Star Wars Diskussionsthread

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      Ich werde wohl warten, bis dieser Teil im TV kommt. Habe auch die anderen beiden Teile erst im TV gesehen. Und Begeisterungsstürme haben beide nicht bei mir ausgelöst.

      hodor wrote:

      Star Wars wird weitergehen, der Mandalorian ist ziemlich gut, besser als dieser Film sogar, vielleicht liegt die Zukunft von Star Wars im TV, da ist es dann auch nicht so bombastisch und konfus.


      Auf den bin ich tatsächlich schon sehr neugierig.
      Ich muss natürlich auch dazusagen, dass die Prequels durch die schlechten Sequels nicht besser werden. Sie bleiben Grütze. Sie haben aber wenigstens eine in sich stimmige, sinnergebende Geschichte erzählt wie Darth Vader und das Imperium entstehen konnten, wenngleich auch da schon die Original-Trilogie relativiert wurde (Midi-Chlorianer).
      Die Sequels hingegen sind ein zusammengewürfelter Haufen Grütze, der von Anfang an Fragen aufwirft, die nie, oder nur äußerst dürftig beantwortet werden.
      Beispiele: Woher kommt die erste Ordnung und woher hat sie die Ressourcen für ihre Armee/Superwaffe? Warum ist die Republic so schwach? Wie ist das verlorene Lichtschwert von Luke in der Kantine gelandet? Woher kommt Snoke? Warum handeln die alten Charaktere out-of-character?
      Die Erklärungen, die dafür auch nur teilweise geliefert werden, sind nicht überzeugend bzw. beschädigen im Nachhinein die Originalfilme und deren Charaktere irreparabel.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.

      SuSansa wrote:

      Ich habe alle elf Filme noch nicht entgültig durchgerankt, aber ich glaube auf dem letzen Platz ist Episode 2 oder Episode 1 und auf dem ersten Platz ist Episode 5

      Auja, Ranking! :D Bei mir sieht das ähnlich aus, wobei mir von den Prequels noch der erste am besten gefallen hat, Rogue One ist noch weit oben bei mir, der hat mir einfach gefallen und war mal was anderes. Mandalorian hat davon gelernt, eindeutig, es kommt streckenweise genauso rüber.

      The Dragonknight wrote:

      Die Sequels hingegen sind ein zusammengewürfelter Haufen Grütze, der von Anfang an Fragen aufwirft, die nie, oder nur äußerst dürftig beantwortet werden.
      Und das war auch schon immer so, dafür haben wir ja die Comics und so (falls jemand auf die Idee kommt, die zu lesen, sie sind nicht gut, die Vader-Serie vielleicht ausgenommen.)
      Mein Hauptproblem mit der neuen Trilogie ist eher, dass sie nicht gescheit koordiniert war. Man muss ja nicht alles planen, aber sich mit Gewalt widersprechen, wie es hier geschehen ist, sollte man auch nicht.
      HODOR !

      Esmeralda wrote:

      SuSansa wrote:

      Fand Kylo Ren um Welten besser als den schrecklichen Anakin Skywalker in der PT.
      Das ist jetzt aber nicht so aussagekräftig. Viel schlimmer als Annakin geht ja fast gar nicht...


      Ja, das stimmt, aber ich wollte jetzt auch ehrlich gesagt, nicht so weit ausholen und am Ende geht das total unter und ich habe es umsonst geschrieben. Ich bin ja schon manchmal faul *zugeb*

      Nein, in der Tat empfinde ich die Rolle des Kylo Rens als sehr große Bereicherung der ST und vermutlich hätte es ohne ihn und den anderen (Rey, Finn und Poe) nie so gut für mich funktioniert. Ich mag seine Zerissenheit, seine inneren Kämpfe, ich liebe den Schauspieler und seine Art, zu spielen, ich bin begeistert über den Mut, einen Schauspieler zu casten, der vom Gesicht her nicht so wie ein Abziehbild-Schönling ist. Das ist ja auch bei Rey nicht so. Das ist in der heutigen Zeit schon mutig, solche Personen zu besetzen - leider. In Episode 8 habe ich besonders die Szene nach Snokes Tod geliebt, als Kylo Ren und Rey zusammen gekämpft haben, ich mochte ihre besondere Verbindung, ich mochte diese leichte erotische Anziehung der beiden (die im krassen Gegensatz zu dieser ktischigen Padme und Anakin Lovestory steht). Also mich hat der einfach total überzeugt.

