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  1. Eis-und-Feuer Forum
  2. Eis und Feuer Buchbereich. Hier wird ausschließlich über die Buchreihe diskutiert.
  3. Sonstiges

Ist die deutsche Übersetzung wirklich so schlecht?

  • Mr Vampire
  • 14. April 2009 um 22:23
  • Maegwin
    The Maid of Mulwarft
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    • 22. Januar 2010 um 12:51
    • #61

    Hm, und wenn du jemandem sagst sein Gesicht sieht aus wie ein Sack, dann ist es keine Beleidigung? Wenn es keine wäre, wäre das Wort Sackgesicht nicht entstanden. Und es soll genau die Assoziation wecken, dass das Gesicht aussieht wie ein Sack. Parallel dazu das A****gesicht. Wenn alle Beleidigungen die gleiche Bedeutung hätten, nämlich "Beleidigung" gäbe es vermutlich nicht so viele und so fantasievolle. Es gibt aber Esel, Säue..Sackgesichter..

    Duden, Universalwörterbuch A-Z, erste Bedeutung:

    Ohrenbläser: jmd. der jemanden etw. zuflüstert

    Für mich ist Meister der Flüsterer auch negativ besetzt. Und natürlich muss man da auch assoziieren. Es würde mich wundern, wenn jemand statt flüsternder Spione Aegons heisere Menschen sieht. Irgendwas muss man sich vorstellen. Eventuell stelle ich mir was anderes vor als du, weswegen es für mich Spione sind und für dich..was weiß ich. Schatten im Red Keep, was auch immer.

    Dass der Übersetzer von meherern richtigen Möglichkeiten eine genommen hat, die einem nicht so gut gefällt weil sie im Deutschen minimal ins Negative gleiten lässt, das im Buch auch noch durchaus negativ ist, fällt für mich nicht in den Bereich "schlechte Übersetzung" sondern in "Geschmacksabweichung".

    Das ist in Ordnung, das Gespräch darüber ist in meinen Augen aber ähnlich sinnvoll, wie über den Geschmack von Schokolade. Lecker. Nein. Schmeckt. Nein. Doch. Nein.

    I have been despised by better men than you.

  • ssnake
    Ser Höllenhund
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    • 22. Januar 2010 um 13:07
    • #62

    Für mich völlig unverständlich bleibt nach wie vor, dass was dazugefügt worden ist.

    Flüsterer: Okay. Ohrenbläser: Mal was anderes (kannte das Wort vorher auch nicht), wenn auch leicht verfälschend.

    Sowohl als auch: Geht eigentlich gar nicht.

    [b] Sorry, no dragons in Winterfell!

    Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

  • Feyth
    Anfänger
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    • 24. Juli 2013 um 23:27
    • #63

    Schönen guten Abend wünsche ich. :)

    Erst einmal sorry, dass ich dieses uralte Thema auspacke, aber da ich hier neu bin und zum ersten Mal ein paar Zeilen verfasse habe ich mich nicht so richtig getraut direkt einen neuen Thread zu erstellen.

    Was ich loswerden möchte ist folgendes: Als absoluter Fan der Buchreihe befasse ich mich relativ intensiv mit sämtlichen Inhalten und versuche alles an Informationen zu raffen, dessen ich habhaft werden kann. Ich lese auch in diesem Forum bereits seit einiger Zeit fasziniert mit und habe bereits allein durch dieses konsumieren Eurer Inhalte einige der aktivsten Autoren ziemlich zu schätzen gelernt. Besonders gefesselt hat mich die unfassbar ausufernde Thematik der neuen Blanvalet-Übersetzung, die ja gefühlte 95% der Forumsmitglieder komplett "in der Luft zerrissen" haben.

    Natürlich ging und geht es bei solchen Diskussionen fast immer nur um die Problematik der Übersetzung respektive Nicht-Übersetzung von Eigen- und Ortsnamen, doch dieses strittige Thema wollte ich vorerst mal ausklammern. Um mir ein eigenes Bild zu machen, begann ich daraufhin die deutsche und englische Ausgabe parallel zu lesen und musste feststellen, dass die deutsche Übersetzung in meinen Augen auf gewisse Art eine Katastrophe ist. An vielen Stellen hatte ich das Gefühl, dass sehr schlampig oder unter enormem Zeitdruck gearbeitet wurde. Nun bin ich selbst kein Anglistikprofessor, doch allein im Prolog des ersten Bandes fiel mir auf, dass wirklich schockierend viele Sätze oder Halbsätze einfach in der Übersetzung fehlten. Wie kann denn bitte sowas in der Menge passieren? Viele Wörter wurden unverständlich kompliziert übersetzt, erfunden oder gar zu irgendwelchen Redewendungen umgeformt, die den ursprünglichen Sinn komplett entstellten. Ihr könnt Euch das Außmaß vermutlich gar nicht vorstellen - glaubt mir - es ist gravierend. Dazu kommen drastische inhaltliche Fehler: Während Will im englischen Original im haunted forrest eine der Wildlingsfrauen im Lager bewegungslos auf einem Baum ausmacht, liegt sie in der deutschen Übersetzung plötzlich regungslos im Unterholz. Wtf? Sicherlich sind das Kleinigkeiten und gravierende Übersetzungsfehler auf Metaebene erwarte ich nicht zu finden, aber insgesamt hat mich der ganze Umstand wirklich frustriert. Selbstverständlich besitzt die deutsche Version auch einige Stellen an denen die Übersetzung wirklich auf dem Punkt und wundervoll zu lesen ist - aber alles in allem würde ich nicht lügen, wenn ich behaupten würde, dass in jedem dritten Satz Mängel stecken.

