Zuletzt gesehener Film

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      Und heute "Vivarium".
      Auch eher Horror, aber dann doch irgendwie ganz anders als "it follows".
      Ein junges Pärchen auf Haussuche lässt sich von einem merkwürdigen Makler ein Haus in einer Wohnsiedlung identischer Häuser zeigen, und so beginnt ein auf Film gebrachter Albtraum.
      War mal etwas anderes, und mMn sehenswert.
      Mit Jesse Eisenberg und Imogen Poots (dem Nazi Mädel aus "Green Room").
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Rambo: Last Blood
      Auweja, ich hatte mir ja echt nicht viel erwartet, aber man kann wirklich nur hoffen, dass Stallone es wie bereits im Titel angedeutet, nun wirklich bleiben lässt sich noch einen weiteren Teil aus dem Ärmel zu leiern. Ich habe selten einen so flachen und belanglosen Story-Aufbau gesehen, die erste Stunde des Films ist quasi für die Tonne, und das will bei einer Laufzeit von knapp 100 Minuten schon was heissen. Die Charakterzeichnung bei solchen Filmen ist ja oft sehr klischeebehaftet und 0815, aber vor allem die Bösewichte wurden hier so eindimensional und lieblos porträtiert, dass man sich nicht mal richtig darüber freuen kann, wenn "Juanito" dann richtig los legt und gnadenlos blutrünstig alles niedermetzelt. Der Rachefeldzug am Ende ist dann tatsächlich so grotesk brutal, dass ich mich zumindest dahingehend einigermassen unterhalten fühlte, da ich die ganze Zeit herzhaft darüber lachen konnte. Das einzige was die ganze Zeit positiv mitschwingt ist, dass aus Rambo wirklich eine Art emotionsloser Geist geworden zu sein scheint, der den Bezug zur Menschlichkeit verloren hat und Pillen nehmen muss um nicht durchzudrehen, was ich angesichts aller Strapazen ja noch einigermassen glaubhaft finde.

      Und nach langer Zeit wieder mal: The Wolf of Wall Street
      Ich kann mir nicht helfen- was Scorsese hier auf die Leinwand gezaubert hat, ist nicht weniger als einer der hemmungslosesten und abgefahrensten Filme aller Zeiten.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

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      Diese Woche ist filmtechnisch irgendwie zur Motorsportwoche geworden.

      Auf dem Highway ist die Hölle los (The Cannonball Run)

      Actionkomödie aus dem Jahr 1981, die zeigt wie allerlei skurrile Gestalten an einem illegalen Rennen quer durch die USA teilnehmen. Mit unter anderem Burt Reynolds, Farrah Fawcett, Roger Moore, Dean Martin, Sammy Davies Jr., Jackie Chan und Peter Fonda ist es Regisseur Hal Needham gelungen einen ziemlich prominenten Cast aufzustellen.
      Der Humor ist an vielen Stellen recht flach und aus heutiger Sicht auch nicht mehr ganz korrekt und die Action recht unspektakulär. Außerdem scheinen die Figuren innerhalb der Handlung die Regeln des Rennens vergessen zu haben. Zu Beginn mussten die Teilnehmer eine Karte in eine Stechuhr in Connecticut stecken, nach Kalifornien fahren und dort wieder die Karte in eine Uhr stecken. Auf den letzten Metern liefern sich aber etliche Teilnehmer noch ein Rennen zu Fuß zur Stempeluhr und die erste eingesteckte Karte gewinnt, obwohl das wegen der unterschiedlichen Startzeiten keine große Rolle spielen sollte.
      Trotzdem funktioniert der Film noch als kurzweilige Unterhaltung für heiße Sommerabende. Mein Highlight war auf jeden Fall Roger Moores Rolle des Seymour Goldfarb, einem britischen Playboy und angeblich Geheimagenten, der in der Öffentlichkeit den Tarnnamen Roger Moore nutzt. Das war herrlich selbstironisch.