      hodor wrote:

      Auja, Ranking! Bei mir sieht das ähnlich aus, wobei mir von den Prequels noch der erste am besten gefallen hat, Rogue One ist noch weit oben bei mir, der hat mir einfach gefallen und war mal was anderes.


      Ich weiß, Hodor liebt Rankinglisten. Ich versuche es mal - aber kann sich auch wieder ändern :)


      Episode 5
      Episode 4
      Episode 9
      Episode 8
      Episode 6
      Rogue One
      Episode 7
      Solo
      Episode 3
      Episode 1
      Episode 2

      Glaub ich - weiß nicht. Ist nicht so leicht :D



      The Dragonknight wrote:

      Ich muss natürlich auch dazusagen, dass die Prequels durch die schlechten Sequels nicht besser werden. Sie bleiben Grütze. Sie haben aber wenigstens eine in sich stimmige, sinnergebende Geschichte erzählt wie Darth Vader und das Imperium entstehen konnten, wenngleich auch da schon die Original-Trilogie relativiert wurde (Midi-Chlorianer).
      Die Sequels hingegen sind ein zusammengewürfelter Haufen Grütze, der von Anfang an Fragen aufwirft, die nie, oder nur äußerst dürftig beantwortet werden.
      Beispiele: Woher kommt die erste Ordnung und woher hat sie die Ressourcen für ihre Armee/Superwaffe? Warum ist die Republic so schwach? Wie ist das verlorene Lichtschwert von Luke in der Kantine gelandet? Woher kommt Snoke? Warum handeln die alten Charaktere out-of-character?
      Die Erklärungen, die dafür auch nur teilweise geliefert werden, sind nicht überzeugend bzw. beschädigen im Nachhinein die Originalfilme und deren Charaktere irreparabel.


      Ich glaube, ob jemand lieber die PT oder die ST mag, liegt daran, was er an Filmen so sehr schätzt. Also ich mag halt auch gutes Schauspiel, tolle audiovisuelle Settings und tolle Charaktere. Das krieg ich alles (bedingt) bei der ST, aber bei der PT halt mal so gar nicht. Da krieg ich nur Kopfschmerzen, weil alles so bunt ist. Und die Story ist so wirr und durcheinander, dass ich lieber eine Story wie bei ST habe, die eher oberflächlich ist, aber die ich auch verstehen kann, ohne tausend Semester Star Wars zu studieren.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Als eigentliches Hauptproblem der Sequel-Trilogie empfinde ich, wie auch von RedLetterMedia stellenweise gut herausgearbeitet und hier im Thread bereits mehrfach angesprochen wurde, dass ihr schlicht so etwas wie ein einheitlicher Plan fehlt.

      Zumindest aus meiner Perspektive sind weder Episode 7 noch 8 für sich genommen schlechte Filme (obwohl gerade 8 schon deutliche Schwächen aufweist, z.B. punkto Slapstick-Humor; dafür aber auch die interessanteren Ansätze mit sich bringt als sein Vorgänger), sie passen nur eben nicht zusammen.

      Episode 9 fand ich als Erlebnis wohl am Enttäuschendsten von diesen drei Filmen, da er alles was im 8. Teil aufgebaut wurde, auf fast schon absurde Weise wieder einreisst (z.B. Luke, die Jedis, Reys Eltern) oder schlichtweg ignoriert (z.B. das machtbegabte Kind am Ende von 8). Das Ergebnis ist generisch und fühlt sich unfassbar belanglos an. Der Imperator ist zurück. Wow. Jedis gegen Sith. Nochmals wow. Rey's Eltern sind doch nicht "niemand"? Kollektives Aufstöhnen im Kinosaal. Luke's Kritik an den Jedis? Abgetan in einem Satz: Er hatte einfach Angst.

