"Wen könnt ihr am wenigsten leiden?" Zum Zweiten...

  • Er wusste nicht, wie die Situation mit der Tywin Leiche ausgeht.


    ... was man sich aber angesichts der Machtverhältnisse in King's Landing leicht ausrechnen hätte können.


    Zitat

    Aber Illyrio muss nicht zwingend alles wissen, da Tyrion ja quasi zusammen mit der Nachricht, dass er auf dem Weg ist ankommt. Sowas erschwert die Kommunikation und eben die Möglichkeit ganz vernünftig zu entscheiden, ob Tyrion den Ärger wert ist, oder nicht.


    Ja, da war das Kind schon in den Brunnen gefallen, quasi. Varys hat die Entscheidung getroffen, Illyrio muss sie ausbaden.


    Zitat

    Insbesondere mit Tywins Mord, hat sein Mehrwert gegenüber Herr Kartoffel eingebüßt. Dennoch hat er das passende Blut und im Fall der Targaryens zählen Varys und Co auf den Effekt zusammen mit Unzufriedenheit über die aktuellen Herrscher.


    Nur um damit im Erfolgsfalle gleich wieder die nächste Rebellion zu provozieren?
    Tyrion eignet sich auch dafür, alle Gegner zu vereinen.


    Zitat

    Wie bereits geschrieben, ich schätze, dass sie, ähnlich wie Dany den Dothraki zu geben, mehr oder weniger einfach eine gewisse Grundidee von der Rolle die Tyrion spielen könnte haben, aber keine konkreten Pläne.


    Ja, das befürchte ich auch.


    Wenn er Tyrion ersäuft, hat er nichts davon, wenn er Tyrion weiterschickt, kann sich dieser als nützlich erweisen.


    Oder aber Probleme machen. Was er dann auch prompt tut.


    Zitat

    Den Mord kann man hinterher immer noch jemand anderem in die Schuhe schieben.


    Das hilft alles nichts. Wem es nicht in den Kram passt, das zu glauben, der glaubt es auch nicht.


    Zitat

    Den Beweis hat er mit seinem Erfolg am Blackwater geliefert.


    Womit denn? Dadurch, dass er einfach nach draußen gestürmt ist? Eher kontraproduktiv für einen Strategen.


    Zitat

    Es geht darum, bei der Eroberung die Westmänner auf die eigene Seite zu ziehen.


    Und ausgerechnet der überall unbeliebte Tyrion soll das leisten?


    Zitat

    Da taugt ein Vasall, den man aus dem Nichts zum Erben erklärt, erstmal ebensowenig wie der Starke Belwas.


    Deutlich mehr allerdings als Tyrion. Denn im Unterschied zu jenem hat der Vasall wahrscheinlich Leute, die ihn unterstützen.


    Zitat

    Mir fällt nicht ein, wieso Tyrion etwas tun sollte, was Dany schadet.


    Er hatte ja auch bis jetzt überhaupt nichts mit ihr zu tun. Auf eine bestimmte Entwicklung zu setzen hat da etwas von einem Vabanquespiel.


    Zitat

    Ich kann mich nicht erinnern, dass er da eine Armee im Kampf kommandiert hätte. Ich kann mich auch sonst nicht daran erinnern, dass er irgendwo eine Schlacht angeführt hätte. Er ist auch eher ein Diener als ein Anführer.


    Ohne Armeeführungsqualitäten wird man nicht Commander der Kingsguard. Das ist nämlich eine der zentralen Aufgaben, die der so hat.

  • Zitat

    Es geht aber nicht darum, hinterher einen Herren für den Rock zu finden. Es geht darum, bei der Eroberung die Westmänner auf die eigene Seite zu ziehen. Da taugt ein Vasall, den man aus dem Nichts zum Erben erklärt, erstmal ebensowenig wie der Starke Belwas. Aber der eigentlich rechtmäßige Erbe bietet zumindest die Möglichkeit, einen Gegenpol zu den verteidigenden Lannisters aufzustellen, um den Westen zu bekommen.


    In keinem Universum dieser Welt ist ein Vatermörder der rechtmäßige Erbe von Irgendwas. Und bei allem Kasperletheater weiß spätestens Jaime, dass es Tyrion war und hat keinen Grund mehr etwas anderes zu behaupten.
    Demnach ist Tyrion ein deutlich schlechterer Part als der Starke Belwas, oder der völlig zu Unrecht unterschätzte Herr Kartoffel.


