Episode 5x10 - Mother's Mercy

  • Ich fand sein Verhalten alles andere als glaubwürdig.


    Stannis ist 3 Seasons lang der bärbeißige Typ, der um jeden Preis sein Ziel erreichen will.


    Dann ist er eine halbe Season lang der Hardliner mit goldenem Herz und liebender Dad, nur um innerhalb von 5 Minuten eine 180Grad-Wendung zu machen und seine Tochter zu verbrennen. Und in der nächsten Folge bricht innerhalb von 2 Minuten sein ganzes Heer auseinander, Selyse stirbt und Mel flieht. Und was macht Stannis, einer der besten Generäle von Westeros? Er denkt sich "fuck it" und verliert.


    Man hat also einen Character-Arc, der 3,5-Seasons lang war innerhalb von 2 Folgen zu einem völlig überhetzten Ende gebracht, welches 2 Folgen zuvor noch völlig unmöglich gewesen wäre. Ich fands nicht gut. Robbs, Tywins, Neds, ja sogar Jons Untergang wurden wesentlich besser vorbereitet.

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  • Die gesamte Fahrt seiner Figur ist sicherlich fragwürdig aber gerade nachem seine Frau sich getötet hat und Mel ihn verlassen hat hat er für mich sehr glaubwürdig gehandelt. Menschn, die jahrelang an etwas glaube und plötzlich alles an einem Schlag verlieren handeln "unlogisch". Selbst der weiseste Mensch der immer besonnen reagiert, verliert irgendwann seinen Pfad. Das war doch grad der Witz in dieser Situation. Und als er auch noch beim Kampf feststellen musste, das keine Strtegie mehr möglich ist, da er direkt angegriffen wurde, reagiert er in einer Kurzschlussreaktion. Er hatte gar keine Option mehr als sein Schwert zu zücken. Das ganze Haus ist über ihn eingebrochen. Daher war alles, was im Wald passiert ist und wie er selbst reagierte, als er von Brienne sagen hörte, Renley sei der rechtmässigen Erben, war absolut schlüssig. Er hat sich aufgegeben und jedweder Widerspruch wäre selbst für ihn einfach lächerlich. Hat mich an Lockes "I was wrong" erinnert. Er hat seine ganzen Träume, Wünsche, Ziele und sein gesamtes Schicksal auf Mels Versprechungen aufgebaut und musste nun vorm Angesicht seines Vollstreckers eingestehen, das alles für die Katz war. Umso schlimmer, auch noch seine Tochter für ein falschen Versprechen geopfert zu haben. und gar diese Erkenntnis wurde vom Schauspieler im Moment gut verkörpert. Das Ende fand ich sehr gelungen, auch wenn durch die Hast, wie die Serie einige Wendepunkte seines Daseins (leider) beschleunigt hat, war dieser Moment seiner vernichtenden Erkenntnis glaubhaft.

  • Sinnvoll wäre es gewesen, wenn Stannis' Triumph an der Mauer und sein anschließender Untergang ein großes Thema der ganzen Staffel gewesen wäre.


    War es aber nicht. Stannis lief 8 Folgen lang nebenher um dann wegen einer Lapalie durchzudrehen (Vorräte weg, genug Pferde für die halbe Armee gab es aber offenbar noch) und innerhalb von 2 Folgen sein Haus zu Grunde zu richten und selber zu sterben.


    Das traurige ist vor allem, dass der "Stannis an der Mauer"-Part sogar ziemlich gut umgesetzt wurde. Nur dann gings rapide bergab.

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  • Na ja, nach dem er alles verloren und den Glauben an sich für den fatalsten Fehler anerkennen muss, und das alles innerhalb kürzester Zeit, wäre alles andere meiner Meinung nach weniger glaubwürdig als sein Verhalten verwundet am Baum.


    Das hätte einen Comic Relief Charakter gehabt, worüber sich andere womöglich dann wieder aufgeregt hätten.


