Serientode

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      Tyraxes wrote:



      Wobei diese Botschaft dann ziemlich fragwürdig wäre. Fast 300 Jahre haben die Targs das davor in Streitigkeiten zerrissene Westeros als geeintes Reich regiert, und nachdem sie gestürzt sind herrscht eigentlich nur noch Chaos. Spiegelt zwar die 3. Welt sehr gut wieder, aber wirklich aufmunternd ist eine solche Botschaft dann nicht hinsichtlich ehemaliger Kolonien.
      Wie meinen?
      Man könnte auch behaupten, dass Westeros zwar geeint war unter den Targs, aber nicht weniger kriegerisch als vorher. Dafür haben vor allem die Targs selbst gesorgt mit den Blackfyre-Rebellions z.B. und so.
      Und man könnte sagen, dass Roberts Herrschaft super friedlich war, die Greyjoy-Rebellion mal ausgenommen. Das nimmt sich nix.
      Ich verstehe ja die Sympathien für die Targs. Aber die meisten Häuser auf dem Kontinent sind ein mehrfaches älter, und sie werden eindeutig im Rahmen einer Invasion durch die Targs unterworfen. Da war nix segenbringendes dran. (Es sei denn, man findet Glitzer-Prinzen und - Prinzessinnen cool.)
      HODOR !
      Wobei diese Botschaft dann ziemlich fragwürdig wäre. Fast 300 Jahre haben die Targs das davor in Streitigkeiten zerrissene Westeros als geeintes Reich regiert, und nachdem sie gestürzt sind herrscht eigentlich nur noch Chaos.


      Es ist nicht so, als ob beispielsweise der Tanz der Drachen, ein Maegor oder ein Aerys das Reich nichts ins Chaos gestürzt und zerrissen hätten. Selbst Serien-Daenerys sieht ein, dass "das Rad" vielleicht nicht die beste Lösung ist.
      Im Gegensatz zu den echten Kolonien boten die Targaryen auf Grund ihrer geringen Anzahl nur die Herrschaftsstruktur, ohne die Bevölkerung in weiteren Kasten zu durchdringen oder zu Gunsten Valyrias das Land zu plündern, insofern ist eine Lösung absehbar.
      Ich bin entsprechend doch recht sicher, was wir als Pointe erwarten dürfen.
      I have been despised by better men than you.

      Tyraxes wrote:

      Thronar wrote:


      Man hätte nicht auf sie verzichten können. Nur durch die Drachen konnte Dany sein wer sie ist. Die Dothraki vereinen, Teile von Essos erobern.
      Nur durch den toten Drachen konnte der NK durch die Mauer marschieren. Und nur durch die Drachen hatte Dany eine reelle Chance gegen Cersei bzw. KL.
      Ohne Drachen hätte sie KL auch nicht zerstören können und sowieso überhaupt gar keinen Einfluss auf die Westerosi gehabt.


      Naja, man hätte einfach Drogos Tod entfallen lassen und die Dothraki übersetzen lassen können, ggf. noch mit der GK etwas mehr im Stile der Bücher. Wäre auf das gleiche Plündern und Morden hinausgelaufen, zumal Dany in Staffel 1 von der Kultur ziemlich fasziniert ist, trotz ihrer Gerechtigkeitsanfälle. Das mit der Mauer hätte man auch vom Horn des Winters erledigen lassen können.



      Interessanterweise hat sie ja, zumindest in "A Game of Thrones", in ihrer Zeit als Khaleesi, nie irgendeinen Anstoß an der Sklavenhaltung genommen, die die Dothraki betrieben haben. Mir hat sich auch immer die Frage gestellt, was Dany ursprünglich mit denen nach der Eroberung geplant hatte. Die Unbefleckten geben ja eine ideale Leibwache ab, aber die Dothraki werden ja schnell rastlos, wenn sie nicht kämpfen oder reiten können, und ihre Integration in Westeros ist eigentlich unmöglich. Oder hätte sie als Erobererin im Stile Alexanders des Großen versucht, mit ihnen auch den östlichen Kontinent zu erobern? Was mir jetzt auch rückblickend immer wieder durch den Kopf geht, angesichts der Zerstörung KL's etc., ist die Frage, ob Viserys, hätte sein Plan Erfolg gehabt (und da er sehr wahrscheinlich auch keine Drachen hätte erstehen lassen können), nicht vielleicht sogar das kleinere Übel gewesen wäre?
      Draco dormiens nunquam titillandus! - Kitzle nie einen schlafenden Drachen! (Motto der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei)

      Visenyon wrote:

      ist die Frage, ob Viserys, hätte sein Plan Erfolg gehabt (und da er sehr wahrscheinlich auch keine Drachen hätte erstehen lassen können), nicht vielleicht sogar das kleinere Übel gewesen wäre?


