Daenerys Targaryen

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      Danaerys hat nicht versucht den Dothraki Vergewaltigungen und Morde zu untersagen.




      Die Darlegung der Motivation weshalb sie Herrschaft anstrebt, ist keine Widerlegung ihres Strebens nach Herrschaft.


      ... Es macht aber durchaus einen Unterschied, ob man herrschen möchte, um Sklaven zu befreien und Gewaltexzesse zu beenden oder ob man einzig und allein um des Herrschens willen die Regentschaft anstrebt. Im Falle von Daenerys habe ich BELEGT, dass es ihr um die Befreiung von Sklaven und Opfern von Gewalt etc. ging - und dass ihr dieses Anliegen wichtiger war, als ihre Invasion in Westeros zu beginnen.

      So, das war genug für heute... Gute Nacht.
      Danaerys hat nicht versucht den Dothraki Vergewaltigungen und Morde zu untersagen​.


      Bitte nicht aus dem Kontext gerissen zitieren. Wir unterhalten uns über die Szene, als Danaerys tatsächlich genug Macht hatte gegen die Dothraki vorzugehen sie sich aber definitiv trotz potentieller Risiken für Westeros lieber einverleiben wollte. Dass sie als Khaleesi nicht viel mehr tun konnte, als eine kleine Frauengruppe unter ihren Schutz zu stellen, habe ich ihr nicht vorgeworfen.
      Zeitgleich ist sie schwanger mit dem Hengst-der-die-Welt-besteigt-und-sie-garantiert-nicht-vorher-um-ihr-Einverständnis-bitten-würde. Khal Drogo lässt Dany aus Zuneigung und Stolz über ihre Schwangerschaft ihre "Grillen", hat aber sicherlich nicht vor ihretwegen die Kultur der Dothraki zu revolutionieren - dennoch ist sie ihm bedingungslos zugeneigt.

      Danaerys möchte Yunkai regieren, weil sie sich selbst für die Stadt für die beste Option hält. Sie möchte auch Westeros regieren, weil sie sich für seine beste Option hält. Ich schreibe auch sehr gern zum dritten mal, dass ihre Motivation an ihrem Hauptmotiv des Herrschaftsstrebens nichts ändert dem sie alle anderen Handlungen unterwirft.

      Gute Nacht.


      *winkt*
      I have been despised by better men than you.
      Aber wer macht die nicht?


      Ja jeder! Mir ist vor einer Stunde die Gabel runtergefallen. Zack, zehntausend Meereenser tot.
      Aber heule ich deswegen rum?
      Selbstverständlich!
      Hat jemand gesehen, wo mein Löffel hingefallen ist?
      I have been despised by better men than you.

      Thinkerbelle wrote:

      Ich bewundere deine Nerven! Ich bin bei Denaeris völlig deiner Meinung, aber gabe nicht den Nerv das hier immer und immer wieder zu erklären. Für mich ist das so sonnenklar, dass Dany Gutes im Sinn hat und dabei eben mal Fehler macht. Aber wer macht die nicht?


      Die Diskussion über Daenerys geht mittlerweile auch schon seit fast einem Jahr. ^
      Sie ist letztes Jahr während der siebten Staffel entbrannt und zieht wohl noch immer ihre Kreise. Damals hieß es noch wer sei schlimmer, Daenerys oder Cersei. :D

      Ich denke das die meisten die hier Daenerys so verurteilen, oft auch die sind, die die Bücher bereits gelesen haben. Und die Buch-Dany soll ja um einiges "schlimmer" sein als die Serien-Variante. Da ich nur die Serien-Dany kenne, kann ich ihr handeln zum großen Teil schon nachvollziehen. Da gibt es wesentlich schlimmere Charaktäre als die kleine Dany.

      Maegwin wrote:

      Wah. Ich habe gerade den gesamten Danaerys-Strang in der Serie nachgelesen. Wenn ich acht Jahre lang rhythmisch mit dem Kopf gegen die Wand schlage, ist dieser Haufen Drachendung vielleicht auch mal wieder vergessen.


      Warum tust du sowas? Masochistisch veranlagt?

