hafen zählt er 23 Kriegsgaleeren. Lord Wyman war nicht faul gewesen.
    Das Hauptor zum Schloss war geschlossen, aber auf sein Rufen öffnet sich eine Nebentür und eine Wache fragt, was er will. Er zeigt sein schwarz-goldenes Band mit den königlichen Siegeln und verlangt Lord Manderly zu sprechen.

    Zitat

    “I need to see Lord Manderly at once,” he said. “My business is with him, and him alone.”

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  • Manderly könnte dort jede Menge Kriegsgaleeren bauen, so wie Cotter Pyke es Davos erzählt hatte.


    und so wie es Ned noch in Auftrag gegeben hat. Cat konnte trotz des Ausflugs zur Eyrie, offenbar noch rechtzeitig Bescheid geben.


    Ich liebe diese kleinen eingestreuten Szenen. Sie machen einem die Welt im Lied so unglaublich lebendig und man sieht sie direkt vor sich.


    mir geht es auch so. Ein wunderbares beschauliches Kapitel mit vielen Infos!


    Dann will der Verkäufer Davos Apfelstrunk zurück haben, weil er den Apfelsamen sammelt.

    Da sieht man, wie groß die Armut ist, wenn man sogar aus dem Strunk noch was machen will.


    r hört auch, dass Robett Glover versucht hat in der Stadt, Männer zu sammeln, was ihn mehr interessiert.

    ich hab mich so gefreut, dass er davongekommen ist und war wütend, weil Manderly ihn und die Starks so in Stich lässt. Zumindest ging es mir beim Ersten mal lesen so.


    Die Männer der Königin lachten daraufhin laut und schauten zu Davos. Er hatte gedacht, er sei kein Affe, er sein ein besserer Mann als sie alle, aber trotzdem tat es weh.


    boah, das ist schon richtig erniedrigend und hier versucht Florent die Autorität von Davos zu untergraben. :cursing:

    "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner

  • In der Nacht bevor er aus Eastwatch abgereist war, hatte Selyse ein Fest für Salla und seine Captains gegeben und irgendwann hatte Ser Axell Florent die Gäste mit einer Geschichte unterhalten von einem Targaryen-Prinzen, der ein Äffchen in die Kleider seines toten Sohnes gesteckt hatte und so tat, als sei es ein Kind. Ab und an bot er das Äffchen Lords zur Ehe mit ihren Töchtern an, die natürlich - sehr höflich - ablehnten.


    Frag mich, um wen es sich da handelt... Aus dem Affekt hätte ich auf Rhaegel getippt, aber dessen Sohn starb kurz nach ihm.


    Er hört auch, dass Robett Glover versucht hat in der Stadt, Männer zu sammeln, was ihn mehr interessiert.


    Ich hab mich auch gefreut, wieder von ihm zu hören. Hoffentlich kriegt er seine Gelegenheit, sich an Bolton zu rächen!

    The old fellow made a face. “Prince Viserys weren’t the only dragon, were he? Are we sure they killed Prince Rhaegar’s son? A babe, he was.”


    Noch ein Hinweiß, damit auch der letzte Leser merkt, mit wem Tyrion da über die Rhoyne schippert. Ich habs natürlich trotzdem nicht geschnallt beim ersten Mal :rolleyes:

    Als die anderen lachen, fällt Davos nicht mit ein, denn er weiß, dass das Schiff den falschen Lichtern von Sisterton zum Opfer gefallen ist und er von dessen Safran gekostet hat.


    Schon lustig, wie sich dieses Schiff als kleiner "Running Gag" durch die Geschichte zieht. Und natürlich hat auch das kein gutes Ende...

    Im inneren Hafen zählt er 23 Kriegsgaleeren. Lord Wyman war nicht faul gewesen.


    Wyman hat ja noch mehr Galeeren in der Weißklinge versteckt, scheint so, als würde den Starks wieder eine ordentliche Flotte zur Verfügung stehen...


    Das Kapitel an sich ist herrlich. Weißwasserhafen wird wunderschön beschrieben und ich hab das Gefühl, das jedes Davoskapitel meinen Hunger auf Fisch weckt. Davos ist ein wunderbar menschlicher Charakter, mit dem ich jede Minute mitfiebern kann, obwohl ich Stannis eigentlich nicht sonderlich mag. Auch wenn eigentlich nichts passiert, so gehört dieses Kapitel doch von Anfang an zu meinen Lieblingskapiteln aus ADoD.

    The living should smile, for the dead cannot.

  • Das Kapitel ist zweifellos atmosphärisch und Davos ist sowieso immer interessant, da er für mich mittlerweile fast der einzige Charakter ist, der Werte wie Loyalität und Ehre hochhält und nicht irgendwo hinterhältig ist. Wenn man es so sieht, ist er der eigentliche Nachfolger von Eddard Stark.


    Aber sonst: Ich staune, dass man zu den Kapiteln zwei Beiträge hinbekommt, ich hätte das nicht geschafft. Mir ist das ganze irgendwie zuviel Exposition und Wiederholung von Dingen, die schon bekannt sind. Vielleicht hätte das Kapitel in A Feast for Crows besser gewirkt. Dort stände es auch im unmittelbaren Zusammenhang mit der Ratssitzung, wo Cersei Davos' Tod anordnet. So wusste ich hier schon von Anfang an, dass Davos doch zu Manderly geht, wodurch dieses Kapitel auf mich eher stoppend wirkt.

  • zu Davos II :

    Davos ist ein wunderbar menschlicher Charakter, mit dem ich jede Minute mitfiebern kann, obwohl ich Stannis eigentlich nicht sonderlich mag.


    Sehe ich genauso.Davos ist für mich einfach ein absolut grundguter Mensch und das so einfach "aus dem Bauch heraus" ,nicht um der Ehre oder des Gesetzes Willen,sondern einfach seinem Gefühl nach.Er ist nicht die Spur selbstgerecht und obwohl auch ihm schon so einiges widerfahren ist und er wirkliche Verluste hinnehmen musste,ist er weder verbittert noch von Rachegefühlen beseelt.Das finde ich sehr beeindruckend und ich finde Davos als Menschen wirklich großartig.Hier gefiel mir auch wieder,dass er sich nicht nur Gedanken um Stannis und seine Sache macht,sondern auch an die einfache Bevölkerung denkt.

    Zitat

    Davos verspürte einen Stich.Sie suchen hier Zuflucht,in einer Stadt,die bislang von Kämpfen verschont geblieben ist,und ich komme hierher um sie wieder in den Krieg hineinzuzerren.Er biss von dem Appfel ab und fühlte sich auch deshalb schuldig."Was essen sie denn?"


    Ach,der Davos....
    Ich wusste auch gar nicht mehr,dass sich Edric auf den Trittsteinen befindet.

    Expose yourself to your deepest fear
    After that...you are free
    -Jim Morrison


    Doch es ist Zeit für mich zu lernen, dass nichts für immer bleibt, sowohl das, was gut tut, als auch das, was schmerzt.

  • Aber sonst: Ich staune, dass man zu den Kapiteln zwei Beiträge hinbekommt, ich hätte das nicht geschafft.

    Irgendwie schaffe ich das fast immer... War aber dieses mal nur etwas über 1100 Zeichen über dem Maximum. :rolleyes:

    I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".

  • Man streitet sich eine Weile um Daenerys Namen, bis Davos das schließlich klarstellt


    Finde es ja ganz amüsant, dass es den Bewohnern von Westeros mit den ganzen Namen nicht viel anders ergeht als so manchem Leser.


    irgendwann hatte Ser Axell Florent die Gäste mit einer Geschichte unterhalten von einem Targaryen-Prinzen, der ein Äffchen in die Kleider seines toten Sohnes gesteckt hatte und so tat, als sei es ein Kind. Ab und an bot er das Äffchen Lords zur Ehe mit ihren Töchtern an, die natürlich - sehr höflich - ablehnten.