  • Es sagten auch alle das Bran nicht zurückkehrt in Staffel 5 und soweit ich das beurteilen kann: Wir haben ihn nicht gesehen, oder? Aber wie wir alle übereinstimmend sagen können: Bran ist ein zu wichtiger Charakter um ihn aus dem Lied zu schmeißen, er wird eine sehr wichtige Rolle als Leibwechsler und Grünseher in der Serie und in den Büchern haben. Weswegen viele vermuten das wir ihn nächste Staffel wiedersehen.


    Also soweit ich das mitbekommen hatte, wurde Brans Story ja nur für eine Staffel ausgesetzt, weil man Ende Staffel 4 ungefähr soweit war wie Bran im Buch. Natürlich hat das die Produzenten bei anderen Charakteren nicht davon abgehalten eine eigene Story weiterzuspinnen (zB Tyrion trifft auf Dany), aber ich denke, dass Brans Geschichte wirklich wichtig ist für das komplette Lied und das wollte man sicher nicht versauen, indem man sich irgendwas ausdenkt. Ich persönlich finde im Buch Brans Story auch mit am spannendsten und ich freue mich darauf, zu sehen wie es weitergeht- denke nämlich, dass wir ihn in Staffel 6 wiedersehen. :)


    Ich fand das Finale insgesamt nicht mal so schlecht, aber Tyene Sand finde ich einfach furchtbar... "You want a good girl, but you need a bad pussy" Ich meine, ernsthaft???

  • Sinnvoll wäre es gewesen, wenn Stannis' Triumph an der Mauer und sein anschließender Untergang ein großes Thema der ganzen Staffel gewesen wäre.


    War es aber nicht. Stannis lief 8 Folgen lang nebenher um dann wegen einer Lapalie durchzudrehen (Vorräte weg, genug Pferde für die halbe Armee gab es aber offenbar noch) und innerhalb von 2 Folgen sein Haus zu Grunde zu richten und selber zu sterben.


    Das traurige ist vor allem, dass der "Stannis an der Mauer"-Part sogar ziemlich gut umgesetzt wurde. Nur dann gings rapide bergab.


    Was ich sagen will ist, das sein Verhalten in der letzten Folge für mich mehr als Gelungen und glaubhaft war. Ich glaube sogar, das man nicht mehr als zwei Folgen gebraucht hätte, um seinen krassen Absturz zu zeigen. Was den Rest betrifft, gebe ich dir hingegen recht. Dadurch wird auch deutlich, das man locker zwei Staffel aus allem hätte produzieren können oder zumindest 15 Folgen. Gerade die Figur Stannis hätte enormes Potential gehabt, viel mehr Raum einzunehmen um seinen grossen Fall viel dramatischer vorzubereiten. Und die fünfte Staffel hätte eine ruhige und inzensive werden können mit Liebe zum Detail. Meiner Meinung nach haben ruhige, aber gut geschriebene Folgen, auch gut gewirkt. Da wurde viel verschenkt. Davon abgesehen denke ich trotzdem, die letzte Folge hat es gut hinbekommen, was Stannis angeht. Aber ja, vielleicht hast du Recht, man muss es im ganzen betrachten und da wurde nicht genug Vorarbeit geleistet. Ich denke d&d verlieren sich gerade in Efeekthascherei und trauen dem Zuschauer keine Liebe zum Detail zu. Aber wer weiss wie das die Leute sehen, die nur die Serie konsumieren. Vielleicht ist es schwierig, hier im Forum das zu erörtern, weil viele von uns zu sehr das Buch lieben.