      Daenerys I wrote:

      Ähm, doch: Ich habe belegt, dass Daenerys die Befreiung von Sklaven sowie die Friedenssicherung in der Wertigkeit weit über die von ihr seit Jahren angestrebte Herrschaft in Westeros stellt.


      Ich habe da von Dany immer eher so ein Bild im Kopf, dass sie sich nicht so recht traut, nach Westeros zu gehen, wenn sie es nicht einmal schafft, in Mereen für geregelte Verhältnisse zu sorgen. Es ist so eine Art Übungsprojekt für sie. Ja, das Mitleid mit den Sklaven kommt schon noch mit dazu. Ich würde auch nicht sagen, dass sie ein Antagonist ist.
      Es wird interessant, wenn sie erfährt, wer Jon wirklich ist. Ich glaube nämlich nicht, dass sie sich freiwillig zurückstellen wird.


      Den Kritikern geht es eher um "nervtötend" als um "schlimm". Jar Jar Binks schlägt auch mehr Hass entgegen als Darth Vader.


      Oh ja! Der Vergleich ist ganz gut!

      Maegwin wrote:

      Fehler

      Das beweist gar nichts. Ich teile mein Benutzerkonto mit ein paar Hohlbirnen, für die ganzen Fehler bin ich nicht verantwortlich. Es sind sehr viele Fehler, da die Hohlbirnen 95% der "Beiträge" geschrieben haben. Ich bin unschuldig.

      Narannia wrote:

      Es wird interessant, wenn sie erfährt, wer Jon wirklich ist. Ich glaube nämlich nicht, dass sie sich freiwillig zurückstellen wird.

      Muss sie wohl auch nicht, da Jon der Thron wahrscheinlich am Popo vorbeigeht.

      Post was edited 1 time, last by “Mavric24” ().

      Narannia wrote:

      Es wird interessant, wenn sie erfährt, wer Jon wirklich ist. Ich glaube nämlich nicht, dass sie sich freiwillig zurückstellen wird.


      Da es Jon nie wirklich um den Thron ging denke ich kaum das sich da was ändern wird. Auf die Szene bin ich in der achten Staffel sehr gespannt wenn rauskommt wer Jon wirklich ist. Könnte mir auch durchaus vorsellen, dass wenn Jon die Info von Bran und Samy erhält, dass er es das für sich behalten wird und es nicht an die große Glocke hängt, um nicht noch ein neues Problemfeld zu öffnen.

      Neferion wrote:

      Narannia wrote:

      Es wird interessant, wenn sie erfährt, wer Jon wirklich ist. Ich glaube nämlich nicht, dass sie sich freiwillig zurückstellen wird.


      Da es Jon nie wirklich um den Thron ging denke ich kaum das sich da was ändern wird. Auf die Szene bin ich in der achten Staffel sehr gespannt wenn rauskommt wer Jon wirklich ist. Könnte mir auch durchaus vorsellen, dass wenn Jon die Info von Bran und Samy erhält, dass er es das für sich behalten wird und es nicht an die große Glocke hängt, um nicht noch ein neues Problemfeld zu öffnen.

      Das kann ich mir auch vorstellen, dass Jon keine Lust zum Regieren hat und es nicht an die große Glocke hängt, dass er das eigentlich sollte.

      Und auch bei Dany kann ich mir gut vorstellen, dass sie Jon den Vortritt lässt. Sie hat ja in Essos gesehen, dass das Regieren nicht so toll ist wie sie es wohl dachte und bei Jon wäre Westeros in guten Händen. Nur hat der dieselben Erfahrungen gemacht und will auch nicht wirklich regieren.

      Ich setze Dany nach wie vor mit der französischen Revolution gleich. Die war auch nicht zimperlich und es wurden Fehler gemacht von Leuten, die Räder zerschlagen wollten aber selber wenig Ahnung von Politik oder Menschenführung hatten. Aber sie trug letztendlich dazu bei, dass wir alle heute in Demokratie und weitestgehender Selbstbestimmung leben.
      Damals hieß es noch wer sei schlimmer, Daenerys oder Cersei.


