COVID-19

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      Ob jemand über eine rote Ampel fährt, weil sonst sein Kaffee kalt wird, oder weil er die Tragweite und Komplexität der Problematik nicht begreift, geht mir persönlich am Allerwertesten vorbei.
      Gesetzliche Regelungen gibt es dafür, damit sich nicht jeder zwischen einem IQ zwischen Kasparow und Amöbe seine Welt nach eigenen (Fehl-)Vorstellungen zurechtbiegen kann. Insbesondere wenn man in Betracht zieht, wie interne psychologische Rechtfertigungsmechanismen funktionieren.
      Du lieferst auch gleich einen absoluten Evergreen: Tut doch jeder.

      Dass du angesichts deiner Hüttengaudi niemanden kennst, der sich lückenlos an die Vorschriften gehalten hat glaube ich dir gern. Ich kenne über ein gutes Dutzend plus diverse Überperformer, mich selbst natürlich eingeschlossen.

      Niemand wird dich zwingen, irgendwen aufzugeben. Ich sehe allerdings auch keinen Grund die Lage schön zu reden.
      I have been despised by better men than you.

      Maegwin wrote:

      Dass du angesichts deiner Hüttengaudi niemanden kennst, der sich lückenlos an die Vorschriften gehalten hat glaube ich dir gern. Ich kenne über ein gutes Dutzend plus diverse Überperformer, mich selbst natürlich eingeschlossen.

      Dann habt du und das angesprochene Dutzend meinen höchsten Respekt, und es bleibt mir auch nichts anderes übrig, als dir das zu glauben. Ich meinte damit übrigens nicht nur mich und meine Saufkumpanen, sondern dass mir tatsächlich kein einziger Mensch einfällt, seis im privaten oder betrieblichen Umfeld, den ich nicht schon mal mit der Maske unter der Nase, im Pausengespräch zu nah aneinander stehen oder in der Kantine in der Schlange die 1.5 Meter nicht einhalten gesehen hätte (vom Chef-Chef bis zur Putzfrau).
      Also würdest du mir im Grunde raten, beim Thema Corona künftig einfach die Schnauze zu halten, weil ich eh nicht besser bin als der gemeine Impfgegner/Quarkdenker? :)

      Maegwin wrote:

      Ob jemand über eine rote Ampel fährt, weil sonst sein Kaffee kalt wird, oder weil er die Tragweite und Komplexität der Problematik nicht begreift, geht mir persönlich am Allerwertesten vorbei. Gesetzliche Regelungen gibt es dafür, damit sich nicht jeder zwischen einem IQ zwischen Kasparow und Amöbe seine Welt nach eigenen (Fehl-)Vorstellungen zurechtbiegen kann. Insbesondere wenn man in Betracht zieht, wie interne psychologische Rechtfertigungsmechanismen funktionieren.

      Hier kann man natürlich nur schwer widersprechen. Trotzdem ist mir das etwas stark vereinfacht. Es geht schliesslich nicht um eine rote Ampel, deren Sinn und Zweck eindeutig und klar ist, sondern um ein Sammelsurium an mehr und weniger sinnvollen (und teils auch undurchsichtigen oder unklaren) Gesetzen und Regelungen, die uns innerhalb weniger Monate einen Kulturwandel und das komplette Umkrempeln unseres Sozialverhaltens (zu recht) einhämmern mussten. Ich habe übrigens auch aus deinem Mund schon gehört, dass du einige Vorgaben/Massnahmen zumindest diskutabel findest. Ich will damit nichts schönreden oder mich rechtfertigen, aber ich bin eben nicht der Schwarz/Weiss- Typ wie du, auch wenn ich es gern wäre.


      Edit: Noch was anderes.... Die Zahlen in Europa steigen ja seit einiger Zeit wieder und dafür wird nun mehr oder weniger die UEFA verantwortlich gemacht, was ich nicht so ganz verstehen kann. Eigentlich müsste die WHO doch die jeweiligen Staaten dafür anscheissen, die solche Veranstaltungen mit vollen oder halbvollen Stadien überhaupt zulassen oder nicht? Der Veranstalter kann ja immer nur im Rahmen der aktuellen Regelungen des jeweiligen Staates agieren.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Post was edited 3 times, last by “el_drogo” ().

      Ich meinte damit übrigens nicht nur mich und meine Saufkumpanen, sondern dass mir tatsächlich kein einziger Mensch einfällt, seis im privaten oder betrieblichen Umfeld, den ich nicht schon mal mit der Maske unter der Nase, im Pausengespräch zu nah aneinander stehen oder in der Kantine in der Schlange die 1.5 Meter nicht einhalten gesehen hätte (vom Chef-Chef bis zur Putzfrau).


      Versehen würde ich nicht ausschließen, das kann bei neu eingeführten Maßnahmen jedem mal passieren. Aber Versehen sind ja überhaupt nicht unser Thema - es sei denn, du gehst davon aus, das wären alles bewusste Übertretungen gewesen?
      Es liegt übrigens sicher an der meme-Kultur, aber diese Masken-Unter-Der-Nase-Träger sind für mich irgendwie zu einem Pendant von "Clown" geworden. In meinem Arbeitsumfeld wäre das übrigens undenkbar, aber es ist auch keines das für seine punkigen Rebellen oder querdenkerischen Mitarbeiter berühmt wäre. Unsere Kantine ist seit anderthalb Jahren geschlossen und die Putzfrauen betreten unsere Büros nicht mehr, während wir uns darin aufhalten. Treffen mit mehr als drei Personen in einem Raum gibt es auch nicht.

      Also würdest du mir im Grunde raten, beim Thema Corona künftig einfach die Schnauze zu halten, weil ich eh nicht besser bin als der gemeine Impfgegner/Quarkdenker? :)


      Genau genommen bist du nach deiner eigenen Logik schlechter als der gemeine Impfgegner, weil du statt nur wirre Kritik zu üben tatsächlich aktiv zum Infektionsgeschehen beigetragen hast obwohl du alle intellektuellen Voraussetzungen hattest um es nicht zu tun. :popcorn: ;)

      Hier kann man natürlich nur schwer widersprechen. Trotzdem ist mir das etwas stark vereinfacht.