    Frag mich, um wen es sich da handelt... Aus dem Affekt hätte ich auf Rhaegel getippt, aber dessen Sohn starb kurz nach ihm.


    Einst war Rhaegel auch der Topkandidat für diesen Posten, aber seit der Erscheinung des Weltbuchs dürfte er raus sein. Es gibt auf Westeros.org einen User, der ziemlich versessen darauf ist, die Identität des Prinzen zu ermitteln. Und auch wenn er bis jetzt gescheitert ist, hat er mich ein bisschen damit angesteckt. Allerdings zweifele ich langsam daran, ob Florent die Geschichte korrekt wiedergegeben hat, da sich zumindest im derzeitig bekannten Stammbaum der Targaryens niemand finden lässt, auf den alle Eigenschaften zutreffen.

    Das Wiki von Eis und Feuer freut sich über deine Mitarbeit. Schau mal vorbei: eisundfeuer.fandom.com/de
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    "We all swore oaths." - Arthur Dayne


    "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont

  • Daenerys III


    Daenerys beobachtet eine erotische Tänzergruppe, die zu Ehren des Besuchs von Xaro Xhoan Daxos auftreten. Deshalb hat Daenerys auch ein qartheenisches Gewand angelegt, was bedeutet, dass sie ihre linke Brust entblößt hat, sehr zur Freude der meisten Männer. Xaro ist zusammen mit 13 Galeeren nach Meereen gekommen, in der Hoffnung, dass Daenerys dank ihm den fast zugrunde gerichteten Handel wieder aufnehmen kann. Der Tanz scheint sie sichtlich zu erregen und sie denkt an Daario. Dieser hat soeben ein Bündnis mit den Lhazareen abgeschlossen und ist auf dem Rückweg nach Meereen.
    Nach dem Tanz unterhält sich Daenerys mit Xaro, zunächst darüber wie erstaunt Xaro ist, was aus Daenerys geworden ist:

    Zitat

    "A child departed Qarth, as lost as she was lovely. I feared she was sailing to her doom, yet now I find her here enthroned, mistress of an ancient city, surrounded by a mighty host that she raised up out of dreams."


    Daenerys denkt jedoch insgeheim, dass es eher Blut und Feuer war, was auch der Wahrheit entspricht. Danach erfahren wir einiges über den Handel in Meereen, der zum größten Teil auf Sklaven beruhte, neben dem es nur noch Kupfer als wertvollen Rohstoff gibt, der jedoch nicht mehr so gefragt ist. Das Zedernholz für das Meereen einst bekannt war, wurde gefällt oder durch Drachenfeuer zerstört. Finde diese Stelle sehr interessant, denn wir erfahren erstens warum so immens viele Messing- und Bronzemasken in Meereen existieren können und das Valyria hauptsächlich dafür verantwortlich ist, dass Meereen sich dem Sklavenhandel hingeben musste. Und jetzt scheint wieder eine valyrische Frau Meereen zu vernichten, in dem sie genau diesen Sklavenhandel unterbindet. Und plötzlich erkenne ich, dass Meereen und Ghis doch eigentlich ziemlich tragische Figuren sind. Interessant diese Stelle, ein weiterer Grund warum ich die Daenerys-Kapitel beim Reread doch sehr mag.
    Danach reden die beiden über die Söhne der Harpyie und den Preis, den sie für Daenerys' Tod ausgehandelt haben. Also wenn ich da von hundert Jungfrauen lese, kriege ich das ungute Gefühl mit den Ghiscari versucht GRRM tatsächlich eine Parallele zum Islam zu ziehen, das hatte ich bereits schon an anderen Stellen. Jedenfalls hat Daenerys mittlerweile Maßnahmen gegen die Söhne getroffen: die Messingtiere (Brazen Beasts), eine Gruppe Befreiter und Schurschädel, die von Skahaz ausgesendet wurden, um die Stadt bei Nacht zu beschützen. Da die Söhne jedem, der die Königin unterstützt einen schrecklichen Tod der Angehörigen und ihm selbst zufügen würden, trägt diese Spezialeinheit Tierkopfmasken.
    Xaro zeigt sich dennoch ziemlich übertrieben und heuchlerisch um Daenerys' Gesundheit besorgt, auch wenn sie beteuert, die Söhne seien nur Feiglinge:

    Zitat

    "A craven's knife can slay a queen as easily as a hero's."


    Jedenfalls gehen sie nacheinander Daenerys' Beschützer durch und Xaro macht ihr sehr überschwängliche Komplimente bezüglich ihrer Schönheit, die ihm Daenerys jedoch nicht abnimmt. Er fragt warum sie Qartheen verlassen hat und sie meint im Stillen es sei gewesen, weil sie davongetrieben wurde. Sie drückt es jedoch diplomatischer aus und Xaro macht ihr klar, weshalb es keinen Grund gab, besonders, da er sie hätte heiraten können. Wieder einmal wiederholt er sein Angebot, da Daenerys sagt, sie müsse irgendwann heiraten. Jedoch merkt Xaro schnell, dass Daenerys ihn wieder ablehnen und bestärkt seine vorgetäuscht Bestürzung darüber mit einer Träne. Daenerys stellt ihn daraufhin direkt zur Rede und sagt sie wisse, dass er sie nicht körperlich begehre, da er sie entblößt kaum ansieht, dafür umso mehr Augen für die jungen Tänzer hatte.
    Danach kommt die Rede auf die Befreiung der Sklaven, die Xaro für unsinnig hält und behauptet, froh sein zu können, dass sie damit nicht schon in Qarth angefangen hat. Daraufhin meint Daenerys, dass er seine Sklaven gut behandelt hat, das Gegenteil hat sie in Astapor mit den Unsullied gesehen. Deren Ausbildung vergleicht Xaro jedoch mit dem Schmieden eines Schwertes und zieht als Beispiel seine Tänzer heran. Alle wurden in Yunkai ausgebildet und ihr Leben lang darauf abgerichtet zu tanzen, nur deshalb wären sie so perfekt. Er überlegt sie Daenerys zu geben, die jedoch sofort meint, sie dann zu befreien. Darauf meint Xaro:

    Zitat

    "And what would they do with freedom? As well give a fish a suit of mail. They were made to dance."


    Daenerys meint, dass ihre Meister sie dazu gebracht hätten, vermutlich würden sie lieber auf einer Farm arbeiten und einfache Arbeiten verrichten. Xaro kontert das mit einem Vergleich mit Elefanten, die lieber Nachtigallen wären und dann statt schönen Liedern nur fürchterliches Trompeten in der Stadt zu hören wäre.
    Ich muss sagen ich finde den ganzen Ansatz sehr interessant, denn er erklärt warum Sklaverei ein Dilemma ist, die Betroffenen daraus zu befreien aber auch eins, weshalb Daenerys damit bisher scheitert.
    Danach gibt Xaro ihr einen Rat, in dem er die Sklaverei mit Regen vergleicht. Regen wird verflucht, wenn er auf die Leute niederfällt, er ist jedoch wichtig, um die Leute zu ernähren. Ähnlich ist es mit den Sklaven, denn ohne Sklaven wären Städte wie Qarth nie in Sachen Architektur, Kunst, Musik und Handel zu den besten der Welt geworden.

    Zitat

    "Ask yourself, if all men must grub in the dirt for food, how shall any man lift his eyes to contemplate the stars? If each of us must break his back to build a hovel, who shall raise the temples to glorify the gods? For some men to be great, others must be enslaved."