    Das führte so weit, dass ich (größenwahnsinnig) anfing die eklatanten Fehler selbst auszuräumen und mir die Übersetzung noch mal ganz genau anzusehen. Also begann ich vor kurzem meine eigene Übersetzung zu fertigen. Dabei legte ich natürlich auch Sorgfalt auf meine eigenen Vorlieben, aber vor allem auf eine wirklich konsequente und dem Original so treu wie mögliche Übersetzung, ohne Dinge dazu zu erfinden oder aber wegzulassen. Der Lesefluss bleibt meiner Meinung nach dabei sehr gut erhalten.

    Meine Frage ist nun, ob das bereits jemandem von Euch aufgefallen ist. Wenn ihr genauere Beispiele für bisherige Übersetzungsfehler oder gar ein paar Auszüge bzw. Spezifikationen meiner eigenen Übersetzung sehen möchtet, lasst es mich einfach wissen. ;) Ich musste jetzt aber einfach mal meiner Irritation und dem Ärger Luft machen.

    Ich wünsche Euch weniger heiße Nächte, als ich sie im Moment erleide. :)

  • The Dragonknight
    Knight of Tears
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    2.949
    • 25. Juli 2013 um 00:07
    • #64

    Hallo Feyth,

    erst einmal herzlich Willkommen im Forum :) .

    Ich habe die Bücher lediglich auf Englisch gelesen und kann daher nahezu keine Vergleiche zur deutschen Version ziehen. Das was ich mitbekomme weckt allerdings den Drachen in mir.
    Allgemein kann man aber sagen, dass jede Übersetzung immer eine Interpretation ist und dabei auch immer etwas verloren geht. Mich würde es zum Beispiel mal interessieren, wie Theon sich seines neuen Namens im deutschen erinnert. Im Original sagt er ja immer in etwa "Reek, it rhymes with...." (leek, weak, meek etc.).

    Zitat von Feyth

    Ich wünsche Euch weniger heiße Nächte, als ich sie im Moment erleide. :)

    Danke sehr aber helfen tut das kaum. Ich will ja nicht sagen, dass es heiß in meinem Zimmer ist, aber gestern kamen zwei Hobbits vorbei und haben nen Ring hier rein geworfen.

    "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

    Ceterum censeo Casimirem esse delendum.

  • kait
    Erleuchteter
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    • 25. Juli 2013 um 08:08
    • #65

    Hey Feyth,
    herzlich Willkommen im Forum auch von mir. :)
    Was deine eigenständige Übersetzungsarbeit angeht, wäre ich sehr interessiert, mal ein paar Vergleichsauszüge zu lesen. Dass die alte Übersetzung übrigens von Weglassungen und Inkonsequenzen strotzt, ist auch keine neue Erkenntnis. Ich selbst habe nie großartig parallel gelesen. Die ersten sechs
    deutschen alten Blanvalet-Bücher waren mein Einstieg, dann habe ich mit
    AFfC und ADwD auf Englisch weiter gemacht und mir letztere später auf
    deutsch nachgekauft. Ich glaube Altusern wie Rhaegar und Varys war das allerdings deutlich bewusst und die Thematik ist hier auch schon ziemlich früh (2003 oder 2004 das erste Mal diskutiert worden). Weswegen Varys schließlich ja auch bei der Neuübersetzung eingebunden war. Die sollte tatsächlich zunächste eine Verbesserung werden, bei der die alten Inkonsequenzen und Übersetzungsfehler geglättet werden sollten (und die Bücher ein ansprechendes Äußeres bekommen). Werner Fuchs hatte sie angestoßen. Aufhänger für die viele Kritik ist dann allerdings die Geschichte mit den Namensübersetzungen geworden, was meiner Meinung nach auch die größte Schwäche ist. Aber auch für die Neuauflage muss ich sagen, dass ich bisher noch nichts parallel gelesen habe.

    Mich würde interessieren, ob du deine Übersetzung nun nach der alten deutschen Ausgabe machst oder die neue benutzt.

    "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

  • Feyth
    Anfänger
    Beiträge
    7
    • 26. Juli 2013 um 12:09
    • #66

    Hallo nochmal, erstmal vielen Dank für Eure lieben Willkommensgrüße.