    Zitat

    Man kann eigentlich ziemlich gut voraussehen, gegen wen er sich wenden wird. Mir fällt nicht ein, wieso Tyrion etwas tun sollte, was Dany schadet.


    Mir fallen dafür tausend Gründe ein, warum er Dinge tun könnte die ihm nützen, Dany und insbesondere Varys und Illyrio aber nicht unbedingt. Ebenso wie er etwa 3 Tage gebraucht hat um Aegon lustige Flausen in den Kopf zu setzen.


    Zitat

    Aber Illyrio muss nicht zwingend alles wissen, da Tyrion ja quasi zusammen mit der Nachricht, dass er auf dem Weg ist ankommt. Sowas erschwert die Kommunikation und eben die Möglichkeit ganz vernünftig zu entscheiden, ob Tyrion den Ärger wert ist, oder nicht.


    Das ist richtig, allerdings würde ich Illyrio und Varys zwar recht viel unterstellen, allerdings kein grundlegendes Kommunikationsproblem.


    Und zum Kriegszwerg:


    Zitat

    Tyrion has been trained at arms, insofar as he could be in view of his handicaps. And he always goes into battle well mounted, well armored, leading men, with a personal protector close at hand (Bronn on the Green Fork, Ser Mandon on the Blackwater). Nonetheless, he is wounded in one battle and nearly killed in the other. He can hold his own in the chaos of battle, for a time at least, but that does not mean he is an especially skilled fighter... that distinction belongs to his brother. GRRM


    Glaubst du Barristan ist in den von mir genannten Beispielen allein hingeritten oder wie? :huh:
    Zudem hat er auch den Angriff auf Old Wyk während der Greyjoy Rebellion angeführt, das ist also 3 mal mehr Anführererfahrung mehr als Tyrion hat - der im Übrigen eine Stadt befestigt hat.
    Und mit Hilfe von Papa gewonnen.

    I have been despised by better men than you.

  • Zitat

    Aber er muss sich die Frage stellen, was ihm mehr bringt. Er hat nach dieser Aktion Tyrion, und sonst im Prinzip nichts. Wenn er Tyrion ersäuft, hat er nichts davon, wenn er Tyrion weiterschickt, kann sich dieser als nützlich erweisen.

    Davon ausgehend, dass Tyrion wohl nicht so einfach zu kontrollieren sein dürfte, könnte er aber auch weniger Vorteile als viel mehr einen Haufen Ärger bringen. Tyrion ist ja schließlich kein Zauberschwert, das sofort 30 Manapunkte, 15 Verteidigungs- und 45 Angriffspunkte bringt, wenn ein Level 43 Paladin ihn an seiner Seite hat.

    Zitat

    Den Beweis hat er mit seinem Erfolg am Blackwater geliefert.

    Tyrion hatte genau eine (EINE!) gute Idee, wie man Kings Landing gegen Stannis' Flotte verteidigen konnte: mit einer großen Kette die Bucht absperren und alles abfackeln. Das macht aus ihm noch lange keinen Superstrategen, auch wenn du das offensichtlich gerne so haben möchtest.

    Zitat

    Es geht darum, bei der Eroberung die Westmänner auf die eigene Seite zu ziehen. Da taugt ein Vasall, den man aus dem Nichts zum Erben erklärt, erstmal ebensowenig wie der Starke Belwas. Aber der eigentlich rechtmäßige Erbe bietet zumindest die Möglichkeit, einen Gegenpol zu denverteidigenden Lannisters aufzustellen, um den Westen zu bekommen.

    Oh ja, der Mann, dem sowohl den Mord an seinem Vater wie auch an seinem Neffen, dem zu dieser Zeit rechtmäßigen König, vorgeworfen wird, wird bestimmt wahnsinnig viele Westmänner hinter sich vereinen. :wacko:

    Zitat

    Man kann eigentlich ziemlich gut voraussehen, gegen wen er sich wenden wird. Mir fällt nicht ein, wieso Tyrion etwas tun sollte, was Dany schadet.

    Tyrion arbeitet zu aller erst mal für sich selbst. Es gibt mMn also keine wirklichen Gründe anzunehmen, dass Tyrion sich für den Rest seines Lebens auf Dany einschwört.

