Diskussion zum 1.Teil Die Herren von Winterfell

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      Diskussion zum 1.Teil Die Herren von Winterfell

      Hi ich wollte einfach mal eine Frage einwerfen und ich wollte gerne wissen ober ihr sie passend als Diskusionsfrage findet :)
      Am Ende des ersten Teil trängt der König Erddard die Hand zu werden. Denkt ihr das es berechtigt ist oder er es nur macht weil er sein Freund ist.
      Es ist ein Freund, den er seit Ewigkeiten nicht gesehen hat, muss man ja auch mal dazu sagen. :D
      Ich halte seine Wahl aber trotzdem für berechtigt. Als Hand braucht Robert jemanden, dem er absolut vertrauen kann, der in seinem Namen spricht.
      Ned ist absolut integer, vertrauenswürdig, ehrenhaft (schon zu ehrenhaft für Robert, wie sich ja später noch zeigt... ).
      In seinem Umfeld ist sonst niemand, der sich derartig für die Position eignen würde.
      I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".
      Roberts Problem ist, dass er (bzw. Jon Arryn) zugelassen hat, dass der Rat und sogar die Königsgarde aus zu vielen unzuververlässigen Personen bestehen. Daher braucht Robert ein Gegengewicht, welches er so nur in Eddard finden kann. Wenn er seinen Hof im Griff hätte, wäre denke ich Tywin die beste Wahl gewesen.
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      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont
      Unter den gegebenen Umständen war Ned meiner Meinung nach alternativlos für Robert als Hand.

      Ich persönlich habe Ned nicht für eine gute Wahl gehalten, trotz der Eigenschaften die Esmeralda aufgeführt hat (und die ich gerne bestätigen möchte). Ned war wie ich finde im Reich zu wenig vernetzt und gefühlt zuwenig Staatsmann für die große Bühne. Nicht, dass es an Empathie oder Autorität gemangelt hätte aber ich hatte immer das Gefühlt, dass Ned zu sehr im Norden verankert ist mit seinen Gedanken, Sitten und Bräuchen.

      Stannis hätte ich mir noch gut vorstellen können.
      Ich sehe es auch als Problem, dass Ned in einer Situation an den Hof kam, in welcher die einen inkompetent oder desinteressiert waren, während die anderen den großen Knall vorbereitet haben. Dem war er mit seinen Eigenschaften natürlich nicht gewachsen. Zu einer anderen Zeit hätte Ned denke ich zumindest eine passable Hand abgeben können.

      Stannis... Ich halte ihn für keinen sonderlich geeigneten Alltagspolitiker, aber zumindest ist er pflichtbewusst und effizient. In der vorherrschenden Situation wäre er aber wahrscheinlich ebenfalls untergegangen, und sein Verhältnis zu Robert ist ja auch eher angespannt gewesen.

      Und noch willkommen im Forum, KingKarnja (danke für die Loorbeeren) und Casedie. ;)
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      Ich sehe es schon auch ein bißchen so, dass Robert Ned in erster Linie zur Hand gemacht hat wegen der persönlichen Freundschaft und des Vertrauens und weniger wegen seiner staatsmännischen Fähigkeiten (wiewohl anzuzweifeln ist, ob Robert überhaupt die Gabe hatte, solche in anderen Menschen zu erkennen).

      Wenn er schon seinen eigenen Bruder Stannis nicht mochte und mit Recht Renly nichts zutraute, bleibt wenig übrig. Die anderen hohen Häuser waren im Bürgerkrieg nicht auf seiner Seite, und fielen daher aus dem Vertrauensraster raus.

      Eine mögliche Wahl wäre noch Kevan Lannister gewesen (Tywin war wohl eine gute Hand, aber doch zu machtlüstern und ehrgeizig).

      Loyal, im Gegensatz zu Ned mit Kings Landing vertraut und mit einer gewissen Autorität bei Tywins Kindern, hätte das, aus dem direktem Einflußbereich seines Bruders entfernt, funktionieren können.
      Dann wären freilich niemals Lannisters in Winterfell aufgetaucht, die Dinge hätten nicht ihren Lauf genommen und uns wäre allen langweilig. ;)
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Post was edited 1 time, last by “ssnake” ().

      Das Problem mit Kevan ist in meinen Augen dasselbe wie mit Tywin: Die Lannisters sind einfach schon zu stark am Hof vertreten. Seine Frau, seine Leibwache (und damit meine ich nicht nur Jaime), seine Knappen, sein Großmaester... Wenn Robert seinen Hof im Griff hat, dürfte Tywins Ehrgeiz durchaus ausgebremst werden, während Tywins Effizienz sich sehr produktiv auswirken dürfte.

      Robert braucht in der Situation, in welcher er selber seine Isolation spürt, einfach einen Mann seines Vertrauens, und da haben er und Arryn den Fehler gemacht, nicht rechtzeitig vorzusorgen.

