Zuletzt gesehener Film

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      In Three Billboards Outside Ebbing, Missouri prangert eine Frau mithilfe von 3 Billboards die örtliche Polizei an, die keine Resultate bei der Suche nach dem Vergewaltiger und Mörder der Tochter der besagten Frau erzielen konnte. Es ist ein sehr erfrischender Film, mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Humor und Tragik, interessanten und schrägen Charakteren und einer berührenden Geschichte.

      Außerdem hab ich zum zweiten Mal Your Name geschaut. Die Prämisse von diesem Anime Film klingt nach leichter Unterhaltung: Ein Dorfmädchen und ein Stadtjunge merken, dass sie immer wieder die Körper tauschen, ohne es kontrollieren zu können. Der Film ist aber mehr als das. Ich empfehle jeden, Your Name eine Chance zu geben, egal ob man vielleicht sonst mit Anime nicht viel anfangen kann. Ich persönlich habe nur eine Sache daran auszusetzen und das ist die schrecklich plumpe Pop Musik die wichtige Momente an die Grenze zum Kitsch zwängt.

      Tolotos wrote:

      5,5/10

      Ich kenne die Vorlage zu The Dark Tower nicht und trotzdem würde ich den Film keine 5,5 gönnen. Es ist ein langweiliger Film der jegliche Kreativität vermissen lässt.

      Tolotos wrote:

      Ein im Prinzip perfekter Film, den ich nur wegen meinem persönlichen Geschmack nicht noch höher bewerte

      Du hast die Stärken von Fury Road sehr gut zusammengefasst. Ich würde als kleines Makel noch die dürftige CGI in einigen kurzen Szenen hinzufügen (Stichwort Flashbacks). Das ist zwar Erbsenzählerei, aber was anderes bleibt einen bei diesem Film auch nicht übrig.

      Edit:
      Ich hatte ganz vergessen, dass ich seit paar Tagen alles zum Thema Batman konsumiere!

      Batman Ninja ist ein unglaublich dummer Film, der auf Krampf versucht, abgedreht und witzig zu sein. Reine Zeitverschwendung.

      Zu Batman v Superman wurde wahrscheinlich schon alles gesagt. Ich finde den Film ok, mehr aber auch nicht. Ich hatte am gleichen Tag The Dark Knight Returns gelesen und die Anspielungen und Parallelen zu bemerken war ganz nett.

      The LEGO Batman Movie ist witziger und kreativer als Batman Ninja und emotionaler als Batman v Superman. Sehr unterhaltsam!

      Post was edited 5 times, last by “Erbauer” ().

      Three Billboards Outside Ebbing, Missouri ist tatsächlich klasse. Gerade die Tatsache, dass es so gut funktioniert, sowohl an einzelnen Stellen sehr witzig zu sein als auch insgesamt sehr tragisch und zum Nachdenken anzuregen, hat mir sehr gut gefallen.

      Your Name fand ich auch sehr gut, vor allem durch das Spielen mit den Genre-Klischee. Ich bin aber nicht ganz sicher, ob ich mit dem Ende zufrieden bin, weil ich mit der Thematik,
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      füreinander bestimmt zu sein
      meine Probleme habe.

      Bzgl. den 5,5/10 für Dark Tower: Ich glaube, da liegt der Diskrepanz mehr an der persönlichen Interpretation der zugrundeliegenden Skala. Mein Gefühl ist dort, dass ich versuche, ein sehr breites Spektrum von Qualität abzubilden. D.h. insbesondere, dass über 90 % der Filme, die ich je gesehen habe, überdurchschnittlich (über 5/10) liegen, damit auch nach unten noch Platz für Filme der Qualität von z.B. Direct-to-DVD-Horrorfilmen oder sowas wie Die Pute von Panem ist. Und irgendwo muss ja auch The Room landen.