      Bestimmt, aber ob er überhaupt so weit gekommen wäre, ist halt fraglich.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Ich finde das irgendwie witzig

      man hätte ja....

      Ja, man hätte Jon nicht als Bastard gelten lassen brauchen. Wie wäre wohl die Geschichte verlaufen?
      Man hätte Drogo nicht sterben lassen müssen, wäre sie jemals mit den Eiern ins Feuer gegangen?
      Wären die Drachen je geboren?
      Was wäre, wenn Jaime Bran nie gestoßen hätte oder seine große Liebe wäre nicht Cersei gewesen. Alles wäre gar nicht passiert.

      Also darüber zu philosophieren, warum man denn bitte dies oder jenes hat überhaupt in die Geschichte eingebracht, z.B. die Drachen, ist doch wirklich Banane. Weil das eben die Geschichte ist. Und sie wird uns erzählt. Von wem und gut oder schlecht, darf jeder für sich entscheiden. Aber eine Geschichte umschreiben zu wollen (ich meine jetzt nicht Kritik an Logikfehlern, sondern warum die Drachen überhaupt geboren wurden, wenn sie eh wieder sterben), weil man das Element doof findet... :pump: Why?

      Visenyon wrote:



      Interessanterweise hat sie ja, zumindest in "A Game of Thrones", in ihrer Zeit als Khaleesi, nie irgendeinen Anstoß an der Sklavenhaltung genommen, die die Dothraki betrieben haben.


      Dass alle gehen konnten hat sie erst nach dem Tod Drogos gesagt, das stimmt. Den einzigen Anstoß den sie genommen hat waren die Vergewaltigungen.

      Tyraxes wrote:

      Visenyon wrote:



      Interessanterweise hat sie ja, zumindest in "A Game of Thrones", in ihrer Zeit als Khaleesi, nie irgendeinen Anstoß an der Sklavenhaltung genommen, die die Dothraki betrieben haben.


      Dass alle gehen konnten hat sie erst nach dem Tod Drogos gesagt, das stimmt. Den einzigen Anstoß den sie genommen hat waren die Vergewaltigungen.

      Ich lese gerade den ersten Band noch mal und da fällt mir auch auf, dass ständig sklaven um sie herum sind. Also ist sie mit Sklaverei sozialisiert und nimmt, weil sie auf der positiven Seite der Medallie lebt, gar nicht wahr wie schlimm das ist. Bei Vergewaltigung kennt sie aber leider die Perspektive des Opfers. Ich gestehe ihr aber zu, dass sich ihre Meinung darüber grundlegend ändern kann. Besonders nach so einschneidenden Erlebnissen.
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      Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.
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      Es gab dann doch weniger Schocker als gedacht in der letzten Folge. Grey worm, unser aller Todeskandidat, hat es entgegen aller Erwartungen doch geschafft und ein einigermaßen versöhnliches Ende bekommen. Tja und mein langjähriger Serienschwarm musste dann doch dran glauben und es wurde uns ein allzu zynisches Ende erspart, obwohl das vielleicht eher zu GoT gepasst hätte als das dann doch relativ traditionell gehaltene Fantasy Ende. Aber Danys Tod musste dann wohl so kommen und es war auch von der Dramatik her gut gemacht und gespielt, obwohl ich noch etwas "Durchdrehen " erwartet hätte. Aber ihren Wahnsinn als eine Art von gut scheinenden Motiven gelenkter Manie darzustellen, war dann vielleicht eher glaubwürdig. Aber ganz ehrlich, als Drogon mit ihr fortflog, den ich auch erwartet hatte sterben zu sehen, dass war für mich noch mal richtiger Herzschmerz. Sorry, wenn das etwas kitschig klingt, aber ich finde kein passenderes Wort dafür.
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      Visenyon wrote:

      Grey worm, unser aller Todeskandidat, hat es entgegen aller Erwartungen doch geschafft und ein einigermaßen versöhnliches Ende bekommen


