Erste ADwD-Rezension

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      Finarfin wrote:

      Westeros ist ein reines Gedankenkonstrukt, ich gehe nicht davon aus, dass GRRM sich im Vorfeld Gedanken um die Plausibilität eines langen Winters Gedanken gemacht hat. Mir geht es jedoch darum zu zeigen, dass dieser Punkt durchaus "denkbar" ist.

      Dann ist aber auch eine gemeinsame Sprache für ganz Westeros denkbar.
      Immerhin gibt es zwei Eroberungs- und Besiedelungswellen über den ganzen Kontinent hinweg.

      Wer weiß, vielleicht gibt es ja in ADwD noch ein bisschen Background.

      Das bezweifle ich.
      Sowas fällt bei GRRM höchstwahrscheinlich unter "unwichtige Details", und hunderttausende Fangirls und -boys würden aufschreien, dass das ja überhaupt nicht relevant ist und GRRM endlich mal zu Potte kommen soll ;)
      Dann ist aber auch eine gemeinsame Sprache für ganz Westeros denkbar.

      Immerhin gibt es zwei Eroberungs- und Besiedelungswellen über den ganzen Kontinent hinweg.
      JAAA!!!! Nichts anderes sag ich doch. Allerdings müssten die Sprachen, die vorher gesprochen wurden zumindest in den Orts- und Eigennamen noch sichtbar sein... So eine Invasionswelle schaltet nicht die komplette Kultur einfach mal eben auf nul. Oft wird das versucht, aber manche Sachen bleiben in Überlieferungen/im Volksmund oder eben in Namen noch hängen... Mehr kritisier ich doch gar nicht. Westeros hat als Kontinent keinen Tiefgang...

      Wie gesagt, wäre GRRM Brite, hätte er es vermutlich geschnallt... und auch Amerika hat heute noch Bundestaaten mit indianischen Namen...

      Dass die common tongue gerade als lingua franca fungiert, ist völlig OK.

      Post was edited 1 time, last by “Finarfin” ().

      Finarfin wrote:

      Turgon wrote:

      Finarfin wrote:

      Die Welt ist fiktional, also dürfen dort auch fiktionale Gesetze gelten (Jahreszeiten, Magie, Drachen... whatever...).

      Du hast keine Probleme mit den Jahre andauernden Jahreszeiten, aber mit der einheitlichen Sprache in ganz Westeros? Das finde ich ein wenig seltsam.
      Beides widerspricht der Realität, wobei das mit den Jahreszeiten sogar noch gegen physikalische Gesetze verstößt.
      Da habe ich gar kein Problem mit...
      Während der letzten Eiszeit (bzw. Kaltzeit) dürfte es wohl hier wohl stellenweise ähnlich ausgesehen haben... Westeros ist zudem ein völlig anderer Planet in einem anderen Planetensystem. Das Intro der Serie gibt mMn schon einen Hinweis auf eine recht gute Erklärung:
      Bei den Winterphasen in ASoIaF scheint es sich ja um ein Phänomen zu handeln, was weitestgehend auf Westeros beschränkt ist. Dafür können gleich 2 astronomische Phänomene als Ursache herhalten.
      1. Schwankungen der Sonnenaktivität. Entweder nicht zyklisch, oder aber zyklisch im Zusammenspiel mit
      2. Veränderungen der Planetenlaufbahn durch wechselnde Gravitationskräfte im Planetensystem.


      Nichts von beidem, der Jahreszeitenwechsel ist magisch bedingt, George hat geschrieben, dass das in künftigen Bänden geklärt wird. :)
      I have been despised by better men than you.

