Die schlimmste Person im ganzen Lied.

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      Es gibt in Essos sehr viele Beispiele für Alternativen von denen Tywin auch gehört hat und die er ideologisch ablehnt.


      Slavers Bay zum Beispiel. So betrachtet hat er auch Ähnlichkeit mit Daenerys. Und - wenn ich so darüber nachdenke, hat er auch ein problematisches Verhältnis zu seinem Sohn - eine völlig offensichtliche Ähnlichkeit mit Darth Vader.
      I have been despised by better men than you.
      Er ist grausam, aber nicht um sich daran zu erfreuen, sondern um Ziele zu erreichen, die in der Welt von Westeros im Allgemeinen für legitim erachtet werden.

      Er ist nicht grausam um sich daran zu erfreuen, aber er ist sicherlich der Meinung das Richtige zu tun und schöpft eine gewisse Befriedigung daraus Dinge nach seinen Vorstellungen "in Ordnung zu bringen" -> interpretiere ich.
      Seine Ziele werden zwar möglicherweise von vielen als legitim betrachtet, aber seine Mittel machen ihm Feinde

      Tywin für so ziemlich alles die Schuld zu geben, ist zu einfach und wird auch GRRMs Charakterzeichnung nicht gerecht.

      Er ist vielleicht nicht an allem Schuld, aber mir fällt niemand ein der auch nur annähernd an so vielem Schuld ist, wie Tywin.

      Wenn jeder das macht, was von Berufs- und Positionswegen sein Job ist, wird das System nicht gestört

      Meiner Meinung nach tut Tywin aber weit mehr als das was nach allgemeinen Konventionen sein Recht ist und stört das System damit willkürlich und zu seinem eigenen Zweck. Zum Beispiel bricht er den Königsfrieden und ignoriert das Recht des Königs (das durch die rechtmäßige Hand verkündet wurde).

      Die andere ist, dass er einer von GRRMs stärksten Charakteren ist und eine sehr interessante Lebensgeschichte besitzt

      Seh ich ganz genauso.
      "Ich bin das Blut der Zwiebel"
      -Davos Seaworth

      Krawuzi Kapuzi wrote:

      Ich weiß nicht ob das ein Scherz war. Wenn nicht: Nein wegen seinem Ehrgeiz (er ist zweifellos ambitious) vergleiche ich ihn nicht mit Hitler. Aber es ist eine Eigenschaft die er mit Hitler gemeinsam hat (die Aussage ist feststellend gemeint nicht wertend)


      Ich wollte eigentlich nur jede Eigenschaft, die du genannt hast zerbröseln. Und ohne Ehrgeiz wäre es nicht komplett gewesen :P

      Krawuzi Kapuzi wrote:

      Es gibt in Essos sehr viele Beispiele für Alternativen von denen Tywin auch gehört hat und die er ideologisch ablehnt. Außerdem glaube ich nicht das die Definition von Ideologie bedeuted, dass es keine ist, nur weil alle dieselbe haben.


      Erwartest du von Tywin, dass er das Feudalsystem umwirft (was im Übrigen nicht sehr einfach werden würde), weil es woanders auch klappt?
      Er ist hier ein Privilegierter des Systems. Warum sollte er also etwas ändern? Das macht für mich keinen Sinn, vor allem da auch sonst die Bestrebungen dazu nicht existieren.
      Und dazu muss man sagen, dass Braavos eine ganz große Ausnahme ist (Keine Sklaverei, keine Monarchie), wobei es dort auch die priveligierten Stände gibt. Nur werden diese uns nicht so präsentiert wie in Westeros.

      Krawuzi Kapuzi wrote:

      Doch auch unter Westerosstandarts. Man muss ihn ja nur mit den Starks vergleichen, die ihren Vasallen und auch dem gemeinen Volk mehr Rechte und Freiheiten zugestehen.


      Nein, soweit ich weiß wurde das Gerichtswesen von Westeros unter Jahaerys dem Schlichter vereinheitlicht.
      Mag sein, dass Tywin das strenger ausgelegt hat als Robb oder Ned es tun würde.
      Und sicher hat Tywin sich ab und zu nicht im Einklang des Gesetzes verhalten (Tysha). Aber das hat auch niemanden interessiert. Außerdem geht es ja nicht darum ob Tywin ein guter Mensch war oder nicht.

