Episode 8x06 - The Iron Throne

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      pleXoterm wrote:

      M.E. ein tolles Ende, aber der Serien-Weg einfach zu abgekürzt ohne Aufbau.. GRRM wird das sicher besser machen.


      Ja, das unterschreib ich. Und ich hoffe, dass du Recht hast, mit dem, was du sagst, dass es Martin besser machen wird. Es ist ja offensichtlich, dass auch er Probleme damit hat, das zu einem Ende zu bringen. Ich hoffe es wirklich sehr, aber zumindest kennen wir jetzt den Verlauf der Story und die gefällt mir sehr sehr sehr gut. Jetzt haben wir wieder Stoff zum Diskutieren.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      Tyraxes wrote:

      Eine schöne Theorie übrigens, warum Drogon Jon nicht tötet, die ich gelesen habe: Die Valyrer haben ja ihr Blut mit Magie an die Drachen gebunden, sodass diese gezähmt werden konnten - daher auch der ganze Inzest, um den Zauber aufrechtzuerhalten. Nachdem Dany tot ist, heult Drogon auf. Fände die Vorstellung schön, dass mit dem Tod eines Drachenreiters ein Teil seiner Seele auf den Drachen übergeht und das der Grund ist, warum Drogon Jon nicht tötet. Denn das Drachen normalerweise keinen Skrupel davor haben Targaryens zu töten, hat die Geschichte erwiesen.

      Weiß nicht, wenn man sich ansieht, dass Caraxes und Vhagar kein Problem damit hatten, einander zu zerfleischen, obwohl die frühere Reiterin des letzteren die Ehefrau vom Reiter des ersteren war, scheint sowas zumindest nicht sehr ausgeprägt zu sein.
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      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont
      Guten Morgen,

      das war es also, Game of Thrones ist vorbei und hat mich gestern Abend verwirrt, enttäuscht, wütend und traurig zugleich gemacht...

      Ich muss sagen, dass ich als (bisher) reiner Seriengucker insgesamt sehr enttäuscht von der 8. Staffel bin. Vor Beginn dieser Staffel habe ich alle anderen Staffeln nochmal geschaut und man merkt einfach, wie sehr sich
      die Serie doch verändert hat - und ich könnte jetzt nicht mal sagen, woran ich das wirklich fest mache. Aber klar ist, dass es schon geholfen hätte, wenn Staffel 7&8 ebenfalls 10 Folgen gehabt hätten.

      Nun zur letzten Folge: Wie einige bereits geschrieben haben, waren die ersten 20 Minuten ganz gut gemacht. Ich hatte mir tatsächlich gewünscht, dass es nicht Jon ist der Dany tötet, aber es war absehbar.
      Die Szene nach dem Cut hat mich vollkommen irritiert - plötzlich scheint wieder die Sonne, alle sitzen in fröhlicher Runde beisammen (wer hat die überhaupt alle gerufen, doch sicher nicht Grauer Wurm?) und nur Sansa kommt
      auf die Idee, mal nach Jon zu fragen.
      Eigentlich hat Grauer Wurm Tyrion doch geholt, damit entschieden wird, was mit ihm passiert. Das muss Grauer Wurm dann aber nach 30 Sekunden vergessen haben, denn auf einmal hielt Tyrion eine kurze Rede über Bran und zack, Bran wird der König!
      Brans Spruch danach sollte uns dann wohl sagen, dass er alles bereits wusste bzw. geplant hat? Er hat Jon nur die Wahrheit über seine Abstammung gesagt, damit dieser es Dany, Sansa und Co. erzählt und die wiederum Tyrion, der Varys und Dany dann verraten wird?
      Sorry, aber da bin ich raus. Lustig auch, dass Jons Anspruch nicht ein einziges Mal thematisiert wurde. Staffel 6 und 7 haben haben das ganze Thema um seine Abstammung so aufgebauscht, und jetzt wird Jon einfach in den Norden geschickt.

      Sansa ist jetzt auf Winterfell und wird als Königin des Nordens gefeiert. Die Szene an sich war schon nicht schlecht, nur da ist einem auch bewusst geworden, wie allein sie jetzt dort oben ist - selbst Brienne ist nun in Königsmund.
      Schade auch, das Samwell nicht bei Jon geblieben ist.

      Der kleine Rat wirkte wie ein Witz, Bronns Kommentare passten überhaupt nicht. Ser Davos ist da auch irgendwie Fehl am Platz.

      Schade, dass Gendry nur einmal kurz gezeigt wurde und da nichts mehr kam. Grundsätzlich schade, dass man ihn nicht auf Sturmkap gesehen hat oder der neue dornische Lord vorgestellt wurde.
      Man vermisst irgendwie die vielen Schauplätze, die es noch in den ersten Staffeln gab.
      ich habe die Folge gestern Abend gesehen und sie hat mir sehr gut gefallen. Ich finde, es ist ein guter Schluss und inhaltlich schließe ich mich Beon2510 100 prozentig an.

      Die Atmosphäre anfangs mit Dany, war wunderbar erdrückend, dystopisch, irgendwie surrealistisch. Der Gang Jons die Treppe nach oben, das schwarz-rote Targaryen-Banner etc...super gemacht. Der Gang Tyrions durch KL, die vielen Toten, verbrannten....Das Drama wortlos auf den Punkt gebracht. Der Dialog zwischen Tyrion und Jon super gut und intelligent. Der Gang Danys durch die Thronhalle fand ich einfach nur episch. Die Vision die sie hatte, wurde Realität. Diesmal berührte sie den Thron, hielt diesen "Knauf" sogar fest (in ihrer Vision berührte sie ihn nur fast), setzte sich aber nicht auf den Thron. Jon kam herein. Der Dialog zwischen ihnen, der verzweifelte Vorwurf Jons wegen der verbrannten Kinder, trieben mir die Tränen in die Augen. Ich fand es eine herrausragende, schauspielerische Leistung. Von beiden. Der ansonsten so schöne Kit Harington sah richtig fertig aus.
      Der Kuss, der Stich ins Herz, das Sterben Danys...zum Glück röchelte sie keine letzten Worte - das hätte ich kitschig gefunden.
      Drogon schmolz den eisernen Thron. Ich musste sofort an Herr der Ringe denken - der Ring schmolz, der Ring der sie alle knechtete.
      Und Drogon flog mit ihr davon. Wohin? darüber muss man gar nicht so viel spekulieren. Wohl dahin, wo er schon mal war, als er sie aus dieser Arena gerettet hatte.
      Was mir auch gefiel, die Versammlung der großen Häuser. Und eine gewählte Monarchie. Lustig fand ich auch, als Samwell vorschlug, das Volk wählen zu lassen und die Bemerkungen dazu, dass man ja gleich auch die Hunde und Pferde wählen lassen könnte. Soviel dazu, wie der Adel über den Mob denkt. hehe....
      Dass Bran König wurde, fand ich die allerbeste Lösung. DAmit ist das Rad tatsächlich zerbrochen. Dass Sansa so selbstbewusst sich als Königin des Nordens sieht, hat mir sehr gut gefallen. Sie ist nicht nur die Frau und Gebärmaschine eines Königs, sondern sie IST eine Königin. Super Entwicklung des Charakters.
      Auch die Verbannung Jons in den Norden, war eine sehr sehr gute Lösung. Alles andere wäre entweder kitschig oder unglaubwürdig gewesen. Ich finde, Jon Schnees aka Aegon Targaryen Figur ist die tragischste von allen. Anfangs nur der Bastard, später zwar rechtmässiger Thronerbe und dann Königinnenmörder. 2 Frauen hatte er geliebt, die eine wurde von seinen Leuten umgebracht, die andere musste er selbst töten.
      Da sehe ich auch wieder Herr der Ringe: er fährt zu den grauen Anfurten - er geht zur Mauer bzw. hinter die Mauer.

      Aryas Charakter wurde auch sehr schön gelöst. Sie geht Amerika entdecken :D

      Alles in allem ein wunderbarer Schluss.

      Meine Kritikpunkte:
      - Mich nervte es von Staffel 3 oder 4 an, dass die Schattenwölfe immer kürzer kamen. Wo sie doch in den Büchern eine nicht so kleine Rolle spielen. Da tröstete mich jetzt auch nicht, dass am Schluss Jon wieder bei Geist war. Der Knaller war ja, als er Geist noch nicht mal richtig wiedersehen gesagt hatte, als er Winterfell verließ. Wahrscheinlich ist die Petition, die Staffel noch mal zu drehen, von Hundebesitzern ausgegangen :phat:
      - es wäre besser gewesen, Staffel 7 und 8 mit 10 Folgen zu drehen. Da es manchmal zu gestaucht wirkte, was man mit mehr Folgen hätte etwas entzerren können.
      - Brans Unterhaltung mit Tyrion in Staffel 8 wurde nicht gezeigt. Fand ich bedauerlich.
      - Bran an sich kam bissi zu kurz

      Wenn ich Noten geben würde:
      - Die Musik von Ramin Dwajadi ist durchweg, von Staffel 1 bis 8, ausnahmslos ein Meisterwerk. 1 mit Sternchen.
      - Das Casting ebenfalls. Die Charaktere wurde wirklich sehr gut ausgesucht und dargestellt. 1
      - Der Storyline ansich würde ich insgesamt eine 2 geben.
      - Kostüme, CGI, etc.... ebenfalls eine 1.

      Ich fand ja Sophie Turner sah echt toll aus als Königin. Aber irgendwie musste ich an Cersei denken. :D

      lg
      TyrionsBecher




      -

      Moebius wrote:

      Das habe ich mir auch gedacht. Jon hätte einfach sagen können, dass Dany mit Drogon schon mal vorgeflogen sei.. Zu einer Insel ganz unten rechts auf der Karte, um dort Frieden und Freiheit einzuführen. Und dass Grauer Wurm so schnell wie möglich nachsegeln sollte, hat sie auch noch hinzugefügt. Und Tschüss.

      Dabei hätte er nicht mal gelogen sondern nur den Teil mit dem Dolch weggelassen. Drogon hat Dany einfach mitgenommen. Thema erledigt.

      Ich hätte vielleicht noch gerne gesehen, dass Greyworm Jon noch hinterhergegangen ist, und noch mitbekommen hat, was passiert ist. Und dann hätte er Jon angegriffen und es wäre zu einem abschließenden Kampf zwischen den Beiden gekommen. Nachdem die ganzen vielsagenden Blicke zwischen dem NK und Jon schon zu keinem Aufeinandertreffen geführt haben, dann wenigstens noch bei denen. Greyworm wäre bei seiner Missandei und wäre den Rest der Folge nicht wie ein A*** dagestanden. Und die Unsullied wären mit neuem Anführer dann auch wieder abgedampft.
      Jon wäre nicht in Gefangenschaft gekommen. Wäre beim Rat dabei gewesen. Seine Herkunft wäre nochmals thematisiert worden. Aber er will davon nichts wissen und will lieber in den Norden.

      Summer25 wrote:

      Aber klar ist, dass es schon geholfen hätte, wenn Staffel 7&8 ebenfalls 10 Folgen gehabt hätten.

      Auf jeden Fall!

      Summer25 wrote:

      (wer hat die überhaupt alle gerufen, doch sicher nicht Grauer Wurm?)

      Könnte mir vorstellen, dass das Davos war. Haben mein Mann und ich gestern auch überlegt.

      Summer25 wrote:

      Brans Spruch danach sollte uns dann wohl sagen, dass er alles bereits wusste bzw. geplant hat? Er hat Jon nur die Wahrheit über seine Abstammung gesagt, damit dieser es Dany, Sansa und Co. erzählt und die wiederum Tyrion, der Varys und Dany dann verraten wird?

      Das hat er schon geschickt eingefädelt, der Bran. Hat das wahrscheinlich die ganze Zeit gewusst. Deswegen auch immer dieser dämlich überlegene Blick. "Ich bin dann mal weg" als die anderen rund um Winterfell sterben. Hat sich wahrscheinlich lieber mal angesehen, wie in Kingslanding dann alle nach seiner Pfeife tanzen.

      Summer25 wrote:

      Lustig auch, dass Jons Anspruch nicht ein einziges Mal thematisiert wurde. Staffel 6 und 7 haben haben das ganze Thema um seine Abstammung so aufgebauscht, und jetzt wird Jon einfach in den Norden geschickt.

      Spätestens als die Frage nach einem neuen König aufkommt, hätte man das mal ansprechen können. Immerhin schien ja auch Sansa schon mal einen Gedanken daran verschwendet zu haben. Sonst hätte sie das Geheimnis doch nicht verraten. Ich verstehe auch nicht, warum sie ihn nicht dazu geholt haben. Tyrion - als Gefangenen - haben sie ja auch geholt.

      Summer25 wrote:

      Der kleine Rat wirkte wie ein Witz,

      Hätte mir da auch mehr Ernsthaftigkeit gewünscht. Bronn als Meister der Münze. :dash:

      Post was edited 1 time, last by “Narannia” ().

      Crazypsycho wrote:


      Das mit dem angeblichen Eidbruch Sansas hab ich jetzt schon mehrfach hier gelesen. Weder Sansa noch Arya schwören zu schweigen. Sie sagen, dass sie kein Versprechen geben können, ohne zu wissen worum es geht.
      Folglich hat Sansa auch keine Verrat begangen.


      Schau dir die Szene noch einmal an, das sagt Sansa als erstes, bevor Jon ihr noch einmal mit Verweis auf ihre Familie einbläut, sie müsse schwören, es niemandem zu sagen. Dann schwören Sansa und Arya es:
      Das ist für mich durchaus Verrat.

      Crazypsycho wrote:


      Btw sagt Dany in ihrer großen Rede, dass sie auch Winterfell "befreien" will. Was Dany unter befreien versteht, haben wir in KL ja gesehen. Jon war zu dem Zeitpunkt immer noch Wächter des Nordens. Und den Norden will sie verbrennen und damit Jon hintergehen.


      Ich habe das nicht als Ankündigung, sondern als Verbildlichung für die bekannte Welt gesehen. Sie will Westeros und Essos von Winterfell bis Dorne, von Lennishort bis Qarth, von den Sommerinseln bis zur Jadesee unterwerfen. Das heißt, dass die Freien Städte als nächstes dran glauben müssen. Die Unabhängigkeitsnummer in Sachen Norden fährt eh nur Sansa, weshalb es auch keinen militärischen Anlass gibt, Winterfell niederzubrennen. Dennoch sind die Truppen eher Jon als ihr treu ergeben. Die ganze letzte Staffel ist eigentlich nur noch ein Egotrip von Sansa, um sich selbst Macht zu verschaffen.

      Ser Arthur Dayne wrote:


      Weiß nicht, wenn man sich ansieht, dass Caraxes und Vhagar kein Problem damit hatten, einander zu zerfleischen, obwohl die frühere Reiterin des letzteren die Ehefrau vom Reiter des ersteren war, scheint sowas zumindest nicht sehr ausgeprägt zu sein.


      Das stimmt, aber in der Serie fahren die Unsullied ja auch in den Selbstmord. Ich glaube nicht, dass Danys Tötung durch Jon genauso ablaufen wird in den Büchern, weshalb da wohl auch keine Notwendigkeit für eine solche Theorie besteht.

      Das Überhetzte diese Staffel hängt nach meiner Überzeugung auch sehr mit einem fehlenden Fake-Aegon-Strang zusammen. Der hätte die nötigen Pausen für die Charakterentwicklung von Dany und einen weiteren Anlass fürs Verrücktwerden gegeben.
      Nach dem ich darüber geschlafen habe, kann ich formulieren, warum ich mit der Drehbuch-"Lösung" nicht einverstanden bin:

      1) Wenn Dany schon die Mission in sich fühlen soll, das Rad zerbrechen zu gehen - so ist dies doch keine sinnvolle Steilvorlage, damit nun auf Weltreise gehen zu wollen.
      Überall dort, wo sie schon in dieser Mission vorbeischaute, muss sie - in Abwesenheit von der Möglichkeit zur Telefonkonferenz - mehr oder weniger Vertraute als lokale Vizekönige zurücklassen und sich auf deren Erfolg und Lauterkeit verlassen.
      Das hat nicht mal in der Sklavenbucht funktioniert.
      Setzt man das gedanklich fort, würde unsere tapfere Sprengerin von diversen Ketten schon an ihrer nächsten Station irgendwo in Essos von der Nachricht eingeholt, dass irgendwer hinter ihrem Rücken und einem Ort, an welchem sie schon ein altes Rad zerbrochen hat, gerade und flugs ein neues Rad herbeigezimmert hat, welches sie nun erneut zerbrechen gehen muss.
      Also perpetuierendes Zerbrechen alter bis neuer Räder auf Lebenszeit?
      Während hinter ihr alles zu Asche zerfällt, was sie eben aufgebaut hat?
      Und sie überall frische Asche produzieren muss beim Zerbrechen diverser Räder.
      Das ist es, was Tyrion ihr hätte sagen sollen - statt seine Inhaftierung auch noch zu provozieren (und natürlich auch, dass sie jetzt einen Job hat, vor dem sie sich nicht drücken darf: Eine Königin hat zu regieren - was Film-Dany in Mereen ja noch wissen "durfte").

      2) Allenfalls kann ich mir das unter 1) halbwegs und zart schaumgebremst als eine Art Beschäftigungsprogramm für ihre - nach dem Sieg in Westeros - höchst überflüssige bis deplazierte Invasorenarmee Ortsfremder vorstellen, die ja nun wirklich nicht vorhaben, etwaig auf eine Scholle zurückzukehren, welcher sie längst entwöhnt sind; und von ihrer beutegierigen leichten Reiterei habe ich noch gar nicht angefangen.
      Neben den verfilmungsmäßig bislang völlig ignorierten Problemen der Logistik steht ohnehin für eine Welteroberungs-Tournee die Transportfrage allgemein im Raum.
      Hiess es nicht die Hälfte der Invasorenarmee sei "futsch"? Also stehen in einem ausgeplünderten und vom Bürgerkrieg verheerten Westeros nun Aushebungen im großen Stile an? Und all die Truppen werden auf welchen Schiffen ...?
      Ach so - das war gar nicht ernst gemeint und frau gab bei der Siegesparade lediglich den Affen Zucker? Dann hätte man wirklich eine dramaturgische Steilvorlage gehabt, mit einer ausholenden Geste auf die angetretenen Fremdenlegionäre den besorgen Beratern und Geliebten zu signalisieren, dass nun ein Beschäftigungsprogramm für diverse Problembären gebraucht wird.
      ... und die vorgebliche Mad-Queen wenigstens glaubhaft gespielt zu werden hat.

      3) Jawohl - die Begeisterung der Westerosi über die ihnen aufgenötigte fremde Königin hatte ihre Grenzen.
      Was aber hätte ihr ferner Vorfahr Aegon getan? Und der hatte doch Erfolg, wo unsere Dany nun versagt haben soll.
      Das Brechen des Widerstandes in Feuer und Blut war notwendig; dazu gehörte auch das Abräumen der unfreiwilligen Zivilisten-Schutzschilde, die Cersei schon fast Saddam-mäßig in den Weg gestellt hatte.
      Ein planmäßig-mäanderartiges Abfliegen und Abfackeln von Königsmund war dafür weder erforderlich noch sinnvoll - da hat unsere Film-Dany also auf Drehbuch-Diktat hin zur Kriegsverbrecherin werden müssen, um einen aufgesetzt melodramatischen Tyrannnenmordgrund zu schaffen.
      Eine sich folgerichtig verhaltende Dany - die in ihrer Vergangenheit immer Symphatie für das einfache Volk zeigte - hätte also in dem Sinne blutig erobert, dass Tod und Zerstörung nicht über das hinaus gegangen wären, was der Krieg erfordert. Bei keiner ihrer filmvergangenen Eroberungen hat sie das Volk gedankenlos bluten lassen - warum sollte das jetzt also anders sein?
      Dass sich eine Eroberin die Zuneigung der Eroberten zunächst mal verdienen muss, wusste sie und hatte es in der Sklavenbucht beherzigt - warum soll sie das nun vergessen haben und larmoyant über mangelnde Liebe und Zuneigung die Mad-Queen geben?

      4) Nach einer im Sinne von 3) folgerichtigen Eroberung von Königsmund wäre es doch viel spannender geworden und den der weiteren Ver-Serie-ung wohl überdrüssigen Verantwortlichen hätte sich ein weites Feld geboten - Danys Überleben auf dem Thron wäre von den von ihr zu findenden Lösungen abgehangen.
      In fortgesetzter Abwesenheit einer literarischen Steilvorlage aus dem Hause Martin wäre man doch völlig frei gewesen, eine weitere Staffel zu produzieren - das Publikum hätte gekauft.
      Wie umgehen mit einem Targaryen-Thronprätendenten, dessen Anspruch besser ist als der eigene - dessen Thronanspruch angesichts Varis'scher Wühlarbeit posthum allmählich Allgemeingut wird?
      Wie umgehen mit einer Königin nachrangiger Erbfolge, in deren Händen blöderweise die militärische Macht liegt?
      Wie umgehen mit einem zerrissenen Westeros, das bestenfalls aus Ermattung und ohne Liebe einer Königin aus Furcht gehorcht - für das die umgarnende Weisheit eines verblichenen Aegon gebraucht wird?
      Wie umgehen mit einer nun eigentlich beschäftigungslosen Armee Beutegieriger, welche sich in ihrer althergebrachten Weise Beute und Frauen versprachen?

      5) Statt dessen also wurde die vielleicht beste TV-Serie aller Zeiten zu Ende gewürgt. Nun, ein paar nette Regieeinfälle bis Fanservice war ja auch dabei.
      Natürlich gibt die Berührungsfläche eine starke Reibungshitze ab, die sich dort bildet, wo eine pseudo-mittelalterliche Welt auf einmal keine altehrwürdigen Wertevorstellungen mehr haben darf und Neuzeit-Demokratie-Romantik bemüht wird:
      Bran als Wahlkönig? Einstimmig? Alle-für-eine-tolle-Idee-haltend? In einem sonstig im Dynastischen gefangenen Westeros? Ein König ohne jede Hausmacht - der Norden machte sich ja eben mal vom Acker?
      Da wäre es mir ja noch lieber gewesen, man hätte sich so drachentanzmäßig darauf besonnen, dass der weggesperrte Targaryen-Stark den besten Thronanspruch ...

      Post was edited 3 times, last by “Papierdrache” ().

      Jaehaerys wrote:


      Edit: @Maegwin Du bist doch auch selber Schuld. Warst erst schlauer als alle anderen, hast dadurch aber auch die erträglichen bis guten Teile geskippt und bist am Ende aber genauso blöd wie wir und hast jetzt auch ein unglaublich übles Ende in deinem Kopf eingebrannt :P


      Vielen Dank für diese punktgenaue Analyse, mein Leben zog in Sekunden an mir vorbei.
      Ich habe festgestellt, dass die gerechte Strafe für die letzten Jahre meines Lebens wohl darin besteht, dass ich mir gerade wünsche Daenerys hätte Westeros am Ende doch regiert.

      In meinem persönlichen Happy Epilogue hat Drogon sie zurück ins Leben geschleckt und sie verbrennt gerade den Rest von Westeros zu Schlacke. Dann Essos. Dann Aryas Schiff. Dann das HBO-Hauptquartier. Dann verschluckt der Drache GRRM in der Luft, wie er gerade nackig auf seinem Trampolin herumhüpft.

      Dank Bran dem Allwissenden, dem letzten seines Namens, macht sie das alles vor 20 Jahren.
      I have been despised by better men than you.

      Maegwin wrote:

      Dann verschluckt der Drache GRRM in der Luft, wie er gerade nackig auf seinem Trampolin herumhüpft.


      :golly:

      Jetzt ist die Serie rum, jetzt warten wir wieder auf die Bücher und wer weiß - vielleicht ist das jetzt ja der Befreiungsschlag für ihn und er schreibt das verdammte Ding endlich fertig :D Also bitte nicht voreilig verschlucken ;)
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Ich hatte hier im Thread an anderer Stelle erwähnt, dass ein Twist entweder klug aufgebaut ist, dann aber auf Grund der hinführenden Logik absehbar.
      Oder sehr überraschend, dann aber höchstwahrscheinlich dumm weil der Schriftsteller oder Serienschreiber dem Zuschauer entweder sehr viele Informationen vorenthalten oder zu Deus-Ex-Mitteln greifen muss.

      Die Tatsache, dass sich die Westerosi, die sehr viel wert auf Körperlichkeit legen, sich einen behinderten Jungen mit Superkräften zum König wählen, der keinerlei Regierungserfahrung hat (bis auf die Tatsache sich Winterfell abnehmen zu lassen) und dessen Superkräfte nicht offensichtlich sind, ist überraschend weil dumm. Noch dümmer, wenn gerade das Königreich aus dem er stammt und das seine Herrschaft unterstützen könnte sich seiner Wahl nicht anschließt und niemand sonst auf der Souveränität seines eigenen besteht.
      Ich möchte jetzt nicht hyperausführlich werden, aber das Ende kegelt in mehrfachem Sinne fröhlich alles um, was GRRM in seinen Büchern etabliert hat und ich habe das Interesse an seiner Auflösung verloren. Tatsächlich bin ich momentan doch recht froh, dass er die Bücher noch nicht fertig geschrieben hat und was mich betrifft, kann es gern dabei bleiben.
      I have been despised by better men than you.

      Sebastian-1990 wrote:

      8tyThree wrote:

      also man kann es drehen und wenden wie mal will: Aber die Reaktion von Grauer Wurm war einfach unlogisch. Wieso sollte er auf die Lords und Ladys aus Westeros warten um deren Urteil/Meinung zu hören. Genau diese Leute wollte Dany doch als Nächstes zertrümmern. Ergibt keinen Sinn, dass Greyworm sich denen plötzlich "unterwirft".

      Ein Greyworm, wie in den letzten Folgen dargestellt, hätte Jon - Tyrion etc. einfach hingerichtet ohne lang zu zögern.


      Kann mir das nur so erklären, dass die Tötung von Jon und Tyrion auch seinen Tod bedeutet hätte. Es steht eine ganze Armee von Nordmännern in KL und diese hätten den Tod ihres Königs nicht gut aufgefasst. Nicht das GW unbedingt am Leben hängt, aber den letzten Willen seiner Königin kann er nur erfüllen wenn er lebend KL verlässt.

      Ist halt wie so vieles, man muss es sich zusammenreimen. Dies und vor allem der "Schnitt" von Szenen welche man gerne gesehen hätte, wie Sansas und Aryas Reaktion auf die wahre Herkunft von Jon.

      Mal ne Frage: Hab nur ich das Gefühl, dass die Bran alles gelenkt hat? Die Aussagen zu Tyrion als dieser ihn fragte ob er König werden möchte, oder bei der Verabschiedung von Jon lassen diesen Schluss zu.


      Nein, da bist du nicht allein ;)
      Er hat seine Mannschaft so aufgestellt und ihnen die Spielzüge vorgegeben, damit es endet wie es enden musste. Hätte Jeder im Vorfeld darüber Bescheid gewusst, z.B. "Jon du tötest Danerys, damit keine weitere Schreckensherrschaft ensteht, oder "Arya du musst in die Schule der Gesichtslosen um irgendwann den Nachtkönig zu töten, ob alle den Weg oder ihr Schicksal so angetreten wären? Oder andere wie Jojen,Meera,Hodor, selbst Theon hatten ihre Bestimmung oder Aufgabe.
      So fühlt es sich zumindest für mich an und so möchte ich auch das Ende von GoT verstehen.
      Tja ich habe mir nun auch das Finale angesehen und was soll ich sagen?!

      Ich weiss ja nicht mal, was ich fuehlen soll. Fuer mich ist das wichtigste, dass Drogon ueberlebt hat und sogar frei ist. Das hatte ich mir so sehr gewuenscht, aber wirklich daran geglaubt habe ich nicht. Alle Szenen mit ihm in der Episode waren wirklich schoen, zum Beispiel wie er da unter dem Schutt liegt. Die Szene mit dem Thron war super toll. Als wuesste er, dass all das Leid der letzten Stunden und Tage nur wegen diesem haesslichen Ding passiert ist und er das jetzt beenden muss. Und (ich unterstelle Drogon ja gern eine Persoenlichkeit und ein gewisses Mass an Intelligenz) ich bin der Meinung, dass er den Tod seiner Mutter sicher betrauert hat, es aber scheinbar logisch fand.
      Wohin er sie wohl gebracht hat? Ins Alte Valyria? Oder einfach zurueck nach Essos an dem Ort, an dem er und seine Brueder geboren wurden? Nach Meeren?

      Jons Schicksal ist meiner Meinung nach das schlimmstmoegliche. Es haette eh kein Happy End fuer ihn gegeben, das mag sein. Aber Verbannung ist dennoch nicht der richtige Weg. Zumal eine Erklaerung dafuer ist, dass die Unsullied in den Krieg ziehen wuerden, wenn er freigelassen werden wuerde. Da diese aber Westeros verlassen, spielt das doch gar keine Rolle. Und seine liebende Familie tut gar nichts dagegen und alle sind jetzt froh, dass Aegon Targaryen weiterhin ein Bastard bleibt, der keine Frau und Land haben darf? Aemon hatte sich meines Wissens selbst dafuer entschieden, aber Jon haette man doch wenigstens die freie Wahl lassen koennen. Auch, wenn er nicht der kluegste Feldherr in der Geschichte ist; in der Serie ist er ein Kriegsheld und er hat mit dem Mord an Daenerys viele Leben gerettet. Wieso also an einen Ort verbannen, der keinerlei Bedeutung und Sinn mehr hat? Es gibt keine Untoten mehr und die Wildlinge sind ein anerkanntes Volk geworden. Die Nachtwache macht doch gar keinen Sinn mehr.
      Ich denke, er waere aus freien Stuecken in den Norden gegangen, aber eben aus freien Stuecken. Und ich bin mir sicher, dass er als Koenig etwas getaugt haette.

      Daenerys. Hmpf. Ich hatte schon eine Weile lang nichts fuer sie uebrig. Aber sie so enden zu lassen... Auf einmal war sie eine weibliche Hitler. Keine Ahnung. Ein interessanter Charakter der Serie mit interessantem Plot und dann so ein Ende. Ihr Tod war in diesem Kontext sinnvoll. Aber ihre Entwicklung in dem Tempo und in diesem Ausmass nicht.

      Ueber die Familie Stark moechte ich einfach gar nichts sagen. Was war das mal fuer ne tolle Familie. Jetzt ist das alles nur noch n Witz.

      Also Geist und Drogon. Ich hatte irgendwann in den letzten Episoden beschlossen, dass die beiden die fuer mich schoensten und besten Figuren der Serie sind, so wie es auch schon mal am Anfang war. Beide haben ueberlebt. Und darueber bin ich gluecklich.
      Dany`s Matchübernahme war mir etwas zu klischeehaft und wurde - für meinen Geschmack - etwas zu überbedrohlich aufgebaut. Vermutlich, damit niemand die "Rechtfertigung" ihrer Tötung anzweifelt. Die symbolhafte Zerstörung des Throns fand ich gar nicht einmal schlecht.

      Die Sache mit Jon in den Norden ... naja ... der könnte eigentlich jederzeit zurückkommen, vor allem wenn die Unbefleckten verbraucht sind. Allerdings möchte er den Thron wohl eh nicht und ist letztlich wieder bei den Nordleuten, why not.
      Es war schon befremdlich, dass Sansa gegenüber ihrem Bruder auf der Unabhängigkeit des Nordens besteht und somit die neue Regierung von vorneherei schwächt. ABer gut, andere hätte man sie nicht mehr untergebracht. Arya wurde schon im Folge 5 Thread mehr oder weniger in die Richtung vermutet.
      Bran als König war nicht wirklich überraschend. Etwas schade fand ich allerdings, dass man das allgemeine Wahlrecht so lapidar abgetan hat. Ärgerlich war auch das völlige Ausblenden der Religionen. Den Feuergott interessiert niemanden mehr und die Ursache für den NK wurde auch nicht angegangen.
      Der neue Rat mit Bronn, naja, das war wohl eher ein Scherz. :) Bran möchte einen Meister des Krieges und Meister der Flüsterstimmen, also im Endeffekt ändert sich da nicht viel.

      Anscheinend machen die Unbefleckten mit ihrer Befreiungsaktion wohl auf eigene Faut weiter. Fragt sich nur, unter welcher ethischen Richtlinie? Also quasi Dany-Light und damit schon sehr fragwürdig. Natürlich geht es zuerst zum Heimatort von Missandei.

      Was ist mit den ganzen Dothraki passiert? Wurm konnte nicht für die Dothraki sprechen und diese einfach wegzubeamen war schon traurig.

      Maegwin wrote:

      Ich möchte jetzt nicht hyperausführlich werden, aber das Ende kegelt in mehrfachem Sinne fröhlich alles um, was GRRM in seinen Büchern etabliert hat und ich habe das Interesse an seiner Auflösung verloren. Tatsächlich bin ich momentan doch recht froh, dass er die Bücher noch nicht fertig geschrieben hat und was mich betrifft, kann es gern dabei bleiben.
      Du bist noch geschockt, kein Wunder bei diesem Infodumb (manchmal krieg ich auch nen Wortwitz hin :D ).
      Mir geht es nicht so. Ich hab nicht soviel investiert wahrscheinlich. Ich werde fröhlich rumspekulieren, wie die Bücher ausgehen würden, sollten wir sie kriegen. Ich nehme auch wahr, dass viele Alt-Buchleser, die lange Zeit in Foren diskutiert haben, dadurch einige in meiner Sicht recht seltsam verfestigte Theorien haben, von deren Richtigkeit ausgegangen wird. Wie Prophezeihungen betrachtet werden, fällt mir dazu ein. Gehört aber alles nicht hierher.
      Wollte nur auf die Schulter klopfen, lebbe geht weiter und so. :beer:
      HODOR !
      Die Rutsche für eine Parodie ist gelegt, wie noch niemals zuvor.
      In der Parodie wird, nach dem Bran zum König ausgerufen wurde, Bran der Zerbrochene aufspringen und anfangen zu singen, so in der Art von, "ich bin jetzt König, ich bin jetzt König, ich bin jetzt König ......".
      Alle werden ihn anstarren und als er dessen gewahr wird, setzt er sich schnell wieder in seinen Stuhl und bedankt sich kleinlaut für das Vertrauen und die Wahl.

      Wobei die ganze 8. Staffel, für Parodien gemacht wurde und die Parodien müssen auch verdammt gut werden, da ja das Original bereits wie eine Parodie wirkt.


      TheTrueStory

      Nefertari wrote:

      Auch, wenn er nicht der kluegste Feldherr in der Geschichte ist; in der Serie ist er ein Kriegsheld und er hat mit dem Mord an Daenerys viele Leben gerettet. Wieso also an einen Ort verbannen, der keinerlei Bedeutung und Sinn mehr hat? Es gibt keine Untoten mehr und die Wildlinge sind ein anerkanntes Volk geworden. Die Nachtwache macht doch gar keinen Sinn mehr.
      Ich denke, er waere aus freien Stuecken in den Norden gegangen, aber eben aus freien Stuecken. Und ich bin mir sicher, dass er als Koenig etwas getaugt haette.

      Als für mich war das mit der "Nachtwache" ein letzter und in diesem Punkt ganz netter Twist. Es gab ja auch keine Nachtwache mehr, Tormund und die Wildlinge warteten dort auf Jon. Er wurde auch nicht an einen Ort verbannt, sondern konnte frei mit den Wildlingen in den wahren Norden ziehen. Das ganze, weite Land liegt vor ihnen. Und wenn er doch was anderes will, dann macht er halt was anderes. Bruder und Schwester alias König und Königin werden sicher nicht dagegen sein. Es ging nur darum ihn von den Unbefleckten weg zu bekommen und diese sind inzwischen auch noch verschwunden. Jon hat den ganzen echten Norden für sich und alles andere steht ihm eigentlich auch offen.
      What's with all these awards? They're always giving out awards. Best Fascist Dictator: Adolf Hitler.

      Moebius wrote:

      Nefertari wrote:

      Auch, wenn er nicht der kluegste Feldherr in der Geschichte ist; in der Serie ist er ein Kriegsheld und er hat mit dem Mord an Daenerys viele Leben gerettet. Wieso also an einen Ort verbannen, der keinerlei Bedeutung und Sinn mehr hat? Es gibt keine Untoten mehr und die Wildlinge sind ein anerkanntes Volk geworden. Die Nachtwache macht doch gar keinen Sinn mehr.
      Ich denke, er waere aus freien Stuecken in den Norden gegangen, aber eben aus freien Stuecken. Und ich bin mir sicher, dass er als Koenig etwas getaugt haette.

      Als für mich war das mit der "Nachtwache" ein letzter und in diesem Punkt ganz netter Twist. Es gab ja auch keine Nachtwache mehr, Tormund und die Wildlinge warteten dort auf Jon. Er wurde auch nicht an einen Ort verbannt, sondern konnte frei mit den Wildlingen in den wahren Norden ziehen. Das ganze, weite Land liegt vor ihnen. Und wenn er doch was anderes will, dann macht er halt was anderes. Bruder und Schwester alias König und Königin werden sicher nicht dagegen sein. Es ging nur darum ihn von den Unbefleckten weg zu bekommen und diese sind inzwischen auch noch verschwunden. Jon hat den ganzen echten Norden für sich und alles andere steht ihm eigentlich auch offen.


      Das sehe ich genauso. Es ging nur darum keinen Krieg mit den Unbefleckten vom Zaun zu brechen. Für GW ist der kalte Norden die Höchststrafe, daher akzeptiert er das Urteil, zumal auch er ohne Kampf den Kopf von Jon nicht bekommen hätte (Armee der Nordmänner war vor Ort).
      Sinnlos war am Schluss eher Grauer Wurm. Als ultrabrutaler und superloyaler Diener seiner "Königin" dargestellt, war ihm am Ende dann auch Wurscht, was mit dem Queenslayer Jon und dem Verräter Tyrion geschieht. Ein böser Satz noch zu Beginn des Rates, dazu ein, zwei dunkle Blicke und dann ab zu den Schmetterlingen. Dany würde ihn wohl auch verbrennen, sollte sie in der nächsten Folge mit Drogons Hilfe zurückkehren.
      What's with all these awards? They're always giving out awards. Best Fascist Dictator: Adolf Hitler.
      @Moebius
      Oh. Ich habe es tatsächlich als eine Verbannung verstanden. Vielleicht sollte ich mir die Folge doch noch auf deutsch ansehen.

      Ich denke, er wäre so oder so in den Norden gegangen. Bei den Wildlingen hat er ein echt gutes Standing und echte Buddys. Es kam mir aber eben wie ein Aussetzen vor: "Leg das Schwarz an und lass nie wieder was von dir hören."

      Hätte ich schon arg scheiße gefunden. Seit 10 Jahren kämpfte er andauernd und versuchte immer, das richtige zu tun (und nach meinem Geschmack hat er das auch).

      Anyway. Die gefundene Lösung für die Zukunft von Westeros ist halt so halb gut. Es gefällt mir, dass Herrscher fortan gewählt werden müssen. Doch schon ab der nächsten Generation kann das dann auch wieder in die Hose gehen. Aber gut, für eine Demokratie sind sie noch nicht bereit und das ist wahrscheinlich auch logisch. Dann lieber so.
      Aber an der Art der Regierung hat sich halt nix geändert. Und mit Bronn sitzt eben auch ein korrupter im Rat.

      Dass Grey Worm da noch so eine Bühne bekommen hat in den letzten Episoden ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich wussten sie einfach nicht, wo hin mit ihm. Seine Entwicklung ist für mich am überflüssigsten.