      Finarfin wrote:



      @WolfsReign: Er spricht mit dornischem Akzent, aber es gibt keine dornische Sprache, die diesen Akzent herbeiführen könnte... Ich brauche auch keine im Detail ausgearbeiteten Sprachen, wie sie Tolkien hatte. Ein sprachlicher Einfluss von meinetwegen auch extinkten Sprachen auf Orts- und Eigennamen hätte aber den gesamten Kontinent Westeros wesentlich griffiger gemacht und auch die leidigen Übersetzungsfragen geklärt...
      Wer sich damit abfindet darf daher meiner Meinung auch nicht über die Übersetzung von Eigennamen schimpfen, denn die ist in dieser Welt damit völlig konsequent.
      Zur Story: Klar steht bei GRRM die Charakterentwicklung im Vordergrund, aber wenn der Hintergrund nicht stimmt, hätte er als Handlungsort auch die Notaufnahme eines amerikanischen Krankenhauses wählen können... :bier:


      Es ist halt so, dass mir dein Kritikpunkt beim Lesen noch nie "aufgefallen" ist. Ich denke auch, dass George es absichtlich so gehandhabt hat. Mmn soll Westeros auf den Leser wie eine Einheit wirken. Wenn jetzt jedes der "sieben Königslande" eine andere Sprache sprechen würde, hätte man nicht mehr dieses Gefühl von einem einzigen Königreich (bzw. wäre es schwerer es zu vermitteln), dass auch vereint gehöhrt.
      Denn andere Phantasiefremdsprachen sind im Lied ja vorhanden: Valyrisch, Dothrakisch, Myrisch, Braavosisch (klingt irgendwie schräg :crazy: ). Darum denke ich, es ist so gewollt.

      Ich verstehe auch nicht was du mit "Einfluss von extinkten Sprache auf Orts-und Eigennamen" meinst. Westeros soll halt England sein, deswegen überall Englisch anmutende Ortsbezeichnungen, Vor- und Familiennamen. Ich brauch nicht noch ein Fantasy-equivalent zu Schottisch, Walisisch und Irisch, dass bei irgendwelchen Städtenamen durchklingt. Wozu? Das macht Westeros nicht unbedingt glaubhafter.
      Ich glaub du willst einfach zu viel, was diesen Punkt angeht. Ich behaupte nämlich einfach mal, dass es 95% der Leser egal ist, dass in Westeros nur eine Sprache gesprochen wird.
      Ich glaube es hat was mit dem Rise&Fall der Drachen und Anderen bzw. der Wechselwirkung zwischen Feuermagie uund Kältemagie zu tun. Und vermutlich war auch das Jahr des falschen Frühlings kein Zufall.
      Allerdings hat bis jetzt niemand ein sinnvolles Konzept präsentiert, dem ich zustimmen könnte. Ich selbst habe leider auch keins.

      Bei Williams waren die einzelnen Länder deutlich nicht so homogen wie die kaum unterscheidbaren sieben Königslande (bis auf den Norden und Dorne). Da gab es halt die Wikinger, die Engländer, die Iren, die Sumpflinge usw. usw.

      Ich habs in den "Wer war bei GRRM-Thread" geschrieben: Er hatte keine Lust sich Namen für Monate auszudenken. Wortwörtlich. Das ist keine Sache des Könnens sondern des Fokus.

      Aber ich muss zugeben, dass mich das Beiwerk schon bei Tolkien nicht besonders interessiert hat.
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      Post was edited 3 times, last by “Maegwin” ().

      Sprachen:
      ich hätte mich auch über ein bisschen Einfluss von verschiedenen Sprachen un Westeros gefreut, finde es jetzt aber auch nicht so tragisch, dass dem nicht so ist. Ich kann damit leben.

      Jahreszeiten:
      über die extrem langen Jahreszeiten hab ich noch nicht so nachgedacht, mir war bisher nur rätselhaft, wie die Menschen durch den jahrelangen Winter kommen. Mich würde es aber auch interessieren, wie das mit den Jahreszeiten zustande kommt.
      L'inverno sta arrivando - Der Winter naht - Winter is Coming - Se acerca el invierno - Vintern närmer sig - Зима близко - L’hiver vient

      [i]Summer friends will melt away like summer snows, but winter friends are friends forever.[/i]
      @ wilwric:

      Ich hatte mal was dazu gefunden, vielleicht hilft es dir ein bisschen:


      Reader:
      But I'd also like to ask you a couple of questions - of course, if it doesn't take away too much time and attention. The first and main of these questions we've been discussing for some time now, and weren't able to come to a clear answer by ourselves. It's the question of agriculture in the North. From what we've seen in the books so far, it looks like even in summer the snow covers most of the lands in the North, and it surely does cover all in winter, doesn't it?

