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Darfur-zweites Ruanda, neuer Ölkrieg ...

  • Tyrion Targaryen
  • 6. Mai 2007 um 20:28
  • Tyrion Targaryen
    Spamkönig
    Beiträge
    659
    • 14. August 2007 um 21:19
    • #41

    Traumwandler: au backe, dein Cousin in Absurdistan...
    Die Panzerwagen, mit denen deutshce Soldaten (d.h. 20%, der Rest kommt aus den Camps gar nicht raus) in Kabul rumfahren, können tatsächlich von den Panzerabwehrraketen der Afghanen durchschlagen werden. Das Problem ist, dass man hier in Deutschland nach Abrüstung schreit.. Wenn man Peter Scholl-Latour traut, sind die deutschen Stützpunkte wegen ihrer Lage auch bei einem allgemeinen Aufstand auch nicht zu halten.
    Übrigens haben die Israelis im Libanon auch, ich glaube, ca. 50 Merkava 4 Panzer, den sie den besten der Welt nennen, (u.a. wegen Budgetkürzungen, dank denen sie keine Rauchgranaten hatten) verloren - die Hizbollah hatte AT-13 Raketen..

    Über Boden-Luft-Raketen der "Rebellen" im Sudan ist (mir) nichts bekannt. Die paar Hubschrauber der Armee wären höchstwahrscheinlich auch kein großes Problem für ein Geschwader von NATO Jägern.
    Da könnte man auch mit B-52 hin...

    Aber wer interessiert sich schon für den Sudan? Die "Friedensbewegung" demonstriert fast immer nur gegen die "Imperialisten". Spenden für den "irakischen Widerstand", der auch noch komischerweise mehr Irakis als Amis tötet... ich kriege das Kotzen.
    Wenn im Kongo in den letzten 11 Jahren mehr Menschen als sonstwo seit dem 2. WK sterben, ganz egal, hauptsache deutsche Soldaten kommen nicht ins Ausland .

    Das größte Problem mit Auslandseinsätzen deutscher Soldaten ist imo, dass sie niemand wirklich will. Rein militärisch gesehen sind die bisherigen Verluste (21 Mann) in Afghanistan sogut wie unbedeutend (wohlgemerkt: ich schreibe, rein militärisch), die Amis haben schon 421 Mann verloren. Anscheinend denkt man in Deutschland, man könnte die Taliban wegverhandeln (dieser neue Vorschlag vom Regierungssprecher, mit den "vernünftigen" Taliban zu verhandeln :rolleyes: ). Bekloppter deutscher Idealismus (Ausdruck von Kissinger).

    Um nochmal den meiner Meinung nach einzigen wirklich informierten deutschen Auslandsjournalisten Shcoll-Latour zu zitieren: "die Deutschen glauben, man könnte siegen, ohne zu kämpfen".

    ssnake: Taliban=|=Mudschahedin
    Jede Gruppe, die gegen die Sowjets kämpfte, nannte sich Mujahidin, die Taliban selbst gibt's erst seit den frühen Neunzigern. Ihnen haben sich nur viele der anderen Mujahedin angeschlossen, da es bei den Taliban regelmäßig Sold gab.

    Wie aSoIaF NICHT enden soll: "And all was well."
    Less Flower Power, more Fire Power!

    Einmal editiert, zuletzt von Tyrion Targaryen (14. August 2007 um 21:57)

  • Adrenax
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    396
    • 15. August 2007 um 03:07
    • #42

    @ Tyrion Targaryen

    Was sollen (deutsche) Soldaten denn deiner Meinung nach im Sudan tun?