      Richtig gefallen hat mir hier eigentlich lediglich die Chemie zwischen Kylo Ren und Rey. Auch den respektvollen Umgang mit Carrie Fisher fand ich schön.

      Schade. Mit dem Abschied vom übertriebenen CGI der Prequels, den guten Darstellern (v.a. Adam Driver), etc. wäre ja eigentlich Potenzial vorhanden gewesen. Sehr viel hat man aus der letzten Gelegenheit, die drei Hauptdarsteller der OT nochmals zusammen vor die Kamera zu bekommen, nicht gerade gemacht.
      “I walked away from the Last Great Time War, I marked the passing of the Timelords, I saw the birth of the universe and I watched as time ran out, moment by moment until nothing remained – no time, no space, just ME! I walked in universes where the laws of physics were devised by the mind of a mad man! And I watched universes freeze and creations burn, I have seen things you wouldn’t believe, I have lost things you will never understand!"
      -The Doctor
      Ich kann der Kritik als auch das Lob von Lord Tywin total beipflichten.

      Die ST krankt daran, dass sie nicht von Anfang an als Einheit geschrieben wurde. Mir persönlich gefallen Episode 9 und 8 aber trotzdem noch wesentlich besser als Episode 7. Und ich bestreite auch gar nicht, dass die Filme alle erhebliche Probleme haben (Episode 8 vor allem der Kasinostrang um Rose und Finn sowie der Humor an einigen Stellen / Episode 7 war zu unmutig / Episode 9 vermurkst General Huks und Rose und ist viel zu schnell im Pacing). Sie gefallen mir halt aber trotzdem gut, weil die Figuren interessant sind, die Filme Schauwerte haben, die Schauspieler gut sind.

      Ich glaube, es kommt wirklich darauf an, was man an einem Film schätzt. Wer eine konsistente Story besonders an einem Film schätzt, der wird mit der ST niemals glücklich. Natürlich nicht, weil es die nicht gibt. Aber ich schätze halt andere Dinge an Filmen.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Mein kurzes Fazit... Plant so eine Trilogie im Voraus. Mit einer "Vision", und den gleichen Verantwortlichen. So waren die mMn wirklich überzeugenden Schauspieler verschwendet.
      Wie Mr. Rich Evans ganz richtig festgestellt hat: "wasted potential".
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

      SuSansa wrote:

      Ich glaube, es kommt wirklich darauf an, was man an einem Film schätzt
      Bei mir ist Star Wars einerseits eine Gelegenheit, den 13-jährigen Hodor rauszulassen, (und ich bin sehr froh darüber, dass ich das kann), und andererseits guck ich es auch immer gesellschaftsbezogen. Bei der Sequeltrilogie fällt mir die Beliebigkeit auf, wie in einem Superheldenfilm wird nicht mehr richtig gestorben, sondern gleich wiederauferstanden, Tausende Sternzerstörer erheben sich mit einer Handbewegung usw. - dafür haben wir eine zentrale, coole weibliche Hauptfigur, die nicht im Bikini in Sklavenketten rumhängen muss.
      Mein Ranking sieht etwa so aus:
      5-4-R One-6- 8-9-7- Solo-1-3-2.
      HODOR !

      Post was edited 1 time, last by “hodor” ().