      Diese Fragestellung kann ich absolut nicht nachvollziehen. Die charakterlichen Differenzen zwischen Daenerys und Cersei sind doch eklatant. Wer jedoch ausschließlich die objektive Seite berücksichtigt und die subjektiven Perspektiven und persönlichen Intentionen der Figuren ignoriert, mag irrtümlich zu dem Schluss gelangen, dass Daenerys und Cersei hinsichtlich ihrer "Bösartigkeit" gar nicht so verschieden sind.

      Ich persönlich fände es schade, wenn Jon auf die Regentschaft verzichten würde. Denn gerade weil er keinerlei Interesse am Eisernen Thron hegt, wäre er in besonderem Maße als König geeignet: Da Einfluss und Macht nicht von Belang für ihn sind, wäre bei ihm das Risiko geringer, dass er sich von seiner königlichen Macht korrumpieren ließe. Und obwohl er keinen Wert auf Herrschaft legt, kennt er trotzdem die nötige Verantwortung.

      Vielleicht könnte er gemeinsam mit Tyrion die Monarchie in Westeros beenden und eine Demokratisierung vornehmen. Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass Jon das Ende von Game of Thrones noch erleben wird...

      Thinkerbelle wrote:


      Für mich ist das so sonnenklar, dass Dany Gutes im Sinn hat


      Damit bringst du den Charakter Daenerys auf den Punkt. Der Charakter ja auch geschrieben, in der Serie und im Buch, dass man "auf ihrer Seite" sein soll. Der Zuschauer/Leser bekommt sie so präsentiert, weil er eben immer nur Danys subjektive Sicht oder die von Figuren, die teilweise völlig grundlos auf ihrer Seite sind sehen kann. Eventuelle Kritik wird dann dadurch relativiert, dass sie von Vergewaltigern und Sklavenhaltern geübt wird oder löst sich relativ schnell auf, weil durch einen Haufen für Daenerys grandioser Glücksfälle sich die Probleme tatsächlich regeln. Da kommt dann eine rote Priesterin um die Ecke und schon ist das Volk geschlossen auf ihrer Seite, die Thronfolge in Meereen ist durch den brillanten Politiker Daario gesichert etc.

      Daenerys I wrote:


      Dass jemand aus seiner Perspektive mit Überzeugung das Falsche tut, dürfte selten vorkommen.

      Die meisten Mörder, Sexualstraftäter, Diebe etc. wissen sehr wohl, dass ihr Handeln "objektiv" falsch ist - und trotzdem begehen sie diese Delikte! Was also soll der Unfug?

      Unfug also, so so.
      Ich denke doch du kannst die Begriffe objektiv und subjektiv unterscheiden? Dann nimmst du den Einwand, dass der Glaube das subjektiv Richtige zu tun wohl kaum Rechtfertigung für eine objektiv verwerfliche Tat sein kann, weil vermutlich jeder glaubt das subjektiv Richtige zu tun, und schmetterst ihn damit ab, dass auch Mörder um die objektive Verwerflichkeit ihrer Tat wissen?
      Letzteres mag ja durchaus so sein, trotzdem war es aus der subjektiven Perspektive wohl das - in irgendeiner Form - richtige Handeln, sonst hätten sie es nicht getan. Verhaltensmuster, die das objektiv falsche Verhalten vor sich selbst als akzeptabel rechtfertigen gibt es nämlich zuhauf.
      So weiß bestimmt auch Daenerys, dass es universal als moralisch falsch gilt Menschen zu töten bzw. sogar zu kreuzigen. Sie wird aber in dem Augenblick trotzdem zutiefst davon überzeugt gewesen sein das richtige Getan zu haben. Ihre eventuelle kognitive Dissonanz wird sie aber wie so häufig durch beliebige Rechtfertigungen sich selbst gegenüber beiseite schieben können.
      Diese sind wahlweise:
      - es diente einem größeren Nutzen
      - wer nicht für mich ist, ist gegen mich
      - Geburtsrecht blabla
      - ich kann machen was ich will weil ich die motherfucking Mother of Dragons bin.