    Zitat

    Es ist eben nicht plumpe Bestechung. Auf der Eyrie hat er zuerst einen Zugang zu Mord finden müssen, dann eine Verteidigungsrede halten müssen. Den Bergclans hat er ein Angebot schmackhaft gemacht, das diesen vorher nicht im Traum eingefallen wäre.

    Doch, es ist genau das. Plumpe Bestechung und das macht ihn keineswegs zu einem Genie.

    Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.

  • das Tyrion als lord von casterly rock eher nicht geduldet, wird will tyrion wohl noch verdauen/begreifen müssen
    und das das cyvasse spiel nach hinten für tyrion losgegangen ist , denn dank dem spiel ist es aus mit aegon der marionette


  • In keinem Universum dieser Welt ist ein Vatermörder der rechtmäßige Erbe von Irgendwas.


    Wird er für unschuldig erklärt, taugt er mindestens zum Unruhestiften.


    Zitat

    Mir fallen dafür tausend Gründe ein, warum er Dinge tun könnte die ihm nützen, Dany und insbesondere Varys und Illyrio aber nicht unbedingt. Ebenso wie er etwa 3 Tage gebraucht hat um Aegon lustige Flausen in den Kopf zu setzen.


    Dann gib doch mal ein Beispiel, was Tyrion wieso aus deren Sicht tun sollte.


    Zitat


    Ganz offensichtlich kann er aber im Notfall kämpfen.


    Zitat

    Glaubst du Barristan ist in den von mir genannten Beispielen allein hingeritten oder wie? :huh:


    Nein, ich kann mich nicht erinnern, dass er der Anführer gewesen wäre, der einen Kampf geführt hätte. Ich weiß, dass er da alleine reingegangen ist und Aerys rausgeholt hat. Ansonsten hätte ich ganz gerne eine Textstelle.


    Zitat

    Zudem hat er auch den Angriff auf Old Wyk während der Greyjoy Rebellion angeführt


    Auch daran kann ich mich nicht erinnern.


    Zitat

    der im Übrigen eine Stadt befestigt hat.
    Und mit Hilfe von Papa gewonnen.


    Tyrion hat die Flussschlacht ganz alleine gewonnen. Tywin hat parallel die Landschlacht gewonnen. Und desweiteren zeigt Tyrion mehrfach taktisches und strategisches Verständnis.


    Davon ausgehend, dass Tyrion wohl nicht so einfach zu kontrollieren sein dürfte, könnte er aber auch weniger Vorteile als viel mehr einen Haufen Ärger bringen. Tyrion ist ja schließlich kein Zauberschwert, das sofort 30 Manapunkte, 15 Verteidigungs- und 45 Angriffspunkte bringt, wenn ein Level 43 Paladin ihn an seiner Seite hat.

    Tyrion hatte genau eine (EINE!) gute Idee, wie man Kings Landing gegen Stannis' Flotte verteidigen
    konnte: mit einer großen Kette die Bucht absperren und alles abfackeln.


    Er hat eine Schlacht geführt, und mit einer guten Idee gewonnen. Das beweist natürlich nicht, dass er immer gute Ideen hat, aber andererseits reicht auch "ab und zu" eine gute Idee aus, um einen Kriegsrat zu unterstützen. Außerdem besitzt er zumindest grundlegendes Verständnis in Kriegführung, als der Sohn seines Vaters. Also sollte er sich militärisch als nützlich erweisen.


    Zitat

    Oh ja, der Mann, dem sowohl den Mord an seinem Vater wie auch an seinem Neffen, dem zu dieser Zeit rechtmäßigen König, vorgeworfen wird, wird bestimmt wahnsinnig viele Westmänner hinter sich vereinen. :wacko:


    Wenn er geschickt für unschuldig erklärt wird, vielleicht doch. Man würde sich immerhin die Möglichkeit offenhalten.


    Zitat

    Tyrion arbeitet zu aller erst mal für sich selbst. Es gibt mMn also keine wirklichen Gründe anzunehmen, dass Tyrion sich für den Rest seines Lebens auf Dany einschwört.


    Doch, nämlich, dass das seinen Interessen am dienlichsten ist. Dany ist (außer Aegon) die einzige, die ihm den Rock geben kann.


    Zitat

    Doch, es ist genau das.


    Absolut zwingende Argumentation. :whistling:

    Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.

  • Wird er für unschuldig erklärt, taugt er mindestens zum Unruhestiften.