      Ich will damit nichts schönreden oder mich rechtfertigen, aber ich bin eben nicht der Schwarz/Weiss- Typ wie du, auch wenn ich es gern wäre.


      You mock the simplicity of the two-color view, yet you replace it with a one-color view.

      Irgendetwas hat dich doch in diesen Thread getrieben. Möchtest du nur hören, dass deine Freunde irgendwie ok sind und du irgendwie ok bist und jeder irgendwie ok ist? Kann man machen, erzähl mir dann aber nichts von "stark vereinfacht". Es gibt keine höhere Vereinfachung als alles Pampsgrau zu sehen. Heere von Juristen und Psychologen tun nichts anderes, als diesen Pamps wieder in kleine weiße und schwarze Fitzelchen aufzuteilen, sie abzuwiegen und zu bestimmen in welchem Verhältnis das "Grau" abgemischt ist. Deine Freunde sind (nehme ich an) volljährig, haben (nehme ich an) keine psychischen Behinderungen und hatten (nehme ich an) Zugang zu genug Bildung um schwarzblau zu werden von dem sie (nehme ich an) aus freien Stücken keinen Gebrauch gemacht haben weil (nehme ich an) laaangweilig. Besonders prekäre Herkunftsverhältnisse möchte ich mal ausschließen. Sie reden also Unsinn über einen Bereich in dem sie sich nicht auskennen, weil sie sich nicht dafür interessiert haben.
      Aus welchem Hut möchtest du also Rechtfertigungen für sie ziehen?

      Es geht schliesslich nicht um eine rote Ampel, deren Sinn und Zweck eindeutig und klar ist*, sondern um ein Sammelsurium an mehr und weniger sinnvollen (und teils auch undurchsichtigen oder unklaren) Gesetzen und Regelungen, die uns innerhalb weniger Monate einen Kulturwandel und das komplette Umkrempeln unseres Sozialverhaltens (zu recht) einhämmern mussten.


      *und die von einer Viertelmillion Menschen jährlich ignoriert wird

      Du müsstest dich jetzt bitte auf eine Verteidigungsstrategie festlegen: Sind deine Freunde jetzt überdurchschnittlich intelligente Virologen die den Unsinn der Gesetze und Regelungen sofort verstanden haben oder unterdurchschnittlich intelligente Laien, die eigentlich erst recht Expertenmeinungen folgen sollten?

      Ich habe übrigens auch aus deinem Mund schon gehört, dass du einige Vorgaben/Massnahmen zumindest diskutabel findest.


      Absolut. Aber das Problem mit deinen Freunden scheint nicht zu sein, dass sie "einige Vorgaben/Maßnahmen diskutabel fanden". Mal abgesehen davon, dass zwischen "Gesetz"
      diskutabel" finden (demokratisch) und "Gesetz übertreten" (antidemokratisch) gerne ein paar Jahre gesiebter Luft stehen. Wobei ich nicht sicher bin, ob es überhaupt ein Problem gibt. Im Zweifel bist du entweder mit ein paar Leuten befreundet, die ein bisschen Arschloch sind, oder das Bullshit-Bingo erreicht einen Grad, den du dir selbst nicht mehr ruhig zumuten kannst. Sanft zureden wird wenig bringen, wenn sie das Thema selbst meiden wollen. Es ist anzunehmen, dass sie lieber mit Gleichgesinnten rumranten wenn ihr nicht dabei seid.
      Momentan kannst du dir wenigstens einreden, dass die Delle im Teppich eine vergessene Socke und kein toter Hamster ist.


      Edit: Noch was anderes.... Die Zahlen in Europa steigen ja seit einiger Zeit wieder und dafür wird nun mehr oder weniger die UEFA verantwortlich gemacht, was ich nicht so ganz verstehen kann. Eigentlich müsste die WHO doch die jeweiligen Staaten dafür anscheissen, die solche Veranstaltungen mit vollen oder halbvollen Stadien überhaupt zulassen oder nicht? Der Veranstalter kann ja immer nur im Rahmen der aktuellen Regelungen des jeweiligen Staates agieren.


      Naja, die UEFA hat doch England recht offen angedroht ihnen die Spiele zu entziehen, wenn sie die vollen Stadien nicht zulassen?
      I have been despised by better men than you.

      Maegwin wrote:

      Es liegt übrigens sicher an der meme-Kultur, aber diese Masken-Unter-Der-Nase-Träger sind für mich irgendwie zu einem Pendant von "Clown" geworden.


      Jo. Für mich auch ein undurchschaubares Kuriosum, wie man zu diesem Move kommt. Da erlaube ich mir es auch ohne Gewissensbisse, die entsprechenden Menschen in eine Schublade zu schieben.

      el_drogo wrote:

      Ich hadere seit einiger Zeit etwas mit mir. Dabei geht es hauptsächlich darum, dass es in meinem engsten Freundeskreis einige Menschen gibt, die sich auch nach anderthalb Jahren Pandemie noch mindestens Corona-skeptisch zeigen und unter anderem auch gegen eine Impfung sind. Wo genau sie sich auf der Quarkdenker-Skala (von 10 = "Bill Gates will uns chipen um die Menschheit zu dezimieren" bis 1 = "ja, Corona gibt es, aber die Massnahmen finde ich tlw. arg drüber") befinden ist schwer einzuschätzen, da sie das Thema Corona grundsätzlich als Gesprächsstoff zu meiden versuchen. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass manche von ihnen zwischen 3 und 5 unterwegs sind, tlw. womöglich sogar etwas drüber.


