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Der große Religionsthread

  • Asserbad
  • 23. Februar 2007 um 21:42
  • geopath
    Schüler
    Beiträge
    88
    • 2. Oktober 2012 um 16:39
    • #361

    Maegwin
    wie schon zuvor gepostet, vermengst du Antimaterie und Dunkle Materie. Erste ist nachgewiesen und wahrscheinlich im Universum wenig vorhanden. Dunkle Materie ist tatsächlich ein Lückenfüller um das jetzige Modell an Beobachtungen anzupassen, bis man genaueres weiß. Aber man sucht danach und alle Beteiligten wissen sehr genau, das es dort Wissenslücken gibt. Die werden nicht einfach verneint oder überspielt.
    Daher dient das AMS ja nicht zwingend dazu unser Modell zu stützen. Wenn es neue andere Erkenntnisse ergibt wird man sich dem widmen müssen.
    Mathematik, dafür werden mich Mathematiker evtl. lynchen, ist ja keine Naturwissenschaft sondern eher eine logische Sprache. Sie ist für mich ja eher eine Methode, sie gibt selnber keine Antworten, also auch keine Absoluten. Eine Zahl an sich hat ja keine Aussage, erst wenn du sie mit etwas verknüpfst.
    Die Frage nach dem Warum ist nicht Teil der Mathematik. Außerdem beweist Mathematik jeden Zusammenhang den sie postuliert. Und wenn jemand rausfinden sollte, das Wurzelziehen doch was anderes ist, dann wird man das wohl revidieren. Aber ich geh nicht davon aus das das passieren wird. Mathematik präsentiert absolute Logik aber keine Antworten.
    aegon lebt
    das ist von mir etwas sarkastisch ausgedrückt aber auch nicht ganz falsch. Religion braucht ja nicht biegen, weil sie sich ja nicht anpassen muss, weil Anpassung ja nur notwenig ist bei unveränderlichen Rahmenbedingungen, die es aber bei einem Allmächtigen Gott ja nicht gibt. Daher ist prinzipiell alles möglich und muss sich nicht gesetzmäßigkeiten in sich schlüssig verhalten. Wunder sind zB so etwas. Sie wiedersprechen unserer Erfahrung und unserem Wissen aber in der Religion können sie trotzdem stattfinden.
    Religion ist dann auch ein weites Feld, aber auch in der Religion verändern sich Wahrheiten über die Jahrhunderte ja durchaus.
    Ja natürlich gibt es mehr Unwissen als Wissen. Aber es ist auch ein Verdienst das wir das Wissen. Solange wir kein besseres Modell haben passen wir halt das alte an, bis wir eine elegantere Lösung finden. Bis zu Einstein hat man ja viel mit dem Äther begründet. Das war falsch hat aber in vielen Fällen funktioniert. Das wird uns mit Dunkler Materie evtl. auch so gehen. Bis der nächste Einstein kommt und was besseres hervorbringt und dem wird man sich kurz oder lang anschließen. Diese Anpassung an neue Erkenntnisse ist so in der Relgion ja nicht vorhanden, da es eben ein Glaubens- und kein Wissensmodell ist.
    Wenn man über Dunkle Materie schreibt, weiß man das man wenig weiß und lässt sich (je nach Egoismus ses Wissenschaftlers) eines besseren belehren. Die Annahmen sind also nur temporär und als Übergangslösung gedacht. Religion psotuliert aber ewige Wahrheit.

  • Aegon_lebt!
    Ritter im Hause Sharan
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    1
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    1.925
    • 2. Oktober 2012 um 17:22
    • #362
    Zitat

    Religion braucht ja nicht biegen, weil sie sich ja nicht anpassen muss,
    weil Anpassung ja nur notwenig ist bei unveränderlichen
    Rahmenbedingungen, die es aber bei einem Allmächtigen Gott ja nicht gibt

    Zitat

    Religion ist dann auch ein weites Feld, aber auch in der Religion verändern sich Wahrheiten über die Jahrhunderte ja durchaus.

    Was denn jetzt?