    Auch nicht mehr als wenn er einfach so auftauchen würde.


    Zitat

    Tyrion hat die Flussschlacht ganz alleine gewonnen.


    Tyrion hat am Fluss gar nichts gewonnen. Er ist nur deswegen noch am Leben, weil die Gegner wegen Tywin allesamt geflüchtet sind.


    Zitat

    Und desweiteren zeigt Tyrion mehrfach taktisches und strategisches Verständnis.


    Wo?

  • Zitat

    Er hat eine Schlacht geführt, und mit einer guten Idee gewonnen. Das beweist natürlich nicht, dass er immer gute Ideen hat, aber andererseits reicht auch "ab und zu" eine gute Idee aus, um einen Kriegsrat zu unterstützen. Außerdem besitzt er zumindest grundlegendes Verständnis in Kriegführung, als der Sohn seines Vaters. Also sollte er sich militärisch als nützlich erweisen.

    Er ist als militärischer Berater für Dany also so unglaublich wertvoll, weil er schon mal eine gute Idee hatte? Wenn es um die Eroberung eines ganzen Kontinents geht, dürfte "ab und zu" eben nicht ausreichen. Außerdem hat zum Beispiel Selmy mindestens eine gleichwertige Ausbildung erhalten. Da er es zum Ritter geschafft hat, vermutlich sogar eine umfangreichere und damit bessere. Tyrion kann Dany in dieser Hinsicht nichts anbieten, was Selmy ihr nicht auch geben könnte.

    Zitat

    Wenn er geschickt für unschuldig erklärt wird, vielleicht doch. Man würde sich immerhin die Möglichkeit offenhalten.

    In den Augen der Lannister-Verbündeten und Vasallen ist er der Mörder von Tywin und Joffrey. Jetzt kommt Dany daher udn sagt "Nö, stimmt gar nicht". Wen genau soll das denn beeindrucken? Wie genau sollte so eine "geschickte" Revidierung seiner Schuld denn aussehen?

    Zitat

    Absolut zwingende Argumentation. :whistling:

    Ich wüsste nicht, was ich da groß argumentieren soll. Er verspricht diversen Leuten Gold, damit er bekommt was er will. Das ist plumpe Bestechung und kein wie auch immer gearteter Geniestreich.

    Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.

  • Er ist als militärischer Berater für Dany also so unglaublich wertvoll, weil er schon mal eine gute Idee hatte? Wenn es um die Eroberung eines ganzen Kontinents geht, dürfte "ab und zu" eben nicht ausreichen.


    Es ist aber auf jeden Fall hilfreich.


    Zitat

    Außerdem hat zum Beispiel Selmy mindestens eine gleichwertige Ausbildung erhalten. Da er es zum Ritter geschafft hat, vermutlich sogar eine umfangreichere und damit bessere. Tyrion kann Dany in dieser Hinsicht nichts anbieten, was Selmy ihr nicht auch geben könnte.


    Ich bezweifle zumindest schon mal stark, dass Selmy auf die Idee mit der Kette gekommen wäre. Selmy ist nicht mehr der jüngste, und eher ein "gerade" denkender Mann.


    Zitat

    Wenn er geschickt für unschuldig erklärt wird, vielleicht doch. Man würde sich immerhin die Möglichkeit offenhalten.

    In den Augen der Lannister-Verbündeten und Vasallen ist er der Mörder von Tywin und Joffrey. Jetzt kommt Dany daher udn sagt "Nö, stimmt gar nicht". Wen genau soll das denn beeindrucken? Wie genau sollte so eine "geschickte" Revidierung seiner Schuld denn aussehen?[/quote]
    Man könnte, wie gesagt, einen Sündenbock platzieren. Varys hat ja so seine Kontakte.


    Zitat

    Ich wüsste nicht, was ich da groß argumentieren soll.


    Du könntest zum Beispiel auf das eingehen, was ich dazu geschrieben habe.


    Ich bin mir durchaus bewusst, dass das alles nicht zwingend ist, aber es kann eben Varys und Illyrio motivieren, ihn zu Danys Unterstützung zu schicken. Aus ihrer Sicht kann es da keinen Nachteil geben.

    Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.

  • Zitat

    Ich bezweifle zumindest schon mal stark, dass Selmy auf die Idee mit der Kette gekommen wäre. Selmy ist nicht mehr der jüngste, und eher ein "gerade" denkender Mann.