      Ohne die konkreten Äußerungen zu kennen und nur auf Grundlage einer fiktiven Skala, finde ich das sehr schwierig zu beurteilen. Das Beispiel zu Stufe 1 zum Beispiel fände ich komplett unproblematisch, da ich selber manche Maßnahmen für sinnlos halte und in manchen Bereichen auch andere Gewichtungen bevorzugt hätte. Ich habe selber nur zwei Freunde, die ich auf deiner Skala vermutlich so bei 1-2 einordnen würde, wobei ich dann auch einen Unterschied zwischen Worten und Taten machen würde: Beide sind durchaus kritisch gegenüber einem Teil der Maßnahmen und halten das Risiko für teilweise überschätzt, haben sich aber selber grundsätzlich an die wesentlichen Dinge gehalten (z. B. sicher mehr private Treffen als ich im Winter abgehalten, aber keine Gruppentreffen geschweige denn Partys). Da wird mein persönliches Verhältnis dann null komma null von angekratzt.

      Weiß auch nicht, ob man dir da grundsätzlich helfen kann, sowas ist doch immer von der jeweiligen Beziehung mitbestimmt. Bei meiner Oma habe ich mir auch wenig Mühe gegeben, ihr ihre etwas schrägen Äußerungen oder Ansichten (jetzt nicht auf Corona bezogen) auszureden oder sie umzustimmen, weil ich wusste, es ist völlig sinnlos und letztlich wird es bei einer über 80-Jährigen Frau auch niemanden mehr helfen. Ansonsten habe ich aber auch wenig Erfahrungen mit problematischen Ansichten zu politischen oder moralischen Themen, das schlimmste waren vielleicht die alternativ"medizinischen" Anwandlungen meiner Mutter bezüglich Homöopathie und latenter Impfgegnerschaft, da sich letzteres aber "nur" auf MMR-Impfung bezog, konnte man das Thema umschiffen, bis es meiner Schwester und mir Step-by-Step gelungen ist, sie zumindest teilweise davon wegzubewegen. Allerdings auch nur, weil sie den Kompetenzgewinn durch unsere Werdegänge respektiert.
      Naja, die UEFA hat doch England recht offen angedroht ihnen die Spiele zu entziehen, wenn sie die vollen Stadien nicht zulassen?

      Dublin hat seine EM-Spiele an London verloren, weil die irische Regierung 25% Auslastung nicht garantieren wollte und die Spiele, die in Bilbao hätten stattfinden sollen, gingen nach Sevilla. Letzteres sei nur als Randbemerkung erwähnt, weil der Standort innerhalb des selben Landes gewechselt wurde.
      Für das Wembley gab es zudem noch weitere Erwägungen seitens der UEFA, falls die englische Regierung nicht garantieren konnte, dass wenigstens die VIP-Plätze belegt sind. Als Alternativveranstalter war dann das Stadion in Budapest im Gespräch, wo es ja gar kein Covid gibt :whistling:

      Da andere Länder also bereit standen um zu übernehmen, wenn einige Länder mit so etwas Lästigem wie den Gesundheitsschutz ankommen und gleichzeitig die Mehrzahl der Austragungsorte ihre Spiele behalten wollte, konnte die UEFA sehr einfach Druck aufbauen. Das haben sie übrigens noch gemacht, als das Infektionsgeschehen in Europa wesentlich wilder war und sich noch niemand darum Gedanken gemacht hat den vierten Buchstaben des griechischen Alphabets aus dem Schrank zu holen.

      Nach dem Spiel zwischen England und Schottland hat die schottische Gesundheitsbehörde übrigens ~2000 Neuinfektionen im Zusammenhang mit dem Spiel registriert.


      Jo. Für mich auch ein undurchschaubares Kuriosum, wie man zu diesem Move kommt. Da erlaube ich mir es auch ohne Gewissensbisse, die entsprechenden Menschen in eine Schublade zu schieben.

      Wie man auf den Move kommt, kann ich mir zumindest sehr gut erklären. Es atmet sich einfach wesentlich einfacher mit freier Nase, wenn man die Maske nicht gewohnt ist und einige ziehen das in ihrem egoistischen Mimosentum dann stur durch.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

      Post was edited 1 time, last by “Brigthroar” ().

      Maegwin wrote:

      Versehen würde ich nicht ausschließen, das kann bei neu eingeführten Maßnahmen jedem mal passieren. Aber Versehen sind ja überhaupt nicht unser Thema - es sei denn, du gehst davon aus, das wären alles bewusste Übertretungen gewesen?

      Ich sprach schon von ganz bewussten Übertrertungen. Wer die Maske länger als 5 Sekunden unter der Nase trägt und sich mit anderen Menschen unterhält, macht das bewusst. Versehen würde ich niemandem ankreiden.

      Maegwin wrote:

      Es liegt übrigens sicher an der meme-Kultur, aber diese Masken-Unter-Der-Nase-Träger sind für mich irgendwie zu einem Pendant von "Clown" geworden. In meinem Arbeitsumfeld wäre das übrigens undenkbar, aber es ist auch keines das für seine punkigen Rebellen oder querdenkerischen Mitarbeiter berühmt wäre. Unsere Kantine ist seit anderthalb Jahren geschlossen und die Putzfrauen betreten unsere Büros nicht mehr, während wir uns darin aufhalten. Treffen mit mehr als drei Personen in einem Raum gibt es auch nicht.

      Unsere Kantine war ausschliesslich im letzten Frühjahr für ca. 3 Monate geschlossen. Danach war sie immer offen (anstehen mit Maske und 1.5m Abstand in der Schlange, 2 Leute Pro Tisch gegenübersitzend, respektive 4 Leute wenn 2 Tische zusammengeschoben waren). In Büros wurde diesen Winter zwar Maskenpflicht eingeführt, aber ich habe viele Situationen erlebt (auch in Nachbarabteilungen- und Bereichen), wo es Gespräche zwischen Kollegen mit "halbherzig" angelegter Maske gab oder die Maske am Arbeitsplatz ganz abgenommen wurde. Selbst Direktoren habe ich in Gängen mit Maske unterm Kinn und tlw. sogar ganz ohne angetroffen, wobei ich zugeben muss, dass das schon hauptsächlich in den letzten Wochen/Monaten war, seit das Thema wieder überall runterkühlt...

