Erste ADwD-Rezension

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      Mir haben bis jetzt eigentlich alle Bücher ohne Abstriche gefallen!Auch wenn´s mal ein bischen weniger Aktion war, hat die Handlung mich immer gefesselt!
      Auch wenn ein Buch mal "schwächer" ist als andere, so ist es immer noch bei weitem besser als manch ander Bücher von anderen Schriftstellern!
      ASOEAF ist nach wie vor der beste/durchdachteste & umfangreichste Roman für mich!
      www.GalusPeer-Acrylmalerei.com

      Turgon wrote:

      Bis jetzt hat sich GRRM mit jedem Buch gesteigert.
      Hmmhhh... Meiner Meinung hat er inzwischen das Maß der Erzählperspektiven deutlich überspannt. Dadurch kommt er mit seiner Story nicht mehr hinterher und muss Charaktere und Kapitel in die nächsten Bände verfrachten (wie er es ja bei ADwD aut Eigenaussage auch wieder gemacht hat).
      Das ist imo schon ein schlechter Stil und die Spannungsbögen seiner Bögen leiden stark darunter. Die Cliffhanger mit denen er seine Fans nach einem Buch im Regen stehen lässt, sind halt eben auch nur eine künstliche Form der Spannungserzeugung... Der Kompromiss zwischen Detailschärfe und Storyentwicklung wurde daher mMn nicht getroffen.

      Versteht mich nicht falsch, ich mag die Serie sehr, aber ich halte sie keineswegs für das goldene Kalb. Die Genealogie des Adels von Westeros mag brilliant ausgearbeitet sein und schlägt in ihrem Umfang sogar JRRT, aber mit so ziemlich allen anderen Aspekten dieser Fantasiewelt verstrickt sich George in meinen Augen mit Band zu Band tiefer in Widersprüchen:
      Es ist trotz aller Eroberungen in Westeros keine sprachliche Einflussnahme der Invasoren feststellbar. Alle Orte tragen moderne englische Namen... Einem Briten wäre dieser Fehler nicht unterlaufen. Leider ist GRRM Amerikaner (und selbst die haben Bundesstaaten, die noch indianische Namen tragen...). Für mich ist dies als Sprachstudent echt ein bedeutender Punkt. Tolkiens Bücher wirken allein aus dem Grund bis heute überzeugend (und zwar auch in den Übersetzungen!), weil Mittelerde über eine in sich stimmige Sprachgeschichte verfügt.
      Dann die Sache mit den Haarfarben... Ok, GRRM hat kein Bio studiert, aber da muss er schon mit einer guten Begründung kommen, wenn er das Eisen nochmal anfasst.
      Zur Verpflegungssituation in Westeros hab ich desweiteren auch noch keinen Schlüssel. Diese ganze Welt mit ihren unterschiedlich langen Jahreszeiten ist mMn zum aussterben verurteilt und trotzdem scheint selbst die Landbevölkerung fast ausschließlich von Fleisch zu leben... (OK, etwas überspitzt formuliert, aber es gehört zur Mahlzeit auf jeden Fall dazu...)
      Sene Vorstellung von Seekriegführung sind bisher auch mehr als dubios... Ich bin tierisch gespannt, wie HBO versucht die Inkonsistenz dieser Darstellungen in der Serie glattzubügeln.

      Aber ok, die Serie ist noch nicht abgeschlossen. Momentan sind das alles nur Befürchtungen ausgehend von einer unfertigen Beschreibung. Bleibt zu hoffen, dass er die Kurve noch kriegt...

