Der Frust Thread

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      onyx wrote:

      Ich kann mir wirklich nicht vorstellen,dass es Spaß macht weiße Tiger,Wölfe ,Hunde oder Menschen virtuell zu ermorden und denke,ich hätte da auch im Spiel eine Art Hemmschwelle.....
      Ich war Ork oder Untot. Was kümmern mich da andere Lebewesen... :whistling:
      Aber mal ernsthaft. Ich habe zwar meine Quests erfüllt, aber nie nur aus Spaß Lebewesen gekillt. Bissl doof ist natürlich, wenn man als Beruf Ledern hat... da muss man dann doch ganz schön viel Viehzeugs killen und die Haut abziehen. :pardon:
      I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".
      Naja,Job ist Job ....und wo gehobelt wird ,fallen auch Späne...... :whistling: :rolleyes: :D
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      Doch es ist Zeit für mich zu lernen, dass nichts für immer bleibt, sowohl das, was gut tut, als auch das, was schmerzt.

      Balerion der Schwarze wrote:

      Ich glaube, dass die meisten Menschen mehr oder weniger bewusst einen gewissen "Zerstörungs-Spieltrieb" haben. Das zeigt sich ja auch schon, wenn man als Kind einen Turm aus Bauklötzen baut um ihn nach der Fertigstellung umzuwerfen.


      Das ist für mich grundsätzlich durchaus verständlich, ich zerstöre in Spielen ja furchtbar gern Dinge. Ich erschlage, erschieße, ersäble und explodiere auch Leute, hänge sie an Wandspießen auf und bin mir auch nicht zu schade gesamte Kontinente und Planeten auszulöschen - so lange sie voller Böser Menschen TM sind. Was auch noch prima geht, wenn es zum gespielten Charakter passt, ist utilitaristische Ethik (Tywin - lieber eine Rote Hochzeit als 10.000 Tote), aber ab da wird es eben dünn.

      Mein Unverständnis (nicht despektierlich sondern ehrlich gemeintes) bezieht sich schon sehr explizit auf den "unschuldigen" Aspekt sofern er absichtlich und nicht aus allgemeiner Wurstigkeit oder "weil es geht" oder "weil es interessant ist" oder "die Immersion platt liegt" genutzt wird.
      Ich lande nämlich immer bei einem recht binären Ergebnis:

      Prämisse: Ich möchte mich ein mal verhalten wie Joffrey und schlitze zu diesem Zwecke testweise meinen Plüschteddy auf.

      Möglichkeit 1:
      Ich will wissen, wie es ist schlecht zu sein. Mein Gewissen hält mich von der Umsetzung ab, weshalb ich bei meinem Experiment alle Konsequenzen der Schlechtigkeit für Andere auslasse. Ich bin gut.

      Möglichkeit 2:
      Ich will wissen, wie es ist schlecht sein zu dürfen. Die Gesellschaft hält mich von der Umsetzung ab, weshalb ich bei meinem Experiment alle Konsequenzen der Schlechtigkeit für mich auslasse. Ich bin schlecht.

      Ist das nicht sogar die Thematik von HBOs Westworld? Leute die sich lebensechte Androiden zum Töten und Vergewaltigen anmieten?
      Wenn sie sich die ganze Zeit vor Augen halten, dass es Puppen sind, können sie sich den Spaß eigentlich auch sparen.
      Wenn sie in ihrer Rolle aufgehen, ist es hingegen charakterlich selbst dann ein extrem mieses Zeugnis, wenn im konkreten Fall niemand zu Schaden kommt. An ihrer inneren Einstellung gegenüber Dritten scheint es ja nicht zu scheitern.
      Jetzt kann man philosophisch werden und fragen ob man schlecht sein kann ohne jemals jemandem zu schaden - was ich persönlich bejahe.


      Wie gesagt, beschäftigt mich schon länger, so richtig schlau aus der Sache bin ich aber nicht geworden.
      Vielleicht komme ich ja irgendwann zu irgendeinem besonders hellen Schluss oder verkable euch einfach alle bei einem etwaigen nächsten Forentreffen und mache spannende Testreihen mit lustigen Sonden. :hmm:

      Ist die denn gut? Ich würde sie schon gerne mal lesen nach dem ich jetzt dieses furchtbar düstere Computerspiel dazu gespielt habe.


      Ich bin nicht sicher, ob "gut "der richtige Ausdruck ist. Eher interessant, aber ich muss sie kein zweites mal gelesen haben. Wirf einfach einen Blick rein, sie ist im Internet frei verfügbar. Du findest den Link sogar auf der zugehörigen amerikanischen Wiki-Seite.