      Interessante Ansichten zu dem neuen Film und gut auch beide Seiten zu lesen. Irgendwie bleibt es dabei, die neue Trilogie hinterlässt nichts bei mir, ich habe schon fast wieder die Hälfte vergessen was im Film passierte, die Half-in-the-Bag-Review habe ich mir aber trotzdem mit Freude angeschauen. Ich kann diesen Eindruck mit dem fehlenden Plan und den gegeneinander widersprechenden Regisseuren auf jeden Fall bestätigen. Für mich macht aber schon Episode 7 viel zu viel falsch, indem es einfach nur Episode 4 kopiert. Leichte Referenzen wären hier vielleicht besser gewesen, z. B. muss es nicht wieder der Millenium Falcon sein, den kann man auch kurz zeigen und dann versuchen ein neues Schiff einzuführen.
      Für mich hat sich Star Wars jetzt dennoch so gut wie erledigt, ich schaue mir höchstens noch die alten Filme an, wenn ich mal in Stimmung dafür bin, werde aber wohl zukünftig für neue Star Wars Filme nicht mehr ins Kino gehen. Habe ich ja bereits bei Solo so gemacht.

      Moash_B4 wrote:

      Leichte Referenzen wären hier vielleicht besser gewesen, z. B. muss es nicht wieder der Millenium Falcon sein, den kann man auch kurz zeigen und dann versuchen ein neues Schiff einzuführen.


      Besonders weil der Falke durch jede Menge Zufälle in die Handlung eingebaut wurde. Wenn wenigstens Han Solo den in die Handlung eingebracht hätte, dann wäre das irgendwo schlüssig gewesen. Er hat ihn halt all die Jahre behalten, aber es sind ja Rey und Finn, die ganz zufällig dieses Raumschiff finden und damit fliehen und dann ausgerechnet auf Han Solo treffen.

      Im Film "Solo" ist das noch unerträglicher. Deswegen ganz gut, dass du den nicht gesehen hast. Da erfährst du dann zu allen Sachen, die Han Solo in Episode 4 - 6 besitzt eine super tolle Geschichte, das geht sogar so weit, dass erläutert wird, warum er "Solo" heißt und wie er zu seiner Weste kommt, die er in Episode 4 trägt. :golly:
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Solo ist ganz unterhaltsame FanFiction.

      Aber wie Susansa es schon ausgeführt hat, besitzt er unglücklicherweise den Anspruch, fast die gesamte Vorgeschichte von Han Solo in einem einzigen Abenteuer zu erklären, was die Figur leider deutlich entmystifiziert (falls man den Film im Kopf als Kanon akzeptiert, was ich nicht kann). Ich hätte es deutlich besser gefunden, wenn man statt einer eigentlichen Origin Story, einfach irgendein Abenteuer in Hans langem abenteuerlichen Leben portraitiert hätte; von mir aus hätte es auch das erste Zusammentreffen mit Chewbacca sein können, dieses fand ich eigentlich ganz charmant dargestellt.
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      -The Doctor
      Was ich ebenfalls als eine ganz deutliche Schwäche empfunde habe, war de schauspielerische Leistung unserer Khaleesi und wie man vielleicht oben in meinen Beiträgen herauslesen konnte, ist mir das an einem Film sehr wichtig, um mich in eine Figur hineinfühlen zu können. Die Schauspielerin, die auf mich einen sehr sympathischen Eindruck macht, hat mich leider nur als Dany überzeugt, in all den anderen Filmen fand ich sie scheußlich, sowohl in Solo als auch dieses Liebesdrama "me before you". Und man hat es ja an sich auch am Zusammenspiel mit Kit Harrington gesehen. Romantische Liebe, tiefgreifende Gefühle für eine Figur scheint sie nicht gut darstellen zu können, während sie mich als Befehlshaberin einer großen Armee oder im Zusammenspiel mit den Drachen schon überzeugt hat. Ich fand es ganz grauselig sie an Hans Seite zu sehen und zu denken, dass das Leias Vorgängerin sein soll. Wohin gegen ich die Darstellung von Hans Darsteller sehr viel mehr überzeugt hat, als die weitläufige Meinung ist. Sicher hat er versucht Harisson Ford zu kopieren, aber ich fand es durchaus erstaunlich, wie oft es ihm gelungen ist, dass ich tatsächlich geglaubt habe, den jüngeren Han zu sehen.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      So, ich hab den letzten Film jetzt auch gesehen. Zur Vorbereitung habe ich die zwei Tage vorher TFA und TLJ angesehen.