      Überraschend war für mich, dass einige Szenen im Film anscheinend auf wahren Begebenheiten beruhen sollen. Regisseur Hal Needham soll wohl an der 1979er Ausgabe des Cannonball Runs teilgenommen und dabei in einem Krankenwagen unterwegs gewesen sein, um die Polizei zu täuschen.

      Der andere Film ist weniger abgedreht und den musste ich noch heute Nacht schauen, bevor meine Leihfrist bei Amazon abgelaufen wäre :D

      Le Mans 66 - Gegen jede Chance (Ford v Ferrari)

      Der Film behandelt die Rivalität zwischen Ford und Ferrari, um den Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans, Mitte der 60er. In den Hauptrollen sind Matt Damon als Carroll Shelby, der das Rennen 1959 selber gewinnen konnte und nach der Karriere als Rennfahrer mit der AC Cobra auch als Konstrukteur für Furore sorgen konnte, Jon Bernthal als Lee Iacocca, Generaldirektor und späterer Vice-President bei Ford und wichtiger Kopf hinter dem Ford Mustang und Christian Bale als Ken Miles, Test- und Rennfahrer bei Ford.

      Die Ausgangslage ist, dass man bei Ford mit sinkender Popularität unter den Jüngeren zu kämpfen hat und sich deshalb wieder verstärkt im Motorsport engagieren will. Der Fokus liegt dabei auf dem Rennen in Le Mans. Um schnell Know-How zu bekommen, plant man Ferrari zu kaufen, deren Wagen Le Mans seit einigen Jahren dominieren. och obwohl Ferrari finanziell in Schwierigkeiten steckt, platzt der Deal, Enzo Ferrari geht einen Deal mit Fiat ein* und stellt die amerikanische Delegation bloß. Henry Ford II verärgert dieser Affront dermaßen, dass er anordnet selber einen Wagen zu bauen, der die Ferraris besiegen kann.

      Der Fokus des Films richtet sich auf Ken Miles und Carroll Shelbys Arbeit, den Ford GT 40 konkurrenzfähig zu machen. Shelby will Miles dabei auch als Fahrer im Team haben, doch dieser ist der Chefetage bei Ford nicht genehm, weil er als Hitzkopf gilt.


      Der Cast macht eine gute Arbeit, die Optik weiß zu gefallen und die zwei Schnitt-Oscars sind absolut verdient. In den Rennszenen gibt es zwar einige Wechsel von Gesichtsnahaufnahmen zu Pedalwechseln zu Rennspektakel und zurück, das ganze wirkt aber nie unruhig. Diese Hektik eines Rennens einzufangen, ohne dass es hektisch wirkt, war sehr sehenswert. Als Unterhaltungsfilm macht Le Mans 66 vieles richtig.

      Als Hochglanzdokumentation kann man ihn allerdings in die Tonne treten*. Den Machern war die historische Rivalität anscheinend nicht dramatisch genug, weshalb einige Ereignisse etwas verändert wurden. Dazu eine Liste, die ich mal in Spoilertags setze:
      Show Spoiler
      - Im Film wirkt es so, als würde Ferrari das Angebot von Ford nur nutzen, um bessere Konditionen gegenüber Fiat rausschlagen zu können. Fiat beteiligt sich aber erst ab 1969 bei Ferrari
      - Shelby stieß erst im Laufe des Jahres 64 zu dem Projekt, nachdem die Generalprobe des GT40 in Le Mans recht unglücklich wirkte. Miles konnte also 1964 noch nicht zuhause gelassen worden sein
      - Das Rennen, das Ken Miles sich im Radio anhört, kann nur Le Mans 64 gewesen sein, weil Bruce McLarens GT40 dort mit einem Getriebeschaden ausgefallen ist. 1965 war Miles Teamkollege von McLaren (der GT40 schaffte es wieder nicht über die Ziellinie). Man hat dieses Rennen aber ignoriert, weil es nicht zur Dramaturgie, um Miles muss Daytona gewinnen oder ist raus, passte
      - Das so genannte Tote Rennen gab es und Bruce McLaren wird aus den selben Gründen wie im Film zum Sieger erklärt. Der drittplatzierte Ford war allerdings zu weit abgeschlagen, um auch noch mit über die Ziellinie zu kommen. Henry Fords Gründe für diese Stallorder sind nicht bekannt, es wird aber vermutet, dass er Angst hatte, dass McLaren und Miles ihre Autos noch zu hart ausreizen könnten. Das Rennen war zwischen den beiden nämlich enger, als es im Film dargestellt wurde. Aber der Konzernboss, der den besseren Fahrer hintergeht, um den Posterboy auf Platz 1 zu bringen, ist dramaturgisch natürlich besser :whistling:


      Sollte es hier Leute geben, die noch etwas Hintergrundwissen zur Thematik wollen, kann ich übrigens James Mays Beitrag aus der ersten Staffel von The Grand Tour empfehlen. Die historischen Beiträge sind echt toll.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      "Ready or not - Auf die Plätze, fertig, tot!"
      Ich wollte den Film eigentlich damals schon im Kino sehen, aber in den örtlichen Kinos loef er vielleicht nur 2 Wochen lang. Da habe ich ihn leider verpasst.



      Noch in der Hochzeitsnacht muss die frischgebackene Braut Grace an einer alten Tradition teilnehmen. Um endgültig zur Familie zu gehören, muss sie ein Spiel mit der Familie spielen. Diese ist durch die Herstellung von Karten- und Gesellschaftsspielen reich geworden. Welches Spiel gespielt wird, wird durch das Ziehen einer Karte durch Grace bestimmt. Völlig ahnungslos zieht die arme Grace ausgerechnet die "Hide and Seek"-Karte. Alle anderen Spiele wären harmlos gewesen. Aber dieses hat makabre Regeln: Die Braut muss sich im Haus verstecken, während der Rest der Familie versucht sie zu finden und zu töten. Bis zum Sonnenaufgang muß Grace bei einem Ritual sterben, da sonst die komplette Familie sterben wird.

      Es hat Spaß gemacht, den Film anzusehen. Das Ende ist zwar vorhersehbar, aber trotzdem herrlich grotesk-komisch!
      Ich sah zuletzt noch:

      Ad Astra - Zu den Sternen
      Zufällig darauf gestossen. Trotz der hochkarätigen Besetzung (Brad Pitt, Tommy Lee Jones, Liv Tyler...) war mir dieser Weltraumfilm von 2019 bis dato tatsächlich unbekannt.
      Naja, was soll ich sagen- es sind durchaus Ansätze da, die immer wieder auf grosses hoffen lassen, aber am Ende überwiegt klar das Gefühl, dass der Film immerzu mehr sein will, als er eigentlich ist. Was ich dem Film positiv anrechne ist, dass er trotz zweifellos grosser Vorbilder wie 2001, Interstellar, Gravity und Konsorten, doch einen ganz eigenwilligen Stil entwickelt, der mir persönlich aber letztlich etwas zu trostlos und nachdenklich ausgefallen ist. Die unterkühlte Atmosphäre zieht sich konstant bis zum relativ unspektakulären Ende hin durch. Ich würde zwar nicht sagen, dass Brad Pitt einen schlechten Job macht, im Gegenteil, aber die Figur ist in ihrer Konzeption einfach zu unnahbar und von daher dem Zuschauer letzten Endes auch ziemlich egal. Was bleibt sind ein paar tolle Weltraumbilder, eine recht tolle (aber etwas aus dem Zusammenhang gerissene) Actions-Szene auf dem Mond und ein paar interessante Ansätze, die leider nicht konsequent genug weiter verfolgt werden. Für Weltraumfans auf jeden Fall einen Blick wert, ansonsten insgesamt eher mittelmässig.

      Venom
      Joa, ein weiteres Marvel-Filmchen zum nebenbei gucken. Nichts besonderes, aber Tom Hardy sehe ich eigentlich recht gern und von daher schon Ok.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Blade Runner 2049 ist schlicht ein Meisterwerk. Es ist wirklich lange her, dass ein Sci Fi Film mich dermaßen beeindruckt hat. Ich ärgere mich doch jetzt sehr, dass ich ihn nicht im Kino gesehen habe. Die DVD bietet als Extra einen animierten Kurzfilm, der die Vorgeschichte des Films thematisiert.
      Und leider passt der Film in vielerlei Hinsicht sehr gut in unsere Zeit:

      “I: You’re a communist then. S: Let’s say I’m old enough not to be dazzled by Ayn Rand.”