    Zitat von The Dragonknight

    Allgemein kann man aber sagen, dass jede Übersetzung immer eine Interpretation ist und dabei auch immer etwas verloren geht. Mich würde es zum Beispiel mal interessieren, wie Theon sich seines neuen Namens im deutschen erinnert. Im Original sagt er ja immer in etwa "Reek, it rhymes with...." (leek, weak, meek etc.).

    Das sehe ich genauso. Aufgrund verschiedener Redewendungen, Synonyme und/oder dem allgemeinen "Sprachgefühl" der jeweiligen Sprache kann eine Übersetzung niemals zu 100% das Ursprungswerk wiedergeben. Trotzdem finde ich, dass im vorliegenden Fall deutlich schlechter gearbeitet wurde, als es möglich gewesen wäre. Ich habe überhaupt kein Verständnis für weggelassene Passagen oder Sinnentstellungen. Da ich die Bücher unter anderem meiner Freundin nahe bringen will, hab ich mich jetzt entschlossen für Sie die existierenden Blanvalet-Variante zu überarbeiten, da es ihr nicht möglich ist das englische Original zu lesen.
    Um deine Frage zu Theon zu beantworten: In der Übersetzung wurden die Passagen bspw. so übersetzt: »Mein Name ist Stinker. Das kommt von stinken, und das reimt sich auf Schinken.« oder "Diene und gehorche und erinnere dich an deinen Namen. Stinker, Stinker, das kommt von Stinken, und Stinken klingt wie auf die Knie sinken." Das kann man nun natürlich finden wie man will. Ich persönlich habe mir die Passagen zwecks Alternativen noch nicht genauer angesehen.

    Zitat von kait

    Dass die alte Übersetzung übrigens von Weglassungen und Inkonsequenzen strotzt, ist auch keine neue Erkenntnis.

    Ahh, gut zu wissen, denn über das vorherrschende Außmaß der Übersetzungsfehler habe ich im Forum bisher noch nicht viel gefunden. Zwar war in der Neuübersetzungs-Diskussion bereits ansatzweise davon die Rede, doch meiner Erinnerung nach erwähnte das fast ausschließlich Varys und wies darauf hin, dass er diese Passagen editieren und in neueren Auflagen korrigiert einpflegen lassen wollte. Scheinbar ist dies jedoch (bisher) nicht passiert, zumindestens bei meinem vorliegenden Buch das immerhin zur 10. Auflage gehört.
    Aber du hast Recht, natürlich ist es an und für sich keine neue Erkenntnis - wurde aber in diesem bezeichnenden Thread bisher so nicht erwähnt. :)

    Zitat von kait

    Mich würde interessieren, ob du deine Übersetzung nun nach der alten deutschen Ausgabe machst oder die neue benutzt.

    Vorweg möchte ich sagen, dass ich durch meine Version auch die Splittung der Originalbände rückgängig machen und dadurch Buchrücken-Spoiler usw. verhindern möchte. Ich benutze die neue deutsche Ausgabe als Referenz, da sie ja eine überarbeitete Ausgabe der ursprünglichen Übersetzung sein soll. Dabei bin ich ausdrücklich ein Freund von übersetzten Eigennamen. Das empfinde ich genauso wie bereits Tolkien oder bspw. Umberto Eco. Einerseits mag ich die deutsche Sprache ausdrücklich - vor allem im Mittelalter/Fantasy-Setting - aufgrund Ihres phonetischen Klangs und zahlreicher alter Ausdrücke, die im heutigen Alltag kaum bis garnicht benutzt, aber von jedem verstanden werden. Im englischen Original oder vereinzelt lediglich englische Worte zu lesen wirkt auf mich persönlich unterbewusst zu modern und reißt mich jeweils ein Stück aus der Welt. Dazu kommt die in meinen Augen wundervolle Möglichkeit durch die "Du", "Ihr", "Euch" Anrede - wohingegen mich jedes "Ser" oder "Mylord" die Stirn in Falten legen lässt, aber das alles ist selbstverständlich Geschmacks-Sache. Wichtig für mich ist lediglich, dass im gesamten Werk konsequent gearbeitet wird. Wie genau das aussehen soll, weiß ich leider auch noch nicht so Recht und wäre über Ideen und Vorschläge von Euch sehr dankbar. Denn mit "Königsmund", "Casterlystein" usw. bin ich auch alles andere als glücklich. Für meine eigene Version hätte ich deshalb auch kein Problem damit derartige, alt eingesessene Eigennamen ebenfalls neu zu übersetzen. Um konsequent zu bleiben würde ich mich dabei sogar an "Winterfell" und die Familie "Stark" heran trauen. Was denkt ihr? Die ursprüngliche Bedeutung, die der Autor vermittelt wollte ist meiner Meinung nach jedenfalls das Wichtigste - nicht die wörtliche Übersetzung.

    Zitat von kait

    Was deine eigenständige Übersetzungsarbeit angeht, wäre ich sehr interessiert, mal ein paar Vergleichsauszüge zu lesen.