      Ob das sinnvoll ist, ist unklar, denn im Endeffekt verschenkt man einen Großteil seiner Skala, da man solche Filme hoffentlich durch Selektion sehr selten sieht. Aber letztlich sind die Zahlen eh so stark von Intuition/Gefühl kommend, dass es glaube ich wenig Sinn macht, sein 'persönliches System' bewußt zu radikal zu ändern.
      Oxygen
      Das ist ein aus meiner Sicht recht clever umgesetzter Low Budget Science Fictioner auf Netflix, der seine minimalen Mittel optimal einsetzt und dadurch ausserordentlich gut aussieht und funktioniert. Bewundern darf man dabei ein beengtes Kammerspiel mit einer glänzenden Einzelperformance der von mir seit Inglourious Basterds hochverehrten Melanie Laurent.
      The Woman in the Window
      Eine weitere Neuauflage von Hitchcocks Klassiker Das Fenster zum Hof, welcher in der Eröffnungssequenz auch kurz referenziert wird. Insgesamt Ok, aber nichts besonderes. Man hält sich an bestehende Konventionen und setzt diese artgerecht in Szene, ein Versuch dem Genre etwas neues abzugewinnen wird gar nicht erst unternommen. Amy Adams hat mir gut gefallen, Gary Oldman halte ich für verschenkt. Und warum müssen Traumata eigentlich immer durch Autounfälle ausgelöst werden? Trotzdem ein solider Unterhaltungs-Thriller.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Gestern habe ich den neuen Cruella-Film gesehen und ich bin mir noch nicht ganz sicher wie gut ich ihn finde. Die Kostüme waren der Wahnsinn und auch sonst hat mir der Film unglaublich viel Spaß gemacht. Es gab aber schon einige Kleinigkeiten, die mich gestört haben. Insbesondere waren es die Hunde, die für mich storytechnisch keinen Sinn ergeben haben und auch nicht wirklich witzig waren. Die Dalmatiner konnte ich ja noch nachvollziehen, aber die restlichen Vierbeiner waren mir einfach zu viel. Ich glaube nicht, dass Cruella jemand ist der früher Hunde mochte. Auch die Thematik ihrer Pelzliebe bzw. für mich war das in den alten Filmen ein regelrechter Fetisch, wird gar nicht thematisiert. Die Idee von einem Dalmatiner-Mantel hingegen schon und das fand ich ziemlich unpassend....

      Die Dialoge waren gelungen, die Witze hingegen nicht. Bei mir hat kein Witz gezündet. Man hätte darauf getrost verzichten können. Generell bedient sich der Film sehr an Birds of prey, Der Teufel trägt Prada und auch an Star Wars.

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      ​Extrem gut gefallen hat mir jedoch das endlich mal eine Mutter-Tochter-Beziehung thematisiert wurde. Hat man bei solchen Filmen ja sehr selten. Ich fand es auch sehr gut, dass es kein kitschiges Ende für die Beziehung gab. Der Mord an der eigenen Mutter hätte ich aber wesentlich besser gefunden. Dass der Bösewicht bequemerweise zu Tode stürzt, hat bei Disney ja schon Tradition und hätte ihr auch gepasst. Estella war ja vorher auch schon offiziell "tot", daher hätte es am Schluss auch nichts geändert. Cruella hätte auch so "geboren" worden können. Das Ende wäre so aber wesentlich tragischer und konsequenter gewesen und man hätte durch eine so schlimme Tat, den Charakter perfekt für kommende Filme aufbauen können
      There is no justice in the world. Not unless we make it.

      Tolotos wrote:

      Your Name fand ich auch sehr gut, vor allem durch das Spielen mit den Genre-Klischee. Ich bin aber nicht ganz sicher, ob ich mit dem Ende zufrieden bin, weil ich mit der Thematik meine Probleme habe.

      Ich finde, das Ende funktioniert innerhalb der Geschichte, die der Film erzählen möchte, aber mit der Aussage, die durch das Ende getroffen wird, habe ich ebenfalls ein Problem.

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      Tatsächlich habe ich den Film während des Schauens als ein Film über das Auseinandergehen verstanden und erst das Ende hat daraus das Füreinander Bestimmt Sein deutlich zum Thema gemacht. Ich glaube weder daran, noch finde ich die Vorstellung besonders schön. Tatsächlich fand ich es viel interessanter zu sehen, wie zwei Menschen sich treffen, eine Bindung aufbauen, eine Schlüsselrolle im Leben von dem jeweils anderen spielen und dann, als die Wege sich trennen, zwar in einem schmerzhaften Prozess auseinandergehen, aber mit Liebe aneinander zurückdenken... und dann kommt diese Suche nach einem fehlenden Teil und die Bedeutung ihrer Beziehung ändert sich komplett. Mochte ich nicht besonders.