      PS: Samsung ftw!
      I have been despised by better men than you.
      Mir ging es immer so, dass es stark darauf ankam, wie ernst ich das Spiel genommen habe, respektive, ob ich eine emotionale Beziehung dazu hatte. Bei den Sims habe ich auch ziemlich viel kranken Scheiss ausprobiert, einfach, weil ich das Spiel tatsächlich nur als nette Simulation gesehen habe, es mich aber emotional nie berührt hat. Genau genommen mochte ich den Bau-Modus am liebsten. Die Figuren waren für mich tatsächlich nicht mehr als Pixel.
      Ganz anders ging es mir bei meinem erklärten Lieblingsspiel Bioshock. Das hat mich derart berührt mit all seinen Einzelschicksalen, dass ich selbst die Splicer nur mit Widerwillen getötet habe. Klar habe ich, aber nicht gern und nicht aus Spass. Da hatte ich immer die menschlichen Schicksale im Hinterkopf( auch wenn sie nicht realer waren als die Sims) so dass es mich bis zum Schluss Überwindung gekostet hat. Das hat für mich auch die Unvergelichbarkeit des Spiels ausgemacht. Dass ich gezwungen war, Gewalt anzuwenden, obwohl ich es nicht wollte. Im Gegenteil...ich war der Eindringling, ich habe mich in dem Spiel immer als den Gewalttäter gesehen.
      So einen moralischen Impetus hatte ich zwar bei sonst keinem Spiel, vermeide aber im Allgemeinen ungerechtfertigte Gewalt, sei es Skyrim, Fallout etc. Nicht, weil es negativen Einfluss auf den Spielverlauf haben könnte, sondern weil ich gar keinen Impetus dazu habe.
      Ich glaube, Sims ist eine Ausnahme, weil es von Anfang an nicht wirklich "ernsthaft" ausgelegt ist.
      "I swear, I will go to my grave thinking of my brother’s peach." (Stannis Baratheon)
      Mir ging es immer so, dass es stark darauf ankam, wie ernst ich das Spiel genommen habe, respektive, ob ich eine emotionale Beziehung dazu hatte. Bei den Sims habe ich auch ziemlich viel kranken Scheiss ausprobiert, einfach, weil ich das Spiel tatsächlich nur als nette Simulation gesehen habe, es mich aber emotional nie berührt hat.


      Sehr ähnlich funktioniert das bei mir auch.

      Da hatte ich immer die menschlichen Schicksale im Hinterkopf( auch wenn sie nicht realer waren als die Sims) so dass es mich bis zum Schluss Überwindung gekostet hat. Das hat für mich auch die Unvergelichbarkeit des Spiels ausgemacht. Dass ich gezwungen war, Gewalt anzuwenden, obwohl ich es nicht wollte. Im Gegenteil...ich war der Eindringling, ich habe mich in dem Spiel immer als den Gewalttäter gesehen.


      Genau diesen Eindruck hatte ich über weite Strecken aktuell bei Nier : Automata (vom Entwickler gewollt), was mir ziemlich zugesetzt hat und in Verbindung mit den vielen Ebenen auf denen er mit dem Spieler spielt das Erlebnis erst bemerkenswert gemacht hat.
      Ein Gegenbeispiel - abgesehen von GTA, das mich persönlich nicht sehr berührt wäre Oxygen Not Included. Da verwaltet man eine kleine Kolonie aus niedlichen Figürchen und versucht sie mit bestmöglichem Recycling in geschlossener Gesellschaft am Leben zu halten. Sie können gestresst sein, kränkeln, sterben. Nachdem der Entwickler sie aber schon selbst als Dupes (Duplikate) bezeichnet, bin ich schnell von "Wohlbefinden" zu "Effizienz" gewechselt.
      Und effizient war es, sie gewissermaßen zu gezielt dauerunglücklichen Stresspinklern zu machen um möglichst viel Wasser zum Recycling zu haben. Da steht der schwarzhumorig ausgelebte Simulationsgedanke im Vordergrund, Immersion ist aber auch gleich 0.

      Sind das denn Androiden mit eigenen Gefühlen, oder Androiden, die realistische Reaktionen perfekt simulieren können... ist das überhaupt ein Unterschied?


      Das weiß ich nicht, weil ich auf HBO nicht mehr so gut zu sprechen bin. ;) Für meine Gleichung bin ich aber von lediglich gut gemachten Robotern ausgegangen.
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      Post was edited 1 time, last by “Maegwin” ().

      The Dragonknight wrote:

      Zumindest frage ich mich immer warum ein 2 GB Arbeitsspeicher und Multikernprozessor nicht für WhatsApp, Navifunktionen soziale Netzwerke, Mails und normale Spiele ausreichen sollte. Alles andere ist teurer Overkill.

      In der Preisklasse bis 200€ kannst du auch schon das 4fache bekommen.

      Alraune wrote:

      Bin bald zur Horde übergelaufen.