      Und was soll ich sagen: ich mochte ihn. :pardon: Ich würde mich zwar als Star Wars Fan bezeichnen, kenne aber weder irgendwelche Hintergrundgeschichten noch Bücher o.ä., nur die OT und die PT. Den Abschluss, den die ST nun bekommen hat, finde ich angemessen. Es war nicht alles rund, die Enthüllung um Hux ist ja mal komplett verschenkt, aber im Großen und Ganzen kann ich gut damit leben. Die Schauspieler sind toll, die Bilder teilweise grandios (der Kampf Rey/Ren auf dem Todesstern) und das Ende zwar erwartbar "happy" aber das war es ja auch schon zuletzt. Der Fanservice war für mich noch erträglich. Am Ende musste ich tatsächlich ein Tränchen verdrücken.

      Eine Frage habe ich aber noch an die Experten unter euch: was hat es mit dem gelben Lichtschwert am Ende auf sich?
      "Let me tell you something about wolves, child. When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies, but the pack survives." -Eddard Stark

      WinterIsComing wrote:

      Eine Frage habe ich aber noch an die Experten unter euch: was hat es mit dem gelben Lichtschwert am Ende auf sich?
      Show Spoiler
      Rey hat aus ihrem Stab den ersten goldenen Lightsaber seit mythischen Zeiten gebaut.
      Es gab wohl solche zu Zeiten der Knight of the Old Republic, aber das hab ich auch nicht gelesen, ich hab ein paar Podcasts zum Film gehört von Experten.
      (Bei den Fans scheint der Film nicht so sehr zu spalten wie Last Jedi, das ist schon mal ein Fortschritt. Ich denke, langfristig wird der Film besser dastehen als im Moment.)
      HODOR !
      Für mich ist TLJ der bessere Film, er hatte immerhin ein Thema, und war eindeutig mutiger und interessanter. Die Ausführung war natürlich ausbaufähig.

      Das Video hier trifft ROS ganz gut, denke ich.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Wie ich diese "über-analysieren" Videos gelernt habe zu hassen, aber das Netz ist ja aktuell voll davon, bei jedem populären Film/Serie.
      Ich schaue mir das nicht mehr an.

      Zum aktuellen Film ist ja eigentlich alles schon gesagt worden. Ich persönlich bin mit dem Ende von EP9 und der Auflösung der Skywalker-Saga so zufrieden. Ja es ist wieder eine Ähnlichkeit zu EP6 da, aber ich finde trotzdem, dass das so passt.
      Das direkte Bashing von EP8 war etwas zu viel, aber stört mich nicht wirklich, da EP8 massiven Schaden angerichtet hat. Der Slapstick-Humor ist da sogar noch das geringere Übel. Aber wie der Film das gesamte und eigentlich riesige Starwars Universum zusammenschrumpft auf eine völlig hirnlose "Verfolgungsjagd" und die Rebellion am Ende mit ganzen 15 Leuten auf dem Falken noch existent ist, ist einfach irre.
      Der größte Fehler der aktuellen Trilogie ist, wie auch schon mehrfach angemerkt wurde, dass man anscheinend keinen durchgehenden Plan hatte. Wie sowas passieren kann, ist mir absolut schleierhaft. Das geht gar nicht. Völliger Wahnsinn bei so einem Franchise. Da muss doch für die Gesamtstory und die Hauptfiguren der grobe Handlungsstrang komplett vorliegen bevor auch nur einen Drehtag von EP7 startet.

      Ich hab mir im alten Jahr mal noch die Episoden 1-3 nach langer Zeit wieder angeschaut. Gott war das stellenweise schlimm. Ich dachte eigentlich, naja so übel wie nun alle sagen, war das doch damals alles nicht, aber holla. Episode 1 ist schonmal grauenhaft gealtert. CGI aus der Hölle. Vor allem alles was auf Naboo stattfindet.
      Dann sämtliche Dialoge mit Anakin. Da rollt es einem die Fußnägel hoch. Die erste Hälfte von Ep3 Palpatine-Anakin, ganz schlimm. Ich frage mich, wie das auf jemanden wirkt, der Episode 4-6 noch nicht kannte zu dem Zeitpunkt. Die 2. Hälfte von EP3 fand ich dann sogar ganz gut.

