Episode 8x06 - The Iron Throne

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      Nefertari wrote:

      Oh. Ich habe es tatsächlich als eine Verbannung verstanden. Vielleicht sollte ich mir die Folge doch noch auf deutsch ansehen.

      Du kannst dir die letzten Minuten auch auf YouTube ansehen. Habe es kurz gemacht, da mich die ganzen Leute langsam verunsicherten, die von einer Nachtwache schreiben. Man sieht dort gerade noch zwei Mann, die die Tore öffnen. (Und eine kleine Burgbesatzung aus den Resten kann es ja zumindest vorerst so oder so noch geben. Dafür braucht es keinen Fortbestand der Nachtwache.) Ansonsten stehen halt die ganzen Wildlinge und Ghost dort rum und warten auf Jon. Als die dann alle durch die Mauer und weiter hinter die Mauer reiten/gehen. Sieht es nicht so aus, als würde da irgendwer so schnell wieder umdrehen. Zudem sieht man noch ein erstes Pflänzlein. Für mich also recht klar: Der Frühling kommt und Jon besiedelt mit den Wildlingen den wahren Norden neu. Dieser Teil geht also kaum schöner.
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      Ansich sind die männlichen Wildlinge bis auf Tormund auch alle in der Schlacht der Bastarde gefallen. Also irgendwie eh alles beliebig. Ansonsten wird Sansa sicher jeden der es will, Tiefwald Motte anbieten. Sie legt auch sicher noch 500 Schaffe, also eine Wochenration Drachenfutter, obendrauf.
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      Nefertari wrote:

      Wohin er sie wohl gebracht hat? Ins Alte Valyria? Oder einfach zurueck nach Essos an dem Ort, an dem er und seine Brueder geboren wurden? Nach Meeren?

      Nach Asshai. Da können sie sie dann wiederbeleben.

      Nefertari wrote:

      Jons Schicksal ist meiner Meinung nach das schlimmstmoegliche. Es haette eh kein Happy End fuer ihn gegeben, das mag sein. Aber Verbannung ist dennoch nicht der richtige Weg. Zumal eine Erklaerung dafuer ist, dass die Unsullied in den Krieg ziehen wuerden, wenn er freigelassen werden wuerde. Da diese aber Westeros verlassen, spielt das doch gar keine Rolle. Und seine liebende Familie tut gar nichts dagegen und alle sind jetzt froh, dass Aegon Targaryen weiterhin ein Bastard bleibt, der keine Frau und Land haben darf?

      Das lässt mich auch etwas verschnupft zurück. Ich hab' nix dagegen, dass er in den Norden geht. Mag sein, dass sie ihn vllt. vor Greyworm schützen wollten. Aber wie gesagt, das hätte man sie nach Dany's Tod ausfighten lassen können. Jaime ist nach der Ermordung von Aerys auch munter weiter in Westeros rumgelaufen und war in der Kings Guard. Den Konflikt mit den Unsullied finde ich als Grund für Jon's Verbannung unpassend. Ein kurzes Aufeinandertreffen zwischen Jon und Greyworm, mit Jon als Sieger. Und nachdem sie ihm dann erfolglos die Krone angeboten hätten, wäre er halt lieber in den Norden gegangen. Aber so? Kein Dank, dass durch ihn die WW besiegt werden konnten. Schnöde abgeschoben.
      Und Bran lacht sich in Fäustchen. Je mehr ich drüber nachdenke, desto weniger gefällt mir das, dass er auf dem Thron ist.
      Ich habe eine Bekannte, die ist eine große Dany Verehrerin. Ihr hat das Ende von Jon auch nicht gefallen. Sie fand es gerechter, wenn er geköpft worden wäre wegen des schlimmen Mordes an seiner Königin :blackeye:

      Narannia wrote:

      Kein Dank, dass durch ihn die WW besiegt werden konnten.


      Ich habe das überhaupt nicht so empfunden. Er kann tun und lassen, was er will, das hat die letzte Szene doch gezeigt. Eine Nachtwache gibt es nicht mehr. Und er ist sicherlich auch überall in Westeros willkommen, wenn ich auch vermute, dass er sich im Norden wohler fühlt. Hatte ich schon bei der Verabschiedung von Ghost vermutet. Er hatte seine Stark-Seite kurz verloren. Jetzt hat er sie wieder.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      Narannia wrote:

      Und Bran lacht sich in Fäustchen. Je mehr ich drüber nachdenke, desto weniger gefällt mir das, dass er auf dem Thron ist.

      Joa, dieses "Alles hat genau so geschehen müssen, wie geschehen ist, damit es so kommen konnte, wie es gekommen ist." macht aus Bran schon irgendwie den Superschurken schlechthin. Er hat alles so ein bisschen gelenkt und der Ausgang ist nun sein Arsch am Thron.

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      Moebius wrote:

      Joa, dieses "Alles hat genau so geschehen müssen, wie geschehen ist, damit es so kommen konnte, wie es gekommen ist." macht aus Bran schon irgendwie den Superschurken schlechthin. Er hat alles so ein bisschen gelenkt und der Ausgang ist nun sein Arsch am Thron.


      Tyrion hat ihm ja gesagt, er könne nun Lord von Winterfell werden und da hat Bran gesagt, nein will er nicht. Er lebt jetzt in der Vergangenheit. Ich glaube, ihr überschätzt seine Fähigkeiten. Er sieht nicht komplett alles haarklein im Detail, er sieht irgendwelche Fetzen.

      Es hieß doch, er sei gerade deswegen der richtige auf dem Thron, weil er gar nicht herschen wollte. Das war doch die Aussage an dem ganzen?
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      SuSansa wrote:

      Tyrion hat ihm ja gesagt, er könne nun Lord von Winterfell werden und da hat Bran gesagt, nein will er nicht.

      Wieso sollte König Bran im entvölkerten Winterfell herrschen, wenn er auch über ganz Westeros herrschen kann? Muhaha.

      SuSansa wrote:

      Es hieß doch, er sei gerade deswegen der richtige auf dem Thron, weil er gar nicht herschen wollte. Das war doch die Aussage an dem ganzen?

      Ja, das *denken* die dummen und naiven Menschlein. Muhaha.

      Aber ernsthaft, was Bran inzwischen so genau alles kann, weiß doch niemand. Es hieß nur mal, er muss stärker werden und seine Fähigkeit besser beherrschen können. Vielleicht ist er inzwischen der mächtigste 3ÄR aller Zeiten. Vielleicht hat sogar Tyrion nur seine Worte gesprochen. Möglich ist viel. Die Serie hat jedenfalls nichts erzählt. Es bleibt der Phantasie der Zuschauer überlassen. Vom Superschurken, der gerade die Weltherrschaft übernommen hat, bis zum armen Jungen im Rollstuhl, der kaum noch in der Realität lebt, ist vieles möglich. Aber eins ist auch klar, er hat den Thron relativ schnell angenommen. Also das Argument, dass er gar nicht herrschen will, wurde relativ schnell obsolet als es um ganz Westeros ging. Warum auch immer..
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      Maegwin wrote:

      Ich hatte hier im Thread an anderer Stelle erwähnt, dass ein Twist entweder klug aufgebaut ist, dann aber auf Grund der hinführenden Logik absehbar.
      Oder sehr überraschend, dann aber höchstwahrscheinlich dumm weil der Schriftsteller oder Serienschreiber dem Zuschauer entweder sehr viele Informationen vorenthalten oder zu Deus-Ex-Mitteln greifen muss.

      Die Tatsache, dass sich die Westerosi, die sehr viel wert auf Körperlichkeit legen, sich einen behinderten Jungen mit Superkräften zum König wählen, der keinerlei Regierungserfahrung hat (bis auf die Tatsache sich Winterfell abnehmen zu lassen) und dessen Superkräfte nicht offensichtlich sind, ist überraschend weil dumm. Noch dümmer, wenn gerade das Königreich aus dem er stammt und das seine Herrschaft unterstützen könnte sich seiner Wahl nicht anschließt und niemand sonst auf der Souveränität seines eigenen besteht.
      Ich möchte jetzt nicht hyperausführlich werden, aber das Ende kegelt in mehrfachem Sinne fröhlich alles um, was GRRM in seinen Büchern etabliert hat und ich habe das Interesse an seiner Auflösung verloren. Tatsächlich bin ich momentan doch recht froh, dass er die Bücher noch nicht fertig geschrieben hat und was mich betrifft, kann es gern dabei bleiben.


      Interessanterweise, lag Brandon bei allen englischen Buchmachern seit 2 Jahren vorne und war klarer Favorit auf den Thron am Ende. Anfangs fragte ich mich noch warum, aber hatte mich damit dann schon seit Ewigkeiten abgefunden, auch wenn ich ehrlich gesagt so nach Folge 8.3 und 8.4 dann doch dachte, dass die Wettbüros falsch liegen.

      Nefertari wrote:

      Anyway. Die gefundene Lösung für die Zukunft von Westeros ist halt so halb gut. Es gefällt mir, dass Herrscher fortan gewählt werden müssen. Doch schon ab der nächsten Generation kann das dann auch wieder in die Hose gehen. Aber gut, für eine Demokratie sind sie noch nicht bereit und das ist wahrscheinlich auch logisch. Dann lieber so.
      Aber an der Art der Regierung hat sich halt nix geändert. Und mit Bronn sitzt eben auch ein korrupter im Rat.


      Ob das mit der Nicht-Demokratie logisch ist, weiß ich jetzt gar nicht. Immerhin gibt es da gewisse Vorstufen. Hier wurde eigentlich "spontan" aus den Anwesenden jemand ausgehandelt. Wenn man die Liste durchgeht, gab es vor Ort nicht viel Auswahl. Im Endeffekt hat man sich seitens der Serienmachen eben gedrückt, sich ein bisschen mit Gesellschaftspolitik zu befassen. Das ist insgesamt eine große Schwäche der Serie. Es ist (vorerst) keine Erbmonarchie mehr, aber das war es dann auch mit dem Fortschritt.

      Nefertari wrote:

      Dass Grey Worm da noch so eine Bühne bekommen hat in den letzten Episoden ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich wussten sie einfach nicht, wo hin mit ihm. Seine Entwicklung ist für mich am überflüssigsten.


      Die Figur wurde völlig überhöht, allerdings konnte man so die Handlung relativ simpel halten.

      HappyTime wrote:

      Beon2510 wrote:

      ein Nachfolger ebenfalls wieder gewählt werden müsste, gefällt mir so sehr gut.

      Das ganze Konstrukt kann nicht funktionieren. Was ist denn bei einem 3:3 bei der nächsten Wahl? Oder auch bei einem 5:1, und der Unterlegene sagt:"Dann macht euren Scheiß doch alleine." Sansa durfte das ja auch. So ist kein Reich stabil zu führen, und am Ende hat eh wieder die stärkste Militär Allianz das Sagen. Oder jeder gg jeden, mit allen Kleinkriegen die es auch vorher gab.
      Es sollte halt ein "versöhnliches" Ende geben. "Seht her, wir haben was daraus gelernt."


      Wieso soll das nicht funktionieren. Hat doch in der Realität auch funktioniert. Das heilige römische reich (deutscher Nation) entwickelte sich ja ebenfalls von einer Erbmonarchie zu einer Wahlmonarchie, bei der die 7 deutschen Kurfürsten aus ihrer Mitte den König wählten.
      hierbei wurde im übrigen sehr oft ein vermeintlich schwacher König gewählt, von dem man nicht viel zu befürchten hatte und dem man ggf auch auf der Nase rumtanzen konnte.

      In dem Kontext, ist die Wahl Brans durchaus nicht unlogisch. In der realen Welt hätte er die Wahl vermutlich gewonnen.
      Konnte Brienne den Schwur, Sansa zu beschützen, ablegen, und deswegen in KL bleiben? Was ist jetzt ihr Auftrag im kleinen Rat?
      Bronn, der Meister der Münze, möchte Bordelle errichten, so wie LF?
      Davos würde sich als Meister der Münze besser eignen. Bronn wäre besser für Verteidigung und Schutz geeignet.
      Und wieso ist Sam ursplötzlich nicht nur Maester, sondern sogar Großmaester?
      Wann soll er seine Kettenglieder geschmiedet haben? Das ist wie ein Arzt, der nur 1 Semester Medizin studiert hat.

      ach ja und nicht zu vergessen, die plötzlich wieder existente Nachtwache. Wo kam die plötzlich her?

      Post was edited 1 time, last by “Snow White” ().

      Moebius wrote:

      Es bleibt der Phantasie der Zuschauer überlassen. Vom Superschurken, der gerade die Weltherrschaft übernommen hat, bis zum armen Jungen im Rollstuhl, der kaum noch in der Realität lebt, ist vieles möglich.


      Für mich liegt die Wahrheit dazwischen. Ich denke, er wusste, dass der Dolch eine Bedeutung hat und dass er bei Arya sein muss und ich denke, dass er wusste, dass Dany gefährlich ist und Jon der wahre Erbe ist. Als dann das ganze Ausmaß bekannt wurde, wusste er, dass er möglicherweise gefragt wird. Er hat sich ja mit Tyrion etwas länger in der zweiten Folge unterhalten. Dieses Gespräch muss damit zu tun haben. Tyrion ist auf jeden Fall wegen dieses Gesprächs erst auf die Entscheidung Bran gekommen.

      Aber ja, die Serie bleibt hier offen und das kann sich jeder selbst ausmalen. Dass Bran alles geplant und gewusst hat und der neue Antagonist ist, hat ja auch was - für mich ist das ein zu böses Ende. Aber das ist ja jedem selbst überlassen.

      Future-Trunks wrote:

      Maegwin wrote:

      Ich hatte hier im Thread an anderer Stelle erwähnt, dass ein Twist entweder klug aufgebaut ist, dann aber auf Grund der hinführenden Logik absehbar.
      Oder sehr überraschend, dann aber höchstwahrscheinlich dumm weil der Schriftsteller oder Serienschreiber dem Zuschauer entweder sehr viele Informationen vorenthalten oder zu Deus-Ex-Mitteln greifen muss.

      Die Tatsache, dass sich die Westerosi, die sehr viel wert auf Körperlichkeit legen, sich einen behinderten Jungen mit Superkräften zum König wählen, der keinerlei Regierungserfahrung hat (bis auf die Tatsache sich Winterfell abnehmen zu lassen) und dessen Superkräfte nicht offensichtlich sind, ist überraschend weil dumm. Noch dümmer, wenn gerade das Königreich aus dem er stammt und das seine Herrschaft unterstützen könnte sich seiner Wahl nicht anschließt und niemand sonst auf der Souveränität seines eigenen besteht.
      Ich möchte jetzt nicht hyperausführlich werden, aber das Ende kegelt in mehrfachem Sinne fröhlich alles um, was GRRM in seinen Büchern etabliert hat und ich habe das Interesse an seiner Auflösung verloren. Tatsächlich bin ich momentan doch recht froh, dass er die Bücher noch nicht fertig geschrieben hat und was mich betrifft, kann es gern dabei bleiben.


      Interessanterweise, lag Brandon bei allen englischen Buchmachern seit 2 Jahren vorne und war klarer Favorit auf den Thron am Ende. Anfangs fragte ich mich noch warum, aber hatte mich damit dann schon seit Ewigkeiten abgefunden, auch wenn ich ehrlich gesagt so nach Folge 8.3 und 8.4 dann doch dachte, dass die Wettbüros falsch liegen.


      Es gab ein Leak. Weiß es leider auch schon seit einer Woche. Ich habe den Leak im Übrigen hier im Forum gelesen. Nicht schön. Aber gut - egal. Beitrag ist ja mittlerweile gelöscht worden.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

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      Maegwin wrote:

      Ich möchte jetzt nicht hyperausführlich werden, aber das Ende kegelt in mehrfachem Sinne fröhlich alles um, was GRRM in seinen Büchern etabliert hat und ich habe das Interesse an seiner Auflösung verloren.

      Bei mir ist es gerade umgekehrt, meine Neugier ist nun fast noch grösser und ich hoffe aus tiefstem Herzen die Bücher irgendwann noch lesen und erfahren zu dürfen, wie man das Ganze auch vernünftig zu Ende erzählen kann. ;) Ich habe keine Zweifel, dass es mir gefallen wird.

      Kurz meine Eindrücke zur letzten Folge:
      Prinzipiell finde ich die Kritik an der Auflösung freihlich nachvollziehbar. Das GoT seit Staffel 4 mit mal mehr, mal weniger furchtaberen Logik-Schwächen zu kämpfen hat ist ja nichts neues.
      Ich persönlich bin mit dem Ergebnis an sich trotzdem nicht unzufrieden, auch wenn ich das offensichtlich Fragwürdige an dem Ganzen dabei natürlich nicht komplett ausblenden kann. Trotzdem möchte ich hier nur auf die positiven Aspekte der Folge eingehen, da der Rest ja alles schon genug wieder gekäut wurde.

      Wie ich glaube ich schon das ein oder andere mal erwähnt hatte, fand ich GoT über alle Staffeln meistens in den ruhigesten Szenen am stärksten und so ist auch diese Folge geprägt von einigen grandiosen Einzelmomenten, die da wären:
      - Der Shot bei dem Dany an die grosse Stein-Treppe nach vorn schreitet und Drogon hinter ihr die Flügel aufspannt, als würde sie sich höchst selbst zum Drachen verwandeln ist wahrlich fantastisch- handwerklich und dramaturgisch meisterhaft inszeniert und voller Symbolik
      - Der Moment als Tyrion neben Dany tritt und demonstrativ das Abzeichen der Hand weg wirft- sehr stark gespielt und atmosphärisch hochspannend (einen Moment lang hatte ich das Gefühl Tyrion rammt ihr selbst einen Dolch ins Herz)
      - Die Szene, als Dany den eisernen Thron berührt und ihre kindlich freudige Reaktion Jon gegenüber (ich kann mir nicht helfen- freilich ging ihre Wandlung zur Mad Queen viel zu schnell, aber ich finde das trotz aller Umstände einfach wunderbar gespielt von Clark, ich kaufe ihr die Verblendung und die Art ihrer Verrücktheit in dieser Situation voll ab- das macht den Moment enorm intensiv und bedeutungsschwer-> Jon erkennt endgültig, wen/was er da vor sich hat)
      - Ich fand es gut, dass Dany ohne weitere, schnöde Worte abtreten durfte. Auch wenn im Szenenaufbau klar vorhersehbar, fand ich ihren Tod angemessen und bin zufrieden damit, dass ihr ein leiser, schneller Tod vergönnt war.
      - Drogon verbrennt den eisernen Thron und fliegt mit Dany davon. Ein solches Ende hatte ich mir schon das ein oder andere mal gewünscht und vorgestellt, wenn auch Dany in diesen Vorstellungen noch lebendig und glücklich war. Trotzdem finde ich es gut dass er sie mit nimmt, wohin er fliegt interessiert mich nicht.

      Ebenso wenig interessieren mich die Reaktionen auf Danys Tod. Ich finde, dass der Cut durchaus an der richtigen Stelle gemacht wurde, weil man sich den Rest denken kann. Das empfand ich bspw. auch schon bei der Szene so, als Jon bzw. Bran seinen Schwestern sein wahres Ich offenbart. Ihre Reaktion ist für den weiteren Verlauf nicht weiter wichtig, hierfür reicht mir meine Vorstellungskraft.
      Alles in allem bin ich auch zufrieden damit, wie die Handlung der einzelnen Figuren abgerundet wird. Jons Szene mit Ghost entschädigt mich persönlich allerdings überhaupt nicht für seine durchgängige Bedeutungslosigkeit in der Geschichte.
      Bran als König der 7, entschuldige 6 Königreiche? Geschenkt, aus der Sicht des Zuschauers vermutlich sogar recht logisch- aus der Sicht des typischen Westerosi natürlich Mumpitz. Ich kann trotzdem damit leben und bin echt gespannt wie Martin die Sache auflösen wird. Immerhin stellt Bran schon mal eine recht vernünftige Frage (Wo ist Drogon?) bei der ersten Ratsstzung.
      Alles in allem ein Ende mit dem ich mich arrangieren kann. Ich empfinde übrigens nach wie vor die Staffeln 5/6/7 als deutlicher schlechter als diese finale Staffel. Insgesamt allerdings freilich alles zu gehetzt.

      Mein persönlicher Fazit für die Serie ist, dass ich sie von Anfang an nie besonders adäquat oder den Büchern gar ebenbürtig empfand (wie es halt so oft ist, wenn man erst ein Buch gelesen hat und sich dann eine Verfilmung anschaut). Mich störten von der ersten Staffel an diverse Punkte (die von Budget bedingten Einschränkungen (bspw. das lachhafte Turnier der Hand) bis hin zu vollkommen unnötigen Änderungen der Story (was zum Geier sollte die Figur Ross?) reichen), mit denen ich mich bis heute nicht anfreunden konnte. Zwar hebt sich die Serie nach wie vor über weite Strecken vom Einheitsbrei ab, scheitert aber letzhin swohl an internen als auch externen Erwartungen und den viel zu grossen Fusstapfen der Buchvorlage- welche ungünstigerweise irgendwann nicht mehr vorhanden war.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Snow White wrote:

      ach ja und nicht zu vergessen, die plötzlich wieder existente Nachtwache. Wo kam die plötzlich her?
      Vielleicht liege ich falsch, aber ich habe es am Ende so verstanden, dass es eine Finte war, um Jon wieder in den Norden zu kriegen...

      Mich hat das aufjedenfall auch sehr verwirrt. Aber, da er am Ende nur(?) auf Wildlinge trifft und mit denen abreist...
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<

      Snow White wrote:

      Konnte Brienne den Schwur, Sansa zu beschützen, ablegen, und deswegen in KL bleiben? Was ist jetzt ihr Auftrag im kleinen Rat?
      Und wieso ist Sam ursplötzlich nicht nur Maester, sondern sogar Großmaester?
      Wann soll er seine Kettenglieder geschmiedet haben? Das ist wie ein Arzt, der nur 1 Semester Medizin studiert hat.

      ach ja und nicht zu vergessen, die plötzlich wieder existente Nachtwache. Wo kam die plötzlich her?


      Naja Brienne ist jetzt offensichtlich Lord Commander der Kingsguard, daher hat sie auch einen Sitz im Rat.
      Tja und Sam, das ist eines der vielen Details die man da mal so eben unter den Tisch fallen lässt.

      Snow White wrote:

      Konnte Brienne den Schwur, Sansa zu beschützen, ablegen, und deswegen in KL bleiben? Was ist jetzt ihr Auftrag im kleinen Rat?
      Sie ist jetzt Lord Commander der Kingsguard, und Pod ist ein Ritter der Kingsguard. Daher darf sie auch Jaimes Eintrag im Buch vollenden. Briennes Ende hat mir gut gefallen, sie hat (Buchtheorie)
      Show Spoiler
      in Dunk einen Vorfahren, der auch Lord Commander war.
      HODOR !

      Alraune wrote:

      Snow White wrote:

      ach ja und nicht zu vergessen, die plötzlich wieder existente Nachtwache. Wo kam die plötzlich her?
      Vielleicht liege ich falsch, aber ich habe es am Ende so verstanden, dass es eine Finte war, um Jon wieder in den Norden zu kriegen...

      Mich hat das aufjedenfall auch sehr verwirrt. Aber, da er am Ende nur(?) auf Wildlinge trifft und mit denen abreist...

      Zwei Männer von der Nachtwache haben ihn doch abgeholt. Das waren keine Wildlinge. Woher kamen die zwei?
      Von der Nachtwache hatte doch keiner überlebt, außer Sam, Jon und XY (Name grad entfallen).


      Papierdrache wrote:

      1) Wenn Dany schon die Mission in sich fühlen soll, das Rad zerbrechen zu gehen - so ist dies doch keine sinnvolle Steilvorlage, damit nun auf Weltreise gehen zu wollen.
      Überall dort, wo sie schon in dieser Mission vorbeischaute, muss sie - in Abwesenheit von der Möglichkeit zur Telefonkonferenz - mehr oder weniger Vertraute als lokale Vizekönige zurücklassen und sich auf deren Erfolg und Lauterkeit verlassen.
      Das hat nicht mal in der Sklavenbucht funktioniert.
      Setzt man das gedanklich fort, würde unsere tapfere Sprengerin von diversen Ketten schon an ihrer nächsten Station irgendwo in Essos von der Nachricht eingeholt, dass irgendwer hinter ihrem Rücken und einem Ort, an welchem sie schon ein altes Rad zerbrochen hat, gerade und flugs ein neues Rad herbeigezimmert hat, welches sie nun erneut zerbrechen gehen muss.
      Also perpetuierendes Zerbrechen alter bis neuer Räder auf Lebenszeit?
      Während hinter ihr alles zu Asche zerfällt, was sie eben aufgebaut hat?
      Und sie überall frische Asche produzieren muss beim Zerbrechen diverser Räder.
      Das ist es, was Tyrion ihr hätte sagen sollen - statt seine Inhaftierung auch noch zu provozieren (und natürlich auch, dass sie jetzt einen Job hat, vor dem sie sich nicht drücken darf: Eine Königin hat zu regieren - was Film-Dany in Mereen ja noch wissen "durfte").


      Ohne daß jetzt als bewusste Intention von Dany oder von D&D sehen zu wollen, aber immer auf Eroberungstour zu sein heißt auch, sich nicht mit den Niederungen alltäglichen Regierens beschäftigen zu müssen (darin war sie ja auch eher mittelprächtig), sondern sich für diese wichtige historische Mission feiern zu können. In den Büchern hat das schon in Astapor nicht geklappt. Aber wenn es schiefgegangen ist, hat Dany direkt ja nichts damit zu tun, und sie kann problemlos wieder als Retterin gerufen werden.
      Der Gedanke, dass Bran der wirkliche Endgegner ist, den letztlich niemand besiegen konnte, ist mir auch schon gekommen. Und vieles spricht auch dafür. Wenn er die Gegenwart verändern kann, indem er in der Vergangenheit etwas verändert, würde das auch viele Dinge erklären, die einfach sonst keinen Sinn machen. Winterfell wird vom NK überrannt, Bran wargt sich mal eben weg und dann wird der NK mitsamt seiner Armee plötzlich und unerwartet von Arya vernichtet - vielleicht war ja Bran letztlich für die Ausbildung von Arya verantwortlich und hat sie auch genau im richtigen Moment zu sich gelenkt. Und wenn immer gesagt wird, dass es für die MQ viele Anzeichen gab - für diese Theorie lassen sich auch Anhaltspunkte finden.