      Kameron Hurley, The Light Brigade
      Upgrade (2018)

      Wurde mir von Prime empfohlen und da er bei imdb sehr gut bewerter war, habve ich ihn mir mal angesehen und wurde äußerst positiv überrascht.
      Nach dem Film habe ich gelesen, dass es eine australische Low-Budget Produktion war (etwa 5 Mio), was man dem Streifen aber nicht anmerkt. Alle Schauspieler spielen ihre Rollen überzeugend und ich finde es sogar einen Vorteil keine "Stars" zu sehen, da man dann manchmal eher den Star als die Rolle sieht.
      Es ist ein Sci-Fi Action-Film, welcher in einer nahen Zukunft spielt und auch die Themen Überwachungsstaat, VR behandelt, sich vor allem aber um das Thema KI dreht. Ich möchte dabei nicht zu viel verraten, aber die Handlung des Films finde ich überzeugend, wenn man akzeptiert, dass Nanotechnologie in der Zukunft alles mögliche kann.
      Klare Empfehlung, echter Geheimtipp, sofern der Film dies überhaupt noch ist, ich kannte den Film jedenfalls nicht. Er wird mit Matrix und Terminator verglichen und auch ich würde sagen, dass er zwar nicht ganz in dieser Liga spielt aber wirklich nah heran kommt.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Iron Sky (2012)

      Einfach ein schrecklich schräger Film, der gängige Nazi-Klischees ironisch aufarbeitet und mit so mancher verrückten Idee aufwartet (zum Beispiel den "Albinisierer"). Mit von der Partie sind Götz Otto (er macht sich als Nazi durchaus gut) oder Udo Kier (als "Mond-Führer"). Wer aber glaubt, der Film sei einfach nur eine trashige Komödie, der irrt. Dafür gibt es zu viele ironische und sarkastische Untertöne (vor allem in Bezug auf die USA, die Präsidentschaft, Wiederwahl oder die Nutzlosigkeit der UN). Vor allem in Zeiten, in denen Trump Präsident ist, wirkt das Ganze durchaus gar nicht mehr so weit hergeholt, und spätesten, wenn eine überzeugte Nazi die Reden für den US-Präsidentschaftswahlkampf schreibt und diese durchaus bei der Bevölkerung Anklang finden, ist das ganze hochaktuell und Realsatire zugleich. Die Effekte, die in Finnland entstanden sind, können sich durchaus mit Hollywood-Blockbustern messen. Auch die Kostüme und die Ausstattung wirken für einen "trashigen" Film durchaus hochklassig.

      9/10 Punkte.

      Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht (2015)

      Ich habe ihn mittlerweile zum fünften Mal gesehen. Der Film hat ein paar großartige Momente, aber dennoch ist mir die Story doch ein wenig zu sehr von Episode IV abgekupfert, wenn natürlich auch mit ein paar Variationen. Der größte Schwachpunkt ist aus meiner Sicht Kylo Ren als Hauptantagonist. Meiner Meinung nach bleibt er doch ziemlich blass und ist kein Vergleich zu Darth Vader. Aus meiner Sicht ist Adam Driver eine Fehbesetzung, noch dau wo er anscheinend immer nur einen Gesichtsausdruck zu haben scheint (da wäre es besser gewesen er hätte die lächerliche Maske gleich ganz aufbehalten). Außerdem erschließt sich mir nicht so ganz warum er diese Maske überhaupt auf hat bzw. braucht. Die Auftritte von Han Solo und Chewbacca versprühen dafür ziemlich viel "alten Spirit", schade dass man sich dazu entschied Han Solo sterben zu lassen. Ansonsten ist Episode VII mit Sicherheit kein absolutes Meisterwerk, ein absolut solider SW-Film ist es allemal.