      Finarfin wrote:

      Turgon wrote:

      Bis jetzt hat sich GRRM mit jedem Buch gesteigert.
      Hmmhhh... Meiner Meinung hat er inzwischen das Maß der Erzählperspektiven deutlich überspannt. Dadurch kommt er mit seiner Story nicht mehr hinterher und muss Charaktere und Kapitel in die nächsten Bände verfrachten (wie er es ja bei ADwD aut Eigenaussage auch wieder gemacht hat).
      Das ist imo schon ein schlechter Stil und die Spannungsbögen seiner Bögen leiden stark darunter. Die Cliffhanger mit denen er seine Fans nach einem Buch im Regen stehen lässt, sind halt eben auch nur eine künstliche Form der Spannungserzeugung... Der Kompromiss zwischen Detailschärfe und Storyentwicklung wurde daher mMn nicht getroffen.

      Versteht mich nicht falsch, ich mag die Serie sehr, aber ich halte sie keineswegs für das goldene Kalb. Die Genealogie des Adels von Westeros mag brilliant ausgearbeitet sein und schlägt in ihrem Umfang sogar JRRT, aber mit so ziemlich allen anderen Aspekten dieser Fantasiewelt verstrickt sich George in meinen Augen mit Band zu Band tiefer in Widersprüchen:
      Es ist trotz aller Eroberungen in Westeros keine sprachliche Einflussnahme der Invasoren feststellbar. Alle Orte tragen moderne englische Namen... Einem Briten wäre dieser Fehler nicht unterlaufen. Leider ist GRRM Amerikaner (und selbst die haben Bundesstaaten, die noch indianische Namen tragen...). Für mich ist dies als Sprachstudent echt ein bedeutender Punkt. Tolkiens Bücher wirken allein aus dem Grund bis heute überzeugend (und zwar auch in den Übersetzungen!), weil Mittelerde über eine in sich stimmige Sprachgeschichte verfügt.
      Dann die Sache mit den Haarfarben... Ok, GRRM hat kein Bio studiert, aber da muss er schon mit einer guten Begründung kommen, wenn er das Eisen nochmal anfasst.
      Zur Verpflegungssituation in Westeros hab ich desweiteren auch noch keinen Schlüssel. Diese ganze Welt mit ihren unterschiedlich langen Jahreszeiten ist mMn zum aussterben verurteilt und trotzdem scheint selbst die Landbevölkerung fast ausschließlich von Fleisch zu leben... (OK, etwas überspitzt formuliert, aber es gehört zur Mahlzeit auf jeden Fall dazu...)
      Sene Vorstellung von Seekriegführung sind bisher auch mehr als dubios... Ich bin tierisch gespannt, wie HBO versucht die Inkonsistenz dieser Darstellungen in der Serie glattzubügeln.

      Aber ok, die Serie ist noch nicht abgeschlossen. Momentan sind das alles nur Befürchtungen ausgehend von einer unfertigen Beschreibung. Bleibt zu hoffen, dass er die Kurve noch kriegt...
      Interessante Ansichten vertritts du. Finde ich mal gut das wir hier bei Kritiken auch mal klare Worte finden.

      Ich hab jetzt auch schon von ein paar Freunden gehört das es wiedersprüche gibt. Mir persönlich sind aber noch nicht wirklich welche aufgefallen. Nur finde ich auch das viele Chraktäre ins hintertreffen geraten. Und ich glaube bei Rickon Stark haben sich vom zeitlichen Ablauf einige verstolperer ergeben. Könnt Ihr vielleicht mal kurz schreiben wo es wiedersprüche gibt. Danke!

      Ach ja, bezgl todgeglaubten Wiederkehrern : Was haltet Ihr von Renley Baratheon!? Ich höre geradewieder Hörbuch Nummero 7 und als Renley stirbt verschwindet die Leiche recht schnell. Maybe...

      Finarfin wrote:

      Turgon wrote:

      Bis jetzt hat sich GRRM mit jedem Buch gesteigert.
      Hmmhhh... Meiner Meinung hat er inzwischen das Maß der Erzählperspektiven deutlich überspannt. Dadurch kommt er mit seiner Story nicht mehr hinterher und muss Charaktere und Kapitel in die nächsten Bände verfrachten (wie er es ja bei ADwD aut Eigenaussage auch wieder gemacht hat).