    Gerne. Hier mal ein paar einzelne Beispiele:

    Original: The first time he had been sent beyond, all the old stories had come rushing back, and his bowels had turned to water.

    Blanvalet: Als man ihn zum ersten Mal auf die andere Seite geschickt hatte, waren ihm all die alten Geschichten wieder eingefallen, und fast war ihm das Herz in die Hose gerutscht.

    Ich finde das in diesem Beispiel der letzte Halbsatz wirklich besser hätte übersetzt werden können. Die deutsche Version ist an dieser Stelle viel zu "schwach" übersetzt, denn ob einem das Herz in die Hose rutscht, oder aber man vor Angst Durchfall bekommt ist schon ein kleiner Unterschied, oder? Nun ... wie könnte man es besser machen? Bspw. wörtlich:"Als man ihn zum ersten Mal auf die andere Seite geschickt hatte, waren ihm all die alten Geschichten urplötzlich wieder eingefallen, und seine Gedärme hatten sich in Wasser verwandelt." Meiner Meinung nach würde bereits das jeder verstehen. Natürlich ginge aber auch einfach ", und er hatte sich in die Hose gemacht." Wobei das wieder nur frei übersetzt wäre und etwas verfälschen würde. Was man nun nimmt ist wohl mal wieder geschmackssache. Was denkt ihr wäre hier besser? Weiter im Text.

    Original: All day, Will had felt as though something were watching him, something cold and implacable that loved him not.

    Blanvalet: Den ganzen Tag schon schien es Will, als würden sie beobachtet, von etwas Kaltem, Unerbittlichem.

    Neu: Den ganzen Tag schon hatte Will das Gefühl gehabt, er würde von etwas beobachtet, etwas Kaltem, Unerbittlichem, dass ihm nicht lieb gesonnen war.

    Original: “There’s one woman up an ironwood, halfhid in the branches. A far-eyes*.” He smiled thinly. “I took care she never saw me. When I got closer, I saw that she wasn’t moving neither.” Despite himself, he shivered.

    Blanvalet: »Eine Frau liegt da im Eisenholz, halb verborgen von den Zweigen. Mit abwesendem Blick.« Er lächelte leise. »Ich habe darauf geachtet, dass sie mich nicht sieht. Als ich näher kam, habe ich gesehen, dass auch sie sich nicht mehr rührt.« Unwillkürlich lief ihm ein Schauer über den Rücken.

    Ich finde das gerade diese Passage sinnbildlich für die Qualität der Übersetzung ist. An der Stelle klappte mir einfach nur die Kinnlade herunter. Und wir befinden uns immer noch im ersten Kapitel dieses Mammutwerkes. Wie soll es da später werden? Oh je. Das von George hier benutzte *far-eyes ist eine Wortschöpfung von ihm die eine Person kennzeichnen soll die ausgesprochen gute Fähigkeiten im Ausschau-halten besitzt, daher benötigte ich für die Übersetzung ebenfalls eine Wortneuschöpfung, die ihr unten findet. Ingwersen, der alte Übersetzer, entging dieser Umstand schlichtweg (und ich will nicht wissen wie viele ähnliche Fälle in späteren Kapiteln.)

    Mein Vorschlag: »Da ist eine Frau oben in einem Eisenbaum, halb verborgen von den Zweigen. Eine Weitseherin.« Er lächelte dünn. »Ich habe darauf geachtet, dass sie mich nicht sehen konnte. Als ich näher kam, habe ich gesehen, dass auch sie sich nicht mehr rührt.« Gegen seinen Willen erschauderte er.

    Der letzte Satz wiederrum war bereits von Ingwersen eigentlich sehr gut gewählt. Hätte ich auch so lassen können, doch irgendwie fühlte ich mich veranlasst ihn doch etwas näher an das Original anzupassen, weil ich mehr betonen wollte, dass sein erschaudern eben gegen seinen Willen geschah. Unwillkürlich klang in meinen Augen dabei für meinen persönlichen Geschmack etwas zu schwach in der Ausdruckskraft. Sicherlich etwas worüber man streiten könnte, da es ursprünglich etwas flüssiger war. Alles in allem also eine Gratwanderung. Und ich denke ich stoppe jetzt erstmal. Mein Post ufert aus.

    Ich hoffe, ich konnte Euch etwas besser einen Einblick verschaffen in die Problematik, die mich antreibt. Würde mich freuen auf Gleichgesinnte zu treffen. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Feyth (26. Juli 2013 um 13:27)

  • kait
    Erleuchteter
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    • 26. Juli 2013 um 12:26
    • #67

    Ich finde es sehr tapfer, dass du dich da noch mal durchquälen willst. Wenn du hin und wieder mal was rüberschicken magst, darfst du mir gerne eine PN schicken.

    Was mir gleich beim Lesen in den Kopf gekommen ist an Verbesserungs- bzw. andersmach-Vorschlägen:

    Zitat

    Neu: Den ganzen Tag schon hatte Will das Gefühl gehabt, er würde von etwas beobachtet, etwas Kaltem, Unerbittlichem, dass ihm nicht lieb gesonnen war.