      8/10

      "Chaos ist eine Leiter!"

      Post was edited 2 times, last by “CaptainMorgan” ().

      Ein paar Filme, die ich in letzter Zeit gesehen habe:

      Knives Out (2019)
      Starbesetzter Who done it? im Stile alter Agatha Christie-Verfilmungen von Rian Johnson. Daniel Craig (sind seine Augen wirklich so blau oder lässt er sich nur mit Farbfilter filmen?) spielt Benoit Blanc, einen Privatdetektiv, der einen Mord auf der Geburtstagsfeier eines Krimi-Autors aufklären soll.
      Ich mag ja auch die alten Christie-Verfilmungen, zumindest die, die ich bisher sehen konnte und finde, dass Rian Johnson hier ein schöner Tribut gelungen ist. Alleine das die Handlung bestimmende Anwesen könnte auch ein real gewordenes Cluedo-Spielbrett sein.

      Viel mehr will ich auch nicht schreiben, da ich es recht schwer finde auf den Film einzugehen, ohne eventuell auf etwas vorzugreifen, das den Filmgenuss beeinflussen könnte. Dass Rian Johnson schon an einer Fortsetzung arbeiten soll, freut mich aber ungemein.

      The Crow (1994)
      Den habe ich tatsächlich noch nicht gesehen, obwohl ich vor ein paar Jahren an Halloween mit dem Corpse Paint unterwegs war :D
      Der Film handelt vom Rockstar Eric Draven, der in der Nacht vor Halloween zusammen mit seiner Verlobten Shelly brutal ermordet wird und ein Jahr später von einer Krähe aus dem Totenreich zurück gebracht wird. Mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet begibt sich Eric auf einen Rachefeldzug gegen seine Mörder.
      Von der Optik könnte der Film auch als Goth Rock-Video durchgehen. Dauerhafte Düsterniss und Regen bestimmen das Bild.
      Handlungstechnisch würde ich ihn als solide bezeichnen, wobei Hauptdarsteller Brandon Lee durchaus charismatisch genug war, um den Film zu tragen. Eine größere Karriere wurde ihm ja verwehrt, weil beim Dreh wohl bei der Sicherheit geschlampt wurde.

      Armee der Finsternis (1992)
      Dritter Teil von Sam Raimis Tanz der Teufel-Triologie, der mit extrem viel Humor daherkommt. Der Protagonist der vorherigen Teile, Ash (Bruce Campbell), wird vom Necronomicon, einem unheiligen Buch, in das finstere Mittelalter geworfen und muss den dortigen Menschen gegen Dämonen beistehen, um wieder in seine Zeit zu kommen. Zum Glück wurde auch seine Kettensäge in die Vergangenheit geschleudert.
      Ich hab mir den Film mit einem Kumpel angeschaut und wir hatten sehr viel Spaß. Vor allem hatten wir den Eindruck, dass dieser Film einen riesigen Einfluss auf das Kino der 2000er hatte. Mit zwinkerdem Augen fallen einem unweigerlich Parallelen zu Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik und einigen weiteren Filmen ein ;) Trash vom Feinsten.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

      Post was edited 1 time, last by “Brigthroar” ().

      Und ich bin so alt, dass ich da nichts heimlich gucken musste. :D
      Und irgendwo hier liegt auch noch die CD mit dem Soundtrack rum. Und die CDs mit dem Soundtrack der beiden Nachfolger. Die Filme waren ja nicht so dolle, aber die Soundtracks auch hier echt fein. ^^
      I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".
      Gestern beim zappen um halb 9 bei Besser geht's nicht hängen geblieben, eine der tollsten Romantik-Komödien die ich kenne. Helen Hunt ist so toll in dem Film und Nicolsons Liebesbekundung am Ende gehört zu den tollsten aller schmalzigen Liebesszenen die es gibt. Beide verdient mit dem Oscar gewürdigt. Melvin Udall könnte wahrlich Sheldon Coopers Grossvater sein:
      Euphorischer (weiblicher) Fan: "Wie kommt es dass sie so gut über Frauen schreiben können?"
      Udall: "Ich stelle mir einen Mann vor und subtrahiere Verstand und Zurechnungsfähigkeit."
      oder auch
      "Darf ich vorstellen- Karol, die Kellnerin, Simon, die Tunte"
      Viele Szenen sind wirklich so zum schiessen und alle Dialoge sind extrem gut ge-timed und gescripted. Ein richtig toller Film der es schafft mich zu Tränen zu rühren.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      ssnake wrote:

      el_drogo wrote:

      Bruce ist eine Legende. Punkt.

