Ich hab jetzt endlich The Last Kingdom fertig gelesen. Es stimmt wirklich, Cornwell kann Schlachten super beschreiben. Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen, aber stellenweise liest es sich einfach nur wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen, literarisch manchmal ziemlich platt. Ich würde es trotzdem weiterempfehlen, es spricht ja nichts dagegen, wenn man zwischendurch auch noch was anderes liest.
Was lest ihr gerade oder wollt ihr lesen?
-
-
Ich hänge seit längerer Zeit am ersten Buch von Eriksons "Spiel der Götter" (Malazan Book of the Fallen), das mir mal uneingeschränkt empfohlen wurde. Ich werde allerdings überhaupt nicht warm damit. Leider kann ich Bücher die ich einmal angefangen habe nicht unbeendet beiseite packen und hoffe mich in nächster Zeit durchgequält zu haben...
-
Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen, aber stellenweise liest es sich einfach nur wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen, literarisch manchmal ziemlich platt.
Ja so habe ich das Buch auch empfunden. Besonders wenn man die Fortsetzungen liest. Für mich haben sich in den Büchern zuviele Handlungen wiederholt und für mich war keine wirklich langfristige Charakterentwicklung zu sehen. Bin dann irgendwann ausgestiegen.
-
@Fluffy_Owl
Ich bin doch nicht allein.
Das erste Buch fand ich aber durchaus okay. Nichts weltbewegendes, hatte aber Potential. Mit dem zweiten (deutsch Bände 3 und 4) gings dann steil bergab.
Ich glaube die entscheidende Frage bei der Reihe ist, ob man sich für den WB begeistern kann, und ob man auf Hard Magic steht. War (bzw. ist) bei mir beides nicht der Fall. Ich würde sie nicht (uneingeschränkt) weiterempfehlen, aber auch niemandem dringlich davon abraten. Geschmackssache. -
Ich hab jetzt endlich The Last Kingdom fertig gelesen. Es stimmt wirklich, Cornwell kann Schlachten super beschreiben. Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen, aber stellenweise liest es sich einfach nur wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen, literarisch manchmal ziemlich platt.
Ich hatte von ihm letztens "Das Zeichen des Sieges" gelesen, es geht um die Schlacht von Azincourt, und war sehr begeistert davon. Historisch sehr interessant und spannend geschrieben, der erste der es geschafft hat das ich die Schlacht nicht über blättert hab und auch die Hauptfigur fand ich gut.
Werde auf jeden Fall noch mehr von ihm lesen.Immo bin ich beim ersten Roman der Hexer-Reihe. Das lag jetzt schon länger anklagend neben meinem Bett, aber ich war einfach nicht so in Fantasy Stimmung. Genau wie die Kurzgeschichten liebe ich es. Weiß garnicht warum ich das so lange aufgeschoben hab.
-
(Complete) Poetry of Rudyard Kipling.
Eigentlich tragisch, dass er irgendwie nur auf Grund des Dschungelbuchs in der Disney-Version im kollektiven Gedächtnis hängen bleibt.
Das ist als würde man Andersen an Arielle messen.
-
Ich hab jetzt endlich The Last Kingdom fertig gelesen. Es stimmt wirklich, Cornwell kann Schlachten super beschreiben. Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen, aber stellenweise liest es sich einfach nur wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen, literarisch manchmal ziemlich platt. Ich würde es trotzdem weiterempfehlen, es spricht ja nichts dagegen, wenn man zwischendurch auch noch was anderes liest.
Mir ging es mit dem Buch genau so. Den zweiten Teil werde ich aber bestimmt auch bald noch lesen.
Passenderweise habe ich gestern den zweiten Teil der "Spiel der Götter" begonnen. Wie beim ersten Teil fällt es mir schwer in die Geschichte hineinzufinden, allerdings hat es sich beim ersten Band durchaus ausgezahlt duchzuhalten. Deswegen hoffe ich, dass es auch dieses Mal der Fall sein wird.