    Zitat

    Diese Anpassung an neue Erkenntnisse ist so in der Relgion ja nicht
    vorhanden, da es eben ein Glaubens- und kein Wissensmodell ist.

    Naja, das ist aber auch eine etwas kühne Behauptung. Natürlich wirft die Kirche innerhalb kürzester Zeit nicht alles über den Haufen, was sie Jahrhunderte lang für wahr und richtig erklärt hat (dass die Erde eine Scheibe ist beispielsweise), aber es stimmt ja nun nicht, dass sich Religionen oder die Kirche gar nicht verändern würde.
    Die katholische Kirche von heute ist schon eine deutlich andere als die von vor 500 oder 1000 Jahren und das ist auch gut so. Sicherlich ändert sich die Kirche bisweilen langsamer als mir und wohl auch vielen anderen Gläubigen lieb ist, zum Beispiel was die Gleichstellung Homosexueller angeht, aber sie tut es doch.

    Diese Starre, die der Kirche vorgeworfen wird, gibt es also nicht. Es dauert halt alles nur seine Zeit.

    Zitat

    Die Annahmen sind also nur temporär und als Übergangslösung gedacht.

    Stimmt. Wobei es dann aber dennoch - wie ich finde - ziemlich anmaßend ist, mit temporären Übergangslösungen als Argumenten die Religion in die Welt der Mythen und Märchen verbannen zu wollen und allen, die dennoch an einem religiösen Glauben festhalten, erzählen zu wollen, dass sie die Welt (im Gegensatz zu den wissenschaftsorientierten Atheisten) offensichtlich nur noch nicht verstanden haben und in der Vergangenheit festhängen.

    Wie du es selbst ja richtig sagst, versteht die Wissenschaft die Welt ebenfalls nicht und ich persönlich zweifle auch daran, dass wir sie jemals vollständig verstehen werden. Wer mir also erzählen will, nur die Wissenschaft könne (im Gegensatz zur Religion) die Antworten auf alle wichtigen Fragen des Lebens liefern, der muss schon ein - wie ich finde längst nicht immer berechtigtes - Grundvertrauen in die Wissenschaft aufbringen, das dem religiösen Glauben an einen Gott in nichts nachsteht.
    Genau das macht die ganze Diskussion in meinen Augen ja gerade so absurd.

    Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.

  • geopath
    Schüler
    Beiträge
    88
    • 2. Oktober 2012 um 17:41
    • #363

    aegon lebt
    Ich denke Wissenschaft und Religion geben in ihren Kernkompetenzen Antworten auf völlig unterschiedliche Fragen. Wie der nächste PC funktioniert oder bestimmte Gesetzmäßigkeiten im Universum sind ist Sache der Wissenschaft. Die Frage nach dem Sinn oder der Seele oder dem Danach sollte der religion überlassen werden. Und da man sich ja sowohl für den nächsten PC als auch die Frage nach dem Danach interessieren kann kann man auch Wissenschaftler und Gläubiger sien.
    Und Kirche verändert sich natürlich. Sie ist nur starrer als die Wissenschaft. Was in teilen sicher auch Berechtigung hat.
    Und Wissenschaft wird nur von denen zur Widerlegung von Religion genutzt die den fundamentalen Unterschied zwischen beidem nicht wahrhaben wollen. Ich kann wissenschaftlich gegen bestimmte Schilderungen aus der Bibel sein. Mit Gott und dem Galuben hat das nichts zu tun.
    Ich hoffe sogar das wir die Welt niemals ganz versthen werden. Was stillt dann noch unsere Neugier?
    Was den scheinbaren Widerspruch angeht. Religion ist nicht in sich selbst gezwungen sich anzupassen. Man kann gegen jede Erfahrung sagen aber Gott hat die Dinosaurier verbuddelt um uns zu täuschen. Das lässt sich nicht widerlegen. Allmacht könnte das ja. Die Kirce ist also nicht gezwungen sich anzupassen, sie tut es aber freiwillig selbst. Wissenschaft hingegen kann neue Erkenntnisse nicht ignorieren.