    Nicht lieb gesonnen, ist zwar am Original, aber im Deutschen würde das niemand so sagen. Es liest sich verkünstelt. Ich würde 'ihm nicht wohl gesonnen war' daraus machen.

    Zitat

    Mein Vorschlag: »Da ist eine Frau oben in einem Eisenbaum, halb verborgen von den Zweigen. Eine Weitseherin.« Er lächelte dünn. »Ich habe darauf geachtet, dass sie mich nicht sehen konnte. Als ich näher kam, habe ich gesehen, dass auch sie sich nicht mehr rührt.« Gegen seinen Willen erschauderte er.


    Weitseher ist, auch wenn du es als Wortneuschöpfung betrachtest, weil es (möglicher Weise, das kann ich nicht beurteilen, dazu bin ich zu weit davon entfernt Nativespeaker zu sein) George auch gemacht hat, ich würde das Wort so nicht benutzen. Erstens muss ich unwillkürlich an Robin Hobbs Weitsehersager denken und dann impliziere ich damit gleich etwas übernatürliches und zweitens ist der Zweck mit 'Späherin' mMn besser getroffen.

    Jedenfalls, sehr interessant. :)

    "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

  • Feyth
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    • 26. Juli 2013 um 12:34
    • #68
    Zitat von kait

    Ich finde es sehr tapfer, dass du dich da noch mal durchquälen willst. Wenn du hin und wieder mal was rüberschicken magst, darfst du mir gerne eine PN schicken.

    Danke. :D Naja, ich hatte eh Lust auf einen kompletten Reread und viel intensiver kann man den ja kaum erleben. Gerne schicke ich dir jeweils ein paar Zeilen per PM ... Kapitelweise? :thumbup: Dann bist du auch zum Reread gezwungen. :lach:

    Zitat von kait

    Erstens muss ich unwillkürlich an Robin Hobbs Weitsehersager denken und dann impliziere ich damit gleich etwas übernatürliches und zweitens ist der Zweck mit 'Späherin' mMn besser getroffen.

    Nun, einerseits kenne ich dieses Werk von Robin Hobbs nicht, aber generell finde ich deine Einwände und Bedenken ziemlich gehaltvoll und überdenkenswert. Fließt alles in den Prozess ein. Und die Sache mit dem "wohl gesonnen" ist gekauft. ;)

    Danke für deine Denkanstöße.

  • Turgon
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    • 26. Juli 2013 um 12:36
    • #69
    Zitat von Feyth

    Original: The first time he had been sent beyond, all the old stories had come rushing back, and his bowels had turned to water.

    Blanvalet: Als man ihn zum ersten Mal auf die andere Seite geschickt hatte, waren ihm all die alten Geschichten wieder eingefallen, und fast war ihm das Herz in die Hose gerutscht.

    Ich finde das in diesem Beispiel der letzte Halbsatz wirklich besser hätte übersetzt werden können. Die deutsche Version ist an dieser Stelle viel zu "schwach" übersetzt, denn ob einem das Herz in die Hose rutscht, oder aber man vor Angst Durchfall bekommt ist schon ein kleiner Unterschied, oder?


    Auf deutsch: Schiss haben.

    Zitat

    Nun ... wie könnte man es besser machen? Bspw. wörtlich:i "Als man ihn zum ersten Mal auf die andere Seite geschickt hatte, waren ihm all die alten Geschichten urplötzlich wieder eingefallen, und seine Gedärme hatten sich in Wasser verwandelt." Meiner Meinung nach würde bereits das jeder verstehen.


    Verstehen schon, es klingt aber ziemlich holprig.

    Zitat

    Natürlich ginge aber auch einfach ", und er hatte sich in die Hose gemacht." Wobei das wieder nur frei übersetzt wäre und etwas verfälschen würde.


    Nicht nur etwas. Das steht schlicht nicht da.

    Zitat

    Was man nun nimmt ist wohl mal wieder geschmackssache. Was denkt ihr wäre hier besser?


    Entweder "Schiss haben" oder ähnlich wie in der Blanvalet-Übersetzung mit "Herz in die Hose rutschen", allerdings nicht nur "fast". "Schiss haben" verlässt die Sprachebene des Originals, ich würde mich für zweiteres entscheiden.

    Zitat

    Original: All day, Will had felt as though something were watching him, something cold and implacable that loved him not.

    Blanvalet: Den ganzen Tag schon schien es Will, als würden sie beobachtet, von etwas Kaltem, Unerbittlichem.

    Neu: Den ganzen Tag schon hatte Will das Gefühl gehabt, er würde von etwas beobachtet, etwas Kaltem, Unerbittlichem, dass ihm nicht lieb gesonnen war.


    Da finde ich deine Übersetzung besser. vielleicht noch das Plusquamperfekt im ersten Halbsatz raus, das Gefühl hat sich ja nicht plötzlich beendet bei ihm.