      Ich habe meiner Freundin vor kurzem die The-Dark-Knight-Trilogie gezeigt. Vor ungefähr 6 Jahren waren das mit die ersten Filme, die ich bewusst reflektiert habe, statt mich einfach von einem Gefühl zum anderen treiben zu lassen, was zu einer Begeisterung für das Filmemachen selbst geführt hat. Außerdem waren sie meine erste Berührung mit Batman (abgesehen von Debatten über Superhelden in der Grundschule) und damit der erste Schritt in Richtung Lesen von Comics.
      Auch beim 4. Rewatch war die Trilogie mitreißend, und ich konnte erneut neue Details und Gedankenansätze finden. Diesmal hatte ich kurz davor einige Batman Comics gelesen, d.h. meine Freundin musste paar Fun Facts ertragen. Nach dem Schauen hab ich ihr sogar die Stellen in den Comics rausgesucht, die in den Filmen zitiert werden.

      Eine weitere Review brauchen diese Klassiker wohl nicht. Batman Begins ist eine gelungene Origin Story, The Dark Knight ist spannend, emotional, bildgewaltig und sauber durchdacht, The Dark Knight Rises ist ebenfalls beeindruckend inszeniert, nur etwas zu langatmig und nicht so sauber durchdacht. Insgesamt eine umfangreiche und, wenn man von dem Schlussteil absieht, in allen filmischen Aspekten brillierende Darstellung von Batman.
      Army of the dead
      Ein weiterer Film verpasster Gelegenheiten in Snyders Filmographie. Eigentlich war ich nie ein grosser Fan von Zombiefilmen, trotzdem glaube ich mittlerweile zumindest die meisten der populären Vertreter konsumiert zu haben. Lustigerweise war es sogar das aus meiner Sicht gelungene Dawn of the Dead - Remake des damals noch völlig unbekannten Snyder, welches einst mein Interesse ankurbelte und mich dazu animierte dem Genre eine Chance zu geben.
      Army of the dead beginnt mit einem super Einstieg und einem ähnlich fantastischen Prolog wie Watchmen, welcher an sich schon locker die Ereignisse eines kompletten Kinofilms beinhaltet. Die Kombination aus Heist-Movie und Zombiefilm als Prämisse finde ich grundsätzlich cool, auch der Cast mit Dave Bautista als Speerspitze ist aus meiner Sicht durchaus passend (vor allem das Duo Schweighöfer / Hardwick macht Spass). Set-Design, Score (der nebenbei bemerkt sogar wirklich fantastisch ist) und Look stimmen. An den Zutaten lags also nicht.
      Aber leider macht Snyder die selben Fehler wie in vielen anderen Filmen auch- durch seine Obsession einzelne Momente bis in die Unendlichkeit zu zelebrieren, nimmt er der Handlung immer wieder jegliche Dynamik. Ausserdem legt er keinen Wert auf eine vernünftige Story oder Dinge wie Charakterentwicklung. Die Figuren wirken ob der grösstenteils wirklich unterirdischen Dialoge teilweise sichtlich verloren und erschütternd eindimensional, was sehr schade ist, da einige von Ihnen wirklich Potential gehabt hätten. Ausserdem macht der Film unzählige Andeutungen und falsche Versprechungen.
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      Was bringt es, den Zombies Intelligenz, Emotion und gesellschaftliche Struktur einzuhauchen, wenn das am Ende doch zu nichts führt oder irgend eine Bedeutung für die Handlung hat? Wozu gibt es die Alphas und wie werden diese bestimmt? Was hat es mit den Quarantänezonen auf sich? Warum verwandeln sich manche Menschen augenblicklich in Zombies und manche erst nach Tagen (oder noch länger)? Warum schickt man überhaupt ein Überfallkommando zum eigenen Hotel-Tresor ohne ihnen die Kombination für das Schloss zu verraten oder sie über gefährliche Schutzmechanismen aufzuklären? Was hat es mit den Andeutungen zur Zeitschleifenthematik auf sich?

      Ausserdem wird Tschechows Gewehr mehrfach as absurdum geführt.
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      Es gibt bspw. eine sehr explizite Szene, in der Vanderhoes Kettensäge eingeführt wird, diese jedoch später nie zum Einsatz kommt. Eine weitere Szene mit klarem foreshadowing, dass es später im Film regnen wird und sich die in der heissen Sonne in "Hitzestarre" befindlichen Zombies wieder erheben werden, bleibt ebenso bedeutungslos.

