Episode 8x06 - The Iron Throne

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      Ich habe gerade die Folge gesehen und ohne jetzt einen einzigen Beitrag gelesen zu haben, muss ich mal meinen Senf loswerden...

      Ich hyperventiliere noch, einklein wenig, sorry...
      Vorweg, der Gang des Endes ist völlig ok, im Groben, aber was bitte haben die uns da sonst aufgetischt??? Grauer Wurm nimmt es einfach so hin, dass Dany tot ist? Bronn kommt mal eben anspaziert von seinem Ausflug mit Armbrust und sitzt im kleinen Rat? Was war bitte diese dämliche Zusammenkunft von Leuten, die man nur zur Hälfte kannte? Keine Erklärungen, nichts....aber Gelatsche durch die Stadt am Anfang und elendig langer, sinnloser Dialog zwischen Jon und Tyrion. Da war ich kurz davor einfach den Fernseher auszumachen...was bitte war das? Man hätte die ganze Folge auf eine Viertelstunde begrenzen können und ich hätte kein Verlustgefühl gegenüber dem jetzt.

      Na...immerhin ist Drogon in den Sonnenuntergang geflogen :/
      Ein Witz kann eine Idee unter der Tür durchschieben, während die Ernsthaftigkeit immer noch dagegen hämmert. Terry Pratchett
      @NannyOgg: Der Dialog zwischen Jon und Tyrion war noch eine der besseren Szenen der Folge. Man könnte fast meinen, Tyrion trinkt wieder, so plausibel ist das was er sagt.

      Die Leute bei der Wahl zum König sollte man aber schon kennen. Sonst hat man ein paar Teile der Geschichte verschlafen.

      edit: 11/16 der Sitzenden kann ich beim Namen nennen.

      Post was edited 1 time, last by “SonofKong” ().

      Mir war das definitiv zu schwafelig, wie fast die ganze Folge, ich habe den Inhalt vermisst, der kam für mich erst in der Schlusssequenz.

      Das kommt wohl drauf an wie man kennen definiert, ich wusste wer das sein soll, aber das wars auch schon bei Teilen. Hopp Hopp mal eben in die Runde gesetzt, obwohl wir sie vorher ewig nicht gesehen haben oder sie ohnehin nur einen kleinen Part hatten und ich lasse die Bücher konsequent außen vor. Das ist zumindest mein Eindruck, darf auch jeder anders sehen ;)
      Ein Witz kann eine Idee unter der Tür durchschieben, während die Ernsthaftigkeit immer noch dagegen hämmert. Terry Pratchett
      Ich glaube, es wäre schlüssiger gewesen, wenn Jon König geworden wäre, den Thronanspruch aber verweigert hätte und stattdessen an Sansa weitergegeben hätte. Und dann hätte man einen Rat gewählt, mit mindestens einem Volksvertreter, der die Königin unterstützt. Jon wäre dann freiwillig in den Norden zu den Wildlingen gegangen. Hätte seinen Wolf gekuschelt. Perfekt. Arya kann segeln - passt. Und Bran - ja keine Ahnung, den haben sie halt seit Hold the Door irgendwie verhunzt. Schön wäre gewesen, wenn er nur ein Grünseher geblieben wäre und ein normale Junge, von mir aus bisschen melancholisch, dann hätte er Lord von Winterfell werden können und mit Meera glücklich werden können.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Jon konnte man ja so schlecht auf den Thron setzen mit den ganzen Unsullied im Nacken. So wie wir Greyworm mittlerweile kennengelernt haben, hätte er Jon und Tyrion eigentlich sofort töten müssen, so hat das alles für mich keinerlei Sinn mehr ergeben.
      im Prinzip gebe ich dir aber recht, nur war das alles schon viel zu verwurstet.
      Ein Witz kann eine Idee unter der Tür durchschieben, während die Ernsthaftigkeit immer noch dagegen hämmert. Terry Pratchett

      SuSansa wrote:

      Ich glaube, es wäre schlüssiger gewesen, wenn Jon König geworden wäre, den Thronanspruch aber verweigert hätte und stattdessen an Sansa weitergegeben hätte. Und dann hätte man einen Rat gewählt, mit mindestens einem Volksvertreter, der die Königin unterstützt. Jon wäre dann freiwillig in den Norden zu den Wildlingen gegangen. Hätte seinen Wolf gekuschelt. Perfekt. Arya kann segeln - passt. Und Bran - ja keine Ahnung, den haben sie halt seit Hold the Door irgendwie verhunzt. Schön wäre gewesen, wenn er nur ein Grünseher geblieben wäre und ein normale Junge, von mir aus bisschen melancholisch, dann hätte er Lord von Winterfell werden können und mit Meera glücklich werden können.



      ich wüsste nicht das man den Thron einfach sozusagen weiterverschenken kann aber es wäre tatsächlich besser und auch schlüssiger gewesen als das wir jetzt präsentiert bekommen haben.
      Wobei es schon eigenartig ist, dass Tyrion da nicht vorkommt. Er ist ja Bruder der einen Königin und Hand der anderen Königin. Und er hat den Großvater und Hand des Königs ermordet. Und wurde für den Mord an einem König verurteilt.
      Das sollte doch reichen um wenigstens mal erwähnt zu werden.
      So, nachdem sich das jetzt alles ein bisschen gesetzt hat, hier auch noch meine Gedanken und Gefühle zur finalen Folge (auch wieder nicht zuletzt, damit nicht jemand auf die Idee kommt, selbst ich, einer der hitzigsten Verteidiger der Serie [so kommt' s mir jedenfalls irgendwie vor] hätte danach nunmehr "kapitulieren " müssen; wieder ist das Gegenteil der Fall ;))