    Zitat

    Original: “There’s one woman up an ironwood, halfhid in the branches. A far-eyes*.” He smiled thinly. “I took care she never saw me. When I got closer, I saw that she wasn’t moving neither.” Despite himself, he shivered.

    Blanvalet: »Eine Frau liegt da im Eisenholz, halb verborgen von den Zweigen. Mit abwesendem Blick.« Er lächelte leise. »Ich habe darauf geachtet, dass sie mich nicht sieht. Als ich näher kam, habe ich gesehen, dass auch sie sich nicht mehr rührt.« Unwillkürlich lief ihm ein Schauer über den Rücken.

    [...]

    Mein Vorschlag: »Da ist eine Frau oben in einem Eisenbaum, halb verborgen von den Zweigen. Eine Weitseherin.« Er lächelte dünn. »Ich habe darauf geachtet, dass sie mich nicht sehen konnte. Als ich näher kam, habe ich gesehen, dass auch sie sich nicht mehr rührt.« Gegen seinen Willen erschauderte er.


    "Weitseherin", hm. Gefällt mir nicht ganz, mir fällt aber auch nix besseres ein.

    Zitat

    Der letzte Satz wiederrum war bereits von Ingwersen eigentlich sehr gut gewählt. Hätte ich auch so lassen können, doch irgendwie fühlte ich mich veranlasst ihn doch etwas näher an das Original anzupassen, weil ich mehr betonen wollte, dass sein erschaudern eben gegen seinen Willen geschah.


    Aber das steckt doch schon im "Erschaudern" mit drin? Das würde ich nicht mehr extra betonen. Mit "unwillkürlich" und die Umstellung zum "Schauer" als Subjekt passt die Blanvalet-Übersetzung da recht gut imho.

    Ich bin so froh, dass ich bei den Guten bin.

  • Margaery
    Rose of Highgarden
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    100
    • 26. Juli 2013 um 12:38
    • #70
    Zitat von Feyth

    Blanvalet: »Eine Frau liegt da im Eisenholz, halb verborgen von den Zweigen. Mit abwesendem Blick.« Er lächelte leise.

    Hat Blanvalet da wirklich das "thinly" mit "leise" übersetzt? Meiner Meinung nach nicht gerade gut gewählt. Das ganze so wie du mit "Er lächelte dünn." zu übersetzen finde ich da besser. In einem dünnen Lächeln schwingt doch auch etwas Bitteres mit, während sich ein leises Lächeln eher amüsiert anhört.

    Zitat von kait


    Zitat
    Neu: Den ganzen Tag schon hatte Will das Gefühl gehabt, er würde von etwas beobachtet, etwas Kaltem, Unerbittlichem, dass ihm nicht lieb gesonnen war.

    Nicht lieb gesonnen, ist zwar am Original, aber im Deutschen würde das niemand so sagen. Es liest sich verkünstelt. Ich würde 'ihm nicht wohl gesonnen war' daraus machen.

    Sehe ich auch so. Mir wäree noch "nicht freundlich gesonnen" in den Kopf gekommen.
    Und ansonsten würde es mich noch sehr interessieren, wie du King's Landing und Casterly Rock zu übersetzen gedenkst :)

    Schatten verschwinden niemals. Vielleicht siehst du sie nicht, aber sie kleben dir immer an den Hacken. - Tormund Giantsbane

  • Turgon
    Nerd vom Dienst
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    2.047
    • 26. Juli 2013 um 12:39
    • #71
    Zitat von kait

    Weitseher ist, auch wenn du es als Wortneuschöpfung betrachtest, weil es (möglicher Weise, das kann ich nicht beurteilen, dazu bin ich zu weit davon entfernt Nativespeaker zu sein) George auch gemacht hat, ich würde das Wort so nicht benutzen. Erstens muss ich unwillkürlich an Robin Hobbs Weitsehersager denken und dann impliziere ich damit gleich etwas übernatürliches und zweitens ist der Zweck mit 'Späherin' mMn besser getroffen.


    Aber "Späherin" klingt wieder zu gewöhnlich.

    Ich bin so froh, dass ich bei den Guten bin.

  • AracheonoXis
    Paladin
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    Beiträge
    1.110
    • 26. Juli 2013 um 13:15
    • #72

    Nicht wohl gesonnen wäre auch mein Vorschlag, ist besseres deutsch.

    Weitseher, Späher, ... Ausguck? Zumindest tut ein Ausguck genau das, oben sitzen und weit umherschauen. Liesst sich an der Stelle aber doof.

    Ach und noch ne Kleinigkeit, es heisst Gratwanderung ;)

    There are but two types of people in the world:
    1. Those who can extrapolate from incomplete data!

  • Feyth
    Anfänger
    Beiträge
    7
    • 26. Juli 2013 um 13:26
    • #73

    Ich freue mich über Euer reges Mitwirken. Wie ich sehe ist gerade dieser far-eyes-Begriff einer Diskussion würdig. Ich weiß leider noch immer nicht, was hier wohl am Besten wäre. So schlecht empfinde ich den Begriff "Weitseher" garnicht, denn ich sehe es da wie Turgon: Späher oder Ausguck wirkt da auf mich zu einfach, denn diese Worte hätte GRRM ja ebenfalls benutzen können, entschied sich aber dagegen.