    Cool mit nem ausgebuddeltem Schädel posen und das Video bei Youtube reinstellen? Auf alles schießen was sich bewegt? Die SLA unterstützen? Die JEM unterstützen? Die Dschandschawid unterstützen? Gibts da nicht noch viel mehr Vereine? Oder sich einfach, bei dem Versuch Vergewaltigungen zu verhindern ein paar Kugeln einfangen? Hauptsache man kann die Krise international ausdehnen und mal ordentlich Partei ergreifen. Für wen? Ganz einfach: Für die Guten!
    (...irgendjemand wird's uns schon sagen wer das ist)

    Einmal editiert, zuletzt von Adrenax (15. August 2007 um 03:08)

  • ssnake
    Ser Höllenhund
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    2
    Beiträge
    7.382
    • 15. August 2007 um 09:41
    • #43

    Adrenax: Die Unterscheidung in Gut und Böse ist schwierig.
    Aber im Zweifelsfalle versucht mans punkto Gute einfach mal mit denen, deren Dörfer brennen.

    Tyrion: Die Muddjahedin wurden schon damals in den 80ern im allgemeinen als "Gotteskrieger" bezeichnet. Und sie kamen nicht alle aus Afghanistan, schließlich war auch ein gewisser Osama Bin Laden mit von der Partie...

    Ach ja, die Amis.

    Ich bin schon gespannt, wo in der Region der nächste Krieg los geht.
    Aber aufgerüstet wird ja schon mal kräftig.

    Schließlich haben die Amis gerade beschlossen, an Saudi-Arabien, Israel und Ägypten Waffen im Wert von 60 Mrd. Dollar zu liefern, damit sich die vor der "Terrorgefahr" besser schützen können.

    Zur Erinnerung: In den 70ern wurde der Schah des Iran mit Waffen beliefert, in den 80ern Irak und Afghanistan. Heute allesamt Erzfeinde der Amerikaner.

    Dass z.B. Ägypten oder Saudi-Arabien gewaltige Pulverfässer sind, die im Falle einer Revolution sehr wahrscheinlich islamistisch würden, bedenken die Genies im Pentagon mal wieder nicht.
    Oder sie bedenken es sehr wohl und züchten sich schon mal den nächsten Erzfeind, dem man leider das Erdöl klauen muss, weil er ja Massenvernichtungswaffen hat ...

    [b] Sorry, no dragons in Winterfell!

    Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

    Einmal editiert, zuletzt von ssnake (15. August 2007 um 09:59)

  • Bedwyr Mab Petroc
    Inventar des Jahres 2007
    Beiträge
    2.385
    • 15. August 2007 um 09:54
    • #44

    Also Tyrion das keine Bomber eingesetzt werden ist eine einfach und aus meiner Sicht kluge Entscheidung der Strategen, denn diese Strategen haben oft genug im Irak und in Afghanistan Zivilisten mit ihren Bomben getötet. Was hat dieses zur Folge? es entsteht wirklich eine Gut/Böse Front und wer ist der Böse? Richtig, der Westen bzw. die Friedenstruppe. Den einzigen Effekt, die so eine Truppe aus meiner Sicht haben wird ist, dass sich verschiedene Paramilitärs verbünden und gemeinsam gegen einen Feind ziehen. Leidtragende werden wie immer die Zivilbevölkerung sein! Also genau diejenigen, denen man helfen will.

    @Afghanistan-Einsatz ... aus meiner Handballmannschaft waren zwei in Afghanistan. Einer als Feldjäger und einer als Panzeraufklärer. Dann war einer aus unserer ersten Herren für nen halbes Jahr dort, als Versorger.

    Das was sie erlebt haben geht auf eine Kuhhaut. Bomben, die neben ihrem Panzer hochgehen, Kamerade die sich erschießen, weil sie den Druck nicht ausgehalten haben ... und das ist nur die Spitze des Eisberges.

    Militärische Intervention bringt selten was und gerade die von Tyrion so beschworenen Luftangriffe haben viele Zivilisten wieder auf die Seite der Taliban gebracht, weil sie mitlerlebt haben, wie Teile ihrere Familie durch westliche Bomben ums Leben gekommen sind.

    Meiner Meinung nach hat die Bundeswehr nicht das Equipment und das Wissen um sich in solch heißen Länder an einer Friedenstruppe zu beteiligen. Schließlich sind wir ja auch keine Angriffs- sondern eine Verteidigungsarmee ...