      Kurz gesagt, ich fand's super. Es gibt sogar wahrscheinlich kaum ein Serien-Finale, das ich so wenig enttäuschend fand (nämlich überhaupt nicht, in keinster Weise), zumal man den meisten halt ansieht, dass man da versuchte, das ganze jetzt irgendwie zum Abschluss zu bringen. Hier ist alles absolut schlüssig. DIeser eine (grausige) Moment, der finale Mord, der das Morden beendet (symbolischerweise stirbt danach kein einziger Charakter mehr, nicht mal Tyrion [ich bin so glücklich!]) ist das, worauf all diese ganzen Charaktere und Storylines sich nach und nach hin "verdichteten", so wie ich's auch ahnte und das ist großartiges Storytelling. Dann gibt's den Epilog, der absolut sinnvoll ist und sich keineswegs antiklimaktisch anfühlt, was vor Allem den Charakteren geschuldet ist. Ich fand es auch gut, wie die Folge genau zweigeteilt war, bei der ersten Hälfte geht es um Jons RIngen mit der folgenschweren Entscheidung, die zweite Hälfte verläuft dann genau so, wie man es von so einer Story nicht anders erwartet hätte, nämlich damit, dass so etwas in dieser Welt entsprechende Konsequenzen hat. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass Arya auch eigentlich [und erst Recht] hundertfach vor Gericht gestellt werden müsste; Glück nur, dass außer ihrer Familie, die es erahnt, niemand weiß, was sie getan hat und die drücken natürlich ein Auge zu, schon etwas fragwürdig, aber das ist Absicht, um uns daran zu erinnern, dass das nicht alles so ganz einwandfrei ist; aus Sicht des Zuschauers kann man aber sagen, Arya hat es bis zu einem gewissen Grad wettgemacht; sie hat von der Rache abgelassen, alle gerettet, indem sie den NK tötete und zumindest versucht, den Menschen beim Angriff auf KL zu helfen, wenn auch nicht unbedingt erfolgreich... Zudem geht sie ja in gewisser Weise ins freiwillig gewählte Exil, also kann man das m.M.n. gerade so durchgehen lassen, vom reinen Sympathie-Standpunkt her gesehen schonmal eh. Und ich muss sagen, sie hat für mich in der letzten Staffel wirklich extremst Sympathiepunkte zurückgewonnen, auch am Anfang schon, als ausgerechnet sie sich unerwarteterweise auf Sansas Seite stellte, auch, als sie ebenfalls ihr Misstrauen gegenüber Dany zum Ausdruck brachte. In der letzten Folge hatte sie etwas wenig zu tun, aber es war schon auch ein wichtiger Moment, als sie Jon aus eigener Erfahrung vor Dany warnt: "I know a killer when I see one". Speaking of Dany: Gänsehaut, man! Dieser shot mit den Drachenflügeln hinter ihr, wie eine Dämonin direkt aus der Hölle!!! Dann diese Rede (die, da muss man mal drauf achten, sich in Tonfall und Gestik überhaupt nicht von diversen anderen ihrer Reden im Verlauf der Show unterscheidet, nur dass jetzt plötzlich der Kontext anders ist, so dass man plötzlich merkt, wie furchteinflößend sie eigentlich schon immer war!) mit dem ultimativen Sauron-Vibe, inklusive fremder Sprache (wie Jon und Tyrion erschüttert daneben stehen und die Sprache zwar nicht verstehen, aber am Tonfall merken, dass das nicht gerade beruhigend ist; warum sollte sie auch jetzt aufhören, sie kann ja nichts anderes als Erobern. Damit bekommt Daarios Feststellung, "You're a conqueror, Daenerys Stormborn" eine ganz furchteinflößende Bedeutung, naja, die Bedeutung, die es eigentlich schon immer hatte, wir haben die Story nur halt eben da noch aus ihrer Perspektive gesehen, "Nobody's a villain in their own story")
      Meistens ist ja in so Stories, wenn der Oberbösewicht besiegt ist, alles gut, und seine Gefolgsleute verstreuen sich in alle Winde bzw. lösen sich wie durch Zauberhand in Luft auf usw. Nicht so bei GoT. "Power resides where men believe it resides" und die Unsullied besetzen immer noch die Stadt. Absolut sinnvoll von so einer Story, sowas zu thematisieren! Außerdem werden wir in der Szene erinnert, dass Dany eben auch kein Fantasy-Monster, sondern ein menschliches Wesen war und dass Grey Worm und Yara schon durchaus nachvollziehbare Gründe haben, Gerechtigkeit für ihre Königin einzufordern!
      Game of Thrones endet mit dem, was schon immer das war, das es großartig machte (naja, das und die Kinotauglichkeit der Prodcution Value natürlich, das darf man keineswegs vergessen!), den Charakteren, dem Ensemble von Charakteren (naja, dem was von ihnen übrig ist). Jeder kriegt nochmal seinen Moment, selbst Yara und Edmure (da kommt nochmal kurz die Catelyn in Sansa durch, als sie ihn da so zurechtweist, siehe unten...) ; sogar Robyn Arryn darf nochmal daneben sitzen und absolut nutzlos sein :D

      Crazypsycho wrote:

      Wobei es schon eigenartig ist, dass Tyrion da nicht vorkommt. Er ist ja Bruder der einen Königin und Hand der anderen Königin. Und er hat den Großvater und Hand des Königs ermordet. Und wurde für den Mord an einem König verurteilt.
      Das sollte doch reichen um wenigstens mal erwähnt zu werden.


      Die Szene war doch total verhunzt .. wie der ganze kleine Rat. Ich mein, dass mit dem Buch wurde ja schon weitesgehend vermutet .. nur hat Sam sich halt nur den Titel ausgedacht und ein anderer Maester hat es geschrieben ..

      Das Tyrion, dann nicht drin vorkommen soll, war einfach nur ein dummer "Humor-Versuch" (ich will es nicht mal Witz nennen), der der ganzen sowieso schon völlig daneben wirkenden Szene noch jeglichen Rest an Ernsthaftigkeit und Sinn genommen hat. Ich mein, wenn Tyrion da nicht vorkommt, ist es halt nicht das Lied von Eis und Feuer, sondern halt irgendnen' Buch mit dem Namen.