      Versöhnlich für wen? Für den Zuschauer? Für ihn selbst? Meiner Meinung nach hat man seinem Ende eine ganz schön bittere Note verpasst. In der 5. Staffel, nachdem er den Angriff der Söhne der Harpyie schwer verletzt überlebt hat, sagt er zu Missandei, er würde den Tod nicht fürchten und seine größte Angst bestünde darin, sie nie wieder zu sehen. Das habe ich seiner Figur damals auch so abgenommen. Wofür haben denn die Unsullied überhaupt gelebt? Jegliche Emotionen wurden ihnen ausgetrieben und man hat ihnen die Möglichkeit genommen eine Familie zu gründen, wenn man es biologisch betrachtet. Ich habe es immer so gesehen, als würde Missandei ihm das Gefühl geben, zu leben und ein Mensch zu sein, nicht nur eine gedrillte Tötungsmaschine. Missandei hat man ihm letztendlich genommen und er konnte nur hilflos dabei zusehen. Seine verhoffte Rache blieb am Ende auch aus. Cersei und Gregor Clegane waren in diesem Massaker einfach unerreichbar für ihn, wieso sollte er also die Lannister Soldaten einfach abziehen lassen? Nur an ebendiesen konnte er seinen Schmerz und seine ganze Trauer auslassen, jedenfalls sah es für mich so aus.

      Ich hätte mir einen Zweikampf gewünscht, zwischen ihm und Jon. Grauer Wurm gewinnt die Oberhand während des Duells, wird aber schließlich von Drogon getötet, der sich auf Jons Seite stellt. Drogon hatte ja eine gewisse Zuneigung für Jon empfunden. Grauer Wurm sieht man mit seinen letzten Atemzügen an, dass er nun erleichtert ist, mit Missandei wieder vereint zu sein :love: das wäre mein versöhnliches Ende für ihn, vielleicht ein wenig kitschig und dick aufgetragen :D aber ein bisschen Kitsch hat doch noch nie geschadet.
      I was never the biggest, I was never the strongest, but I was bravest, always.
      Ja, noch einen richtig gut durchchoreographierten Zweikampf zwischen ihm und in meinem Fall Arya hätte ich mir auch gewünscht. Klar, wie er in der vorletzten Episode seine dunkelste Seite zeigt, war tragisch, und man hatte auch erwartet, dass er mit Dany stirbt, aber durch Drogon , das halte ich in diesem Zusammenhang für unwahrscheinlich. Was ich mit einigermaßen versöhnlich meine, ist, das er noch eine akzeptable Lösung für Danys Tod anerkennt und mit der Reise nach Naath zum ersten Mal in seinem Leben in eigenverantwortlicher
      Weise richtige Freiheit erfährt.
      Draco dormiens nunquam titillandus! - Kitzle nie einen schlafenden Drachen! (Motto der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei)

      Visenyon wrote:

      Es gab dann doch weniger Schocker als gedacht in der letzten Folge. Grey worm, unser aller Todeskandidat, hat es entgegen aller Erwartungen doch geschafft und ein einigermaßen versöhnliches Ende bekommen.
      Naja er segelt trotzdem, in aller Unwissenheit, nach Naath.
      Der arme Narr
      Ob einfacher Bauer,Soldat,Fürst oder einer der die wir einst Götter nannten. Wir alle machen immer wieder die selben Fehler. Sich in Sicherheit zu wiegen, ist töricht, denn wir sind nicht mehr als Sklaven. Sklaven eines Musters, dessen Natur wir noch nicht ansatzweise verstanden haben und das eines Tages unser aller Fall seien wird. Es ist ein ewiger Kreislauf. Immer die gleichen Konflickte, immer die gleichen Persönlichkeiten. Das Echo der Vergangenheit, ist das Gesetz unserer Gegenwart.
      Wobei die Schmetterlinge nicht Seriencanon sind, um fair zu bleiben.

      Den Tod hätte ich ihm auch gegönnt, gerne so wie bei Boromir, wo er kurz vorm Sterben nochmal Frieden mit sich findet.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      SuSansa wrote:

      Wobei die Schmetterlinge nicht Seriencanon sind, um fair zu bleiben.
      Ja doch, in einem Dialog zwischen Davos und Missandei. Es wird allerdings nicht erwähnt, dass sie Überträger von Krankheitserregern sind (7x03)

      Nobody is a villain in their own story. We're all the heroes of our own stories.
      A villain is a hero of the other side.
      GRRM