      So lange er damit eine halbwegs befriedigende Lösung erreicht, stört mich das nicht.

      Das ist imo schon ein schlechter Stil und die Spannungsbögen seiner Bögen leiden stark darunter. Die Cliffhanger mit denen er seine Fans nach einem Buch im Regen stehen lässt, sind halt eben auch nur eine künstliche Form der Spannungserzeugung... Der Kompromiss zwischen Detailschärfe und Storyentwicklung wurde daher mMn nicht getroffen.

      Stimmt schon, es ist etwas ärgerlich, wenn man auf die Auflösung einiger der Cliffhanger zwei Bücher und mehrere Jahre abwarten muss.

      Versteht mich nicht falsch, ich mag die Serie sehr, aber ich halte sie keineswegs für das goldene Kalb. Die Genealogie des Adels von Westeros mag brilliant ausgearbeitet sein und schlägt in ihrem Umfang sogar JRRT,

      Das halte ich für ein Gerücht :)

      aber mit so ziemlich allen anderen Aspekten dieser Fantasiewelt verstrickt sich George in meinen Augen mit Band zu Band tiefer in Widersprüchen:
      Es ist trotz aller Eroberungen in Westeros keine sprachliche Einflussnahme der Invasoren feststellbar. Alle Orte tragen moderne englische Namen... Einem Briten wäre dieser Fehler nicht unterlaufen. Leider ist GRRM Amerikaner (und selbst die haben Bundesstaaten, die noch indianische Namen tragen...). Für mich ist dies als Sprachstudent echt ein bedeutender Punkt. Tolkiens Bücher wirken allein aus dem Grund bis heute überzeugend (und zwar auch in den Übersetzungen!), weil Mittelerde über eine in sich stimmige Sprachgeschichte verfügt.

      Naja, Vergleiche mit dem Meister aller Klassen kann man nur verlieren.
      Gerade im Sprachbereich ist Tolkien so weit über allen anderen Autoren, dass das ganze eine sehr einseitige Geschichte wird.

      Dann die Sache mit den Haarfarben... Ok, GRRM hat kein Bio studiert, aber da muss er schon mit einer guten Begründung kommen, wenn er das Eisen nochmal anfasst.
      Zur Verpflegungssituation in Westeros hab ich desweiteren auch noch keinen Schlüssel. Diese ganze Welt mit ihren unterschiedlich langen Jahreszeiten ist mMn zum aussterben verurteilt und trotzdem scheint selbst die Landbevölkerung fast ausschließlich von Fleisch zu leben... (OK, etwas überspitzt formuliert, aber es gehört zur Mahlzeit auf jeden Fall dazu...)
      Sene Vorstellung von Seekriegführung sind bisher auch mehr als dubios... Ich bin tierisch gespannt, wie HBO versucht die Inkonsistenz dieser Darstellungen in der Serie glattzubügeln.

      Bei einem Buch, das nicht explizit auf Realitätsnähe ausgelegt ist, lege ich andere Maßstäbe an. Zu den Haarfarben habe ich ja schon mal ausgerechnet, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass die westerosische Vererbung genauso funktioniert wie unsere irdische ;)
      Allerdings muss es in sich konsistent sein, dh es muss seiner eigenen Logik gehorchen. Bei der Seekriegsführung im Speziellen ist mir jetzt nichts aufgefallen, davon habe ich aber auch keine Ahnung.

      Aber ok, die Serie ist noch nicht abgeschlossen. Momentan sind das alles nur Befürchtungen ausgehend von einer unfertigen Beschreibung. Bleibt zu hoffen, dass er die Kurve noch kriegt...