  • Erstmal Hallo an alle User!
    Das Finale der Staffel hat uns vorhin doch sehr mitgenommen. So viel Tot und dann hat auch noch kaum Zeit zum Luftholen. Dazu die letzte Szene... puh! Das musste man erstmal verdauen. Echt schade, dass mit Jon einer der (unserer Meinung nach) interessantesten Chars gestorben ist. Wir hatten ja gedacht, dass seine Abstammung nochmal in den Vordergrund gerückt wird (gegen Ende der Serie) und sich einiges Aufklärt. So verläuft sich das Thema wohl im Sand.
    Apropos Sand: bisher fand ich den Dorne-Part ja enorm misslungen, die letzte Szene hatte aber was. Jetzt kommt Jaime mit Myrcellas Leiche zurück nach Königsmund. Auch harter Tobak! Mittlerweile kommt ja fast Mitleid für die Lannisters auf. Aber das wird sich sicher in der kommenden Staffel ändern, wenn Cersei zurückschlägt. Ich denke, das kommt was auf uns zu.

  • @ Tinuviel


    Bei Tyene Sand stimme ich dir voll ung ganz zu!!! Bei dem Zitat musste ich sofort an Catwoman aus der 1960er Batman TV-Serie denken. Generell finde ich es schon fast widerlich wie penetrant sich dieses jungen Mädchen einem so reifen Mann anbietet. Ich meine der Schauspieler von Bron ist 52 und Tyenes Schauspielerin gerade einmal 19!!! Ist eigentlich bekannt wie alt Tyene in den Büchern sein soll?
    Insgesamt finde ich aber alle Sandschlangen sehr "oldschool" und überhaupt nicht zeitgemäß. Die Szene wie sie zu dritt auf dem Steg stehen, hat mich irgendwie schon fast an den Stil von Quentin Tarantino erinnert. Hätte auch eine Hommage an ältere Filme sein können. Wenn man das ganze aber mit etwas Abstand betrachtet, ist es eigentlich ganz witzig.
    Sehr trashig und locker, aber leider irgendwie ein kompletter Stilbruch zu den anderen sehr realitischen Charakteren

    There is no justice in the world. Not unless we make it.


  • Bin neu hier und das ist mein erster Beitrag in diesem Forum, aber dein Schreiben bezüglich dieser Folge lässt mich darauf schließen, dass du ein Stannis-Fan bist und seine Darstellung in der 5. Staffel dir gegen den Strich geht. Mir ganz genauso, wie du an meinem Profilbild erkennen kannst ;)


    Ich habe die ersten drei Staffeln gesehen, ohne jemals die Bücher gelesen zu haben und hielt sofort zu Stannis. Danach las ich alle Bücher und fand den Charakter dort noch viel stärker. Natürlich kann man nicht alles in der Serie genau umsetzen wie geschrieben, aber ich werde alle Staffel zusammen nicht den Verdacht los, nach dem Sehen der katastrophalen 5. Staffel darin noch mehr als bestärkt, dass die Produzenten der Serie Stannis irgendwie schnell und unbedingt loswerden wollten. Wie von dir richtig beschrieben ist sein Verhalten in der gesamten 5. Staffel mit dem Highlight in dieser Folge und der vorherigen Folge völlig unglaubwürdig und wirkt als Endresultat wie "dahingeschissen" (nicht die Schlacht, sondern das Vorgehen des Charakters). Selbst wenn wir von seiner Persönlichkeit und Seelenleben kurz wegsehen und auf seine herausragenden Fähigkeiten, sein militärisches Wissen und Talent als Feldherr, schauen, kommen wir nur zu dem Schluss, das auch diesbezüglich der Charakter völlig verhunzt wurde. Der, nicht nur laut Kleinfinger, begabteste Feldherr in Westeros mutiert innerhalb von nicht mal 2 Folgen zu einem auf diesem Gebiet kompletten Idioten. Der Blödsinn fing aber schon weit vorher in dieser Staffel an: Stannis sagt zu Jon, er braucht für die Einnahme von Winterfell mehr Männer, weswegen er die Wildlinge rekrutieren will. Das geht schief, aber es heißt dann trotzdem, wir marschieren auf Winterfell (aha, dann wohl in eine Niederlage, wenn man jetzt etwas versucht, was aufgrund der zu geringen Anzahl der eigenen Männer nicht klappen kann...). Die Liste von diesem Unsinn kann man die ganze Staffel bin in den zweistelligen Bereich weiterführen. Das absolute Highlight war dann in der Folge, neben den ganzen anderen unlogischen Quatsch (geringe Entfernung zu Winterfell, Schnee derart geschmolzen, dass die Reiterei eingesetzt werden kann und plötzlich scheinbar ohne jeglichen eigenen Tross), dass ein "so großer Feldherr" mit einer zahlenmäßig weit unterlegenen Armee mit schlechter Moral einen "Belagerungsring" um eine der größten Burgen von Westeros ohne jegliche Belagerungsgeräte aufbauen will.