      Maegwin wrote:

      Genau genommen bist du nach deiner eigenen Logik schlechter als der gemeine Impfgegner, weil du statt nur wirre Kritik zu üben tatsächlich aktiv zum Infektionsgeschehen beigetragen hast obwohl du alle intellektuellen Voraussetzungen hattest um es nicht zu tun.

      Dass ich mir keinen Orden verdient habe ist mir klar. Kategorische Impfgegner, Quarkdenker und Maskenverweigerer stufe ich trotzdem noch leicht unter mir ein, ihr fortwährender Beitrag zum Infektionsgeschehen ist ebenso nachgewiesen wie mein einmaliger.

      Maegwin wrote:

      Irgendetwas hat dich doch in diesen Thread getrieben.

      Ja, und nächstes mal richte ich meine Frage wohl besser direkt an das Fussvolk. :D

      Maegwin wrote:

      Möchtest du nur hören, dass deine Freunde irgendwie ok sind und du irgendwie ok bist und jeder irgendwie ok ist?

      Im Grunde wollte ich einen Ratschlag, wie ihr damit umgeht, wenn ihr Freunde habt, die irgendwie nicht ganz Ok sind, ihr aber trotzdem befreundet bleiben möchtet. Ein Antwort von dir hätte es so gesehen gar nicht gebraucht, da es die Situation bei dir ja ganz offenbar nicht gibt und du dir diese Gedanken somit nicht machen musst. Solche Menschen haben in deinem Leben nichts verloren und das ist ja auch Ok, aber mir persönlich hilft das nicht weiter.

      Maegwin wrote:

      Naja, die UEFA hat doch England recht offen angedroht ihnen die Spiele zu entziehen, wenn sie die vollen Stadien nicht zulassen?
      Angesichts von Inzidenzen jenseits der 200 sollte England froh darüber sein, wenn die Spiele woanders stattfinden. Aus meiner Sicht müsste die Regierung spätestens jetzt konseqeunt durchgreifen, wenn das Ganze nicht ein vollkommenes Desaster werden soll.

      @Grunkins
      Erstmal danke fürs Antworten. Mit Leuten die ich bei 1-3 verbuchen kann, habe ich auch kein Problem (die meissten würde ich auch in der Gegend verorten und sie verhalten sich auch grösstenteils so wie von dir beschrieben). Ein ungutes gefühl bekomme ich wenn's Richtung 5 schwabbt, weil es so zwischen Wohl und übel liegt und ich nicht genau weiss wie schlimm es wirklich ist. Eine Dame ist z.B. dabei, bei der ich ziemlich sicher bin, dass sie sich permanent grösstenteils an alle Regeln gehalten hat, aber sie lehnt eine Impfung nach wie vor ab und spricht in diesem Zusammenhang auch von "Erpressung", da sie indirekt eine Impfpflicht bereits als gegeben sieht. Bei solchen Leuten tue ich mich schwer, weil ich die Gedankengänge nicht verstehe, sie aber dann auch nicht näher darauf eingehen oder die Sache weiter beleuchten möchten, woher ihr Misstrauen kommt und sie dann auch keine Gegenargumente zulassen. Ich habe mich mein Leben lang wunderbar mit ihr vertragen, und wenn ich sie jetzt treffe, sehe ich sie irgendwie mit anderen Augen. Vor Corona waren solche Grundsatzgeschichten freilich nie ein Thema, es ist wie Maegwin sagt, Freundschaften müssen im Normalfall nicht viel ausshalten. Corona hat nunmal alles geändert. Ist natürlich schön für euch, wenn es in Eurem Umfeld keine derartigen Fälle gibt und in dem Fall kann ich auch verstehen, dass es schwierig ist, gute Ratschläge zu geben. In meinem Fall ist halt ungünstig, dass ich aus einer wirklich ländlichen, und damit meine ich EXTREM ländlichen Gegend komme und dort das Bildungsniveau und diverse gesellschaftspolitischen Ansichten noch eher auf Steinzeit-Niveau sind.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Post was edited 1 time, last by “el_drogo” ().

      Hi, Grüße aus Dänemark.

      Ich kann kaum was zum Thema Freunde mit Querdenkerverhalten sagen, habe zum Glück keine.
      Dafür haben meine Freunde ihrerseits teilweise Freunde oder Nachbarn, die auf deiner Skala bei 8-10 einzuordnen sind.
      Das ist mega anstrengend für sie.
      Und die bisher einzige Strategie im Umgang miteinander ist Themenvermeidung.
      Alles andere führt zu Verstimmungen.
      Ist schon echt krass, wie sehr persönliches Unwohlsein zu so offener Realitätsverweigerung führt.
      Ich wuchs in der DDR auf, und was da von den "systemtreuen Mainstream-Medien" (um mal im Queridioten-Sprech zu schreiben) an Propaganda über die BRD verbreitet wurde, haben nichtmal die meisten Systemlinge geglaubt.
      Und heute, wo man mit wenigen Klicks fast alles selbst nachprüfen kann, wird von nem Haufen Nicht-Unterdrückter jeder Propaganda-Furz geglaubt? Was ist los mit den Menschen?


      There are but two types of people in the world:
      1. Those who can extrapolate from incomplete data!

      Post was edited 1 time, last by “AracheonoXis” ().

      Im Grunde wollte ich einen Ratschlag, wie ihr damit umgeht, wenn ihr Freunde habt, die irgendwie nicht ganz Ok sind, ihr aber trotzdem befreundet bleiben möchtet. Ein Antwort von dir hätte es so gesehen gar nicht gebraucht, da es die Situation bei dir ja ganz offenbar nicht gibt und du dir diese Gedanken somit nicht machen musst. Solche Menschen haben in deinem Leben nichts verloren und das ist ja auch Ok, aber mir persönlich hilft das nicht weiter.