    Aus meiner Sicht gehört die Bundeswehr nicht nach Afghanistan oder in einer Kampfzone, wenn sie nicht die Mittel und Ausbildung haben. Eher kann man sie als Blauhelme in relativ sicheren Gegenden wie den Kosovo etc. einsetzen.

    "Ich bin ein Getriebener, ich gebe dem Druck nach, ich kann mich für gar nichts frei entscheiden, ich laufe die Linien meines Schicksals ab, und wenn dort ein Glas Bier steht, dann muss ich es eben trinken, sonst stolpert noch jemand darüber." (Aus dem Buch Sternstunden der Bedeutungslosigkeit von Rocko Schamoni)

  • Tyrion Targaryen
    Spamkönig
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    659
    • 15. August 2007 um 16:04
    • #45
    Zitat

    Original von Adrenax
    @ Tyrion Targaryen
    Was sollen (deutsche) Soldaten denn deiner Meinung nach im Sudan tun?
    Oder sich einfach, bei dem Versuch Vergewaltigungen zu verhindern ein paar Kugeln einfangen?

    Beim Versuch Vergewaltigungen zu verhindern, Kugeln verteilen...

    In Gut und Böse unterteilen kann man wirklich nicht, aber man kann versuchen, Zivilisten, also vor allem Flüchtlingslager zu schützen. In einem gebirgigen, unerschlossenen Gebiet so groß wie Frankreich ist eine Entwaffnung der Milizen sowieso fast aussichtslos. Auf eigenem Territorium wird man sie kaum schlagen können, aber man kann die größeren Zufluchtsstätten der Zivilisten schützen.

    Zum Thema Bomber: Infanteristen sind viel gefährdeter als Piloten und da man in Deutschland niemanden geführden will... das ist ein ziemlicher Drahtseilakt. Wer will denn hier schon Flächenbombardements? Entweder mehr Bodentruppen oder "Kollateralschäden".
    Wenn man die Taliban ohne Luftunterstützung hätte vertreiben wollen, hätte man in Deutschland bestimmt schon über die hohen Verluste geheult und schon viel früher den Abzug gefordert. Was dann aus den Afghanen wird, ist im Grunde für Deutschland wirklich egal, wobei ich das moralisch bedenklich finde und eine prowestliche Regierung in der Lage zwischen China, Pakistan und Iran unheimlich wichtig wäre.
    Es ist typisch deutsch, dass man sich nicht im Süden Afghanistans die Finger schmutzig machen will, sondern lieber Amis und Briten die Drecksarbeit erledigen lässt.
    Die zentrale Frage ist imo: sind ein paar hundert Deutsche (ich will es nicht hoffen) es wert, für die Zukunft von 25-30 Mio. Afghanen zu sterben? Ob der Einsatz dafür begonnen wurde, ist eine andere Frage. Wenn man sich diese korrupte Regierung aus ehemaligen Warlords und jetzigen Drogenbossen ansieht, zweifele ich, dass es bei dem Einsatz primär um Afghanistan geht, sondern eher um die Phantomjagd auf al-kaida.

    Ich kann die Phrase "Deutsche Soldaten nicht ins Ausland" einfach nicht mehr hören.
    Wenn man über die unzureichende Ausrüstung in Afgh. klagt, warum schickt man ihnen keine Artillerie oder Panzer? Die werden wohl nicht alle im Kosovo sein und soo verrostet sind sie hoffentlich auch nicht. Das Bekloppteste, das ich in der Hinsicht gelesen habe, war ein Interview mit einem deutschen Soldaten in Afghanistan, der sagte, er durfte bei Mörserbeschuss nach klarer Sichtung des Feindes nicht zurückschießen. Bin ich verrückt oder ist es die Appeasementpolitik? (oder ist das Interview gefaked?, btw ich würde es gerne wiederfinden, vlt hat es ja auch jemand anderes hier gelesen)

    ssnake: was die Amis gerade machen, würde ich tiefgestaffelte Verteidigung nennen, klassische Machtpolitik also. (Blog: No Blood For Sauerkraut)
    Und meiner Meinung nach sollten die deutschen Politiker auch manchmal einfach ihre Klappe halten, wenn sie keine besseren Alternativen haben als der "neue Hitler" GWB. Wenn die EU "mit Sanktionen droht", ist das ja meistens eher eine freundliche Bitte um neue Gespräche ;). Da bereitet man im Iran einen neuen Holocaust vor, aber Ahmadinedschad ist ja nur ein "Wichtigtuer und Prahlhans".
    Aber wenn erstmal die friedliebenden Demoraten, die u.a. das Engagement in Vietnam begonnen haben, die Wahlen gewinnen, wird ja alles gut, wenn man unseren hiesigen Gutmenschen traut...