      Brandon = nicht Bruce.

      Vielleicht meinte er auch Bruce Campbell ;) Der Fall ist ja immer noch nicht aufgeklärt :D

      Der längste Tag (1962)

      Aufwändig produzierter Film über die Landung der Alliierten, am 6. Juni 1944, im besetzten Frankreich, mit hochkarätiger Besetzung. Ich finde, dass der Film optisch relativ gut gealtert ist und das trotz der Tatsache, dass er in schwarz-weiß gedreht wurde. Der Einsatz vieler Statisten, echter Fahrzeuge (die zwar nicht immer 100% zeitgemäß sind) und gut in Szene gesetzter Kulissen, sieht eben auch langfristig noch gut aus. Wenn ich das z.B. mit dem ebenfalls in diesem Jahr gesehenen und optisch für extrem steril empfundenen Midway(2019) von Roland Emmerich vergleiche, liegen da Welten zwischen.
      Erzählerisch gibt es in der Handlung sehr viele Massenszenen mit Kampf. Gemessen daran, welches historische Ereignis in dem Film dargestellt wird, macht das auch Sinn, gut erzählte Einzelschicksale können so aber praktisch kaum stattfinden. Das gefiel mir wiederum in Dunkirk (2017) besser, dem dritten Kriegsfilm, den ich dieses Jahr gesehen habe. Nolans Film erzählt zwar auch recht wenig über die Hintergründe seiner Charaktere, schafft es aber trotzdem eine extrem dichte Atmosphäre mit Spannung zu erzeugen, weil er dabei als Perspektive den Tunnelblick von Menschen wählt, die nur um jeden Preis nicht verrecken wollen. Deshalb kommt Dunkirk auch wesentlich kammerspielhafter daher, egal ob da jetzt ein Soldat mit über 300000 Kameraden in der Stadt von der Wehrmacht umzingelt ist oder Tom Hardy in seiner Spitfire aufs Meer schaut.
      Ich möchte es dem Film aber auch nicht großartig anlasten, denn Der längste Tag konzentriert sich auf die gesamte Operation Overlord, sowie dem Versuch der Deutschen, die Invasion abzuwehren und nicht auf einzelne Teiloperationen. Um das Geschehen für den Zuschauer verständlich zu halten, musste wohl der eine oder andere höhere Offizier zwecks Exposition ins Zentrum der Handlung.

      Altersbedingt hat der Film natürlich auch seine Schwächen. Nahezu jeder Soldat, der erschossen wird, schmeißt sein Gewehr weg, breitet die Arme aus, schreit nochmal kurz und macht eine halbe Drehung. Da in dem Film viel gestorben und z.B. auch dargestellt wird, wie die zwei verbliebenen, einsatzbereiten Messerschmitt der Luftwaffe die Amerikaner am Strand dezimieren, nimmt dieses Overacting stellenweise recht komische Züge an. Gelegentlich neigen einige Charaktere auch zu bedeutungsschweren Monologen, bei denen der Pathos aus jeder Pore läuft, aber das liegt wohl am damaligen Zeitgeist.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

      Brigthroar wrote:

      Aufwändig produzierter Film über die Landung der Alliierten, am 6. Juni 1944, im besetzten Frankreich, mit hochkarätiger Besetzung.

      Unter anderem mit dem jungen Loriot, der einen Einzeiler abliefert.

      "Die Brücke von Arnheim" ist auch einer der älteren, sehenswerten Kriegsfilme. Ähnlich aufwändige Produktion wie "Der längste Tag", und ebenfalls mit Top-Besetzung.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!