      Das habe ich so nicht geschrieben, Mr. el_drachi. :rolleyes:
      Eigentlich das genaue Gegenteil davon:

      Abgesehen davon ist Skepsis ja auch nicht gleich Skepsis. Dass sich Menschen Gedanken über "experimentelle" Impfstoffe machen, kann ich eigentlich ganz gut nachvollziehen. Die Einstellung "meine Freizeit vor dem Wohl anderer", wie vereinzelt in diesem Thread gesichtet möchte ich bei Leuten in meinem Leben nicht haben.


      Ich habe geschrieben, wie man mit solchen Leuten umgeht, hängt aus meiner Sicht davon ab, wie schwerwiegend ihre "Verfehlungen" sind. Von mir aus auch gemessen nach der drogo-skala TM, aber die kann ich mir eben nur sehr grob vorstellen. Du würdest ja wohl selbst mit Leuten, die - keine Ahnung - andere aus Trotz anpusten oder anspucken nichts zu tun haben wollen.

      wenn ihr Freunde habt, die irgendwie nicht ganz Ok sind, ihr aber trotzdem befreundet bleiben möchtet.


      Solche habe ich natürlich auch, wobei mein Ok sicher mutmaßlich strenger ist als deins und das Thema ja nicht zwingend Corona sein muss. Ich bleibe trotzdem mit ihnen ""befreundet"", forciere das Thema selbst nicht, sage aber immer etwas dazu, wenn es von ihnen angesprochen wird. Wenn die Meinung oder Tat allzu dunkelgrau ist, wird de facto allerdings eine Pseudofreundschaft daraus in der man nur noch Oberflächliches bespricht aber nicht mehr besonders viel Respekt voreinander empfindet.
      Da Freundschaft ohne Respekt aber nur sehr bedingt funktioniert, zerbröseln die von allein.
      Beispiel: Eine chronisch unzuverlässige Freundin, die sich gern in die Krankheit flüchtet und teilweise absurdeste Ausreden für ihr Nichtstun präsentiert hat mir ihr Leid über eine Arbeitspartnerin geklagt, die ihr mangelnde Leistung vorwirft. Die Antwort "Jo. Da wird sie schon recht haben." war jetzt natürlich weniger freundschaftsfördernd. Wir haben allerdings auch genug gemeinsame Freunde, die ihr nach der achthundertsten "Erkältung" vier Minuten vor einem gemeinsamen Treffen immer noch gute Besserung wünschen. Niemand wird dir sagen können, wie sehr du dich persönlich für deine "Freundschaften" verbiegen möchtest.

      Ich habe eine vierer-fünfer Arbeitskollegin, die ich pre corona für etwas schrullig aber eigentlich lieb hielt. Folge: Siehe oben. Sie spricht das Thema nicht mehr an, weil sie weiß, dass ich sehr negativ reagieren würde. Ich zwinge sie natürlich nicht dazu. Wir sprechen nur noch freundlich über Belanglosigkeiten, die "persönlichere" Beziehung die wir hatten ist allerdings sichtlich klinisch tot. Wenn wir uns künftig nicht mehr so oft sehen, werden wir es auch beide nicht schlimm finden.

      Familie ist für mich nochmal ein anderes Thema, die suchen wir uns ja nicht aus. Da waren die Diskussionen teilweise sehr anstrengend, ich würde meine Problemskala in etwa mit der von Grunkins Mama vergleichen. Immerhin sind alle durchgeimpft - da sind mir die Einzelmotivationen praktisch egal.

      AracheonoXis wrote:

      Ich wuchs in der DDR auf, und was da von den "systemtreuen Mainstream-Medien" (um mal im Queridioten-Sprech zu schreiben) an Propaganda über die BRD verbreitet wurde, haben nichtmal die meisten Systemlinge geglaubt.Und heute, wo man mit wenigen Klicks fast alles selbst nachprüfen kann, wird von nem Haufen Nicht-Unterdrückter jeder Propaganda-Furz geglaubt? Was ist los mit den Menschen?



      Du kommst mir wie gerufen.
      Im Zuge der anstrengenden Diskussionen mit meiner Mama (2-3 auf der Skala) hat sie mir irgendwann gestanden, dass sie denkt, dass ihre Regierungsskepsis eben daher stammt, dass sie in einer Diktatur aufgewachsen ist, in der man sich auf Politik und öffentlich-rechtliche Medien nicht verlassen konnte, sich ständig Alternativquellen suchen musste und das im Alter eben auch nicht einfach ablegen kann. Ich muss zugeben, dass ich diese Argumentation eigentlich sehr schlüssig fand und versucht habe mich in der Folge in den Diskussionen weniger rabiat zu verhalten.
      Ich denke, du wirst selbst zu jung sein, um die volle Dröhnung DDR abbekommen zu haben, aber ist das für dich halbwegs nachvollziehbar?
      I have been despised by better men than you.
      Hatte erst Ende Juni meine erste Impfung Biontech hinter mir, lief alles super, war nur etwas müde den nächsten Tag und der Arm etwas schwerer.
      Vor der zweiten habe ich etwas mehr Bammel, eine Freundin aus Frankreich hatte den ganzen nächsten Tag Fieber, konnte sich kaum bewegen, anders hingegen meine Mutter, die konnte am nächsten Tag sogar in einen Urlaub mitfahren.

      Querdenker gibt es in meinem Umfeld tatsächlich kaum welche.

      Die Corona-Regeln habe ich, ich würde sagen zu 95% eingehalten, letzten Oktober habe ich dann doch an einer etwas größeren Gartenparty teilgenommen, zum Glück nichts passiert. Und vielleicht darf der Fakt nicht unterschlagen werden, dass ich mich zu 99% nicht an meinem Wohnort aufgehalten habe, sondern im Elternhaus 300 km entfernt. Meine Institution hat sehr schnell Home-Office angeordnet und diese Regelung selbst bis heute nicht richtig aufgehoben. Daher bin ich nahezu die ganze Pandemie in meiner Heimat geblieben.
      @Maegwin
      Hm. So wie du dich jetzt ausgedrückt hast, verstehe ich deinen Standpunkt viel besser und fühle mich auch besser verstanden.