      Diese Liste an Unzulänglichkeiten bzw. Ungenauigkeiten könnte man noch lange so fortführen.
      Kurz gesagt stösst Snyder ähnlich wie in Justice League tausend Türen auf ohne darauf einzugehen was sich dahinter verbergen könnte. Das ist einmal mehr sehr schade, da auch dieser Film viele Szenen beinhaltet, die für sich genommen Kult-Potential hätten, was vermutlich auch der Grund ist, warum die Meinungen zu dazu so weit auseinander gehen. Das klingt jetzt alles nicht sonderlich gut, aber ich würde trotzdem noch nicht sagen, dass der Film totale Grütze ist, ich denke für Genre-Fans hält er durchaus einige Leckerbissen (hauptsächlich in Form von Schauwerten und einigen richtig coolen Einstellungen) bereit. Leute die grundsätzlich mit sowas nicht viel am Hut haben sollten einen grossen Bogen um den Film machen.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      The Old Guard
      Definitiv einer der besseren Netflix-Originale. Ein Film über eine Gruppe unsterblicher "Superhelden" die abgesehen von ihrer Unsterblichkeit über keine nennenswerten Superkräfte verfügen, ausser ihrer teils Jahrtausende langen Kampf-/ und Lebenserfahrung. Was wirklich toll ist- die Gruppe fühlt sich eben auch genau so an. Bei den Action-Szenen sind alle zu 100% aufeinander abgestimmt und eingespielt, die Kampfszenen sind durchaus solide choreographiert und vor allem übersichtlich abgefilmt und geschnitten. Doch auch in den ruhigen Szenen schafft es die Gruppe ein Bild zu transportieren, dass dem Zuschauer einen Eindruck davon vermittelt, wie es wirklich wäre wenn man Jahrhunderte oder gar Jahrtausende zusammen verbringt. Der Cast rund um Charlize Theron ist zwar auffällig politisch korrekt ausgewählt, trotzdem ein durchaus homogener Haufen, Dudley Dursley funktioniert für mich allerdings als böser Pharma-CEO nicht ganz so gut, auch wenn er sich durchaus Mühe gibt.
      Insgesamt war mir die Story etwas zu dünn und die Dialoge nicht immer ganz ausgereift, trotzdem hat mir der Film teilweise durchaus Spass gemacht. Ein zweiter Teil soll ja schon in der Pipeline sein, dem ich vor allem ob des Cliffhangers am Ende durchaus mit etwas Neugier entgegen blicke.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      "Die Tochter des Teufels"

      Ein Film aus der Rubrik Horror-Thriller.
      Es gibt zwei Plotstränge, einer um 2 Teenager die zu Beginn der Winterferien in einem Mädcheninternat zurück bleiben, einen um eine junge Frau die scheinbar auf dem Weg dorthin ist. Das ist jetzt sehr rudimentär, aber mehr möchte ich nicht verraten.
      Der Film ist ein "slow burn". Spannung und Atmosphäre entstehen durch die Musik, die Kameraführung, und das Spiel der Darsteller. Auf Jumpscares und ähnliches wird verzichtet.
      Ich empfehle den Film für Fans von "The VVitch" und "Hereditary". Wer Horror der Marke a la "The Conjouring" oder der "Paranormal activity" Reihe bevorzugt, wird eher enttäuscht/gelangweilt sein.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      The Tomorrow War.

      Ich würde einfach den Film ausmachen, wenn die verbleibende Zeit so um die 40 Minuten anzeigt. Dann hat man (so lange man nicht nachdenkt) ein halbwegs cooles, teilweise bildgewaltiges Popcorn-Erlebnis mit ein paar interessanten Ansätzen hinter sich, auch wenn diese teilweise ein bisschen arg zusammengeklaut wirken.
      Das letzte Segment ist Schrott unerträglichen Ausmaßes.
      I have been despised by better men than you.
      The Tomorrow War.