    Wow, das ist eines der interessantesten Zitate im ganzen Lied. Und es hält nicht nur Daenerys einen Spiegel vor, sondern auch unserer Gesellschaft. Denn überlegt man es sich genau basieren vielerlei unserer Fortschritte und Wohlstand darauf, dass andere für uns die Arbeit machen. Das muss nicht zwingend Sklaverei sein, sondern es können auch andere Dinge sein. Die Vorstellung ist schon irgendwie beängstigend. Das hier so zu lesen, finde ich richtig stark, denn so setzt man sich richtig mit der Sklaventhematik auseinander. Und langsam verstehe ich nicht, was an den Meereen-Kapiteln so schlecht sein soll.
    Daenerys hat darauf nämlich wiewohl die meisten von uns auch keine richtige Antwort, sondern sagt nur, dass Regen nicht das gleiche ist wie Sklaverei. Regen kann ertragen werden, Sklaverei nicht. Wieder spielt Xaro sie aus und bringt das Beispiel des reichen Händlers, der jetzt Gruben am Fluss graben muss und schon stark gezeichnet ist durch diese Arbeit. Daenerys ist der Ansicht er würde Furchen graben, damit die Felder bewässert werden können, um wieder Bohnen anzubauen. Xaro erwidert scharfzüngig, ob er das wirklich freiwillig macht, wenn Daenerys angeblich keine Sklaven hat. Sie argumentiert, er würde mit einer Unterkunft und Essen bezahlt werden, die Bohnen werden jedoch mehr gebraucht als seltene Gewürze, weshalb er die Furchen graben muss. Xaro fragt, ob sie seine Tänzer auch dazu bringen würde, Furchen zu graben und eröffnet ihr, dass der Mann ihn gebeten hat, als Sklave zu nehmen, da er genau weiß, dass er es in Qarth besser haben wird. Und da meint Daenerys:

    Zitat

    "Buy him, then."


    An der Stelle müsste doch ihre gesamte Weltanschauung durcheinander gekommen sein. Das ist nämlich wieder das gleiche, was die Ghiscari davor gemacht haben, Menschen in die Sklaverei zu kaufen mit dem Unterschied, dass der Mann es freiwillig will. Wie merken also, dass die Befreiung der Sklaven die Probleme auf keinen Fall löst und der Zustand Sklave nicht einmal das schlechteste sein muss, was einem Menschen passieren kann.
    Anschließend ziehen sich beide zurück, um über andere Dinge zu reden. Ser Barristan folgt ihnen dabei, was Xaro zunächst irritiert. Sie reden über den Handel. Daenerys bietet ihm Wein an und Salz. Xaro, meint jedoch Salz gäbe es durch das Meerwasser und der ghiscarische Wein wäre nicht gut genug, er wolle lieber Olivenöl. Daenerys sagt ihm jedoch, dass alle Olivenbäume verbrannt worden sind, als sie in Richtung Meereen kam und es Jahre dauern würde, bis es neue gäbe und Jahrzehnte bevor wieder ein stabiler Handel mit Olivenöl gemacht werden könnte. Stattdessen bietet sie ihm Kupfer an. Xaro hält Kupfer jedoch für ein trügerisches Metall, Gold wäre besser. Und wieder kommt er darauf zu sprechen, dass Qarth Gold gibt für Sklaven, woraufhin Daenerys meint, Meereen bestehe nur aus freien Menschen. Xaro sieht das anders:

    Zitat

    "A poor city that once was rich. A hungry city that once was fat. A bloody city that once was peaceful."


    Wieder ist Daenerys von Xaros Worten getroffen, doch sie meint nur, er solle zu den Dothraki gehen. Xaro zeigt ihr jedoch, dass es so nicht funktioniert. Die Dothraki machen Sklaven, die Ghiscari verkaufen sie. Um mit Qarth verhandeln zu können ohne die Sklavenbucht, müssten die Dothraki durch die todbringende rote Wüste und kein Khalasar würde vor Qarth geduldet werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Ser Erryk ()

  • Teil 2


    Dann bringt er das Beispiel von Astapor, um ihr zu zeigen, dass sie Meereen nicht friedlich und reich machen wird. Dort gab es nämlich einen Kampf an den Hörnern von Huzzat gegen die Yunkai. Der Schlachterkönig musste zurück zu seinem Palast fliehen. Noch dazu heuern die Yunkai jede Menge Söldnerkompanien an und haben Hilfsgesuche an Volantis und Myr geschickt. Eine der Kompanien sind im übrigen die Windblown. Es wird sogar vermutet die Goldenen Kompanie wäre gefragt worden.
    Das erinnert Daenerys an eine Begegnung zwischen der Goldenen Kompanie mit Viserys, als sie noch ein Kind war. Viserys hatte gehofft sie für sich gewinnen zu können, doch daraus war nichts geworden.
    Daenerys behauptet zwar, sie hätte selbst Söldnerkompanien, doch Xaro meint, es wären nur zwei, während Yunkai knapp 20 hat und noch dazu die Unterstützung von Mantarys und Tolos. Das ist ein harter Schlag für Daenerys, denn sie hatte gehofft die beiden Städte als Freunde zu gewinnen. So hat sie nur die Allianz mit Lhazar vorzuweisen. Xaro meint jedoch hierzu, dass die Lhazareen keine kriegerischen Leute seien. Sie denkt besser ängstliche Freunde als gar keine. Zu Xaro sagt sie, dass sie Yunkai zerstören wird, wenn sie es wagen anzugreifen. Für Xaro ist es jedoch sicher, dass dann Meereen sich in ihrem Rücken gegen sie erheben wird, außerdem hätte sie keine Chance gegen die yunkaiischen Truppen, wenn Astapor fällt. Auch ihre Bemerkung mit den Befreiten wischt er beiseite, in dem er sagt, diese wären keine Krieger. Schließlich kommt die Rede auf die Drachen. Und Xaro bemerkt die Abwesenheit der Drachen, wo doch in Qarth ständig einer auf ihrem Rücken saß.

    Zitat

    "My dragons have grown, my shoulders have not."


    Sie würden jetzt umherziehen und jagen, außerdem wäre Astapor ein gutes Beispiel dafür, was sie können. Da Xaro offenbar nicht verhandeln will, fragt sie warum er hier ist. Er macht ihr ein Angebot: Er gibt ihr 13 Galeeren, ohne dafür eine Drachen zu verlangen, die sie nach Westeros bringen sollen. Daenerys besteht darauf die Schiffe vorher zu inspizieren, dem Xaro zustimmt. Sie fragt, was passiert, wenn sie mit ihrer Abreise ein Jahr wartet. Xaro meint es würde ihn traurig machen, da sie dann mit Sicherheit stirbt. Denn Feinde hätte sie nicht nur durch die Yunkai'i, sondern auch durch die Hexenmeister. Pyat Pree ist nämlich mit dreien von ihnen nach Pentos gegangen. (Ich frage mich gerade, ob das die sind, die Euron dann gefangengenommen hat.) Daenerys lässt das jedoch kalt, denn sie wäre ja in Meereen und auch wenn das Wort die Hexenmeister erreicht, dass sie in der Sklavenbucht ist, so meint sie nur, sie hätte vierzehn Jahre lang in Furcht verbracht, doch als sie aus dem Feuer stieg, wäre diese Zeit vorbei gewesen. Jetzt fürchtet sie sich nur von ein was, doch das verrät sie Xaro nicht (Ist das diese Prophezeiung mit den Verraten?). Jedenfalls will sie nach der Inspektion der Schiffe ihm ihre Antwort geben. Danach versucht Xaro sich doch noch körperlich ihr anzunähern und für einen kurzen Moment ist sie versucht, da sie sich vorstellen könnte, Xaro wäre Daario. Dann jedoch verweigert sie sich ihm.
    Als er gegangen ist, überlegt sie, ob sie wirklich Schiffe braucht, wenn sie Drachen hat und ob 13 Schiffe für ihre Streitmacht überhaupt ausreichen. Danach wendet sie sich an Ser Barristan.