      Maegwin wrote:

      Im Zuge der anstrengenden Diskussionen mit meiner Mama (2-3 auf der Skala) hat sie mir irgendwann gestanden, dass sie denkt, dass ihre Regierungsskepsis eben daher stammt, dass sie in einer Diktatur aufgewachsen ist, in der man sich auf Politik und öffentlich-rechtliche Medien nicht verlassen konnte, sich ständig Alternativquellen suchen musste und das im Alter eben auch nicht einfach ablegen kann. Ich muss zugeben, dass ich diese Argumentation eigentlich sehr schlüssig fand und versucht habe mich in der Folge in den Diskussionen weniger rabiat zu verhalten.
      Ich denke, du wirst selbst zu jung sein, um die volle Dröhnung DDR abbekommen zu haben, aber ist das für dich halbwegs nachvollziehbar?

      Mit meinen Eltern gab es auch viele anstrengende Diskussionen, aber während ich meine Mutter im Laufe des letzten Jahres eigentlich zu 100% auf meine Seite ziehen konnte, hat mein Vater zum Teil immer noch eine sehr verschobene Wahrnehmung von manchen Dingen, die ich ehrlich gesagt bei Freunden nicht mehr dulden würde. Trotzdem hat auch er sich impfen lassen und deswegen ist mir das ähnlich wie bei dir mittlerweile egal. Allerdings kommen meine Eltern nicht aus der DDR.
      Meine Theorie dazu ist, wer die "wilden" 70er und vielleicht auch 80er erlebt hat, wo quasi "alles erlaubt" war (vom Rauchen überall bis hin zum besoffen Auto fahren) tut sich einfach generell schwerer, weitere Verbote und Einschränkungen zu akzeptieren, aus welchen Gründen auch immer.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Post was edited 1 time, last by “el_drogo” ().

      AracheonoXis wrote:


      Und die bisher einzige Strategie im Umgang miteinander ist Themenvermeidung.


      Handhabe ich auch so - zumindest gegenüber einem Kollegen, der wohl ne Skala 8 ist, aber (zumindest versucht er es) anderen seine Überzeugung nicht direkt aufdrängt. Aber es ist halt nervig wenn man über ein Thema redet, das mit Corona am Rande zu tun hat und dann kommt er aus dem Off mit seinen Meldungen. Der war früher auch schon so, dass er überall seine Meinung dazu hatte und nervig war. Aber mit Corona ist er gefühlt in die Querdenker-Szene abgedriftet. Er hält auch andere Sachen für wahr - z.B. dass Trump die Wahl gewonnen hat. Bei sowas hilft mir (ich werde jemandem, der die Realität so dermaßen ausblendet, nicht vom Gegenteil überzeugen können) ehrlich gesagt das nicht anschneiden oder einfach das Klappe halten und ihn reden lassen - irgendwann verschwindet er dann wieder in seinem Büro, wenn keiner ne Diskussion mit ihm startet.

      Der Freundeskreis lebt in meiner Heimatstadt, die ich ewig nicht mehr besucht habe. Und wenn wir mal telefonieren bzw. uns sehen (natürlich zwischen den Lockdowns) wird über andere Themen gesprochen als Corona. Von daher weiß ich es ehrlich nicht, aber wenn ich mal auf Facebook gucke, scheint niemand aus meinem Umfeld auf der Skala zu weit im Bereich "Verschwörung !111!" zu sein. Also ehrlich gesagt alles, womit ich für mich ein Weiterführen der Freundschaften rechtfertigen kann. Die "Schwurbler" sind meist die entfernten Bekannten, mit denen ich bis auf ein paar oberflächlich gewechselte Worte nicht viel zu tun habe.

      Meine Halbschwestern sind unterschiedlich: die eine besucht unseren gemeinsamen Vater so gut wie gar nicht mehr, zu Weihnachten durfte mein Vater nicht bei Ihnen ins Haus. Sie und ihr Mann sind schon längst geimpft, bei den Kindern warten sie noch lieber ab. Meine jüngere Halbschwester ist da viel leichtsinniger was Kontakte angeht, will sich nicht impfen lassen. Ist aber gefühlt auch nicht in der Skala eher bei 5 und niedriger als bei 10.

      AracheonoXis wrote:


      Und heute, wo man mit wenigen Klicks fast alles selbst nachprüfen kann, wird von nem Haufen Nicht-Unterdrückter jeder Propaganda-Furz geglaubt? Was ist los mit den Menschen?

      Ganz vereinfacht ausgedrückt: "Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht mit Fakten" wird wohl bei vielen dahinter stehen. Dazu das Gefühl, betrogen zu werden und nur man selber hat den Durchblick, während alle anderen blind den Massenmedien folgen.

      Erstimpfung Biontech vor 17 Tagen erhalten, Zweitimpfung würde Anfang August folgen. Wobei ich eventuell durch meine überstandene Infektion Anfang vor über einem Jahr (Ansteckung erfolgte wohl über den Freund, der sich in der Firma Anfang April 2020 angesteckt hat) noch ausreichend Antikörper haben dürfte (der Wert vor der Impfung lag bei knapp 65), um die Zweitimpfung erst im Winter zu benötigen. Wäre aber mit dem Hausarzt abzuklären.