      Ich mach' mir bis jetzt keine Sorgen.
      Naja, Vergleiche mit dem Meister aller Klassen kann man nur verlieren.
      Gerade im Sprachbereich ist Tolkien so weit über allen anderen Autoren, dass das ganze eine sehr einseitige Geschichte wird.
      Tolkien ist der Chef, klar, aber Tad Williams hat es auch geschafft seinen Völkern einen eigenen sprachlichen Hintergrund zu verpassen. Dabei ist er lange nicht so detailliert vorgegangen wie der Prof, aber es wirkte zumindest nicht störend. Bei Martin wirkt es störend. Er zeichnet einen riesigen Kontinent von der Größe Südamerikas mit zig Klimazonen und möchte uns glauben lassen, dass man dort eine Einheitssprache spricht.
      Das ist eine einseitige Geschichte, stimmt. Aber nur weil GRRM hier geschludert hat.

      Bei einem Buch, das nicht explizit auf Realitätsnähe ausgelegt ist, lege
      ich andere Maßstäbe an. Zu den Haarfarben habe ich ja schon mal
      ausgerechnet, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass die
      westerosische Vererbung genauso funktioniert wie unsere irdische ;)
      Allerdings
      muss es in sich konsistent sein, dh es muss seiner eigenen Logik
      gehorchen.
      Die Welt ist fiktional, also dürfen dort auch fiktionale Gesetze gelten (Jahreszeiten, Magie, Drachen... whatever...).
      Der Maßstab für Fantasywelten ist jedoch immer die Realität. Auch ein fiktionales Gesetz muss in sich stimmig sein und bis zu einem bestimmten Punkt hinterfragt werden können. Wenn die Gesetze in sich nicht schlüssig sind, wird das Gesamtkonstrukt unglaubwürdig. Dann tritt der aus den Simpsons bekannte Xena Effekt ein (dafür ist ein Zauberer verantwortlich...^^).
      Zur Vererbung: Wie gesagt. Ich habe kein Problem damit, wenn er erklärt wie die Vererbung bei den Westerosi funktioniert. Das hat er aber noch nicht und daher ist es momentan noch auf meiner todo Liste.

      Finarfin wrote:

      Die Welt ist fiktional, also dürfen dort auch fiktionale Gesetze gelten (Jahreszeiten, Magie, Drachen... whatever...).

      Du hast keine Probleme mit den Jahre andauernden Jahreszeiten, aber mit der einheitlichen Sprache in ganz Westeros? Das finde ich ein wenig seltsam.
      Beides widerspricht der Realität, wobei das mit den Jahreszeiten sogar noch gegen physikalische Gesetze verstößt.
      Naja, grundsätzlich gibts doch auch bei Martin mehrere Sprachen? Die Common Tongue, Dothrakisch, High Valyrian, Old Tongue....

      Aber das jetzt mit Tolkien vergleichen zu wollen, halte ich auch für unfair. Der gute Mann war immerhin Philologe!
      "Dann geh. Es gibt andere Welten als diese."
      Schon, aber dass auf einem ganzen Kontinent von jenseits der Mauer bis nach Dorne die Leute eine gemeinsame Sprache haben, augenscheinlich auch ohne größere Dialektfärbungen, ist eher ungewöhnlich.
      In der Realität kann man Unterschiede in der Sprache oft schon zwischen Nachbardörfern feststellen.

      Turgon wrote:

      Schon, aber dass auf einem ganzen Kontinent von jenseits der Mauer bis nach Dorne die Leute eine gemeinsame Sprache haben, augenscheinlich auch ohne größere Dialektfärbungen, ist eher ungewöhnlich.

      Stimmt nicht ganz. Ich erinnere mich an einige Sätze wie "er sprach mit starkem dornischen Akzent".
      Dass alle die gleiche Sprache sprechen finde ich nicht ungewöhnlich, da alle von den Andalen abstammen bzw. dominiert wurden. Außer eben die Dornischen (Roynar) und bei denen lässt George manchmal den "Akzent"-Nabensatz fallen. Reicht mir dicke, ich bin nämlich nicht "Sprachophil" ( :crazy: ) und der ganze kleinliche geschichtliche und sprachliche Hintergrundquatsch wirkte auf mich bissher bei allen Fantasygeschichten immer ein wenig Peinlich und belanglos. Braucht man einfach nicht für die Story, jedenfalls nicht für diese.
      Hier gehts ja um die Psyche und Glaubwürdigkeit der Charaktere und nicht um ein akribisch aus dem nichts erschaffenes Paralleluniversum (Tolkien). Brauchs einfach nicht, deswegen bei mir kein Kritikpunkt.

