Veränderung des Schreibstils über die Bände hinweg

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      Veränderung des Schreibstils über die Bände hinweg

      Falls es diesen Thread in derselben oder ähnlicher Form bereits geben sollte, dann hab ich ihn leider nicht gefunden.
      Der Thread ist, wie der Titel schon sagt, dazu da, empfundene, eingebildete, wirkliche und generell alle möglichen Veränderungen in GRRMs Schreibstil zwischen den einzelnen Bänden von "A Song of Ice and Fire" zu diskutieren.

      Ich selbst lese in Rezensionen ab und zu, dass sich Leute darüber beschweren, dass sein Stil sich besonders in den letzten beiden englischen Bänden stark verändert habe. Zum Beispiel würde er häufiger und ausführlicher nebensächliche Details wie Speisemenüs oder Kleidung beschreiben.
      Ich hatte diesen Eindruck nicht. Auch die Abkehr von der reinen Fokussierung auf wenige Hauptfiguren hin zu eingestreuten einzelnen Kapiteln aus Sicht von Nebenfiguren gab mir nicht das Gefühl, dass GRRMs Schreibstil sich verändern würde. Allgemein wirkt die Serie auf mich weiterhin aus einem Guss und die einmaligen Nebenpersonen-Kapitel begrüße ich sogar als notwendige Erweiterung des Fokus.

      Was meint ihr?

      edit: Wäre möglich, dass das Thema unter Sonstiges besser aufgehoben ist. Keine Ahnung ... ?(

      Post was edited 1 time, last by “Keaton” ().

      Ne ist schon richtig hier. Geht doch über GRRM

      Also meiner Ansicht nach, hat sich möglicherweise eher von seinem Schreibstil geändert, literarisch gesehen. Aber das mag ich weniger beurteilen, auf grund meines miesen englisch Kenntnisse. Aber seine Beschreibung von Personen, deren Kleidung und Umgebungen ist imho nicht viel anders als zu AGoT.
      Wenn sich ein Mann nicht an seine Gesetze erinnern kann, dann gibt es zu viele davon.
      Ragnar in der Saxon Chronik
      Hallo,
      den Schreibstil wage ich aufgrund meines Englisch auch nicht unbedingt zu beurteilen und weil ich nur Band 5 komplett auf Englisch gelesen habe.
      Was du anmerkst, hat aber eher mit Inhalten (Themenschwerpunkten) zu tun. Es kritisieren ja einige, dass sich scheinbar der Schwerpunkt verlagert hat, weg von den
      (verkürzt) Anderen hin zu sämtlichen Häusern und Ihren Ambitionen.
      Aber wieder zurück zum Schreibstil, mir fällt dazu gerade ein: wenn Martin ein neues Wort in Gebrauch nimmt, dann aber richtig z.B. niello
      Das was du sagst, erinnert mich auch an Karl May Geschichten, weiß jemand, ob Martin Karl May Fan ist :lol:

      pafo300 wrote:

      Was du anmerkst, hat aber eher mit Inhalten (Themenschwerpunkten) zu tun.

      Das liegt nur daran, dass mir beim Schreibstil nichts aufgefallen ist. Ich hab den Inhalt des ersten deutschen Bands auf englisch gelesen, die nachfolgenden Bände auf deutsch und bin jetzt beim 5. Band, natürlich englisch.
      Ich hab nicht das Gefühl, dass sich das anders liest, dass er irgendwie an Witz oder Sprachgewalt oder was weiß ich nicht eingebüßt oder hinzugewonnen hat (mal abgesehen von solchen vereinzelten Exotenworten wie "niello").
      Ich lese nur ab und zu, dass Leute irgendwelche Veränderungen wahrnehmen. Und da ich es auch grundsätzlich für schwierig halte, über Jahrzehnte und mehrere Bände hinweg denselben Stil beizubehalten, mir also durchaus vorstellen kann, dass sich GRRMs Schreibe irgendwie von mir unbemerkt verändert hat, hab ich den Thread hier eröffnet. Kann ja sein, irgendwer hier hat für solche Dinge wie literarischen Stil ein besseres Auge als ich und findet da doch etwas.
      Und sicherlich kann man hier auch über den Erzählstil und nicht nur GRRMs Schreibe diskutieren, die beiden Themen hängen sowieso eng miteinander zusammen.
      eine Sache, die mir allerdings schon auffiel (wieder nicht wirklich zum Schreibstil, eher zum Erzählstil):
      Seine Begründung, Band 4 und 5 teilweise nach Figuren/Orten zu trennen, gefiel mir nicht. Ich hätte lieber weiter eine parallele Erzählung aller Geschehnisse gehabt, auch wenn es dadurch eventuell schwerer gewesen wäre, den Faden zu behalten. An sich komm ich aber auch mit diesem System jetzt klar.
      Das was du sagst, erinnert mich auch an Karl May Geschichten