      G.R.R.M:.
      I wouldn't say that snow "covers most of the lands" in summer. Rather than they have occasional summer snows. It never gets really hot in the north, even in summer, but it's not icy and snowing all the time either. Winter is a different tale. But quite a lot of people are living there. What do they eat? A lot of food is stored. Smoked, salted, packed away in granaries, and so on. The populations along the coast depend on fishing a great deal, and even inland, there is ice fishing on the rivers and on Long Lake. And some of the great lords try and maintain greenhouses to provide for their own castles... the "glass gardens" of Winterfell are referred to several times. But the short answer is... if the winter lasts too long, the food runs out... and then people move south, or starve...

      Reader:
      Are there some areas without snow, which are suitable for agriculture, or are there significant temperature changes inside the "bigger seasons"? To grow a harvest, at least a couple of months' time of warm temperature (15-20 degrees by Celsius) is needed. Is it available in the North?

      G.R.R.M:
      Sometimes. It is not something that can be relied on, given the random nature of the seasons, but there are "false springs" and "spirit summers." The maesters try and monitor temperature grand closely, to advise on when to plant and when to harvest and how much food to store. And what happens when a winter comes - five, six years long? Famine happens. The north is cruel. Surely, the import of grain from the South alone can't cover the North's needs.
      Reader:
      And, by the way, does it snow in the South during the winter?

      G.R.R.M:
      Yes, some times, in some places. The Mountains of the Moon get quite a lot of snow, the Vale and the riverlands and the west rather less, but some. King's Landing gets snow infrequently, the Storm Lands and the Reach rarely, Oldtown and Dorne almost never.
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      @maegwin

      Vielen Dank, ja damit konnte ich schon was anfangen. An das Einlagern von Lebensmittel hatte ich auch schon so halb gedacht, aber auf die Möglichkeit des Fischens war ich noch nicht gekommen.
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      [i]Summer friends will melt away like summer snows, but winter friends are friends forever.[/i]
      Zu den Sprachen: Ich finde es nicht so seltsam, dass es nur eine Sprache gibt. Die Andalen haben den Großteil des Kontinents erobert und ihre Kultur dort etabliert. Die Rhoynar haben sich in Dorne soweit ich weiß in die bestehenden andalischen Fürstentümer integriert. Nur im Norden haben die ersten Menschen noch eine Rolle gespielt. Mit Moat Cailin gibt es sogar noch einen Ort mit nichtenglischen (also andalischem Namen). Dies hat wohl den Grund, dass diese Burg von den Andalen nicht mehr benutzt wurde. Ihre Sprache dürfte sich dann auch im Norden durchgesetzt haben. Meiner Meinung nach dürfte es also höchstens verschiedene Dialekte des andalischen in Westeros geben.

      Jerat wrote:

      Zu den Sprachen: Ich finde es nicht so seltsam, dass es nur eine Sprache gibt. Die Andalen haben den Großteil des Kontinents erobert und ihre Kultur dort etabliert. Die Rhoynar haben sich in Dorne soweit ich weiß in die bestehenden andalischen Fürstentümer integriert. Nur im Norden haben die ersten Menschen noch eine Rolle gespielt. Mit Moat Cailin gibt es sogar noch einen Ort mit nichtenglischen (also andalischem Namen). Dies hat wohl den Grund, dass diese Burg von den Andalen nicht mehr benutzt wurde. Ihre Sprache dürfte sich dann auch im Norden durchgesetzt haben. Meiner Meinung nach dürfte es also höchstens verschiedene Dialekte des andalischen in Westeros geben.
      Danke für das Beispiel. Genau soetwas müsste sich halt im Prinzip öfter in den Namen/Orten wiederfinden. Aber OK, mag schon sein, dass ich da zu vorbelastet an die Sache rangehe... Bei mir war es tatsächlich einer der ersten Gedanken, nachdem ich gecheckt hatte, dass die Nordmänner zwar noch an die alten Götter glauben, aber sich ansonsten anscheinend kaum etwas der alten Kultur gehalten hat. Das erschien mir einfach nicht logisch.