      Generell halte ich Diskussionen mit Menschen, die trotz gegenteiliger Evidenz keinerlei Bereitschaft dazu zeigen die eigenen Standpunkte zu hinterfragen, äußerst müßig. Du selbst hast schon mehrfach belegt, dass du zu dieser Sorte Mensch gehörst.
      Im konkreten Fall Daenerys bist du größtenteils nicht einmal bereit einzugestehen, dass Daenerys schwerwiegende Fehler begangen hat, die auch sie zu einem grauen Charakter machen. Etwaige Kritik schiebst du mit ebenso einfach beiseite wie der betreffende Charakter selbst. Dass jemand so emotional auf Kritik an seinem Lieblingscharakter reagiert habe ich hier auch lange nicht mehr erlebt und mag dir vielleicht den Shanara-Gedächtnis-Preis einbringen, zu einem konstruktiven Diskussionspartner im Bezug auf den Charakter Daenerys Targaryen macht dich das aber nicht.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Ich denke doch du kannst die Begriffe objektiv und subjektiv unterscheiden?


      Gelebte Impertinenz.

      Verhaltensmuster, die das objektiv falsche Verhalten vor sich selbst als akzeptabel rechtfertigen gibt es nämlich zuhauf.


      Und genau darum ging und geht es nicht! Tut mir leid, aber Du hast das Thema meines diesbezüglichen Beitrags zum wiederholten Male komplett verfehlt. Es geht nämlich mitnichten um Verbrecher, die zwar um die objektive Falschheit ihrer Verbrechen wissen, diese aber trotzdem selbst gut und richtig finden!

      Deine Argumentation träfe zu, wenn Daenerys die Ermordung von Menschen, deren Unschuld ihr bekannt war, trotz objektiver Falscheit als richtig empfunden hätte. Mörder hinzurichten, ist in der Welt, in der sie lebt, aber durchaus konventionell - und sie befand sich eben in dem Irrtum, dass sämtliche Sklavenmeister kaltblütige Mörder waren, sodass deren Exekution aus ihrer subjektiven Perspektive gerechtfertigt war - aufgrund einer irrtümlichen Annahme und nicht, weil sie Verbrechen positiv findet!

      Übrigens: Sogar der ehrenvolle Eddard Stark vollstreckte Todesurteile...

      Sie wird aber in dem Augenblick trotzdem zutiefst davon überzeugt gewesen sein das richtige Getan zu haben.


      Wie gesagt: Sie war davon überzeugt, weil sie die in Wahrheit unschuldigen Sklavenhändler fälschlicherweise für Mörder hielt!!! Unschuldige Menschen zu töten, hätte sie niemals als richtig empfunden!!! Bist Du wirklich außerstande, diese an sich recht simple Differenzierung vorzunehmen?

      Generell halte ich Diskussionen mit Menschen, die trotz gegenteiliger Evidenz keinerlei Bereitschaft dazu zeigen die eigenen Standpunkte zu hinterfragen, äußerst müßig. Du selbst hast schon mehrfach belegt, dass du zu dieser Sorte Mensch gehörst.


      Das schreibt jemand, der meine Argumentation augenscheinlich nicht einmal verstanden hat!

      Im konkreten Fall Daenerys bist du größtenteils nicht einmal bereit einzugestehen, dass Daenerys schwerwiegende Fehler begangen hat, die auch sie zu einem grauen Charakter machen.


      Hm, irrst Du oder stellst Du hier absichtlich solche falschen Behauptungen auf? Ich habe jedenfalls mehrfach betont, dass sie vorwerfbare Fehler machte. Das undifferenzierte Vorgehen im Hinblick auf die Verurteilung der Sklavenhalter zählte ich im Übrigen zu jenen Fehlern... Das scheint Dich aber angesichts Deiner Ignoranz gar nicht zu interessieren.

      Etwaige Kritik schiebst du mit ebenso einfach beiseite wie der betreffende Charakter selbst.


      Wieder falsch.