    Zitat

    "My brother once told me a Westerosi riddle. Who listens to everything yet hears nothing?"
    "A knight of the Kingsguard."


    Daenerys fragt ihn nach ihrer Meinung zu den Schiffen, wobei sie bemerkt, wie er angestrengt versucht, nicht auf ihre entblößte Brust zu schauen, etwas was Jorah nie gemacht hätte. Jedenfalls meint er, mit den Schiffen könnten sie bis Jahresende in Westeros sein. Daenerys sieht jedoch eine Falle und glaubt die Schiffe wären fahruntüchtig, worauf Barristan sagt, sie hätten so kaum die Überreise geschafft. Er jedenfalls wird Admiral Groleo und zwei seiner Kapitäne beim ersten Licht mit zum Hafen nehmen. Sorgen bereitet Ser Barristan nur Pyat Pree, doch Daenerys ist der Ansicht, wenn ein Hexenmeister-Spruch sie hätte töten können, wäre sie schon längst tot.
    Am nächsten Morgen wacht sie wieder mit Sehnsucht nach Daario auf und hofft, dass er bald da ist. Irri und Jhiqui fragt sie nach ihrer Meinung bezüglich einer Überfahrt. Sie geben jedoch die typische Dothraki-Antwort, dass das vergiftete Wasser verflucht ist, weil Pferde nicht davon trinken können. Anschließend ist die Audienz. Nur vier Bittsteller sind da, der erste unter ihnen ist Lord Ghael.
    Er bittet Daenerys um Hilfe mit all ihren Truppen gegen das Heer von Yunkai. Daenerys meint jedoch, dass Cleon daran selbst Schuld sei. Auch das Beharren darauf, dass Cleon nur die yunkaiischen Sklavenhändler bestrafen wollte, bewegt Daenerys nicht, sie antwortet Cleon wäre selbst einer. Wieder appelliert Ghael, ihr wenigstens ein paar Unsullied zu schicken, um die Mauern zu sichern. Daenerys kann jedoch nur so weit nachgeben, die Befreiten zu fragen, ob sie freiwillig helfen wollen.

    Zitat

    "I gave Astapor its freedom. It is up to you to defend it."


    Und diese Linie ist wirklich übel. Sie zeigt deutlich auf, dass Daenerys keine gute Herrscherin ist, sondern nur eine gute Eroberin war. Als solche ist es nämlich eigentlich ihre Pflicht Astapor zu führen und nicht bei Gefahr sich selbst zu überlassen. Hier besiegelt sie kaltblütig das Schicksal einer Stadt, für deren Schutz sie eigentlich moralisch verpflichtet wäre. Daher kann ich Ghaels Reaktion auch zu gut verstehen.

    Zitat

    "We are all dead, then. You gave us death, not freedom."


    Daraufhin spuckt er ihr ins Gesicht, weswegen Belwas ihn zu Boden drückt und ihm mehrere Zähne bricht. Ehe jedoch Schlimmeres passieren könnte, schreitet Daenerys ein und lässt den Mann abführen.
    Am späten Nachmittag kommt Groleo mit Ser Barristan zurück und unterrichtet sie und einige andere Vertraute über die Schiffe. Groleo ist nicht sehr glücklich seit seine Schiffe zerstört wurden, um Belagerungswaffen herzustellen. Zwar wurde er zum Admiral ernannt, doch das ist ein leerer Titel ohne Schiffe. Umso mehr erfreut es ihn, Daenerys mitteilen zu können, dass die Schiffe in einem guten Zustand sind. Reznak reagiert auf die Idee, Daenerys könnte fortgehen mit Bestürzung, denn die Yunkai'i würden die Großmeister wieder einsetzen, jeden der ihr treu ergeben war umbringen und ihre Töchter und Frauen vergewaltigen. Skahaz würde seine Frau und Töchter lieber vorher umbringen, anstatt sie einem solchen Schicksal zu überlassen. Daenerys schlägt vor, sie sollen deshalb mitkommen nach Westeros. Für die Mother's Men ist die Sache klar, sie folgen Daenerys überall hin. Symon Stripeback von den Free Brothers hält 13 Schiffe für zu wenig und der Vertreter der Dothraki ist komplett gegen den Vorschlag, sie würden nur reiten wollen. Grey Worm macht deshalb den Vorschlag mit den Dothraki den Landweg zu nehmen und so die Schiffe zu versorgen. Das Problem ist jedoch das verwüstete Valyria, was auf dem Weg nach Westeros liegen würde. Viele würden dabei sterben, diesen Weg zu nehmen, der auch als Dämonenstraße bekannt ist. Reznak meint, selbst wenn sie mitkämen würden die Zurückgelassenen in Meereen zu Sklaven werden. Ser Barristan erwidert darauf, sie seien frei und könnten sich selbst verteidigen, was ein kurzes Streitgespräch mit den Ghiscari auslöst. Daenerys entscheidet sich schließlich:

    Zitat

    "I will not abandon Meereen to the fate of Astapor. It grieves me to say so, but Westeros must wait."


    Groleo ist bestürzt, denn er weiß, was die Ablehnung eines solchen Angebots bedeuten würde. Daenerys lässt Xaro schließlich holen, der ihr ein weiteres Geschenk überreicht, eine riesige Karte von Valyria. Daenerys ist davon beeindruckt und Xaro meint nur, diese Karte würde ihr helfen den Weg zu finden. Schließlich sagt sie ihm, dass sie gerne die Galeeren annimmt als ein Zeichen der Freundschaft mit Qarth, jedoch in Meereen bleiben wird. Xaro ist davon sichtlich bestürzt. Er hatte offenbar gehofft, dass sie das Angebot annimmt, da er für die Dreizehn gesprochen hat. Er meint, dass sie schreiend sterben wird, da sie nicht weiß wieviele Feinde sie hat. Daenerys weiß jedoch, dass jetzt einer vor ihr steht. Außerdem ist er der Meinung er hätte sie schon in Qarth töten sollen, denn ihre Drachen werden nichts als Tod und Verwüstung bringen. Daenerys vergibt ihm diese Drohung. Xaro sagt daraufhin:

    Zitat

    "Xaro Xhoan Daxos does not threaten. He promises."


    Daenerys ist sichtlich verärgert darüber und stellt ihm ein Ultimatum bis Sonnenuntergang die Stadt verlassen zu haben.
    Am nächsten Morgen sind die Galeeren noch da, auf einer dieser bringt ihr ein Botschafter ein klares Zeichen von Xaro. Einen blutbefleckten Handschuh. Daenerys weiß genau, das kann nur Krieg bedeuten.

    Einmal editiert, zuletzt von Ser Erryk ()

  • zu Daenerys III :

    Und plötzlich erkenne ich, dass Meereen und Ghis doch eigentlich ziemlich tragische Figuren sind. Interessant diese Stelle, ein weiterer Grund warum ich die Daenerys-Kapitel beim Reread doch sehr mag.


    Ich fand das gesamte Gespräch von Xaro und Daenerys wirklich erstaunlich interessant und es zeigt sehr schön zwei Seiten von einer Medaille.


    Xaro zeigt sich dennoch ziemlich übertrieben und heuchlerisch um Daenerys' Gesundheit besorgt,


    Naja,ich denke dass da alle beide schon ziemlich herumheucheln.


    ch muss sagen ich finde den ganzen Ansatz sehr interessant, denn er erklärt warum Sklaverei ein Dilemma ist, die Betroffenen daraus zu befreien aber auch eins, weshalb Daenerys damit bisher scheitert.