      In Prinzip ist es nicht bedeutend, für Leser des Originals schon gar nicht, aber all jene, die die neue Übersetzung so sehr kritisieren müssen eben damit leben, dass wenn die Common Tongue "Andalisch" ist, dies auch nur zu bedeuten hat, dass Eigennamen und Orte übersetzt werden müssen.
      Jon Snowman hat ja weiter oben mal den Star Wars Vergleich gezogen. Dort ist es genauso. Basic ist Verkehrssprache, das heißt alle englischen Namen (=Basic) werden übersetzt: Death Star, Star Destroyer, Schiffsnamen (Lady Luck, Millenium Falcon, Skull). Bei Personennamen gehen die Autoren von anderen planetaren Sprachen aus: Han Solo = Corellianisch, Palpatine = Naboo, Skywalker = unbekannter Herkunft, Kenobi = Stewjoni...

      @Finnigan: Das ist ein Witz. Bei den Simpsons wird mal Xena veräppelt indem sie eine Autogrammstunde im Comicbuchladen zeigen und die Nerds zig Verständnisfragen zu irgendwelchen Phänomenen in Xena stellen. Beantwortet wird dies daraufhin stets mit: "Dafür ist ein Zauberer verantwortlich!"

      Post was edited 1 time, last by “Finarfin” ().

      Finarfin wrote:


      @Finnigan: Das ist ein Witz. Bei den Simpsons wird mal Xena veräppelt indem sie eine Autogrammstunde im Comicbuchladen zeigen und die Nerds zig Verständnisfragen zu irgendwelchen Phänomenen in Xena stellen. Beantwortet wird dies daraufhin stets mit: "Dafür ist ein Zauberer verantwortlich!"


      Ah, okay, danke schön :)
      "Dann geh. Es gibt andere Welten als diese."
      Jon Snowman hat ja weiter oben mal den Star Wars Vergleich gezogen. Dort ist es genauso. Basic ist Verkehrssprache, das heißt alle englischen Namen (=Basic) werden übersetzt: Death Star, Star Destroyer, Schiffsnamen (Lady Luck, Millenium Falcon, Skull). Bei Personennamen gehen die Autoren von anderen planetaren Sprachen aus: Han Solo = Corellianisch, Palpatine = Naboo, Skywalker = unbekannter Herkunft, Kenobi = Stewjoni...

      /sign. Trotzdem haben wir diesen Übersetzungen auch so herrliche Blüten wie den "Sternenzerstörer" oder "Lichtkreuzer" (von light cruiser) zu verdanken. Was an der einen Stelle gut gemacht wird, versaut man zwangsläufig woanders. :D
      And who are you, the proud lord said, that I must bow so low?
      Only a cat of a different coat, that's all the truth I know.
      In a coat of gold or a coat of red, a lion still has claws.
      And mine are long and sharp, my lord, as long and sharp as yours.

      Suriya wrote:

      /sign. Trotzdem haben wir diesen Übersetzungen auch so herrliche Blüten wie den "Sternenzerstörer" oder "Lichtkreuzer" (von light cruiser) zu verdanken. Was an der einen Stelle gut gemacht wird, versaut man zwangsläufig woanders. :D
      Lichtkreuzer ist das Geilste wo gibt... :thumbsup:

      Klar. Es ist nicht alles Sahne. Peter Lennister gehört trotzdem noch gemobbt...