  • Manu_wd
    Anfänger
    Beiträge
    5
    • 5. Oktober 2012 um 12:16
    • #364

    Ich respektiere ja religiöse Leute, aber irgendwie regt es mich dann doch auf, dass man nicht in der Lage ist, dahinter zu schauen, oder es noch nicht mal versucht, sondern einfach glaubt, ohne irgendwas in Frage zu stellen :(

  • seregthaur
    Gast
    • 5. Oktober 2012 um 13:47
    • #365

    Auch unreligiöse Leute glauben an irgendetwas, ohne ihren Glauben in Frage zu stellen. Denn was kannst Du letzten Endes bitteschön beweisen?

  • Traumwandler
    Revolvermann
    Beiträge
    3.808
    • 5. Oktober 2012 um 14:35
    • #366
    Zitat

    sondern einfach glaubt, ohne irgendwas in Frage zu stellen

    Das ist üblicherweise die Defintion von Glaube.
    an etwas zu glauben, ohne es beweisen zu können.......

    You don´t shoot Bambi, Jackass.
    You shoot Bambi´s Mother.
    - Bobby Singer -

  • Dome
    What time is it...?
    Beiträge
    231
    • 6. Oktober 2012 um 12:38
    • #367

    Wer nichts weiß, muss alles glauben!

    [Blockierte Grafik: http://i.imgur.com/fbpIQ.png]

    ~ VSWR - DAS Star Wars Chatrollenspiel ~

  • Viserion
    Anfänger
    Beiträge
    27
    • 27. Oktober 2012 um 05:23
    • #368

    Also jetzt ohne alles gelesen zu haben(werde ich aber direkt nachholen)

    Meine einstellung zur Religion das jeder glauben soll was er will solange es nicht ausartet(wie leider beim Jihad,oder den erst kürzlich stattgefundenen karikaturen von Mohammed)
    Das finde ich dann einfach übertrieben,vorallem was ich nicht verstehe,wieso ruiniert man aus protest über ein anderes land infrastruktur seines eigenen landes? ?(
    auch das,die eigentlich oft sehr ähnlichen(ich habe mich kaum mit religion auseinander gesetzt da es mich eigentlich nie interessierte und ich nicht an gott glaube),grundsätze der religionen christentum und Islam einfach ignoriert werden und man den anderen weiterhin als ungläubigen bezeichnet,man könnte doch auch einfach in friedlicher kooexistenz leben,da dies aber vielen religiösen fanatikern nicht möglich ist vertrete ich die meinung bevor man sich für gott,der ja eigentlich das gute in dieser welt darstellen soll,gegenseitig umbringt,sollte man,ja ich zitiere hier warhammer 40.000 aus gedanken,die wissenschaft einen erleuchten lassen und das joch der religion ablegen,denn wenn religion zu kriegen und gewalt führt ist es ein laster und weniger eine erlösung
    zu dieser einstellung komme ich folgendermaßen: Stirbt ein geliebter mensch bringt das meiner meinung nach,mehr kummer und schmerz als predigten in der kirche wieder gut machung leisten können

    Sollte ich mich aber für eine religion entscheiden müssen,ich bin evangelisch getauft worden,wäre es der Budismus(hoffe das es richtig geschrieben ist) da dieser frieden predigt,und man mit selbst erschaffenem und nicht erzwungenem frieden dem paradies auf erden am nähesten kommt

  • Amun-Re
    Aufflackern
    Beiträge
    906
    • 27. Oktober 2012 um 10:46
    • #369
    Zitat

    die wissenschaft einen erleuchten lassen und das joch der religion ablegen,denn wenn religion zu kriegen und gewalt führt ist es ein laster und weniger eine erlösung

    Sich von der "Wissenschaft erleuchten lassen"? Erleuchtung durch Wissenschaft? Das klingt mir schon sehr religiös. ;)
    Ich gebe zu, ich kenne "Warhammer 40.000" nur vom Namen her. Aber bist du dir sicher, das das Wissenschaftsbild dort nicht doch ein ziemlich religiöses ist?
    Aus diesem "Zitat" würde ich das zumindest schließen.