      ist wieder so ein Film wo ich mich frage, wenn man so viel Geld investiert in Schauspieler, Effekte, allgemein die ganze Produktion, wieso geht man dann mit so einem Müll von Script da rein?
      Ich hab mir den Film eigentlich nur angeschaut weil ich wissen wollte ob die Prämisse aus dem Trailer "Wir schicken Soldaten in einen Krieg in die Zukunft" irgendwie logisch erklärt wird.
      Nein wird es nicht. Die Idee aus dem Trailer bleibt unerklärt so stehen. Die schicken ihre Leute in die Zukunft um dort einen Krieg zu gewinnen. Wer macht denn sowas?
      Jeder würde doch sagen. "Joar schade für euch, sagt uns alles was ihr wisst, wir versuchen es besser zu machen"
      Und auch die aus der Zukunft würden doch mit der Motivation in die Vergangenheit reisen den Krieg zu verhindern, vor allem wenn man dann sieht (oder mehr hört) in welchem Zustand die Welt dort ist.
      Ich habe mir das Teil gestern auch angeschaut. Ich bin Maegwins Empfehlung zwar nicht genau gefolgt, aber ich habe den Film an ziemlich exakt diesem Zeitpunkt kurz angehalten und versucht mir ein paar Minuten lang im Kopf auszumahlen, was jetzt wohl kommen mag, während ich die Spüle eingeräumt habe. :D
      Naja, was soll ich sagen- zumindest hatte ich nichts davon vorhergesehen. Ohne jetzt grossartig zu spoilern- das letzte Drittel wirkt wie das Produkt aus ganz üblem Wut-Sex zwischen Alien vs. Predator und und Das Königreich des Kristallschädels. Ich kenne nur wenige Beispiele, wo Filme im letzten Akt nicht nur vollkommen an die Wand fahren, sondern die gesamte Tonalität völlig auf den Kopf gestellt wird. Ich meine- die ersten 2 Akte sind skript-technisch sicherlich auch nicht Shakespeare, aber was sich der Schreiber im letzten Teil gedacht hat ist wohl nur mit einer Flasche Rum und einer Hand voll Quaaludes nachvollziehbar.

      Jedenfalls- ich habe eine Schwäche für Blockbuster und auch wenn die offensichtlichen Parallelen zu Edge of Tomorrow in den ersten zwei Dritteln manchmal schon fast unverschämt sind, fand ich die Monster vom Design her cool gemacht und die Prämissen durchaus interessant. Vielleicht spielt man mit der Zeitlupe manchmal etwas zu doll und die Schussfrequenz-/ bzw. Explosionslast ist hoch genug, dass man meinen könnte Bruckheimer würde sein letztes Gefecht antreten, aber insgesamt sind die ersten zwei drittel wirklich ok und hauptsächlich für Action-Fans sicherlich guckbar.

      @Ajantis
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      Bei Science Fiction - Filmen erwarte ich persönlich mir nie wirklich, dass alles lückenlos in sich schlüssig ist, vor allem nicht wenn Zeitreisen ins Spiel kommen. Trotzdem kurz mein Eindruck zu deiner Frage- den Umstand, warum Soldaten in die Zukunft geschickt werden, sah ich darin begründet, dass in der Zukunft schlicht nicht mehr genug Leute zur Verfügung standen um solange Widerstand zu leisten, bis man einen Weg gefunden hat, die Aliens zu besiegen. Die Tatsache, dass Pratt dann mit der "Lösung" in die Vergangenheit geschickt wird, bestätigt dann ja auch, dass es nie der Plan war den Krieg in der Zukunft zu gewinnen.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

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      @el_drogo
      Naja zwischen lückenlos schlüssig und dem hier ist ja noch ein weites Feld. :)
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      Idee der Tochter ist ja noch, das Toxin in der Vergangenheit herzustellen und dann wieder in die Zukunft zu bringen. Man wird ja regelrecht gezwungen, das einzig sinnige zu versuchen, den Krieg ansich zu verhindern, völlig egal was mit den paar tausend übrigen Menschen in der Zukunft passiert.
      (wenn man dann noch sieht, wie die das Toxin einsetzen, frage ich mich eh was die mit dem Zeug in der Zukunft machen wollten.

      @Ajantis
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      Ajantis wrote:

      Idee der Tochter ist ja noch, das Toxin in der Vergangenheit herzustellen und dann wieder in die Zukunft zu bringen.