      Dass jemand so emotional auf Kritik an seinem Lieblingscharakter reagiert habe ich hier auch lange nicht mehr erlebt und mag dir vielleicht den Shanara-Gedächtnis-Preis einbringen, zu einem konstruktiven Diskussionspartner im Bezug auf den Charakter Daenerys Targaryen macht dich das aber nicht.


      Du bist einfach nur dreist. Nicht konstruktiv sind Deine zahlreichen ad-hominem-Attacken.

      Meine detaillierten Ausführungen zum Charakter und Verhalten von Daenerys werden von Dir missachtet, indem Du sie auf angeblich emotionale Reaktionen meinerseits reduzierst.

      Daenerys I wrote:


      Bist Du wirklich außerstande, diese an sich recht simple Differenzierung vorzunehmen?


      Gelebte Impertinenz.
      Glaube, ich beteilige mich doch ein wenig.

      Unschuldige Menschen zu töten, hätte sie niemals als richtig empfunden!!!


      Das Problem daran ist, wer in Daenerys Augen unschuldig ist und wer nicht. In Daenerys Augen ist bereits jeder schuldig, der ihr trotz Targaryen-Abstammung das Recht abspricht Westeros zu erobern.
      Alleine die Tatsache, dass Daenerys sich selbst als moralische, unangreifbare Instanz wahrnimmt, um mehrere hundert Menschen töten zu lassen ohne einen Rat einzuholen, ohne diese Frage zu diskutieren und ohne die Opfer ihrer Entscheidung zu Wort kommen zu lassen, zeigt bereits ihr eigentümliches Selbstverständnis. Sie betrachtet sich als Auserwählte über die gesamte Menschheit zu richten. Daran liegt ihr Problem - oder besser eines ihrer Probleme.

      Dagegen ist Cersei geradezu eine Ausgeburt an Selbstreflexion.

      Eddard Stark tötet aus Pflicht - er begründet seine Urteile damit, dass das soziale Gefüge durch Gesetzes- und Eidbrecher bedroht ist und das er die Menschen schützen will. Daenerys begründet die Hinrichtung hunderter Menschen damit, dass sie "Ungerechtigkeit mit Gerechtigkeit" beantworten will. Was sie dabei eigentlich tut, ist Rache üben.
      Gelebte Impertinenz.


      Warum? Er vollzog diese Differenzierungen in seinen Antworten wiederholt nicht, sodass diese Frage durchaus legitim war.

      In Daenerys Augen ist bereits jeder schuldig, der ihr trotz Targaryen-Abstammung das Recht abspricht Westeros zu erobern.


      Dann mache es konkret und präsentiere den Beleg dafür: Wen ließ sie (in der Serie) exekutieren, nur weil er/sie diesem Recht nicht zustimmte?

      Alleine die Tatsache, dass Daenerys sich selbst als moralische, unangreifbare Instanz wahrnimmt, um mehrere hundert Menschen töten zu lassen ohne einen Rat einzuholen, ohne diese Frage zu diskutieren und ohne die Opfer ihrer Entscheidung zu Wort kommen zu lassen, zeigt bereits ihr eigentümliches Selbstverständnis. Sie betrachtet sich als Auserwählte über die gesamte Menschheit zu richten. Daran liegt ihr Problem - oder besser eines ihrer Probleme.


      1. Dass sie sich als unantastbare, moralische Instanz begreift, ist nachweislich falsch, denn sie ließ sich diesbezüglich bereits mehrfach korrigieren und zur Raison bringen. Bei Cersei kann ich mir derartige Einsichten dagegen kaum vorstellen.

      2. Dass sie den Sklavenhaltern ein faires Verfahren hätte gewähren müssen, schrieb ich selbst schon endlos oft.

      Dagegen ist Cersei geradezu eine Ausgeburt an Selbstreflexion.


      Cersei Lannister

      Daenerys begründet die Hinrichtung hunderter Menschen damit, dass sie "Ungerechtigkeit mit Gerechtigkeit" beantworten will. Was sie dabei eigentlich tut, ist Rache üben.