    "Ein guter Feldherr weiß nicht nur wie man siegt, er weiß auch, wann ein Sieg unmöglich ist."


    Das weder er noch seine gesamte "Armee" zuvor gesehen hat, dass tausende feindliche Reiter derart in der Nähe sind, ist natürlich auch zum Schießen. Wir haben also einen Feldherrn, der am Schwarzwasser vernichtend geschlagen wurde, eine undisziplinierte Wildlingsarmee mit (vom Gold der eisernen Bank) besten ausgerüsteten Armee und Reiterei geschlagen hat und dann vor Winterfell erneut vernichtend geschlagen wurde und es nicht einmal zu einer Belagerung der Burg geschafft hat. Das man mit 6.-8.000 Mann Reiterei Wildlinge ohne jegliche taktische und explizierte Disziplin mit einem zweifachen Flankenangriff in die Flucht schlägt, kann man ja durchaus auch erwarten. Langer Text, kurzer Sinn: Vom brillianten Feldherrn Stannis Baratheon war nie etwas zu sehen, was tödlich für diesen Charakter ist/war. (Falls du jetzt wunderst, warum ich mich bei den militärischen Gegebenheiten derart positioniere: Nein, habe natürlich keine praktische Erfahrung in solchen Dingen, ZUM GLÜCK!, aber theoretisch mich mehrere Jahre ausführlich mit der Kriegskunst befasst, weswegen manche Dinge einem dann sofort übel aufstoßen)


    Wahrhaft vernichtet wurde der Charakter aber in der 9. Folge, in der er durch eine Entscheidung zu DEM Verbrecher und Schwein der Serie mutiert. Seine eigene kleine Tochter bei lebendigem Leibe verbrennen lassen, hat man sowas schon mal gehört oder gesehen? Die eigene kleine Tochter? Dies hat mit dem Buch - Stannis nichts zu tun, da seine gesamte Familie gar nicht da ist und eine solche Tat vom Buch - Stannis undenkbar wäre. Es fügt sich auch nicht in Reihe mit Renly usw.. Denn Renly war sein jüngerer Bruder, der ihn verraten hat. Wer wahrhaft von einem engen Vertrauten oder Familienmitglied "verraten" wurde weiß, wie schlimm dieses Gefühl sein muss, auch wenn seine Beziehung zu ihm nicht gut war. Und er hat ihn schnell erdolchen lassen, was weder toll noch herrlich ist, aber doch eine ganz andere Liga als seine eigene kleine Tochter, seine Erbin, die ihm immer helfen wollte, lebendig verbrennen zu lassen. Auch sein Fanatismus in der Serie ist lachhaft, wenn man diesen Charakter im Buch kennengelernt hat. Mit der Beendigung der Glaubwürdigkeit und des Lebens (so scheint es) des Charakters Stannis in der 9. und 10. Folge ist die Serie auch leider tot für mich.