      Was aber funktioniert in der Trilogie ist das worldbuilding, der Senat, unterschiedliche Völker, die nicht nur als Cantina-Gimmick vorkommen, ein großes und bewohntes Universum. Da hatte EP7 schon versagt mit diesem Angriff der Starkiller-Base, wo dann auf einmal alle relevanten Orte und Planeten in Sichtweite zueinander in einem Sonnensystem liegen, aber EP8 hat es dann auf die Spitze getrieben.

      Ajantis wrote:

      Wie ich diese "über-analysieren" Videos gelernt habe zu hassen, aber das Netz ist ja aktuell voll davon, bei jedem populären Film/Serie.
      Ich schaue mir das nicht mehr an.


      In den Videos wird auch oft die Emotion vergessen. Es wird deutlich gemacht, aus welchen Gründen ein Film schlecht ist, dabei wird aber vergessen, dass ein Film nicht nur mathematisch nach Werkzeugen bewertet wird, sondern auch mit dem Gefühl, das beim Zuschauer ausgelöst wird.

      Ich kann einen "guten" Film trotzdem super langweilig oder anstrengend finden und ein "schlechter" Film unterhält mich und macht mir Spaß. Filme sind wie Bücher, Musik oder Gemälde Kunst und die kann nicht nach klar kalkulierten Regeln bewertet werden oder zumindest nicht nur alleine.


      Ajantis wrote:

      Der größte Fehler der aktuellen Trilogie ist, wie auch schon mehrfach angemerkt wurde, dass man anscheinend keinen durchgehenden Plan hatte. Wie sowas passieren kann, ist mir absolut schleierhaft. Das geht gar nicht. Völliger Wahnsinn bei so einem Franchise. Da muss doch für die Gesamtstory und die Hauptfiguren der grobe Handlungsstrang komplett vorliegen bevor auch nur einen Drehtag von EP7 startet.


      Ich verstehe es auch nicht. Bei Marvel wird ja auch alles vorher durchgeplant und da steckt auch Disney dahinter. Oder hatten sie bei Marvel einfach mehr Glück, dass es am Ende gut durchgeplant wirkt?
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Ich kann mit Rise of Skywalker leider nicht viel anfangen.

      Mir hat an dem Film oft die Charakterentwicklung und Motivation gefehlt, die in der Vergangenheit so viel besser funktioniert hat.
      Der Film ist wahnsinnig Plot-getrieben - "Hole den Schlüssel, für die Kiste in der erneut ein Schlüssel ist der zum Schloss führt" - ohne dabei zu überraschen.
      Und für jedes Hindernis auf dem Weg, findet magisch eine Antwort (Heilfertigkeiten, ein Geh-Aus-dem-Gefängnis-First-Order-Chip).
      Dazu erlaubt sich der Film noch ein echt beachtlicher Berg an Plotholes. Angefangen bei der riesigen Armee, über die Dolch-Karte oder auch die sich ständig widersprechenden Pläne des Antagonisten.

      Die Charaktere und ihre Motivationen musste dabei allesamt in der Hintergrund treten.
      Das war eine der Stärken von Last Jedi, auch wenn der Film seine ganz eigenen Probleme hat.
      Show Spoiler

      Poe
      Poe wird zum General befördert, doch die neue Position verlangt nichts besonderes von ihm ab. Er macht einfach seinen Buddy Fin zum Co-General und ballert sich durch.
      Dabei war gerade im letzten Film doch die Lektion für ihn, dass es nicht reicht seine Feinde zu besiegen, wenn die eigenen Opfer dafür zu groß sind.