      ...
      Tut mir leid, aber was genau meinst du?

      Post was edited 5 times, last by “Keaton” ().

      @Keaton
      Es kann aber auch gut sein, das nach der langen Wartezeit, einfach zuviel von ADwD erwartet wurde, und dadurch verstärkt, das manche Lieblingsfiguren wie Tyrion oder Jon erst nach 11 Jahren wieder aufgetaucht sind. Von den meisten vermutlich so gesehen.
      Wenn sich ein Mann nicht an seine Gesetze erinnern kann, dann gibt es zu viele davon.
      Ragnar in der Saxon Chronik
      Das mit Karl May war eher auf den Beitrag von Accursed gemünzt:

      Aber seine Beschreibung von Personen, deren Kleidung und Umgebungen ist imho nicht viel anders als zu AGoT.
      Weil in Karl May Romanen konnte man auch am Kapitelanfang erstmal 5 Seiten Landschafts, Personen, Charakterbeschreibung etc. lesen.
      Sorry, hab Karl May nie gelesen.

      Ich denk mir in der Sache nur, das verglichen mit Schreiberlingen wie Tad Williams sehr oberflächlich schreibt. Den anderen Rest verstehe ich nicht ganz, der Aufregung wegen, bzw. das sich manche deswegen beklagen.
      Wenn sich ein Mann nicht an seine Gesetze erinnern kann, dann gibt es zu viele davon.
      Ragnar in der Saxon Chronik
      wer? karl oder schorsch?

      ich meine afür, das karlmay wirklich reine fantasie geschrieben hat, war das schon ganz schön bildgewaltig ...
      allerdings muss ich gestehen, dass ich die bücher zwar fast alle gelesen habe, aber mit 10 was jetzt gute 28 jährchen her sein dürfte ;)
      Ich hab zwar alle Bände auf Deutsch gelesen, kann also nicht sagen, ob es im Original so massiv ist, aber jetzt bei Band 9 fällt mir wieder auf, daß seit Band 7 sehr viel "gedacht" wird, also eine Menge kursiv gedruckt ist.
      Und ich bin mir ziemlich sicher, daß das bis Band 6 nicht so war.
      Irgendwie finde ich das auf Dauer recht anstrengend.
      “A hound will die for you, but never lie to you. And he’ll look you straight in the face.”
      Geht mir genauso. Ich bin jetzt auch mitten in Band 9 und mir kommt es seit Band 7 irgendwie langatmiger vor als vorher. Das Tempo verlangsamt sich irgendwie immer mehr, was leider dazu führt, dass ich die letzten Bücher nicht mehr so verschlungen habe wie die ersten sechs. Schade eigentlich.
      Vogel und Bär und Fisch und Hase...
      Ja, es gibt schon ein paar eher uninteressante Etappen, zumindest für mich.
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      Wie Sam nach Oldtown reiste, war nur an einer einzigen Stelle wirklich interessant für mich:
      als er in Braavos Arya begegnet ist

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      Tyrions Reise quer durch Essos zieht sich auch grad mächtig.

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      Und Quentyn Martells Reise haut mich bisher auch nicht vom Hocker...

      Essos ist eventuell ein Problem, der Kontinent interessiert mich einfach nicht die Bohne.
      Ich will zurück nach Westerl... -ros! ^^