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  • Bedwyr Mab Petroc
    Inventar des Jahres 2007
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    • 15. August 2007 um 16:23
    • #46

    Tyrion ... recherchiere doch mal über die Bundeswehr und deren Ausrüstung! Ich kann ja mal anfangen und eine Mängelliste zusammenstellen.

    Kommunikation: Die dt. Kommunikationstechnologie ist hoffnungslos veraltert. Bei Natomanövern kann zum Teil nicht mal zu anderen Ländern Kontakt hergestellt werden.
    Ausbildung: Deutsche Soldaten, um einfach mal Klischees zu bedienen, marschieren durch unser Brachland und trainieren vielleicht mal einen Häuserkampf etc. Auf die Situation in Afghanistan bzw. anderen Orten auf der Welt sind die wenigsten eingestellt. Über einschlägige Erfahrungen verfügt kaum einer. Was schlägst du vor? Soldaten erstmal nach Amerika oder in eine andere Wüste zum Lehrgang schicken?
    Ausrüstung: Nicht nur die Kommunikationsgeräte der Bundeswehr bedürfen einer Neuanschaffung. Die Waffen der Bundeswehr wurden für den Einsatz in Europa konzipiert. Für den Einsatz in Afghanistan und anderen Regionen in der Gegend z.Bsp. auch der Irak bedarf es ganz anderes Equipment. Zum Beispiel müssen Helikopter mit einem besonderen Staubschutz nachgerüstet werden. Ich weiss nicht, wie die Waffen auf den San reagieren, aber die Soldaten dürfen sicherlich viel putzen.

    Ich denke um eine qualifizierte Truppe nach Afghanistan zu schicken bzw. diese zu sinnvoll zu verstärken, Bedarf es nicht ein paar Panzer, die man mit da runter schickt, sondern Technologie, Ausbildung etc.

    @Zurückschießen, natürlich fühlen sie die Soldaten in der Zuschauerrolle schlecht, aber was sollen sie machen? Aber soweit ich weiss dürfen sie sich selbstverteidigen.

    Man muss einfach sehen, welche Länder die Kompetenz haben solch einen Krieg bzw. solch eine Friedensmission zu erfüllen. Vor dem zweiten Golfkrieg haben britische und amerikanische Soldaten lange den Wüstenkrieg trainiert. Ich denke die Vorbereitung der Soldaten hat sicher 10 Monate oder länger gedauert, nur damit sie nicht ganz überfordert sind. Die Franzosen werden ihre Armee auch auf die Wüste vorbereiten können.

    Vorschlag: Wir verwandeln Mecklenburg Vorpommern in eine große Sandkiste, bilden dort unsere Soldaten aus und geben 6 Mrd. Euro, die wir gerade bei der BAB eingesparrt haben für die Ausrüstung aus (Das wäre ein Tropfen auf den heißen Stein). Jetzt bin ich zu polemisch geworden, aber vielleicht merkst du worauf ich hinaus will.

    Und um in Afghanistan die ganzen Warlords zu entwaffnen würden mit sicherheit nicht ein paar hundert, sondern tausende sterben und die Zivilbevölkerung auf deren Seite bringen. Denn Mohnanbau bleibt lukrativer als Getreideanbau ... Diese "Revolution" muss einfach aus dem Volk kommen und die Staatengemeinschaft kann dort nur Hilfestellungen geben. Erst wenn die afghanische Bevölkerung, nicht nur 25%, erkennen welche Potential das Land hat und was getan werden muss, wird es befriedigt.