      Edit: der Kollege ist ne 10 - angefangen hats als ich in Gespräche betreffend Corona verwickelt wurde wo ich ihn nur gegrüßt habe (teilweise muss ich mich ja beruflich mit dem ganzen beschäftigen, da ich für Buchhaltung/Steuerrecht sowie das Aufstellen interne Regeln mitverantwortlich bin, ging aber mehr um Geschwurbel an sich), gestern hab ich mit einer Kollegin gesprochen, die das "Glück" hat in der Nähe seines Büros zu sein - offenbar hat er ne App runtergeladen, mit der man (wird wohl wie diese ganzen Nackscannerapps funktionieren) und geht damit den geimpften KollegInnen auf die Nerven. Die eine nimmts eh nicht ernst ("Du, dann brauch ich mir keine Sorgen mehr machen, dass ich mich am Berg verirre, wenn ich gechipt bin"), für die andere wars extremst verunsichernd.
      Real stupidity beats artificial intelligence every time.

      Hogfather (Terry Pratchett )

      Post was edited 1 time, last by “Shatiel” ().

      Maegwin wrote:




      Du kommst mir wie gerufen.
      Im Zuge der anstrengenden Diskussionen mit meiner Mama (2-3 auf der Skala) hat sie mir irgendwann gestanden, dass sie denkt, dass ihre Regierungsskepsis eben daher stammt, dass sie in einer Diktatur aufgewachsen ist, in der man sich auf Politik und öffentlich-rechtliche Medien nicht verlassen konnte, sich ständig Alternativquellen suchen musste und das im Alter eben auch nicht einfach ablegen kann. Ich muss zugeben, dass ich diese Argumentation eigentlich sehr schlüssig fand und versucht habe mich in der Folge in den Diskussionen weniger rabiat zu verhalten.
      Ich denke, du wirst selbst zu jung sein, um die volle Dröhnung DDR abbekommen zu haben, aber ist das für dich halbwegs nachvollziehbar?


      Naja, ist es nicht so richtig.
      Ich habe viele Verwandte in Sachsen, alle mit der vollen Dröhnung, und auch hier noch jede Menge ex DDR Kinder in meinem Umfeld.
      Misstrauen gegenüber Politikern und ihren Aussagen, ja, das ist sehr verbreitet.
      Hier stehen unsere gesamtdeutschen Volksvertreter den DDR Politikern eigentlich auch in Punkto Falschaussagen und Korruption in nichts nacht, NICHT WAHR, HERR SCHEUER?

      Aber was die unabhängige Presse angeht, sehe ich in meinem Umfeld kein signifikantes Misstrauen. Im Gegenteil, gerade weil Öffies auch negativ über Regierungen berichten, hat sich deren unabhängiger Ruf weitestgebend gehalten. TROTZ Abneigung gegen GEZ.
      Vielleicht sollte deine Ma mal Sinans Woche schauen. (YT, wirklich genial der Mann)
      Wenn sie noch nicht oberhalb von 5 auf der Skala ist, könnte ihr das helfen.
      There are but two types of people in the world:
      1. Those who can extrapolate from incomplete data!

      el_drogo wrote:

      Meine Theorie dazu ist, wer die "wilden" 70er und vielleicht auch 80er erlebt hat, wo quasi "alles erlaubt" war (vom Rauchen überall bis hin zum besoffen Auto fahren) tut sich einfach generell schwerer, weitere Verbote und Einschränkungen zu akzeptieren, aus welchen Gründen auch immer.

      Wo hast Du denn diese hochqualifizierte Aussage her? Also bis 1976/77 war schon nicht erlaubt, dass Frauen ohne Erlaubnis des Ehemannes arbeiten gingen, er konnte ohne ihr Wissen einfach den Arbeitsvertrag kündigen. Vergewaltigung in der Ehe war auch ganz ok., schließlich hatte so eine Frau ja Pflichten... Insgesamt war alles strenger und weniger tolerant. Wer ausscherte, wurde schnell schräg angesehen. Es passierte nicht direkt was, aber man wurde deutlich schräger angesehen als heute. Eine "Mischehe" war eine Ehe zwischen Protestanten und Katholiken, ich habe als Kind Anfang der 70er in der Schule tatsächlich einen Film über derartig bedrohliche Abartigkeiten gesehen (und erinnere mich gut daran, da ich ein Kind aus so einer "Mischehe" war). Und alkoholisiert Autofahren durfte man auch nicht. Nur das mit dem Rauchen überall stimmt, und ic h bin froh, dass es da heute andere Regeln gibt. Die 80er wurden dann etwas liberaler.

      Es ist aber interessant, wie nur bestimmte Teilaspekte wahrgenommen werden, insbesondere wenn die Medien nur ein BIld zeichnen wie "Die wilden 70er", "Drogen", "Rock´n´Roll". Von den spießigen 70ern hört man ja irgendwie weniger. Und ja, ich kann mich sehr gut an Regeln halten, und andere Leute meines Alters, die ich kenne, übrigens auch. Regeln waren ganz wichtig, und man wurde auch sehr auf Regeleinhaltung hin erzogen.

      AracheonoXis wrote:

      Und, mittlerweile bin ich für Vorteile / Erleichterungen für Geimpfte.

      Das macht nicht wirklich Sinn, denn die individuell geimpfte Einzelperson (ich rede jetzt nicht von einem größeren Kollektiv) schützt erst mal sich selbst, aber nicht andere. Auch einige Altenheime testen selbst geimpfte Personen, machen da aus Sicherheitsgründen gar keinen Unterschied.
      Medizinisch nicht, da gehe ich mit.
      Aber bei 62,1 (53,6) % Impfquote, Tendenz sinkend, sehe ich einen gesellschaftlichen Vorteil.
      Es sind ja nicht 37% Verweigerer. Aber viele faule und unentschlossene Menschen, die man dadurch motivieren könnte. Und das wiederum hilft letztlich auch medizinisch der Gesellschaft.
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      Hildegunda wrote:

      Wo hast Du denn diese hochqualifizierte Aussage her?