      @Hodor23 Dein Beitrag liest sich für mich wie Satire, schon erstaunlich wie komplett unterschiedlich Ansichten so sein können. Freut mich für dich, dass es dir gefallen hat.
      Uund, nochmal neuer Post weil zuviele Zeichen, sorry, sorry, will ich aber noch sagen ;) :
      Bran... Bran, Bran, Bran... und Sansa, Sansa, Sansa... ja ich lag falsch, ich lag falsch ich lag falsch... :D Was soll ich sonst sagen? Naja, ich lag nicht komplett daneben. Sie wurde Königin, nur eben nicht die von Westeros ;) Ich habe also das Foreshadowing schon ganz richtig gesehen, es bedeutete nur nicht ganz das, was ich dachte... Ich muss dazu auch sagen, dass ich nicht so sicher gewesen wäre, hätte ich Bran nur nicht kategorisch ausgeschlossen; das kommt davon, wenn man versucht, GoT vorherzusehen. (naja, mit meiner Voraussage bzgl. Dany lag ich zu 100 Prozent richtig und mit dem anderen eben, wie gesagt, auch nicht komplett daneben ;) Aber das war halt der Epilog und der ist per se schlechter vorherzusehen) Mein "Namensvetter" hatte mich ja gewarnt; du hattest Recht, hodor, GRRM war cleverer ;)
      Stattdessen teilen sich also zwei Starks Westeros, wobei Sansa zwar nur ein Stück vom Kuchen abbekommt, aber immerhin das Größte und vor Allem das, welches sie wollte. Sansas Story ist schön, eine wunderbare Redemption Arc voller Ironien; ausgerechnet sie, die im Aussehen mehr nach Catelyin kommt, am Anfang so arrogant war, mit ihrer Familie und dem Norden nichts zu schaffen haben wollte, ist jetzt die nördlichste von Allen, die erste Frau, welche die Nord-Leute als ihre Anführerin akzeptieren und praktisch der neue Ned, von allen Stark-Kindern das, welches in seine Fußstapfen tritt, wer hätte es geahnt? Und Sansa ist definitiv als Positivbeispiel für eine starke weibliche Herrscherin in der Story, das komplette Gegenteil von Dany in jeglicher Hinsicht, aber auch besser als Cersei, obwohl deren Backstory mehr mit Sansas gemein hat als mit Danys, sie sich aber bei gleichen Voraussetzungen für den falschen Weg entschied! Sansas Stärke liegt darin, trotz schlimmstdenkbarer Erlebnisse nicht selbst zum Monster zu werden, sondern sich um das Wohlergehen ihrer Leute zu kümmern, etwas, das man weder bei Dany noch bei Cersei findet. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie das Glück hatte, dafür bessere Voraussetzungen mitzubringen und diese lassen sich in zwei Worten zusammenfassen: Ned. Stark! Nicht umsonst erinnert Jon uns am Ende nochmal daran, wenn er sie ganz explizit als "Ned Stark's daughter" bezeichnet! Die Starks sind, wie der Name schon sagt, stark, sie sind bei allen Verlusten die Überlebenden und die Gewinner (ironischerweise sind sie das Haus, das am wenigsten stark reduziert wurde; die meisten anderen haben nur noch einen Überlebenden; Tyrion, Yara, Gendry etc., auch Haus Targaryan durch Jon) und das liegt daran, dass sie, im Gegensatz zu den meisten anderen Charakteren das Glück hatten, in einer wahrhaft liebenden Familie aufzuwachsen und somit eine weniger grausame Welt kennenlernten, was GRRM nicht als Schwäche, sondern als "Stark" deutet, als Stärke, eine schöne, humanistische Aussage!

      Das erklärt jetzt also auch Davos' Bemerkung in Folge 1 (als er, Varys
      und Tyrion Dany und Jon von weitem beobachten): "For once in their shitty history, the seven kingdoms could be ruled by a just woman and an honorable man" (nicht sicher ob das ganz korrekt zitiert ist, aber in
      etwa...) Jetzt wissen wir, von welchen beiden Herrschern er sprach, ohne
      es zu wissen... Bran auf dem Thron war für mich in der Tat im
      ersten Moment eine "bittere Pille", aber es ist absolut sinnvoll! Es ging nie darum, dass der Lieblingscharakter den Thron "gewinnt". Selbst bei Sansa hätte das den Fokus viel zu sehr auf sie als "Hauptfigur"
      gelenkt. Aber sowas gibt es bei GoT nicht, es geht nicht um einen "Helden", sondern um alle Charaktere in ihrer Vielzahl, jeder ist gleich wichtig ("Everyone's the hero of their own story " [siehe oben bzgl.
      "korrekt zitiert" ;) ]). Dazu passt es, dass er und Sansa quasi gemeinsam regieren aber auch, dass der
      König nicht direkt ein "Charakter", mehr eine "leere Projektionsfläche" ist. Er ist emotionslos, was dazu führt, dass er nicht durch Verlangen zu schrecklichen Dingen getrieben wird, wie Dany, gleichzeitig hat er
      Wissen, was ihn zusätzlich davon abhält. Man erinnere sich an den Dialog zwischen Tywin und Tommen in Staffel 4: "What makes a good king? Wisdom". Wie dort gefordert, hört er aber auch offensichtlich auf seine
      Berater und der Small Council macht eh die haupsächliche Regierungsarbeit. Oh mein Gott, Tyrion hat überlebt! Und tut, was er am besten kann! Das ist mehr, als ich zu hoffen wagen konnte! :)
      Dazu noch Sam, Davos, Brienne (sehr schöne Szene auch, wo sie Jaimes Taten nachträgt!).
      Und er hat "das Rad zerbrochen", indem er keine Kinder zeugen kann, daher auch "Bran the Broken". Weil er "gebrochen" ist, aber auch: "The Wheel is BROKEN". Dabei könnte es ein giftiger Stachel sein, dass man dieses Wahlkönigtum einführt und dann ausgerechnet der gewählt wird, der nach der Erbfolge sowieso nach Jon
      gekommen wäre, d.h. sie kriegen diese Denkweise unterbewusst doch noch nicht ganz aus dem Kopf. Zur Demokratie sind sie jedenfalls noch nicht bereit, auch sehr schön, wie das thematisiert wird :D Aber sehen wir es mal nicht so negativ, es sagt auch "nur weil jemand nach der Erbfolge als nächstes dran wäre, heißt das nicht, dass er nicht geeignet ist, und Bran bietet sich für den Moment auf jeden Fall an. Das hat
      sicher noch nicht alle Probleme gelöst, schon gar nicht auf Dauer, aber es ist auf jeden Fall ein winziger Schritt in die richtige Richtung, ein Hoffnungsschimmer, "a dream of spring".
      Tja, und alle Charaktere kriegen einen zufriedenstellenden Abschluss, machen das, was am besten zu ihnen passt...

      Game of Thrones verbindet sich für mich stark mit dem Medienhype, mit dem Warten auf neue Folgen, den Reaction Videos, den Parodien etc. Das wird jetzt abflauen, was sich komisch anfühlt. Auch beeinträchtigt die
      Vorstellung, einer Minderheit anzugehören dafür, dass ich die letzte Folge und die letzte Staffel mag, das Vergnügen zuweilen ein bisschen, es fällt sozusagen das Gefühl weg, damit Teil einer weltweiten Community
      zu sein. Aber das sollte es nicht. Denn ich verbinde mit GoT auch noch was anderes, private Stunden des immer und immer wieder Ansehens der vorherigen Staffeln, weil ich sie einfach gut finde und genieße als das,
      was sie sind. Dazu kommt jetzt dieser würdige Abschluss, der das ganze zu einer großartig durchstrukturierten, schönen, runden Sache macht, und ich werde es, diesen jetzt einschließend, was besonders toll ist und
      eigentlich was war, worauf ich mich schon seit geraumer Zeit gefreut hatte, weiter so halten und den anderen Quatsch einfach vergessen.

      Post was edited 1 time, last by “Hodor23” ().

      markus1983 wrote:

      Ob Drago dachte es wäre wer anderer gewesen?


      Naja, entweder Drogon ist der schlauste Drache der Welt und hat erkannt, dass der eiserne Stuhl sinnbildich für das grenzenlose Machtstreben steht, dass seine Mutter befallen hat und es daher unausweichlich für Jon war, sie zu töten. Die Umstände aus ihnen das gemacht haben, was sie geworden sind.

      Oder er ist der dümmste Drache der Welt der nur gesehen hat .. "Schwert(dolch) steckt in Mama .. Stuhl hat viele Schwerter! Stuhl Mörder!"

      Edit:

      Sollte Punkt eins der Fall sein, wäre ich ja für Drogon als neuen König. Damit beweist er mehr Scharfsinn als der Rest der Crew.
      Dein Beitrag liest sich für mich wie Satire, schon erstaunlich wie komplett unterschiedlich Ansichten so sein können. Freut mich für dich, dass es dir gefallen hat.


      Tja, das tut mir Leid für dich, dann hast du offensichtlich die wesentlichen Aussagen nicht verstanden ;) Ich sollte jetzt vielleicht auch nachfragen, welche Aussagen von mir genau dir aus welchem Grund wie Satire lesen, aber ich habe jetzt ganz sicher keine Lust, wieder die Art Diskussion zu starten, bei der beide ellenlange Posts schreiben und jeder jeden einzelnen Punkt des anderen auseinandernimmt und trotzdem keiner von seinem Standpunkt abweicht... Jedenfalls haben wir offensichtlich eine sehr unterschiedliche Wahrnehmung. Leicht beunruhigend, in der Realität könnte sowas fatale Auswirkungen haben. Aber zum Glück ist es nur 'ne TV-Serie ;) ...

      Hodor23 wrote:

      Dein Beitrag liest sich für mich wie Satire, schon erstaunlich wie komplett unterschiedlich Ansichten so sein können. Freut mich für dich, dass es dir gefallen hat.


      Tja, das tut mir Leid für dich, dann hast du offensichtlich die wesentlichen Aussagen nicht verstanden ;) Ich sollte jetzt vielleicht auch nachfragen, welche Aussagen von mir genau dir aus welchem Grund wie Satire lesen, aber ich habe jetzt ganz sicher keine Lust, wieder die Art Diskussion zu starten, bei der beide ellenlange Posts schreiben und jeder jeden einzelnen Punkt des anderen auseinandernimmt und trotzdem keiner von seinem Standpunkt abweicht... Jedenfalls haben wir offensichtlich eine sehr unterschiedliche Wahrnehmung. Leicht beunruhigend, in der Realität könnte sowas fatale Auswirkungen haben. Aber zum Glück ist es nur 'ne TV-Serie ;) ...


      Nein, auch in der Realität sind abweichende Meinungen zu gewissen Themen gut und wichtig, zumindest wenn man wert auf einen Diskurs legt und keine diktatorischen/faschistischen Entscheidungsmechanisen bevorzugt. Potentiell war es auch in der Geschichte der Menschheit immer eher etwas gefährlicher, wenn alle der Massenmeinung hinterhergelaufen sind, statt sich selbst eine Meinung zu bilden

      Ich wollte dich damit auch nicht angreifen, einfach nur darstellen, dass man _extrem_ unterschiedliche Auffassungen haben kann, die quasi jeden einzelnen Punkt betreffen (bei der Brienne-Szene sind wir uns einig). Aber hmja klar, ich kann deinen hochintellektuellen Ausführungen einfach nicht folgen. lol.

      Edit: Ich bin nicht auf deine einzelnen Punkte eingegangen (auch das sehen wir ja relativ ähnlich), weil ich kein Interesse daran habe sie zu wiederlegen bzw. auszudiskutieren. Wenn sie dir so gefallen hat, ist das super, warum sollte ich versuchen dir das mies zu machen?

      Hodor23 wrote:

      (ironischerweise sind sie das Haus, das am wenigsten stark reduziert wurde; die meisten anderen haben nur noch einen Überlebenden; Tyrion, Yara, Gendry etc., auch Haus Targaryan durch Jon)

      Die Starks hatten eigentlich, in der Anzahl, viele Verluste, mehr als die meisten anderen.
      Ned, Robb, Rickon, Cat = 4. Und 4 Überlebende. Man könnte Theon noch dazu zählen, gerade zum Schluss ist er mehr Stark als alles andere.
      Das wird, wenn ich mich nicht täusche, nur von den Lannisters übertroffen, die haben 8 Tote zu verzeichnen.

      Btw ist es eigenartig mit Sam. Wenn man Jon zur Nachtwache schickt, dann ist diese ja offiziell noch vorhanden. Was heißt, dass Sam ebenfalls zur Mauer gehört, da er einen Schwur geleistet hat.
      Den hat er in mehrfacher Hinsicht gebrochen. Er hat ein Kind gezeugt und hat noch dazu desertiert. Man könnte jetzt behaupten er wäre aus seinem Schwur befreit worden.
      Aber dann hätte er nicht nach Kings Landing reisen dürfen, denn es gab da noch keinen König der ihn hätte befreien und begnadigen können.

      Post was edited 1 time, last by “Crazypsycho” ().

      Jaehaerys wrote:

      Nein, auch in der Realität sind abweichende Meinungen zu gewissen Themen gut und wichtig, zumindest wenn man wert auf einen Diskurs legt und keine diktatorischen/faschistischen Entscheidungsmechanisen bevorzugt. Potentiell war es auch in der Geschichte der Menschheit immer eher etwas gefährlicher, wenn alle der Massenmeinung hinterhergelaufen sind, statt sich selbst eine Meinung zu bilden


      Dem kann ich natürlich nur zustimmen!

      Aber hmja klar, ich kann deinen hochintellektuellen Ausführungen einfach nicht folgen. lol.


      Meine Aussage bezog sich nicht auf meine "hochintellektuellen" Ausführungen, sondern auf die Serie selbst. Meiner Meinung nach (!) ist diese, bzw. deren Ende auf eine bestimmte Weise zu interpretieren, welche die Kritiker nicht sehen. Siehe z.B. die Beschwerde darüber, dass ein uninteressanter Charakter wie Bran auf dem Thron landet. Wie gesagt, wenn es darum ginge, dass ein besonders interessanter Charakter König wird, würde das meiner Meinung nach a) die Aussage unterminieren, dass deswegen, weil man einen Charakter mag, dieser noch längst nicht als unbedingt Herrscher geeignet ist, oder überhaupt in irgendeiner Weise etwas gutes für andere Charaktere (siehe Daenerys!) und b) dem ganzen Thema dieser Serie widersprechen, dass es immer um diese Vielzahl an Charakteren und ihr Zusammenspiel geht. Selbst bei Sansa, wie gesagt, bei der ich das selbst ja bekanntlich fälschlicherweise erwartete (und damit nicht ganz falsch lag, aber wie gesagt...) hätte man das Ganze dann rückblickend zu sehr als "ihre Story" interpretiert. Es ist aber nicht die Story eines Charakters, sondern all dieser Charaktere (hat GRRM auch mal sinngemäß so gesagt und die Serie trug u.A. auch Rechnung, indem sie Arya, nicht Jon, den NK töten ließ).

      Aber eine TV-Serie zu gucken ist nicht z.B. wie etwas zu essen. Wenn ich Fast Food esse und mich jemand warnt "iss das nicht, das ist nicht gesund" und ich mach es trotzdem, kann man mich zurecht als naiv bezeichnen, aber bei einer TV-Serie (oder einem Film, oder einem Roman etc.) geht es darum, dass man sich durch das Ansehen (/Lesen) gut fühlt. Wenn man das tut, egal aus welchem Grund, gibt es auch keine "logischen Argumente" dafür, dass ich es gefälligst nicht gut zu finden hätte (es sei denn, es handelte sich um eindeutig üble Propaganda, aber dann wäre auch nicht das Sehen selbst das Problem, sondern das, was es allgemein über die Person aussagt und die Implikationen für die Realität...)
      Der langen Rede kurzer Sinn, du bist genauso wenig gezwungen, es zu mögen, wie ich gezwungen bin, es nicht zu mögen ;)

      Post was edited 1 time, last by “Hodor23” ().

      Kvothee wrote:

      Es ist egal, ob es Sinn macht oder nicht. Es soll lustig sein! <X


      Echt? Das sollte lustig sein? Ich dachte, das hätte einen tieferen Sinn und ich habe es nicht geschnallt. Na gut.

      Jaehaerys wrote:

      Oder er ist der dümmste Drache der Welt der nur gesehen hat .. "Schwert(dolch) steckt in Mama .. Stuhl hat viele Schwerter! Stuhl Mörder!"


      Das ist witzig :D
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

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      A Game of Thrones