    Ähnliches Szenario lässt sich auf den Irak, Sudan und anderen Staaten auf der Welt übertragen.

    "Ich bin ein Getriebener, ich gebe dem Druck nach, ich kann mich für gar nichts frei entscheiden, ich laufe die Linien meines Schicksals ab, und wenn dort ein Glas Bier steht, dann muss ich es eben trinken, sonst stolpert noch jemand darüber." (Aus dem Buch Sternstunden der Bedeutungslosigkeit von Rocko Schamoni)

  • Traumwandler
    Revolvermann
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    • 15. August 2007 um 16:55
    • #47
    Zitat

    Es ist typisch deutsch, dass man sich nicht im Süden Afghanistans die Finger schmutzig machen will, sondern lieber Amis und Briten die Drecksarbeit erledigen lässt.


    Was ist daran typisch Deutsch? Wir reden hier von 2 nationen die unter anderm dafür gesorgt haben, dass deutschland jahrzehntelang nicht mal in betracht gezogen hat soldaten ins Ausland zu schicken.

    In denen es über lange Zeit verboten war Deutsche Soldaten ins Ausland zu schicken.

    Die heute noch dafür sorgen dass Deutschland keine atom U-Boote hat, keine Flugzeugträger oder ander Dinge die "Moderne" armeen ausmachen.

    ICh sehe bis zum heutigen tage nicht wirklich ein warum wir Hern Bush und seine Wahnvorstellungen in Afghanistan unterstützen.
    Sei es auch "nur" im "befrieteten" Norden.

    PS: Heute sind drei Deutsche BKA Beamte in einem explodierenden Auto in afghanistan gestorben.

    PPS: Mindestens 220 Menschen sind bei dem schlimmsten Terroranschlag im Irak seit dem Sturz des Saddam-Regimes getötet worden. Der Sprecher der 3. Division der irakischen Armee, Hauptmann Mohammed al-Obaidi, sagte am Mittwoch, etwa 400 weitere Iraker seien bei der Bombenserie am Dienstagabend in Sindschar im Nordwesten des Landes verletzt worden.

    You don´t shoot Bambi, Jackass.
    You shoot Bambi´s Mother.
    - Bobby Singer -

  • Tyrion Targaryen
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    • 15. August 2007 um 17:49
    • #48

    @Bedwyr: ok, da mangelt es wirklich an einigem. Ich frage mich allerdings: wenn schon 72 Eurofighter an Saudi-Arabien verkauft werden sollen, wird sicherlich niemand was dagegen haben, wenn sich Deutschland ein paar moderne Funkgeräte kauft. Außerdem ist natürlich die Frage des Geldes...

    Den Milizen in Darfur sind sie waffentechnisch auf jeden Fall überlegen!

    Zum Thema Warlords entwaffnen: die größten Warlords haben mittlerweile alle die Waffen gestreckt und sind in die Regierung gegangen (vor wenigen Wochen hat sogar Hekmatyar angekündigt, den Widerstand aufzugeben). Was sie alles verbuddelt haben, ist natürlich eine andere Sache.
    Es mag blödsinnig sein, Afghanistan demokratisieren zu wollen (wieviele Afghanen kannten das Prinzip Demokratie überhaupt vor 2001?), und die aktuell regierenden ehem. Kriegsverbrecher sind nur weniger radikale Islamisten als die Taliban, aber trotzdem könnte auch bei diesem Einsatz wirklich etwas für Afghanistan herauskommen. Wenn man den Schmusekurs mit den Taliban aufgibt. Von 2002 bis 2005 waren ja weite Teile Afghanistans wirklich friedlich (für dortige Verhältnisse).
    Was daran eine Wahnvorstellung von Bush sein soll, verstehe ich nicht.

    Edit: wie würde die deutsche Bevölkerung wohl auf den Afghanistan-Einsatz zu sprechen sein, wenn ein im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet ausgebildeter deutscher Muslim in den Berliner Fernsehturm fliegen würde und einige hundert Deutsche sterben? Ich finde die Terrorpanik auch übertrieben, aber möglich wäre es.