      Rey
      Der Konflikt in Rey ob sie zur "dunklen Seite" hingezogen werden kann, ist eines der wenigen Themen, die sich durch die Trilogie ziehen.
      In TLJ begibt sich Rey freiwillig (entgegen Lukes Warnung) in den "dunklen Pool", weil sie glaubt dort eher Antworten auf ihre Fragen zu finden.
      Die Enthüllung, das Reys Herkunft völlig unbedeutend sei, war für mich eine der besten Auflösungen, weil es hieß, dass Rey ganz ungeachtet ihrer Herkunft wählen kann.
      Doch ROS, macht hier leider eine Rückwärtsrolle und nun kommt der Konflikt nicht mehr aus Rey und ihren Ängsten und Wünschen heraus. Stattdessen kämpft sie wieder gegen ein mögliches "Schicksal" an, dass sie befürchtet.

      Kylo Ren
      Kylo war für mich eine der spannendsten Figuren der Trilogie. In TFA lehnt er seine Familie ab und will in die Fußstapfen seines Großvaters treten. Soweit, dass er sich seine eigene "Maske" baut. In Last Jedi merkt er, dass dieser Weg für ihn nicht klappt und zerstört erst die Maske und dann seine Verbindung zu Snoke.
      Für mich war es unverständlich, wieso Kylo überhaupt nach Palpatine sucht, geschweige denn, wieso er sich ihm unterwirft? Diese Rückwärtsentwicklung hat sich dann deutlich in der wiederhergestellte Maske widergespiegelt.


      Viele haben es hier bereits geschrieben, die neue Trilogie fühlt sich nach einer Sammlung von drei Einzel-Filmen an, denen es an einer gemeinsame Vision mit rotem Faden fehlt.
      Sicher wird der große, mediale Aufschrei nach Last Jedi nicht unschuldig daran gewesen sein, welche Richtung Rise of Skywalker eingeschlagen hat.
      “I may be just a schoolgirl... But now, I'm a schoolgirl with a giant robot!” - Iori Fuyusaka
      Dazu erlaubt sich der Film noch ein echt beachtlicher Berg an Plotholes.


      Der Film ist Käse. Fast so viel Käse wie Loch.


      Klein-Karl geht in die vierte Klasse, leidet unter ADHS und ist in der Schule der allseits müde belächelte Klassenclown. Erschreckenderweise greift Klein-Karl eines Tages in Papas Koks-Schublade und beschließt im Drogenrausch ein Drehbuch zu schreiben.
      Um die Aneinanderreihung von wirren Action-Einlagen, MacGuffins und Deus-Ex Sequenzen nicht unnötig zu unterbrechen, spielt sich der gesamte nennenswerte Plot in hektisch ausgekotzten Erklärbärdialogen ab. Bei der Schilderung der Rebellion greift Klein-Karl auf seine persönlichen Erfahrungen aus dem Ministrantenlager zurück. Das Ministrantenlager war deutlich besser organisiert als die Rebellion, allerdings war Klein-Karl traurig weil er nie die Häuptlings-Orange halten durfte. Deswegen darf in seiner Fassung des Films jeder die Orange halten. Du bist General und DU bist General, wir sind ALLE General! Klein-Karl freute sich über seine perfekte Welt, in der sich alle nach sehr kurzer Zeit sehr, sehr liebhaben.
      Einfach so. Es muss keinen Grund haben.
      In einer perfekten Welt sollte es keinen Grund brauchen.

      Es wird deutlich gemacht, aus welchen Gründen ein Film schlecht ist, dabei wird aber vergessen, dass ein Film nicht nur mathematisch nach Werkzeugen bewertet wird, sondern auch mit dem Gefühl, das beim Zuschauer ausgelöst wird.


      Brechreiz. Langeweile. Der Schmerz, kostbare Lebenszeit verschwendet zu haben.


      So weh es tut, ich fand die Prequels tatsächlich ebenfalls besser. Obwohl ich Kylo tatsächlich für den haushoch besseren Grauenwicht halte. Trotz aller Schrottigkeit waren de Filme wenigstens in sich schlüssig. Imperium und Rebellion stellten sich nicht dar, wie Dick und Doof die acht Stunden lang mit Gurken aufeinander eindreschen.
      I have been despised by better men than you.