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      Da würde ich dir jetzt widersprechen, auch wenn ich nur zu 99,9% sicher bin. Der Plan von Muri war immer, den Krieg in der Vergangenheit zu verhindern, sie offenbart ihn jedoch erst zu einem späten Zeitpunkt. Ausserdem gibt sie selbst mehrfach den Hinweis, dass dies das "Ende" (für die gegenwärtige Zukunft) ist, egal was passiert. Sie ist sich stets bewusst, dass der Krieg im hier und jetzt verloren ist und hat deshalb ihren Vater dazu ausgewählt, das Toxin mit in die Vergangenheit zu nehmen im festen Glauben daran, dass er was Vernünftiges daraus macht. Die Idee, Toxin herzustellen und zurück in die Zukunft zu bringen, stammt dann von Pratt selbst, verpufft aber im selben Moment als er mitbekommt dass der Jump-link zerstört wurde. Was im dritten Akt dann statt findet, hat mit der Ausgangssituation erst mal nichts zu tun. Deine Aussage war "Die schicken ihre Leute in die Zukunft um dort einen Krieg zu gewinnen" und liefern nicht mal eine Erklärung dafür wieso- was halt so aus meiner Sicht nicht ganz stimmt. Der Film liefert schon eine Erklärung dafür, ob die dir dann gefällt oder nicht ist eine andere Geschichte.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      el_drogo wrote:

      Deine Aussage war "Die schicken ihre Leute in die Zukunft um dort einen Krieg zu gewinnen" und liefern nicht mal eine Erklärung dafür wieso- was halt so aus meiner Sicht nicht ganz stimmt. Der Film liefert schon eine Erklärung dafür, ob die dir dann gefällt oder nicht ist eine andere Geschichte.


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      Ja im Endeffekt schon, aber das weiß ja keiner. Als Motivation für die Staaten/Verantwortlichen/Menschen in der Vergangenheit wurde es nicht genutzt. Denen reichte das simple "wir brauchen Hilfe in der Zukunft" aus dem trailer und die rennen da hin.
      An der Reaktion des Verantwortlichen als sie zurückkehren aus der Zukunft ist ja auch zu entnehmen, das es wirklich keiner wusste.
      Die haben auf einmal mit Aufständen zu tun, wieso eigentlich? Weil sie nicht mehr zwangsrekrutiert werden können?

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      Ajantis wrote:


      Ja im Endeffekt schon, aber das weiß ja keiner. Als Motivation für die Staaten/Verantwortlichen/Menschen in der Vergangenheit wurde es nicht genutzt. Denen reichte das simple "wir brauchen Hilfe in der Zukunft" aus dem trailer und die rennen da hin.
      An der Reaktion des Verantwortlichen als sie zurückkehren aus der Zukunft ist ja auch zu entnehmen, das es wirklich keiner wusste.
      Die haben auf einmal mit Aufständen zu tun, wieso eigentlich? Weil sie nicht mehr zwangsrekrutiert werden können?

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      Die ganze Politik drum herum wird nicht sehr stark beleuchtet, das ist wahr. Aber für dieses Genre jetzt auch nicht so ungewöhnlich. Es ist davon auszugehen, dass die Leute aus der Zukunft den Regierungen der Gegenwart sowas hingeworfen haben werden wie "helft uns, oder Eure Welt wird brennen genau so wie unsere". Die Beweislast in Form von Bildern aus der Zukunft war ja gegeben. Somit war der Handlungsspielraum dann ja nicht all zu gross. Mir persönlich hat das gereicht. Aufstände und Unruhen gab es soweit ich es richtig im Kopf habe relativ bald nach den ersten Rekrutierungen, da man (nicht ganz zu Unrecht) den Eindruck hatte, nur als Kanonenfutter in die Zukunft geschickt zu werden ohne Aussicht auf Erfolg. Als dann am Ende der Jump-link zusammen gebrochen ist hat das Regierungen und Bevölkerung gleichermassen überrascht, sodass man davon ausging der Krieg sei endgültig verloren bzw. nicht mehr zu verhindern. Im Lichte der Tatsache, dass alle Opfer umsonst waren, kam es dann verständlicherweise auf der ganzen Welt zu Spannungen.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Dune (1984)
      Da es schon ewig her ist, dass ich Lynchs Dune gesehen habe, wollte ich ihn mir im Vorfeld zur Neuauflage nochmal anschauen. Als ich bereits nach 15 Minuten zum ersten mal mit dem Schlaf zu kämpfen hatte, fiel mir dann wieder ein, warum mir dieser Film nie sonderlich gefallen hat. Die hochkarätige Besetzung kann über die konfuse und wenig fesselnde Dramaturgie nicht hinwegtäuschen. Alle visioinäre Raffinesse und Kreativität verpufft angesichts der Tatsache, dass dem Zuschauer die Figuren letztendlich scheiss egal sind und die Handlung keine Spannung erzeugen kann. Am Ende bleibt ein bizzarres Bild einer grotesken Zukunftsversion mit uninteressanten (und teilweise recht ekligen) Figuren, für die man keine Empathie aufbringen kann. Selbst die Spezial-Effekte können aus meiner Sicht nicht überzeugen, da gab es in den 80ern neben Blade Runner durchaus noch einige Science Fictioner die bis heute deutlich besser aussehen. Das Buch kenne ich nicht, aber Lynchs Film-Version ist aus meiner Sicht mehr oder weniger ein Reinfall. Ich bin zuversichtlich dass Villeneuve das sehr viel besser machen wird.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      el_drogo wrote:

      Ich bin zuversichtlich dass Villeneuve das sehr viel besser machen wird.

