Kann George die Serie überhaupt in sieben Büchern ordentlich zu Ende bringen?

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      hodor wrote:

      Es ist zuviel Zeit vergangen, und wir sind inzwischen alle Profis und wissen genau, wie die Bücher weiter laufen sollten, aber das heisst nicht, dass es auch so kommt.


      Ich hab nur ein paar Eckpunkte aber wenig Konkretes und wenig von dem, was mich wirklich interessiert. Was ich aber habe, sind diverse Szenarien wie es kommen kann und auf gar keinen Fall laufen sollte (und andersherum). Wenn er die Serien-Strategie verwendet, wo einfach in jeder Folge ein anderer Charakter ein Messer irgendwo rein bekommen hat, dann impliziert das quasi, dass alle meine Sympathieträger und alle Handlungsstränge, die mich akut interessieren beendet werden. Wenn er einen aus dem Quintett Dany, Tyrion, Jon, Bran, Arya killt - gerne. Wird er nicht machen. Wenn er Cersei oder Brienne killt - wäre schon sehr schade für die Stränge. Wenn er Sansa, Jaime, Asha oder Sam killt - wäre schade für die Stränge und für meinen Symathiepool.

      Trotz allem halte auch ich mehr Bücher als 7 für wahrscheinlicher, wenn man die bisherige Pace betrachtet, nur nicht, wenn man mal realistisch draufguckt, wieviel Lebenszeit noch da ist. D.h. - er wird sich beeilen wollen, wenn er es selbst abschliessen will.


      Ich rechne ja auch mit TWOW nicht so wirklich, aber mit irgendeinem danach erst recht nicht. Lebenszeit ist das Eine, aber er wird ja sonst auch nicht fitter und ich kann mir eh nicht vorstellen, wie man an so einem Werk arbeitet, wenn man sich nur alle paar Monate mal dran setzt. Wenn ich ne 15-Seiten Seminararbeit schreiben musste, dann habe ich den Schreibprozess selbst immer in ein paar Tagen durchgezogen, alleine schon um den Faden nicht zu verlieren. Bei einem so komplexen Werk wie ASOIAF müsste ich mich glaube ich auch jedes mal erstmal wieder ne Woche in den Stoff reinarbeiten, den ich da fabriziert habe.

      Grunkins wrote:

      Wenn er einen aus dem Quintett Dany, Tyrion, Jon, Bran, Arya killt - gerne. Wird er nicht machen. Wenn er Cersei oder Brienne killt - wäre schon sehr schade für die Stränge. Wenn er Sansa, Jaime, Asha oder Sam killt - wäre schade für die Stränge und für meinen Symathiepool.


      Hm, verstehe ich nicht. Sind Handlungstränge für dich nur dann befriedigend auserzählt, wenn deine Sympathieträger glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben? Ich war z.B. schon immer Fan von Buch-Arya und hätte durchaus keine Probleme damit, dass diese Figur den Heldinnentod findet bzw. tragisch endet. Wichtiger ist mir, dass der Weg dorthin interessant und stimmig ist.

      hodor wrote:

      Trotz allem halte auch ich mehr Bücher als 7 für wahrscheinlicher, wenn man die bisherige Pace betrachtet, nur nicht, wenn man mal realistisch draufguckt, wieviel Lebenszeit noch da ist. D.h. - er wird sich beeilen wollen, wenn er es selbst abschliessen will.


      ASOAIF besteht bekanntlich aus drei Metaerzählungen bzw. Akten (Krieg der fünf Könige, Drachentanz, Lange Nacht). Falls die Buchreihe mit exakt sieben Bänden (ohne Aufteilung der letzen Bücher in Unterbände) enden sollte, würden wir wieder die unverhälnismäßige Gewichtung auf den ersten Akt erhalten, die schon die TV-Serie ausgezeichnet hat.


      “I: You’re a communist then. S: Let’s say I’m old enough not to be dazzled by Ayn Rand.”