-
Höre gerade noch den zweiten outlander Teil ("die gestohlene Zeit" ,danach ist erstmal wieder schluß mit der serie da der dritte teil noch nicht ungekürzt rausgekommen ist) und überlege schon was danach dran kommt. Doch die heckenritter auf deutsch hören oder irgendwan auf englisch lesen ? (derzeit zu wenig Zeit und Muße für so ne englische Lektüre)
-
(Complete) Poetry of Rudyard Kipling.
Eigentlich tragisch, dass er irgendwie nur auf Grund des Dschungelbuchs in der Disney-Version im kollektiven Gedächtnis hängen bleibt.
Das ist als würde man Andersen an Arielle messen.
Das ist wahr. Kipling hat da doch wesentlich mehr zu bieten.
-
Danke Beren, ich werde nach dem ersten Teil wohl erstmal die Finger davon lassen

Hab da noch ein paar Sandersons die gelesen werden wollen....
-
Eigentlich tragisch, dass er irgendwie nur auf Grund des Dschungelbuchs in der Disney-Version im kollektiven Gedächtnis hängen bleibt.
Das ist als würde man Andersen an Arielle messen.
Kennst du Stalky und Co.?
Hat mir damals auch sehr gut gefallen, ist aber schon etwas länger her. -
Leider nur das zugehörige Gedicht. Nachdem ich die Novellen im (Re-)read ohnehin anschließen wollte, nehme ich die aber gerne gleich mit.

-
Sind auch wirklich sehr schöne Internats-Geschichten, wenn auch ungewöhnlich hart und brutal für unseren Begriff eines Jugendbuchs.
Ich denke aber dies entspricht durchaus der historischen Realität und macht auch einen Teil der Spannung aus.Nach allem was ich von einem meiner Freunde gehörte habe, der ein solches Austausch-Jahr hinter sich hatte, haben sich die englischen Internate übrigens nicht soo stark verändert, wie man es gern glauben möchte.
-
Das glaube ich auch. Ich hatte aus Interesse relativ viele Artikel dazu gelesen, als The Riot Club in die Kinos kam. Darin kam anhand von Erfahrungsberichten von Schülern sehr ausdrücklich zur Geltung, dass man an britischen Eliteinternaten per Geburt zu bestimmten Kreisen gehört - oder eben nicht - und damit hat es sich dann recht endgültig. Entsprechend rau und rückständig ist dann der Umgang mit Anderen, beziehungsweise den unter ihren jeweiligen Glasdeckeln steckenden Miniatur-Gesellschaftsschichten. Da hilft auch kein Stipendium der Welt.

-
Ich habe gerade "Der Steppenwolf" von Hermann Hesse gelesen. Kennt das jemand?
Es geht um Harry Haller (alter ego des Autors), einen Mann von beinahe 50 Jahren, dessen Frau ihn verlassen hat und dessen gesamtes Familienleben zusammengebrochen ist, sodass er jetzt alleine in einer kleinen Wohnung in Zürich lebt.
Harry ist innerlich zerrissener Mensch, in dessen Herzen zwei Seelen um die Vorrherschaft balgen: Der Mensch und der (Steppen-)Wolf.
Letzterer steht für seine wilde, etwas nihilistische, aber auch sozial- und kulturkritische Seite, während letztere die Überreste des Bürgertums (das er jedoch zu hassen vorgibt) und des Spiessertums, aber auch den Wunsch normal zu sein und zur Gesellschaft zu gehören, symbolisiert. Von Einsamkeit, Schmerzen und Lebensmüdigkeit geplagt, sehnt sich Harry nach dem Selbstmord durch die Rasierklinge und schämt sich ab seiner eigenen Feigheit, seines Willens zum Leben, die ihn davon abhält.
Er vertieft sich in die Werke von Nietzsche und sucht in den Stücken von Mozart und den Gedichten von Goethe nach unsterblicher Schönheit, verachtet den Alltag und die bürgerlichen Freuden, welche ihm einerseits profan, aber andererseits auch unerreichbar vorkommen. Schliesslich überwindet er sich und macht sich endlich zum Suizid bereit.
Bevor es aber dazu kommt, lernt er eine junge Gelegenheitsprostituierte namens Hermine kennen.