      FÜR DEN KRIEGSHÄUPTLING!

      onyx wrote:

      Maeg ganz pragmatisch Menschen überfährt,die sie zuvor um ihr Eigentum brachte

      Manchmal wehren sich die Figuren in GTA wenn man ihnen das Eigentum klaut, daher ist das eigentlich präventive Notwehr. Im Online-Modus von GTA 5 setzen die NPCs übrigens manchmal Kopfgelder auf einen aus, wenn man ihre Fahrzeuge entwendet (sogar nachdem man sie überfahren hat) und dann wird es für die anderen Spieler in der Sitzung reizvoller Jagd auf dich zu machen. Benimmt man sich im Online-Modus zu sehr daneben, bekommt man nicht nur als disziplinarische Maßnahme die unendliche Armada Polizei an den Hals, sondern wird vom Spiel auch noch in eine ziemlich lukrative Zielscheibe für seine Mitspieler verwandelt.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Das günstigste 8GB-RAM-Smartphone, das ich gefunden habe, kostet 559€. ;)

      Edit: Und wenn du 8GB RAM bei einem Smartphone brauchst, dann solltest du dir wahlweise über die Nutzung deines Smartphones Gedanken machen oder den Programmierer austauschen.
      Winter Is Coming! - Stark



      THE NORTH REMEMBERS...

      The Dragonknight wrote:

      Welches Handy bis 200 Euro hat denn bitte 8 GB Arbeitsspeicher? Ich frage aufrichtig aus Interesse.

      Habe internen Speicher und Arbeitsspeicher verwechselt :dash: Wobei der interne Speicher mittlerweile auch locker über die 8GB geht.

      Man muss auf jeden Fall keine 300€ für ein Handy verschleudern oder es so machen, wie meine Schwester und noch mehr für die Dinger ausgeben. Die kann nämlich nicht vernünftig mit ihren technischen Geräten umgehen, ärgert sich dann wenn die nicht mehr gescheit funktionieren und glaubt ein anderes teures Gerät schafft da Abhilfe :whistling:
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      "kann nämlich nicht vernünftig mit ihren technischen Geräten umgehen, ärgert sich dann wenn die nicht mehr gescheit funktionieren und glaubt ein anderes teures Gerät schafft da Abhilfe"


      Kurz: Apple-Käufer.

      d&r
      I have been despised by better men than you.

      Maegwin wrote:

      Kurz: Apple-Käufer.

      d&r

      Das ist bei ihr tatsächlich der nächste Schritt :D Wenn ich bedenke, dass mein 150€-Gerät bald 3 Jahre im Dienst ist und immer noch in einem besseren Zustand als ihr altes Handy mit Alugehäuse ist, und dieses Aluhandy nicht mal die 2 Jahre Dienst voll gemacht, aber über das 4fache gekostet hat. Wobei da auch nicht ihre mangelnde Fürsorge das Ende des Handys eingeläutet hat, sondern der Umstand, dass die Technik ab einem gewissen Punkt nachgelassen hat. Ein großer Nachteil, wenn man so ein Gerät unbedingt haben will, wenn es grade neu ist, man ist nämlich dann auch einer der ersten Tester in Punkto Langlebigkeit.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

      Renly wrote:

      Ganz anders ging es mir bei meinem erklärten Lieblingsspiel Bioshock.

      Da habe ich die Little Sisters auch immer gerettet und nie ausgebeutet. Habe das nur ein einziges Mal gemacht, um zu sehen was passiert, das aber auch nicht im richtigen Spieldurchgang.
      Also ganz so abgestumpft bin ich dann wohl doch nicht. Neben GTA ist das einzige Spiel, wo ich noch solche Massaker durchführe, Hitman. Blood Money. Man soll da ja eigentlich möglichst nur sein Ziel töten und das am besten auch durch Unfälle, sodass die Wertung hoch ist. Nur nachdem Durchgang spiele ich manchmal noch auf Psychopath, was möglich ist durch die sehr gute Ausrüstung, die man dann hat. Geht am besten, indem man sich eine Geißel nimmt, weil dann die bewaffneten Gegner für ein paar Sekunden Hemmungen haben zu schießen, in der Zeit kann man die alle abknallen.

      Interessant empfinde ich das mittlerweile bei Daedalic-Adventures von Poki. In Adventures ist es ja oft so, dass man irgendwann alles ausprobiert, weil man nicht weiterkommt, und auch zu radikalen Lösungen greift, vor denen dann aber der Ingame-Charakter Hemmungen hat. Meistens bekommt man dafür noch einen belehrenden Satz. Poki hat es irgendwie geschafft, dass man zum Beispiel bei Deponia gezwungen ist mit Rufus Handlungen durchzuführen, die eigentlich absolut gegen das Moralverständnis des Spielers gehen (oder gehen sollten). Das ist dann so ein inneres Ringen, ob man das jetzt machen soll oder man ist völlig erstaunt, dass die radikale Lösung funktioniert.
      Und jetzt möchte ich wissen: Wer hat alles in Maniac Mansion den Hamster in die Mikrowelle gesteckt und war schockiert, dass diese Option tatsächlich möglich ist?
      *Örks* sind das nicht die, die dieses Schiff gemietet haben, um damit im Mittelmeer Rettungsmissionen für Flüchtlinge zu sabotieren? Für wen machen die denn Wahlkampf?
      Guck mal, was ich für Dich habe. Der Titel der Seite ist ordinär, aber ich finds ne gute Sache und passt für Dein Problem, falls Du den Flyer noch nicht entsorgt hast. :D
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