      Krawuzi Kapuzi wrote:

      Ja, seh ich eh auch so, aber Tywin unterscheidet sich in der Härte der von ihm verwendeten Mitteln zum Erhalt der Herrschaft von den anderen.


      Auch nicht wirklich. Er zieht in einen Krieg, um seinen unrechtmäßig entführten Sohn zu befreien. Das war übrigens das gleiche Motiv, warum Robb in den Krieg gezogen ist. Wegen seinem Vater und seinen Schwestern.
      Auch sonst verteidigt er das Joffrey-Regime nur und führt keine offensiven Kriege.

      Krawuzi Kapuzi wrote:

      Er ist für Joffrey in den Krieg gezogen. Und ich weiß Joffrey ist am Papier ein Baratheon und Tywin glaubt vielleicht tatsächlich, dass er Roberts Sohn ist, aber er sieht ihn trotzdem als Lannister, denk ich.


      Wie schon gesagt: Er ist bereits im Krieg gewesen, seit Tyrion von Cat entführt wurde.
      Und Stannis hätte seine gesamte enge Verwandtschaft umgebracht, wäre er ihr nicht zu Hilfe gekommen.
      Abgesehen davon ist Joffrey der rechtmäßige König.
      Ok Serryman, du bist schon ein bisschen sprunghaft in deiner Argumentation und ich möchte das gern aufschlüsseln, auch wenns ein bisschen langwirrig und langweilig für andere ist.

      1.
      Ich wollte eigentlich nur jede Eigenschaft, die du genannt hast zerbröseln. Und ohne Ehrgeiz wäre es nicht komplett gewesen

      Zu dem Punkt: Du hast gesagt:
      Ehrgeiz... Okay. Aber aufgrund dieser Eigenschaft jemanden mit Hitler zu vergleichen geht dann doch zu weit.

      Ich hab gesagt ich vergleiche Tywin nicht wegen seines Ehrgeizes mit Hitler, aber Tywin und Hitler waren beide ehrgeizig.
      Um den Unterschied völlig überspitzt aufzuzeigen folgende Beispiele:
      a) Hitler mochte Hunde. Ich mag Hunde. Ich würde mich deshalb trotzdem nicht mit Hitler vergleichen
      b) Hitler hat Millionen Menschen am gewissen. Stalin hat Millionen Menschen am Gewissen -> man kann die beiden vergleichen.

      2.
      Erwartest du von Tywin, dass er das Feudalsystem umwirft (was im Übrigen nicht sehr einfach werden würde), weil es woanders auch klappt?


      Du hast gesagt:
      Es gibt in Westeros keine vorstellbare Alternative zur Feudalgesellschaft und das wird sich auch nicht in nächster Zeit ändern.
      Dementsprechend sehe ich darin keine Ideologie.

      Es ging also um die Frage, ob Tywin eine Ideologie hat. Ich habe nicht gesagt, dass ich meine Hoffnungen darauf gesetzt habe, dass Tywin der neue Che Guevara wird, sondern dass er eine Ideologie hat, er ist ein Anhänger des Feudalsystems. Es stimmt, dass er in Westeros keine Alternative dazu betrachten kann, aber es gibt in der Welt von Eis und Feuer Alternativen und insofern kann man nicht sagen, dass er keine Chance hatte sich eine Meinung zu bilden.

      3.

      Auch nicht wirklich. Er zieht in einen Krieg, um seinen unrechtmäßig entführten Sohn zu befreien. Das war übrigens das gleiche Motiv, warum Robb in den Krieg gezogen ist.


      Du hast gesagt:
      Und radikale Ausführung? Vielleicht unter heutigen Standards, aber nicht unter Standards von Westerosi.

      Es ging um die Frage, ob Tywins Form der absolutistischen Herrschaft, sich von denen der anderen Lords unterscheidet. Ich meine ja, wegen der Härte der Mittel, beziehe mich aber nicht auf darauf, dass Tywin in den Krieg gezogen ist, sondern auf die Rains, die Tarbeks und auf den gezielten Einsatz von Gregor und Armery. Etwas vergleichbares in Sachen Brutalität also Härte habe ich von keinem Anderen der aktuellen Lords gehört.

      4.

      Wie schon gesagt: Er ist bereits im Krieg gewesen, seit Tyrion von Cat entführt wurde.
      Und Stannis hätte seine gesamte enge Verwandtschaft umgebracht, wäre er ihr nicht zu Hilfe gekommen.
      Abgesehen davon ist Joffrey der rechtmäßige König.