    2 Mal editiert, zuletzt von Anetheron ()

  • Was ich mir vorstellen könnte wäre, dass durch den Cut bei Stannis ein zweiter "Cliffhanger" wie der von Jon geschaffen wird, um in der nächsten Staffel den Tod von Stannis zu präsentieren und dem Zuschauer die Sicherheit zu nehmen, dass ein Cut automatisch das Überleben sichert. Damit wäre Spannung für die Szene von Jon geschaffen, um ihn dann doch wiederkehren zu lassen. Mir fällt auch kein toller Zweck mehr ein, den Stannis erfüllen könnte. Er wird wohl kaum eine andere Rollen spielen wollen als den Thronanwärter, er würde niemals jemand anderen unterstützen.

  • Ich muss sagen, ich war wirklich schockiert von dem Finale. An sich gucke ich die Serie gerne, ich mag Fantasy, ich mag das Epos, den ganzen Background, den ich aus den Büchern kenne. Ich mag es mir die Adaptionen anzugucken, habe auch kein Problem mit "die Serie macht ihr eigenes Ding". Find ich eigentlich auch sehr spannend und irgendwie einzigartig.


    Staffel 5 war schwach, Folge 8 und 9 haben es aber so dermaßen rausgerissen, dass ich mich auch sehr auf das Finale freute. Zu unrecht. Ich habe tatsächlich alle paar Minuten den Kopf geschüttelt, weil ich nicht glauben konnte, was da passierte...


    Stannis stirbt. Fast scheint es, als müssten Shireen und Selyse vorher unbedingt sterben, damit die ganze Sippe am Ende ausgelöscht ist. Also nur ein notwendiges Übel, hängen wir die Alte noch mal am Baum auf, dann haben wir das alles gleich auf einmal abgehakt. Aber diese Schlacht: war soo unspektakulär. Er hat seine Tochter verbrannt, verdammt. Und dann wird sein Untergang, alles woran er glaubte, nach 3 Minuten Screentime abgeschlossen. Dass Brienne da schnell noch um die Ecke kommt und ihre Rache bekommt, ist mehr als albern.


    Der Sprung von Theon und Sansa war es auch. Miranda stirbt aus einer geringeren Höhe und die sollen sanft in einer Schneewattewolke landen oder was?


    Dorne: überraschend dass Myrcella stirbt, albern wieder dass sie direkt davor noch ihren Frieden mit ihrem Papa schließt.


    Überhaupt die ganze Folge war sowas von dermaßen konstruiert und gestaucht. Einzig für den Walk hat man sich Zeit genommen. Der war natürlich gut, ich hatte Mitleid mit Cersei.


    Arya: Die Szene widerte mich an. Nicht, weil Arya so ne Killer-Assassine wird. Ne, sondern weil ich sowas mir einfach nicht angucken will (ähnlich wie bei Oberyn damals). Das ist einfach zu doll, aber man lernt wegzugucken bei der Serie.


    Der Dany Plot war genau genommen ziemlich langweilig. Schön, dass Varys auftaucht. Tyrion wird sich auch freuen.


    Achja, zum Schluss muss Jon noch sein Ende finden, das geht auch viel zu schnell. Und warum sollten die Brüder sich denn bitte erst jetzt zu diesem Schritt entschließen. Ich muss allerdings sagen, dass ich nicht denke, dass es Zufall ist, dass Mel kurz vorher noch dort aufgetaucht ist, auch wenn sie erstmal ganz schön durch den Wind wirkte. Man hätte sie auch einfach in der Schlacht sterben lassen können, aber sie scheint wohl noch ne Rolle im späteren Verlauf zu spielen.


    Wow, was für ein Finale. Es lässt mich nicht unbedingt positiv gestimmt auf die nächste Staffel blicken.