    Würde, wäre, hätte. Hätte die Oma einen Bart, wäre sie der Opa.
    Wir haben nicht die geringste Ahnung wie Selmy die Verteidigung von KL organisiert hätte und die Kette wird nicht die einzig im Universum denkbare Möglichkeit gewesen sein.


    Zitat

    Man könnte, wie gesagt, einen Sündenbock platzieren. Varys hat ja so seine Kontakte.


    Man könnte genauso gut nichts der gleichen tun.
    Der Deal sieht momentan so aus. Tyrion: Gebt mir mein Geld und meine Macht zurück, dann bekommt ihr mein Geld und meine Macht zu euren Diensten - wenn mir danach ist zumindest.
    Wer würde nicht darauf eingehen?
    Ich sag ja: Lieber Herrn Kartoffel. Vermutlich ist das auch Azor Ahai, aber ich kann es noch nicht beweisen.


    War da nicht schon ein Stelle in ADWD wo Tyrion sabbernd "Drachen" gedacht hat?


    Rest hab ich oben schon beantwortet.

    I have been despised by better men than you.


  • Gut, danke. Wir fassen also zusammen, dass er ein paar Reste zusammenfegen durfte und eine kleine Insel einnehmen. Das bedeutet sicherlich, dass er eine Armee führen kann, jedoch nicht, dass er ein guter Feldherr ist. Sicherlich kann man ihm eine Armee geben, aber jemand mit Geistesblitzen - wie Tyrion - ist ihm dann eine Hilfe.


    Zitat

    Das ist ja echt eine tragende Qualität für einen Berater an Danys Seite. "Dass er im Notfall kämpfen kann."


    Ich bezog mich lediglich auf deine Behauptung, dass er es nicht könnte.



    Wir haben nicht die geringste Ahnung wie Selmy die Verteidigung von KL organisiert hätte und die Kette wird nicht die einzig im Universum denkbare Möglichkeit gewesen sein.


    Ich würde fast sagen, die Kette war die anscheinend die einzige zur Verfügung stehende Möglichkeit, Stannis' Flotte zu vernichten.


    Zitat

    Man könnte genauso gut nichts der gleichen tun.


    Genau, aber man kann sich die Möglichkeit offen halten.


    Zitat

    Der Deal sieht momentan so aus. Tyrion: Gebt mir mein Geld und meine Macht zurück, dann bekommt ihr mein Geld und meine Macht zu euren Diensten - wenn mir danach ist zumindest.


    Ähm, nein, der Deal sieht nicht so aus. Falls es irgendeinen Deal gibt, dann: Illyrio: Hilf uns, dann bekommst du die Gelegenheit, dich zu rächen, und vielleicht bekommst du sogar den Rock.

    Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.

  • Zitat

    Gut, danke. Wir fassen also zusammen, dass er ein paar Reste zusammenfegen durfte und eine kleine Insel einnehmen.

    Es nützt in dieser Diskussion wohl kaum etwas, wenn du versuchst Selmys Taten klein zu reden. Genauso gut könnte man sagen, Tyrion hat ein paar Bötchen versenkt. Klingt auch nicht wirklich heldenhaft...

    Zitat

    Das bedeutet sicherlich, dass er eine Armee führen kann, jedoch nicht, dass er ein guter Feldherr ist.

    Barristan Selmy ist einer der angesehensten Ritter der Sieben Königslande mit unbestrittenen Kriegserfolgen auf seiner Seite, was man von Tyrion, abgesehen von einer einzigen gewonnen Schlacht, gewiss nicht behaupten kann. Hast du irgendeine Textstelle vorzuweisen, die auch nur ansatzweise deine "Zweifel" an seiner Qualifikation untermauern würde, oder willst du nur einfach nicht, dass Selmy ein guter Mann ist, damit du Tyrion seine Rolle als großer Held und Retter besser andichten kannst?

    Zitat

    Ich würde fast sagen, die Kette war die anscheinend die einzige zur Verfügung stehende Möglichkeit, Stannis' Flotte zu vernichten.

    Eine Festungsstadt wie Kings Landing ist so gebaut, dass es möglich ist, sie zu halten wenn eine Armee vor der Tür steht. Darauf zu hoffen, dass sich im Zweifelsfall irgendwer was ebenso Cleveres wie Verrücktes ausdenken wird, wird wohl beim Bau der Stadt und der Verteidigungsanlagen kaum der ausschlaggebende Gedanke gewesen sein.
    Also auch wenn ich ebenso kein Experte für mittelalterliche Belagerungen bin, würde ich doch mal annehmen, dass es plausibel ist, dass man die Stadt durchaus auch anders hätte verteidigen können.