      Edit.: Sämtliche Ämter im Kleinen Rat mit Ausnahme das des Regenten düften Männern vorbehalten sein.
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      Das ist halt auch wieder die Sonderstellung Dornes. In den restlichen Königslanden dürften die Qualifikationen der Frauen maximal zum Wirtschaften reichen. Asha könnte zwar sicher einen passablen Meister der Schiffe abgeben, aber sie ist auch eher eine Ausnahme für die Eiseninseln. Außerdem ist der Meister der Schiffe schon wieder ein militärisches Amt und da kann sieht es mit Frauen in hohen Positionen eher schlecht aus.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Ich dachte immer, das sei absichtlich "etwas anstößig", sie als Bastard und Frau zu dieser Vertretung zu ernennen, um die Hauptstädter zu ärgern.
      ignis aurum probat, miseria frontes viros
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      Das Feuer prüft das Gold, das Unglück den Starken

      Esmeralda wrote:

      Ser Arthur Dayne wrote:

      Sämtliche Ämter im Kleinen Rat mit Ausnahme das des Regenten düften Männern vorbehalten sein.
      Nymeria Sand ist allerdings auf dem Weg nach KL, um den Platz ihres Vaters einzunehmen. Wobei der ja auch kein offizielles Amt innehatte, sondern eher als Ratgeber diente.

      Daher bezog ich mich ja auf die Ämter und nicht den Kleinen Rat an sich. ;) Weitere Frauen im Rat dürften Alyssa Velaryon als Regentin für Jaehaerys I. (auch wenn es den Rat damals noch nicht ganz so formal gab) und Jeyne Arryn als eine von sieben Regenten für Aegon III. gewesen sein. Elaena Targaryen hat offenbar in Wahrheit das Amt des Meisters der Münze ausgeführt, welches offiziell ihr Gemahl Ronnel Penrose innehatte. Und natürlich Cersei als Regentin für Joffrey und Tommen.
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      Weil wir gerade etwas allgemein sind.
      Ich finde es irgendwie sehr seltsam, das sich Robert so einen intriganten Haufen als Rat erschaffen hat. Ok Martin versucht es plausibel zum machen und erklärt wie der eine oder andere an diese Position gekommen ist, aber trotzdem ist Robert doch quasi auf Kriegsfuß mit jedem am Hof.
      Ok Robert ist nicht zum regieren geschaffen, das wird ja klar, aber das er außer Jon Arryn und dann halt Ned so gar keinen loyalen Freund hat am Hof hat, erscheint mir trotzdem nicht logisch, vor allem da er ja doch einige Jahre regiert, ob er es mag oder nicht.
      Und wenn es ihm an dem Punkt alles so egal gewesen wäre, dann hätte er sich doch auch nicht auf den weiten Weg nach Winterfell gemacht, sondern hätte auch da eine einfachere Lösung gesucht.
      Ich glaube Robert ist sich dem nicht bewusst: 2 Mitglieder sind seine Brüder, welcher er höchstwahrscheinlich vertraut, Varys ist in seinen Augen sicher einfach sehr effektiv, Littlefinger schafft immer genug Geld her, wahrscheinlich reicht ihm das und als Großmaster ist Pycelle auch nicht so einfach austauschbar. Ich persönlich finde die Königsgarde viel schlimmer.
      Ich hatte den Eindruck, dass Robert die Problematik seines Rats bzw. der Keyplayer um ihn herum schon bewusst ist, aber er schlicht zu bequem ist um das offen anzugehen. Ich würde nicht sagen, dass er Angst hatte aber zum beispiel die offene Konfrontation mit Lannisters ist im deutlich unangenehm. Ich glaube das ist mit ein Grund warum Ned dann die Hand werden sollte (aus seiner Sicht).

      Post was edited 1 time, last by “KingKarnja” ().

      Wenn sich Robert schon (mit Recht) von Lannisters umzingelt fühlte, dann war er allerdings zusätzlich auch noch dumm genug, Neds Abscheu gegenüber den Lannisters zu unterschätzen.

      Was Robert (neben einem treuen und gutem Freund) vermutlich wollte, war ein Gegengewicht zu den Lannisters zu schaffen, aber dass das ganze mit Eskalation endete, war eigentlich abzusehen. (Zumindest für Varys.)

      Mir ist im übrigen aufgefallen, dass ich bei den möglichen loyalen Hohen Häusern die Tullys vergessen habe, aber da kam ja wirklich keiner in Frage. Hoster Tully war ja noch älter als Arryn, sein Sohn ein Schwachkopf und sein Bruder - nun ja, der hatte es halt nicht so mit den hochadeligen Pflichten, obwohl vom Verstand her sicher eine brauchbare Hand.
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      KingKarnja wrote:

      Ich hatte den Eindruck, dass Robert die Problematik seines Rats bzw. der Keyplayer um ihn herum schon bewusst ist, aber er schlicht zu bequem ist um das offen anzugehen.