      Naja ich bin gespannt.
      Der Stoff ist schon speziell, ich hab letztes Jahr aus dem selben Grund endlich mal das Buch gelesen, was ich sicher schon 20 Jahre rumliegen hab und was mir als Jugendlicher einfach zu trocken war.

      Soweit ich es verstanden habe, soll der neue Film ja nur der erste Teil sein, von daher hab ich ein wenig Hoffnung.Wobei es auch heißt, es muss genügend Geld rein kommen, damit wir die ganze Geschichte sehen werden und das wird kein Selbstläufer.
      Es muss halt sehr viel erklärt werden, da das Universum doch anders ist, als die aktuell so übliche und etablierte Scifi Kost. Zumal für die Handlung aber auch vieles relevant ist.
      Wenn man dann noch die Figuren entsprechend etablieren und etwas Action rein bringen will, wird es schon knapp mit der Zeit.
      auch wenn ich den Thread inzwischen fast nur noch im Alleingang zuspame-
      ich sah im Laufe dieser Woche noch:

      The King und am Tag darauf Outlaw King
      Das sind beides handwerklich richtig schick gemachte und vor allem authentisch wirkende Historienfilme (und bitte nagelt mich dabei jetzt nicht auf einzelne Gepflogenheiten/Rituale oder Kostüme fest, da bin ich freilich kein Experte). Aber vor allem Szenarien wie die Heere durchs Land streifen, die Belagerung in The King oder auch die Massenschlachten in beiden Filmen fand ich wirklich gelungen und kamera-perspektivisch realitätsnah eingefangen.
      Outlaw King hat gegenüber The King jedoch leider einen entscheidenden Nachteil: seinen Hauptdarsteller. Ich weiss nicht woran es liegt, aber wenn ich Chris Pine sehe, sehe ich nur noch Kpt. Kirk. Ich kaufe ihm den Robert the Bruce einfach nicht ab. Auch wenn er sichtlich sein Bestes gibt und sich anstrengt, erreicht er zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise die Aura von Timothée Chalamet. Die existentielle Ernsthaftigkeit in dessen Augen lässt wahrlich in jedem Moment erahnen wie schwer Bürde und Verantwortung einer Krone lasten. Ein wirklich spannender Schauspieler der für Dune auf Grosses hoffen lässt.
      Insgesamt würde ich durchaus beiden meine Empfehlung aussprechen, wobei The King aus meiner Sicht die Nase etwas vorn hat.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Am WE war mal wieder etwas Disney+ angesagt:

      Cruella
      Emma Stone vs. böse Nanny Mcphee? Aber sicher wieso nicht. Keine Neuauflage des Klassikers, sondern die Vorgeschichte von Cruella Deville. Fand das Konzept recht gelungen, der Film ist ebenso disney-märchenhaft wie punkig und schrill. Wie erwartet mimt Emma Stone eine tolle Cruella und das Beiwerk ist auch sehr solide. Die Wandlung war mir zwar etwas zu abrupt und ich hätte mir einen noch etwas spannenderen und fieseren Showdown gewünscht, aber insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen. Der Film ist reich an Schauwerten, musikalisch toll untermalt und hat die echtesten CGI-Hunde die ich je gesehen habe.

      Mulan
      Für meinen Geschmack etwas zu ernste Neuauflage des Klassikers der für mich ohne Muschu leider bei weitem nicht so gut funktioniert wie das Original. Die neu dazu kreierten Facetten vermögen leider nicht über die mangelhafte Dramaturgie und die halbgaren Nebenfiguren hinweg zu täuschen. Insgesamt zwar in gewohnt liebevoller disney-manier bebildert, aber in meinen Augen ein maximal mittelmässiger live-Action Reboot, da fand ich das Dschungelbuch etwas besser.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
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