      Okay, er ist nicht für Joffrey in den Krieg gezogen, er hat den Krieg aber serwohl um Joffreys Herrschaft geführt. Bei der ganzen Frage ging es außerdem auch darum ob Tywin eine Ideologie hat.

      Meine Aussage:
      Tywins Ideologie ist der Glauben an die Feudalgesellschaft (in einer radikalen Ausführung) im Allgemeinen und an das Recht der Lannisters auf die Vorherrschaft im Speziellen


      Er meint auch nicht, dass die Lannisters das Recht auf die Vorherrschaft gepachtet haben. Außer in den Westlanden, da hast du Recht.

      Joffrey ist ein Lannister (er heißt Baratheon aber er ist für Tywin Teil des Hauses Lannister). Zu glauben Joffrey habe das Recht König zu sein entspringt einer Ideologie -> man nennt sie Monarchismus.

      [edit: 1.obwohl das nicht, das war was ich ursprünglich gemeint habe. Tywin sieht die Lannisters als Herrenrasse. 2. Offentsichtlich hängst du ebenfalls der Ideologie des Monarchismus an "Joffrey ist der rechtmäßige König" zumindest im Bezug auf das Lied. Joffrey ist nicht der rechtmäßige König, Aegon Targaryen I war nicht der rechtmäßige König, er war ein Typ mit Drachen der andere dazu gezwungen hat sich seinen Regeln zu unterwerfen 3. Es hätte auch Wege gegeben seine Familie außer Gefahr zu bringen die nicht an den Fortbestand ihrer Herrschaft gekoppelt gewesen wären, der sicherste wäre gewesen sie von Anfang an gar nicht erst in eine absehbarerweise lebensbedrohliche Situation zu bringen.]
      "Ich bin das Blut der Zwiebel"
      -Davos Seaworth

      Post was edited 6 times, last by “Krawuzi Kapuzi” ().

      Später schreibe ich wenn Bedarf steht noch mehr zu dem Beitrag aber erstmal:

      Du vergleichst Tywin mit Hitler. Und nennst u.a. als gleiche Merkmale Ehrgeiz. Im selben Post. Sorry, aber das hört sich so an als würdest du Tywin auch damit mit Hitler vergleichen wollen.
      Außerdem führst du noch "starke Ideologie" dazu.
      Dann meinst du, dass du nicht gemeint hast, dass Tywin eine eigene Ideologie hat, sondern eine, die in Westeros halt verbreitet ist:

      Krawuzi Kapuzi wrote:

      Joffrey ist ein Lannister (er heißt Baratheon aber er ist für Tywin Teil des Hauses Lannister). Zu glauben Joffrey habe das Recht König zu sein entspringt einer Ideologie -> man nennt sie Monarchismus.


      Nun ja, dann würde ich aber diesen Punkt aus deinem Ursprungspost löschen. Immerhin ähnelt sonst jeder Lord/jede Lady im Lied Hitler.
      Du machst mich fertig, Serryman. Manchmal hab ich den Eindruck du willst mich absichtlich auf möglichst verworrene Art und Weise missverstehen.

      1.
      Deine Aussage

      Du vergleichst Tywin mit Hitler. Und nennst u.a. als gleiche Merkmale Ehrgeiz. Im selben Post. Sorry, aber das hört sich so an als würdest du Tywin auch damit mit Hitler vergleichen wollen.


      Mein Post

      Bei "Hitler des Liedes" würde ich aber nicht protestieren -> Schwerst gestörter Charakter mit großer Begabung, der unglücklicherweise zu absolutistischer Macht kommt und als Letztverantwortlicher von den schlimmsten Dingen gesehen werden kann die sich so in Westeros abspielen. Größenwahn und das paranoide Gefühl des bedrohten Sippenkonstrukts (arische Rasse <-> Haus Lannister) geben zwar die Parameter der Gedankenwelt an, der Denkende bewegt sich innerhalb dieser allerdings mit kalter, klarer Logik.


      Das Wort Ehrgeiz (oder irgendein Synonym) kommt nicht, ich wiederhole NICHT vor. Es wurde erst von Balerion in meine Aussage hineininterpretiert:

      Ehrgeiz ist keine Ideologie, noch Größenwahn.