      Also ich möchte schon betonen, dass das eher sarkastisch und nicht all zu ernst in die Runde geworfen war. Ich habe weder die 60er, 70er noch die 80er wirklich erlebt, daher kann ich sie nur nachdem beurteilen was ich aus Medien und Erzählungen meines älteren Umfeldes weiss. Ich habe neulich mal eine recht lustigen Clip gesehen, der zu der Zeit spielt als in Deutschland die Anschnall-Pflicht eingeführt wurde (müsste doch auch so in den 70ern gewesen sein glaub ich?). Ein Reporter hat beliebig Leute auf der Strasse angehalten und nach ihrer Meinung gefragt- da gabs wirklich ulkige Aussagen von "Diktatur!!" bis "ist mir egal, dann schnall ich mich halt an" war alles dabei. Ganz ähnlich wie heute, wenn jemand zu Corona interviewt wird oder wie nach dem Millenium als das Rauchverbot in Innenräumen kam. Ich wollte mit meiner Aussage auch nur andeuten dass ich mir vorstellen könnte, dass ältere Menschen die über die Zeit halt viel mehr an Verboten und Einschränkungen "mit-erlebt" haben, sich möglicherweise allmählich etwas schwerer damit tun, wenn immer neue kommen. Das war aber wie gesagt nur ein sehr subjektiver und eher sarkastisch gemeinter Einwurf, der auch vollkommener Quatsch sein kann.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

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      Hildegunda wrote:

      Das macht nicht wirklich Sinn, denn die individuell geimpfte Einzelperson (ich rede jetzt nicht von einem größeren Kollektiv) schützt erst mal sich selbst, aber nicht andere. Auch einige Altenheime testen selbst geimpfte Personen, machen da aus Sicherheitsgründen gar keinen Unterschied.


      Doch, indirekt schützt sie andere schon, alleine dadurch dass der Geimpfte sich weniger wahrscheinlich ansteckt und damit eine Infektionskette unterbrechen kann.

      Man darf bei den Antigen Tests eben nicht vergessen, dass sie im Gegensatz zu PCR Tests bei a- oder präsymptomatichen Patienten etliche falsch negative Ergebnisse ergeben. Daher sind Geimpfte sehr viel weniger wahrscheinlich infiziert als negativ getestete. Und je höher die Inzidenz desto wahrscheinlicher werden falsch negative Tests.

      Ganz abgesehen davon finde ich die Kommunikation der Regierung weiterhin unterirdisch. Man sollte reihenweise Werbeblöcke kaufen und mit Mythen über die Impfung aufräumen. Unsichere Menschen kann man so vielleicht von den Vorteilen überzeugen.
      "Let me tell you something about wolves, child. When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies, but the pack survives." -Eddard Stark
      Ich bin seit Montag übrigens durchgeimpft und in ~8 Tagen sollte der Impfschutz dann stehen. Symptome waren in Form von einem Tag Kopf- und Gliederschmerzen zwar minimal vorhanden, aber nicht ausgeprägt genug, um wirklich drüber klagen zu können.
      Im Impfzentrum war an dem Tag richtig viel Betrieb, was wohl auch daran lag, dass man ohne Termin kommen konnte und das Zentrum nur noch am Nachmittag geöffnet hat. Für die Impfkampagne war das sicherlich ein schöner Tag, aber mir persönlich hat der erste Termin, bei dem ich insgesamt eine halbe Stunde im Impfzentrum verbracht habe, besser gefallen, als alleine eine 3/4 Stunde vor dem Zentrum zu stehen.

      Ganz abgesehen davon finde ich die Kommunikation der Regierung weiterhin unterirdisch. Man sollte reihenweise Werbeblöcke kaufen und mit Mythen über die Impfung aufräumen. Unsichere Menschen kann man so vielleicht von den Vorteilen überzeugen.

      Also ich bin Samstag an einem Plakat für die Impfkampagne vorbeigekommen und im Radio lief in dem Moment der dazugehörige Spot :D

      Ich würde ja gerne denken, dass jeder der sich auch informieren will, dass auch ohne Hilfe der Regierung schaffen sollte. Leider macht eine ungenügende Medienkompetenz das manchmal zu einem Ding der Unmöglichkeit. "Ein Bekannter hat bei Facebook geschrieben, das überschreibt die DNA," war leider so ein Satz, den ich mal hören durfte. Im Nachhinein hat mich dann noch die Frage gequält, warum ein neuer Satz Desoxyribonukleinsäure in dem Fall so schlimm sein sollte :whistling:
      Von dem Unsinn, den eine lokale Freikirche in ihrer Gemeinde verbreitet hat, will ich gar nicht erst anfangen. Die Zettel, die ich in die Hand bekommen habe, waren ein Ken Jebsen-Bullshitbingo erster Güte und hatten auf nicht einmal einer Din A4-Seite mehr Erwähnungen des leibhaftigen Satans, als die ganze Bibel.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Mal eine Frage an die bereits Geimpften, wie is das eigentlich mit Auffrischungsimpfung? Nach Erst- & Zweitimpfung ist ja der Impfschutz vorhanden aber wie bei jeder anderen Impfung auch muss man den ja regelmäßig oder zumindest nach Auslauf erneuern, wurd da was gesagt bei wie viel Jahren Abstand der Optimalfall liegt?

      Aegon der X. wrote:

      Mal eine Frage an die bereits Geimpften, wie is das eigentlich mit Auffrischungsimpfung? Nach Erst- & Zweitimpfung ist ja der Impfschutz vorhanden aber wie bei jeder anderen Impfung auch muss man den ja regelmäßig oder zumindest nach Auslauf erneuern, wurd da was gesagt bei wie viel Jahren Abstand der Optimalfall liegt?

      Das erfahren wir wahrscheinlich, wenn es belastbare Daten zu dem Thema gibt. Derzeit scheint es erste Erkenntnisse zu geben, dass bei Älteren der Impfschutz schneller nachlässt und eine Auffrischung sinnvoll sein kann, aber bei der Frage befindet man sich wohl noch am Anfang.

      Vermutlich gibt es in Zukunft im Herbst neben der Grippespritze noch eine für Covid.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton