Episode 8x03 - The Long Night

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      Shajana wrote:

      Gibt es irgendwas, wo ihr abschalten könnt? Das frage ich ernsthaft, weil ich mir das schwierig vorstelle, solche Erwartungen in sich zu haben, die dich kaum befriedigt werden dürften. Eben weil es nicht perfekt ist, was aber unwichtiger wird, wenn man sich weniger Gedanken macht.
      Im Großen und Ganzen kann ich bei anderen Serien durchaus abschalten. Natürlich stören mich auch da grobe Plotholes und Fehler.
      Bei Game of Thrones ist mit Sicherheit einer der Hauptgründe bei mir, warum ich es kritischer gucke, dass ich mich seit Jahren intensiv (halt vor allem hier im Forum) mit dem Thema beschäftige. Ich bin hier deutlich emontional engagierter als bei anderen Serien. Wahrscheinlich kann ich dadurch auch weniger verzeihen.
      Es ist ein bisschen, als habe man sich mal in eine wunderbare Person verliebt, optisch ansprechend, hochintelligent, empathisch und warmherzig. Und dann muss man über die Jahre hinweg beobachten, wie sich diese Person immer mehr in ihrer eigenen Optik verliert und zum Instagram-Sternchen verkommt, irgendwie hohl, nur noch aufs Äußere bedacht und zu einer normalen Unterhaltung kaum noch fähig.
      I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".

      Shajana wrote:

      Gibt es irgendwas, wo ihr abschalten könnt? Das frage ich ernsthaft, weil ich mir das schwierig vorstelle, solche Erwartungen in sich zu haben, die dich kaum befriedigt werden dürften. Eben weil es nicht perfekt ist, was aber unwichtiger wird, wenn man sich weniger Gedanken macht.


      Ich denke es hängt vor allem damit zusammen, dass sich GoT bzgl. Konsistenz, Logik und einer in sich stimmigen Geschichte doch grade sehr positiv von anderen (Fantasy)-Serien abgehoben hat. Auch wenn fantastische, magische oder mystische Dinge passiert sind, gab es dafür eine relativ stimmige Grundlage (oder zumindest sollte man das glauben).

      Dies führt dann entsprechend dazu, dass man diese Erwartungshaltung auch an zukünftige Staffeln der Serie stellt, ähnlich wie bei Lost wo man über Staffeln mit Mystik geteastert wird, darauf wartet, dass irgendwann die große Auflösung bekommt bei der es Klick macht und man sich denkt "genial!", aber stattdessen wird einem irgendein Käse vorgesetzt, der kein bisschen stimmig ist.

      Das große Problem daran ist, dass es dazu führt das es den Gesamteindruck von GoT extrem runterreißt, ich kann nicht mal sagen: "Naja waren halt vier gute Staffeln, zwei mittelmäßige und zwei schlechte.", sondern es führt dazu, dass auch die ersten (eigentlich guten) Staffeln komplett entwertet werden wenn dort aufgebaute Mysterien oder Plots nicht/nie sinnvoll aufgelöst werden.

      Das hat auch wenig (bei mir) damit zu tun, dass irgendwelche Theorien, die man sich selber entworfen hat oder irgendwo gelesen hat nicht eintreffen. Denn eigentlich erwarte ich von Autoren die mit einer so hohen Qualität begonnen haben, dass sie sich bessere Geschichten und Plots einfallen lassen können als Hobby-Theoretiker wie ich oder andere.

      Ich denke das können/könnten sie eigentlich auch, haben aber mit der Serie abgeschlossen, die Gewichtung liegt eher darauf wie man noch viel Geld mit machen kann und die Zuschauer einfach lange genug blendet, damit man danach endlich neue Projekte angehen kann. Das hat Game of Thrones nicht verdient.

      Sorry, schon wieder etwas lang geworden, um auf deine eigene Frage zurückzukommen: Ja ich kann bei anderen Filmen/Serien entspannen, wenn ich beispielsweise irgendwelche Marvel-Filme oder auch z.B. sowas wie James-Bond schauen würde, interessiert mich Logik da auch eher sekündär und ich verschwende nicht allzu viele Gedanken daran (bis zu einem gewissen Grad).

      Wenn ich allerdings Breaking-Bad schaue und Heisenberg von Cop's umstellt ist, die mit ihren Pistolen auf seinen Kopf zielen nur um dann einen Cut zu sehen um ihn wenige Augenblicke später flüchten zu sehen, während die Polizei ihn sucht, dann verursacht sowas in mir innerliche Schmerzen.

      Uns werden Bilder gezeigt, die einfach nicht stimmen (alle Dothraki sterben, nächste Folge: die Hälfte der Dothraki lebt noch) und das entkernt die Serie einfach komplett was sinnige aufeinander aufbauende Handlung betrifft. Die Dinge, die passieren, sind egal, weil sie unter Umständen doch ganz anders passiert sind.
      Wobei ich gespannt bin, wie der Dothraki-Strang endet. Ich glaube, das Zitat aus der letzten Folge wird irgendwie halt ein Fehler bleiben. Eine Schlacht mit Reitern wird wohl ziemlich sicher nicht mehr kommen. Und dass in der nächsten Folge irgendwo hinter Jon noch zehntausende Dothraki als Infanteristen rumstehen, glaube ich erst, wenn ich es sehe. Ich denke eher, dass wir, wenn überhaupt, nur noch einige wenige Dothraki-Statisten sehen werden. Nach der Folge werden es uns die Macher dann vielleicht erklären.. "Well, Jon forgot about the Dothraki."
      What's with all these awards? They're always giving out awards. Best Fascist Dictator: Adolf Hitler.

      Moebius wrote:

      Wobei ich gespannt bin, wie der Dothraki-Strang endet. Ich glaube, das Zitat aus der letzten Folge wird irgendwie halt ein Fehler bleiben. Eine Schlacht mit Reitern wird wohl ziemlich sicher nicht mehr kommen. Und dass in der nächsten Folge irgendwo hinter Jon noch zehntausende Dothraki als Infanteristen rumstehen, glaube ich erst, wenn ich es sehe. Ich denke eher, dass wir, wenn überhaupt, nur noch einige wenige Dothraki-Statisten sehen werden. Nach der Folge werden es uns die Macher dann vielleicht erklären.. "Well, Jon forgot about the Dothraki."



      "Well .. Dany kinda forgot she had no ships anymore .. so there are at least 40000 dothraki still at Dragonstone .."

      Dann eine andere Szene als Beispiel, Jon (alternativ Jamie, Brienne Grey Worm) umringt von hunderten Untoten -> Cut -> Jon rennt durch die Burg. Oder Sam, der die ganze Zeit unbeschadet im Untotenhaufen liegt oder halt Arya die den NK aus dem Nichts anspringt.

      Edit: Ist ja umso ärgerlicher, wenn es einfach nur solche Kleinigkeiten sind die filmtechnisch nichts kosten, wenn wirklich keine Dothraki mehr auftauchen, nimmt man halt alle Chips von denen vom Tisch und erwähnt, dass alle Dothraki gefallen sind (nicht im Inside the Episode ..) und zeigt irgnedeine Reaktion von Dany darauf.

      Shajana wrote:

      Gibt es irgendwas, wo ihr abschalten könnt? Das frage ich ernsthaft, weil ich mir das schwierig vorstelle, solche Erwartungen in sich zu haben, die dich kaum befriedigt werden dürften. Eben weil es nicht perfekt ist, was aber unwichtiger wird, wenn man sich weniger Gedanken macht.


      Joa, ein paar Superhelden-Filme. Aber bei einer Serie, deren Macher immer noch damit rumprahlen, wie tiefgründig und realistisch das alles doch ist, kommt mir das "Abschalten und nicht Nachdenken"-Argument ziemlich komisch vor. Da ist das eigentlich eine versteckte Beleidigung, weil es sagt, dass die Macher bei ihrem Ziel versagt haben.
      Ich meine die letzte Folge.Übrigens hat die der gleiche Regisseur gedreht, der auch für die gefeierte Red Wedding folge verantwortlich war. Im ersten Teil, war er auch in seinem Element, die Feier fand ich sehr gut“. Alle Können eben nicht alles…

      Post was edited 1 time, last by “noetigenfalls” ().

      Ich denke, nahezu alle Kritikpunkte wären eliminiert gewesen, hätte man die 7. Staffel um 3 Folgen und die 8. Staffel um 4 Folgen verlängert, also alle Staffeln 10 Folgen gehabt hätten. Alles wirkt gehetzt. Der Storyaufbau - meines Empfindens nach - ist okay, man hätte sich aber für alles mehr Zeit nehmen sollen.

      Warum wurde so gehetzt? Was war der Grund?
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      Stinkers Fuesse wrote:

      weil es einfach nix mehr zu verfilmen gab.
      GRRM hat soweit einfach noch nicht geschrieben.
      Da steht nur das Grundgerüst.
      Also sprang man in diesem Gerüst hin und her...
      Aber dazwischen gabs einfach nix zu verfilmen.


      Die Story wäre aber doch streckbar gewesen. Der Abschied Schattenwolf, der Tod NK, Gespräch zw. Tyrion und Bran etc.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Benioff und Weis wollen die Sendung halt fertig bekommen. Frühere Aussagen deuteten für mich darauf hin, dass ihre Arbeit für sie extrem kräftezehrend sein muss und sie auch etwas ausbrennt. Ihr Arbeitsanteil dürfte auch massivst gestiegen sein, nachdem die Vorlage als Stütze weggebrochen ist.
      Wenn man dann noch betrachtet, dass sie bald auch an ihrer eigenen Star Wars-Triologie arbeiten, liegt die Vermutung nahe, dass das eine zeitintensive Projekt Platz machen muss für das nächste.

      Noch als Anmerkung für @noetigenfalls die beiden sind die großen Köpfe hinter der Serie, bei denen alles zusammenläuft. Egal, wie viele Produzenten ihre Posten gerne hätten, die beiden konnte man nicht einfach austauschen, ohne dass es zu chaotisch um die Serie werden würde. Deshalb konnten sie sich auch gegenüber HBO durchsetzen.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Ich möchte mal dieses Video empfehlen, ist wirklich empfehlenswert.
      Ob einfacher Bauer,Soldat,Fürst oder einer der die wir einst Götter nannten. Wir alle machen immer wieder die selben Fehler. Sich in Sicherheit zu wiegen, ist töricht, denn wir sind nicht mehr als Sklaven. Sklaven eines Musters, dessen Natur wir noch nicht ansatzweise verstanden haben und das eines Tages unser aller Fall seien wird. Es ist ein ewiger Kreislauf. Immer die gleichen Konflickte, immer die gleichen Persönlichkeiten. Das Echo der Vergangenheit, ist das Gesetz unserer Gegenwart.
      Jetzt verstehe ich endlich, warum die Schlachtfolgen so beliebt sind.
      Weil die Fanboys und -Girls dort keine Angst um das Ableben ihrer Lieblingscharaktere haben müssen...
      Und unter anderem deshalb finde ich diese Folgen sch......

      Die lange Nacht ist dazu noch ein endloses dunkles hektisches Pixelgematsche. Einzig die ruhigen Szenen mit dem Nachtkönig waren gelungen.

      Bis auf diese Folge kann ich mit der letzten Staffel ansonsten ganz gut leben, bisher, wobei ich einfach Hoffnung habe, dass wirklich noch etwas interessantes, schockierendes passiert. Eben etwas, was die Serie und das Buch ausgemacht hat.

      An die Qualität der ersten Staffeln kommt sie natürlich bei weitem nicht dran, da konnte man auch noch deutlich die Buchvorlage spüren.

      Hoffentlich spürt man es nochmal zum Ende hin

      Post was edited 4 times, last by “Stinkers Fuesse” ().

      Brigthroar wrote:

      Noch als Anmerkung für @noetigenfalls die beiden sind die großen Köpfe hinter der Serie, bei denen alles zusammenläuft. Egal, wie viele Produzenten ihre Posten gerne hätten, die beiden konnte man nicht einfach austauschen, ohne dass es zu chaotisch um die Serie werden würde. Deshalb konnten sie sich auch gegenüber HBO durchsetzen.


      Ich kann verstehen, dass sie fertig werden wollten und dass sie ausgebrannt waren und mal was anderes machen wollten und ihnen die Vorlage fehlt. Aber warum hätte man ihnen nicht zwei zur Unterstützung geben können, die dann nach einer Staffel gemeinsamer Arbeit übernommen hätten? Bei Star Trek Discovery gab es zwei Showrunnerwechsel innerhalb einer Staffel sogar und klar, das merkt man der Staffel an, aber die Qualität hätte man ja dadurch verbessern können, wenn es ein geplanter Wechsel gewesen wäre?

      Jemand Neues hätte da auch wieder mehr Energie, Liebe und Sorgfalt stecken können.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      SuSansa wrote:

      Brigthroar wrote:

      Noch als Anmerkung für @noetigenfalls die beiden sind die großen Köpfe hinter der Serie, bei denen alles zusammenläuft. Egal, wie viele Produzenten ihre Posten gerne hätten, die beiden konnte man nicht einfach austauschen, ohne dass es zu chaotisch um die Serie werden würde. Deshalb konnten sie sich auch gegenüber HBO durchsetzen.


      Ich kann verstehen, dass sie fertig werden wollten und dass sie ausgebrannt waren und mal was anderes machen wollten und ihnen die Vorlage fehlt. Aber warum hätte man ihnen nicht zwei zur Unterstützung geben können, die dann nach einer Staffel gemeinsamer Arbeit übernommen hätten? Bei Star Trek Discovery gab es zwei Showrunnerwechsel innerhalb einer Staffel sogar und klar, das merkt man der Staffel an, aber die Qualität hätte man ja dadurch verbessern können, wenn es ein geplanter Wechsel gewesen wäre?

      Jemand Neues hätte da auch wieder mehr Energie, Liebe und Sorgfalt stecken können.
      Vielleicht wollten D&D auch nicht zurück treten, auch wenn sie schon lange keine Lust mehr hatten.
      Ob einfacher Bauer,Soldat,Fürst oder einer der die wir einst Götter nannten. Wir alle machen immer wieder die selben Fehler. Sich in Sicherheit zu wiegen, ist töricht, denn wir sind nicht mehr als Sklaven. Sklaven eines Musters, dessen Natur wir noch nicht ansatzweise verstanden haben und das eines Tages unser aller Fall seien wird. Es ist ein ewiger Kreislauf. Immer die gleichen Konflickte, immer die gleichen Persönlichkeiten. Das Echo der Vergangenheit, ist das Gesetz unserer Gegenwart.

      Farfrelsen wrote:

      SuSansa wrote:

      Brigthroar wrote:

      Noch als Anmerkung für @noetigenfalls die beiden sind die großen Köpfe hinter der Serie, bei denen alles zusammenläuft. Egal, wie viele Produzenten ihre Posten gerne hätten, die beiden konnte man nicht einfach austauschen, ohne dass es zu chaotisch um die Serie werden würde. Deshalb konnten sie sich auch gegenüber HBO durchsetzen.


      Ich kann verstehen, dass sie fertig werden wollten und dass sie ausgebrannt waren und mal was anderes machen wollten und ihnen die Vorlage fehlt. Aber warum hätte man ihnen nicht zwei zur Unterstützung geben können, die dann nach einer Staffel gemeinsamer Arbeit übernommen hätten? Bei Star Trek Discovery gab es zwei Showrunnerwechsel innerhalb einer Staffel sogar und klar, das merkt man der Staffel an, aber die Qualität hätte man ja dadurch verbessern können, wenn es ein geplanter Wechsel gewesen wäre?

      Jemand Neues hätte da auch wieder mehr Energie, Liebe und Sorgfalt stecken können.
      Vielleicht wollten D&D auch nicht zurück treten, auch wenn sie schon lange keine Lust mehr hatten.


      Das vermute ich auch und das finde ich ätzend.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Also wenn ich die Aussagen und Interviews von den Beteiligten in den letzten Jahren richtig verfolgt habe, dann waren das Hauptproblem die Schauspieler. Die wollten einfach nach 10 Jahren nicht mehr. Kit Harrington, Maisie Williams, Peter Dinklage und Co. In einer SOAP wie GZSZ kann man sowas ja verkraften, da stirbt halt wer oder zieht weg. Bei GoT wäre das nicht möglich gewesen. Und die Figuren neu zu besetzen? Das wäre auch schwierig gewesen. Und dann wollten aber auch HBO und D&D nicht die Fehler machen, die zB bei The Walking Dead gemacht wurden. Hier soll(te) eine Serie möglichst lange gemolken werden. Und wozu das führt, da sind sich fast alle einig. Klar, wenn das alles dazu führt, dass man die Serie jetzt schlecht zu Ende bringt, ist das natürlich auch wieder mehr als unschön.

      Ich muss für mich persönlich aber auch feststellen, dass ich in den letzten 1-2 Wochen viel über GRRM und das Lied gelernt habe, was mir vorher offengestanden nie so klar war. Neben Kritikpunkten an der Folge in Sachen Logik, Taktik etc. war ja ein zentraler Kritikpunkt (und eben auch von mir): da werden die Anderen bzw die WW und der NK von Anfang an als die ultimative Bedrohung "angeteasert" und dann werden die bereits in Folge 3 so "abgefrühstückt". Und auch noch ohne, dass man noch mehr zu den Hintergründen wie deren Motivation etc. erfährt. Ich hätte zB damit gerechnet, dass die Winterfell überrennen, sich einige Überlebende wie Dany, Jon und Co retten und die Endschlacht der Lebenden gegen die Untoten in Kingslanding stattfindet. Jetzt kann ich nur feststellen: obwohl es unzählige Aussagen von GRRM gibt, worum es im Lied geht, waren die bisher an mir irgendwie vorbeigegangen bzw. ich habe sie einfach nicht verstanden. Bei Wikipedia kann man zB nachlesen: "Martin hat wiederholt geäußert, dass für ihn das Leitthema jeder Erzählung das „menschliche Herz im Konflikt mit sich selbst“ sei (the human heart in conflict with itself); nur darüber lohne es sich zu schreiben, wie es William Faulkner bei der Verleihung des Nobelpreises für Literatur ausgedrückt habe. Ansonsten spiele das Genre der Erzählung keine Rolle." (Frage am Rande: hat eigentlich jemand von euch den Eintrag bei Wikipedia geschrieben? ;) ) Die Anderen waren also immer nur Mittel zum Zweck. Es hätten auch Aliens oder sonst was sein können. Es ging immer nur um die Menschen. Und wie die sich angesichts einer so ultimativen Bedrohung verhalten. Halten sie zusammen? Legen sie ihre Differenzen bei? Wie man an Cersei sieht: Nein. Viele denken weiterhin an ihren persönlichen Vorteil. Und so macht dann auch der Vergleich von GRRM der Anderen mit dem Klimawandel Sinn: hier stehen wir, die Menschheit, vor einer riesigen Herausforderung. Und trotzdem kriegen wir es nicht gebacken, uns weltweilt auf eine gemeinsame Strategie zu einigen. Im Gegenteil: es gibt nach wie vor Stimmen, die den Klimawandel leugnen. Trotz aller Beweise. Viele, auch Deutschland, denken zunächst an ihren wirtschaftlichen Vorteil. Und so war und ist es auch in Westeros: Cersei und Co. hat es nicht interessiert, was da oben im Norden passiert. Und als sie dann einen Beweis vor sich hatte, hat das immer noch nicht dazu geführt, einzulenken und sich mit Jon und Co zusammenzutun. Ich stand die letzten 10-20 Jahre echt auf dem Schlauch. Unter dem Eindruck dieser Erkenntnis kann ich also mit dem Ende der Bedrohung durch die Untoten sehr gut leben und freue mich darauf, wie die eigentliche Geschichte endet: was wird aus den uns so ans Herz gewachsenen Menschen? Wie endet das Spiel um Macht, Liebe, Verrat, Intrigen und den Thron? Ich bin mehr als gespannt. Heute Nacht oder spätestens in 8 Tagen sind wir schlauer und die Reise durch Westeros kommt zu einem Ende. Danke GRRM, Danke HBO, Danke D&D, Danke, dass ich auf dieser packenden Reise dabei sein durfte :hail:

      Post was edited 3 times, last by “Jhogo13” ().