    Zitat von Margaery

    Und ansonsten würde es mich noch sehr interessieren, wie du King's Landing und Casterly Rock zu übersetzen gedenkst :)

    Ach ja. Wenn ich das nur so genau wüßte. Habt ihr da Vorschläge die konsequent wären? Wenn man bspw. bei Casterly Rock den Eigennamen des Hauses Casterly irgendwie eindeutscht oder wie bei Blanvalet "deutscher" klingen ließe, wäre der Rest ja eigentlich kein Problem. Würde mich über Hilfe freuen. Gerade und auch was Ser Weymar Rois/Waymar Royce angeht. : schultern heb:

    Zitat von AracheonoXis

    Ach und noch ne Kleinigkeit, es heisst Gratwanderung

    Das stimmt. Ist aber nicht der einzige Flüchtigkeitsfehler der mir unter kam. ;) Editiere ich.

  • Alekto
    Anfänger
    Beiträge
    5
    • 26. Juli 2013 um 16:35
    • #74
    Zitat von Feyth

    [...]So schlecht empfinde ich den Begriff "Weitseher" garnicht,[...]

    Weitseher geht meiner Meinung nach gar nicht, da ich damit sofort etwas Übernatürliches assoziiere. Gemeint ist aber "nur" ein Späher.

    Wikipedia zum Begriff Seher:

    ist eine Person, der

    • eine Fähigkeit von der Art des Hellsehens (Hellseher) oder der Präkognition oder
    • das Zuteilwerden eines besonderen religiösen Erlebnisses in Form einer Vision (Visionär) oder einer Erscheinung

    zugeschrieben wird.

    Zitat von Feyth

    Original: The first time he had been sent beyond, all the old stories had come rushing back, and his bowels had turned to water.

    "bowels had turned to water" ist aber doch eine Redewendung im Englischen oder?
    Redewendungen eins zu eins zu übersetzen ist so ziemlich das schlechteste was man machen kann, weil sie so nie die gemeinte Bedeutung wiedergeben. Die bisherige Übersetzung des Satzes halte ich deswegen durchaus für gelungen.

    Allgemeinen gefallen mir beide Übersetzung nicht besonders. Bei der Alten sind mir zu wenig Namen übersetzt worden, wie zum Beispiel die Eyrie. Horst (Das Vogelnest) ist mir nun nicht so wirklich geläufig gewesen. Zudem ist der Lesefluss manchmal recht schlecht, was wie ich denke, an der häufiger wechselten Betonung liegt (Englisch/Deutsch).
    Bei der neuen Übersetzung sind manche Namen einfach schlecht gewählt wie Casterlystein anstelle von Casterlyfels, wenn man es denn schon übersetzt. Fels ist mächtig und lässt sich auch schlecht verniedlichen im Gegensatz zum Steinchen.
    Was mich aber an der neueren Übersetzung so unglaublich nervt ist die Qualität bzw. die Nichtqualität. "Sprechende Namen" werden dort dann teilweise eingedeutscht wie zum Beispiel der Hanter (Hunter -> Jäger),
    WTF 8| .
    Da hat der Lektor wohl unter einer Augenkrankheit gelitten und war zusätzlich noch bis unters Dach zugedröhnt.

    Auf jeden Fall viel Erfolg und Spass beim Neuübersetzen.


    Tante Edit sagt:

    Konsequente Vorschläge oder Regeln gibt es bei einer Übersetzung eigentlich nicht.
    Würde ein Schwert zum Beispiel den Namen Lions Tooth tragen, wäre die konsequente eins zu eins Übersetzung ins Deutsche, wohl eher schlecht geeignet.
    Ein gepanzerter mächtiger Ritter mit einem Löwenzahn in der Hand, ist auf dem Schlachtfeld eher schlecht aufgehoben.
    Eine Übersetzung ist immer auch "Gefühlssache".

    Einmal editiert, zuletzt von Alekto (26. Juli 2013 um 16:46)

  • Feyth
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    7
    • 27. Juli 2013 um 09:39
    • #75

    Wie es scheint, handelt es sich bei dem Satz wirklich um eine Redewendung, die einfach nur zum Ausdruck bringen soll, dass einen der Mut verlassen hat. Verschiedene Quellen widersprechen sich da. Gut, dann weiß ich jetzt wie ich den Satz übersetzen muss.

    Was den Seher betrifft, fand ich im englischsprachigen Internet einige Diskussionen über den Begriff far-eyes, wie bspw. diesen Kommentar:

    "I don't think that the word "far-eyes" exists outside of the world of sword and sorcery. I found another instance of it on a website about elves. It almost certainly is meant to suggest that the woman is a lookout, and probably that she has some special visual ability which makes her suitable for this purpose."