    Edit: Och... es gab auch "Wissenschafts"-Zweige, die zu extremem Rassismus und infolgedessen zu Kriegen und Gewalt führten.
    Ich weiß, ich weiß... Gleich kommt wieder: "Aber heute ist alles anders!" Ich wollt's nur mal gesagt haben.

  • seregthaur
    Gast
    • 27. Oktober 2012 um 13:01
    • #370
    Zitat von Amun-Re


    Edit: Och... es gab auch "Wissenschafts"-Zweige, die zu extremem Rassismus und infolgedessen zu Kriegen und Gewalt führten.
    Ich weiß, ich weiß... Gleich kommt wieder: "Aber heute ist alles anders!" Ich wollt's nur mal gesagt haben.

    /sign.
    Der Nationalsozialismus wäre z.B. solch eine wissenschaftliche Religion (oder wie man das nennen soll), er propagiert nämlich nicht "Deus lo volt!", sondern versucht seine Rassen-, Blut und Boden-Theorien und andere wissenschaftlich zu begründen. Auch der (zum Nationalsozialismus gehörige) Sozialdarwinismus mit dem "Recht des Stärkeren" begründet sich in der Wissenschaft. Und was der Nationalsozialismus an Kriegen und Gewalt hervorbrachte, bedarf wohl keiner weiteren Ausführung.

    @ Viserion

    Zitat

    da dies aber vielen religiösen fanatikern nicht möglich ist vertrete ich die meinung bevor man sich für gott,der ja eigentlich das gute in dieser welt darstellen soll,gegenseitig umbringt,sollte man,ja ich zitiere hier warhammer 40.000 aus gedanken,die wissenschaft einen erleuchten lassen und das joch der religion ablegen,denn wenn religion zu kriegen und gewalt führt ist es ein laster und weniger eine erlösung

    Verstehe ich zwar nicht so ganz, aber das, was ich verstehe, ist - mit Verlaub gesagt - Unsinn. Denn es it völlig unerheblich, ob man jetzt Muslim, Christ, Buddhist, Astrophysiker, Nobelpreisträger, oder sonst was ist. Weder Religion noch Wissenschaft oder sonst was verursacht Krieg, Gewalt, Böses, sondern es kommt vielmehr auf den Fanatisierungsgrad und auf die geistig-denkende Ebene an, in der sich dann die entsprechenden Menschen befinden. Auch Wissenschaftler können Unheil über die Welt bringen.

  • Arrakir
    Schüler
    Beiträge
    132
    • 27. Oktober 2012 um 13:23
    • #371
    Zitat

    Meine einstellung zur Religion das jeder glauben soll was er will
    solange es nicht ausartet(wie leider beim Jihad,oder den erst kürzlich
    stattgefundenen karikaturen von Mohammed)

    Wie ist das andererseits zum Beispiel bei dem jüngsten Vorstoß des New Yorker Bürgermeisters, Cola-Becher ab einer bestimmten Größe zu verbieten, weil die Leute zu dick werden? Oder bei der Hysterie beim letzten Sonstwie-Grippevirus? Oder bei den lustigen gelben Vierecken auf Bahnsteigen, an denen magischerweise der garstige Zigarettenqualm halt macht? Dem Verbot in manchen Städten, öffentlich Alkohol zu konsumieren? Der medial-wissenschaftlichen Dauerbombardierung, dass man regelmäßig Sport zu treiben habe? Dass man doch bitteschön bei jeglichen Genussmitteln Maß zu halten habe? Oder generell bei der modernen Tendenz, (wissenschaftlich) gesundes mit glücklichem Leben gleichzusetzen?

    Im Bereich der, allgemein gesagt, Gesundheitswissenschaft und darauf aufbauend der Gesundheitspolitik finden vielleicht keine Demonstrationen und Volksunruhen statt, dafür aber jede Menge Volkserziehung. Oder je nach Blickwinkel auch Gängelung. Ob das besser ist?