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  • Es nützt in dieser Diskussion wohl kaum etwas, wenn du versuchst Selmys Taten klein zu reden.


    Es waren einfach keine Taten, die einen wirklich guten Feldherrn erfordert hätten, nur jemanden, der seine Hausaufgaben gemacht hat.


    Zitat

    Barristan Selmy ist einer der angesehensten Ritter der Sieben Königslande mit unbestrittenen Kriegserfolgen auf seiner Seite, was man von Tyrion, abgesehen von einer einzigen gewonnen Schlacht, gewiss nicht behaupten kann.


    Welche unbestrittenen Kriegserfolge? Selmy ist nicht wegen seiner Taten als Heerführer so angesehen. Ihm wurden lediglich einige weniger schwere Aufgaben übertragen und er hat sie erfüllt. Tyrion dagegen musste gegen eine mehrfache Übermacht antreten.


    Zitat

    Hast du irgendeine Textstelle vorzuweisen, die auch nur ansatzweise deine "Zweifel" an seiner Qualifikation untermauern würde


    Hast du eine vorzuweisen, die ihn qualifiziert? Es wird kurz erwähnt, dass er mal eine Armee angeführt hat, es ist klar, dass er erfahren ist, aber mehr eben auch nicht. Und er ist eben kein Geistesmensch, der schlaue Taktiken verwendet, sondern ein Schwertkämpfer, der sich nur ungerne mit Politik befasst.


    Zitat

    Ich würde fast sagen, die Kette war die anscheinend die einzige zur Verfügung stehende Möglichkeit, Stannis' Flotte zu vernichten.

    Eine Festungsstadt wie Kings Landing ist so gebaut, dass es möglich ist, sie zu halten wenn eine Armee vor der Tür steht.[/quote]
    Nur ist das eben nicht immer möglich, egal wie man baut. Und wir reden nicht von einer Burg, wir reden von der größten Stadt des Reiches, da kann man nicht einfach eine hundert Meter hohe Mauer hinbauen. Eine "normale" Verteidigung würde mindestens eine große Zahl an Männern benötigen, und die stand nicht zur Verfügung.


    Zitat

    Also auch wenn ich ebenso kein Experte für mittelalterliche Belagerungen bin, würde ich doch mal annehmen, dass es plausibel ist, dass man die Stadt durchaus auch anders hätte verteidigen können.


    Auch mit der Kette gelang es Stannis wenigen Männern, die den Fluss überquert hatten, die Tore mit einem Rammbock anzugreifen. Die Verteidiger haben einen Ausfall gemacht und sie zurückgeschlagen. Hätte Stannis nun mehr Männer herüberbringen können, hätte er den Ausfall abwehren und das Tor durchbrechen können. Zwar schlug der Bluthund vor, sie hinter dem Tor abzufangen, aber das wäre gegen die Übermacht auf jeden Fall schwierig geworden. Und wenn das Tor erst gefallen ist, muss Stannis seine Leute nur noch reinschicken, um die Stadt zu erobern. Die Festung selbst würde vermutlich länger durchhalten, aber eine regelrechte Belagerung würde sie auch zu Fall bringen.

    Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.

  • Wieso?
    Ist doch eine gelungene Zusammenfassung von durch absolut nichts begründeten Annahmen hinsichtlich des Lord Commanders der Kings Guard, der unzählige Zeit auf dem Schlachtfeld verbracht, den König befreit, eine Armee und mehrere Angriffe befehligt hat, an Sitzungen des kleinen Rats teilgenommen hat und als einer der größten Ritter seiner Zeit angesehen wird im Vergleich zu oh - einem Zwerg der zufällig im Alter von über dreißig Jahren Hand geworden ist weil seine Schwester seinen Bruder gebummst hat und sein Vater gerade keine Zeit hatte.
    Aber er hat viele Bücher gelesen und kann notfalls kämpfen!