    Wieder spielt Xaro sie aus und bringt das Beispiel des reichen Händlers, der jetzt Gruben am Fluss graben muss und schon stark gezeichnet ist durch diese Arbeit. Daenerys ist der Ansicht er würde Furchen graben, damit die Felder bewässert werden können, um wieder Bohnen anzubauen. Xaro erwidert scharfzüngig, ob er das wirklich freiwillig macht, wenn Daenerys angeblich keine Sklaven hat. Sie argumentiert, er würde mit einer Unterkunft und Essen bezahlt werden, die Bohnen werden jedoch mehr gebraucht als seltene Gewürze, weshalb er die Furchen graben muss. Xaro fragt, ob sie seine Tänzer auch dazu bringen würde, Furchen zu graben und eröffnet ihr, dass der Mann ihn gebeten hat, als Sklave zu nehmen, da er genau weiß, dass er es in Qarth besser haben wird. Und da meint Daenerys:
    "Buy him, then."


    Wie gesagt finde ich dieses Gespräch wirklich interessant und einige der Argumente von Xaro sollten Daenerys doch eigentlich zum wirklichen Nachdenken anregen.


    Ehe jedoch Schlimmeres passieren könnte, schreitet Daenerys ein und lässt den Mann abführen.


    Wer weiß,was danach mit ihm passiert ist.Taucht er noch mal auf?


    Jedenfalls meint er, mit den Schiffen könnten sie bis Jahresende in Westeros sein.


    Selmy sagt hier :

    Zitat

    "Meine Königin,Euer Reich braucht Euch.Hier seid ihr nicht willkommen,doch in Westeros werden die Männer zu Tausenden zu Euren Bannernströmen,große Lords und edle Ritter.Sie ist gekommen,werden sie einander voller Freude zurufen.Endlich ist Prinz Rhaegars Schwester nach Hause gekommen."


    :hmm: Wäre das wirklich so?Tausende ?
    Glaubt Barristan das wirklich selbst ....ich weiß nicht,irgendwie bezweifle ich das....


    Alles in allem konnte ich dieses Kapitel im Reread doch mehr genießen als beim ersten Lesen,weil ich nicht das Gefühl hatte schnell daran vorbei zu müssen um mich für mich interessanteren Schauplätzen und Charakteren zu widmen.

    Expose yourself to your deepest fear
    After that...you are free
    -Jim Morrison


    Doch es ist Zeit für mich zu lernen, dass nichts für immer bleibt, sowohl das, was gut tut, als auch das, was schmerzt.

  • Finde es ja ganz amüsant, dass es den Bewohnern von Westeros mit den ganzen Namen nicht viel anders ergeht als so manchem Leser.


    Ich war letzte Woche auf einer Feier in der Verwandtschaft, wo sich einige für Namensschilder stark gemacht haben auf denen auch noch steht, in welchem Verhältnis man sich befindet. Hätte ich auch ganz hilfreich gefunden :whistling: Mich wundert es daher nicht, wenn die Menschen in White Harbor bei 300 Jahren Targaryen-Dynastie etwas überfordert sind. Davos hätte wohl auch einen guten Maester abgegeben, wenn in seiner Jugend einiges anders abgelaufen wäre. Dass er lesen und schreiben gelernt hat, kann doch höchstens ein Jahr her sein, aber er hat das schon gut auf die Reihe bekommen.

    Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

  • Glaubt Barristan das wirklich selbst ....ich weiß nicht,irgendwie bezweifle ich das....


    Ich glaube da ist der Wunsch Dany auf dem Thron zu sehen Vater des Gedanken.
    Aber Barristan sieht Dany ja auch als rechtmäßige Königin und geht wahrscheinlich davon aus, dass die Menschen in Westeros es so wie er sehen.
    So oder so, er verschätzt sich da schon ziemlich ^^

  • Ich fand das gesamte Gespräch von Xaro und Daenerys wirklich erstaunlich interessant und es zeigt sehr schön zwei Seiten von einer Medaille.


    Für mich eine der besten Stellen im Lied, gerade auch aus philosophischer, soziologischer und politischer Sicht. Und hier ist auch eine Stelle, wo Daenerys' Taten ihr von jemand anderem vor Augen geführt werden, es wurde ja danach gefragt, wann das passiert. Es sei jedem seine Meinung belassen, für mich ist das eines der stärksten Kapitel im Lied, daher kann ich persönlich den Meereen-Strang auch nicht schlecht und unnütz finden.


    Wer weiß,was danach mit ihm passiert ist.Taucht er noch mal auf?


    Ich glaube nicht. Astapor findet dann ja auch bald ein sehr übles Ende.


    Glaubt Barristan das wirklich selbst ....ich weiß nicht,irgendwie bezweifle ich das....


    Ich glaube er redet sich hier auch einiges schön, da Daenerys seine letzte Chance ist, endlich einmal einem/r "guten" König/in zu dienen. Ich kann mir ehrlich gesagt nur eine Minderheit vorstellen, welche die teilweise entsetzliche Targaryen-Herrschaft sich zurückwünscht, besonders nach den eher friedlichen Jahren unter Robert.

  • zu Dany:


    ich mag sie als Charakter nicht so sehr - hassen tu ich sie zwar nicht, aber ich hab viele andere, die ich mehr mag - selbst wenn sie nur einmal vorkommen. Doch muss ich ebenfalls zugeben, dass die Meereenkapitel ganz interessant sind. Vor allem mag ich die Barristankapitel. Ich mag sie jedenfalls mehr, als die von Tyrion erzählten Kapitel in ADWD.

    "Ask yourself, if all men must grub in the dirt for food, how shall any man lift his eyes to contemplate the stars? If each of us must break his back to build a hovel, who shall raise the temples to glorify the gods? For some men to be great, others must be enslaved."



    Wow, das ist eines der interessantesten Zitate im ganzen Lied. Und es hält nicht nur Daenerys einen Spiegel vor, sondern auch unserer Gesellschaft. Denn überlegt man es sich genau basieren vielerlei unserer Fortschritte und Wohlstand darauf, dass andere für uns die Arbeit machen. Das muss nicht zwingend Sklaverei sein, sondern es können auch andere Dinge sein. Die Vorstellung ist schon irgendwie beängstigend. Das hier so zu lesen, finde ich richtig stark, denn so setzt man sich richtig mit der Sklaventhematik auseinander. Und langsam verstehe ich nicht, was an den Meereen-Kapiteln so schlecht sein soll.


    ja, die Rede von Xaro gefällt mir sehr und er hat auch Mut die selbsternannte Herrscherin zu kritisieren und nicht nur zu bauchpinseln.


    Und diese Linie ist wirklich übel. Sie zeigt deutlich auf, dass Daenerys keine gute Herrscherin ist, sondern nur eine gute Eroberin war. Als solche ist es nämlich eigentlich ihre Pflicht Astapor zu führen und nicht bei Gefahr sich selbst zu überlassen.

    Sign!


    und Barristan treibt nur das Wunschdenken, dass er endlich einem guten Herrscher dienen will. Ich denke nach den vergangenen 15 Jahren unter Robert und den Jahren zuvor unter ihrem irren Vater sehnen sich kaum mehr Leute nach einer Targaryenherrschaft.

    "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner

  • Leider verspätet, aber für einen langen Text braucht man etwas länger und dieses Kapitel gab einfach zumindest für mich viel her zum Denken. Und nur als Vorwarnung, es ist eins meiner absoluten Lieblingskapitel, wenn ich ein bisschen zu überschwänglich und ausführlich bin. Sprich 3 Teile


    Jon IV Teil I
    Jon ist mit Lord Steward Marsh, Dolorous Edd und einem Stewart Wick Wittlestick – das ist jener Mann, der als erster Jon beim Aufstand von Castle Black attackiert - unterirdisch unterwegs um die Vorräte zu kontrollieren. Die „wormways“ sind laut Dolorous Edd ziemlich überfüllt mit Ratten. Es ist einfach unvergleichlich herrlich, wie er seine eigene Mutter mit einer Ratte vergleicht.

    Zitat

    „They make an awful squeal if you step on them. My mother used to make a similar sound when I was a boy. She must have had some rat in her, now that I think of it. Brown hair, beady little eyes, liked cheese. Might be she had a tail too, I never looked to see.“


    Jetzt folgt gut eine Seite von Essensbeschreibungen, wo man doch ein bisschen Hunger bekommt. :rolleyes: Das Fleisch ist direkt unter der Mauer gelagert, da herrschen schon Gefriertruhentemperaturen. Jon berührt die Mauer und es bleibt als er seine Hand weggibt, etwas von der Haut zurück.

    Zitat

    „What did you expect? There’s a mountain of ice above your head, more tons than even Bowen Marsh could count.“

    Die beschriebene Menge der Vorräte hört sich gigantisch an, ist es aber nicht, wenn man bedenkt – wie lange der Winter dauern kann und dass neben den Leuten von der Nachtwache auch das Gefolge von Stannis und die Wildlinge versorgt werden müssen. Laut Bowen Marsh würden sie 3-4 Jahre auskommen, die Nachtwache allein. Doch wie es derzeit aussieht, kommen sie mit diesen Vorräten kaum übers Jahr hinaus. Jon gibt sein Einverständnis, dass die Portionen verkleinert werden und er verspricht Marsh auch, dass er Vorräte findet.

    Zitat

    „We will find a way.“

    Der Lord Steward gibt seine Meinung wieder, dass die Tore der Mauer versiegelt gehören. Stewards und Builder tendieren eher zur Meinung von Marsh, Ranger wie Dywen sind auf Jons Seite. Hier sieht man schon die ersten Anzeichen, dass schwierige Zeiten für Jon als Führungskraft bevorstehen, nicht nur wegen der Bedrohung durch die Anderen, sondern auch durch den Schrecken eines Essensmangels. Edd meint, dass gerade deswegen Stannis die Wildlinge durchgelassen wurden, als Vorrat für den Winter. Natürlich war das wieder mal so eine witzige Wortmeldung von Edd, aber ich muss daran denken, dass bei der Belagerung von Storm’s End die Besatzung unter Stannis fast gezwungen war, ihre Toten zu essen. Und einige in der Armee von Stannis haben beim Marsch gen Winterfell, ihre eigenen Kameraden verspeist. :/


    Es ist bereits Nachmittag, als sie aus den Katakomben kommen. Vor der Schmiede wartet Devan auf Jon. Nicht nur die Kälte hat ihm zu schaffen gemacht, sondern auch Ghost hat ihm wohl Angst eingejagt. Devan tat mir hier etwas leid, auch weil der gute Edd ihn auch noch ziemlich angefahren hat. Ich mag halt die Seaworths einfach. Die „Wrong-way-Ranger“ Richard Horpe und Justin Massey sind zurückgekehrt. Stannis fordert, dass Jon bei der Besprechung dabei ist. Obwohl das keine Sache der Nachtwache ist, ist Jon doch ziemlich neugierig und geht darum mit. Neben den Männern des Königs – den Queens men sind auch der Magnar von Thenn und Rattleshirt von den Wildlingen anwesend. Rattleshirt empfängt ihn spöttelnd und bedankt sich für den Rubin, der ihn mit Melisandre verbindet. Stannis hingegen ist für seine Verhältnisse überaus höflich und bietet ihm sogar etwas zu trinken an und überlässt ihm auch großzügigerweise einen Wildling. – Rattleshirt, doch das löst bei Jon nicht eine helle Begeisterung hervor. Jon hasst Rattleshirt und auch fRattleshirt spöttelt über ihn. Im darauf folgendem Gespräch sieht man deutlich, dass Rattleshirt eindeutig unter dem Kommando von Melisandre steht und nicht von Stannis. Abgesehen von der Geschenksübergabe interagiert hier nur Melisandre bei diesem Punkt mit Jon. Jon bleibt trotz des Zaubers mit dem Rubin skeptisch.

    Zitat

    „This man will serve you faithfully. The flames do not lie, Lord Snow." Perhaps not, Jon thought, but you do.


    Melisandre spoke softly in a strange tongue. The ruby at her throat throbbed slowly, and Jon saw that the smaller stone on Rattleshirt's wrist was brightening and darkening as well.
    Ich würde zugern wissen, was das für ein Spruch war und was es bewirkt hat in diesem Fall.
    Ich glaube zwar nicht, dass Stannis von dem Tausch weiß. Aber trotzdem frage ich mich, weshalb er bereit sein soll Jon den Mann zu überlassen, den Jon am Meisten verabscheut. Ich vermute, weil er der Magie von Melisandre vertraut und deren Macht eben mehrmals gesehen hat.
    Spannend finde ich, dass hier fRattleshirt bereits ein wenig in die Zukunft schaut.

    Zitat

    I’ll give you sage counsel or sing you pretty songs, as you prefer. I’ll even fight for you. Just don’t ask me for wearing your cloak.

    Jon denkt sich, dass Rattleshirt auch nicht einem schwarzen Umhang wert ist, behält es aber bei sich – da er schon bemerkt hat, dass Stannis sinnlose Wortklaubereien gelinde gesagt nicht so verehrt.

    "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner

  • Jon IV Teil II
    Obwohl Jon Vorbehalte hat, dass er beim Kriegsrat zuhört, denkt er trotz seiner Neutralität auf Informationen angewiesen ist. Der Zweck weswegen Jon von Stannis herbeordert wurde, war sicherlich, dass der König und seine Queens Men mehr über den Norden erfahren wollen. Stannis fragt hier ganz gezielt und es ist ganz klar, dass er Jon hier vertraut oder zumindest auf die Kenntnisse von Jon. Jon beruhigt sein schlechtes Gewissen, dass Worte keine Schwerter seien. Somit gibt Jon Stannis sehr wohl Informationen. Stannis hat immerhin der Nachtwache geholfen und hat auch zumindest indirekt auch Jon geholfen. Stannis geht gleich direkt zur Sache und fragt ihn, welch ein Mensch Mors Umber ist. Jon erzählt darauf, was er von ihm weiß. Stannis fragt nach, ob man ihm vertrauen kann.

    Zitat

    „Your Grace should have him swear an oath before his hearttree.“

    Jon fragt nach, ob die Umbers sich für ihn erklärt haben. Stannis erklärt, dass nur die Hälfte sich für ihn erklärt habe – eben unter Mors Umbers Kommando, und nur unter seine Bedingungen. Das eine wäre, dass er den Schädel von Mance bekommt, damit er ihn als Trinkbecher benutzen kann und dass er nicht gegen die Umbers auf Boltons Seite kämpfen wird. Die Queen’s Man provozieren immer wieder Jon, allen voran Godry Farring, indem sie sich über die Alten Götter lustig machen oder über die Namen Crowfood und Whoresbane. Melisandre hat im Feuer gesehen, dass die Banner derHäuser Hornwood, Cerwyn, Tallhart, Ryswell und Dustin in einer Stadt versammelt sah. Verräter an Seiten von Bolton, doch Jon erklärt, dass die Ryswell und die Dustins mit Bolton verwandt sind und die anderen Häuser ihren Lord verloren haben. Ah, da hat sie tatsächlich mal einen Treffer gemacht, bei ihren Deutungen. Jon gibt Stannis den Ratschlag auf die Bedingungen von Mors Umber einzugehen. Spätestens hier hat Jon jetzt eindeutig die Partei für Stannis ergriffen.Godry Farring argumentiert dagegen, da Stannis hierbei schwach aussehen würde und schlägt vor Last Hearth niederzubrennen. Jon kontert geschickt, dass mit dieser Aktion der Norden komplett gegen Stannis als König sein wird und die Umbers seien Gegner der Boltons. Der einzige Grund weswegen Hother Umber mit den Boltons reitet ist eben die Gefangenschaft von Greatjon. Farring unterstellt den Umberonkels, dass sie ihren Neffen tot sehen wollen. Jon lässt sich hier auf einen verbalen Kampf mit Farring ein und argumentiert geschickt. Farring hat eindeutig ziemlich negative Vorurteile gegen die Bäume anbetenden Barbaren, während Jon eben den Norden und auch die Umbers kennt. Als Farring Jon als Feigling attackiert bekommt Jon Schützenhilfe von Justin Massey. Hier hat der gute Justin bei mir die ersten Bonuspunkte gesammelt. Stannis ist allerdings genervt von den gegenstandslosen Kindereien und ruft zur Ordnung. Stannis will sich nachdem die Wildlinge die Mauer nicht angreifen jetzt seinen anderen Feinden widmen. Jon fragt sich was der König jetzt schon wieder von ihm haben will – Majestäten können ganz schön fordernd sein. Erneut weist er Stannis ab mit dem Hinweis auf seinen Eid. Stannis teilt Jon mit, dass er plant, gemeinsam mit den Karstarks, das Dreadfort zu erobern. Karstark behauptet ja, die Burg ist nur leicht besetzt. Jon ist geschockt. Jons Entsetzen scheint Stannis zu amüsieren, dass er sogar lächelt.

    Zitat

    „Does that surprise you? Good. What surprise one Snow may yet surprise another.“

    Nicht destotrotz widerspricht Jon weiter, als der König seinen Schlachtplan erläutert. Die Queen’s Men lachten und nannten ihn feige. Stannis hingegen wollte wissen, weswegen der Plan nicht funktionieren sollte. Ich finde Stannis handelt er hier sehr geschickt, er weiß von Jons Wissen über den Norden und macht sich das zu nutzen. Auch wenn er nicht allen Plänen etwas abgewinnen kann, scheint er immerhin bereit sein – sich zumindest etwas anzuhören. Jon erklärt ihm weshalb er die Umbers benötigt, wie gut befestigt das Dreadfort ist (mich wundert es ein bisschen, dass gerade der Mann der ein Jahr lang einer Belagerung trotzte – die Dauer einer Belagerung einer anderen Burg so relativ kurz ansetzt :hmm: ) und da Moat Cailin im Norden sehr verwundbar ist und aus diesem Grund Roose Bolton nicht lange braucht um die Ironborn zu besiegen. Jon argumentiert hier sehr geschickt gegen Einwände - mit Beispielen aus der Vergangenheit - wie eine zweijährigen Belagerung des Dreadforts durch die Starks.Danach wird die Rolle der Wildlinge in der Armee diskutiert. Massey erwähnt, dass auch die Wildlingsfrauen kämpfen, doch Stannis will nichts davon wissen. Die Wildlingen sollen die Vorhut bilden unter den Magnar von Thenn. Doch sie müssen bewaffnet werden.

    Zitat

    He means to plunder our armery. … Food and clothing, land and castles, now weapons. He draws me in deeper every day.

    Nun hier fordert Stannis eindeutig Waffen und Jon verspricht zunächst widerwillig 300 Speere und alte Helme. Der Magnar fordert auch Rüstungen, doch das lehnt Jon ab.Jon weiß, dass gerade in der Vorhut viele Männer fallen – vor allem leicht gerüstet. Jon fasst sich ein Herz und erinnert Stannis, dass die Lords im Norden, insbesondere die Umbers, stets im Clinch mit den Wildlingen haben. Die Lords würden sich ihm nie anschließen, wenn sie mit Wildlingen reiten müssten.

    Zitat

    „Your father’s bannermen seem to have no liking for my cause in any case. I must assume they see me as … what was it that you called me, Lord Snow? Another doomed pretender?“

    Manchmal glaube ich, Stannis führt einen Katalog an (vermeintliche) Kränkungen gegen ihn.Aus heiterem Himmel entlässt Stannis alle seine Mitglieder des Kriegsrates, nur Jon, Devan und Melisandre bleiben.Stannis erzählt Jon, dass sowohl Richard Horpe als auch Justin Massey gerne Lord von Winterfell werden würden. In knappen Worten beschreibt er Jon die beiden. Justin Massey ist ein Lebemann, während Richard Horpe das Töten liebt, zu viel liebt.

    Zitat

    „Which would you have as Lord of Winterfell, Snow? The Smiler or The Slayer?“
    Jon said, „Winterfell belongs to my sister Sansa.“„I have heard all I need to hear of Lady Lannister and her claim.“
    The king set the cup aside. „You could bring the north to me. Your father’s bannermen would rally to the son of Eddard Stark. Even Lord Too-Fat-to-Sit-a-Horse. White Harbor would give me a ready source of supply and a secure base to which I could retreat at need. It is not too late to amend your folly, Snow. Take a knee and swear that bastard sword to me, and rise as Jon Stark, Lord of Winterfell and Warden of the North.“

    Stannis ist ganz schön hartnäckig in der Sache, da es für ihn die eleganteste Lösung ist. Nur Jon macht ihm einen Strich durch die Rechnung und bleibt dabei, dass er ein Mann der Nachtwache sei.Stannis nennt daraufhin Jon stur – wie Eddard Stark – dessen Sturheit den Namen Ehre trägt. Wenn die Krähe einen Raben schwarz nennt…
    Stannis plaudert nun aus, dass er nie die Absicht gehabt hat Horpe oder Massey Winterfell zu geben – er wird diese Ehre eher Karstark zukommen lassen. Jon war nicht begeistert, immerhin haben die Karstarks im Robb verraten und verlassen und lässt das auch Stannis wissen. Doch dieser beharrt auf Karstark und auf seinem Plan das Dreadfort anzugreifen – gegen den Rat des„great Lord Snow“.

    Zitat

    „I must strike and show the north that I am still a man to fear.“

    Jon geht nun darauf ein, dass Melisandre den Banner der Manderlys nicht in den Flammen gesehen hat, wenn nun die Manderlys für ihn kämpfen würde. Doch Stannis sieht die Manderlys für sich verloren, da er kein Wort von Davos hat. Stannis sieht ohne einen Stark nur die Möglichkeit den Norden durch Schlachten zu gewinnen.

    Zitat

    „That requires stealing a leaf from my brother's book. Not that Robert ever read one. I must deal my foes a mortal blow before they know that I am on them.“


    Dieser Absatz hat mich erst zum Lachen gebracht – in dieser Schnoddrigkeit, aber dann auch zum Weinen. Ich sehe da den stets von seinem älteren Brudern übertrumpften Jungen, der nichts anderes gewünscht hat als für das anerkannt zu werden, was er ist. Doch es wurde ihm verneint, vor allem von Robert - den er in Laufe von ASOIAF ziemlich oft als Referenz erwähnt. Wenn es selbst nach 15 Jahren unvergessen ist, dass Robert Ned für die Aufhebung der Belagerung gedankt hat, anstatt Stannis für das Aushalten unter verheerenden Umständen.Jon merkt er kann Stannis nicht von seinem Vorhaben abbringen- so viel zum Thema stur. Er ist sehr zerrissen.

    Zitat

    The Night' s Watch takes no part, a voice said, but another replied, Stannis fights for the realm, the ironmen for thralls and plunder.

    Jon entscheidet sich für die Parteinahme. Er gibt Stannis einen Rat, indem er 3000 Streitmächte gewinnen kann, allerdings nur im Austausch von 300 Wildlingen. Stannis geht zunächst darauf nicht Jon beginnen zum Feilschen, was ihm prompt folgenden Vorwurf einbringt.