    Mal ein Link: [url=http://www.tagesspiegel.de/meinung/Kommentare-Afghanistan-Taliban;art141,2357578]Mit Gulaschkugeln gegen die Taliban[/url]

    Traumwandler: ich hatte nicht gesagt, dass ich die amer. Außenpolitik generell toll finde. Den Irakkrieg halte ich für einen Fehler, da man Saddam durch einen irakischen Bürgerkrieg ersetzt hat. Sehr zynisch... Das Problem der Amis ist, dass die versch. Jihadgruppen jetzt da sind-anders als vor 5 Jahren und sie sich darum keine Schlappen leisten können. Andererseits können sie als Außenstehende den Konflikt der Kurden, arabischen Schiiten/Sunniten nicht lösen. Nur: da man hierzulande so oft vom 2. Vietnam faselt; wenn die amer. Bevölkerung ähnlich hohe Verluste wie in Vietnam akzeptiert, können die Soldaten noch 50 Jahre dort bleiben, wenn der hierzulande verherrlichte "Widerstand" nicht stärker wird.

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    Einmal editiert, zuletzt von Tyrion Targaryen (15. August 2007 um 17:57)

  • Traumwandler
    Revolvermann
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    • 15. August 2007 um 17:55
    • #49

    Das traurige an der sache ist, dass die Amerikaner da nicht rauskönnen.
    Denn wen sie aus dem Irak abziehen, ist der nächste Chaosherd voprprogrammiert.
    Sie müssen diese Suppe also traurigerweise auslöffeln.
    Zu lasten des kleinen Mannes. Und damit meine ich die Soldaten und deren familien.

    Und die demokraten die im Wahlkampf einen schnellstmöglichen Abzug versprechen sind eben doch nur politiker, die nach dem gewonnen wahlkampf sagen:"Die letzte Regierung hat uns tiefer reingeritten als wir dachten, wir können da nicht weg...."

    Ich habe auch nicht gesagt dass du die Aussenpolitik der Amerikaner befürwortest.
    Das machen wohl nur wenige.

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  • Tyrion Targaryen
    Spamkönig
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    • 15. August 2007 um 18:23
    • #50

    Wenn man sagt, jetzt sei alles viel schlimmer als unter Saddam, ist man allerdings auch sehr zynisch. Saddam ist ohne die beiden Golfkriege schon für den Tod von 250.000 bis 500.000 Menschen verantwortlich. Jetzt zu sagen, er habe ja Stabilität garantiert, ist mMn eine perfide (aber auch meine) Sichtweise.
    Ein von Saddams Todesschwadronen todgefolterter Iraker erregt einfach weniger Aufmerksamkeit als ein toter Marine. Und völkerrechtlich ist es nicht möglich, einen Diktator daran zu hindern, sein eigenes Volk zu massakrieren.

    Laut dem vorletzten Spiegel Hauptartikel über den Irak haben die Amis einige verloren geglaubte Gebiete wieder unter Kontrolle, auch wegen des Terrors von al-kaida gegen die eigenen Leute. Traut man dem Artikel, können die Koalitionstruppen das Land wieder unter Kontrolle kriegen. Fragt sich nur, was passiert, wenn die abziehen. Türkischer Einmarsch in die Kurdengebiete und Glaubenskrieg z.B.
    Auch wenn man gegen den Krieg war (heute noch darüber zu diskutieren, ist eigentlich Zeitverschwendung), ist es nur in unserem Interesse, wenn die Amis den Krieg jetzt gewinnen. Darum habe ich auch was gegen die "Friedensfreunde", die für den "irakischen Widerstand" (als gäbe es einen zusammenhängenden Widerstand), der auch schonmal mit Giftgas gegen andere Iraker vorgeht, Geld sammeln.

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  • Traumwandler
    Revolvermann
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    • 15. August 2007 um 18:39
    • #51

    Ich habe nicht gesagt dass unter saddam alles besser war.

    Ich bin zwar Zyniker, aber nicht so einer.

    Der Mann war gefährlich.
    Mehr braucht man über ihn jetz auch nicht mehr zu sagen.

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