Die Verdümmlichung unserer Rechtschreibung werde ich allerdings ignorieren.
Wieso machst du sie dann mit? ![]()
Die Verdümmlichung unserer Rechtschreibung werde ich allerdings ignorieren.
Wieso machst du sie dann mit? ![]()
Wieso machst du sie dann mit?
Die Frage, die sich mir eher aufdrängt, ist: Was ist denn an der Rechtschreibreform "Verdümmlichung"?
Die Frage, die sich mir eher aufdrängt, ist: Was ist denn an der Rechtschreibreform "Verdümmlichung"?
Das soll wohl für "Vereinfachung" stehen und eine gewisse Abneigung dagegen ausdrücken, nehme ich mal an.
ZitatDas soll wohl für "Vereinfachung" stehen und eine gewisse Abneigung dagegen ausdrücken, nehme ich mal an.
Ja, aber was ist denn gegen die Vereinfachung (da ja durchaus stattgefunden hat) einzuwenden?
@ Amun-Re
ZitatWahrscheinlich aus dem gleichen Grund, aus dem in deinem "Beispieltext" auch gerne mal ein Komma steht, wo eigentlich ein Punkt hin gehört.
Du meinst wahrsch. folgende Stelle:
Zitat[...] um sich den Film "Im Winde Verweht" anzuschauen, weil anscheinend kein besserer Film läuft, musste er wohl oder übel diesen wählen.
Darüber kann man sich streiten. Meiner Meinung ist sowohl ein Punkt als auch ein Komma legitim. Hier wählte ich das Komma, um mal einen etwas längeren Satz einzubauen.
@ Obrac
ZitatGenerell finde ich das orthografische Niveau im Forum ordentlich, auch wenn natürlich noch Luft nach oben da ist.
Finde es auch erstaunlich hoch, was auch gut ist. Nur ist mir das mit den Kommas allzu oft negativ aufgefallen.
@ Maegwin
Zitatnur tut es mir nicht ganz so leid.
Das dacht' ich mir eh schon. ![]()
Zitat
Zitat
[...] um sich den Film "Im Winde Verweht" anzuschauen, weil anscheinend kein besserer Film läuft, musste er wohl oder übel diesen wählen.
Darüber kann man sich streiten. Meiner Meinung ist sowohl ein Punkt als auch ein Komma legitim. Hier wählte ich das Komma, um mal einen etwas längeren Satz einzubauen.
Hier würde jeder Lektor sofort einen Punkt empfehlen, wenn nicht gar darauf bestehen, da der Satz zunächst missverständlich strukturiert ist. Grammatikalisch ist er so aber korrekt.
Alles anzeigen@ Amun-Re
Zitat
Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, aus dem in deinem "Beispieltext" auch gerne mal ein Komma steht, wo eigentlich ein Punkt hin gehört.
Du meinst wahrsch. folgende Stelle:
Zitat
[...] um sich den Film "Im Winde Verweht" anzuschauen, weil anscheinend kein besserer Film läuft, musste er wohl oder übel diesen wählen.
Darüber kann man sich streiten. Meiner Meinung ist sowohl ein Punkt als auch ein Komma legitim. Hier wählte ich das Komma, um mal einen etwas längeren Satz einzubauen.
Ja, die Stelle hatte ich im Auge. Ich wollte aber eigentlich darauf verzichten, deinen Beispieltext zu lektorieren(, auch wenn ich Obrac da voll und ganz zustimme).
Das, was mir an meinem Beitrag wichtig war, befindet sich aber unterhalb des von dir zitierten Abschnitts. ![]()
Zitatum sich den Film "Im Winde Verweht" anzuschauen, weil anscheinend kein besserer Film läuft, musste er wohl oder übel diesen wählen.
Da muss ein Punkt rein.
"Um sich den Film Vom Winde verweht anzuschauen, weil kein besserer lief" -> Das allein ist eigentlich schon schlechter Stil. Das ist die Begründung einer Begründung im selben Satz. "Um sich den Film anzuschauen" ist ja schon eine Begründung, nämlich dafür, warum sie ins Kino gingen. Das im selben Satz wiederum zu begründen ist schlechtes Deutsch.