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  • Kannst du bitte aufhören so einen Müll zusammenzuschreiben?
    Vielen Dank


    Das ist aber nicht ganze die feine englische Art oder? :whistling:


    Ich kann ja verstehen, dass manche Tyrion nicht mehr mögen, nach dem er vom Politiker und Ränkeschmieder zu "Essos, eine Reise hin und (vielleicht bald wieder zurück" degradiert wurde, oder ihn nie mochte.
    Aber ihm seine Talente abzusprechen ist doch nicht Disskussionförderlich oder?
    Mir kam es öfters vor, als hätte Herr Martin das ein oder andere mal etwas zu oft ins Rotweinglas geblickt als er diese Kapitel geschrieben hat. Und das allernervigste, kaum käme er in eine interessantere Position (Illyrio, oder bei Aegon), lässt er ihn weitertuckern, bevor es spannend wurde. Ich hoffe er findet in Meeren wieder zu altem Glanz zurück. So kann ich die Kapitel überkrampfter, unglaubwürdiger Melancholie vielleicht auch wieder vergessen.


    Für Danerys ist der Gnom mit seiner Rhetorik sicher von Vorteil. Auch hat er das ein oder andere mal bewiesen, dass er einiges Kopf hat, oder habt ihr eine andere Buchreihe gelesen als ich? ;)
    Auch seine fähigkeit, Menschen Einzuschätzen (Solange sie kein hübsches Gesicht und Brüste haben...) ist doch zu beachten. Selbst als Kinslayer, wäre er, sofern er wirklich in Danys Reihen eintreten würde, immer die Person mit den grössten Chancen auf das Erbe in Casterly Rock. Nicht zuletzt, weil er selbst, eine nahezu geringe, aber immer noch vorhande Chance sieht als er bei den Second Sons (?) unterschreibt.
    Die Flusslande "akzeptieren" (ja die Gänsefüschen sind absichtlich) ja auch die Gastrecht brechenden Freys als quasi Herscher der Flusslande. Ob er aber eine Hilfe wäre die Westermänner hinter Dany zu bringen, bezweifle ich aber auch. Wenn das Lied von den Grillechsen aber nicht in nächster Zeit endet, wovon ich nicht ausgehe und Dany nicht ganze alleine nach Westeros kommt sind die auch eher nebensächlich.
    Das Gemischt mit brennendem Hass auf Danys Feinde, macht ihn doch zu einem wertvollen Verbündeten für Cheesy und den Eunuchen, verlieren können sie ja nicht viel oder?


    Übrigens würde ich mir, wenn ich Baristan Selmy wäre, die Eroberung von Old Wyk der gerade mal kleinsten Insel die es gerade mal so noch mit einem Namen auf die Westeroskarte geschafft hat mit einem Heer bestehend aus den sieben Königslanden, nicht allzugross auf die Fahne schreiben.

    »Im übrigen ist die Literatur nichts anderes als ein gelenkter Traum.« Jorge Luis Borges


    There are no Bois like me, only me.

  • Zitat

    Aber ihm seine Talente abzusprechen ist doch nicht Disskussionförderlich oder?


    Kommt drauf an, welche Talente es sein sollen und unter dem Strich und bei Tageslicht betrachtet sind es nicht eben viele - sonst wäre er vermutlich auch nicht in einem Weinfass geendet.


    Zitat

    Das Gemischt mit brennendem Hass auf Danys Feinde, macht ihn doch zu einem wertvollen Verbündeten für Cheesy und den Eunuchen, verlieren können sie ja nicht viel oder?


    Na doch, allerdings. Dany als Marionette beispielsweise.

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  • Kommt drauf an, welche Talente es sein sollen und unter dem Strich und bei Tageslicht betrachtet sind es nicht eben viele - sonst wäre er vermutlich auch nicht in einem Weinfass geendet.


    Na die, die ich aufgezählt habe. :hm:

    »Im übrigen ist die Literatur nichts anderes als ein gelenkter Traum.« Jorge Luis Borges


    There are no Bois like me, only me.

  • Du hast nichts aufgezählt.
    Du hast geschrieben "Rhetorik sicher von Vorteil" und "das ein oder andere mal bewiesen, dass er einiges Kopf hat" - Sorry, aber das kann echt alles sein - oder eben nichts.
    Wir waren hier schon dabei uns über konkrete Maßnahmen seinerseits zu unterhalten. Und das meiste was er geschafft hat, hat er durch irgendeinen Emo-Anfall später wieder verbockt - insbesondere gegenüber Tywin selbst oder wegen Menschen mit Titten.

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