Sie macht sich daran ihm das Leben zu lehren, verlangt dafür aber eine Gegenleistung: Harry soll sie auf ihren Befehl hin töten.Für mich war das Buch tatsächlich eine kleine Offenbarung
Immer wieder habe ich mich dabei ertappt, dass ich mich in Harry und seinen Ansichten buchstäblich wiedergefunden habe, egal ob er über die Natur des Menschen philosophiert, oder sich verzweifelt in die Werke der grossen Denker und Dichter flüchtet.
Auch hat mich sehr beeindruckt, dass der Autor bereits 1927 akribisch genau gesehen hat, wie die weitere Entwicklung in Deutschland verlaufen wird. Natürlich war er nicht der Einzige oder der Erste, der den Krieg damals schon erahnt hat, aber die Sicherheit mit dem er vom kommenden Krieg schreibt, welcher den gewesenen noch übertreffen soll, ist schon interessant.
Nicht so gut gefallen, haben mir die Frauenfiguren. Ich glaube Hesse kann einfach keine realistischen, weiblichen Charaktere erfinden. -
Ja das haben wir in unserem Bücherclub gelesen. Mich hat das Buch auch sehr gepackt und wir hatten noch nie eine so interessante Gesprächsrunde

Wie sieht deine Ausgabe aus?
Für mich war das Buch auch wir eine kleine Offenbarung und ich habe mich auch ziemlich oft mit Harry indetifizieren können. Vorallem der letzte Teil des Buches hat mich sehr beeindruckt.Zitatin einer kleinen Wohnung in Zürich lebt.
Spielt die Geschichte wirklich in Zürich? ist mir gar nicht aufgefallen...ZitatNicht so gut gefallen, haben mir die Frauenfiguren. Ich glaube Hesse kann einfach keine realistischen, weiblichen Charaktere erfinden.
Hm also die einzige Frau die wirklich eine Rolle hat ist Hermine. Sie und Paplo habe ich aber als "Seiten/Gesichter" von Harry selber interpretiert. -
Großartiges Buch. Sehr tiefsinnig und weitblickend. Für meine Freundin übrigens eins ihrer top ten.
-
Ja das haben wir in unserem Bücherclub gelesen. Mich hat das Buch auch sehr gepackt und wir hatten noch nie eine so interessante Gesprächsrunde
Ich und ein paar Freunde haben zwar etwas ähnliches mit Filmen auf die Beine gestellt, in einem richtigen Buch Club wäre ich aber auch recht gerne
Habt ihr den selbst gegründet?Spielt die Geschichte wirklich in Zürich? ist mir gar nicht aufgefallen...
Das Café Odeon und das Gasthaus zum Alten Franziskaner sind beides Zürcher Lokalitäten
Hm also die einzige Frau die wirklich eine Rolle hat ist Hermine. Sie und Paplo habe ich aber als "Seiten/Gesichter" von Harry selber interpretiert.
Maria gibt's auch noch.
Hmm, ich hielt Hermine schon für eine reale Persönlichkeit, jedenfalls zu Beginn.
Später fing Harry dann an mehr und mehr in sie hineinzuinterpretieren und sie zu einem Abbild seiner Selbst zu machen.Jedenfalls störte mich eben auch schon bei "Demian" (hab's aber nie fertig gelesen), dass die Frauen stets eher als Funktionsträger, Symbole, etc. fungieren, während der Protagonist selbst ein richtiger Mensch mit individuellen Charakterzügen zu sein scheint, weshalb die Liebe (oder wie man es nennen will) zwischen ihnen immer irgendwie kalt und unnachvollziehbar für den Leser bleibt.
Ich hätte es schöner gefunden, wenn Hermine ebenfalls etwas menschlicher gewesen wären, anstatt bloss "Urmutter" oder was auch immer Literaturwissenschaftler in sie hineininterpretieren.
Ich weiss nicht, ob ich es richtig in Worte fassen kann, was ich meine...
Das Buch ist aber natürlich trotzdem grossartig.Für meine Freundin übrigens eins ihrer top ten.