  • @ Anetheron


    Du fasst die ganzen Logiklöcher noch einmal gut zusammen. Ich persönlich bin kein großer Stannis-Fan und hätte sogar mit den vielen Änderung seines Charakters leben können. Allerdings ist der Serien-Stannis sogar vollkommen widersprüchlich und unlogisch, wenn man ihn unabhängig von der Buchvorlage betrachtet. Und genaus das stört mich auch extrem. Hier kann ich die Serienmacher überhaupt nicht verstehen. Warum erwähnt man seine großartigen Fähigkeiten als Heerführer überhaupt, wenn er sich bei jeder Schlacht nur furchtbar blamiert? Dasselbe gilt für den ganzen Sansa-Strang. Warum lässt man sie überhaupt wissen, dass Roose der Mörder ihres Bruders ist? Sie hätte Ramsay auch einfach heiraten können, weil seine Familie Winterfell hält und sie ihrer Heimat wieder nahe sein will. Das wäre doch Motivation genug gewesen. Sie hätte ja lediglich wissen können, dass Roose ein Feldherr ihres Bruders war, der nach dem Tod von Robb zu den Lannistern übergelaufen ist. Aber nein sie heiratet in der Serie bewusst den Sohn des Mörders ihrers Bruders und das aus einem lächerlichen Rachemotiv heraus. Das schlimmste ist, dass diese Rache überhaupt nicht greifbar ist! Sie versucht ja noch nichteinmal Rache zu nehmen!!! Ich verstehe bis heute nicht, was man sich dabei gedacht hat. Ganz zu schweigen davon, dass ich auch nicht weiß, woher Sansa überhaupt wissen soll, wer Robb ermordet hat. Ich glaube kaum, dass Roose so dumm ist und seine Tat ihm gesamten Reich verbreitet. Weiß in der Buchvorlage auch das gesamt Reich wer Robb ermordet hat? Kann mich daran nicht mehr erinnern....


    Ich verstehe auch nicht, was Podrick überhaupt während dem Finale macht!!! Wo ist der Kerl bitte!!! Wenn Brienne schon ihren heiligen Eid bricht, hätte Pod ja wenigstens den Turm bewachen können. Wäre für ihn wohl sicherer gewesen und auch wesentlich sinnvoller. Finde es auch sehr komisch, dass die beiden dann am Schluss getrennt sind. Wo hat sie ihn nur gelassen

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  • Mit etwas Abstand kann ich der Folge mehr abgewinnen, als ich zunächst dachte. Dennoch habe ich mehr erwartet und ich stimme dem Großteil hier zu, dass Staffel 5 eine der schwächeren (vielleicht die Schwächste) Staffeln war.


    Aber ich fange mal vorne an.
    Stannis:
    Da musste ich wirklich schlucken, da Stannis zu meinen Lieblings-Figuren zählte und ich den Tod seiner Tochter nur akzeptieren konnte, da es wie die einzige Möglichkeit aussah, den Norden zu erobern. Dass dann seine Männer desertieren, seine Frau sich erhängt und mit Melisandre auch noch seine "letzte Machtquelle" verschwindet... Das war nach dem Opfer schon hart. Der Meinung eines Users hier kann ich aber nur zustimmen: Der Marsch nach Winterfell in Unterzahl, ohne Belagerungswaffen etc. ist wirklich nur noch ein Mann, der nicht aufgeben will und auch verzweifelt ist, da die Niederlage im Grunde feststeht. Sein Land hat er wohl nicht mehr, den roten Gott hat er nicht mehr, eine Familie hat er nicht mehr und wenn er flieht wird er wahrscheinlich noch mehr Soldaten verlieren. Als genau diese Verzweiflung empfand ich auch das Ziehen seines Schwertes. Er weiß, dass er verloren hat, aber er kann weder Niederlagen eingestehen noch bleibt ihm irgendeine Wahl.


    Brienne als diejenige, die das Todesurteil fällt und durchführt, finde ich überflüssig und der Serie nicht angemessen. So ein Hollywood-Rache-Ende hätte nicht sein müssen. Ich bin mit Renly auch nie wirklich warm geworden, daher empfand ich auch keinerlei Genugtuung bei Stannis' Tod. Das hätte man sich definitiv sparen können.



    Cersei:
    Der Walk of Shame war überragend. Die Atmosphäre und Lena Headeys schauspielerische Leistung einfach packend. "Der Berg" wirkt eindrucksvoll und bedrohlich, in Staffel 6 ist sein blaues Gesicht aber hoffentlich nicht mehr so auffällig. Alles in allem eine der besten Szenen der ganzen Staffel und natürlich die beste Szene der Folge.