      Kameron Hurley, The Light Brigade

      Post was edited 2 times, last by “a.rogue.prince” ().

      a.rogue.prince wrote:

      ASOAIF besteht bekanntlich
      Das meinte ich mit "Wir sind alle Profis..." ...mir ist das nämlich neu, ich vermute, es hat irgendein Fan bekanntgegeben. Selbst wenn das ein SSM sein sollte, ist es trotzdem Blödsinn.

      a.rogue.prince wrote:

      aus drei Metaerzählungen
      ... der nicht weiss, was eine Metaerzählung ist...

      a.rogue.prince wrote:

      würden wir wieder die unverhälnismäßige Gewichtung auf den ersten Akt erhalten
      Wie in so ziemlich jedem Roman, bei dem der Autor sich verzettelt hat, es gibt sehr viele, die hintenraus in Galopp verfallen. Man kann sogar behaupten, dass dies ein Kunstgriff der Literatur ist...

      Ich meine damit Folgendes: Ob eine Gewichtung "unverhältnismäßig" ist, ist eine subjektive Sache. Ich kann mir zwei zackige Bücher voller Twists wie in AGoT wie gesagt sehr gut vorstellen. Mein Gefühl eines postulierten Gleichgewichts wäre nicht verletzt. Ich wäre froh, wenn es wieder etwas weniger mäandernd würde.

      markus1983 wrote:

      Oder, des wird so lange raus geschoben bis keiner mehr davon redet weil es eh jeder aufgegeben hat
      Das wird nicht passieren. Ich gehöre zu den Leuten, die sogar damit klar kommen würden, dass ASOIAF unvollendet bleibt, der bereits erschienene Stoff ist einfach zu gut. Man macht vielleicht mal 10 Jahre Pause als Fan (während der Rest der Welt der TV-Show hinterherhechelt), aber irgendwann kommt der Stoff zurück und fängt Dich wieder ein.
      HODOR !

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      @hodor

      Tut mir leid, eine Diskussion derart argumentfrei abwürgen zu wollen, ist dann doch eher peinlich. Was ein Akt ist, dürfte dir doch bekannt sein, oder etwa nicht? Diese Einteilung ergibt sich u.a. aus dem Outline von 1993, mit dem du hier immer gerne "argumentiert", um nicht zu sagen, angegeben hast.
      Falls von dir noch einmal was in der Sachen kommt, können wir später gerne weiter diskutieren.
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      Kameron Hurley, The Light Brigade

      a.rogue.prince wrote:

      @hodor
      Diese Einteilung ergibt sich u.a. aus dem Outline von 1993, mit dem du hier immer gerne "argumentiert", um nicht zu sagen, angegeben hast.
      Da hätte ich dann doch gerne einen Beleg dafür. Denn wenn man nach dieser Outline ginge, hätten wir z.B. eine Lovestory Jon + Arya erleben dürfen. Diese Outline ist nahezu wertlos, und haltlose Behauptungen, ich hätte damit "angeben" sind unverschämt, sorry.
      HODOR !

      a.rogue.prince wrote:

      Hm, verstehe ich nicht. Sind Handlungstränge für dich nur dann befriedigend auserzählt, wenn deine Sympathieträger glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben? Ich war z.B. schon immer Fan von Buch-Arya und hätte durchaus keine Probleme damit, dass diese Figur den Heldinnentod findet bzw. tragisch endet. Wichtiger ist mir, dass der Weg dorthin interessant und stimmig ist.


      Die Gefahr weitere Sympathieträger zu verlieren ist deswegen problematisch, weil ohnehin kaum noch welche übrig sind. Ich lese gerne Cersei-Kapitel, obwohl sie eine furchtbare Person ist und ich lese gerne ein Arianne-Kapitel, obwohl sie mir relativ egal ist. Aber wenn ich bei einer sehr umfangreichen Reihe, bei der Innenleben und innere Konflikte der handelnden Figuren im Vordergrund stehen, überhaupt keine Figuren mit denen ich aktiv mitfühlen kann oder deren Innenleben ich gerne erkunde, habe, dann distanziert mich das ungemein von der Geschichte und schmälert mir das Lesevergnügen noch mehr.

