Spiele

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      HappyTime wrote:

      Maegwin wrote:

      Ich hatte so ein bisschen auf eine realitätsnahe Darstellung eines völlig unbedeutenden Mittelalter-Grunts und seines Alltags bestimmt durch die Kriegswirren gehofft.

      Also wolltest du einen Teenager spielen, der mit ansieht wie seine Eltern getötet werden und sein Dorf niedergebrannt wird, anschließend bettelnd durch das Land irren, und irgendwann in einem von der Ruhr geplagten Flüchtlingslager stranden... Es ist noch immer ein Spiel, keine Doku über Hanswurst Nr. 1336 in Skalitz anno 1403.


      Du weißt nicht so recht, was ein "Grunt" ist, hm?
      Umgangssprachlich für Militärinfanterie. Oft benutzt im Sinne von "Frontschwein/Kanonenfutter".
      Selbst wenn ich einen Teenager spielen wollen würde - warum auch immer ich das tun sollte - dann sicherlich nicht mit so einem cheesy Einstieg.

      Ich bin ein wenig verwirrt woher deine scheinbar so starke Ablehnung kommt, ohne das Spiel gespielt zu haben.


      Ne - so stark ist sie nicht. Aber woher sie kommt: Ist ein bisschen wie bei Andromeda (das brauchst du mir übrigens nicht als Refernez benutzen (;)) und GoT - auf was freuen und dann enttäuscht sein. So einfach. Die Beschreibungen waren bei Rock oder Kotaku drin, ich weiß es nicht mehr.


      Oh das ist doch nicht so schlimm . Ich sags nochmal gaaanz einfach, damit selbst ein besonderer mensch es verstehen kann.
      "They Are Billions hat so gut wie nichts gemeinsam mit Age of Empires, die einzige Ähnlichkeit besteht darin dass beides Strategiespiele sind"

      Nicht so schlimm wenn es diesmal auch nicht klappt. Pod hilft gerne nochmal.


      Aussagen werden durch Wiederholung nicht sinnvoller. Lass dein Diplom von der PewDiePie-Universität ruhig stecken.
      I have been despised by better men than you.

      Daddy Podrick wrote:

      Maegwin wrote:


      Lol keine Ahnung was du meinst und eigentlich interessiert es mich auch nicht.


      Oh das ist doch nicht so schlimm . Ich sags nochmal gaaanz einfach, damit selbst ein besonderer mensch es verstehen kann.
      "They Are Billions hat so gut wie nichts gemeinsam mit Age of Empires, die einzige Ähnlichkeit besteht darin dass beides Strategiespiele sind"

      Nicht so schlimm wenn es diesmal auch nicht klappt. ;) Pod hilft gerne nochmal.


      Mal so ad hoc aus dem Bauch heraus, was AoE und They Are Billions sonst noch so gemeinsam haben:
      - Beide laufen grundsätzlich in Echtzeit ab
      - In beiden stellt der Ausbau der eigenen Basis durch frei platzierbare Gebäude einen elementaren Bestandteil des Spiels dar
      - Die Gebäude erfüllen spezialisierte Funktionen (Ressourcensammeln, Einheiten ausbilden, Forschung, etc.
      - In beiden Spielen gibt ein Ressourcenmanagement, diese Ressourcen sind imho sogar ziemlich ähnlich (Holz und Stein zum Beispiel)
      - In beiden Spielen gibt es einen Tech-Tree, entweder durch das Benötigen spezieller Gebäude oder durch Ressourcen bezahlte Forschungsprojekte

      Sprich: Beide Spiele sind klassische Vertreter des Echtzeit-Strategie-Genres mit Basisbau. Der relevante Unterschied besteht lediglich in der Asymmetrie zum Gegner, der in TAB nicht nach den selben Regeln spielt: Er errichtet keine eigene Basis, sondern schickt Wellen an Zombies.

      Fazit:
      Daddy Podricks Hilfe bezüglich Game Design kann ich nicht guten Gewissens weiterempfehlen. Das Fachwissen korreliert leider in keinster Weise mit dem arrogant-unangenehmen Auftreten.
      Mainstream commercial nihilism can't be trusted?!
      Ich habe den Fehler gemacht vor meinen Abschlussprüfungen mit meinen Freunden wieder auf einem WoW Classic Server anzufangen. Glücklicherweise nahmen es die anderen beim lvln nicht so gemässigt wie ich und die Motivation geht langsam flöten. Jetzt gibt es nur noch ab und zu eine Partie PUBG zum auflockern zwischen den Lernsessions. (Können die doofen Loot Crates nicht mal aufhören?)


      Maegwin wrote:

      Daddy Podrick wrote:

      Lol mit Age of Empires hat They Are Billions soviel zu tun wie COD mit Gears of War...


      Lol keine Ahnung was du meinst und eigentlich interessiert es mich auch nicht.

      Daddy Podrick wrote:

      Maegwin wrote:


      Lol keine Ahnung was du meinst und eigentlich interessiert es mich auch nicht.



      Oh das ist doch nicht so schlimm . Ich sags nochmal gaaanz einfach, damit selbst ein besonderer mensch es verstehen kann.
      "They Are Billions hat so gut wie nichts gemeinsam mit Age of Empires, die einzige Ähnlichkeit besteht darin dass beides Strategiespiele sind"

      Nicht so schlimm wenn es diesmal auch nicht klappt. Pod hilft gerne nochmal.


      Aussagen werden durch Wiederholung nicht sinnvoller. Lass dein Diplom von der PewDiePie-Universität ruhig stecken.


      :popcorn: :popcorn:
      »Im übrigen ist die Literatur nichts anderes als ein gelenkter Traum.« Jorge Luis Borges

      There are no Bois like me, only me.
      Ich spiele nun auch Kingdom Come Deliverance, nachdem ich es für 27€ geschossen habe.
      Das Spiel fesselt mich zutiefst und wird meiner Meinung nach von der Presse überkritisch gesehen. Technische oder Performanceprobleme hatte ich nicht obwohl mein System nur die Mindest- aber nicht die empfohlenen Systemanforderungen erfüllt.
      Da haben die Patches wohl schon einiges bewirkt.
      Wenn man das Spiel nicht zu streng gemäß den Werbeversprechen des Realismus und der historischen Korrektheit bewertet, was man ohnehin nicht tun sollte - es ist nunmal ein PC-Spiel - dann hat mein ein sehr gutes Mittelalter RPG.
      Von mir eine klare Empfehlung für Genre-Fans.
      Es ist kein Meisterwerk wie Witcher 3, aber trotzdem ein sehr guter Vertreter seiner Zunft.
      So, und nun muss ich wieder nach Böhmen.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Ich bin ein wenig verwirrt woher deine scheinbar so starke Ablehnung kommt, ohne das Spiel gespielt zu haben.​


      Wenn man das Spiel nicht zu streng gemäß den Werbeversprechen des Realismus und der historischen Korrektheit bewertet, was man ohnehin nicht tun sollte - es ist nunmal ein PC-Spiel


      ​Ich hab´s mir bei Happys Feedback irgendwie auch schon gedacht - das klingt irgendwie nach GoT-Fans. :whistling:
      I have been despised by better men than you.
      Du wolltest also tatsächlich den realistischen Alltag eines gemeinen Landsknechts um 1400 anno Domini nachspielen? So inklusive Schanzen bauen, Latrinen ausheben, Essen kochen, Wache stehen? Und dann hier und da mal random ein Gefecht erleben, ohne Story oder sonst was drum-herum?

      Klingt "toll"
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Jetzt klingst du erst recht wie ein Serienfan:
      Waaaaaas? Der Talisa-Plot soll ein beschissener Stereotyp gewesen sein? Wo bleibt denn da die Romantik? Es ist noch immer eine Serie und keine Mittelaltersimulation, da müssen große Gefühle rein. Zwischentöne - undenkbar. So und nicht anders als D&D es gemacht haben muss es vollkommen richtig sein, denn alles andere oder irgendeine auch nur graduelle Änderung sprengt sofort völlig die Vorstellungskraft.

      Genau, ich hätte mir den Alltag eines gemeinen Landsknechts um 1400 gewünscht. Weshalb es hierzu keine Story geben sollte, wird dein Geheimnis bleiben. Die dürfte allerdings tatsächlich etwas realitätsnäher ausfallen als der bis zur Totalerschöpfung durchgenudelte Aufstieg in Verbindung mit Rachestory, die im Übrigen für die Spielgrundlage nötig ist wie eine dritte Pobacke - der Knecht geht dahin, wohin befohlen. Auch gern, weil man nur überlebt, wenn man etwas zu essen hat.
      Selbst wenn man den Einstieg einfach ganz weggelassen hätte und Heinrich der Charakterlosschwammige schlicht auf seinem Posten eingestiegen wäre, wäre der Plot um eine ganze Stufe besser gewesen.
      I have been despised by better men than you.
      Quest for Glory 1: Ich habe natürlich die VGA-Version gespielt mit Point and Click und nicht die EGA mit Textparser, das wäre einfach zu nervemd gewesen. Die Story ist natürlich für die Zeit (1989) sehr banal: Du kommst als Held in ein Tal, wo der Baron von einer bösen Hexe (es ist sogar Baba Yaga) verflucht wurde und er daraufhin alle seine Kinder verschwunden sind. Zudem machen Räuber das Tal unsicher.
      Allerdings kommt es mir bei Spielen nie wirklich auf die Story an, sondern das Gameplay und die Atmosphäre und da punktet Quest for Glory für ein Spiel, welches genauso alt ist wie ich doch ganz super. Es gibt drei Klassen und drei Wege das Spiel durchzuspielen: Kämpfer, Magier und Dieb. Obwohl ich eigentlich Dieb sein wollte, habe ich dann doch als Kämpfer gespielt. In dem Weg werden die meisten Hindernisse durch reinen Kampf aus dem Weg geräumt. Genial ist das Levelsystem. Während es heute nur noch solchen Unsinn gibt wie Stufen und Fähigkeitspunkte, die man dann jedesmal verteilen darf, ist der Fortschritt hier simples Learning-by-doing. Wenn ich oft pariere, steigt die Fähigkeit parieren; wenn ich viel renne, steigt die Ausdauer... Wunderbar so herrlich einfach und doch irgendwie aus der Mode gekommen, ich jedenfalls habe es genossen.
      Die Kämpfe waren jetzt nicht immer fordernd, irgendwann habe ich acht Goblins in einer Kampfrunde plattmachen können, dafür gibt es aber auch wirklich schwierige Gegner: Zum Beispiel die Cheertauren und so komme ich Flugdinger, die Blitze aus ihrem Schwanz schießen (habe den Namen wieder vergessen),. Witzigster Gegner: der Antwerp.
      Es lässt sich alles in allem ganz gut spielen, man muss viel selbst herausfinden, das Spiel erklärt einem Nichts. So habe ich beispielsweise zweimal den Computer für fast eine dreiviertel Stunde laufengelassen, weil es Nacht wurde und ich an irgendeinem Ort eingesperrt war. Dann habe ich rausgefunden, dass man auch manuell sich ausruhen kann.
      Abzüge gebe ich etwas bei der Einlage in der Festung der Räuber, das war unnötig schwer und tausendfaches Trial-und-Error.
      Jedenfalls freue ich mich aber schon auf die Teile 2-5, besonders die 4 soll ja super sein.
      Assassins Creed Origins

      Vor ein paar Wochen habe ich im Sale zugeschlagen und mir die Gold Edition zugelegt. Zunächst einmal habe ich mir die Karte im neuen Discovery Mode (ein Modus in dem man alle Gebiete erkunden kann, ohne dass Gegner oder Raubtiere Stress machen. Zusätzlich gibt es noch kommentierte Touren, die vom Leben im alten Ägypten handeln) angeschaut und die ist echt gewaltig und sehr schön gestaltet. Die Welt wirkt dabei auch sehr lebendig. In der Wildnis leben verschiedene Tiere und die Raubtiere jagen, auf den Straßen und dem Wasser sind Transporte unterwegs, die Städte sind gefüllt mit Menschen und es scheint auch einige Dialoge unter den NPCs zu geben. Lustig waren in dem Zusammenhang 2 Wachmänner in Alexandria, die der Meinung waren, der Leuchtturm würde noch in 1000 Jahren stehen.

      Das Gameplay hat sich wieder etwas weiterentwickelt und man sieht hier wieder Ubisofts Neigung gewisse Mechaniken aus ihren anderen Spielen zu verwenden. Einen leichten und einen schweren Angriff auf den Schultertasten kenne ich bereits von 2 freien Wochenenden For Hodor. Der Skilltree und das Upgradesystem der Ausrüstung erinnert mich auch sehr stark an Far Cry 4. Aus Far Cry Primal wurde dann auch die Möglichkeit übernommen Tiere zu zähmen, was wirklich spaßig ist. Mein Löwe hat vorhin in einem Kampf gegen ein Krokodil den Kill geklaut (wie auch immer der durch den Nacken gekommen ist).
      In Kämpfen fühle ich mich auch etwas an Witcher 3 erinnert, nur kann Bayek seine Gegner etwas besser anvisieren, als der gute Geralt. Ganz an das neue System habe ich mich aber noch nicht gewöhnt.
      Das Klettersystem ist im groben noch das System, das mit Unity eingeführt wurde. Es funktioniert aber mittlerweile sehr viel geschmeidiger, als es noch während der Französischen Revolution der Fall war. Mein Charakter verspringt mir doch wesentlich seltener und schafft es auch aus Positionen an die gewünschten Punkte zu springen, an denen sich mancher der früheren Assassinen den Hals gebrochen hätte. Hier muss ich dann auch etwas auf hohem Niveau nörgeln, denn manchmal fühlt sich klettern zu einfach an.
      Der Adler als Aufklärungsdrohne ist ein cooles Gimmick und mit dem kann man echt gut Kundschaften.

      Mit Bugs und Glitches hatte ich bisher wirklich keine Probleme. Einzig einen Leoparden, der im Discovery Mode etwas über dem Boden geschwebt hat, als er eigentlich auf einer Schräge schlafen wollte. Im Hauptspiel wäre das nicht passiert, weil der Leopard sich dort aktiver mir gegenüber verhalten hätte.

      Zur Geschichte kann ich noch nicht so viel sagen, da ich zum einen noch nicht dazu gekommen bin es so viel zu spielen, wie ich gern würde und wenn ich dann spiele, bin ich wie GRRM. Auf alle Nebensächlichkeiten fokusiert, aber irgendwie leidet die Geschichte. Ich habe aber zumindest ab und zu die Entschuldigung, dass ich erst ein paar Level Ups brauche, um die Missionen weiter verfolgen zu können.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

      Ash of Gods: Redemption

      Wer fünf Minuten mit mir über Video-Spiele spricht, erfährt schnell, dass ich ein großer Fan der Banner Saga von Stoic bin.
      Und wie viele anderen, hielt ich Ash of Gods: Redemption auf den ersten Blick nur für eine Nachahmung.

      Und es gibt durchaus Gründe für diese Wahrnehmung:
      • Beide haben einen ähnlichen Art-Style
      • Beide sind rundenbasierte Strategiespiele auf einem Grid mit bis zu sechs Einheiten
      • Beide haben einen älteren Mann in Rot und seine Tochter als Protagonisten
      • Beide haben die gleiche Prämisse: "Die Götter sind tot"

      Und trotzdem habe ich gestern Nacht meinen zweiten Spieldurchlauf von Ash of Gods beendet und mittlerweile über 50 Spielstunden gesammelt.
      Was hat mich also so gefesselt?
      Ash of Gods mag stark von Banner Saga inspiriert sein, doch das Spiel entwickelt seine eigene Identität. Das ambitioniertes Story-Telling System, in dem die meisten Haupt- und Nebencharaktere sterben können und die Handlung dennoch fortgeführt wird sticht hier besonders hervor. In meinem ersten Spieldurchgang habe ich einen meiner Hauptcharakter als eiskalter Killer durch den Plot auf Seite der "Bösen" gespielt, während ich meinem zweiten Durchlauf diesem Charakter eine ganz andere Motivation und weitere Handlung geben konnte. Von manchen Cutscenes gibt es sogar mehre Varianten mit jeweils anderen Charakteren um die verschiedenen Möglichkeiten in die sich der Spieler bewegen kann abzudecken.

      Leider bringt dieses dynamische System auch Schwächen mit sich: So werden, gerade beim Tod eines Charakters, oft seine Handlungsbögen nicht weiter abgeschlossen, sondern Teile des Spiels übersprungen. Das kann dafür sorgen, dass spätere Szenen sehr gehetzt wirken und wichtige Dialoge zum Aufbau eines Spannungsbogens fehlen.
      Trotzdem mag ich dass neben meinen wichtigen Entscheidungen, die das Spiel immer mit einem Symbol kennzeichnet, auch meine spielerischen Fähigkeiten im Kampf und in der Geschwindigkeit in der ich mich über die Karte bewege Auswirkungen auf das Schicksal meiner Charaktere hat.
      Kampf ist übrigens ein gutes Stichwort: Hier wirkt zwar alles auf den ersten Blick wie in Banner Saga, tatsächlich haben Aurum Dust ein eigenes System entwickelt, dass sich durch seine fünf Werte: Angriff, Leben, Konter, Verteidigung und Bewegung, sowie den viel größeren Unterschieden in den Charakterklassen deutlich von Banner Saga unterscheidet. Anfangs fand ich die Kämpfe sehr schwer, hatte aber aber schließlich den Bogen raus.

      Übrigens: Ash of Gods geht sehr selbstbewusst mit ihrer inhaltlichen Verwandtschaft um. So gibt es mehrere Referenzen auf Banner Saga und sogar einen Cameo Auftritt der beiden Inhaber von Stoic.

      Ein Schwäche hat das Spiel allerdings in seinen Dialogen: Gerade in der ersten Stunde des Spiel wirken einige Dialoge sehr hölzern, fast bis zu dem Punkt, an dem bereit war das Spiel aufzugeben. Vermutlich kommt das Problem mit der Übersetzung aus dem Russischen, denn deutsche und englische Sprache haben mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Glücklicherweise wird es später etwas besser.

      Ash of Gods ist ein tolles Spiel mit spannender Story, dichter Atmosphäre, einem soliden Gameplay und spannenden Möglichkeiten eine individuelle Reise zu erleben.
      An dieser Stelle sei auch der tolle Soundtrack erwähnt, an dem Adam Skorupa und Krzysztof Wierzynkiewicz, beides Komponisten der Witcher-Reihe, mitgearbeitet haben.
      Sollte es einen Nachfolger geben, dann würde ich mir aber mehr Interaktionen mit meinen Begleitern wünschen, da Redemption immer wieder spannende Geschichten beginnt, aber nicht alle zu einem zufriedenstellenden Ende kommen.

      Ich bin sehr froh das Spiel entdeckt zu haben und freue mich bereites auf einen dritten Durchgang um noch mehr zu entdecken und zu versuchen für so manche Situation eine besseren Lösung zu finden.
      “I may be just a schoolgirl... But now, I'm a schoolgirl with a giant robot!” - Iori Fuyusaka
      Banner Saga fand ich ganz knorke. Toller Art-Style. Nette Story. Interessantes Kampf-Konzept. Dann kam der Endboss.
      Im allerletzten Kampf den Schwierigkeitsgrad um den Faktor 5000 zu erhöhen und dem Boss neue Eigenschaften zu verleihen, die die bisherigen Taktiken obsolet machen und eine sehr spezielle Vorgehensweise und am besten auch ein spezifisches Helden-Setup erfordern, macht Sinn in einem klassischen TBS mit Speicherfunktion.
      In Kombination mit dem Rogue-like Aspekt der keine separaten Speicherstände erlaubt und bei einer Niederlage einen kompletten Neustart des Spiels erfordert, ist es allerdings der komplette Abfuck. Das Spiel jedesmal aufs Neue mehrere Stunden lang durchzuspielen zu müssen, um eine andere Taktik auszuprobieren, ist so mit die dämlichste Game Design-Entscheidung, die ich in den letzten 30 Jahren erlebt habe. Das Spiel ist daraufhin instant von meiner Festplatte geflogen und auch um die Nachfolger mache ich einen großen Bogen.
      Mainstream commercial nihilism can't be trusted?!
      Im ersten Teil der Banner Saga ist auch ein Aspekt des Kampfsystems aberwitzig. Nämlich, dass der Feind und man selbst immer abwechselnd einen Zug hat. Dadurch wird das Töten (schwacher) Gegner quasi bestraft, da sonst die starken Gegner öfters am Zug sind. Dies wurde im zweiten Teil zum Glück geändert. Den Endkampf im ersten Teil musste ich auch mehrmals versuchen bis ich ihn geschafft habe, ich hatte allerdings einen Spielstand von 5 Minuten vorher parat. Tod=Spielreset mache ich nämlich nicht mehr mit, seitdem ich bei Witcher 2 in dessen Albtraum-Modus mal nach ca. 20 Spielstunden gestorben bin. Das ist eine Erfahrung die ich nicht noch einmal machen möchte...
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Ich fand das Kampfsystem gar nicht mal so verkehrt. War ungewohnt, hat sich dadurch aber auch anders gespielt als andere TBS. Kann man mal machen.
      Und ich habe auch kein Problem mit Perma-Death, X-COM 1 und 2 habe ich jeweils im Ironman-Mode durchgezockt und FTL finde ich auch ziemlich gelungen. Allerdings bereiten einen die XCOM-Teile im Laufe der Kampagne auf den Endkampf vor und FTL hat zwar einen ähnlich "unfairen" Endboss (im Sinne von deutlich schwieriger als die Kämpfe davor und mit neuem Regelwerk), allerdings dauern die jeweiligen Runs auch nur knapp 60 Minuten und durch die prozedurale Generierung spielt es sich jedes Mal sehr anders. Da ist eher der Weg das Ziel.
      Banner Saga zwingt einen aber durch das selbe Spiel, stundenlang. Find ich doof.
      Mainstream commercial nihilism can't be trusted?!
      Ich selbst bin kein Freund von Permadeath, ich mag nicht, wie einem ein Fehler den ganzen Run ruinieren kann. Deswegen habe ich mich bei FTL auch ins manuelle Speichern eingelesen (im Grunde nur der Speicherort des Spielstands.) Weil ich mich als massiven Savescummer kenne und zu häufiges Speichern sicherlich das Spiel kaputt machen würde, so RNG-basiert, wie es ist, habe ich mir als Kompromiss selbst auferlegt, immer nur am Ende eines Sektors vor dem Exit-Beacon zu speichern. So habe ich immer noch nach jedem Laden einen unbekannten Sektor vor mir, verliere aber nicht immer alles.
      Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.
      Ich selbst bin kein Freund von Permadeath, ich mag nicht, wie einem ein Fehler den ganzen Run ruinieren kann.


      Hm. Das ist schon so ein bisschen der Witz an diesen Spielen.
      Ich liebe Permadeath und Roguelikes jeder Art - bei Spielen die um dieses Konzept aufgebaut sind (weniger optionale Hardcore-Modi), was beim Endboss der Banner Saga nicht so ganz absichtlich klingt, bei FTL in seiner Kurzweiligkeit ganz definitiv gewollt ist. Daraus bezieht es ja irgendwie seine gesamte Spannung. Wenn das Spiel vernünftig aufgebaut ist, gewinnt man trotzdem irgendwelche kleinen Milestones zwischen den Runs ohne sich zum Erfolg zu zergen. Das einzige was ich an mir feststelle ist, dass ich mäkelig werde wenn ich mit mehr Erfahrung im Spiel recht früh feststelle, dass ein bestimmtes Layout wegen der RNG-Elemente nicht sonderlich erfolgversprechend aussieht - da habe ich dann auch keine große Lust Zeit zu verschwenden darauf aufzubauen. Andererseits tut der Verlust eines anfänglich guten Layouts dann auch besonders weh.

      So habe ich immer noch nach jedem Laden einen unbekannten Sektor vor mir, verliere aber nicht immer alles.


      Das klingt ja jetzt fast, als hättest du das Spiel trotzdem länger als fünf Stunden gespielt - was ein bisschen überrascht, wenn man sich jeden Abschnitt optimal herbeizaubert.
      I have been despised by better men than you.

      Maegwin wrote:

      Hm. Das ist schon so ein bisschen der Witz an diesen Spielen.