  • Viserion
    Anfänger
    Beiträge
    27
    • 27. Oktober 2012 um 14:17
    • #372

    Stimmt schon,im späteren warhammer 40.000 ist es sehr religiös,anfangs ist das imperium allerdings säkularisiert,eben aus dem grund das in der vergangenheit millionen menschenleben durch glaubens kriege starben,und darauf bezog ich mich,wobei hier auch schön begründet wird das es ein menschliches verlangen ist zu glauben(daher,es sei jedem ans herz gelegt das er daran glaubt woran er glauben mag :) )
    Und "die erleuchtung" bezog sich darauf das man hier eben die religion abschaffte,zugegeben,mit gewalt,um die wissenschaft als unangefochtene einzige "wahrheit" zu etablieren

    @seregthaur

    Stimmt stimmt,entschuldigt,an das Ns regime dachte ich nicht
    ich bezog mich einfach auf ereignise der näheren vergangenheit,und da dominiert nun mal leider,das thema,doof ausgedrückt,"religions krieg"
    Aber was wissenschaftler anrichten können sieht man ja sehr gut an den wasserstoffbomben tests im kalten krieg,daher hast du vollkommen recht und jeder mensch,egal ob Priester,Politiker oder Wissenschaftlicher hat die möglichkeiten schlechtes über die welt zu bringen

    @ arrakir
    Zumindest wird kein blut dabei vergossen und auch keine leben "verschwendet" (nicht gemünzt auf: Glauben is verschwendetes leben,sondern auf das sterben bei den volks unruhen)
    Und natürlich sind viele Maßnahmen die du hier beschreibst dezent Dämlich(bestes beispiel die nicht raucher schilder wo es aber jedem gleich is wenn man nen meter daneben steht und qualmt wie ne dampflok :D)

    Also um es noch mal kurz zusammen zufassen(es war heute morgen sehr spät >.<) ich meinte es folgendermaßen: Bevor man sich umbringt für etwas,was man schwerlich belegen kann,und wo man jede kleine karikatur oder verunglimpfung als grund sieht um so auszurasten wie es derzeit der fall ist,sollte man sich lieber der wissenschaft zu wenden und der gesammten weltbevölkerung zu größerem wissen verhelfen
    Denn glaube definiert sich ja bei jedem anders^^

    Wenn sich aber der glaube mit der wissenschaft verbinden lässt,umso besser,aber auch hier kommt es wieder auf jeden menschen selbst an ob er das zulässt oder nicht :)

  • Amun-Re
    Aufflackern
    Beiträge
    906
    • 27. Oktober 2012 um 14:23
    • #373
    Zitat von Viserion

    sollte man sich lieber der wissenschaft zu wenden und der gesammten weltbevölkerung zu größerem wissen verhelfen

    Das klingt ganz so, als sähest du "Wissen" als etwas kumulatives an. ^^

  • Viserion
    Anfänger
    Beiträge
    27
    • 27. Oktober 2012 um 15:05
    • #374

    naja,der großteil unserer wissenschaftlichen errungenschaften ist doch sicher irgentwo gesichert?
    Dementsprechend könnte man,rein theoretisch,sich das wissen aneignen,da man es nur mehr erlenen müsste^^

  • Arrakir
    Schüler
    Beiträge
    132
    • 27. Oktober 2012 um 16:56
    • #375
    Zitat von Viserion

    Zumindest wird kein blut dabei vergossen und auch keine leben "verschwendet" (nicht gemünzt auf: Glauben is verschwendetes leben,sondern auf das sterben bei den volks unruhen)

    Nicht bei den Beispielen, nein. Aber eigentlich ist das auch sekundär, denn worauf es ankommt, ist die dahinter stehende Idee. Die Idee davon, Einblicke in die universelle Wahrheit zu haben, die man dann wiederum anderen aufzwingen kann. Wie dieses Aufzwingen vonstatten geht, ist lediglich eine Frage der Radikalität und dem Grad der ideologischen Überzeugung.

    Jedenfalls ist es ja nicht so, als wären im Namen der "Wissenschaft" niemals Gräueltaten geschehen. Ob diese Gräueltaten jetzt im Namen Allahs oder sonst irgendeines Gottes geschehen, oder im Namen einer politischen Ideologie wie dem Kommunismus oder Faschismus oder im Namen einer wissenschaftlichen Lehre ist dabei doch völlig egal. Möglich ist alles. Google beispielsweise mal nach dem Begriff "Eugenik" und schau dir an, was es da so alles an Maßnahmen gab - und zwar keinesfalls nur in Deutschland.