Mit dem letzten Satzteil kippt die Sache dann aber endgültig. Ein Satz enthält bitteschön Subjekt, Prädikat und Objekt. Mit "musste er wohl oder übel diesen wählen" hat der Satz auf einmal zwei Prädikate (musste wählen und ging ins Kino), die nicht etwa durch eine Aufzählung verbunden sind oder sonstwie geordnet, sondern munter darum streiten, welchem von beiden denn nun der Satz gehört. Das ist garantiert falsch.
Mich stört die Rechtschreibung und Kommasetzung bei den meisten hier überhaupt nicht. Es gibt eigentlich auch nur so 2-3 Leute, deren Posts zu lesen mir Probleme macht *unauffällig zu Hellharlequin rüberschiel*.
Eigentlich wollte ich das ja nicht machen, aber darauf MUSS ich antworten.
Zitat"Emil wollte heute gerne mit seiner Freundin Getrud ins Kino, um sich den Film "Im Winde Verweht" anzuschauen, weil anscheinend kein besserer Film läuft, musste er wohl oder übel diesen wählen.
Das sind schlicht und ergreifend 2 Hauptsätze.
"Emil wollte heute gerne mit seiner Freundin Getrud ins Kino."
und
"Er musste wohl oder übel diesen wählen."
Zum ersten kommt eine Infinitiverweiterung mit zu, die man mit Komma abgrenzen kann, aber nicht mehr muss.
Zum zweiten kommt der begründende Nebensatz, der durch "weil" eingeleitet wird.
Das ist schon der ganze Zauber.
Ob ich die beiden jetzt durch ne Konjunktion (z.B. und) verbinde oder durch ein Komma, spielt rein grammatisch keine große Rolle.
Es ist aber, wie Obrac schon anmerkte, "missverständlich konstruiert".
Nichts mit "Streit, zu welchem Hauptsatz der Nebensatz gehört"... ![]()
Und jetzt stelle ich mich in die Ecke und schäme mich für dieses impulsive Kluggescheiße... ![]()
Das soll wohl für "Vereinfachung" stehen und eine gewisse Abneigung dagegen ausdrücken, nehme ich mal an.
Ja so könnte man es sagen.
Ich komme mir einfach zu oft dumm vor, wenn ich mich von meinem Rechtschreibprogramm korrigieren lassen muss ![]()
Manches schnappe ich dann auf und kann es mir vielleicht merken aber zu vieles ist einfach so tief eingedrungen, dass es irgendwie falsch wäre, es richtig zu schreiben.
ss und sz war schon immer ein eigenes Thema bei mir. Hat was mit meinem Namen zu tun, indem ein sz vorkommt, wo ich schon immer lieber ein ss gehabt hätte um diesen Buchstaben sz nicht immer wieder im Ausland, erklären zu müssen.
Manchmal will ich auch ein Wort schreiben wo ich nicht mehr genau weiss, wie man das jetzt schreibt. Dann schreibe ich die zwei oder drei Möglichkeiten nebeneinander und erkenne dann beim draufschauen was richtig sein muss. Klappt sogut wie immer.
Begriffe die man früher in zwei Wörtern schrieb und nun in einem oder anderst herum kann ich einfach nur gefühlsmässig schreiben. Das steckt einfach zu tief drin, als dass dies ohne Schulung und Training rausgeht.
Zitatss und sz war schon immer ein eigenes Thema bei mir. Hat was mit meinem Namen zu tun, indem ein sz vorkommt, wo ich schon immer lieber ein ss gehabt hätte um diesen Buchstaben sz nicht immer wieder im Ausland, erklären zu müssen.
Aber z.B. ist das doch nach der Reform so einfach, wie es nur sein kann. Wo man früher auswendig wissen musste, welches Wort wie geschrieben wird, setzt man heute nach einem langen Vokal ein "ß" und nach einem kurzen ein "ss". Das wirst du doch wohl können ![]()
Obwohl ich ja einer jüngeren Generation hier angehöre, schreibe selbst ich lieber "ß" anstelle von "ss", einfach weil mir diese Rechtschreibreformen tierisch auf'n Sack gehen und ich als Grundschüler von ß zu ss umlernen musste. Finde, ß sieht einfach besser aus und diese Reformen sind meiner Meinung ziemlich überflüßig.
Nachdem ich jetzt "Vokal" gegoogelt habe kann ich es vielleicht umsetzen
Es wird mir solange ich schreiben kann wohl passieren, dass ich etwas so schreibe wie ich es immer getan habe, so rein gefühlsmässig eben.
Da ich jetzt ein Schulkind zuhause habe wird es die nächsten Jahre sicher immer besser werden.