      Von Barristan und Theon als solchen Figuren habe ich mich schon mehr oder weniger verabschiedet, Arianne und Areo interessieren mich wie schon angedeutet nicht besonders, auch wenn ich sie eher positiv sehe. Dann blieben mir tatsächlich noch Sansa, Jaime, Davos und Asha und ein bisschen Sam. Was Jon mir getan hat (außer zu vielen Selbstzweifeln) weiß ich nicht, aber für ihn und Brienne schweigt mein Herz. Das Problem könnte natürlich auch dadurch reduziert werden, dass Tyrion kein widerliches, selbstmitleidiges, zynisches, kleines Arschloch mehr wäre oder Arianne aus irgendeinem Grund interessant wird.

      Von mir aus können die größtenteils am Ende auf die ein oder andere Weise sterben, aber bitte erst am Ende der Reihe.
      Bin absolut anderer Meinung, ich war nie der größte Jon-, Dany-, Bran-, Arya-Fan, mag aber zum Beispiel Jamie, Davos, Jon C, Theon, Sansa und Sam sehr gern.
      Und die beiden von dir angesprochenen Tyrion und Arianne sind meine Lieblings-Charaktere, und was Tyrion betrifft war er zwar immer mein Favorit, aber durch die Charakterentwicklung in ADWD wird er nochmal meiner Meinung viel interessanter. Aber natürlich jedem das Seine. :thumbsup:

      Podrick wrote:

      Bin absolut anderer Meinung, ich war nie der größte Jon-, Dany-, Bran-, Arya-Fan, mag aber zum Beispiel Jamie, Davos, Jon C, Theon, Sansa und Sam sehr gern.
      Und die beiden von dir angesprochenen Tyrion und Arianne sind meine Lieblings-Charaktere, und was Tyrion betrifft war er zwar immer mein Favorit, aber durch die Charakterentwicklung in ADWD wird er nochmal meiner Meinung viel interessanter. Aber natürlich jedem das Seine. :thumbsup:


      Dann bist du ziemlich genau meiner Meinung, denn ich schrieb genau das. Dany mag ich nicht, Arya und Bran sind mir relativ egal (bei Arya ist zudem die Story in Braavos schnarch-langweilig), Jon so lala (Herz schweigt, Verstand sagt natürlich er ist ein guter, Handlung schwankt zwischen interessant und Kaugummi). Sansa, Jaime, Davos, Asha gut, Sam & Theon mit leichten Abstrichen auch. Ok Jon C mag ich auch nicht so.

      Bei Tyrion kommts drauf an, seine Charakterentwicklung finde ich nachvollziehbar, konnte sie aber in ADWD nur schwerlich ertragen.

      Post was edited 1 time, last by “Grunkins” ().

      hodor wrote:

      Diese Outline ist nahezu wertlos, und haltlose Behauptungen, ich hätte damit "angeben" sind unverschämt, sorry.


      Ist das so? Wie dem auch sei, hier geht es nicht um Plotdetails sondern um die grundlegende Struktur der Geschichte. Dass Martin die drei großen, übergreifenden Handlungsstränge vom Outline in die Endfassung übertragen hat, wäre dir aufgefallen, wenn du wenigstens AGOT gründlich gelesen hättest.

      @Grunkins

      Ok, gegen Geschmack lässt sich schlecht argumentieren. Cersei sehe ich übrigens ähnlich (sehr unterhaltsam zu lesen, schreckliche Person). Wahrscheinlich sehe ich das ganze etwas lockerer, weil meine beiden Favoriten Bran und Arya vermutlich sehr weit kommen werden, überleben oder zumindest die Geschichte entscheidend prägen werden.
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      Kameron Hurley, The Light Brigade

      Post was edited 1 time, last by “a.rogue.prince” ().

      a.rogue.prince wrote:

      Ist das so? Wie dem auch sei, hier geht es nicht um Plotdetails sondern um die grundlegende Struktur der Geschichte. Dass Martin die drei großen, übergreifenden Handlungsstränge vom Outline in die Endfassung übertragen hat, wäre dir aufgefallen, wenn du wenigstens AGOT gründlich gelesen hättest.
      Unterlasse bitte diese Verleumdungen und Unterstellungen, danke.
      HODOR !
      Sowohl in meiner Position als "Outstanding Gentleman of the Year" 2018 und 2019 - ermittelt nach der repräsentativen Befragung einer zufälligen Gruppe von Frauen zwischen 35 und 70, nämlich meiner Frau und meiner Mutter - als auch als Mod hier im Forum möchte ich doch bitten, die Stimmung etwas runter zu kochen. Die Frage, ob es am Ende noch zwei oder doch drei Bücher werden (mein persönlicher Tipp: drei), ist wohl kaum Grund genug sich hier in die Haare zu bekommen. Also seid nett zu einander und vertragt euch. Danke. :beer:
      Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.
      Von den drei Akten "Krieg der fünf Könige", "Drachentanz", "Lange Nacht" im Sinne des Schmierzettels Exposés aus dem fernen Jahre 1993 wurde in den vorliegenden fünf Bänden allenfalls der erste ausgeführt, vom zweiten lediglich der Titel verwendet und der dritte nur motivisch angedeutet.

      Um eine Gleichgewichtung nach Seitenzahl zu erreichen, wären da noch zehn weitere Bände fällig.
      Das ist absurd, besonders wenn man berücksichtigt, dass sich nach aller Empirie die zeitlichen Abstände weiter vergrößern werden.

      Soll heißen, der Autor hat sein 1993-Exposé längst bei irgendeiner unauffälligen Behörde für obsolet erklären lassen.

      Yobuye wrote:

      ...in den vorliegenden fünf Bänden allenfalls der erste ausgeführt, vom zweiten lediglich der Titel verwendet und der dritte nur motivisch angedeutet.


      Das stimmt so nicht. Zum zweiten Akt gibt es in den bisher erschienenden Bänden 31 Kapitel von Daenerys. Hinzu kommen die POVs von Areon und Victarion Greyjoy, alle POVs in Dorne, Quentyn Martell, Barristan Selmy, Jon Connington, spekulativ der Prolog von Feast und ab Dance 12 weitere Tyrion Kapitel. Ähnlich sieht mit dem dritten Akt aus. Da haben wir die POVs von Jon, Samwell und Bran, die Prologe von Game, Storm und Dance und Melisandre. Interessant sind auch Asha, Theon und Davos, an deren Geschichten gut die Übergänge bzw. Schnittstellen zwischen den Akten sichtbar werden. Das ein oder andere Kapitel von Eddard und Jaime ließe vielleicht auch zum zweiten Akt zuordnen und dann gibt noch Arya und Sansa, die sich zunächst eindeutig im ersten Akt bewegen und später von den großen Entwicklungen abgekoppelt werden. Möglicherweisen werden sie im Finale, in den verbliebenden Akten als Wildcards fungieren.
      Kurz wir haben schon eine Menge Stoff, der über die erste Erzählung "der Krieg der fünf Könige" hinausgeht. Diese Vielschichtigkeit macht ja auch die Bücher für viele Leser so faszinierend. Ein wichtiges Problem wurde im Thread bereits genannt: Martin benötigt mit Feast und Dance zu viel Zeit den ersten Akt abzuwickeln, so dass er wohl gezwungen ist, die beiden verbleibenden Akte im Finale konvergieren zu lassen (was thematisch/inhaltich durchaus Sinn macht, da diese Erzählungen mit Eis und Feuer verbunden sind).
      Noch zur Ergänzung: Samwells Kapitel in Feast sind natürlich ein schönes Beispiel dafür, wie die Akte durch die individuellen Geschichten der POV-Charaktere miteinander verwoben werden.
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      Kameron Hurley, The Light Brigade

      Post was edited 2 times, last by “a.rogue.prince” ().

      Bin absolut deiner Meinung!

      a.rogue.prince wrote:

      Martin benötigt mit Feast und Dance zu viel Zeit den ersten Akt abzuwickeln


      Liegt glaub ich am 5-jährigen Zeitsprung, der zwar bei mehreren Storylines nicht funktioniert hat, dafür aber bei anderen ziemlich gut (Danaerys).


      ​I am still up in the mountains, doing the social distancing rag, and writing WINDS OF WINTER. I have good days and bad days, but I am making progress.

      Neuer Blog-Post von George. Nichts besonderes. Er schreibt warscheinlich grad was mit den Eisenmänner, weil das Bild des Posts ist das Wappen der Graufreuds mit ihrem Spruch.