    Oder vielleicht ein neutraleres Beispiel: Atomkraft galt lange Zeit (und gilt in den meisten Teilen der Welt immer noch) als beherrschbar und vor allem als politisch sowie wirtschaftlich sinnvoll. Dabei hat man die Risiken vollkommen unterschätzt und demzufolge durchaus ideologisch verbrämt darauf gesetzt, billige Energie erzeugen zu können. Dass Unfälle eben nicht nur einmal in einer Million Jahre geschehen sondern wesentlich häufiger, ist die unschöne Erkenntnis, die man aus dieser Wissenschaftsideologie ziehen kann. ;)

    Vielleicht hätte man nach Tschernobyl oder Harrisburg noch niemandem einen ernsthaften Vorwurf machen können, aber spätestens wenn in ein paar Jahren wieder ein GAU stattfindet und alle Welt überrascht und betroffen tut, sind die Opfer den Vertretern der entsprechenden Ideologie zuzuordnen, oder? Und das ist dann in der Bewertung nicht viel anders als ein Mob Gläubiger, der eine Botschaft abfackelt.

    3 Mal editiert, zuletzt von Arrakir (27. Oktober 2012 um 17:20)

  • Viserion
    Anfänger
    Beiträge
    27
    • 27. Oktober 2012 um 17:01
    • #376

    Bitte versteht mich nicht falsch,das es so war streite ich mit keinem wort ab,nur derzeit ist es einfach um eine ganze ecke humaner,so war es ausgelegt nicht auf "Wissenschaft gut,religion böse"
    ich gehe eben nur von ereignise der letzten monate/jahre aus

    Aber das mit der eugenik werde ich mir auf jedenfall zu gemüte führen

  • Scotsh
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    282
    • 28. Oktober 2012 um 11:20
    • #377
    Zitat von Arrakir

    Oder bei den lustigen gelben Vierecken auf Bahnsteigen, an denen magischerweise der garstige Zigarettenqualm halt macht? Der medial-wissenschaftlichen Dauerbombardierung, dass man regelmäßig Sport zu treiben habe? Dass man doch bitteschön bei jeglichen Genussmitteln Maß zu halten habe?

    Im Bereich der, allgemein gesagt, Gesundheitswissenschaft und darauf aufbauend der Gesundheitspolitik finden vielleicht keine Demonstrationen und Volksunruhen statt, dafür aber jede Menge Volkserziehung. Oder je nach Blickwinkel auch Gängelung. Ob das besser ist?

    Tja so unterschiedlich können Ansichten sein, ein paar in meinen Augen valide Punkte hab ich mal aus der Diskussion rausgenommen aber was ich hab stehen lassen finde ich durchaus sinnvoll. Nämlich solange die Allgemeinheit für das alles mitbezahlt sollte die Allgemeinheit da auch mitreden. Der Punkt an den "magischen" Vierecken ist nicht das der Qualm da halt macht sondern das die weggeworfenen Kippen sich sort konzentrieren, bzw. tatsächlich vermehrt korrekt entsorgt werden und damit nachweislich die bundesweit mehrere Mio € hohen Reinigungskosten alleine für Zigarettenkippen an Bahnhöfen deutlich reduziert wurden. Persönlich freue ich mich das ich mich am Bahnsteg tatsächlich auch so hinstellen kann das ich einen für mich angenehmen Abstand zur Qualmecke habe.
    Das unser Gesundheitssystem im wesentlichen ein von der breiten Allgemeinheit bezahltes Umlagesystem ist ist ja kein Geheimnis, entsprechend hat die Allgemeinheit auch ein Interesse daran das es nicht einseitig belastet wird. Wenn man mal kuckt was chronische Herz-/Kreislauferkrankungen so an Kosten verursachen kann man relativ einfach 1 und 1 zusammenzählen warum es sinnvoll ist den Leuten sportliche Tätigkeiten nahezulegen.