ZitatObwohl ich ja einer jüngeren Generation hier angehöre, schreibe selbst ich lieber "ß" anstelle von "ss", einfach weil mir diese Rechtschreibreformen tierisch auf'n Sack gehen und ich als Grundschüler von ß zu ss umlernen musste. Finde, ß sieht einfach besser aus und diese Reformen sind meiner Meinung ziemlich überflüßig.
Das Problem ist, dass früher eben nicht alles mit "ß" geschrieben wurde. Das "ss" gab es natürlich auch, man musste aber explizit wissen, wo. Ich würde wetten, dass du mit der neuen, strunzeinfachen Regel viel weniger Fehler machen würdest als bei der alten Schreibweise, im jeweiligen rechtschreibepochalen Kontext.
ZitatNachdem ich jetzt "Vokal" gegoogelt habe kann ich es vielleicht umsetzen
Es wird mir solange ich schreiben kann wohl passieren, dass ich etwas so schreibe wie ich es immer getan habe, so rein gefühlsmässig eben.
Da ich jetzt ein Schulkind zuhause habe wird es die nächsten Jahre sicher immer besser werden.
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ZitatIch würde wetten, dass du mit der neuen, strunzeinfachen Regel viel weniger Fehler machen würdest als bei der alten Schreibweise, im jeweiligen rechtschreibepochalen Kontext.
Stimmt. Ich entsinne mich, dass die Lehrer damals bei uns verzweifelt waren, wie sie es uns mit ß und ss am besten erklären. Mit ss allein war es dann ziemlich einfach.
Aber diese Reformen beziehen sich ja nicht nur darauf, sondern auch auf Gebiete, wo es tatsächlich einfach nur nervt.
ZitatAber diese Reformen beziehen sich ja nicht nur darauf, sondern auch auf Gebiete, wo es tatsächlich einfach nur nervt.
Was denn z.B.? Mir fallen im Prinzip eigentlich nur sinnvolle Änderungen ein.
Ein Satz enthält bitteschön Subjekt, Prädikat und Objekt
Falsch.Ein Objekt ist für einen Satz überhaupt nicht nötig. Über Subjekt und Prädikat kann man sich streiten. Das kommt auf die Definition von 'Satz' an.
Sicherlich kann man das Objekt auch weglassen (denkt man es sich dann nicht aber dazu?). Mir ging's eher ums Prädikat.
Das mit den 2 Hauptsätzen war mir schon klar, Amun-Re. Nur hab ich es so gelesen, wie die meisten Leute solche Wortsprudeleien normalerweise meinen, nämlich immer weiter ohne Punkt und Komma und immer auf den vorangegangenen Satzteil bezogen.
Es so wie du zu lesen macht natürlich mehr Sinn, klar. ![]()
trotzdem:
ZitatOb ich die beiden jetzt durch ne Konjunktion (z.B. und) verbinde oder durch ein Komme spielt rein grammatisch keine große Rolle.
Sicher? Kann ja sein, dass es Regeln gibt, die das mit Kommas erlauben. Mir dreht's dabei aber den Magen um. Wenn da ein "und" stände, hätte ich dagegen kein Problem.
So, jetzt muss ich mich doch einmischen. Wenn man den strittigen Satz schon so schreibt, wie man ihn haben will (ich hätte versucht, es anders zu formulieren), dann hat man zwei Hauptsätze, einen mit Infinitiverweiterung, und um die voneinander zu trennen, würde ich ein Semikolon setzen, das passt am besten, finde ich.
ZitatEmil wollte heute gerne mit seiner Freundin Getrud ins Kino, um sich den Film "Im Winde Verweht" anzuschauen; weil anscheinend kein besserer Film läuft, musste er wohl oder übel diesen wählen.
Jetzt muss ich auch nochmal klugscheißen ![]()
ZitatDas sind schlicht und ergreifend 2 Hauptsätze.
"Emil wollte heute gerne mit seiner Freundin Getrud ins Kino."
und
"Er musste wohl oder übel diesen wählen."
Zum ersten kommt eine Infinitiverweiterung mit zu, die man mit Komma abgrenzen kann, aber nicht mehr muss.
Hier muss vor dem Infinitiv ein Komma, weil der erweiterte Infinitiv mit "um" eingeleitet wird. Gilt auch für "ohne", "anstatt", "außer" usw.
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