      Die Methodik der Kreuzigung kann man durchaus infrage stellen. Dass Mörder zum Tode verurteilt werden, war und ist dort hingegen durchaus normal.
      Deine Schlussfolgerungen sind wirklich ermüdend. Cersei sprengt Leute in die Luft, die sie (zu Recht) der Intrige, ihrer Entmachtung und der Tatsache beschuldigt sie nackt durch die Stadt gejagt zu haben - eine Strafe die aus meiner Sicht schlicht einem schweren sexuellen Gewaltverbrechen gleichzusetzen ist.
      Richtig, sie nimmt dabei in Kauf, dass Unschuldige zu schaden kommen. Aber das tut Daenerys auf ihren Pfaden zur Macht ebenfalls ununterbrochen - sie werden von Drachen gefressen oder versehentlich verbrannt, sterben weil sie sich persönliche Feinde gemacht hat, verrecken an den Seitenlinien der Schlachten, die sie gerade mal eben bei ihren Eroberungen für notwendig hält oder auf Grund der Tatsache, dass sie nicht weitsichtiger ist als ein Wanddübel.
      Die Dothraki klauben unsere kleine Sumpfkuh mitten in der Wüste auf, versprechen sie schadfrei zu halten, sofern sie nur ihre Traditionen nur respektiert. Darauf hat sie nicht nur verständlicherweise keine Lust, sondern fühlt sich auch noch gezwungen öffentlich darauf zu pinkeln und bringt alle um, weil sie sie nicht davon überzeugen kann, für sie 5000 Seemeilen entfernt zu morden.

      Allerdings handelt Cersei böse, weil sie böse ist und Dany gut, weil sie gut ist - so viel zur objektiven und subjektiven Betrachtung.

      Die Problematik von Sklavenhaltung ist in der Welt von Eis und Feuer seit 6000 Jahren bekannt, Daenerys ist also eher kein französischer Revolutionär. Entsprechend hätte ich es doch für erstrebenswert gehalten, wenn sich jemand der Problematik angenommen hätte, der vorausschauender denkt als zehn Meter Pflaster.
      I have been despised by better men than you.

      Post was edited 1 time, last by “Maegwin” ().

      Daenerys I wrote:

      Sie wird aber in dem Augenblick trotzdem zutiefst davon überzeugt gewesen sein das richtige Getan zu haben.

      Wie gesagt: Sie war davon überzeugt, weil sie die in Wahrheit unschuldigen Sklavenhändler fälschlicherweise für Mörder hielt!!! Unschuldige Menschen zu töten, hätte sie niemals als richtig empfunden!!! Bist Du wirklich außerstande, diese an sich recht simple Differenzierung vorzunehmen?

      Du bist es doch, die wie Ihre Namenspatronin noch nicht einmal die Differenzierung zwischen unberechtigter Kollektivstrafe und gerechtfertigter Verurteilung von Verbrechern vornimmt. Das was Daenerys vollstreckt ist eine Form von Sippenhaft, die nicht nur in modernen Demokratien aus guten Gründen der Vergangenheit angehört, sondern von der wir auch in Beispiele in Westeros finden, bei denen jurisdiktionsbefugte Adelige sie als ungerecht empfinden.
      Glaubst du etwa wirklich Daenerys ist so naiv zu glauben, dass alle Verbrecher die gleiche Schuld teilen? Sie lässt ihnen allen nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe die gleiche Strafe zukommen und nimmt dabei die Bestrafung Minder- oder Unschuldiger billigend in Kauf und subsummiert sie als Kollateralschäden. Natürlich nicht ohne in eines ihrer Rechtfertigungsmuster zu verfallen.

      Hm, irrst Du oder stellst Du hier absichtlich solche falschen Behauptungen auf? Ich habe jedenfalls mehrfach betont, dass sie vorwerfbare Fehler machte. Das undifferenzierte Vorgehen im Hinblick auf die Verurteilung der Sklavenhalter zählte ich im Übrigen zu jenen Fehlern... Das scheint Dich aber angesichts Deiner Ignoranz gar nicht zu interessieren.