      Turgon wrote:

      Finarfin wrote:

      Die Welt ist fiktional, also dürfen dort auch fiktionale Gesetze gelten (Jahreszeiten, Magie, Drachen... whatever...).

      Du hast keine Probleme mit den Jahre andauernden Jahreszeiten, aber mit der einheitlichen Sprache in ganz Westeros? Das finde ich ein wenig seltsam.
      Beides widerspricht der Realität, wobei das mit den Jahreszeiten sogar noch gegen physikalische Gesetze verstößt.
      Da habe ich gar kein Problem mit...
      Während der letzten Eiszeit (bzw. Kaltzeit) dürfte es wohl hier wohl stellenweise ähnlich ausgesehen haben... Westeros ist zudem ein völlig anderer Planet in einem anderen Planetensystem. Das Intro der Serie gibt mMn schon einen Hinweis auf eine recht gute Erklärung:
      Bei den Winterphasen in ASoIaF scheint es sich ja um ein Phänomen zu handeln, was weitestgehend auf Westeros beschränkt ist. Dafür können gleich 2 astronomische Phänomene als Ursache herhalten.
      1. Schwankungen der Sonnenaktivität. Entweder nicht zyklisch, oder aber zyklisch im Zusammenspiel mit
      2. Veränderungen der Planetenlaufbahn durch wechselnde Gravitationskräfte im Planetensystem.

      @Finnigan: Klar hat er andere Sprachen. Aber auf dem großen Kontinent Westeros müsste es zumindest lokale Sprachen geben, die sich auch gerne ähneln dürfen. Selbst wenn alle diese Sprachen extinkt sein würden, hätte ich kein Problem damit, aber irgendwie müssen sich die unterschiedliche Kulturen in Westeros ja äußern.
      Der Tolkienvergleich ist nicht unfair, da es allein darum geht Ansätze einer eigenen Kultur sprachlich darzustellen. Tad Williams hat dies wie gesagt mit wesentlich geringerem Aufwand auch geschafft.

      @WolfsReign: Er spricht mit dornischem Akzent, aber es gibt keine dornische Sprache, die diesen Akzent herbeiführen könnte... Ich brauche auch keine im Detail ausgearbeiteten Sprachen, wie sie Tolkien hatte. Ein sprachlicher Einfluss von meinetwegen auch extinkten Sprachen auf Orts- und Eigennamen hätte aber den gesamten Kontinent Westeros wesentlich griffiger gemacht und auch die leidigen Übersetzungsfragen geklärt...
      Wer sich damit abfindet darf daher meiner Meinung auch nicht über die Übersetzung von Eigennamen schimpfen, denn die ist in dieser Welt damit völlig konsequent.
      Zur Story: Klar steht bei GRRM die Charakterentwicklung im Vordergrund, aber wenn der Hintergrund nicht stimmt, hätte er als Handlungsort auch die Notaufnahme eines amerikanischen Krankenhauses wählen können... :bier:

      Finarfin wrote:

      Turgon wrote:

      Finarfin wrote:

      Die Welt ist fiktional, also dürfen dort auch fiktionale Gesetze gelten (Jahreszeiten, Magie, Drachen... whatever...).

      Du hast keine Probleme mit den Jahre andauernden Jahreszeiten, aber mit der einheitlichen Sprache in ganz Westeros? Das finde ich ein wenig seltsam.
      Beides widerspricht der Realität, wobei das mit den Jahreszeiten sogar noch gegen physikalische Gesetze verstößt.
      Da habe ich gar kein Problem mit...
      Während der letzten Eiszeit (bzw. Kaltzeit) dürfte es wohl hier wohl stellenweise ähnlich ausgesehen haben...