Hast du (oder deine Freundin^^) noch andere Hesse-Empfehlungen auf Lager?
Unterm Rad hat mir damals auch recht gut gefallen.Spoiler anzeigen
Wie interpetiert ihr Hermines Tod? War die Tat gerechtfertigt oder etwas Schändliches?
Ist sie überhaupt gestorben oder fand auch ihre Ermordung bloss in der Scheinwelt statt?
Heute morgen habe ich mir übrigens endlich einmal die Zeit genommen, um Kafkas "Die Verwandlung" durchzulesen.
Auch grossartig. -
Zitat
Ich und ein paar Freunde haben zwar etwas ähnliches mit Filmen auf die
Beine gestellt, in einem richtigen Buch Club wäre ich aber auch recht
gerneHabt ihr den selbst gegründet?
Ja. Ich und eine Kollegin haben gemerkt, wie gerne wir eigentlich Bücher haben. Mit ein paar Freunden haben wir dann das erste Treffen gemacht.
Jetzt treffen wir uns ca. 4 mal im Jahr und Besprechen ein Buch und wählen dann ein neues aus. Mittlerweile sind wir schon auf 13 Personen angewachsen
ZitatDas Café Odeon und das Gasthaus zum Alten Franziskaner sind beides Zürcher Lokalitäten
Haha gut die kenne ich nicht, aber Hesse hat ja einige Zeit in der Schweiz gewohnt.ZitatJedenfalls störte mich eben auch schon bei "Demian" (hab's aber nie fertig gelesen), dass die Frauen stets eher als Funktionsträger, Symbole, etc. fungieren, während der Protagonist selbst ein richtiger Mensch mit individuellen Charakterzügen zu sein scheint, weshalb die Liebe (oder wie man es nennen will) zwischen ihnen immer irgendwie kalt und unnachvollziehbar für den Leser bleibt.
Ja du hast Recht. Die Beziehung zu den Frauen ist immer irgendwie etwas "musenhaft".ZitatHast du (oder deine Freundin^^) noch andere Hesse-Empfehlungen auf Lager?
Unterm Rad hat mir damals auch recht gut gefallen.
Siddharta wurde mir wärmstens empfohlen. Leider kam ich noch nicht dazu.Spoiler anzeigen
Wie interpetiert ihr Hermines Tod? War die Tat gerechtfertigt oder etwas Schändliches?
Ist sie überhaupt gestorben oder fand auch ihre Ermordung bloss in der Scheinwelt statt?Spoiler anzeigen
Wie schon gesagt, ich habe Sie als ein Teil seiner selbst intepretiert. Sagt nicht jemand etwas in der Art und Weise, als er Pablo und Hermine umbringt, dass er jetzt "diese Figuren zerstört hat"? Vorher ist ja diese Szene mit dem Schachspiel und mit verschiedenen Figuren/Seiten von Harry, wo er lernt, dass er quasi alle Seiten von sich zusammenarbeiten lassen soll.
ZitatHeute morgen habe ich mir übrigens endlich einmal die Zeit genommen, um Kafkas "Die Verwandlung" durchzulesen.
Auch grossartig.
Lies mal "In der Strafkolonie" von ihm

-
Zitat
Jetzt treffen wir uns ca. 4 mal im Jahr und Besprechen ein Buch undWÄHLEN dann ein neues aus. Mittlerweile sind wir schon auf 13 Personen angewachsen
Das ist eine ziemlich schöne Idee
Wie sieht deine Ausgabe aus?
Mit Hermann Hesse auf dem Titelbild.Spoiler anzeigen
Ja, man kann Hermine schon als Teil seiner Persönlichkeit sehen, auch wenn ich diese Auffassung nicht vollständig teile. Trotzdem bleibt unklar, ob die Tat selbst positiv oder negativ zu werten ist.
Lies mal "In der Strafkolonie" von ihm
Danke, werde ich
Aber ich glaube von Kafka müsste man sowieso jedes einzelne, noch so kleine Fragment lesen, so genial wie der Mann war. -
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!