  • Arrakir
    Schüler
    Beiträge
    132
    • 28. Oktober 2012 um 12:50
    • #378

    Scotsh, ich bin mir nicht sicher, ob Kosten für die Allgemeinheit ein legitimer Grund sind, Leute zu gängeln. Oder eher, ob diese Kosten als Grund legitimer sind als beispielsweise verletzter Stolz wie im Fall von anti-westlichen Unruhen in der muslimischen Welt.
    Ganz abgesehen davon, dass man sich auf dünnes Eis begibt, wenn man Geld als Grund anführt, wieso Leute ihre Lebensführung entsprechend den Wünschen der "Allgemeinheit" zu gestalten haben (zumal eine tadellos gesunde Lebensführung auch ihre ganz eigenen Zusatzkosten bereit hält). Denn mit demselben Argument ließe sich einiges mehr veranstalten, beispielsweise könnte man argumentieren, dass die freie Berufswahl der Leute den Staat - ergo die Allgemeinheit - jährlich viele, viele Milliarden kostet. Eine individuelle Leistungsoptimierung schon bei der Wahl der Lehre oder des Studienfachs hinsichtlich der Frage, womit derjenige der Allgemeinheit denn später am meisten "zurückgeben" kann, wäre da doch eigentlich ganz schick, oder nicht?
    Es ist nicht ganz ohne Ironie, dass die Bologna-Reform im Grunde genau diesen Hintergedanken (wenn auch nicht ganz so radikal) hatte - und im Begriff ist, grandios zu scheitern.

    So oder so - mein Punkt war ja auch eigentlich eher der, dass wissenschaftliche Thesen durchaus ideologisch verbrämt werden können und man sie sich zunutze macht, um in das Leben anderer eingreifen zu können. Ob die Basis für diese ideologische Verbrämung jetzt ein Überlegenheitsgefühl aufgrund des "richtigen" Glaubens ist oder eines aufgrund der "richtigen" Lebenseinstellung, ist dabei doch eigentlich völlig ohne Belang. Ob ich Sport mache oder nicht geht niemanden etwas an. Ob ich täglich eine Tafel Schoki mampfe oder lieber 2 Äpfel und eine Orange genauso wenig. Und ob ich meine Wohnung bis unter die Decke mit Zigarettenqualm verneble erst Recht nicht. Ebenso wenig die Frage, ob ich Allah, Jesus, Buddha oder Darwin anbete. Was zu meinem Lebensglück führt, entscheide ich selbst. Das ist nämlich trotz Kosten für die Allgemeinheit eine ziemlich individuelle Geschichte. ;)

    Nebenbei bemerkt ist mir durchaus klar, dass es Unterschiede zwischen "nahelegen" und "aufzwingen" gibt. So radikal ist der Gesundheitswahn in den westlichen Gesellschaften bisher noch nicht, dass man breit gefächert Zwangsmaßnahmen zur "richtigen" Lebensgestaltung durchsetzen würde. ^^ Was mir bei der Sache nur auf den Zeiger geht, ist das Besserwisserische. Als ob es für jeden die Erfüllung wäre, sich in Askese zu üben. Nö, ist es halt nicht, und genau das sollte man akzeptieren. Tut man aber nicht, zum Beispiel höre ich (als mehrfach wöchentlich joggender, Obst essender Wenigraucher) des Öfteren Sprüche à la: "Wie, der Typ sagt, ihm schmecken Zigaretten? Glaub' ich ihm nicht, kann nicht sein, der olle Suchti legt sich nur Ausreden zurecht!"