      Es interessiert mich deshalb nicht, weil deine Eingeständnisse nichts an deiner Grundhaltung ändern. Du hast einfach einen festgelegten Ausgangspunkt in allen deinen Ausführungen (Quintessenz in etwa: Danygirl ist supertoll und gutherzig und die beste Herrscherin überhaupt für Westeros und deswegen sind auch ihre Fehler egal, weil sie ein gutes Herz hat und nur das Beste im Sinn hat und so) auf den dann alle deine Eingeständnisse rekurrieren, wodurch sich auch durch diese nichts an diesem Ausgangspunkt ändert.

      Meine detaillierten Ausführungen zum Charakter und Verhalten von Daenerys werden von Dir missachtet, indem Du sie auf angeblich emotionale Reaktionen meinerseits reduzierst.

      Deine Ausführungen wirken auf mich zumindest äußerst emotional aufgeladen. Das lässt sich bei schriftlicher Kommunikation natürlich leicht hineininterpretieren, allerdings legt die Stilistik deiner Beiträge diesen Schluss für mich auch nahe (Ausrufezeichen sind keine Rudeltiere).

      Ich möchte dir natürlich nicht nehmen auch auf diesen Beitrag zu antworten. Aber ich habe meine Ausführungen aus schon genannten Gründen deutlich knapper gehalten als ich auf deine Punkte eigentlich eingehen könnte und somit auch erklären was ich jeweils präzise kritisiere.
      Ich selbst klinke mich aber aus dieser Diskussion aus, da du schon in der Vergangenheit bewiesen hast gemäß deiner selbstgesetzten Dogmen zu agieren, eine Armee von Strohmännern aufzustellen und die Diskussion im Kreis zu führen (s. Flat-Tax-Diskussion). Dafür ist mir meine mittlerweile knapp bemessene Freizeit dann deutlich zu schade.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Ich selbst klinke mich aber aus dieser Diskussion aus, da du schon in der Vergangenheit bewiesen hast gemäß deiner selbstgesetzten Dogmen zu agieren, eine Armee von Strohmännern aufzustellen und die Diskussion im Kreis zu führen (s. Flat-Tax-Diskussion). Dafür ist mir meine mittlerweile knapp bemessene Freizeit dann deutlich zu schade.


      Gut, dann wäre es sinnfrei, wenn ich mir die Mühe machte, mich noch einmal intensiver mit Deinen Kommentaren auseinanderzusetzen. Nur so viel: Den Strohmann hast Du konstruiert, indem Du meine Argumentation (bewusst?) missverstanden hast. Und noch ein Hinweis für Dich: Wer stets links abbiegt, läuft Gefahr, sich im Kreise zu drehen!

      Tschüss!

      Richtig, sie nimmt dabei in Kauf, dass Unschuldige zu schaden kommen.


      Korrekt - und darum ging/geht es. Durch die Explosion starben viele unschuldige Personen.

      Aber das tut Daenerys auf ihren Pfaden zur Macht ebenfalls ununterbrochen


      Da dies immer wieder behauptet wird, werde ich mich noch einmal darüber informieren, ob Daeneys tatsächlich - wie Cersei - vorsätzlich Unschuldige tötete.

      In diesem Kontext darfst gern auch Du die nachstehende Frage beantworten: Wen ließ Daenerys (in der Serie) exekutieren, nur weil er/sie ihrem Herrsschaftsanspruch nicht zustimmte?

      Allerdings handelt Cersei böse, weil sie böse ist und Dany gut, weil sie gut ist - so viel zur objektiven und subjektiven Betrachtung.


      Cersei sagte, die Menschen aus der Bevölkerung seien ihr völlig egal. Des Weiteren äußerte sie, dass jeder, der nicht "zu ihnen" gehöre, ihr Feind sei. Cersei ist diejenige, die beinahe grenzenlos Feindbilder erstellt.

      Übrigens: Varys und Tyrion haltet Ihr doch sicherlich für intelligent, reflektiert und einigermaßen weise, oder nicht? Die beiden unterstützen jedenfalls die Daenerys. Demnach dürften sie auf "meiner Seite" stehen!

      So, genug für heute. Bin schlafen.

      Post was edited 1 time, last by “Daenerys I” ().