    Zitat

    „You haggle like a crone with a codfish, Lord Snow. Did Ned Stark father you on some fishwife?“

    Nein, wir lassen uns davon nicht von R+L=J abbringen…
    Schlußendlich geht Stannis auf den Handel ein.

    Zitat

    „Will I trade three hundred fighters for three thousand? Aye, I will.“

    Dieser Handel ist auch von Jon zum Vorteil, da er jetzt die Wildlinge nicht bewaffnen muss für die Kriegszwecke eines Königs. Stannis ist es auch wichtig, dass Val für ihn als Gefangene sicher bleibt. Jon verspricht es ihm und die nächste Frage verblüfft Jon

    Zitat

    .„Do I need to make you swear an oath before a tree?“
    „No.“ Was that a jape? With Stannis, it was hard to tell.
    „Done, then.“

    "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner

  • Jon IV Teil III
    Jon zeigt ihm, dass er die Mountainclans (Flint, Wull, Norrey und Liddle) gewinnen könnte, wenn Stannis sie fragt. Stannis ist natürlich erst dagegen bei anderen Leuten um Hilfe zu betteln. Er nimmt ja wirklich stets das Schlechteste an. Jon erklärt am besten gewinnt man die Clans für sich, wenn man zu Ihnen kommt und mit ihnen feiert. Viel essen, etwas trinken, fröhliche Musik lauschen, die Tapferkeit der Männer preisen und die Schönheit der Töchter loben. Ich nehme mal an, dass all klingt nach einer ziemlichen Albtraum für Stannis.

    Zitat

    „For three thousand men, I suppose I can endure some pipes and porridge.“

    :rofl:
    Ich finde es schade, dass wir kein Kapitel zumindest von einem dieser Feste haben. Vor allem aus der Sicht von Stannis erzählt wäre das ein Lesegenuss – und sicherlich nicht nur von den ganzen Essensbeschreibungen...Als Jon erklärt, dass die Wege zu den Bergen der Clans eher sehr schmale Pfade seien, ist Stannis nicht erfreut, da er schnell vorankommen will. Jon verweist hier auf das Vorbild von Daeron – the Young Dragon. Stannis ist davon nicht sehr erbaut. Aus seiner Sicht hat vor allem der Einsatz von Schiffen den Krieg gewonnen und Daeron hat in seinem Buch seinen Anteil am Krieg nur gehörig aufgeblasen.Jon wendet sich nun an Melisandre um ihr den Tipp zu geben, dass sie sich am besten zurückhalten soll mit ihrem Glauben, da gerade die Bergstämme die „alten Götter“ besonders verehren. Hier überrascht Melisandre Jon, da sie beabsichtigt an der Mauer zu bleiben, bei ihm und seinen tapferen Männern. Jon ist von der Aussicht überhaupt nicht begeistert. Doch bevor er dies zurückweisen kann, stellt Stannis die nächste Frage. Wohin er mit seinen neuen Verbündeten hinziehen soll, wenn nicht zum Dreadfort? Jon meint, wenn Bolton gegen die Ironborn zieht, so soll er es ebenfalls tun. Als Ziel schlägt er Deepwood Motte vor. Man kommt zwar langsamer voran, allerdings ist der Vorteil, dass man an Deepwood Motte ziemlich ungesehen rankommt. Das scheint Stannis zu überzeugen.

    Zitat

    „When Balon Greyjoy rose the first time, I beat the ironmen at sea, where they are fiercest. On land, taken unawares ... aye. I have won a victory over the wildlings and their King-Beyond-the-Wall. If I can smash the ironmen as well, the north will know it has a king again.“


    Jon hat zwar das Leben der Wildlinge gerettet und so nebenbei auch Stannis und seiner Armee – trotzdem wird ihm das noch Kopfweh bereiten.

    Zitat

    And I will have a thousand wildlings, thought Jon, and no way to feed even half that number.


    Stannis kann ganz zufrieden sein, er hat zwar nicht ganz was er wollte – aber doch einiges. Er hat die Unterstützung von Jon Snow, wenn auch nicht in der Form wie erwünscht – voraussichtlich neue Verbündete im Norden – die laut Jon treu sind, diese Bündnisse können ihm sogar weitere Verbündete im Norden sichern und ein sicherer Schlachtplan. Wenn er siegt, wird von ihm gesprochen und das kann zur Stärkung seines Anspruchs am Thron führen.


    Jon hingegen hat sich zu weit vorgewagt für seine Position. Formal hat er sich an seinen Eid gehalten, da er mit diesem Schachzug das Reich zusammenhält – in dem er den ihm bekannten rechtmäßigen König unterstützt. Dieser König ist der Nachtwache auch zur Hilfe geeilt. Trotzdem auch durch diese Tat - hat er das ungeschriebene Gesetz der Neutralität der Nachtwache mit seinem Rat an eine Kriegspartei des Reiches gebrochen. Mit der Übernahme der 3000 Wildlinge hat sich Jon zusätzlich ein Problem geschaffen. Gerade am Anfang dieses Kapitels haben wir erlebt, dass der Vorrat der Nachtwache – für die Nachtwache allein 3-4 Jahre reichen kann, mit den Wildlingen allerdings grad über das nächste Jahr. Das ist ein nicht unbeachtlicher Risikofaktor für die Nachtwache. Die aktive Unterstützung von Jon für Stannis wird nicht geheim bleiben und wird für die ersten Risse sorgen, ebenso die Übernahme der Wildlinge.


    Ich liebe dieses Kapitel durch die ganzen Interaktionen der Leute. Angefangen zwischen dem fatalisch eingestellten Edd, den Traditionalisten Marsh und Jon, sowie zwischen Jon und den ihm nicht wohlgesonnen Zeitgenossen Rattleshirt und Godry Farring, der Charakterisierung von Justin Massey und Richard Horpe und vor allem der Dialog zwischen den beiden Sturschädeln Stannis und Jon.
    Ich liebe vor allem diesen Schlagabtausch zwischen Jon und Stannis. Sie schenken sich nichts und beide sprechen sehr direkt miteinander um den anderen vom jeweiligen Standpunkt zu überzeugen. Jons Ausdrucksweise ist geschliffener, während Stannis sich kein Blatt vor dem Mund nimmt und seine Art zum Sprechen ist im besten Fall schnoddrig und im schlechtesten Fall einfach nur grob. Beide scheinen sich zumindest zu respektieren, mögen wäre aus meiner Sicht vielleicht etwas zu viel um dieses Verhältnis zu beschreiben. Ich hab bisschen den Verdacht, dass nach Ned und Jeor Mormont jetzt Stannis als Art Vaterfigur für Jon dient und Stannis scheint Jon ebenfalls zu respektieren. Auch wenn er es lieber hätte, dass Jon sein Angebot angenommen hätte, denke ich hat Stannis im Geheimen gerade dafür enormen Respekt, da Jons Pflichtgefühl gegenüber der Nachtwache größer ist als der Wunsch Lord von Winterfell zu werden. Es wird oft gesagt, dass die Sturheit von Stannis oft über den Punkt der Weisheit hinausgeht, allerdings mit den richtigen Argumenten und einer ehrlichen Debatte kann man ihn wohl zum Umdenken bringen.Melisandre reflektiert in ihrem Kapitel Ähnlichkeiten zwischen den beiden – das misstrauische und skeptische Wesen, ein hohes Maß an Ehrgefühl und Pflicht. Ich würde auch eine große Portion an Zielstrebigkeit, Idealismus, Sturheit und Intelligenz hinzufügen. Beide legen bei ihren Beratern mehr Wert auf deren Wissen und Leistung, als auf Rang und Namen. Stannis vertraut auf die Hexe Melisandre und den ehemaligen Schmuggler Davos, Jon auf seinen schwächlichen dicken Freund Sam und später auf einen Wildling wie Leathers.

    "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner

    Einmal editiert, zuletzt von crannogwoman ()

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