      Nur sind Eiszeiten Einzelereignisse und nicht periodisch wiederkehrend.

      Westeros ist zudem ein völlig anderer Planet in einem anderen Planetensystem. Das Intro der Serie gibt mMn schon einen Hinweis auf eine recht gute Erklärung:
      Bei den Winterphasen in ASoIaF scheint es sich ja um ein Phänomen zu handeln, was weitestgehend auf Westeros beschränkt ist. Dafür können gleich 2 astronomische Phänomene als Ursache herhalten.
      1. Schwankungen der Sonnenaktivität. Entweder nicht zyklisch,

      Das würde die unregelmäßig wiederkehrenden Winter nicht erklären.

      oder aber zyklisch im Zusammenspiel mit
      2. Veränderungen der Planetenlaufbahn durch wechselnde Gravitationskräfte im Planetensystem.

      Veränderungen in der Plantenbahn sind ebenfalls einmalige Ereignisse, die die immer wiederkehrenden Kaltzeiten nicht erklären können.
      Von solchen Geschichten wie der "langen Nacht" ganz zu schweigen.

      Turgon wrote:

      Nur sind Eiszeiten Einzelereignisse und nicht periodisch wiederkehrend.
      Die Winter sind nicht periodisch.
      Das würde die unregelmäßig wiederkehrenden Winter nicht erklären.
      Wieso nicht? Kennst du die Aktivität der Sonne im "Westeros System"? Kennst du die Planetenbewegungen? Ich nicht...^^

      @Jon Snowman: Weil "Hundisch" keine Sprache ist...

      Finarfin wrote:

      Turgon wrote:

      Nur sind Eiszeiten Einzelereignisse und nicht periodisch wiederkehrend.
      Die Winter sind nicht periodisch.

      Sie kommen immer wieder, in unregelmäßigen Abständen und unregelmäßigen Längen.
      Eine plausible Theorie müsste diese Art der Wiederkehr erklären.

      Das würde die unregelmäßig wiederkehrenden Winter nicht erklären.
      Wieso nicht? Kennst du die Aktivität der Sonne im "Westeros System"? Kennst du die Planetenbewegungen? Ich nicht...^^

      Sonnenaktivität ist periodisch, was die Wiederkehr erklären würde, aber nicht die Unregelmäßigkeit.

      Turgon wrote:


      Sonnenaktivität ist periodisch, was die Wiederkehr erklären würde, aber nicht die Unregelmäßigkeit.
      Du redest wieder von UNSERER Sonne. Ja, es gibt hier Zyklen, du weißt aber nicht, wieviele Zyklen es bei der GRRM Sonne gibt und in welchem Abstand sie erfolgen... Wenn jetzt noch andere astronomische + evtl. ozeanische, klimatische und/oder tektonische Einflüsse dazukommen.
      Wir kennen noch nichtmal die genauen Gründe für die irdische Eiszeit... Westeros ist ein reines Gedankenkonstrukt, ich gehe nicht davon aus, dass GRRM sich im Vorfeld Gedanken um die Plausibilität eines langen Winters Gedanken gemacht hat. Mir geht es jedoch darum zu zeigen, dass dieser Punkt durchaus "denkbar" ist.
      Wer weiß, vielleicht gibt es ja in ADwD noch ein bisschen Background.

      @Jon Snowman: Die linguistische Definition von Sprache behandelt die spezifisch menschliche Fähigkeit sich komplexe Systeme der Kommunikation anzueignen und zu beherrschen, bzw. ein solches System komplexer Kommunikation.
      Tiere kommunizieren auch, können aber hier erstmal außen vor gelassen werden, da die Komplexität wohl in aller Einvernehmlichkeit geringer ausfallen dürfte.

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