      Ich denke er war sich der Situation schon bewusst,
      I am surrounded by flatterers and fools. It can drive a man to madness, Ned. Half of them don't dare tell me the truth, and the other half can't find it. There are nights I wish we had lost at the Trident. Ah, no, not truly, but …"

      ...nicht aber der Ernsthaftigkeit seiner Lage und auch nicht darüber,dass er da da wirklich in Gefahr schwebte.
      Robert groaned with good-humored impatience. "If I wanted to honor you, I'd let you retire. I am planning to make you run the kingdom and fight the wars while I eat and drink and wench myself into an early grave." He slapped his gut and grinned. "You know the saying, about the king and his Hand?"

      Seine Wahl fiel auch meiner Meinung nach auf Ned,um einfach nach dem Tod von Jon Arryn jemand Vertrauten um sich zu haben.Ned war ihm ja anscheinend näher,als es seine Brüder je waren.

      ssnake wrote:

      Wenn er schon seinen eigenen Bruder Stannis nicht mochte und mit Recht Renly nichts zutraute, bleibt wenig übrig.

      Ich weiß nicht,ob er in seinen Brüdern nicht doch brauchbare Ratsmitglieder gefunden hätte,wenn denn das Verhältnis zueinander besser gewesen wäre.Ich halte Renly keineswegs für unbrauchbar und Stannis wäre eventuell durch mehr Anerkennung nicht zu dem verbitterten,unsympathischen Menschen geworden,als der er sich zeigte,mit der von Arthur genannte Effizienz und dem Pflichtbewusstsein halte ich ihn für keinen schlechten Ratgeber.
      Dennoch halte ich sowohl Stannis als auch Eddard von ihren Eigenschaften her als Hand für irgendwie nicht diplomatisch genug,während ich da Tywin und auch Kevan für den Job an sich ideal fände,natürlich ganz ohne diese Verwicklungen und idealerweise,wenn der Thron von einem Lannister besetzt wäre.

      KingKarnja wrote:

      Ich würde nicht sagen, dass er Angst hatte aber zum beispiel die offene Konfrontation mit Lannisters ist im deutlich unangenehm.

      Wie unangenehm,sieht man sehr deutlich in der Situation,als Arya mit Joffrey aneinander gerät und Cersei beschließt sich aus Lady einen Pelz machen zu lassen...
      All Ned could do was take her in his arms and hold her while she wept. He looked across the room at Robert. His old friend, closer than any brother.
      "Please, Robert. For the love you bear me. For the love you bore my sister. Please."
      The king looked at them for a long moment, then turned his eyes on his wife.
      "Damn you, Cersei," he said with loathing.
      Ned stood, gently disengaging himself from Sansa's grasp. All the weariness of the past four days had returned to him.
      "Do it yourself then, Robert," he said in a voice cold and sharp as steel. "At least have the courage to do it yourself."


      ssnake wrote:

      Hoster Tully war ja noch älter als Arryn, sein Sohn ein Schwachkopf

      Was macht denn Edmure in deinen Augen zu einem Schwachkopf?Gutmütig,ja...aber warum ein Schwachkopf?
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      Doch es ist Zeit für mich zu lernen, dass nichts für immer bleibt, sowohl das, was gut tut, als auch das, was schmerzt.

      Post was edited 1 time, last by “onyx” ().

      Jon Arryn war etwa 15 Jahre älter als Hoster Tully.
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      Danke, Ser Arthur, aber woher hast du das? (Nicht, dass ich es dir nicht glaube, aber du verblüffst mich mal wieder). Wird das in einem Sansa-Kapitel erwähnt?

      Was Edmure zu einem Schwachkopf in meinen Augen macht?

      1. Das Ausrücken auf eigene Faust gegen die Lannisters, was den Plänen von Robb zuwiderhandelte. Ohne Edmures eigenmächtiges Handeln hätte Stannis Kings Landing eingenommen und die Red Wedding hätte es nie gegeben.

      2. Er hinterfragte nie, was das recht billige Versöhnungsangebot der Freys zu bedeuten hatte. (In der Hinsicht war Robb auch ein Trottel.) Ihm ging es immer nur darum, keine zu häßliche Braut zu kriegen, und als dann in Gestalt von Roslin doch unerwarteterweise ein ziemlicher Feger auftauchte, war für ihn ab dem Zeitpunkt alles nebensächlich. Gerade als Sohn und Erbe von Hoster Tully hätte er den Freys nie weiter trauen dürfen, als er sie werfen kann.

      Für mich gehört er doch zu der im Lied nicht gerade selten auftauchenden Spezies der Triebgesteuerten. Kommt schön raus, als er per Zufall Jaime Lannister an der Flucht hindern kann. Warum? Weil er gerade wieder von einem Frauenabenteuer heimlich nach Riverrun zurückkehrt. Wie leicht er von diesem übrigens zur Herausgabe von Riverrun überredet wird, spricht auch nicht unbedingt für ihn.

      Eine erstaunliche Paralelle zu Theon bis zu dessen Gefangennahme. Nur dass im Gegensatz zu Theon Edmure als einzig logischer Erbe von Beginn an der innere Konflikt fehlt.
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