    Dorne:
    Enttäuschend, mal wieder. Mit den Sandschlangen kann ich weiterhin nichts anfangen. Doran ist wieder zu wenig zu sehen.
    Den Mord an Myrcella kann ich dagegen ein bisschen nachvollziehen, auch wenn ich es sehr rücksichtslos finde. So wie ich das verstanden habe wollen sowohl Ellaria als auch die Sandschlangen unbedingt Rache an den Lannister und dass Dorne sich offen gegen diese bekennt. Myrcella ist jetzt tot und es ist mehr als wahrscheinlich, dass entweder Jaime oder (wahrscheinlicher) Cersei Trystan als Geisel nehmen und Doran dadurch zum Handeln gezwungen ist. Jedenfalls habe ich die Hoffnung, Doran in Staffel 6 dadurch noch öfter zu sehen. Dass Ellaria dafür jedoch Trystan quasi opfert finde ich heftig und wenig nachvollziehbar.


    Mauer:
    War irgendwie zu erwarten. Ich hatte mich sowieso gewundert, dass Jon so lange überlebt. So ein naives und teilweise zu ehrenhaftes Verhalten wird normalerweise doch sehr schnell bestraft. Ich bin mit Jon auch nie warm geworden, fand seine Handlungsstränge durch die Weißen Wanderer aber immer höchst interessant. Da bin ich jetzt einfach mal gespannt, wie genau es jetzt weitergeht an der Mauer. Die Reaktionen der Wildlinge sind mit Sicherheit interessant.


    Meeren:
    Etwas besonderes waren die Szenen in Meeren ja nicht gerade, sie machen aber Lust auf Staffel 6. Tyrion und Varys versprechen einige sehr gute Dialoge und zumindest für mich einen hoch interessanten Handlungsstrang in Meeren. Jorah und Daario werden wohl ähnlich wie Bronn und Jaime abgehandelt. Einige Dialoge, in denen ihre unterschiedlichen Sichtweisen auf die Welt aufeinander prallen und ein paar Kämpfe. So ein Duo scheint es in jeder Staffel geben zu müssen (Jaime/Brienne, Sandor/Arya, Bronn/Jaime...).


    Dany:
    Kurz hatte ich Angst, Dany hätte Drogon bereits im Griff und könne bestimmen, wohin die Reise geht. Dass Drogon dann doch macht was er will hat mich zum Glück dahingehend beruhigt. Die Dothraki-Horde sah sehr beeindruckend aus und ich bin wirklich gespannt, wie Dany aus der Nummer rauskommen will. Gegen so viele Männer kann selbst Drogon nichts ausrichten und es wirkt auch nicht so, als wolle er das zur Zeit.


    Sansa:
    Für mich noch vor Dorne die Enttäuschung der Folge. Zu Beginn war ich noch begeistert, dass Theon jetzt endlich wieder Mut zeigt. Aber die ganze Szene mit dem Sprung war schlecht gemacht. Sollte da unten wirklich ein großer Schneehaufen sein, hat man das sehr schlecht umgesetzt. Für mich sah das einfach nur nach einer verdammt hohen Mauer und verdammt hartem Boden aus. Bis ich hier im Forum gelesen habe, war ich auch der Meinung, Sansa und Theon seien definitiv tot. Egal, wie sie das auflösen (ob sie durch einen Schneehaufen überleben oder wirklich tot sind), das war eine miese Szene, die mir wirklich überhaupt gar nicht gefallen hat.