      Das ist mir schon klar, aber man kann es mögen oder nicht, was beides völlig in Ordnung ist.

      So habe ich immer noch nach jedem Laden einen unbekannten Sektor vor mir, verliere aber nicht immer alles.

      Das klingt ja jetzt fast, als hättest du das Spiel trotzdem länger als fünf Stunden gespielt - was ein bisschen überrascht, wenn man sich jeden Abschnitt optimal herbeizaubert.

      Bin mir nicht sicher, worauf du hinauswillst. Ich habe meine Vorgehensweise ja extra so gewählt, dass der RNG-Aspekt erhalten bleibt, nur dass mein Fortschritt nicht verloren geht.
      Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.
      Bin mir nicht sicher, worauf du hinauswillst. Ich habe meine Vorgehensweise ja extra so gewählt, dass der RNG-Aspekt erhalten bleibt, nur dass mein Fortschritt nicht verloren geht.


      Naja, du würfelst so lange bis du eine Fünf oder eine Sechs hast. Dann speicherst du und würfelst so lange bis du eine Fünf oder eine Sechs hast. Und dann speicherst du und würfelst so lange bis du eine Fünf oder eine Sechs hast. Man könnte schon behaupten, dass das das Spielkonzept des Würfelns sachte untergräbt.

      Nevermind, man kann RPGs ja auch im Godmode spielen und Spaß haben. Vermute ich.
      I have been despised by better men than you.
      Weil mir, wie schon angedeutet, das bewusst ist, habe ich mir, wie explizit geschrieben, selbst eine Beschränkung auferlegt, die das verhindert. Nämlich indem ich nur vor der Sektorgenerierung speichere. Ob der Sektor dann was taugt, weiß ich erst, wenn ich ihn durchgespielt habe. Neu laden zur Optimierung ist praktisch unmöglich und letzten Endes auch kein entscheidender Unterschied zum Starten eines neuen Spiels. Und wenn der Sektor mies genug war, dass ich neu laden muss, hätte ich eh neu starten müssen.
      Im übrigen meine ich, die deutsche Neuübersetzung sollte vernichtet werden.
      Neu laden zur Optimierung ist praktisch unmöglich und letzten Endes auch kein entscheidender Unterschied zum Starten eines neuen Spiels.


      Ähdoch. Weil man bei einem neuen Spiel von vorne anfangen müsste, mitsamt aller Risiken auf die du keinen Bock hast - genau deshalb speicherst du deinen "Fortschritt" ja. Heißer Draht über 30 Meter ist nunmal schwerer als über 3.

      Du hast einen guten ersten Sektor, dann speicherst du vor der Generierung des zweiten. Dann spielst du den zweiten der entweder scheiße läuft (alsob.jpg man das immer erst am Ende wüsste) dann lädst du eben deinen alten Spielstand. Oder er läuft gut dann speicherst du wieder gegen Ende des zweiten Sektors und hast bereits zwei gute auf dem Bankkonto. Faktisch reihst du also ausschließlich gute bis sehr gute Sektoren aneinander während ein normaler Spieler entweder lernen muss stark durchwachsene auszugleichen oder das zighundert- bis tausendfache an neuen Durchläufen investieren bis er zufällig das Pendant zum "jedes mal Fünfer oder Sechser würfeln" per RNG erwischt.

      Nicht falsch verstehen, wenn man Spaß dabei hat sich beim Blindekuh-Spielen die Binde lieber umzuschnallen NACHDEM man ein anderes Kind gefangen hat - wir leben in einem freien Land. Aber das hier klingt nach etwas, was einem der Sozpäd auf die Schulter klopfend sagt, wenn man sich mal wieder selbst ganz meisterlich bei Mensch-Ärgere-Dich-Nicht geschlagen hat:

      Das ist mir schon klar, aber man kann es mögen oder nicht, was beides völlig in Ordnung ist.


      Wie gesagt ist das einzige was mich überrascht, dass du nicht nach fünf Stunden mit dem Spiel durch warst. Je nachdem wie großzügig du mit den Abbrüchen bist sehe ich deine Hauptleistung darin den Spielstand manipuliert zu haben.
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