      Weil Balerion sich/mich fragt inwiefern Tywin eine Ideologie hat, antworte ich ihm, dass ich nicht seinen Ehrgeiz oder seinen Größenwahn als Ideologie sehe, nur als gemeinsame Eigenschaft:

      Ehrgeiz und Größenwahn sind [anfügung: nur] gemeinsame Eigenschaften der beiden. Tywins Ideologie ist der Glauben an die Feudalgesellschaft (in einer radikalen Ausführung) im Allgemeinen und an das Recht der Lannisters auf die Vorherrschaft im Speziellen... würde ich sagen.


      Resume:
      In aller Klarheit. Wäre Tywin ehrgeizig, größenwahnsinnig, machtgeil und hätte eine Supremacy-ideologie, würde dabei aber keiner Fliege was zu leide tun würde ich ihn nicht mit Hitler vergleichen. Tywin hat aber einige Gemeinsamkeiten mit Hitler unter anderem auch die, dass sie beide für den Tod und das Leid vieler Menschen verantwortlich sind -> deshalb vergleiche ich sie.
      Catelyn Stark ist durchaus ehrgeizig und hat machtpolitische Ambitionen, ich vergleiche sie aber nur deshalb nicht mit Hitler. Alles klar?


      2.

      Dann meinst du, dass du nicht gemeint hast, dass Tywin eine eigene Ideologie hat, sondern eine, die in Westeros halt verbreitet ist:


      Nein es ging um die Frage ob Tywin ÜBERHAUPT eine Ideologie hat. Er hat sowohl eine "nicht eigene" nämlich eine monarchistisch-feudale, als auch eine "eigene" nämlich Lannister-Supremacy. Zumindest ersteres ist schwer anzufechten insofern ist die ursprüngliche Frage: "Hat Tywin eine Ideologie?" mit JA beantwortet.

      3.
      Nun ja, dann würde ich aber diesen Punkt aus deinem Ursprungspost löschen. Immerhin ähnelt sonst jeder Lord/jede Lady im Lied Hitler.

      Es geht in dem Punkt wieder nur ausschließlich darum ob tywin eine ideologie hat, nicht darum ihn mit Hitler zu vergleichen.

      "Ich bin das Blut der Zwiebel"
      -Davos Seaworth

      Post was edited 1 time, last by “Krawuzi Kapuzi” ().

      Egal bei wem es zuerst aufgetaucht ist, in welchem Zusammenhang und wo: ich will Hitlervergleiche und eine Diskussion um einen Hitlervergleich mit BUCHCharakteren echt nicht lesen, es sei denn, die Buchcharaktere heißen Hilter, Stalin oder Göbbels.
      Auch wenn ich Krawutzis Punkt zu verstehen meine und auch die Gegenargumente, das hier dreht sich im Kreis und dreht und dreht und dreht, sodass ich mich hier jetzt echt ganz rausziehe. Ich fände es schön, wenn sich, nachdem sich die Diskussion meiner Meinung nach Totgelaufen hat, mal wieder eine normale Diskussion um das Threadthema geben würde. Sagt mir Bescheid, ich bin dann wieder dabei.

      P.S. Dieser Post darf auch gerne wieder gelöscht werden, ich wollte es nur mal gesagt haben.
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)

      Maegwin wrote:

      Schanara schrieb: : Tywin war ein TOLLER Mensch mit nur ein paar Ecken und Kanten, der immer versucht hat, aus allen (Menschen) das Gute herauszuholen? ...


      Maegwin wrote:

      Siehst du Krawuzi, das sind so die Parallelen von denen ich sprach.


      Ich finde, dass ist jetzt der Gipfel der Unhöflichkeit, Ignoranz und Arroganz, eine/n User/in zu zitieren und über ihn/sie herzuziehen, ohne sich direkt an ihn/sie zu wenden. und sich mit diesem/dieser bzw. dessen/deren Beitrag konkret bzw. direkt und vor allem unter Beachtung eines höflichen Miteinanders, auseinanderzusetzen. Man kann unterschiedliche Sichtweisen und Meinungen haben, sich im Extremfall auch unsympathisch sein, aber so gegen alle Regeln des Anstands zu verstoßen, halte ich für unangebracht und verletzend. :(

      Ich halte Tywin für einen grausamen und kalten Menschen, der, egal aus welcher Motivation heraus, vielen anderen großes Leid zugefügt hat bzw. hat zufügen lassen. Er ist kein Psychopath oder Soziopath, aber er ist, mMn, grausam und rücksichtslos. Ihn daher als tollen Menschen, der nur Gutes bewirken wollte, zu bezeichnen, finde ich nicht passend. Etwas anderes habe ich, genauso wie einige User vor und auch mindestens einer nach mir, auch nicht geschrieben.
      Ich finde, dass ist jetzt der Gipfel der Unhöflichkeit, Ignoranz und Arroganz, eine/n User/in zu zitieren und über ihn/sie herzuziehen, ohne sich direkt an ihn/sie zu wenden.