    Mein Fazit zur Staffel ist:
    Es gab einige Folgen, die mich wirklich mitreißen konnten und nach denen ich das selbe Gefühl hatte, wie größtenteils in den ersten 4 Staffeln nach (fast) jeder Folge -> Dass ich eine sehr gute Serie gucke.
    Einzelne Szenen zum hervorheben wären da wohl definitiv Hardhome, der Walk of Shame, Ser Barristan in Aktion zu sehen (auch wenn sein Tod nicht hätte sein müssen), Drogon in der Arena, Janos Slynt Hinrichtung, Tyrions und Danys Unterhaltung, Jons "Gnade" für Mance, Stannis emotionales Gespräch mit seiner Tochter und noch einige mehr, die mir auf Anhieb nicht einfallen.
    Allerdings hatte diese Staffel deutlich mehr Szenen als die letzten Staffeln, die mir absolut nicht gefallen, z.B. Alle Szenen der Sandschlangen, Fast alle Brienne-Szenen, Sansas und Theons Sprung, die Wahl zum Lord-Kommandanten der Nachtwache, Petyr Bealishs Pläne im Allgemeinen sagen mir auch nicht so zu, bzw. sie kommen mir (vielleicht noch) nicht so durchdacht vor, das Vorgeplänkel an dem Mini-Kampfplatz in Meeren und noch einige weitere.


    Im Großen und Ganzen immer noch eine gute Staffel in meinen Augen. Staffel 6 sollte aber wieder eine Steigerung werden, da viele Szenen doch sehr gehetzt wirken und einige Logikfehler stören.

  • Ich fande die letzte Folge eigentlich gar nicht so schlimm, wie viele hier. Das ganze hätte bloß über 2 Folgen gestreckt werden müssen. Ganz ehrlich, am Anfang der Staffel war ich wirklich ein wenig gelangweilt. Ab den Folgen 6, 7 ging es in meinen Augen richtig los. Hätte man hier und da mal was gekürzt (zB Dorne-Parts), sodass die Story von Epsiode 10 über 2 Folgen hätte gezeigt werden können, wäre ich sehr zufrieden gewesen.
    Die Schlacht um Winterfell? Cut! Auf die Schlacht hatte ich mich richtig gefreut. Zu meinen Kumpels habe ich im Vorfeld noch gesagt, dass man da doch auch mal ne ganze Episode draus machen könnte, wie damals der Angriff auf die Mauer. Stattdessen gibts nen dicken Cut und alles ist vorbei. Ebenso bei Jon und Arya. Das ging alles so schnell, dass einem kaum Zeit zum Luftholen blieb.


  • Das Stannis Aufarbeitung in der Staffel schlecht war: Ja, kann ich dazu erneut sagen. Das aber sein Untergang so schnell ging und sein Tod mit dem Tod eines normalen Soldaten hingegen gleichgesetzt wurde (durch den Cut) finde ich fantastisch. Es zeigt die Sinnlosigkeit, die in so einem Krieg vorkommt. Denn auch da sterben sinnlos Menschn. Diese Entscheidung lässt die Wahrhaftigkeit und eben Sinnlosigkeit wiederspiegeln und unterstreicht viel deutlicher den Untergang, da er nicht nur inhaltlich sonder auch rhytmisch gut dargestellt wurde. Ein meiner Meinung nach gelungener Kunstgriff. Der Sprung von Winterfells Burgmauer ist aber demnach eine Kritik an GRRM, oder?

  • Im Buch springen sie 12 Meter tief auf eine 12 Meter tiefe Schneedecke.


    In der Serie 50 Meter auf ein bisschen Schnee.

    Dieser Beitrag wurde bereits 17 mal editiert, zuletzt von "Ser Twenty of House Goodmen" (Vor einem Moment)

  • Im Grunde schon. Der Irrsinn wird nur in der Serie, wenn man es so vor Augen hat umso deutlicher. Und natürlich durch den Kontrast zu dem Sturz von Miranda..

  • @Faulpelz


    wie kommst du drauf das das 50 Meter sein sollen? für mich sah das nach etwa max 15Metern aus. Bei der Schneedecke muss ich dir Recht geben, die sah wirklich sehr nieder aus

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