    Also ist diese Frau meiner Meinung nach etwas Besonderes und hat nicht einfach nur gute Augen. Vielleicht ist es sogar in irgendeiner Form eine übersinnliche Gabe. Das Wort Weitseher assoziiere ich darüber hinaus mit einem "Seher" jedenfalls genauso wenig, wie die Worte Fernseher oder Aufseher. Wohl wieder mal eine Frage des persönlichen Geschmacks und Sprachempfindens. Ich betone nochmals, dass es sich hier ja offensichtlich nicht nur um eine stinknormale Späherin handelt, sonst wäre sie ja so benannt worden. Jäger nennt GRRM ja auch nicht - nur weil er Wortneuschöpfungen so mag - deer-killer. ;)

  • onyx
    Mondsüchtige der Westlande
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    • 27. Juli 2013 um 17:57
    • #76

    Mir fällt da die Textstelle ein "When dog went to sniff him he dropped his spade and scratched his ear" woraus dann "als der Hund an ihm schnüffelte warf er den Spaten zur Seite und kratzte sich am Ohr" wurde :!: :thumbup: ;(

    Expose yourself to your deepest fear
    After that...you are free
    -Jim Morrison

    Doch es ist Zeit für mich zu lernen, dass nichts für immer bleibt, sowohl das, was gut tut, als auch das, was schmerzt.

  • Alekto
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    • 28. Juli 2013 um 21:11
    • #77
    Zitat von Feyth

    Wohl wieder mal eine Frage des persönlichen Geschmacks und Sprachempfindens.

    Da gebe ich dir zu 100% Recht, weswegen ein Richtig oder Falsch in Bezug auf den Weitseher nicht zu ermitteln ist. Der Auf"seher" und der Fern"seher" sind in unserem Sprachgebrauch jedoch eineindeutig besetzt. Einmal der Typ mit dem Stock in der Hand und im anderen Fall eben eine schwarze Kiste um sich das Hirn zu grillen.
    Der Weitseher als Wortneuschöpfung ruft dann eben verschiedene Assoziierungen hervor.

    Wenn man far-eyes als Wortschöpfung erst diskutieren muss, ist sie meiner Meinung nach eher schlecht gelungen. Ob es sich um etwas Fantastisches handelt oder nur um eine besonders gute aber normale Fähigkeit, sollte durch den Kontext eindeutig hervorgehen.

    Am besten würde mir hier sowas wie Adlerauge gefallen, wobei dann wieder 5 Mann auf der Matte stehen und sagen: "Das stand aber so nicht im Buch". Womit sie dann auch nicht ganz Unrecht haben.

    Lange Rede kurzer Sinn, genaue Übersetzungen sind nicht drin.

  • Ryuu
    Schrödingers Katze
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    124
    • 31. Juli 2013 um 23:59
    • #78

    Ich plädiere für "Fernseher", dass kommt dann so richtig gut! :D

    Adlerauge wäre allerdings tatsächlich eine äquvalente Beschreibung.

    Das mit der Übersetzung ist tatsächlich sehr schwierig, aber bei anderen Büchern ist es ja auch einigermaßen gelungen...

    ------------------------------------------------
    Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.
    -------------------------------------------------

  • Drachenkind
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    • 24. September 2013 um 15:03
    • #79

    Ich habe zwar nur den ersten Band auf Deutsch gelesen, aber ich fand die Übersetzung eigentlich ganz gut. Die ganzen Bänder habe ich aber auf Englisch gelesen, um das alles im Original mitzukriegen und um mein Englisch zu üben. :)

    “Fear cuts deeper than swords.”

  • gordon51freeman
    Schüler
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    106
    • 25. September 2013 um 16:38
    • #80

    Das Problem ist einfach, dass es zwar viele Leute gibt, die zwar beide Sprachen beherrschen, allerdings nur sehr wenige, die sie auch verstehen.

    Es gibt einfach unzählige Dinge, die man nicht 1:1 übernehmen kann! Dinge aus dem englischen, die für uns viel intensiver klingen, sind für Amis/Engländer einfach nicht das selbe, da sie mehr zum Sprachgebrauch gehören.

    Eine wörtliche Übersetzung wäre viel künstlicher als die von Blanvalet. Gerade die paar Sätze von Feyth fand ich persönlich (bitte nicht böse nehmen) viel zu künstlich. Da würde mir das lesen viel zu schwer fallen. Man merkt, dass du sehr gut englisch sprichst/schreibst, allerdings scheint es mir als kannst du den Sprachgebrauch nicht so richtig nachvollziehen.

    Klar, hat die Blanvalet Übersetzung ihre Schwächen. Aber bei 10 x ~650 Seiten? Da kann das schon vorkommen.
    Einige Dinge sind totaler Bullshit (warum man jetzt Kings Landing umbedingt in Königsmund umbennen musste, erschliesst sich mir nicht) aber ich habe noch nie eine Übersetzung gesehen, bei der manche Dinge einfach nur total dämlich übersetzt wurden.

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