      Das wäre schwierig nachdem du mir, ebenso wie Antares und Sergethaur, versucht hast zu verbieten mit dir direkt zu kommunizieren und - davon bin ich zumindest ausgegangen, weil du es wolltest - meine Beiträge ignoriert hast. Gerade der Mangel an Direktheit wäre sonst vielleicht nicht so ganz der klassische Paradevorwurf an mich.

      Ich halte Tywin für einen grausamen und kalten Menschen, der, egal aus welcher Motivation heraus, vielen anderen großes Leid zugefügt hat bzw. hat zufügen lassen. Er ist kein Psychopath oder Soziopath, aber er ist, mMn, grausam und rücksichtslos. Ihn daher als tollen Menschen, der nur Gutes bewirken wollte, zu bezeichnen, finde ich nicht passend.


      Ja, da gebe ich dir völlig Recht. Darauf bezog sich mein Vorwurf entsprechend auch überhaupt nicht.
      Nachdem du dich allerdings ohnehin bereits entschieden zu haben scheinst, wie du weiter vorgehen möchtest hat es ohnehin keinen Sinn das weiter zu erörtern. Zumal ich dafür eher eine persönliche Konversation bevorzugt hätte. Das oblag dann allerdings deiner eigenen Entscheidung.
      I have been despised by better men than you.
      Ach Mensch, da findet genau in meiner Abwesenheit eine der hitzigsten, interessantesten und kontroversesten Diskussionen statt. :(

      Ser Arthur Dayne wrote:

      I wo, es ist nur so, dass deine damalige Aussage sinnbildlich für deine gesamte Argumentationsweise steht: undifferenziert.

      Ich kann Tywin kein Stück leiden, halte ihn für ein vollkommenes Arschloch, einen skrupellosen und opportunistischen Machtpolitiker und einen inkompetenten Familienvater. Die Geschichte mit Rhaegars Familie trage ich ihm nach, die Plünderung von King's Landing, die völlige Auslöschung zweier gesamter Familien mitsamt Kinder und Anhang, die Massenvergewaltigung von Tysha, das Ausschicken seiner Ungeheuer in die Flusslande nach dem Verschwinden Tyrions und seine generelle Kriegsführung. Das ist die eine Seite.
      Die andere ist, dass er einer von GRRMs stärksten Charakteren ist und eine sehr interessante Lebensgeschichte besitzt, die sich auf jede seiner Handlungen auswirkt. Er ist grausam, aber nicht um sich daran zu erfreuen, sondern um Ziele zu erreichen, die in der Welt von Westeros im Allgemeinen für legitim erachtet werden. Er verkörpert in extremer Weise das politische und gesellschaftliche System von Westeros: Wenn jeder das macht, was von Berufs- und Positionswegen sein Job ist, wird das System nicht gestört und aus der Sicht des Adels (welcher die Regeln macht und als dessen Vertreter Tywin fungiert) ist das hilfreich, um die natürliche Ordnung aufrechtzuerhalten (an welcher nicht einmal oder sogar gerade auch ein Ned Stark nicht rütteln würde). Wer seinen Job macht, hilft seinem Haus bei der Aufrechterhaltung der Ordnung und wird dafür mit einer Existenzgrundlage belohnt, nicht mit Applaus. Wer seinen Job nicht macht, gefährdet das Ansehen und den Status seines Hauses und ist demzufolge ein Ärgernis.
      Tywin für so ziemlich alles die Schuld zu geben, ist zu einfach und wird auch GRRMs Charakterzeichnung nicht gerecht.

      Ich wollte eigentlich auch etwas zu Tywin noch schreiben, aber Ser Arthur Dayne hat mir meine Worte schon vorformuliert, ganz genauso sehe ich ihn auch.
      Und ich rücke auch keinen Millimeter davon ab, dass Tyrions Armbrustschuss auf einem gewissen Abort, seine beste Tat im ganzen Lied für mich ist.
      Ser Arthur Dayne schrieb: I wo, es ist nur so, dass deine damalige Aussage sinnbildlich für deine gesamte Argumentationsweise steht: undifferenziert
      .

      Ser Erryk schrieb: Und ich rücke auch keinen Millimeter davon ab, dass Tyrions Armbrustschuss auf einem gewissen Abort, seine beste Tat im ganzen Lied für mich ist.


      :huh:

      Eine Diskussion, in der man von vorneherein nicht bereit ist auch nur einen Millimeter von seiner Position abzurücken, ist im Übrigen für alle Beteiligten nicht sehr viel wert.
      I have been despised by better men than you.

      Maegwin wrote:

      Eine Diskussion, in der man von vorneherein nicht bereit ist auch nur einen Millimeter von seiner Position abzurücken, ist im Übrigen für alle Beteiligten nicht sehr viel wert.

      /sign.
      Genau deshalb halte ich mich in letzter Zeit so gut wie möglich vom Serienbereich fern.
      Und noch was zu Tywin: Ich würde ihn auf keinen Fall so drastisch einschätzen wie Krawuzi. Für den Typ Tywin gibt es den passenden Ausdruck macchiavellistisch und solche Politiker mag ich überhaupt nicht.
      Ich persönlich empfand Tywin nie als die schlimmste Person, stattdessen fand ich ihn immer interessant. Ich finde ihn nicht wirklich sympathisch und will ihn definitiv nicht als Großvater haben, aber eine starke Abneigung war auch nie wirklich vorhanden.
      Sein kühl kalkulierendes Handeln finde ich irgendwie (um nicht wieder interessant zu schreiben) spannend, vor allem da diese Handlungen immer eine logische Begründung hatten.
      Es steht außer Frage, dass viele seiner Handlungen ziemlich grausam waren und man sie auf gar keinen Fall gutheißen kann, aber es ist mal eine Abwechslung, einen Charakter zu haben der nicht um der Grausamkeitswillen grausam ist. Für mein Gehirn ist es jetzt allerdings zu spät, um darüber nachzudenken, ob es schlimmer ist so unglaublich berechnend zu sein, oder einfach nur grausam. :S
      Lesen heißt sich der Gefahr aussetzen, einem Einhorn zu begegnen.

      Maegwin wrote:

      Verstehst du denn nicht, was mich daran stört?


      Nicht so richtig fürchte ich, vielleicht können wir das klären:

      Wir erfahren folgendes von Kevan: Tywin wollte Tyrion nicht deswegen bewahren, weil er ihn für unschuldig hält, sondern weil er sein Sohn ist. Wenn er ihn wirklich für unschuldig halten würde, würde er schließlich auch kein Schuldgeständnis von ihm erwarten. Selbst Kevan und Jaime sind nicht von Tyrions Unschuld überzeugt: Letzterer holt ihn aus der Zelle, weil er, wie erklärt, Tyrion für Tysha noch etwas schuldig ist.

      Joffrey als Person war Tywin ziemlich egal. Ebenso hat sein Tod nicht einmal seinen Vater Jaime wirklich belastet hat. Wichtig ist für Tywin allerdings, dass Tyrion Lannisterblut vergossen hat - das kann er nicht auf sich sitzen lassen, allerdings auch nicht um den Preis einen weiteren Sohn dafür zu opfern. Zaubern kann er nicht, es findet sich schlicht und ergreifend überhaupt niemand, der sinnvoll für Tyrion eintreten würde.
      Daran, dass Tyrion sein Sohn ist und er ihn wegen eines nicht sonderlich wertigen Enkels nicht töten will, ändert sich aber auch nichts dadurch, dass Tyrion sein Glück nochmal durch den Kampf herausfordert.


      ist zwar inzwischen etwas Zeit vergangen:

      Aber Jaime äußert sowohl deutlich gegenüber Cersei(!) und noch deutlicher gegenüber Brienne seine Zweifel gegenüber Tyrions Beteiligung an Joffreys Ermordung. Kann also durchaus sein, dass seine Befreiungskation nicht nur wegen seiner "alten Schuld" durchführt.

      Post was edited 4 times, last by “Stinkers Fuesse” ().