    Mhm, fürchterlich off-topic geworden. Mea culpa. ^^

  • seregthaur
    Gast
    • 28. Oktober 2012 um 13:50
    • #379

    @ Arrakir
    Ich verstehe/erkenne Dein Problem nicht so ganz. Es ist doch völlig gleich, inwiefern uns die Medien oder sonstwer ideologisch beeinflussen wollen. Denn wer sich manipulieren lässt, ist selbst Schuld, niemand wird ja zu einer Änderung seines Lebensstils gezwungen. Die Medien haben ein Recht zum Versuche der Manipulation. Da aber diese auf Gegenseitigkeit beruht, wird man nicht manipuliert, sondern man lässt sich manipulieren. Und wenn dann wissenschaftliche Thesen zu dieser Manipulation benutzt werden, ist das auch deren Sache. Sollen sie ruhig, was aber interessiert es mich? Wer gesund leben will, hat die Möglichkeit sich objektiv ohne dieses "Verbrämen" zu informieren. Wer nicht gesund leben will, hat ebenso die Möglichkeit dazu. Abgesehen davon, stimmt es aber, dass Sport nunmal gesünder als z.B. ersatzweise Völlerei ist. Aber zu dem einen oder anderen kann sich ein jeder durch Selbstbestimmung entscheiden. Und warum Dich dieses "Besserwisserische" stört, verstehe ich auch nicht, da auch jeder für sich entscheiden kann, ob er seine Einstellung für besser hält/weiß.

  • Arrakir
    Schüler
    Beiträge
    132
    • 28. Oktober 2012 um 14:10
    • #380

    Hey seregthaur,

    mein Problem ist zweierlei:

    Erstens, im Kontext dieses threads, dass das überlegene Wissen aufgrund von punktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen (die allerdings nichts darüber aussagen, worin das Lebensglück besteht und grundsätzlich das Problem haben, lediglich statistische Aussagen treffen zu können wie z.B., dass regelmäßiger Sport das Risiko von Herzkrankheiten senkt, aber nicht die Risiken des Sporttreibens in die Rechnung einbeziehen. Statistik kann man nicht essen.) nicht viel anders ist als das überlegene Wissen von Gläubigen aufgrund ihrer jeweiligen Heilslehre - sobald man anfängt, dieses Wissen missionarisch nach außen zu tragen.

    Zweitens, dass dieses Missionarische stets einen Eingriff in das Lebensumfeld anderer darstellt. Es steht zwar jedem frei, sich beispielsweise trotz Übergewicht über Schoki, Torten und Braten herzumachen, die scheelen Blicke und erzieherischen Kommentare die man dafür ernten wird, sind allerdings der Preis. Ganz zu schweigen von besagtem medialen Dauerbombardement, was den betroffenen Vielfraß als egoistisches Dummchen ohne jedes Verantwortungsgefühl darstellt - jedenfalls im Boulevard. Als soziale Wesen dürfte es uns also grundsätzlich schwerer fallen, unseren Genuss vor den sozialen Druck zu stellen. Das bedarf eines recht ausgeprägten Selbstbewusstseins, jedenfalls auf Dauer. Dabei hat die "Allgemeinheit" nicht das geringste Recht, uns im Erwachsenenalter zu erziehen, insbesondere nicht, weil ein Außenstehender individuellen Genuss gar nicht nachvollziehen kann, und Genuss ein ganz wesentlicher Teil des Lebensglücks ist, wie ich behaupten würde.
    Andersrum findet die Manipulation von der du sprichst übrigens nicht statt. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal gelesen oder gehört hätte, man solle doch auf Sport pfeifen und sich stattdessen den Bauch vollschlagen.

    Worauf ich also hinaus will ist, dass man wissenschaftliche Thesen oder Erkenntnisse für sich sprechen lassen kann. Es braucht keine Erziehung, schließlich sind wir alle zumindest in der Theorie in der Lage, unsere eigenen Schlüsse daraus zu ziehen, oder? Nutzt man sie aber erzieherisch (oder in einigen Fällen ja sogar für Zwang), tut man genau das gleiche wie ein Missionar. Auch der behauptet nämlich zu wissen, was gut für einen ist.

    Edit, zur Klarstellung:

    Ich gehe nicht davon aus (wie du anscheinend), dass Gesundheit mit Glück gleichzusetzen ist. Eher würde ich sagen, dass Krankheit mit Unglück gleichzusetzen wäre, aber auch das muss nicht immer so sein - kommt auf die Krankheit an. Das ist jedenfalls ein wesentlicher Unterschied, weil wir bei solchen Empfehlungen wie sportlicher Betätigung immer nur über statistische Werte sprechen.

    Einmal editiert, zuletzt von Arrakir (28. Oktober 2012 um 14:15)

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